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Isabel Fezer wiedergewählt

LokalesStuttgartIsabel Fezer wiedergewählt

Gemeinderat bestätigt Bürgermeisterin für Jugend und Bildung

Stuttgart.| Der Gemeinderat hat Isabel Fezer erneut zur Bürgermeisterin für Jugend und Bildung gewählt. Ihre dritte Amtszeit beginnt am 1. September. Fezer setzt auf inklusive, vernetzte Bildungs‑ und Unterstützungsstrukturen.

Der Gemeinderat hat Isabel Fezer am Donnerstag, 18. Juni 2026, als Bürgermeisterin für Jugend und Bildung wiedergewählt. Ihre dritte Amtszeit  beginnt am 1. September 2026.

Zwei Kandidaten hatten sich im Plenum vorgestellt: Außer der Amtsinhaberin Fezer noch Lars Schlegel. Von insgesamt 54 Stimmen bekam Fezer 43 Stimmen bei sieben Enthaltungen und einer ungültige Stimme. Auf den Gegenkandidaten Schlegel entfielen drei Stimmen.

Angesichts des demografisches Wandels, wachsender Vielfalt und knapper werdenden Ressourcen setzt Isabel Fezer auf inklusive, vernetzte und zukunftsfähige Bildungs- und Unterstützungsstrukturen für Kinder und Familien. Sie sagte: “Um Kinder für die Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft zu stärken, setzt Stuttgart auf inklusive Bildung, vernetzte Unterstützung und den gezielten Einsatz vorhandener Ressourcen.”

Für Fezer ist dabei vor allem die Idee der Inklusion maßgeblich, die aus ihrer Sicht eine ganzheitliche Betrachtung in Bezug auf Sozialräume, auf Einrichtungen, auf Unterstützungsleistungen voraussetzt. “Es braucht Orte, an denen sich Menschen begegnen, an denen sie sich bilden, an denen sie gefördert und unterstützt werden; diese müssen allen Menschen gleichermaßen offen stehen, in all ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit”, so Fezer.

Sie betonte in ihrer Rede: “Letztlich geht es darum, Kindern und Familien ein gutes Leben in Stuttgart zu ermöglichen. Sie sollen Selbstwirksamkeit erfahren, Resilienz entwickeln, sich partizipativ einbringen und sich humanitären Werten verpflichtet fühlen. Unserem Bildungssystem kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu: Wenn wir in Bildung investieren, geben wir Kindern und ihren Familien nicht nur Wissen, sondern auch Orientierung, Aufstiegschancen und Zukunftsvertrauen.”

Isabel Fezer wurde am 16. Oktober 1959 in Radolfzell geboren und ist dort aufgewachsen. Sie studierte Rechtswissenschaften in Konstanz und Bonn. Ihr Referendariat machte sie beim Kammergericht in Berlin. Nach Tätigkeiten an der Freien Universität Berlin und im Bundesministerium für Post und Telekommunikation in Bonn war sie 1996 bis 2004 in Radolfzell Bürgermeisterin sowie ständige allgemeine Stellvertreterin des Oberbürgermeisters.

Von 2004 bis 2008 arbeitete Isabel Fezer als Rechtsanwältin in Radolfzell. Danach war sie bis 2010 Referatsleiterin in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Von 1999 bis 2010 gehörte sie dem Kreistag Konstanz an, wo sie von 2004 bis 2010 Vorsitzende der FDP-Fraktion war. In der Zeit von 2003 bis 2010 war sie zudem Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Konstanz. Von 2005 bis 2007 hatte sie einen Lehrauftrag für Staats- und Verfassungsrecht an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen.

Im Juli 2010 wählte sie der Stuttgarter Gemeinderat zur Bürgermeisterin der Landeshauptstadt für Soziales, Jugend und Gesundheit. Dieses Amt trat sie am 1. September 2010 an. Nach einer Änderung der Referatszuschnitte ist Isabel Fezer seit dem 1. August 2016 Bürgermeisterin für Jugend und Bildung. Fezers zweite Amtszeit begann im September 2018, nach erfolgreicher Wiederwahl im Juli 2018. Zum Geschäftskreis Jugend und Bildung gehört das Schulverwaltungsamt, das Jugendamt und die Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft, er umfasst knapp 5.800 Mitarbeitende.

Aufgrund der im Landesbeamtengesetz Baden-Württemberg festgelegten gesetzlichen Altersgrenze endet die dritte Amtszeit mit Ablauf des Monats, in dem Fezer das 73. Lebensjahr vollendet, also am 31. Oktober 2032.


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