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Der Vaihinger Maientag hat eine weitere Hürde auf dem Weg zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO überwunden: Unser Kinder- und Heimatfest hat sich für das nationale Verzeichnis qualifiziert!

Vaihingen/Enz.| Dies hätte man vor rund 650 Jahren wohl nicht zu träumen gewagt: Dass aus dem ursprünglichen Schulfest zur Gründung der Lateinschule vielleicht einmal ein Immaterielles Kulturerbe wird – mit großer Bedeutung für ganz Deutschland. „Der Vaihinger Maientag  verbindet den Stolz auf das historische Erbe unserer Stadt mit der jährlichen Vorfreude auf ein lebendiges Gemeinschaftserlebnis. Es schlägt die Brücke zwischen Gestern und Heute und der Zukunft unserer Stadt“, freut sich Oberbürgermeister Uwe Skrzypek über die Entscheidung der unabhängigen Landesjury.

Gemeinsam mit den Städten Nürtingen, Göppingen und Owen hatte sich die Stadt Vaihingen an der Enz im Oktober 2023 darum beworben, das Brauchtum ihrer Maientage in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO eintragen zu lassen. Jetzt hat die Landesjury entschieden, welche in Baden-Württemberg eingereichten Anträge an die Kultusministerkonferenz (KMK) weitergeleitet werden. „Die Jury hat im Falle Ihrer Bewerbung eine positive Entscheidung getroffen“, heißt es im Schreiben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst an die vier Bewerberstädte.

Alle vier Kriterien seien erfüllt:

  • Hinreichend belegtes Alter und entsprechende Tradition als kulturelles „Erbe“
  • Herausragende kulturelle bzw. kulturgeschichtliche Bedeutung
  • Ehrenamtliches Engagement der Funktionsträger und Organisatoren ohne Gewinnerzielungsabsicht
  • Regionaltypik und identitätsstiftende Wirkung für einen bestimmten geografischen Raum

Die Bewerbung wurde an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet. Von dort wird sie nun an das Expertenkomitee der Deutschen UNESCO-Kommission übermittelt, die voraussichtlich im dritten Quartal 2024 die maximal 64 Bewerbungen aus allen Bundesländern prüft. Die endgültige Entscheidung, ob der Maientag nationales Kulturerbe wird, fällen dann planmäßig im März 2025 die Kultusministerkonferenz der Länder und die Beauftragte der Regierung für Kultur und Medien.

„Die Anerkennung der Tradition und Lebendigkeit des Vaihinger Maientages als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO hätte eine einzigartige Strahlkraft für die Stadt, aber auch für das Land Baden-Württemberg“, sagt Oberbürgermeister Skrzypek. „Auch im Hinblick auf eine Gartenschau in Vaihingen im Jahr 2029 wäre dies ein zukunftsweisendes Signal, den Charme und das Brauchtum der Stadt national bekannt zu machen.“ Dazu passt nach seinen Worten das diesjährige Motto vom Dalai Lama: „Eine Voraussetzung für den Frieden ist der Respekt vor dem Anderssein und der Vielfältigkeit des Lebens.“ Der Vaihinger Maientag stehe für eine lebendige, lebensfrohe Stadtgesellschaft in all ihrer Vielfalt.


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