Das binäre Optionen Verbot in der Praxis: Wie gehen Händler damit um?

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(Geschäftliche Information)

Binäre Optionen sind innovative Handelsinstrumente, bei denen der Trader die beiden Möglichkeiten eines hohen Gewinns von rund 80 bis 90 Prozent, bei bestimmten Varianten auch noch deutlich mehr, oder des Totalverlustes hat. Diese Optionen wurden 2008 für private Trader eingeführt, 2018 verbot sie die europäische Finanzaufsicht ESMA für Privattrader. Für institutionelle Anleger bleiben sie weiter erlaubt. Trader aus der EU können mit verschiedenen Möglichkeiten auf dieses Verbot reagieren, um weiter binäre Optionen oder sehr ähnliche Derivate zu handeln.

Über binäre Optionen
Die binären Optionen tragen den Charakter einer Wette. Es gibt praktisch nur die beiden Möglichkeiten des hohen Gewinns oder des Totalverlustes. Daher haben diese Optionen auch ihren Namen: “Binär” verweist auf genau zwei Möglichkeiten des Ausgangs dieser Wette. Dennoch ist mit binären Optionen ein ausgezeichnetes Risikomanagement möglich, nämlich über den Kapitaleinsatz pro Option. Die Risikobegrenzung mit einem Stopploss hingegen wie bei anderen Anlageinstrumenten gibt es nicht. Das hat wiederum Vorteile: Nach dem Einbuchen muss der Trader die Option nicht mehr beobachten. Daher eignen sich binäre Optionen wie kein anderes Instrument für den mobilen Handel. Auf dem Smartphone möchte kein Trader einen Stopploss nachziehen. Er bucht einfach die Option ein und wartet dann auf ihren Ausgang in wenigen Minuten, Stunden, Tagen oder auch Wochen und Monaten.

Über das ESMA-Verbot von binären Optionen
Die europäische Finanzaufsicht ESMA hat durch sehr umfangreiche Recherchen festgestellt, dass die meisten privaten Trader – rund 75 % – mit binären Optionen überwiegend Geld verlieren. Sie lastet das teilweise den als Market Maker auftretenden Brokern, teilweise aber auch der systemischen Konstruktion dieser Optionen an. Daher hat sie ein Mittel eingesetzt, zu dem sie berechtigt ist, das aber nur sehr selten zur Anwendung kommt: Sie hat diese Optionen für reine Privattrader mit Wohnsitz in der EU verboten. EU-Broker dürfen diese Optionen privaten Händlern seit dem Sommer 2018 nicht mehr anbieten. Die Broker sind verpflichtet, den Status eines Traders festzustellen. Er gilt als Privattrader, wenn er keine professionellen Erfahrungen im institutionellen Handel mitbringt und auch nicht über das entsprechende Kapital im hohen sechsstelligen Bereich verfügt. Solchen Tradern dürfen die Broker binäre Optionen nicht mehr anbieten. Wenn sie dagegen verstoßen, verlieren sie ihre EU-Lizenz. Das Verbot gilt immer für ein Quartal, die ESMA hat es inzwischen verlängert. Für die meisten Privattrader ist das ärgerlich, sie fühlen sich bevormundet. Es gibt aber Auswege, die wir aufzeigen wollen.

Wie auf https://www.binäre-optionen.info/broker-vergleich.html im Detail erklärt, kommen dafür folgende Broker in Frage:

Alternative zu binären Optionen: FX Optionen von IQ Option
Der EU-Broker IQ Option hat auf das ESMA-Verbot mit der Entwicklung neuer Optionen reagiert. Die sogenannten FX Optionen sind den binären Optionen sehr ähnlich, werden auf Forexwerte abgebildet und sind ausdrücklich keine binären Optionen, welche unter das Verbot der europäischen Finanzaufsicht fallen. Gegenüber den binären Optionen haben sie sogar einige Vorteile. Technisch gesehen nehmen sie eine zwittrige Stellung zwischen CFDs und binären Optionen ein. Das bedingt, dass ihr Gewinnpotenzial wie bei CFDs theoretisch unbegrenzt ist. Bei binären Optionen gibt es immer eine obere Grenze für den Gewinn. Auch die Handhabung von FX Optionen ist sehr einfach und dürfte viele Trader begeistern, die früher binäre Optionen handelten.

Binäre Optionen von Finmax
Der Broker Finmax fällt nicht unter die EU-Hoheit, er lässt sich von einer russischen Behörde kontrollieren. Damit darf er weiter binäre Optionen auch privaten EU-Tradern anbieten. Das Internet schafft solche Möglichkeiten, die private Trader für sich nutzen können. Die Regulierung von Finmax in Russland gilt als einwandfrei. Private Anleger müssen sich also keine Sorgen um ihr Geld machen, wenn sie bei diesem Broker binäre Optionen handeln.

Handel bei spectre.ai
Spectre.ai ist eine Blockchain-basierte Plattform, die ebenfalls nicht unter das ESMA-Verbot fällt. Daher können auch hier weiter binäre Optionen gehandelt werden. Um die Wirkungsweise zu verstehen, muss man das Prinzip der Blockchain kennen. Hierbei werden Transaktionen als Blöcke in einer Kette (engl. chain) so zusammengefügt, dass sie nicht unbemerkt geändert werden können. Das System ist technisch sehr sicher, viele Kryptowährungen basieren auf einer Blockchain. In dieser können Teilnehmer untereinander sogenannte Smart Contracts abschließen, die dezentral – mithin ohne Broker – verwaltet werden. In der spectre.ai Blockchain gibt es binäre Optionen, aber nicht der Broker verkauft sie, sondern die Teilnehmer handeln sie gegen den Liquiditätspool, den sie selbst durch ihre Einsätze schaffen. Damit entfällt der Konflikt zwischen dem Broker als Market Maker und dem Trader, der ein Anlass für das ESMA-Verbot war (siehe oben).


Eröffnung des Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen

  • Erster regionaler Digital Hub in Baden-Württemberg feiert offizielle Eröffnung im Böblinger Herman-Hollerith-Zentrum
  • Anlaufstelle für Digitalisierung für Unternehmen aus der Region Stuttgart

Kreis Böblingen.| Die Digitalisierung und der mit ihr im Zusammenhang stehende digitale Wandel ist eines der aktuell wichtigsten Themen für das Land Baden-Württemberg. Aus diesem Grund hat sich das Wirtschaftsministerium für die Einrichtung von zehn sogenannten regionalen Digital Hubs entschieden. Die erste offizielle Eröffnung eines solchen Zentrums für Digitalisierung ist am Montag, 4. Februar 2019, in Böblingen erfolgt.

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut war zur feierlichen Eröffnung in Böblingen und betonte den hohen Stellenwert des Projektes. „Ich freue mich, dass von der heutigen offiziellen Einweihung in Böblingen ein zusätzlicher Impuls für unsere regionalen Digital Hubs ausgeht. Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort Europas bleibt. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen hier Schritt halten. Mit dem regionalen Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, so die Ministerin.

„Ich freue mich, dass der Digital Hub für Unternehmen aus der Region Stuttgart hier in Böblingen entstanden ist. Unser Zentrum für Digitalisierung (ZD.BB) ist ein wichtiges Element in unseren Anstrengungen, den Landkreis als Wirtschaftsstandort auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Mit dem ZD.BB schaffen wir eine Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen“, erklärte Landrat Roland Bernhard in seiner Begrüßung die Bedeutung der Einrichtung.

Mit der Eröffnung geht auch die eigentliche Arbeit für Dr. Claus Hoffmann los, der Geschäftsführer des ZD.BB: „Die Aufbauarbeit der letzten Monate ist erfolgreich abgeschlossen. Ab sofort bieten wir kleinen und mittleren Unternehmen eine durchgehende Beratung und Betreuung für ihre digitalen Transformationsprozesse an. Ob sie nun am Anfang der Digitalisierung stehen, eine Analyse anfordern oder schon weiter bei der Entwicklung digitaler Lösungen sind – wir bieten Unterstützung aus einer Hand.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung von Mitarbeitern, um in den Unternehmen fundiertes Wissen über Digitalisierungsprozesse aufzubauen.

Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hendrik Brumme freute sich sehr darüber, dass das Herman Hollerith Zentrum, ein Lehr- und Forschungszentrum der Hochschule Reutlingen, nun ein Teil des Digital Hubs ist: „Die Hochschule Reutlingen hat sich 2013 mit der Einrichtung des Herman Hollerith Zentrums eine klare Ausrichtung hin zur Digitalisierung gegeben. Mit dem eingebunden sein in das Zentrum für Digitalisierung ist nun auf dem Weg dahin ein weiterer Meilenstein geschafft. Unsere Kernarbeit ist die Lehre und Forschung“, so Brumme weiter. „Mit dem Digital Hub haben wir nun die Möglichkeit, zusammen mit den Partnern, Synergien zu schaffen und das Thema der digitalen Transformation direkt mit Unternehmen umzusetzen. Denn wir beschäftigen uns am HHZ damit, wie it-gestützt geschäftsrelevante Strategien und Prozesse in der unternehmerischen Wertschöpfungskette substantiell unterstützt werden können. Das ZD.BB ist am HHZ ideal eingebunden in den akademischen Betrieb. Unternehmen erhalten hier somit Beratung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.“

Innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren sollen so 80 regionale Geschäftsmodellentwicklungen und fünf Startup-Gründungen im Landkreis und der Region begleitet werden. Grundsätzlich steht das ZD.BB allen kleinen und mittleren Unternehmen offen. Branchenschwerpunkte werden in den bedeutsamen Schlüsselindustrien Automobilbau, Informationstechnologien und wissensintensive Dienstleistungen, wie Forschung und Entwicklung, liegen. Nach Ablauf der drei Jahre soll das Zentrum im Regelbetrieb mit vier Mitarbeitern weiterlaufen und sich durch kostendeckende Einnahmen selbst tragen.

Die Konsortialführung des Zentrums für Digitalisierung liegt bei der ZD.BB GmbH des Landkreises Böblingen. Das langfristige Ziel der Gesellschaft ist es, den digitalen Strukturwandel in der Wirtschaft und Bevölkerung des Kreises und der Region aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Neben dem Landratsamt Böblingen sind weitere Konsortialpartner das Herman-Hollerith-Zentrum an der Hochschule Reutlingen, das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V., die Star Cooperation GmbH, die LGI Logistics Group International GmbH sowie die nuspirit GmbH mit ihrem Coworking Space in Herrenberg. Weitere Netzwerkpartner sind die Fachkräfteallianz Region Stuttgart, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Stadt Böblingen, Stadt Sindelfingen, Kreishandwerkerschaft Böblingen, START HAW, Universität Stuttgart, IHK-Bezirkskammer Böblingen und die IBM Deutschland Research & Development GmbH. Um die Wirtschaft mit ihrem umfangreichen Wissen zum digitalen Wandel noch stärker in die Arbeit der ZD.BB GmbH einzubinden, werden Partner aus der Wirtschaft als beratende Mitglieder in den Aufsichtsrat der ZD.BB GmbH eingebunden.

Das Projekt „Zentrum für Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ wurde bereits im Februar 2018 beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ als einer der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt, das vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert werden sollte. Auf Basis des eingereichten Förderantrags erfolgte in der zweiten Stufe die Bewilligung des Vorhabens. Die gesamten Projektausgaben in den nächsten drei Jahren liegen bei rund 1,8 Mio. Euro. Das Projektvorhaben wird mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums in Höhe von knapp 942.000 Euro gefördert.


Auto nach überschrittener Parkzeit kostenpflichtig abgeschleppt

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Wer verbotswidrig parkt, muss nicht nur mit Bußgeld rechnen. Vielmehr ist auch ein Abschleppen des Fahrzeugs zulässig, wenn die erlaubte Parkzeit um drei Stunden überschritten ist. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen (6 K 5781/17) hin.

Im entschiedenen Fall veranlasste der städtische Vollzugsbeamte das Abschleppen eines geparkten Fahrzeugs im Raum Aachen, als die an dieser Stelle erlaubte Parkzeit von zwei Stunden bereits um drei weitere Stunden überschritten war. Der Halter des Fahrzeugs sah dies als unverhältnismäßig an, da in der Nähe seines Autos andere Parkplätze frei waren. Er war daher nicht bereit, die erhobene Verwaltungsgebühr der Stadt zu zahlen.

Damit kam er jedoch vor Gericht nicht durch. Laut der Entscheidung war das Abschleppen nicht unverhältnismäßig, da die erlaubte Parkzeit bereits um mehrere Stunden überschritten war. Dies gelte auch dann, wenn sich im Umfeld freie Parkplätze befunden haben. Das verbotswidrige Parken könne nämlich andere Kraftfahrer zu gleichem Verhalten veranlassen. Es bestehe daher ein öffentliches Interesse, dem präventiv entgegenzusteuern. Außerdem sei bei verbotswidrig geparkten Fahrzeugen nicht ausgeschlossen, dass andere Fahrer länger nach einem Parkplatz suchen müssten und es dadurch zu Verkehrsbehinderungen komme.

Das Verwaltungsgericht Aachen bezog sich in seiner Entscheidung auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (7 B 182.82) und anderer Verwaltungsgerichte.


Maßnahmen für Artenschutz gehen in die nächste Runde

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Biotoppflege im Neckartal

Stuttgart.| In den Bezirken Mühlhausen sowie Unter- und Obertürkheim werden bis Ende Februar 2019 Pflegemaßnahmen für den Artenschutz durchgeführt. Das hat das Amt für Umweltschutz am Donnerstag, 31. Januar, bekanntgegeben. Die Maßnahmen sollen die Insektenvielfalt in den sonnigen Lagen des Neckartals fördern. Während der Arbeiten kann es zu Sperrungen von Straßen und Wegen kommen.

Von den Pflegemaßnahmen sollen das Neckarufer im Gewann Saugraben, der Steinbruch Stephan in Mühlhausen-Hofen, die Egelseer Heide, der Kapf und das Gewann Scherer in Unter- und Obertürkheim profitieren. So wird im Saugraben die Kanadische Goldrute großflächig entfernt, da es sich um eine nicht heimische Pflanze handelt, die andere Arten verdrängt. Dadurch sollen heimische Kräuter und Pflanzen gefördert werden. Diese Pflegemaßnahme soll zukünftig regelmäßig stattfinden. Auch die Tümpel im Saugraben werden gepflegt: Überschüssiger Schlamm soll entnommen und angrenzende Bäume und Sträucher entfernt werden. Dadurch werden die Wasserflächen für Amphibien und Wasserinsekten noch attraktiver.

Im Steinbruch Stephan möchte das Amt für Umweltschutz trockenwarme Felswände durch Pflegemaßnahmen schützen. Sie sind wichtige Rückzugsorte für Vögel aber auch viele Insekten wie z. B. Wildbienen und Schmetterlinge. Das seltene Biotop wird durch Sträucher und Bäume gefährdet, die die Felswände beschatten und überwachsen. Die Stadt hat deshalb bereits im Winter 2017/2018 im Bereich der Felswand und der oberen Hangkante Gehölze entfernt. Seit Oktober 2018 wird die Maßnahme fortgesetzt.

Auf den Wiesen der Egelseer Heide soll die größtenteils zugewachsene Felswand freigestellt und dauerhaft freigehalten werden. Dies kommt beispielsweise den Larven der seltenen Ameisenjungfer zu Gute, die sich unter sonnigen Felsüberhängen wohl fühlen. Um die Beschattung der Wiese zu verringern, ist außerdem geplant, Bäume zu entfernen und Sträucher zurückzuschneiden. Die Freizeitfläche mit Grillplatz ist von der Maßnahme nicht betroffen und auch die Obstbaumreihen in den Wiesen bleiben erhalten. Durch vorangegangene Pflegemaßnahmen fühlen sich auf den Wiesen der Egelseer Heide seltene Wildbienen wieder heimisch. Sie sollen weiter gefördert werden, indem die Mahd auf den nicht so stark freizeitlich genutzten Flächen auf ein- bis zweimal jährlich reduziert wird.

Der Kapf oberhalb Uhlbachs ist als schöner Aussichtsplatz bekannt. Zukünftig soll er auch für Tiere und Pflanzen attraktiver werden: Zu dicht stehende oder nicht heimische Gehölze werden jetzt entfernt und die Wiesenmahd wird in großen Teilen auch hier auf zwei Mal reduziert.

Nicht weit vom Kapf entfernt liegt das Gewann Scherer. Durch seine sonnige Lage hat es großes Potential für den Naturschutz, ist aber mit vielen Sträuchern und Bäumen überwachsen. Ziel der aktuell laufenden Pflegemaßnahme ist es, im oberen Bereich eine fast baumfreie Schlehenhecke für Vögel wie den Neuntöter zu entwickeln. In der unteren Hälfte soll eine blütenreiche schmale Wiese mit einzelnen älteren Obstbäumen entstehen.

Grundlage für die Pflegemaßnahmen ist das Artenschutzkonzept der Stadt Stuttgart, das im April 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Es dient als Leitfaden für den Naturschutz in der Landeshauptstadt. Ziel ist es, die ökologische Vielfalt zu verbessern indem Lebensräume seltener Pflanzen und Tiere wiederhergestellt und dauerhaft gepflegt werden.
Das Artenschutzkonzept der Stadt Stuttgart kann online unter www.stuttgart.de/artenschutzkonzept als pdf herunterladen oder über das Amt für Umweltschutz, Gaisburgstraße 4, 70182 Stuttgart gegen eine Schutzgebühr von 10 € erworben werden.


Zweite Mobilitätskonferenz im Landratsamt Böblingen

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Entwurf eines Mobilitätskonzeptes für den Landkreis Böblingen erarbeitet
Landrat: „Wir müssen Mobilität konzeptionell neu denken, um den Verkehr zu optimieren.“

Kreis Böblingen.| Der Landkreis Böblingen hatte am 16. Januar zur zweiten Mobilitätskonferenz eingeladen, bei der verschiedene Akteure aus dem Verkehrsbereich über den Entwurf eines Mobilitätskonzeptes berieten.

Landrat Roland Bernhard machte in seiner Begrüßung deutlich: „Im Landkreis Böblingen sind alle mobil. Doch wir müssen den Transport von Menschen und Gütern konzeptionell neu denken, um den Verkehr zu optimieren und leistungsfähiger zu gestalten. Mobilität soll umwelt- und klimaverträglich, bezahlbar und wirtschaftlich effizient sein.“ Dafür entwickelt das Landratsamt mit Unterstützung der B.A.U.M. Consult GmbH seit 2018 ein gemeinsames Mobilitätskonzept. Der Auftaktveranstaltung im Mai letzten Jahres folgten Regionalkonferenzen und viele kleinere Gesprächsrunden mit Vertretern verschiedener gesellschaftlicher und politischer Gruppen und Vertretern unterschiedlicher Verkehrsorganisationen.

Aus der bisherigen Vorarbeit ist ein Entwurf für ein Mobilitätskonzept entstanden, das dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll. „Das Konzept fächert sich in 13 Leitprojekte, die in den drei Arbeitsfeldern ‚alleine unterwegs‘, ‚gemeinsam unterwegs‘ und ‚gar nicht unterwegs‘ gebündelt sind“, erläutert Verkehrsdezernent Thomas Wagner.

Ludwig Karg, Geschäftsführer der Beraterfirma B.A.U.M Consult, und dessen Teammitglieder stellten in Arbeitsgruppen die Leitprojekte vor und diskutierten sie mit den ca. 50 Anwesenden Expertinnen und Experten. Beispiele daraus sind etwa multimodale Knotenpunkte, die verschiedene Verkehrssysteme verknüpfen und den Umstieg verbessern, Projekte für Car-Sharing und autonomes Fahren im Verbund sowie Co-Working-Spaces, was bedeutet, dass Selbstständige oder Arbeitnehmer verschiedener Firmen an ihrem Wohnort im selben Gebäude eine gemeinsame Infrastruktur benutzen und dadurch manche Pendlerfahrt zum firmeneigenen Arbeitsplatz entfällt.

„Das Format dieser Mobilitätskonferenz hat sich bewährt. Künftig sollte es unbedingt als Mobilitätsforum mit einem jährlichen, öffentlich gehaltenen Austausch unter Einbeziehung von Experten und der Bürgerschaft durchgeführt werden,“ resümiert Ludwig Karg.

„Die Vision einer leistungsfähigen und nachhaltigen Mobilität haben wir auf Papier gebracht. Jetzt müssen wir je nach Fortbewegungsart Gas geben, in die Pedale treten oder eine Schippe drauflegen,“ so die Botschaft von Landrat Bernhard.


25 JAHRE FRIEDRICHSBAU VARIETÉ Ein Vierteljahrhundert grenzenlos vielfältig

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Stuttgart.| Wir feiern 25 Jahre Friedrichsbau Varieté Stuttgart und damit ein Vierteljahrhundert, in dem sich Kreativität, Vielfalt und Glamour begegneten, aber auch Raum für Innovationen war. Das Stuttgarter Friedrichsbau Varieté ist ein Theater mit langer Tradition und aufregender Geschichte, die bis ins Jahr 1900 zurückreicht. Damals befindet sich in der Friedrichstraße ein prachtvoller Jugendstilbau, in dessen erster Etage das Friedrichsbau Theater mit 800 roten Samtplätzen beheimatet ist. Alles, was im Showbiz der damaligen Zeit Rang und Namen hat, gibt sich die Klinke in die Hand – unter anderem der unvergessene Clown Grock, die „schwarze Venus“ Josephine Baker, Starjongleur Enrico Rastelli und die damals achtjährige Caterina Valente mit ihrer Familie. In den 1930er Jahren übernimmt Willy Reichert die künstlerische Leitung und ist mit Oscar Heiler als schwäbisches Erfolgsduo „Häberle und Pfleiderer“ unzählige Male auf der Bühne zu sehen. 1943 erleidet das Friedrichsbau Varieté schwere Kriegsschäden und der Spielbetrieb muss eingestellt werden. 1944 brennt das Theater schließlich nach einem Bombenangriff komplett aus, bevor es 1955 schließlich abgerissen wird.

Nach einer langen Pause eröffnet das Friedrichsbau Varieté im Neubau der L-Bank als Tochter der Deutschen Entertainment AG am 24. Februar 1994 feierlich seiner Pforten. Gezeigt wird als erste Show „Kapriolen des Varietés“ unter der Regie von André Heller. Der Ehrengast Oscar Heiler wird von Geschäftsführerin Gabriele Frenzel auf die Bühne geholt und mit Standing Ovations vom Publikum empfangen. Das Haus etabliert sich und zeigt Showgrößen wie Max Raabe, die Kessler Zwillinge, Robert Kreis, Marlène Charell, Romy Haag, Karsten Speck, Eckart von Hirschhausen oder Topas in vielfältigen und fantasievollen Produktionen.

Seitdem spannt das Friedrichsbau Varieté den Bogen zwischen historischer Vergangenheit und zukunftsweisender Innovation und behauptet sich als eine der wichtigsten „Spezialitätenbühnen“ Deutschlands, die deutschland- und europaweit Impulse in der Branche setzt, zunächst unter der Leitung von Gabriele Frenzel gemeinsam mit Circus Roncalli-Direktor Bernhard Paul und André Heller als Künstlerische Leiter.

Herausforderungen und neue Impulse
2007 übernimmt Regisseur Ralph Sun die künstlerische Leitung und wagt den Spagat zwischen glamourösen Revuen und aufregenden Themenshows, um die einzigartige Spielstätte an den Puls der Zeit zu bringen. Mit „Miss Evi’s Company“ präsentiert er etwa die erste Burlesque-Show in Europa, die verschiedene Künstler und Disziplinen wie Tanz, Comedy und Artistik im Rahmen einer erzählten Handlung im Varieté-Format auf die Bühne und so das Genre Burlesque von den Szene-Bars ins Theater bringt.

Die Besucherzahlen zeigen, dass die Rechnung aufgeht: Rund 75.000 Menschen strömen damals pro Jahr ins Friedrichsbau Varieté, um sich von dieser einzigartigen Kunst verzaubern zu lassen!

Doch es stehen auch schwierige Zeiten bevor: Die L-Bank zieht sich zum Ende des Jahres 2013 als Hauptsponsor zurück und kündigt aus Eigenbedarf im gleichen Zuge die angestammte Spielstätte in der Rotunde am Börsenplatz. Daraufhin beschließt der Betreiber, die DEAG, das Theater nicht weiter zu führen. Das Friedrichsbau Varieté steht vor dem Aus!

Aber das Varieté-Team gibt nicht auf: Engagiert machen sich die Geschäftsführung und die Mitarbeiter auf die Suche nach einem neuen Standort. Das Ergebnis stellt der damalige Vertriebsleiter Timo Steinhauer im Stuttgarter Gemeinderat vor, wo am 5. Dezember 2013 ein Hilfspaket beschlossen wird. Dank der Unterstützung des Oberbürgermeisters, der Bürgermeister und der Stadträte sowie dem Zuspruch des Publikums, bleibt das Friedrichsbau Varieté der Landeshauptstadt Stuttgart erhalten!

Am 01.01.2014 übernimmt Timo Steinhauer, der bereits seit 2004 im Unternehmen ist, gemeinsam mit Gabriele Frenzel die Geschäftsführung. Zusammen mit ihr hatte er sich 2013 unermüdlich für den Erhalt des Friedrichsbau Varietés eingesetzt. Eine neue Firmenstruktur mit dem gemeinnützigen Ziel, das Varieté zu erhalten und zu fördern, wird zunächst mit sieben Gesellschaftern gegründet. Die Friedrichsbau Varieté Theater gGmbH tritt zum 01.01.2014 in Kraft. Bis Ende Mai 2014 werden noch Vorstellungen und Shows in der Friedrichstraße 24 gegeben. Direkt im Anschluss wird das städtische Areal auf dem Pragsattel neben dem Theaterhaus aufbereitet und eine neue Spielstätte errichtet, die am 04.12.2014 mit vielen prominenten Gästen gefeiert wird.

Der Pragsattel als neues Zuhause für das Friedrichsbau Varieté
Mit der wesentlich größeren Bühne und der neuen Architektur ergeben sich am Pragsattel bei der Showkonzeption viele neue Möglichkeiten. Durch die Zusammenarbeit mit der Gastronomie Schmücker, die als eigenständiger Pächter fungiert, kann das Friedrichsbau Varieté Theater seinen Gästen als klassisches Verzehrtheater nun außerdem ein Erlebnis für alle Sinne bieten. Neben Speisen à la carte gibt es auch auf jede Show abgestimmte, ausgefeilte Menüs. Am 28.10.2016 wird am neuen Standort die zweimillionste Besucherin gefeiert.

Mit viel Herzblut und Engagement entfaltet sich das Varieté-Team in seiner neuen Wirkungsstätte und schärft das kulturelle Profil des Friedrichsbau Varietés weiter. Mit seinen hochkarätigen Eigenproduktionen setzt das gemeinnützige Haus nach wie vor Impulse in der internationalen Szene und hat dabei nicht selten die Rolle eines Vorreiters inne. Außerdem wird mit der Neuausrichtung als gemeinnützige GmbH unter der Führung von Timo Steinhauer auch der Gastspielbetrieb wesentlich ausgebaut. Musical-Konzerte, Comedy und Kabarett, Lesungen und viele andere Veranstaltungen unterstreichen den eigenen Anspruch an ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm.
Das Jubiläumsjahr 2019

Mit dem Jubiläumsjahr 2019 wird die Geschichte und die Zukunft des Friedrichsbau Varietés gefeiert – bunt, glamourös und emotional – so wie das Varieté selbst! Das ganze Jahr warten verschiedene Highlights. Den Auftakt bildet direkt im Anschluss an die aktuelle Show GRANDE REVUE die große Geburtstagsgala am Sonntag, den 24.02.2019 mit vielen geladenen Gästen und Wegbegleitern. Künstler aus der GRANDE REVUE sowie die Künstler Jorgos Katsaros, Ferkel Johnson, Sven Alexiuss und weitere sorgen für Unterhaltung. Da das Friedrichsbau Varieté auch seinem treuen Publikum die Chance geben möchte, eine der begehrten Karten zu erwerben, gibt es ein kleines Ticketkontingent für die Gala.

Aber auch das ganze restliche Jahr steht im Zeichen des Jubiläums, denn vor allem möchte sich das Friedrichsbau Varieté bei seinem treuen Publikum bedanken. Das spiegelt sich auch in der Showplanung wider: Mit den Produktionen MAGIC ROCKS, Next Level BURLESQUE und einer 1920er Jahre Revue am Ende des Jahres werden die beim Publikum beliebtesten Themen auf die Bühne gebracht – natürlich allesamt Neuproduktionen! Ergänzt wird das Jubiläums-Programm durch vielfältige Gastspiele.

Außerdem haben die Geschäftsführung und das Team sich einige Specials für die Besucher überlegt:
– Freier Eintritt für Geburtstagskinder in Begleitung von zwei Personen bei MAGIC ROCKS
– Tag der offenen Tür am 26.05.2019
– Ein spezielles, von der Gastronomie Schmücker entwickeltes Menü zum Gastspielsommer 2019 zu 25 €
– Weißer Sekt als Sonderedition von der Gastronomie Schmücker
– Vergünstigte Kartenpreise in der ersten Woche von Next Level BURLESQUE
– Jeweils eine kostenlose Hausführung pro Eigenproduktion für die Besucher (Termine werden noch bekanntgegeben)
– Ein Glas Sekt zu jeder Eintrittskarte der Wintershow am 04.12.2019, denn hier wird ein „Jubiläum im Jubiläum“ gefeiert: Fünf Jahre Standort Pragsattel

Geprägt durch die Vergangenheit und gleichzeitig mit dem zuversichtlichen Blick nach vorne, schlägt das Friedrichsbau Varieté so nach wie vor die Brücke zwischen Tradition und Innovation und beweist: Noch nie war Varieté so vielfältig!
„Die edelste Kunst ist, andere glücklich zu machen.“ Phineas Taylor Barnum (1810–1891)

Zahlen und Fakten:
Seit der Eröffnung 1994
– haben 287 verschiedene Shows und Showformate, davon 107 Eigenproduktionen mit großen Stars und vielversprechenden Newcomern stattgefunden
– haben 2 Millionen 115 000 Besucher das Friedrichbau Varieté besucht
– brannten die Scheinwerfer ca. 42 000 Stunden
– ertönte der Gong im Saal über 20 000 Mal
– wurden über 1,7 Millionen Jacken und Mäntel von dem Garderobenpersonal verwaltet
– waren mehr als 3500 verschieden Kostüme auf der Bühne
– waren mehr als 2000 Künstler aus 36 Ländern im Friedrichsbau Varieté zu Gast

Vorbereitungen auf das Jubiläum: Neue Stühle für das Friedrichsbau Varieté
im Februar 2019 feiern wir 25 Jahre Friedrichsbau Varieté. Ein Anlass, um unseren Theatersaal mit einer neuen Bestuhlung herauszuputzen. Als gemeinnützige GmbH waren wir dafür allerdings auf Spenden angewiesen und haben im Spätsommer unsere CHA(I)RITY Aktion ins Leben gerufen. Das Ziel: 340 Personen zu finden, die das Friedrichsbau Varieté mit einer Spende von 100 € pro Stuhl unterstützen. Stolz können wir verkünden, dass wir dieses Ziel dank zahlreicher Unterstützer erreicht haben. Darunter renommierte Unternehmen, Geschäftspartner, Freunde des Hauses und wichtige Stuttgarter Persönlichkeiten. Geschäftsführer Timo Steinhauer: „Ich bin überwältigt von dem tollen Zuspruch der vielen Spender! Wir danken jedem einzelnen von Herzen! Die rot-goldenen Stühle passen perfekt zum roten Samt unseres Theatersaals.“

Prominente Spender waren:
Brigitte Lösch, Mitglied des Landtag von Baden-Württemberg Tatjana Geßler, SWR-Moderatorin Hans Peter Stihl, Unternehmer Laura Halding-Hoppenheit, Stuttgarter Ikone und Politikerin Hans Herrmann, Rennfahrerlegende Wommy Wonder, Travestiekünstler Topas & Roxanne, Zauberer Jens Zimmermann, Moderator Lissi Fritzenschaft, Modedesignerin Raunchy Rita & Fanny di Favola, Burlesque-Tänzerinnen

“Das Friedrichsbau Variete steht für Vielfalt und Abwechslung – das möchte ich gerne unterstützen.“, meint Brigitte Lösch. Wir freuen uns, unsere Gäste mit neuem Sitzkomfort dank bequemer Polsterung zu verwöhnen und den Varietésaal pünktlich zum Jubiläum in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. „1994 haben wir das Varieté mit den blauen Stühlen eröffnet. 2014 sind wir mit diesen Stühlen in die neue Spielstätte umgezogen. Nun freue ich mich sehr, dass mit den neuen Stühlen unser schönes Varieté noch schöner wird!“, so Geschäftsführerin Gabi Frenzel.

Doch auch die alten Stühle sollen nicht einfach entsorgt werden. „Unsere blauen Stühle atmen Geschichte! Über zwei Millionen Gäste haben auf ihnen unvergessliche Stunden verbracht. Darunter auch Persönlichkeiten wie zum Beispiel Udo Lindenberg, Max Raabe und viele mehr.“, so Timo Steinhauer und Gabriele Frenzel ergänzt: „Viele der Unterstützer möchten gerne einen der alten Stühle haben. Es freut mich sehr, dass diese dann ehrenwerte Plätze erhalten und nicht entsorgt werden“, so Gabriele Frenzel.


Bürgermeister beantragt Disziplinarverfahren gegen sich selbst

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Werner Wölfle: „Prüfung durch Rechtsaufsicht ermöglichen, auch zu meinem eigenen Schutz“

Stuttgart.| Bürgermeister Werner Wölfle hat am 22. Januar 2019 die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gemäß § 9 Landesdisziplinargesetz Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Stuttgart als zuständiger kommunaler Rechtsaufsichtsbehörde gegen sich beantragt.

Wölfle erklärte am Dienstag, 22. Januar: „Ich wähle diesen Weg, auch zu meinem eigenen Schutz, um eine objektive und unparteiische Prüfung durch die zuständige kommunale Rechtsaufsichtsbehörde, dem Regierungspräsidium Stuttgart, zu ermöglichen. So lässt sich klären, ob die gegen mich erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des sogenannten Klinikum-Skandals, verbunden mit der Forderung des Rücktritts aus Teilen des Gemeinderats, gerechtfertigt sind. Ich werde weiterhin, so wie in der Vergangenheit auch, meine volle Energie in die Leitung des Sozial- und Integrationsreferats bis zum Ende meiner Amtszeit am 15. August 2019 einsetzen. Danach ist meine Tätigkeit als Bürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart beendet.“

Das Landesdisziplinargesetz eröffnet die Möglichkeit eines Selbstschutzverfahrens auf eigenen Antrag und vermittelt den Rechtsanspruch, zur Wahrung der persönlichen Integrität als Amtsträger aus eigenem Entschluss klären zu lassen, ob aufgrund eines bestimmten Sachverhalts konkrete Anhaltspunkte für den Verdacht eines Dienstvergehens vorliegen.

Wölfles Antrag auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens vorausgegangen war eine Dienstliche Erklärung des Bürgermeisters zu einem SMS-Verkehr mit dem damaligen Leiter der mittlerweile aufgelösten Internationalen Abteilung am Klinikum Stuttgart. Wölfle war bis Juli 2016 Krankenhausbürgermeister und ist seit der Neuordnung der Geschäftskreise Bürgermeister für Soziales und gesellschaftliche Integration.


Karin Abt-Straubinger erhält Staufermedaille

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Stuttgart.| Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat am Montag, 21. Januar, im Großen Sitzungssaal des Stuttgarter Rathauses die Staufermedaille an Karin Abt-Straubinger überreicht. Die Staufermedaille wurde Karin Abt-Straubinger von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Würdigung ihrer Verdienste um das Gemeinwohl verliehen.

OB Kuhn sagte: „Die Staufermedaille ist die höchste persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten, die für langjähriges ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl verliehen wird. Seit 1992 fördern Sie mit wachsender Intensität nicht nur Künstlerinnen und Künstler oder die Kunst allgemein, sondern ganz besonders das Entstehen von Kunst. Ohne Ihre Förderung hätten viele Künstler ihre Projekte nicht durchführen können. Als Sie 1992 begonnen haben, die Titelseite eines Jedermann- oder Jederfrau-Produkts, wie es ein Telefonbuch ist, Künstlern zur Verfügung zu stellen, war dies für viele Künstler die erste Möglichkeit, in Erscheinung zu treten.“ Der Oberbürgermeister zog den Schluss: „Wer Künstler und die Kunst fördert und unterstützt, macht sich um das Gemeinwohl verdient.“

Karin Abt-Straubinger bedankte sich beim Oberbürgermeister und beim Ministerpräsidenten für die Auszeichnung und erzählte sehr amüsant aus ihrem Leben. „Ich habe vieles mit großer Selbstverständlichkeit für mich gemacht, ohne groß über die Folgen nachzudenken.“ Sie erinnerte daran, wie sie als Nachkriegskind in den Telefonbuchverlag des Vaters eingetreten war, ohne recht zu wissen, was dieser eigentlich so tat. Nach und nach wurde dann das Engagement für die Kunst immer größer: „Das erste Buch mit Kunst war gestaltet von Klaus Staeck. Und als ich dann ins Rentenalter kam, habe ich mir überlegt, was ich in meinem Leben eigentlich immer machen wollte – und dann habe ich das Galeriegeschäft begonnen.“

Der Verlag Straubinger hat sich mit der Produktion von Telefonbüchern einen Namen gemacht. Mit der Kunstförderung begann Karin Abt-Straubinger 1992, indem sie Künstlern die Gestaltung der Titelseiten der von ihr verlegten Telefonbücher überließ. Das zunehmende Interesse, die Begeisterung für die Kunst und der Umgang mit Künstlern führte 2005 zur Gründung der Galerie „ABTART“.

2007 verkaufte Karin Abt-Straubinger ihren Verlag und ließ auf dem Gelände ihres Elternhauses den Neubau der Galerie „ABTART“ errichten. Dort bieten 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche und 100 Quadratmeter Skulpturenhof auf drei Stockwerken ungewöhnliche architektonische Raumerfahrungen und Platz für Kunstpräsentationen.

Neben den regelmäßig wechselnden Ausstellungen ist „ABTART“ auch auf der „art Karlsruhe“ vertreten und nimmt jährlich am Stuttgarter Galeriewochenende „Art Alarm“ teil. Regelmäßig erhalten renommierte Kuratoren die Möglichkeit, in den Galerieräumen Ausstellungskonzepte umzusetzen. Die Galerie feierte 2017 ihr zehnjähriges Jubiläum.

Gleichzeitig mit dem Galerieneubau gründete Karin Abt-Straubinger die Abt- Straubinger Stiftung, die zu den größten Kunststiftungen in Baden-Württemberg zählt. Seit 2008 vergibt die Stiftung Fördergelder für Projekte der Bildenden Kunst. Der Förderschwerpunkt liegt auf Kunstprojekten und auf der Unterstützung der Realisierung von Kunstwerken und Kunstaktionen. Einmal im Jahr fällt eine Jury, bestehend aus Stiftungsvorstand und externen Kunstexperten, die Entscheidung über die Vergabe der Fördergelder. Seit Bestehen wurden 157 Projekte unterstützt. Wie die Galerie feierte auch die Stiftung 2017 ihr zehnjähriges Jubiläum.

Neben ihrer Galerie- und Stiftungsarbeit ist Karin Abt-Straubinger Mitglied in verschiedenen Kunstvereinen und wurde in Kunstjurys berufen. Dass sie dieser Arbeit mit Freude, Leidenschaft und Kompetenz nachgeht, macht sie zu einem großen Glücksfall für die junge Kunstszene, aber auch für die Landeshauptstadt Stuttgart. Für den Kreisverkehr Rembrandtstraße/Probststraße in Stuttgart-Möhringen stiftete sie eine Kunstplastik.


Modetrend Athleisure Wear – bequem, lässig und trotzdem schick

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Ein neuer Trend beschäftigt aktuell die Modewelt: Athleisure Wear. Er kann ebenso edel wie bequem sein, ebenso stylisch wie lässig und vor allem so ziemlich immer und überall tragbar. Kein Wunder also, dass er die internationalen Laufstege komplett für sich eingenommen hat. Doch was genau versteckt sich dahinter und welche Teile dürfen in keinem Kleiderschrank mehr fehlen?

Athleisure Wear: sportlich und bequem
Nichts anderes verbirgt sich hinter dem Begriff. Es ist eine Kombination aus sportlicher und bequemer Kleidung. Zunächst mag man sich fragen, inwiefern dieser Trend dann für jede Gelegenheit geeignet ist. Ganz einfach: Mit den richtigen Accessoires gestaltet sich ganz einfach ein Look fürs Büro oder ein Outfit fürs erste Date. Wie das geht? Ganz einfach!

Mehr als nur eine Jogginghose: Track-Pants
Im Grunde ähneln sie dem ursprünglichen Modell einer Jogginghose und doch sind sie ganz anders. Der Schnitt ist weiter, das Material edler, bequem bleiben sie trotzdem. Es geht um die Track-Pants, die seit dem vergangenen Jahr in aller Munde sind. Sie sehen verdammt schick aus und Fashionistas können sie problemlos mit Bluse und Blazer oder einem Glitzer-Top kombinieren. Ein optisches Highlight sind Track-Pants dank des kontrastfarbenen Streifens an den Seiten. Dadurch kommt der bewusst inszenierte Stilbruch der Athleisure Wear besonders gut zur Geltung. Noch nicht komplett überzeugt? Dann lohnt sich ein Blick in dieses E-Book. Darin finden Interessierte eine Vielzahl an Details und Informationen zu diesem Thema.

Foto: © Alena Ozerova / Shutterstock Lizenzfreie Stockfotonummer: 700972846

Lässigkeit pur: XXL-Pullover
Es gibt kaum etwas Bequemeres als einen kuschligen Pullover. Vor allem, wenn es draußen gerade kälter wird und der Frühling noch auf sich warten lässt. XXL-Pullis sind Lässigkeit pur und lassen sich trotzdem zu einem perfekten Alltags-Outfit umfunktionieren. Am besten kombiniert man die Modelle mit einer schmal geschnittenen Jeans. Diese bringt die Beine besser zur Geltung und macht aus dem XXL-Pulli sofort ein optisches Highlight. Durch die Wahl des Pullovers kann man sie zu jeder Gelegenheit tragen: Varianten aus dünnem Strick eignen sich beispielsweise hervorragend für einen Ausflug in die Stadt. Dicke Modelle aus fester Wolle sind hingegen ideal für einen gemütlichen Abend zu zweit oder einen langen Spaziergang am Abend. Mehr Vorschläge gibt Elle in diesem Artikel.

Der Allrounder: Sneaker
Mit Sneaker-Schuhen kann man prinzipiell nichts verkehrt machen. Sie sind sehr bequem und sehen gut aus. Wer jedoch den Athleisure-Style richtig umsetzen will, muss mit Stilbrüchen arbeiten. Sneaker gehören daher nicht unter eine normale Jeans, sondern zu einer Anzughose oder einem schicken Kleid. Besonders beliebt sind Ankle-Jeans, Sneaker und Tennissocken! Wenn es augenscheinlich nicht so recht zusammenpasst, dann hat man den Trend verinnerlicht und verstanden. Dies sollte allerdings den eingefleischten Fans von Sneakern nicht fremd sein. Denn wer Sneaker liebt, trägt sie immer und überall.


Bürgerinformationsveranstaltung im Fasanenhof in Möhringen

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Stuttgart.| Das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung stellt den Bürgerinnen und Bürgern im Fasanenhof am Mittwoch, 30. Januar, 18.30 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Fasanenhof, Fasanenhofstraße 171, das Ergebnis der Überarbeitung „Mehrfachbeauftragung ergänzende Baumöglichkeiten und Gestaltung öffentlicher Räume am Ehrlichweg in Stuttgart-Fasanenhof“ vor.

Wolfgang Schwarz vom Büro Schwarz.Jakoby Architekten, Sieger der Mehrfachbeauftragung, wird an diesem Abend gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung die Wettbewerbsarbeit und deren Überarbeitung vorstellen und erläutern. Anlass der Mehrfachbeauftragung war das Ansinnen von fünf Baugenossenschaften, auf ihren Grundstücken im westlichen Teil des Fasanenhofs durch eine Ergänzung des baulichen Bestandes neuen Wohnraum zu schaffen.

Die Jury hatte den Entwurf von Schwarz Jacobi Architekten BDA am 18. Juni 2018 einstimmig auf den 1. Rang gesetzt. Alle Arbeiten waren anschließend vom 21. bis 27. Juni 2018 im Bürgerhaus Möhringen und die Siegerarbeit danach in den Räumen des Bürgervereins am Europaplatz ausgestellt.

In seiner Entscheidung hatte das Preisgericht unter anderem angemerkt, dass die Nachverdichtungspotenziale der Postbaugenossenschaft und der Genossenschaften Friedenau nicht ausreichend genutzt sind. Im Bereich der FLÜWO und der VDK sollte unter Berücksichtigung schalltechnischer Belange das Maß der Nachverdichtung noch einmal in Hinsicht auf mögliche Staffelgeschosse und im Bereich der FLÜWO auf einen weiteren Baukörper geprüft werden. Die vorgeschlagene Bautypologie am Sautterweg wurde kritisiert und sollte ebenfalls überarbeitet werden.

Die von der Jury genannten Anregungen zur Überarbeitung des Siegerentwurfes wurden planerisch überprüft und teilweise umgesetzt. Die Überarbeitung wurde im Dezember 2018 im Bezirksbeirat Möhringen und im Städtebau-Ausschuss vorgestellt. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat nun am 15. Januar dem Überarbeitungsvorschlag der Verwaltung zugestimmt und beschlossen, den Bebauungsplan auf dieser Basis erstellen zu lassen.

Bei der Bürgerinfoveranstaltung wird auch das weitere Vorgehen dargelegt. Geplant ist, im ersten Halbjahr 2019 den Aufstellungsbeschluss für das zur Realisierung der Neubebauung notwendige Bebauungsplanverfahren in die Gremien zu bringen.