(Geschäftliche Information)

Binäre Optionen sind innovative Handelsinstrumente, bei denen der Trader die beiden Möglichkeiten eines hohen Gewinns von rund 80 bis 90 Prozent, bei bestimmten Varianten auch noch deutlich mehr, oder des Totalverlustes hat. Diese Optionen wurden 2008 für private Trader eingeführt, 2018 verbot sie die europäische Finanzaufsicht ESMA für Privattrader. Für institutionelle Anleger bleiben sie weiter erlaubt. Trader aus der EU können mit verschiedenen Möglichkeiten auf dieses Verbot reagieren, um weiter binäre Optionen oder sehr ähnliche Derivate zu handeln.

Über binäre Optionen
Die binären Optionen tragen den Charakter einer Wette. Es gibt praktisch nur die beiden Möglichkeiten des hohen Gewinns oder des Totalverlustes. Daher haben diese Optionen auch ihren Namen: “Binär” verweist auf genau zwei Möglichkeiten des Ausgangs dieser Wette. Dennoch ist mit binären Optionen ein ausgezeichnetes Risikomanagement möglich, nämlich über den Kapitaleinsatz pro Option. Die Risikobegrenzung mit einem Stopploss hingegen wie bei anderen Anlageinstrumenten gibt es nicht. Das hat wiederum Vorteile: Nach dem Einbuchen muss der Trader die Option nicht mehr beobachten. Daher eignen sich binäre Optionen wie kein anderes Instrument für den mobilen Handel. Auf dem Smartphone möchte kein Trader einen Stopploss nachziehen. Er bucht einfach die Option ein und wartet dann auf ihren Ausgang in wenigen Minuten, Stunden, Tagen oder auch Wochen und Monaten.

Über das ESMA-Verbot von binären Optionen
Die europäische Finanzaufsicht ESMA hat durch sehr umfangreiche Recherchen festgestellt, dass die meisten privaten Trader – rund 75 % – mit binären Optionen überwiegend Geld verlieren. Sie lastet das teilweise den als Market Maker auftretenden Brokern, teilweise aber auch der systemischen Konstruktion dieser Optionen an. Daher hat sie ein Mittel eingesetzt, zu dem sie berechtigt ist, das aber nur sehr selten zur Anwendung kommt: Sie hat diese Optionen für reine Privattrader mit Wohnsitz in der EU verboten. EU-Broker dürfen diese Optionen privaten Händlern seit dem Sommer 2018 nicht mehr anbieten. Die Broker sind verpflichtet, den Status eines Traders festzustellen. Er gilt als Privattrader, wenn er keine professionellen Erfahrungen im institutionellen Handel mitbringt und auch nicht über das entsprechende Kapital im hohen sechsstelligen Bereich verfügt. Solchen Tradern dürfen die Broker binäre Optionen nicht mehr anbieten. Wenn sie dagegen verstoßen, verlieren sie ihre EU-Lizenz. Das Verbot gilt immer für ein Quartal, die ESMA hat es inzwischen verlängert. Für die meisten Privattrader ist das ärgerlich, sie fühlen sich bevormundet. Es gibt aber Auswege, die wir aufzeigen wollen.

Wie auf https://www.binäre-optionen.info/broker-vergleich.html im Detail erklärt, kommen dafür folgende Broker in Frage:

Alternative zu binären Optionen: FX Optionen von IQ Option
Der EU-Broker IQ Option hat auf das ESMA-Verbot mit der Entwicklung neuer Optionen reagiert. Die sogenannten FX Optionen sind den binären Optionen sehr ähnlich, werden auf Forexwerte abgebildet und sind ausdrücklich keine binären Optionen, welche unter das Verbot der europäischen Finanzaufsicht fallen. Gegenüber den binären Optionen haben sie sogar einige Vorteile. Technisch gesehen nehmen sie eine zwittrige Stellung zwischen CFDs und binären Optionen ein. Das bedingt, dass ihr Gewinnpotenzial wie bei CFDs theoretisch unbegrenzt ist. Bei binären Optionen gibt es immer eine obere Grenze für den Gewinn. Auch die Handhabung von FX Optionen ist sehr einfach und dürfte viele Trader begeistern, die früher binäre Optionen handelten.

Binäre Optionen von Finmax
Der Broker Finmax fällt nicht unter die EU-Hoheit, er lässt sich von einer russischen Behörde kontrollieren. Damit darf er weiter binäre Optionen auch privaten EU-Tradern anbieten. Das Internet schafft solche Möglichkeiten, die private Trader für sich nutzen können. Die Regulierung von Finmax in Russland gilt als einwandfrei. Private Anleger müssen sich also keine Sorgen um ihr Geld machen, wenn sie bei diesem Broker binäre Optionen handeln.

Handel bei spectre.ai
Spectre.ai ist eine Blockchain-basierte Plattform, die ebenfalls nicht unter das ESMA-Verbot fällt. Daher können auch hier weiter binäre Optionen gehandelt werden. Um die Wirkungsweise zu verstehen, muss man das Prinzip der Blockchain kennen. Hierbei werden Transaktionen als Blöcke in einer Kette (engl. chain) so zusammengefügt, dass sie nicht unbemerkt geändert werden können. Das System ist technisch sehr sicher, viele Kryptowährungen basieren auf einer Blockchain. In dieser können Teilnehmer untereinander sogenannte Smart Contracts abschließen, die dezentral – mithin ohne Broker – verwaltet werden. In der spectre.ai Blockchain gibt es binäre Optionen, aber nicht der Broker verkauft sie, sondern die Teilnehmer handeln sie gegen den Liquiditätspool, den sie selbst durch ihre Einsätze schaffen. Damit entfällt der Konflikt zwischen dem Broker als Market Maker und dem Trader, der ein Anlass für das ESMA-Verbot war (siehe oben).