SVL-Triathlet erfolgreich

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Cornelius Theus holt auf Lanzarote die Quali für die Ironman-WM auf Hawaii

Ludwigsburg.| Der SVL-Triathlet Cornelius Theus ist mit einem klaren Ziel nach Lanzarote geflogen: die Qualifikation für die WM im Oktober auf Hawaii holen. Am Samstag hat der 29-jährige Mediziner abgeliefert: Nach einem top Rennen wurde er Zweiter in seiner Altersklasse.

„Das Rennen lief ziemlich super“, sagt der SVL-Triathlet Cornelius Theus am Tag nach dem Ironman auf Lanzarote. Ziemlich super – das ist ein klein wenig untertrieben. Cornelius ist am Samstag in seiner Altersklasse (25 bis 30 Jahre) auf Platz zwei gelandet, nach 9:39 Stunden Höllenqualen. &bdqu o;Ich bin zwölfter Nicht-Profi.“ Das Rennen sei „so hart wie gedacht“ gewesen. Das Schwimmen „lief super, ich war ganz vorne und kam kontrolliert unter den ersten fünf aus dem Wasser“. Lanzarote gelte nicht umsonst als der härteste Ironman während der Saison: 2500 Höhenmeter auf der Radstrecke, teilweise extrem starker Wind mit bis zu 50 Stundenkilometern. Und schließlich „ein brutaler Marathon in der Hitze“, mit nochmal 300 Höhenmetern.

Cornelius sagt: „Hat alles gut geklappt, ich hatte wenig Einbrüche, ich freue mich auf den Oktober auf Hawaii, meine aller erste WM.“ Nun, so der Arzt, der aus Berlin stammt und seit gut zwei Jahren in Ludwigsburg im Klinikum arbeitet, hoffe er noch, dass die Corona-Einreisebestimmungen für die USA ein bisschen gelockert werden. Die Insel Hawaii wolle er dann nach der Ironman-WM auch ein bisschen mit der Familie genießen.

Auf Hawaii ist Cornelius nicht der einzige SVL-Starter. Fabian Knobelspies ist längst qualifiziert – und freut sich: zwei Starter aus Ludwigsburg, „super cool“, sagt Fabian, der einen Platz unter den Top fünf in seiner Altersklasse anpeilt. Cornelius sagt mit Blick auf Hawaii, „ich will ein solides Rennen in der Hitze machen. Wenn ich meine Leistung abrufen kann, wird’s hoffentlich für weit vorne reichen.“ Heute habe er richtig schwere Beine, so der SVL-Athlet am Sonntagabend während eines Telefongesprächs mit dem SVL – kurz bevor er in den Flieger zurück nach Deutschland steigt. „Ich kann mich kaum bewegen, aber alles ist gut.“


Im Kreis Esslingen streiken die Busfahrer

Am Mittwoch Warnstreiks im regionalen Busverkehr und bei zwei SSB-Buslinien

Fahrgäste sollten sich vor der Fahrt informieren

Kreis Esslingen.| Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch, 7. Juli 2021, weitere ganztägige Warnstreiks im Busverkehr angekündigt. Betroffen sind Teile des Landkreises Esslingens und der Stadt Stuttgart sowie teilweise angrenzende Bereiche.

Der S-Bahn- und Regionalverkehr sowie die Busse und Bahnen der hier nicht genannten Verkehrsunternehmen werden nicht bestreikt. Je nach Stand unserer Informationen werden die bestreikten Linien aus der VVS-Fahrplanauskunft entfernt.

Vom Streik betroffene Verkehrsunternehmen 

Fischle Regionalverkehr
Linien: 140, 141, 142, 143, 144, 148, 149, 262
Kommunen: Plochingen, Reichenbach (F), Altbach, Esslingen (N), Hochdorf, Kirchheim (T), Notzingen, Deizisau, Winterbach, Baltmannsweiler, Aichwald, Schorndorf, Lichtenwald

Durch den Warnstreik sind auch die Buslinien 54 und 60 der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) betroffen, die von Fischle als Auftragsunternehmer gefahren werden – diese Busse sind am 7. Juli nicht im Einsatz. Davon betroffen sind unter anderem die Bereiche Freiberg, Mönchfeld, Mühlhausen, Hofen, Neugereut, Steinhaldenfeld, Sommerrain, Untertürkheim und Fellbach. 

In der elektronischen Fahrplanauskunft über die App „VVS Mobil“ und www.vvs.de werden Fahrtverbindungen für den Streiktag automatisch ohne die bestreikten Linien angezeigt. Fahrgäste können sich so schnell einen Überblick verschaffen, ob eine Verbindung auch ohne die betroffenen Busse möglich ist.

Fahrrad, Mitfahrgelegenheit oder Sharing-Angebote sind im Streikfall Alternativen

Für manche Fahrgäste könnte es eine Alternative sein, mit dem Fahrrad zu fahren. Die Radroute kann man sich mit dem VVS-Radroutenplaner www.vvs.de/radroutenplaner ausgeben lassen. Auf einfache Weise kommt man so zu einer Routenempfehlung an den Arbeits- oder Ausbildungsplatz.

Im Einzelfall können auch Carsharing, Miet-Roller, Fahrräder, E-Bikes zum Leihen oder die private Mitfahrgelegenheit eine gute Alternative sein, um von A nach B zu kommen. Informationen dazu gibt es unter www.vvs.de unter der Rubrik „Clever kombinieren“ auf der Seite „Rundum mobil“ (www.vvs.de/rundum-mobil).


W&W-Gruppe erhält Auszeichnung

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Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat kürzlich die Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ erhalten. Im Auftrag von Deutschland Test und dem Wirtschaftsmagazin Focus-Money hat das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung eine Studie mit den 20.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Unternehmen mit einem Score von mindestens 50 erhielten die Auszeichnung. Die W&W-Gruppe erreichte die volle Punktzahl von 100.

Für die Studie bekamen die teilnehmenden Unternehmen einen Fragebogen mit vier Themenblöcken: strukturelle Daten, Ausbildungsentlohnung, Ausbildungserfolg sowie Zusatzangebote. Darüber hinaus erfolgte eine Auswertung verschiedener Internet-Quellen über Social Listening, also die Bewertung von Erwähnungen und Konversationen im Zusammenhang mit dem Unternehmen im Web oder auf Social Media. Das Gesamtergebnis ergab sich aus der Social Listening-Auswertung und dem Fragebogen. Insgesamt wurden rund 800 Firmen ausgezeichnet.

Sina Gerullis-Hermann, Leiterin Ausbildung bei der W&W: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir während der Corona-Pandemie auch in der Ausbildung keine Kurzarbeit hatten und unsere Ausbildungszahlen aufrecht erhalten konnten. Außerdem haben wir es geschafft, den Ausbildungsbetrieb in kürzester Zeit ins Home-Office zu verlagern. Daher freue ich mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr mit dem Siegel `Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe´ ausgezeichnet wurden.“


Stuttgart REDS starten mit Siegteilung in die Play-Offs

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Stuttgart.| Mit 6:5 und 1:6 bei den Guggenberger Legionären Regensburg liegen die Bundesligabaseballer des TV Cannstatt voll im Soll und erzwingen mindestens zwei Spiele vor heimischem Publikum am kommenden Wochenende

Spiel 1 am Samstag begann für die Reds eher zäh. Während die Legionäre in den ersten drei Innings jeweils einen Run erzielen konnten, hieß es für die Reds dreimal in Folge „three up – three down“

Auch im vierten Inning mußten die Reds zunächst zwei schnelle Aus hinnehmen. Dann verlor Regensburgs Pitcher Jan Tomek etwas die Kontrolle. Danilo Weber schlug ein Single ins Centerfield, gefolgt von einem Walk für Toni Horvatic. Anschließend gelang Xavi Gonzalez ein Double die Leftfieldlinie entlang, auf das Danilo Weber den ersten Run für die Reds auf das Scoreboard brachte. Direkt danach folgte Kruno Gojkovic, der den Ball im right Centerfield zu einem 3-Run-Homerun über den Zaun jagte. Damit drehten die Reds das Spiel zum 4:3.

In Inning fünf wechselte die Führung abermals.  Nino Sacasa konnte für die Legionäre mit einem Triple eröffnen und Matt Vance mit seinem zweiten Homerun das Ergebnis auf 5:4 für die Legionäre drehen. Dann war der Arbeitstag des Stuttgarter Starting Pitchers Marcel Giraud beendet. Für ihn übernahm Joe Cedano de Leon, der die weiteren Regensburger Angriffsbemühungen im Keim ersticken konnte.

Im siebten Inning fiel dann die Entscheidung für die Baseballer des TV Cannstatt. Jonas van Bergen schlug ein Single ins Centerfield, Frido Fink schlug einen Pop-up zum ersten Aus, danach folgte jedoch Billy Germaine, dessen 2RBI-Homerun die Reds mit 6 zu 5 Runs wieder in Führung brachte.

Diese Führung konnten die Reds dann bis zum Schluss verteidigen, obwohl die Gastgeber immer wieder auf weitere Runs drängten. Im achten Inning brachten sie einen Läufer per Walk auf Base, was für Stuttgarts Coach Curtis di Salle das Signal zu einem weiteren Wechsel war. Toni Horvatic übernahm und den folgenden Flyball ins Rightfield konnte Jonas van Bergen aus der Luft fischen und unterstützt von Billy Germaine mit einem spektakulären Spagat an der ersten Base das Inning per Double Play beenden.

Im neunten Inning stemmten sich die Legionäre nochmals gegen die Niederlage als Paul Wittmann per Walk eröffnete, durch einen Sacrifice Bunt und ein weiteres Fly-Out im Centerfield bis auf die dritte Base vorrücken konnte. Die Stuttgarter Coaches entschieden daraufhin Matt Vance einen intentional Walk zu geben und den folgenden Flyball von Pascal Amon fing erneut Jonas van Bergen aus der Luft zum erlösenden letzten Aus beim ersten Play-off Sieg der Reds seit 2014.

Im zweiten Spiel am Sonntag taten sich die Reds dann deutlich schwerer gegen den Regensburger Top Werfer Kevin Bowman, der in der regulären Saison einen ERA von gerade einmal 1.80 aufzuweisen hat. Zwar konnten die Reds gleich im ersten Inning den ersten Run vorlegen, doch bei diesem einen Run sollte es für die Schwaben im weiteren Verlauf auch bleiben. Den Regensburgern gelang dagegen in Durchgang zwei ein „Big Inning“, als Reds Pitcher Dustin Ward schwer mit seiner Kontrolle kämpfte. Ganze vier Runs erzielten die Hausherren auf lediglich einen Hit, drei Walks und zwei HP.

Nach seinem etwas wackeligen Start ins Spiel wurde der Regensburger Pitcher Kevin Bowman zunehmend sicherer und für die Stuttgarter Offensive bis ins achte Inning unüberwindbar. Währenddessen konnten die Legionäre in den Durchgängen vier und sieben jeweils noch einen Run nachlegen. Somit ging Spiel zwei mit 6 zu 1 Run an die Gastgeber.

Mit dieser Siegteilung dürften die Reds sicherlich zufrieden sein, haben sie sich damit doch zumindest zwei weitere Spiele im heimischen TVC Ballpark erkämpft. Am kommenden Wochenende wird die Serie zunächst am Samstag mit einem Nightgame um 19.00 h fortgesetzt. Am Sonntag folgt dann um 13.00 h Spiel 4, ein evtl. notwendiges entscheidendes Spiel 5 würde dann direkt im Anschluß gespielt, mit den Guggenberger Legionären als nominellem Heimteam.


„Hot‐Spots“: Stadt erlässt Verweilverbot

Gültig ab Samstag, 24 Uhr – Stadt prüft alternative Angebote

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt erlässt erneut Regeln, die das Feiern im öffentlichen Raum mit den Bedürfnissen der Anwohnerschaft in Einklang bringen. Daher wird sie für den kommenden Samstag nochmals ein temporäres Verweilverbot verfügen für die Anlagen rund um den Feuersee im Stuttgarter Westen und für den Marienplatz im Stuttgarter Süden. Das Verbot gilt von Samstag 24 Uhr bis Sonntag 6 Uhr, wie die Stadt am Donnerstag 1. Juli bekanntgab.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier: „Wir freuen uns, dass sich junge Menschen wieder treffen können. Daher sagen wir: ‚Feiern, aber sicher, und ohne Exzesse auf Kosten der Anwohnerschaft‘. Ein Zusammenleben in der Stadt funktioniert nur dann, wenn jeder die Regeln kennt und achtet. Zeitlich befristete nächtliche Verweilverbote sind liberal: Sie ermöglichen Treffen, verdeutlichen aber, dass sie auch zeitliche Grenzen haben. Diese Maßgabe – zusammen mit der frühzeitigen Ansprache durch den städtischen Vollzugsdienst und einen beauftragten Dienstleister – hat sich am vergangenen Wochenende bewährt, daher wiederholen wir diesen Ansatz nun.“ Auch andere Städte reagierten mit ähnlichen Beschränkungen auf die Feiern im Freien. „Der öffentliche Raum ist regelgebunden, wir prüfen, welche Angebote wir machen können, und welche Gebote gleichzeitig den Rahmen geben“, so Dr. Maier weiter.

Das Vorgehen hat die Stadt auch mit der Bezirksvorsteherin des Bezirks Mitte und den Bezirksvorstehern der Bezirke Süd und West abgesprochen. Darüber hinaus wird die Stadtverwaltung kurz- und mittelfristige Alternativen für Jugendliche und Feierwillige suchen und prüfen. Und der Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper wird persönlich in Austausch mit dem Jugendrat Stuttgart treten.

Zur Verbesserung der Sauberkeit hat die Abfallwirtschaft bereits am letzten Wochenende auf dem Marienplatz zusätzlich zur vorhandenen Toilettenanlage eine mobile Toilettenanlage aufgestellt. Ab diesem Wochenende wird auch am Max-Eyth- See eine zusätzliche mobile Toilettenanlage in Betrieb genommen. Die Toilettencontainer sind freitags bis sonntags jeweils ab 16 Uhr kostenfrei nutzbar.

Bereits letztes Wochenende wurde am Marienplatz, am Feuersee und am Max-Eyth- See die Anzahl der 240-l-Abfallbehälter, die die fest installierten Abfallbehälter ergänzen, erheblich aufgestockt. Somit stehen am Marienplatz 14, am Feuersee acht und am Max-Eyth-See sechs zusätzliche Behälter zur Verfügung.

Zusätzlich zu den regulär eingesetzten Reinigungskräften stehen drei Reinigungsteams mit insgesamt zwölf Reinigungskräften und drei Kehrmaschinen über das Wochenende in Rufbereitschaft bereit. Diese Teams können am jeweils darauffolgenden Morgen in den Sommermonaten Reinigungen bei Bedarf durchführen.


Neues Führungsteam bei der GMA

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Oliver Matzek (49), Bereichsleiter des Geschäftsbereichs Städtebau der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS), ist seit 1. Juli neu in der Geschäftsführung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA). Dort wird er gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Stefan Holl (62) und dem erweiterten geschäftsführenden Team, bestehend aus Birgitt Wachs (47) und Gerhard Beck (53), die Leitung der WHS-Tochtergesellschaft übernehmen. Den Kundinnen und Kunden steht damit auch auf diesem Weg das Dienstleistungsportfolio beider Unternehmen zur Verfügung, da Oliver Matzek seine bisherige Position bei der WHS beibehält.

Ziel der Neubesetzung ist auch eine weitere Verzahnung des Geschäftsbereichs Städtebau und der GMA. Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS, dazu: „Wir stellen immer wieder fest, welch große Überschneidung die beiden, sowohl bei ihrer Arbeit als auch beim Kundenkreis, haben. Eine engere Zusammenarbeit ist der nächste logische Schritt.“

Dr. Stefan Holl, der als Geschäftsführer die GMA seit 2004 erfolgreich leitet, verknüpft mit der Besetzung folgende Perspektive: „Herr Matzek bringt viele Jahre Beratungs- und Praxiserfahrung im Bereich der Städtebauförderung, der Bauland- und Projektentwicklung und der Stadtentwicklungs-konzepte in die GMA ein, zum Vorteil unserer Kunden. Den sprichwörtlichen Blick über den Tellerand hat die GMA mit ihren Beratungsangeboten für Handel, Gastronomie, Hotellerie, Immobilienwirtschaft und weitere Nutzungen und Kunden bereits vollzogen – bei der städtebaulichen Dienstleistung ist Luft nach oben.“

Durch die engere Zusammenarbeit von WHS und GMA „profitieren unsere Kunden von einer ganzheitlichen städtebaulichen Beratung beider Unternehmen. Die klassischen GMA-Leistungen Einzelhandelskonzepte, Verträglichkeitsanalysen, Bedarfsanalysen für Wohnraum- und Gewerbeflächen, Bedarfsanalysen für Pflegeimmobilien, Bürgerbeteiligung und wissenschaftliche Studien werden künftig durch die Stadtentwicklungskonzepte, die Beratungen zur Städtebauförderung sowie die Bauland- und Projektentwicklung ergänzt“, betont Matzek.


Unwetterbilanz der Feuerwehr Stuttgart

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  • Nach heftigen Unwettern war die Feuerwehr Stuttgart über 24 Stunden im Dauereinsatz
  • Alle fünf Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und alle 24 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart waren im Einsatz
  • Über 550 Einsätze und bis zu 700 Einsatzkräfte in Stuttgart im Einsatz

Lage am Montag den 28.06.2021.| Gegen 20 Uhr zog ein heftiges Unwetter über dem Stadtgebiet Stuttgart auf. Die Integrierte Leitstelle Stuttgart wurde personell verstärkt, um alle Notrufe möglichst zeitnah entgegennehmen können. Zeitweise fiel das Einsatzleitsystem der Leitstelle aus. Einsätze mussten in diesem Zeitraum händisch abgearbeitet werden. Um auf solche Ausnahmesituationen vorbereitet zu sein, wird dieser Notbetrieb durch das Personal der Integrierten Leitstelle regelmäßig trainiert.

Um die Vielzahl an Einsätzen im Stadtgebiet zu koordinieren wurde der Führungsstab der Feuerwehr Stuttgart alarmiert. Im Stabsraum der Integrierten Leitstelle Stuttgart wurden durch den Führungsstab der Feuerwehr strategische Entscheidungen getroffen und organisatorische Maßnahmen für eine optimale Einsatzabwicklung ergriffen. Auch Fachberater der Polizei und des Technischen Hilfswerkes (THW) unterstützen den Führungsstab.

Es wurden alle Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und alle Feuerwachen der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Zusätzlich wurde weiteres dienstfreies Personal für die Bewältigung der zahlreichen Einsatzstellen im Stadtgebiet und zur Besetzung des Führungsstabes eingesetzt.

An der Staatsoper Stuttgart wurden größere Teile der Dachverkleidung abgedeckt. Durch den zeitgleich einsetzenden Starkregen entstand ein erheblicher Wasserschaden. Zudem fielen Statuen von ihrem Sockel und wurden beschädigt. Durch die Feuerwehr Stuttgart, das Technische Hilfswerk und hinzugezogene Handwerker wurden noch in der Nacht umfangreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen um einen weiteren Wassereintritt in das historische Gebäude zu verhindern. Eine während des Unwetters in der Staatsoper stattfindet Veranstaltung wurde abgebrochen. Verletzte waren glücklicherweise keine zu beklagen.

Viele Unterführungen im Stadtgebiet wurden durch das eindringende Wasser unpassierbar. Mehrere Fahrzeuge steckten im Wasser fest. Auch ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Stuttgart blieb während einer Einsatzfahrt in einer überfluteten Unterführung stecken. Die Einsatzkräfte konnten das Fahrzeug unverletzt verlassen.

Bis Mitternacht war die Feuerwehr Stuttgart bei über 300 Einsatzstellen gefordert. Parallel zum Unwetter liefen rund 25 Brandmeldeanlagen ein und zahlreiche Einsätze des Tagesgeschäfts mussten zusätzliche bearbeitet werden. Gegen 23 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle ein Kellerbrand in Stuttgart-Heumaden gemeldet. In der Bockelstraße brannte es in einem Keller. Drei Trupps unter Atemschutz löschten den Brand und belüfteten das Gebäude.

Über die Nachtstunden hinweg, wurden die Einsatzstellen im Stadtgebiet weiter abgearbeitet. Bei Tagesanbruch nahmen die neuen Einsatzmeldungen wieder deutlich zu. Bis 14:00 Uhr waren durch haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr Stuttgart durchgängig 40-50 Einsatzstellen abzuarbeiten. Während den kräftezehrenden und langandauernden Einsätzen wurden die Einsatzkräfte durch die Freiwillige Feuerwehr – Abteilung Logistik mit Speisen und Getränken versorgt.

Zwei größere Einsatzstellen wurden am Dienstagvormittag abgearbeitet. Im Bereich des Ferdinand-Leitner-Steges stürzten mehrere massive Bäume auf die danebenliegende Hauptverkehrsstraße. Mehrere Bäume trafen wartende Fahrzeuge. Die Fahrer der Fahrzeuge konnten sich glücklicherweise selbst und unverletzt retten. Die vierspurige Hauptverkehrsstraße war auf drei Fahrspuren massiv überflutet und von Bäumen versperrt. In Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt wurde das Wasser abgesaugt und die Bäume durch die Feuerwehr beseitigt. Hierbei kam auch eine Drehleiter zum Einsatz. Gegen Mittag konnte die Straße dann wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Am U-Bahnhof Charlottenplatz kam es zu einem massiven Wassereinbruch im Gleisbereich. Da die Gleise kniehoch überflutet waren, musste der Fahrbetrieb auf dieser Hauptverkehrsachse eingestellt werden. Durch die Feuerwehr wurde eine Hochleistungs- pumpe (Hytrans Fire System) zum Einsatz gebracht. Hierdurch wurden in Spitzenzeiten 8.000l Wasser in der Minute an die Oberfläche gepumpt. Die Feuerwehr wurde durch das Technische Hilfswerk (THW) mit weiteren Pumpen unterstützt.

Gegen 15:00 Uhr zog ein erneutes Unwetter über Stuttgart hinweg. Hierdurch war die Feuerwehr Stuttgart an über 100 Einsatzstellen gefordert.

Erneut wurde der Führungsstab einberufen, die Intergierte Leitstelle mit dienstfreiem Personal verstärkt, zusätzliche Führungsdienste in Dienst genommen und die Freiwilligen Feuerwehren alarmiert.

Erneut wurden viele überflutete Keller und Sturmschäden gemeldet. Mehrere Objekte mussten durch die Feuerwehr mit Sandsäcken vor nachlaufendem Wasser geschützt werden. Das THW unterstützte beim Transport der Sandsäcke. Auch mehrere Tunnel und Unterführungen waren durch die Wassermassen nicht passierbar. Durch die Feuerwehr Stuttgart und das Tiefbauamt wurden Abflussmöglichkeiten geschaffen bzw. das Wasser abgepumpt. Auch in einem Krankenhaus trat Wasser ein. Das Wasser wurde durch die Feuerwehr aufgenommen und die Eintrittsstelle durch Sandsäcke gesichert.

Am späten Abend konnten die Einsatzmaßnahmen langsam zurückgefahren werden. Auch im Verlauf des Mittwochs wurden der Feuerwehr weitere Einsatzstellen gemeldet, welche jedoch aufgrund der geringen Anzahl durch die normalen Strukturen abgearbeitet werden konnten.

Unwetterbilanz
In den rund 24 Stunden von Montag- bis Dienstabend war die Feuerwehr Stuttgart bei über 550 Einsätzen gefordert und durchgehend im Einsatz.

Bei solchen Unwetterlagen besteht gerade in der Anfangsphase ein Missverhältnis zwischen der Anzahl der Einsatzstellen und den verfügbaren Einsatzmitteln. Daher werden in solchen Lagen die Einsätze nach ihrer Dringlichkeit priorisiert und abgearbeitet. Zudem werden Einsatzkräfte für akute und lebensbedrohliche Einsätze zurückgehalten. Durch diese Maßnahmen ist sichergestellt, dass die Hilfe der Feuerwehr dort zuerst ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Eine weitere Herausforderung stellten die vielen unpassierbaren Straßen dar. Selbst mit Blaulicht und Martinshorn hatten die Einsatzkräfte Schwierigkeiten schnell durch das Verkehrschaos in der Innenstadt zu kommen.

Durch eine hervorragende Zusammenarbeit der Berufsfeuerwehr mit der Freiwilligen Feuerwehr, eine personell verstärkte Intergierte Leitstelle, die gebündelte Koordinierung über den Führungsstab, eine sehr gute Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und insbesondere dem großen persönlichen Engagement aller Einsatzkräfte konnte auch diese besondere Einsatzlage erfolgreich bewältigt werden.

Die Feuerwehr Stuttgart hat sich sehr über die vielen Dankesbekundungen sehr gefreut. Ganz gleich ob sie vor Ort persönlich, telefonisch, per E-Mail oder über die Presse bei uns eingingen. Einsatzkräfte berichteten auch von schönen Begegnungen an den Einsatzstellen. Teilweise wurden die Einsatzkräfte sogar mit Essen und Getränken versorgt.


Corona: Stadt Stuttgart kann weiter lockern

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Private Treffen bis 25 Personen ohne Beschränkung der Haushalte möglich

Stuttgart.| In der Landeshauptstadt Stuttgart liegt die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch, 30. Juni, nach offiziellen Angaben des Landesgesundheitsamts bei 9,0 und damit seit fünf Tagen unter 10. Folglich sind nach der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes weitere Lockerungen möglich. Diese treten ab Donnerstag, 1. Juli, in Kraft. Das hat die Stadt am Mittwoch, 30. Juni, bekannt gegeben.

Der Leiter des Gesundheitsamts Prof. Stefan Ehehalt sagte: „In vielen Bereichen des Lebens ist Erleichterung spürbar. Das ist aktuell nachvollziehbar und die Lockerungen sind mit Blick auf die aktuell geringen Neuinfektionen vertretbar.“ Er wies auf die sich schnell ausbreitende Delta-Variante und ihre möglichen Auswirkungen hin. „Wir leben weiter in einer Pandemie und sollten diese ernst nehmen. Gut ist, dass die gängigen einfachen AHA-L-Regeln auch weiterhin schützen. Wichtig ist, sich regelmäßig anlasslos testen zu lassen und dass jeder, der Symptome an sich spürt, sich isoliert und sich testen lässt“, so Ehehalt. Wichtig sei, das Impftempo zu steigern. Lockerungen seien auf Dauer nur dann möglich, wenn sich ausreichend viele Menschen durch eine Impfung schützten.

Der Inzidenzstufe 1 folgend gelten Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich für Treffen mit maximal 25 Personen, ohne Beschränkung der Haushalte; Genesene und Geimpfte wie auch Kinder bis einschließlich 13 Jahren zählen dabei nicht mit. Private Veranstaltungen sind mit bis zu 300 Personen möglich, in geschlossenen Räumen muss zusätzlich ein 3G-Nachweis vorgelegt werden. Für öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte oder Flohmärkte gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können mit bis zu 1.500 Personen im Freien und mit bis zu 500 Personen im geschlossenen Räumen stattfinden. Ab 300 Personen herrscht zusätzlich Maskenpflicht. Auch möglich ist eine 30%-Belegung bzw. eine 60%-Belegung, sofern ein 3G-Nachweis vorliegt.

Folgende Bereiche unterliegen keiner Begrenzung der Personenzahl mehr: Freizeiteinrichtungen wie Freizeitparks und Schwimmbäder, außerschulische berufliche Bildungsveranstaltungen, Kultureinrichtungen sowie Gastronomie und Beherbergungsbetriebe; Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und, soweit der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, auch im Freien sowie das Abstandsgebot von 1,5 m gelten jedoch grundsätzlich weiter. Auch für den Einzelhandel gelten keine besonderen Regeln mehr. Für körpernahe Dienstleistungen gilt die Pflicht, einen 3G-Nachweis vorzulegen, sofern eine Maske nicht dauerhaft getragen werden kann; ein 3G-Nachweis ist ausnahmsweise nicht erforderlich, wenn es sich um gesundheitsbezogene Dienstleistungen wie Physio- oder Ergotherapie handelt. In Prostitutionsstätten ist ein 3G-Nachweis sowie eine Kontaktdatenerfassung notwendig. Dies betrifft auch touristische Fahrtangebote, für die jedoch keine Beschränkung der Teilnehmerzahl gilt.

Messeveranstaltungen können mit 1 Person je angefangene 3 m2 stattfinden. Eine Durchführung ohne Beschränkung der Teilnehmer ist mit 3G-Nachweis möglich. Auch Diskotheken dürfen wieder öffnen; dort ist die Zahl der Gäste jedoch auf eine Person je angefangene 10 m2 begrenzt, außerdem müssen die Kontaktdaten der Gäste erfasst und muss ein 3G-Nachweis vorgelegt werden.

Sportliche Betätigung im Freien und in geschlossenen Räumen ist ohne Beschränkung möglich. Für Sportwettkämpfe sind im Freien maximal 1.500 Zuschauer erlaubt, bei über 300 Personen besteht eine Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen sind Wettkämpfe mit bis zu 500 Zuschauern möglich. Alternativ können drinnen und draußen 30% der Kapazität belegt werden, bzw. 60% mit der Pflicht zu 3G-Nachweisen. Grundsätzlich besteht die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung der Zuschauer.

In geschlossenen Räumen und, soweit die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern nicht dauerhaft möglich ist, besteht grundsätzlich Maskenpflicht; dies gilt insbesondere im öffentlichen Nahverkehr, im Einzelhandel und bei Veranstaltungen.


Bundeswehr beendet Corona-Einsatz in Stuttgart

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OB Dr. Nopper: „Unermüdlicher Einsatz der Soldatinnen und Soldaten hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir Corona besser in den Griff bekommen haben“

Stuttgart.| Durch die sinkende Corona-Inzidenz ist das Stuttgarter Gesundheitsamt vorerst nicht mehr auf die Amtshilfe der Bundeswehr angewiesen. Die Stadt kann die Infektionsketten jetzt wieder mit eigenem Personal nachverfolgen. Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, haben die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr am Mittwoch, 30. Juni, aus Stuttgart verabschiedet und ihnen für ihre Unterstützung gedankt.

Oberbürgermeister Nopper sagte: „Die Bundeswehr hat eine Schlüsselposition im Kampf gegen die Pandemie eingenommen. Auch in Stuttgart hat ihr unermüdlicher Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass wir Corona besser in den Griff bekommen haben. Die Soldatinnen und Soldaten haben eindrücklich gezeigt, dass im Katastrophenfall auf die Bundeswehr Verlass ist. Unsere Stadt ist Ihnen zu großem Dank verpflichtet.“

Bürgermeisterin Sußmann betonte: „Die Soldatinnen und Soldaten waren eine große Unterstützung in einer schwierigen Zeit. Sie haben uns entlastet, das Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung unterstützt und die Bewohner sowie die Besucher der Alten- und Pflegeheime mit der Durchführung von Schnelltests geschützt. Für diese beeindruckende Leistung gebührt Ihnen unser Dank. Wir sind froh, dass sich die Situation in Stuttgart mittlerweile so entspannt hat, dass dieser Ausnahmezustand auch für die Soldatinnen und Soldaten vorerst beendet ist.“

Die Bundeswehr hat die Landeshauptstadt Stuttgart von Oktober 2020 bis Juni 2021 bei der Bewältigung der Corona-Pandemie unterstützt. In der Spitze waren 60 Bundeswehrangehörige in zwei Schichten in der Kontaktnachverfolgung tätig. Insgesamt also 120 Soldatinnen und Soldaten. Außerdem haben in der Spitze 29 Soldatinnen und Soldaten die Alten- und Pflegeheime in Stuttgart bei der Durchführung von Schnelltests unterstützt. Als kleine Anerkennung überreichte Oberbürgermeister Nopper zum Abschied exklusiv für die Landeshauptstadt Stuttgart angefertigte USB-Sticks und Thermobecher an die Soldaten.


Sturmschäden im Wald

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Stuttgart.| Nach dem extremen Unwetter am Montag, 28. Juni, über Stuttgart warnt das Garten-, Friedhofs- und Forstamt vor möglichen Nachwirkungen beim Betreten von Wald- und Grünflächen sowie Friedhöfen mit altem Baumbestand. „Nach solchen Sturmereignissen kann es immer sein, dass Äste bereits abgebrochen sind und nur noch locker in der Krone eines Baumes hängen“, sagt Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts. „Diese Äste können dann auch bei schwachem Wind ohne Vorwarnung herunterfallen und Menschen verletzen.“

Vor allem die Waldwege sind nach einem Unwetter wie dem vom Montag mit Blättern und Ästen übersät, manchmal liegen sogar umgestürzte Bäume quer über den Weg. Besonders Radfahrende müssen hier aufpassen. Auch kann es sein, dass durch die Wassermassen der eine oder andere Weg im Wald beschädigt wurde.

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt beseitigt mögliche Gefahrenstellen so schnell wie möglich. Auf nicht notwendige Ausflüge und Spaziergänge vor allem im Wald sollte unmittelbar nach einem solchen Sturmereignis generell verzichtet werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt auch in den nächsten Tagen vor lokalen Gewittern mit Starkregen und Sturmböen im Südwesten.