Fachleute fordern Informatik als Schulfach

Wohlstandssicherung als Ziel

Stuttgart. Die rasche Einführung von Informatik als Pflichtfach in den Schulen fordert eine Gruppe von Unternehmern, Professoren und Vertretern von Wirtschaft. In einer Stellungnahme, die an das Kultusministerium Baden-Württemberg adressiert ist, sehen sie bei weiterer stiefmütterlicher Behandlung der Lerndisziplin Informatik den Wohlstand des Landes gefährdet.

Die Initiative geht von dem Brackenheimer Technologieunternehmer Franz Eduard Gruber, Gründer der Forcam GmbH, Prof. Dr. Michael Resch, Uni Stuttgart, der Industrie- und Handelskammer (Heilbronn-Franken und Bodensee-Oberschwaben), dem BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft, dem Philologenverband PhV BW,  sowie dem
ILLBW – Verband der Informatiklehrerinnen und -lehrer in Baden-Württemberg aus. Die Fachleute sehen in der jahrzehntelangen Vernachlässigung der Wissensvermittlung auf dem Gebiet der Digitalisierung eine der wesentlichen Ursachen für den sich abzeichnenden internationalen Wettbewerbsverlust der deutschen Wirtschaft und dem damit einhergehenden Wohlstandsverlust für die Bürger.

So habe man die technische Führung in der Paradedisziplin Automobil bereits verspielt, argumentieren die Verfasser der Expertise. Deutsche Elektroautos drohten nach aktuellen Erkenntnissen in China zu scheitern, aktuelle Zahlen zeigten die Dramatik der Lage. Im größten Pkw-Markt der Welt stocke die Stromoffensive der deutschen Hersteller. Die Verkaufszahlen von Porsche Taycan, Mercedes EQS und AUDI E-Tron entsprächen nicht den Erwartungen der Hersteller. Einer der Hauptgründe sei: Auf dem chinesischen Markt spielten digitale Funktionen eine wichtige Rolle. Dazu zählen beispielsweise ausgereifte Sprachassistenten und die Vernetzung des Fahrzeugs mit Internetdiensten. Hier hapere es bei vielen deutschen Herstellern, urteilen die Experten.

In anderen Bereichen sehe es nicht besser aus: Deutschland belege unter den EU-Ländern nur Platz 18 bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Die Umsetzung des Onlinezugangsgesetz (OZG) aus dem Jahr 2017 müsse inzwischen als gescheitert angesehen werden.

Dieser Rückstand sei das Ergebnis einer jahrzehntelangen Vernachlässigung der Digitalisierung in der schulischen Ausbildung. Computer zu beherrschen, statt nur zu bedienen, stehe als kognitive Grunderfahrung auf einer Stufe mit dem Erwerb einer Fremdsprache, dem Kennenlernen der Naturgesetze oder der Wahrnehmung politischer Teilhabe.

Die aktuelle Hilflosigkeit führe in eine digitale Unmündigkeit. Wer Informatik nicht beherrsche, könne zwar die Systeme nutzen, die andere entwerfen und bewirtschaften, aber nicht hinterfragen und schon gar nicht an eigene Bedürfnisse anpassen.

Dabei könne die Haltung von Bürgern zur Informationstechnik durchaus von Skepsis, Kritik oder sogar Ablehnung geprägt sein. Um aber eine kritische Haltung überhaupt vertreten zu können, müsse man etwas von der Sache verstehen, sagen die Fachleute.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, fordern die Experten deshalb ein durchgehendes, verpflichtendes Schulfach Informatik von Klasse 5 bis 10.

Der Philologenverband sieht in der Rückkehr zu G9 an allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg die Möglichkeit, den notwendigen Raum in der Stundentafel dafür zu schaffen. Das Fach Informatik müsse mit qualifizierten Lehrkräften, einem durchdachten Bildungsplan sowie ausreichender Zeit in der Schule ausgestattet werden. Seine wichtigste Aufgabe müsse die „Entmystifizierung der digitalen Welt“ sein, so wie Biologie, Physik und Chemie jeweils einen Teil unserer Welt erklärten.

Die Fragen lägen auf der Hand: Wie merkt sich Facebook alle meine Daten? Wie funktioniert KI? Was ist ChatGPT? Man benötige dringend eine „kritische Digitalkompetenz“.

Neben der digitalen Mündigkeit sprächen auch die Umwälzungen auf dem Arbeitsmarkt für ein Pflichtfach. Im Jahr 2040 seien nach heutigem Kenntnisstand Berufe wie Bankberater oder Taxifahrer gefährdet, wenn nicht gar ganz verschwunden. Auch höchst anspruchsvolle Tätigkeiten in der Radiologie würden sich bald automatisieren und rationalisieren lassen. IT-Fachkräfte hingegen würden verzweifelt gesucht, allein in Deutschland würden Hunderttausende Informatiker fehlen. Der Mangel hemme das Wachstum ganzer Branchen und stelle Deutschland als Innovationsstandort in Frage.

Die Initiative wurde gestartet, um im Dialog mit dem Kultusministerium die Einführung der Informatik als Pflichtfach in allgemeinbildenden Gymnasien voranzutreiben.


Laurents Hörr feiert Sieg am Norisring  

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Die vierte Veranstaltung des ADAC Prototyp Cup Germany am Norisring war ein Volltreffer für Laurents Hörr. Der Koiranen Kemppi Motorsports-Pilot konnte das Sonntagsrennen für sich und seinen Teamkollegen Matthias Lüthen entscheiden. 

  • Fünfter Platz im ersten Rennen 
  • Sieg im zweiten Rennen 
  • Laurents Hörr und Matthias Lüthen mit Koiranen Kemppi Motorsports 

Der legendäre Stadtkurs im Herzen von Nürnberg sorgte wieder für Hochspannung bei den Fans. Mehr als 102.000 Zuschauer kamen am Wochenende zum Norisring, um die verschiedenen Rennen live mitzuverfolgen. Bei der vierten Veranstaltung des ADAC Prototype Cup Germany traten Laurents Hörr und Matthias Lüthen im LMP3 mit der #72 von Koiranen Kemppi Motorsports an.

Das Duo konnte bereits vor dem Wochenende einen soliden Punktestand vorweisen, legte in Nürnberg aber noch einmal nach. Das erste Qualifying dominierte LMP-Routinier Laurents Hörr mit einem Vorsprung von 0.149 Sekunden. Den Lauf beendete das Duo auf dem fünften Rang.

Am Sonntag standen alle Zeichen auf Erfolg. Während dem spannenden Rennen kämpfte sich der Duqueine D08 an die Spitze und profitierte von einigen Renngeschehnissen. Laurents Hörr und Matthias Lüthen durften erstmals mit Koiranen Kemppi Motorsports auf dem Siegerpodest feiern. Für das finnische Team war es die Premiere auf der obersten Stufe des Podiums.  Laurents Hörr verzeichnete auch die schnellste Rennrunde im Lauf.

Zwei Veranstaltungen des ADAC Prototyp Cup Germany liegen noch vor Koiranen Kemppi Motorsports. Mit 95 Punkten liegen Laurents Hörr und Matthias Lüthen mit der #72 aktuell auf dem fünften Rang in der Fahrer-Wertung.

„Am Samstag hatten wir zwar ein gutes Rennen mit P5, allerdings Zeit im Verkehr und beim Pitstop verloren. Am Sonntag lief einfach alles glatt. Wir hatten die Pace, mit der Spitze mitzuhalten, aber auch einige Rennzwischenfälle trugen zu unserem Sieg bei. Das Team hat einen super Job gemacht und Matthias zeigte tolle Rundenzeiten“, so Laurents Hörr.


Voss-Tecklenburg beruft finalen Kader

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Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat das aus 20 Spielerinnen und drei Torhüterinnen bestehende Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August 2023) nominiert. Aus dem 29-köpfigen erweiterten Kader wurden Paulina Krumbiegel, Sarai Linder (beide TSG Hoffenheim), Tabea Sellner (VfL Wolfsburg) und Ena Mahmutovic (MSV Duisburg) gestrichen. Auf Carolin Simon vom FC Bayern München muss Martina Voss-Tecklenburg aufgrund eines beim Länderspiel gegen Sambia erlittenen Kreuzbandrisses verzichten. Janina Minge (SC Freiburg) wird als 24. und damit als zusätzliche Spielerin mit nach Australien fliegen.

Martina Voss-Tecklenburg sagt: „Die Nachricht von Carolin Simon trifft uns alle. Sie hatte eine hervorragende Entwicklung genommen, tolle Leistungen gezeigt und sich ihren WM-Platz mehr als verdient. Wir müssen die Situation nun so annehmen. Wir haben uns für dieses Aufgebot entschieden, wissend um die hohe Leistungsdichte in unserem Kader. Wir werden in Australien nun die Zeit nutzen, um uns bestmöglich auf unsere bevorstehenden Aufgaben einzuschwören.“

Der VfL Wolfsburg mit zehn Spielerinnen sowie Eintracht Frankfurt mit fünf Akteurinnen stellen die jeweils stärksten Blöcke im WM-Aufgebot, gefolgt vom FC Bayern München mit vier Spielerinnen.

Die DFB-Auswahl hatte während der zwei WM-Vorbereitungslehrgänge Länderspiele in Offenbach gegen Vietnam sowie in Fürth gegen Sambia absolviert. Am heutigen Samstag enden die WM-Vorbereitungslehrgänge im Adidas-Homeground in Herzogenaurach. Nach einer zweitägigen Pause kommt die Mannschaft am 11. Juli zusammen, um die Reise zur Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland anzutreten. Das erste WM-Gruppenspiel absolviert das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am 24. Juli gegen Marokko, am 30. Juli folgt die Partie gegen Kolumbien sowie zum Gruppenabschluss das Spiel am 3. August gegen Südkorea.


Yannick Thermann verlässt den SGV Freiberg Fußball

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Freiberg a. N.| Defensivspieler Yannick Thermann verlässt den Freiberger Regionalligisten und wird mit dem Ligakonkurrenten VfR Aalen in Verbindung gebracht. Es wäre seine dritte Station in der Regionalliga Südwest. Seine bisherigen 127 Regionalligaeinsätze verteilen sich auf die TSG 1899 Hoffenheim II (78), SV Stuttgarter Kickers (25) und den SGV Freiberg Fußball (24). Freiberg und Thermann einigten sich im gegenseitigen Einvernehmen den laufenden Vertrag aufzulösen.


Stuttgart verbietet bei Klimaprotesten Straßenblockaden mit Klebeaktionen

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Betroffen sind die wichtigsten Straßen der Landeshauptstadt

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart ergreift rechtliche Mittel, um dauerhafte Straßenblockaden bei Klimaprotestaktionen zu unterbinden. Auf einer Auswahl besonders wichtiger Straßen im Stadtgebiet inklusive der Bundesstraßen mit deren Auf- und Abfahrten ist es ab Samstag, 8. Juli, zunächst bis Jahresende verboten, sich mit der Fahrbahn, dort installierten Gegenständen oder anderen Teilnehmenden fest zu verbinden. Untersagt ist damit unter anderem das Ankleben, Einbetonieren oder Anketten. Dies gilt für alle nicht zuvor angezeigten und nicht behördlich bestätigten Versammlungen des Klimaprotests. Das Veranstalten von und die Teilnahme an solchen Aktionen sind gleichermaßen verboten. Wer dennoch eine Straßenblockade durchführt oder sich daran beteiligt, macht sich damit strafbar oder erhält zumindest ein Bußgeld. Zudem erlaubt das Verbot ein schnelleres Eingreifen der Polizei zur Auflösung der illegalen Aktion.

„Klimakleber gefährden sich und andere, sie gefährden sogar Rettungseinsätze“, sagt Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper. „Wir können und dürfen nicht zulassen, dass unsere Straßen unangemeldet nach dem Gutdünken Einzelner blockiert werden – völlig unabhängig davon, dass Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist.“ Die Landeshauptstadt distanziert sich damit nicht von dem Ziel, möglichst rasch Klimaneutralität zu erreichen. Sie nimmt das Thema sehr ernst. So hat Stuttgart zum Beispiel den größten kommunalen Klimainnovationsfonds in Europa aufgelegt mit elf Millionen Euro. Erst im Juni war Stuttgart die Gastgeberin der Urban Future Conference, Europas größter Konferenz für nachhaltige Städte. Und in dem Netzwerk „Cities for Mobility“, das ebenfalls zuletzt in Stuttgart tagte, tauscht sich die Stadt weltweit über Ansätze für eine kluge Verkehrswende aus.

Wie in anderen Großstädten haben sich in Stuttgart wiederholt Klimaaktivistinnen und -aktivisten auf stark befahrenen Verkehrsadern festgeklebt, zuletzt am vergangenen Samstag. In einer offenbar konzertierten Aktion hatten zeitgleiche Blockaden auf neun Haupt- und Bundesstraßen den Verkehr streckenweise über Stunden zum Erliegen gebracht.

„Straßenblockaden, durch die es wegen des Rückstaus kein Durchkommen für Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und andere Einsatzfahrzeuge gibt, sind nicht zu verantworten – insbesondere, wenn zugleich Ausweichrouten lahmgelegt werden“, sagt Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit und Ordnung. „Wir müssen gewährleisten, dass unsere Einsatzkräfte und Hilfsdienste mobil und handlungsfähig bleiben, um möglichen Schaden für Leib und Leben der Menschen in unserer Stadt abzuwenden. Dafür müssen wir die Hauptrouten freihalten.“ Die von dem Verbot betroffenen Straßen wurden nach ihrer Relevanz für Rettungswege und Hauptverkehr ausgewählt. Erlaubt bleiben selbstverständlich alle anderen Formen des bürgerlichen Protests wie Kundgebungen und Demonstrationszüge nach dem Versammlungsrecht.

Das spezielle Verbot solcher Klebeaktionen und vergleichbarer Vorgehensweisen ermöglicht es der Polizei, schneller einzugreifen und die Straßenblockaden zügiger auch unter Einsatz von unmittelbarem Zwang aufzulösen. Denn solange eine spontane Protestaktion unter dem Schutz des Versammlungsrechts läuft, darf die Polizei grundsätzlich nicht eingreifen. Erst nach erfolgter Auflösung einer Versammlung ist es etwa zulässig, Personen wegzutragen und diese hierfür, wenn sie festgeklebt sind, vom Boden zu lösen. Bei einer durch das Verbot eindeutig illegalen Blockade darf die Polizei diese Maßnahmen sofort ergreifen.

Die Allgemeinverfügung mit der ausführlichen Begründung und der Liste der betroffenen Straßen steht auf der Internetseite der Stadt unter https://www.stuttgart.de/rathaus/amtliche-bekanntmachungen/. Sie kann zudem beim Amt für öffentliche Ordnung eingesehen und per Mail an [email protected] angefordert werden.


Simon Klostermann kehrt nach Freiberg zurück

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Der 23-jährige, Ludwigsburger, kommt vom Drittliga-Aufsteiger SSV 1846 Ulm, zurück an den Freiberger Wasen. Ausgebildet wurde er bei der TSG Hoffenheim und dem SGV Freiberg Fußball. Nach 23 Einsätzen in der Herren Oberliga BW für Freiberg, wechselte Klostermann im Sommer 2020, zur TSG nach Balingen in die Regionalliga SW, für die er in 69 wettbewerbsübergreifenden Spielen 27 Tore erzielte. In der Winterpause 2021/22 ging Klostermann den nächsten Karriereschritt und wechselte nach Ulm, wo er in der Rückrunde 12 Einsätze für die „Spatzen“ hatte. In der vergangenen Saison wurde der junge, torgefährliche Stürmer durch eine siebenmonatige Verletzungspause „ausgebremst“ und kam dadurch nur noch zu 4 Einsätzen in der Regionalliga SW. Die Verletzung ist ausgeheilt und eine Fortsetzung seiner Karriere in heimischem Umfeld steht nichts mehr im Wege. Der SGV freut sich darauf!


Sicherheit von Geldautomaten optimieren

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Banken und Versicherungen in Baden-Württemberg intensivieren Maßnahmen gegen Angriffe auf Geldautomaten

Stuttgart.| Am 29. Juni 2023 beschließen Vertretende der Leitungsebene von Landeskriminalamt, Kreditinstituten und Versicherungen konkrete Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit der Geldautomaten im Land.

Vorausgegangen war ein Spitzengespräch der Polizei mit den Präsidenten des Baden-Württembergischen Sparkassenverbands Peter Schneider und des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands Dr. Roman Glaser im April im Innenministerium.

Nun wurde die dort getroffene Vereinbarung zur Intensivierung der Zusammenarbeit durch ein konkretes Maßnahmenpaket mit Leben erfüllt. Um das Kriminalitätsphänomen “Geldautomatensprengungen” noch wirksamer und nachhaltiger zu bekämpfen, führt das Landeskriminalamt mit Unterstützung der Banken und Sparkassen Risiko- und Gefährdungsanalysen, letztlich für nahezu jeden Geldautomaten in Baden-Württemberg, durch. Diese bilden die Grundlage für gemeinsame Sicherheitsgespräche, bei denen individuell und zielgenau Präventionsmaßnahmen der Betreiber beschrieben werden. Werden diese in der Folge umgesetzt, mindert dies das Risiko einer Sprengung.

“Dieser Schulterschluss ist wichtig, um in kurzer Zeit landesweit wirksame Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der rücksichtslos durchgeführten Sprengungen von Geldautomaten sicherzustellen”, so Präsident Andreas Stenger.


SGV Freiberg meldet TOP-Verpflichtung

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Routinier David Pisot kommt aus Unterhaching

Freiberg a. N.| Die letzten zwei Jahre stand David Pisot, unter Trainer Sandro Wagner, für die SpVgg Unterhaching auf dem Platz und lief 73 x in der Regionalliga Bayern für die Münchener Vorstädter auf. Dabei erzielte der 1,86 große Innenverteidiger drei Tore. In der abgelaufenen Saison war der 35-Jährige ein wichtiger Bestandteil des Drittliga-Aufsteigers und mit seiner großen Erfahrung und sympathischen Art, gerade für die jungen Spieler, ein Vorbild auf und neben dem Platz. Die Karrierebilanz des 35-jährigen ist beeindruckend:

102 Zweitligaspiele mit dem KSC (31 als Kapitän), den Würzburger Kickers (31), dem FC Ingolstadt (35) und dem SC Paderborn (5).

287 Drittligaspiele mit dem KSC (76), dem VfL Osnabrück (149), dem FC Ingolstadt (35) und dem VfB Stuttgart II (für die Profis hatte er einen Einsatz in der Bundesliga).

106 Regionalligaspiele für die SpVgg Unterhaching (73 RL Bayern), und dem VfB Stuttgart II (33 RL Süd).

Pisot hat inzwischen seinen Lebensraum in die Nähe der Familie, in den Rems-Murr-Kreis, verlegt und fand mit dem SGV Freiberger Fußball einen ambitionierten Regionalligisten aus der Region. „Ich möchte dem Verein helfen die Professionalisierung aufzubauen und sich in der Regionalliga zu etablieren“, so Pisot. Auch die Perspektive nach Karriereende im sportlichen Bereich Aufgaben zu übernehmen, ist ein Ziel.

Jan Koch wechselt zum Chemnitzer FC

Innenverteidiger Jan Koch verlässt den SGV Freiberg Fußball und wechselt in die Regionalliga Nordost zum Chemnitzer FC. Von Januar 2016 bis Juli 2018 trug er das bereits das Trikot der Himmelblauen. Sein in Freiberg noch bis Juli 2024 laufender Vertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.


Reds: Zwei Niederlagen gegen Regensburg

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Stuttgart Reds rutschen aus den Playoff-Rängen 

Nach zwei Heimniederlagen gegen die Guggenberger Legionäre aus Regensburg sind die Stuttgart Reds am vorletzten Spieltag der regulären Saison auf Tabellenplatz 5 der 1. Baseball-Bundesliga Gruppe Süd zurückgefallen. Mit dieser Platzierung wäre das Team des TV Cannstatt nicht in den Playoffs vertreten. Lange Zeit hatte man in beiden Begegnungen gegen die traditionell starken Oberpfälzer mitgehalten – um dann aber doch mit 1:5 im ersten und 3:5 im zweiten Spiel zu verlieren.

Im ersten Spiel, am Freitagabend, sahen die Zuschauer zunächst ein Pitcher-Duell zwischen Christian Pedrol für die Legionäre und Johnaikel Acosta auf Seiten der Reds. Die Führung der Gäste glichen die Reds im 3. Inning aus, als Jonas van Bergen auf ein schönes Single von Jannik Denz zum 1:1 punkten konnte Im vorletzten Spieldurchgang verließ dann Reds-Pitcher José Mendoza, der im 6. Inning den Mound übernommen hatte, die Zielsicherheit. Zwei Hits und ein Walk sorgten für „bases loaded“, ein weiterer Walk für die 2:1-Führung der Regensburger. Durch einen Sacrifice Fly erhöhten die Legionäre auf 3:1.

Die Gäste hatten ihrerseits nun den tschechischen Nationalspieler Jan Tomek als „Closer“ auf dem Wurfhügel, gegen den die Reds chancenlos waren. Für Regensburg dagegen schlug Daniel Patrice noch einen Homerun, der zwei Punkte brachte und damit das Endergebnis herstellte: 1:5 aus Stuttgarter Sicht. Die Reds konnten zwar in diesem Spiel zehn Hits erzielen, davon je zwei durch Xavi Gonzalez und Danilo Weber. Bis auf ein Double waren dies aber alles Singles.

Am Samstagnachmittag trat Dustin Ward als Starting Pitcher an, für die Legionäre warf Trevor Holloway. Über fünf Innings hatten beide die gegnerischen Lineups im Griff. Im 6. Spieldurchgang war es erneut Daniel Patrice für die Legionäre, der einen Pitch über den Zaun drosch und Regensburg 0:2 in Führung brachte. Im 7. Spieldurchgang übernahm Christoph Ehrich bei „Bases loaded“ das Pitching auf Seiten der Reds und „löschte“ die brandgefährliche Situation durch zwei schnelle Aus. Ein Inning später gab er einen Run zum 0:3 ab, doch dieses Mal schlugen die Reds in der Offensive zurück: Jannik Denz und Yannick Witt sorgten mit zwei Singles für den 1:3-Anschluss, bevor es Robert Blesing war, der mit einem Homerun den vielumjubelten Ausgleich zum 3:3 erzielte.

Dieses Unentschieden hatte auch nach den regulären 9 Innings Bestand und so musste der Sieger in „Extra Innings“ ermittelt werden. Dazu werden in der 1. Baseball-Bundesliga zu Beginn jedes Halbinnings jeweils zwei Runner als „Tie Breaker“ auf dem 1. und 2. Base platziert. Ein Double durch David Grimes brachte in der oberen Hälfte des 10. Innings beide Regensburger Runner nach Hause und die Gäste gingen dadurch 5:3 in Führung. Die Reds durften nachschlagen und bekamen es mit ihrem ehemaligen Mitspieler Joe Cedano de Leon zu tun, der jetzt für Regensburg pitcht. Doch sie fanden kein Mittel gegen dessen Würfe, drei schnelle Aus später stand die zweite Niederlage des Spielwochenendes fest.

Die Reds haben jetzt 9 Siege und 13 Niederlagen auf dem Konto. Die München-Haar Disciples, die eines ihrer beiden Spiele gegen die Mainz Athletics gewinnen konnten (jetzt 10 Siege, 14 Niederlagen), sind in der Tabelle damit an ihnen vorbeigezogen und nun Vierter. Am kommenden Wochenende müssen die Stuttgart Reds für zwei Nachholspiele zum derzeitigen Tabellen-Zweiten Mainz reisen, während München-Haar spielfrei ist. Ein Sieg in beiden Spielen gegen Mainz wäre nötig, damit die Reds wieder unter die Top 4 der Südgruppe vorstoßen und sich damit für die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren würden.


SVL will das Auftakt-Turnier nach Ludwigsburg holen

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Wasserball Euro Cup

Die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer haben sich jetzt im vierten Jahr in Folge erneut für den Euro Cup qualifiziert und damit in der europäischen Spitze etabliert. Jetzt ist der nächste Schritt geplant.

Die SVL-Wasserballer gehören zu den besten in Europa. In der jetzt erstmals von der LEN veröffentlichten Liste mit den Top-85-Teams steht Ludwigsburg auf Platz 44, einem Platz vor dem Traditionsverein ZF Eger (Ungarn). Klar, das ist eine Momentaufnahme – und der Erfolg der vergangenen Jahre. Der Jubel im Verein ist groß. Die LEN (Ligue Europ&e acute;enne de Natation), der europäische Dachverband für Wassersport, hat ausgewertet, welche Mannschaften in den vergangenen Jahren ganz vorne mitgemischt haben. In der Rangliste ist der SVL das drittbeste deutsche Team, hinter Spandau Berlin und Waspo Hannover.

Der SVL hat sich mit Platz fünf in der aktuellen Bundesligatabelle jetzt zum vierten Mal in Folge für den Euro Cup qualifiziert und hat weitere große Pläne. Der Vizepräsident Matthias Nagel sagt, der Verein würde das Qualiturnier für den Euro Cup, das Ende September stattfinden soll, gerne im Freibad Hoheneck ausrichten. Die Stadtwerke sind informiert. Der Termin steht: 22. bis 24. September. Ob das wirklich klappt mit dem internationalen Wasserball-Tagen am Neckar in Ludwigsburg wird sich zeigen.

Der Verein jedenfalls ist bereit und hat dem Veranstalter den Wunsch mitgeteilt. Nagel sagt, der SVL sei drei Jahre lang durch Europa gereist und mit Blick auf den Termin Ende September – das Freibad bleibt bis 30.9. geöffnet – erklärt der Vize: die Gelegenheit, internationalen Spitzenwasserball nach Ludwigsburg zu holen, solle genutzt werden. „Wir wollen unser top Niveau endlich auch mal in Ludwigsburg zeigen.“

Der LEN-Cup in Ludwigsburg? Das, sagt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle, „wäre das absolute Sahnehäubchen – und eine Bestätigung für unsere großartige Arbeit“. Platz 44 sei auch „eine gute Auszeichnung für einen kleinen Verein wie uns“. Der SVL-Goalgetter Sergio Prieto findet es klasse: „Die erste Runde in Ludwigsburg – das wäre super“, mit den Fans im Rücken spielen – das sei immer ein Vorteil. Auch für die Stadt wäre das Turnier im Freibad eine tolle Sache, „die Menschen in Ludwigsburg können unseren Sport kennenlernen“.

Der SVL-Kapitän Nino Blazevic ergänzt, ein internationales Turnier im Freibad, das wäre „überragend“. Euro-Cup-Spiele „in unserem Bad! In unserer Stadt! – Der nächste große Schritt für den Wasserball in Ludwigsburg – und der Traum aller Spieler.“