OB Frank Nopper empfängt Teilnehmende der Special Olympics World Games

0

Eintrag ins Goldene Buch im Rathaus

Stuttgart.| Zu ihrer erfolgreichen Teilnahme an den Special Olympics World Games 2023 in Berlin hat Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper am 17. Juli 22 Stuttgarter Sportlerinnen, Sportler und deren Trainerstab ins Rathaus eingeladen, um allen zu gratulieren. Die Athletinnen und Athleten der Sportarten Basketball 5×5, Futsal und Kajak trugen sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt ein. Die Special Olympics World Games sind die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung, bei der alle zwei Jahre tausende Sportler mit geistiger und mehrfacher Behinderung mit- und gegeneinander antreten. Beim Empfang dankte der Oberbürgermeister auch allen Mitwirkenden am Stuttgarter „Host Town Program“, bei dem im Vorfeld der World Games die teilnehmende Delegation aus Großbritannien in der Landeshauptstadt zu Gast war.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte: „Wir haben alle 22 Athletinnen und Athleten aus Stuttgart, die an den Special Olympics World Games teilgenommen haben, zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Stuttgart eingeladen, weil sie hart trainiert und damit unser aller Respekt, Anerkennung und Hochachtung verdient haben. Und vor allem auch, weil sie das Motto der Weltspiele ‚Zusammen unschlagbar‘ so wunderbar repräsentiert haben. Zusammen sind wir in der Tat unschlagbar – bei der Inklusion im Sport und bei der Inklusion in unserer Stadtgesellschaft.“

Nina Voll gewann im Kajakfahren über 200 Meter und 500 Meter jeweils die Goldmedaille. Peter Heermann kam im „200 Meter Einer“ als Dritter ins Ziel. Gemeinsam erreichten die beiden im „200 Meter Zweier-Kajak“ den vierten Platz. Im Basketball 5×5 Unified (Einstufung Unified 3) belegte das Team mit Tobias Barth, Marc Engelhardt, Julia Epple, Felix Groß, Thomas Heinritz, Christoph Konter, Alexander Kraut, Florian Kuhn, Stephan Mayer, Stefan Wochele den zweiten Platz. Das Futsal Team mit der Einstufung M01 errang ebenfalls den zweiten Platz. Das Team spielte in Berlin mit Yusuf Balaban, Benjamin Decker, Benjamin Engelen, Juan Carlos Gries Lopez, Onurcan Kaygusuz, Marcel Klama, Jens Rimpp, Patrick Rinker, Filipe Sousa-Almeida, Sören Wink.

Begegnung schafft Inklusion

Ziel des „Host Town Program“ war es, das Thema Inklusion in die Städte zu tragen und auch nach den Special Olympics World Games nachhaltig und langfristig die inklusiven Strukturen in den Kommunen zu stärken, sowie Sichtbarkeit für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und deren Teilhabe auszubauen.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper: „Bei den Special Olympics World Games hat mir besonders gut gefallen, dass bei den Unified-Teams die Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich miteinander Sport gemacht haben. Das könnte ein Vorbild für viele Sportangebote in Stuttgart sein. Menschen mit und ohne Behinderung sollen wie selbstverständlich miteinander Sport machen. Das ist der richtige Motor für mehr Inklusion in unserer Stadt.“


Start der ersten Aktionswoche der Verkehrssicherheit

Erstmalig findet in Baden-Württemberg vom 15. bis 22. Juli 2023 die landesweite Aktionswoche der Verkehrssicherheit statt. Schwerpunkt ist das Thema „Rücksicht im Straßenverkehr“.

Erstmalig findet in Baden-Württemberg vom 15. bis 22. Juli 2023 die landesweite Aktionswoche der Verkehrssicherheit statt. Der Stellvertretende Ministerpräsident, Innenminister und Schirmherr von GIB ACHT IM VERKEHR, Thomas Strobl, sagte anlässlich des Starts der Verkehrssicherheitswoche am 15. Juli 2023 auf der Gartenschau in Balingen: „Verkehrssicherheitsarbeit geht uns alle an – und wenn alle wichtigen Akteure hierbei an einem Strang ziehen, ernten wir Erfolg. 1992 wurde die Verkehrssicherheitsaktion ‚GIB ACHT IM VERKEHR‘ gegründet mit dem klaren Ziel: Die Zahl schwerer Verkehrsunfälle im Land zu senken. Mit der ersten Aktionswoche für Verkehrssicherheit von ‚GIB ACHT IM VERKEHR‘ wollen wir dem Thema Verkehrssicherheit noch mehr Bühne geben und vor allem noch mehr Menschen erreichen.“

Soziales Miteinander im Straßenverkehr erlernen

„Wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen im Straßenverkehr besonders schützen und ihnen beibringen, auf sich selbst und andere Rücksicht zu nehmen“, sagte Kultusministerin Theresa Schopper. Sie ergänzt: „Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur die Verkehrsregeln lernen, sondern auch ein soziales Miteinander im Straßenverkehr.“

Verkehrsminister Winfried Hermann ergänzte: „Wir sind überzeugt: Die Verkehrswende kann Mobilität für alle Menschen sicherer machen. Denn für uns heißt Sicherheit im Straßenverkehr zum Beispiel auch, dass kein Mensch mehr durch zu hohe Lärm- und Feinstaubbelastung krank wird! Eine rücksichtsvolle Teilnahme am Straßenverkehr sollte egal ob mit dem Motorrad, dem Rad, dem Personenkraftwagen oder zu Fuß stets oberstes Gebot sein. Die Teilnahme am Straßenverkehr ist meist so selbstverständlich, dass man sich über mögliche Gefahren nur selten Gedanken macht. Daher ist es wichtig, im Rahmen dieser Aktionswoche, an verschiedenen Standorten den Bürgerinnen und Bürgern sicherheitsrelevantes Verhalten ins Bewusstsein zu rücken.“

Aktionswoche mit verschiedensten Veranstaltungen

Den Start der Aktionswoche der Verkehrssicherheit bildete die Auftaktveranstaltung auf der Plaza-Bühne der Gartenschau in Balingen mit Innenminister Thomas Strobl, Kultusministerin Theresa Schopper und Verkehrsminister Winfried Hermann sowie allen Partnern von „GIB ACHT IM VERKEHR“. In den darauffolgenden Tagen finden sechs weitere Veranstaltungen in Heilbronn, Karlsruhe, Leonberg, Leutkirch, Lörrach und Mannheim statt. Diese werden von den regionalen Polizeipräsidien gemeinsam mit Aktionspartnern von „GIB ACHT IM VERKEHR“ durchgeführt. So findet in Heilbronn ein Aktionstag mit verschiedenen Vorträgen rund um das Thema Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr statt. In Karlsruhe wird mit einem Überschlagsimulator und einem Radparcours auf die Rücksichtnahme im Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Auf dem Verkehrsübungsplatz in Leonberg werden junge Fahrerinnen und Fahrer an zehn Stationen hinsichtlich der Thematik sensibilisiert. Daneben werden in Leutkirch für Berufsschülerinnen und Berufsschüler moderierte Workshops angeboten. Während sich in Lörrach alles rund um das Thema Elterntaxis dreht, finden in Mannheim Vorträge und Outdooraktionen zu den Themen Lärm, Posing, und Tuning statt.

Verkehrssicherheit auf der Kinoleinwand

Flankierend zum Start der ersten Aktionswoche der Verkehrssicherheit startet Baden-Württemberg die Präventionskampagne „RÜCKSICHT IST GAN(S) WICHTIG!“. Studierende der Hochschule Offenburg haben in einer Projektarbeit einen Kinospot und fünf Social-Media-Clips erstellt, die alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer für mehr Rücksicht im Straßenverkehr sensibilisieren sollen. Der Name der Kampagne deutet mit einem Wortspiel auf die Hauptakteurin der Clips hin – eine Gans – welche die gegenseitige Rücksichtnahme als ganz wichtig hervorhebt. Die Kurzclips werden über die Social-Media-Kanäle von „GIB ACHT IM VERKEHR“ veröffentlicht. Der Kinospot läuft ab dem 20. Juli 2023 in 14 großen Kinos in Baden-Württemberg vor jeder Kinovorstellung.

„Der Begriff Achtung ist uns nicht nur im Straßenverkehr vertraut. Er steht auch für eine persönliche Haltung: Achtung haben wir vor uns selbst und vor anderen. Leider wird die Rücksichtnahme im Straßenverkehr nicht immer in dem Maße gelebt, wie es wünschenswert wäre. Deswegen stellen wir bei der ersten Aktionswoche der Verkehrssicherheit das Thema ‚Rücksicht im Straßenverkehr‘ in den Mittelpunkt. Dabei bekennt sich die Landesregierung weiterhin klar zur ‚Vision Zero‘, zu einer Mobilität ohne Verkehrstote und Schwerverletzte. Die Verkehrsunfallbilanz 2022 zeigt, der Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer: Die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2022 liegt bei rund 20 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Wir sind auf dem richtigen Weg: So ist die Anzahl der Verkehrstoten in den vergangenen 30 Jahren sehr stark zurückgegangen – trotz erheblicher Zunahme des Straßenverkehrs. Im Jahr 1992 gab es 1.120 Verkehrstote auf den Straßen Baden-Württembergs, im Jahr 2022 waren es 350. Das ist Ansporn, unsere gemeinsamen Aktivitäten weiterhin fortzuführen, so wie heute mit dem Start der ersten Aktionswoche der Verkehrssicherheit in Baden-Württemberg“, so Innenminister Thomas Strobl abschließend.


Wechsel auf der Position des Cheftrainers

0

Tore Aleksandersen zieht sich aus dem Trainerteam zurück. Konstantin Bitter wird neuer Cheftrainer.

Stuttgart.| Nach einigen Wochen und Monaten der Ungewissheit steht nun die Entscheidung, in welcher Konstellation der amtierende Deutsche Meister Allianz MTV Stuttgart in die kommende Saison 2023-2024 starten wird.

Konstantin Bitter wird das Team ab der kommenden Saison als Cheftrainer betreuen. Tore Aleksandersen, zweifacher Deutscher Meister und DVV-Pokalsieger mit Allianz MTV Stuttgart wird zurücktreten und sich voll und ganz auf seine Gesundheit konzentrieren.

Keine einfache Entscheidung, die die Verantwortlichen des deutschen Meisters gemeinsam mit Tore Aleksandersen zu treffen hatten. Der zweifache Meistertrainer Aleksandersen, der Allianz MTV Stuttgart zum ersten Double der Vereinsgeschichte, sowie zur Titelverteidigung des deutschen Meister Titels geführt hat wird sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und den Staffelstab an Konstantin Bitter weiterreichen.

Tore Aleksandersen zur Entscheidung: „Ich bin natürlich sehr traurig, dass ich ab sofort nicht mehr Cheftrainer von Allianz MTV Stuttgart sein kann. Aufgrund der Behandlung, die ich gerade durchführe weiß ich, dass ich nicht das Energielevel aufbringen kann das vorausgesetzt wird, um als Cheftrainer von einem Topteam wie Allianz MTV Stuttgart die Trainingseinheiten durchzuführen, die Analysen zu den Gegnern vorzubereiten oder mich auf lange Auswärtsreisen zu begeben. Die Behandlung läuft soweit gut, allerdings habe ich mit den Nebenwirkungen zu kämpfen, die mir eine Menge Energie rauben. Die Energie, die ich noch habe muss ich ab sofort in den Fokus auf meine eigene Gesundheit legen. Ich werde versuchen, sobald ich wieder mehr Energie verspüre dem Club während der Saison zu helfen, dem Staff unter die Arme zu greifen, wenn sie es benötigen oder als Zuschauer meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beizutragen.

Das Allerwichtigste für mich ist es ehrlich und offen mit der Situation umzugehen und dem Trainerteam, den Spielerinnen und dem Club im Allgemeinen nun die Möglichkeit zu geben sich bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten. Das ist der richtige Schritt für mich in meiner Situation, es ist der richtige Schritt für den Club, den ich wahnsinnig respektiere, da sie sehr viel für mich getan haben. Ich werde weiterhin in Stuttgart bleiben, daher ist es kein Goodbye von meiner Seite, lediglich ein zurückziehen aus dem alltäglichen Geschäft. Wir haben weiterhin die gleichen, hohen Ziele und ich wünsche allen Beteiligten, den Fans, den Sponsoren, den Gesellschaftern eine tolle Saison. Ich werde Euch unterstützen.“

„Die Entscheidung die Tore mit uns gemeinsam getroffen hat ist sehr bedauerlich, jedoch eine Entscheidung, die wir sehr gut nachvollziehen können und auch für richtig halten. Es geht hierbei um die Gesundheit von Tore und er soll sich nun voll und ganz auf seine Behandlungen fokussieren. Für uns alle ist es natürlich sehr schade, dass der Zeitpunkt gekommen ist, da wir Tore sehr viel zu verdanken haben. Ich persönlich bedanke mich bei Tore für zwei unglaublich tolle Jahre. Er ist der erfolgreichste Trainer der Vereinsgeschichte, von dem ich sehr viel lernen konnte und hoffe, dass er uns in einer anderen Rolle weiterhin erhalten bleibt, um weiterhin von ihm und seiner Erfahrung zu profitieren.“

„Zum Glück haben wir vor dem Ende der letzten Saison die Entscheidung getroffen, mit Konstantin Bitter einen jungen, talentierten Trainer zu verpflichten, der mit uns nun in die Zukunft gehen wird. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, auf neue Impulse und bin positiv gespannt, was uns in Zukunft erwarten wird“, sagt Sportdirektorin Kim Oszvald-Renkema zum Wechsel auf der Cheftrainerposition.

Geschäftsführer Aurel Irion: „Wir haben Tore Aleksanderen viel zu verdanken. Er ist zweifacher Meistertrainer und hat mit uns das erste Double der Vereinsgeschichte gewonnen. Die Entscheidung, die wir gemeinsam mit ihm getroffen haben ist für alle Seiten das Vernünftigste, allerdings schmerzt die Entscheidung sehr. Alle Beteiligten bei Allianz MTV Stuttgart werden immer sehr eng mit Tore verbunden bleiben.“

Wir wünschen Tore Aleksandersen für seinen weiteren Gesundheitsverlauf alles erdenklich Gute und hoffen, dass die eingeschlagenen Maßnahmen erfolgreich verlaufen.


Sommerfestival der Kulturen 2023 wieder voller Erfolg

0

Eine feste Instanz für eine vielfältige und bunte Stadtgesellschaft

Stuttgart.| Nach sechs gelungenen Festivaltagen mit hochkarätigen Musikerinnen und Musiker aus aller Welt und einem ausgelassen feiernden Publikum zieht das veranstaltende Forum der Kulturen Stuttgart e.V. Bilanz zum 20. Sommerfestival der Kulturen: Es ist einmal mehr gelungen, Länderschranken zu überschreiten und ein Programm zu bieten, mit dem ein starkes Zeichen für ein vielfältiges Miteinander und gegen Ausgrenzungen aller Art gesetzt wird.

20 Jahre Sommerfestival der Kulturen und 25 Jahre Forum der Kulturen: Auf und am Stuttgarter Marktplatz gab es dieses Jahr einiges zu feiern. Sechs Tage lang verwandelte er sich beim Sommerfestival in einen musikalischen Melting Pot mit tollen Live-Acts, Streetfood-Ständen, Kunsthandwerk-Markt und einem spannenden Rahmenprogramm. Nach dem gestrigen Abschlusstag mit Tänzen und Musik der Stuttgarter Migrantenvereine, dem Gitarren-Duo Opal Ocean aus Australien und der brasilianischen Singer-Songwriter- Legende Chico César zieht der Vorstandsvorsitzende des Forums der Kulturen, Sami Aras, Bilanz: „Die ganze Stuttgarter Stadtgesellschaft ist in den letzten Tagen auf dem Marktplatz zusammengekommen, um die Vielfalt zu feiern – bei großartiger Musik und tollen kulinarischen und informativen Angeboten der Migrantenvereine. Die Stimmung war fantastisch und die Besucherzahl an allen Festivaltagen hoch – was uns sehr gefreut hat!“

Insgesamt kamen rund 80.000 Menschen zu den 16 Konzerten auf den Marktplatz – was auch im Jubiläumsjahr zeigt, wie sehr das Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart und weit über die Stadtgrenzen hinaus verankert – und eine feste Instanz für eine vielfältige und bunte Stadtgesellschaft geworden ist. „Auf der Bühne und im Publikum wurde die kulturelle Vielfalt der Stadt gefeiert“, sagt auch Forums-Geschäftsführer Rolf Graser. Es sei einmal mehr gelungen, Länderschranken zu überschreiten und ein Programm zu bieten, mit dem ein starkes Zeichen für ein vielfältiges Miteinander und gegen Ausgrenzungen aller Art gesetzt wird. Für ihn haben sich die Neuerungen im Programm anlässlich des Jubiläums bewährt: Der gut besuchte „Vereinstag“, an dem (post-)migrantische Vereine und Organisationen sich und ihre Arbeit im Rathaus vorstellten, spreche für sich. Ebenso der „Stuttgart-Tag“, an dem nur Bands aus Stuttgart und Region auftraten, sowie die anschließende Silent Disco, bei der Menschen zusammenkamen und sogar bei leichtem Regen ausgelassen gemeinsam feierten. Das Wetter – extreme Hitze und Gewitter am ersten Festivaltag – waren bei dem diesjährigen Sommerfestival eine Herausforderung, „die wir jedoch gut meistern konnten und die die Stimmung des Publikums nicht getrübt hat“, so Graser.

Ohne die Hilfe von rund 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Umsetzung des Sommerfestivals nicht möglich gewesen – ob an den Getränkeständen und Kassen, beim Auf- und Abbau, bei der Wasser-, Gas- und Stromversorgung, der Logistik, der Müllentsorgung oder der Sicherheit. Finanziert wurde das Sommerfestival der Kulturen 2023 im Wesentlichen durch akquirierte Drittmittel, also Spenden und Sponsoring sowie aus den Erlösen aus dem Getränkeverkauf und der Tombola, die dieses Jahr wieder mit tollen Preisen lockte. Am Essen, das beim Sommerfestival der Kulturen angeboten wurde, verdienten ausschließlich die rund 70 Vereine, die sich dadurch einen großen Teil ihrer Vereinsaktivitäten finanzieren.

Durch den Tag- und Nachteinsatz vieler Menschen und durch die aufgrund des freien Eintritts ermöglichte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger steht das Sommerfestival als Fest der Vielfalt für gelebte Interkultur. „Es gilt aber auch, in die Zukunft zu schauen und sich – auch mit dem Festival – den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Es gilt Vielfalt nicht nur zu feiern, sondern auch zu verteidigen“, merkt Graser an.

Und so endet das diesjährige Sommerfestival der Kulturen mit großer Vorfreude auf seine nächste, 21. Ausgabe im kommenden Jahr, die von Freitag, 19. bis Mittwoch, 24. Juli 2024 wieder auf dem Marktplatz Stuttgart stattfindet.


Vorläufiges Grillverbot bleibt wegen Brandgefahr durch Trockenheit bestehen

0

Brandgefahr durch anhaltende Trockenheit – Stadt Stuttgart erinnert an vorläufiges Grillverbot speziell im Naherholungsgebiet am Max-Eyth-See

Stuttgart.| Der Hochsommer lockt viele Menschen ins Freie, birgt aber auch eine hohe Brandgefahr. Wegen der großen Hitze und anhaltenden Trockenheit gilt deshalb weiterhin das vorläufige Grillverbot im Naherholungsgebiet am Max-Eyth-See. Darauf weist die Stadt Stuttgart vor dem wieder sehr heißen Wochenende ausdrücklich hin.

Im Stadtgebiet sind wegen der Wetterlage alle öffentlichen Grillstellen sowie die Grillzone am Max‐Eyth‐See bereits seit dem 15. Juni bis auf weiteres gesperrt. Das derzeitige Verbot gilt sowohl für offizielle Grillplätze als auch mitgebrachte Grills. Die Grünanlagen und Wiesenflächen sind nach den zuletzt sehr hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen so ausgedörrt, dass sie schnell in Brand geraten können.

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt betont, dass nicht nur Grillen verboten ist, sondern jedes Feuer untersagt ist. Sogar weggeworfene Zigaretten können einen Brand entfachen. Deshalb bittet die Stadt um große Vorsicht und strikte Einhaltung des Verbots.


Bosch startet Serienfertigung seines Brennstoffzellen-Antriebssystems

Wasserstoff-Zukunft: Fünf Milliarden Euro Umsatz mit H2-Technologien 2030

  • Bosch ist entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette aktiv.
  • Bosch-Vorsitzender Hartung: „Bosch kann Wasserstoff, und Bosch wächst mit Wasserstoff.“
  • Von 2021 bis 2026 investiert Bosch fast 2,5 Milliarden Euro in H2-Technologien.
  • Bosch beschäftigt mehr als 3 000 Menschen mit Wasserstoff-Technologien.
  • Automotive-Erfahrung von Bosch ist in der Wasserstoff-Wirtschaft gefragt.

Stuttgart| Bosch startet in das Wasserstoff-Zeitalter der Mobilität. Am Standort Stuttgart-Feuerbach hat das Technologieunternehmen jetzt mit der Serienfertigung seines Brennstoffzellen-Antriebssystems begonnen. Pilotkunde ist das US-Unternehmen Nikola mit seinem brennstoffzellenelektrischen Lkw, der im dritten Quartal 2023 auf den nordamerikanischen Markt kommen soll. „Auch in unserem Werk mit der längsten Geschichte in Stuttgart-Feuerbach findet Wasserstoff-Zukunft statt“, sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH anlässlich des Bosch Tech Day 2023. „Bosch kann Wasserstoff, und Bosch wächst mit Wasserstoff.“ Das Unternehmen ist entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette aktiv und entwickelt Technik für die Erzeugung und Anwendung. 2030 will Bosch mit seinen Wasserstoff-Technologien einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro erzielen.

„Auch in unserem Werk mit der längsten Geschichte in Stuttgart-Feuerbach findet Wasserstoff-Zukunft statt“ sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH anlässlich des Bosch Tech Day 2023.

Auch bei seinen Lösungen für die Wasserstoff-Wirtschaft setzt Bosch auf einen weltweiten Fertigungsverbund und die Leistungsfähigkeit seiner deutschen Standorte. So liefert das Bosch-Werk in Bamberg für die Feuerbacher Fertigung den Brennstoffzellen-Stack zu. Aus dem Werk Homburg stammen wichtige Systemkomponenten wie unter anderem der elektrische Luftkompressor oder das Rezirkulationsgebläse. „Komplexe Technik wie etwa Brennstoffzellen-Stacks großindustriell vom Band laufen zu lassen, das können nur wenige Unternehmen so wie Bosch. Wir verfügen nicht nur über das benötigte System-Know-how, sondern auch über die Fähigkeit, neue Entwicklungen schnell in großen Serien zu skalieren“, sagte Dr. Markus Heyn, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender von Bosch Mobility. Parallel zu Feuerbach läuft eine Fertigung für das Brennstoffzellen-Antriebssystem auch im chinesischen Chongqing an – hierfür kommen die nötigen Komponenten aus dem Werk in Wuxi. „Bosch ist das erste Unternehmen, das solche Systeme in China und in Deutschland fertigt“, sagte Hartung. Zudem plant Bosch, Stacks für mobile Anwendungen auch im US-Werk Anderson, South Carolina, zu fertigen. Das Unternehmen geht davon aus, dass voraussichtlich 2030 bereits jedes fünfte neue Nutzfahrzeug ab sechs Tonnen weltweit mit einem Brennstoffzellen-Antrieb unterwegs sein wird.

Bosch gestaltet die H2-Wirtschaft mit und nimmt die Politik in die Pflicht

Eine klimaneutrale Welt kann es nur mit Wasserstoff geben – davon ist Bosch fest überzeugt. Entsprechend stark engagiert sich das Unternehmen für den Aufbau einer H2-Wirtschaft und weitet seine Investitionen in Wasserstoff noch einmal aus. Insgesamt investiert Bosch von 2021 bis 2026 nahezu 2,5 Milliarden Euro in die Entwicklung und Fertigung seiner H2-Technologien. Das ist noch einmal eine Milliarde Euro mehr, als es der Investitionsplan für den Zeitraum 2021 bis 2024 vorgesehen hatte. Die geschäftlichen Chancen für Bosch sind groß, ebenso der Beschäftigungseffekt. Schon jetzt beschäftigt das Unternehmen mehr als 3 000 Menschen mit Wasserstoff-Technologien, davon mehr als die Hälfte in Europa. Das Gros der Stellen kann intern besetzt werden, vor allem mit Beschäftigten aus der Bosch-Antriebssparte. Die weiteren Erfolgsaussichten für das Wasserstoff-Geschäft sind jedoch an die politischen Rahmenbedingungen geknüpft. Vor allem Europa muss nach Ansicht von Hartung weit mehr tun, auch um ein Gegengewicht zur starken Dynamik in anderen Weltregionen wie zum Beispiel den USA zu schaffen. Konkret formulierte der Bosch-Vorsitzende vier Forderungen an die deutsche und europäische Politik: „Erstens müssen wir die H2-Erzeugung in der Europäischen Union forcieren, zweitens internationale Lieferketten etablieren und drittens Wasserstoff in allen Wirtschaftssektoren einsetzen.“ Ganz wichtig sei schließlich, dass in Europa schnell Infrastruktur für die Wasserstoff-Verteilung entstehe.

Bosch bietet Technik angefangen bei der Elektrolyse bis hin zum H2-Motor

Bosch jedenfalls ist bereit und bringt wie kein zweites Unternehmen Automotive-Erfahrung in die Wasserstoff-Wirtschaft mit. Gefragt ist das Unternehmen daher auch in der H2-Erzeugung. Anfang 2023 hat bei Bosch der Musterbau für das Elektrolyse-Verfahren mit Protonen-Austausch-Membranen begonnen – das ist die Umkehrung der Energieumwandlung, wie sie in der mobilen Brennstoffzelle stattfindet. Von Herbst an will das Unternehmen 1,25-Megawatt-Funktionsmuster für Pilotanwendungen zur Verfügung stellen und befindet sich auf Kurs für einen Serienstart im Jahr 2025. Für die Nutzung von H2 ist Bosch gleich auf mehreren Pfaden unterwegs. Das Einsatzgebiet der stationären Brennstoffzellen auf Basis der Festoxid-Technologie ist die dezentrale Energieversorgung mit Strom und Wärme. Bei einem Pilotprojekt im Krankenhaus Erkelenz bei Köln will Bosch mit seiner Technik so einen Gesamtwirkungsgrad von 90 Prozent erzielen. Das Kleinkraftwerk arbeitet zunächst mit Erdgas, kann jedoch auf grünen Wasserstoff umgerüstet werden. Neben dem Brennstoffzellen-Antrieb arbeitet Bosch am Wasserstoff-Motor und entwickelt dafür sowohl eine Saugrohr- als auch eine Direkteinblasung von H2. Geeignet ist diese Lösung vor allem für schwere Fahrzeuge, die über längere Zeit mit besonders hohen Lasten unterwegs sind. „Der H2-Motor kann alles, was der Diesel kann, jedoch CO2-neutral. Zudem ermöglicht er einen schnellen und kostengünstigen Einstieg in den mobilen Wasserstoff-Einsatz“, sagte Heyn. Großer Vorteil: Mehr als 90 Prozent bestehender Entwicklungs- und Fertigungstechnologien lassen sich dafür nutzen. Auf den Markt kommt der H2-Motor voraussichtlich von 2024 an. Schon jetzt hat Bosch vier Serienprojekte in allen Teilen der Triade und erwartet bis 2030 sechsstellige Stückzahlen. Auch auf diesem Feld treibt Bosch die Wasserstoff-Wirtschaft mit Hochdruck voran.


VVS-Gesellschafter beschließen Tarifanpassung

0

Stuttgart.| Die im VVS zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen haben in der heutigen Gesellschafterversammlung des VVS eine Tarifanpassung von durchschnittlich 7,5 Prozent beschlossen. Die Tarifanpassung soll zum 1. September 2023 umgesetzt werden.

Hintergrund: Im letzten Jahr sorgte vor allem die Entwicklung der Energiepreise bei Bahnstrom und Dieselkraftstoffen für bisher nicht gekannte Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch steigende Material- und Personalkosten. Die Kostensteigerung von knapp 15 Prozent, die die Verkehrsunternehmen zu tragen haben, wird bei der kommenden Tariferhöhung damit etwa nur zur Hälfte an die Fahrgäste weitergegeben.

Rund drei Viertel aller Fahrgäste sind von der Tarifanpassung aber gar nicht betroffen, weil sie entweder das Deutschland-Ticket für 49 Euro im Monat oder das JugendTicketBW für rund 30 Euro im Monat haben, die beide preisstabil bleiben.


Großer Radsport-Sonntag in Stuttgart und der Region

0

Stuttgart und die Region Stuttgart stehen am Sonntag ganz im Zeichen des Radsports. 2.700 Hobbyfahrerinnen und -fahrer haben sich für das Brezel Race angesagt. Dazu werden 108 Radsportlerinnen zur Premiere des Women’s Cycling Grand Prix erwartet – dem neuen deutschen Klassiker für die weiblichen Profis. Die Veranstaltung wird von der Landeshauptstadt und dem Verband Region Stuttgart gemeinsam mit der Stadt Tamm unterstützt.

18 Mannschaften aus zehn Nationen haben sich zur Erstaustragung des Women’s Cycling Grand Prix Stuttgart & Region angesagt. Gleich zum Renndebüt reisen drei Teams aus der WorldTour in die Region – das vom Weltverband erlaubte Maximum. Neun Mannschaften aus der zweiten Liga, drei Bundesliga- und zwei National-Teams machen die Startliste komplett. Für die Radsport-Fans ergibt sich eine spannende Mischung aus deutschen und internationalen Fahrerinnen.

Profi-Renntag startet in Tamm

Der Profi-Renntag beginnt in Tamm, der jüngsten Stadt Baden-Württembergs. Um 12.10 Uhr fällt in der Bahnhofstraße der Premieren-Startschuss. 104 anspruchsvolle Kilometer durch die Region Stuttgart haben die Streckenplaner zusammengestellt. Zu Beginn der zweiten Rennhälfte wartet der schwerste Anstieg des Tages. Von Gerlingen aus geht es mit 15 Prozent Steigung hinauf zur Schillerhöhe – ideal für Fahrerinnen, die eine frühe Vorentscheidung suchen. Vorbei am Schloss Solitude erreicht das Rennen die Landeshauptstadt und führt zum Zielgebiet am Marienplatz. Nach der ersten Zielpassage in der Hohenstaufenstraße werden noch vier Schlussrunden à fünf Kilometer absolviert. Gegen 15 Uhr steht die erste Siegerin des Women’s Cycling Grand Prix Stuttgart & Region fest.

TV-Übertragung zur Premiere

Bereits vor den Profis läuten die Teilnehmenden des Brezel Race den Sonntag ein. Vom Neckarpark in Bad Cannstatt „brezeln“ sie ab 8 Uhr auf gesperrten Straßen wahlweise über 62 oder 110 Kilometer durch die Region. Wer noch spontan mitfahren möchte, kann sich vor Ort nachmelden. Auch für die Brezel-Race-Fahrerinnen und -Fahrer ist der Marienplatz der große Renn-Abschluss. Hier erwartet die Hobbyathleten, Zuschauer und Fans den ganzen Tag über ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Expo, Bewirtung und Live-Übertragung vom Grand Prix.

Auch wer es nicht an die Strecke schafft, kann den neuen Klassiker live im Fernsehen und Stream verfolgen. Bereits um 14 Uhr beginnt der SWR mit der Live-Übertragung, zeigt die schönsten Bilder aus der Region Stuttgart und dem spannenden Finale in der Landeshauptstadt. Dank der umfangreichen Berichterstattung bis zur Ehrung der Siegerin sind alle Fans über die Grand Prix-Premiere perfekt informiert.

Verkehrsinformationen für den 16. Juli

Der große Radsport-Sonntag ist mit kurzen Verkehrs-Einschränkungen verbunden. Die Auswirkungen solcher Sperrungen, die für die Sicherheit der Sportlerinnen und Sportler notwendig sind, werden so gering wie möglich gehalten. Auf www.brezelrace.de/verkehrsinformation-2023 sind jederzeit alle Informationen zur Verkehrsregelung zu finden. Eine interaktive Karte auf der Website zeigt unter anderem Straßensperrungen, Sperrzeiten, Schleusen und Umfahrungsoptionen am Renntag.

Stimmen zum Radsport-Sonntag in Stuttgart und der Region Stuttgart

Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Stadt Stuttgart, sagt: „Die Kombination von Women’s Cycling Grand Prix und Brezel Race zeigt, wie attraktiver Breitensport und internationaler Spitzensport zusammen begeistern. Mit den Alltagsradlern, Hobbyathleten und Profi-Fahrerinnen steht am Sonntag das Fahrrad im sportlichen Mittelpunkt Stuttgarts. Gemeinsam mit der Region zeigen wir den Sport in seiner ganzen Vielfalt: selbst ‚brezeln‘, Profis hautnah anfeuern oder die schönsten Bilder im TV anschauen. Für jeden Fahrrad-Fan ist etwas dabei.“

Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, sagt: „Tausende Radfahrende werden am Sonntag die Region Stuttgart erleben. Die große Nachfrage nach den Startplätzen zeigt die Begeisterung für die sehenswerten Strecken und das gemeinsame Rad-Erlebnis. Dazu freuen wir uns, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Gastgeber für ein neues Profi-Radrennen zu sein. Mit der Grand Prix-Premiere setzen Stuttgart und die Region Stuttgart auf den aufstrebenden Frauenradsport.“

Martin Bernhard, Bürgermeister von Tamm: „Tamm macht den Auftakt! Mit Schwung schicken wir die Profi-Fahrerinnen zu ihrem ersten Grand Prix bei uns in der Region. Es passt perfekt, dass die jüngste Stadt Baden-Württembergs das jüngste Rennen im Radsport-Kalender zu Gast hat. Tamm freut sich auf den Sonntag.“

Christoph Traub, Vorsitzender der SportRegion Stuttgart, ergänzt: „Die Vorfreude auf ein weiteres Top-Sportereignis in der Region ist groß. Brezel Race und Grand Prix auf gemeinsamen Wegen – das ist ein Sonntag, der ganz im Zeichen des Rades steht. Das Beste ist, dass Jede und Jeder mitmachen kann, ob aktiv beim Selberfahren oder beim Zuschauen in unseren Kommunen entlang der Strecken.“


Beidseitige Fahrbahnverengung erfordert gegenseitige Rücksicht

0

Das Warnschild „Verengte Fahrbahn“ fordert zu besonderer Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme auf. Kommt es an der Verengung zu einer Kollision, haften beide Unfallbeteiligte anteilig für den Schaden, da keiner der seitherigen Fahrstreifen einen Vorrang genießt. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH VI ZR 47/21) hin.

Geklagt hatte eine Frau, die auf einer zunächst zweispurigen Straße den rechten Fahrstreifen befuhr. An der beidseitigen Verengung der Fahrbahn kollidierte sie mit einem LKW, der links neben ihr fuhr. Die Versicherung des Fahrers regulierte den Schaden der Frau zu 50 Prozent. Diese berief sich darauf, dass sie auf dem rechten Fahrstreifen Vorfahrt hatte und der LKW-Lenker sie offensichtlich übersah. Sie verlangte daher vollen Schadenersatz. Ihre Klage wurde jedoch auch vom BGH in letzter Instanz abgewiesen.

Laut dem Urteil hat bei einer beidseitigen Fahrbahnverengung keiner der seitherigen Streifen einen Vorrang. Darauf weist ein Warnschild hin, das in Anlage 1 der Straßenverkehrsordnung als Zeichen 120 aufgelistet ist. Daher müssten sich die nebeneinander Fahrenden an der Verengung rücksichtsvoll darüber verständigen, wer als erstes in die Engstelle einfahren darf. Gelinge die Verständigung nicht, seien sie verpflichtet, im Zweifel jeweils dem oder der anderen den Vortritt zu lassen. Anders sei die Rechtslage dagegen bei einer einseitigen Verengung der Fahrbahn, bei der einer der beiden Fahrstreifen endet, worauf das Warnschild 121 hinweist. In diesem Fall habe der weiterführende Fahrstreifen grundsätzlich Vorrang, wobei jedoch der Spurwechsel nach dem Reißverschlussverfahren ermöglicht werden muss.


MAHLE gewinnt Serienauftrag für Wasserstoffmotoren

0
  • MAHLE beliefert Motorenhersteller DEUTZ mit Komponenten
  • Erster Serieneinsatz in Stationärmotoren ab Ende 2024
  • Weitere Anwendungen im Off-Highway-Sektor, beispielsweise Land- und Baumaschinen, geplant
  • Wasserstoff bietet die Chance, Motoren klimaneutral zu betreiben
  • MAHLE bringt Know-how für Motorsysteme und alternative Kraftstoffe ein
  • MAHLE CEO Arnd Franz: „Ein Meilenstein, um mit Technologieoffenheit und Innovationen Klimaneutralität zu erreichen.“

MAHLE hat vom Motorenhersteller DEUTZ einen Serienauftrag für die Entwicklung und Lieferung von Komponenten für Wasserstoffmotoren erhalten. Dabei handelt es sich um so genannte Power Cell Units, also Einheiten aus Kolben, Kolbenringpaket und Kolbenbolzen, die DEUTZ erstmals ab Ende 2024 in stationäre Wasserstoffmotoren einbauen will. Weitere Anwendungen im Off-Highway-Sektor, wie beispielsweise Land- und Baumaschinen, sind geplant. Diese neuen Motoren lassen sich mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff klimaneutral betreiben, da bei der Verbrennung des Wasserstoffs kein CO2 entsteht. MAHLE arbeitet bereits seit Jahren an Motorsystemen für Wasserstoff und weitere klimaneutrale Kraftstoffe. Dieses Know-how bringt der Stuttgarter Technologiekonzern in das DEUTZ-Projekt ein.

„Wir sehen Wasserstoff als wichtigen Baustein für eine nachhaltige Mobilität besonders im Nutzfahrzeugsektor. Dieses Projekt mit DEUTZ ist ein Meilenstein mit Leuchtturmeffekt, denn es zeigt, dass es neben der Elektrifizierung weitere technologische Hebel gibt, Klimaneutralität zu erreichen“, sagte Arnd Franz, Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung und CEO.

„Um die Welt in Bewegung zu halten, brauchen wir verschiedene technologische Optionen. Wie ein klimaneutraler Bagger oder Mähdrescher aussehen wird, ist noch offen. Für Motoren, die ständig im Einsatz sind und große Lasten bewegen, sind mehrere Optionen möglich. Eine davon ist der Wasserstoffmotor. Unsere erfolgreichen Pilotprojekte zeigen das Potenzial im Nutzfahrzeugbereich. Mit MAHLE haben wir nun einen starken Partner, der uns dabei hilft, Ende 2024 in die Serienproduktion unserer Wasserstoffmotoren einzusteigen“, sagte Dr. Sebastian C. Schulte, Vorstandsvorsitzender von DEUTZ.

Für den Einsatz im Wasserstoffmotor hat MAHLE den Aluminiumkolben und das Kolbenringpaket aus der klassischen Dieseltechnologie adaptiert und weiterentwickelt. Bei der Wasserstoffverbrennung liegt eine wesentliche Herausforderung darin, das Optimum zwischen dem Gasgemisch, das beim Verbrennungsvorgang in das Kurbelgehäuse gedrückt wird, und dem Ölverbrauch zu finden. Die Zuverlässigkeit der Wasserstoff-Komponenten hat der Technologiekonzern bereits umfassend in unterschiedlichsten Motorklassen nachgewiesen.

„Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen wir die Potenziale aller verfügbaren Antriebstechnologien nutzen,“ sagte Franz. Daher setzt sich MAHLE im Rahmen seiner Unternehmensstrategie für Technologievielfalt ein: Neben der Elektromobilität inklusive Brennstoffzelle und dem dazugehörigen Thermomanagement zählt für MAHLE der klimaneutrale grüne Verbrennungsmotor, der mit nicht-fossilen Kraftstoffen wie Wasserstoff betrieben wird, zu den Zukunftstechnologien für einen nachhaltigen Antriebsmix.

Bereits im März 2021 hat der Technologiekonzern am Standort Stuttgart auf 1.400 Quadratmetern Fläche ein neues Prüfzentrum für Wasserstoff-Anwendungen in Betrieb genommen.