Stuttgart 21: Alle Tunnel fertig gegraben

  • 56.256 Meter Tunnel vorgetrieben
  • Historischer Meilenstein des Projekts Stuttgart 21
  • DB-Infrastrukturvorstand Huber: „Arbeit der Mineure ist wesentlich für Mobilitätswende“

Stuttgart, 14. September 2023.| Ein letztes „Glück auf“ im Projekt Stuttgart 21: Die Deutsche Bahn hat sämtliche Tunnel des Projekts erfolgreich vorgetrieben. Insgesamt haben die Mineure rund 56 Kilometer Tunnel gegraben. Mit dem heutigen letzten Tunneldurchschlag im neuen Flughafentunnel ist ein historischer Meilenstein des Projekts Stuttgart 21 erreicht.

Der Abschluss des Tunnelvortriebs wurde heute von hochrangigen Vertretern der Deutschen Bahn, der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, der Europäischen Kommission, des Stuttgarter Flughafens sowie der Baubranche mit weiteren Ehrengästen feierlich begangen.

Berthold Huber, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn: „56 Kilometer Tunnel, gebaut mitten in der Großstadt, unter der Messe, mitten in einem Flughafengelände, unter dem Neckar, unter dem Fernsehturm – die Herausforderungen waren zahlreich. Jetzt ist der Tunnelvortrieb vollendet. Die Mineure können stolz auf sich sein! Ihr Schaffen unter Tage ist wesentlich für die Mobilitätswende, von der Millionen Menschen und der Güterverkehr profitieren.“

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Wer hier vor Ort den Baufortschritt beobachtet, dem erschließt sich unweigerlich ein Eindruck vom Gesamtwerk S21: Hochkomplexe Verkehrsplanung und Ingenieurskunst lassen eine hochleistungsfähige Infrastruktur mit smarter Technik entstehen, von denen die Fahrgäste vor Ort durch mehr und bessere Verbindungen profitieren werden und die uns der nächsten Etappe des Deutschlandtakts einen entscheidenden Schritt näherbringt.“

Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg: „Am Stuttgarter Flughafen und an der Landesmesse entsteht eine Verkehrsdrehscheibe. Alle Verkehrsträger, vom Flugzeug übers Auto, Fernbus, S- und U-Bahn, bis hin zum Fern- und Regionalverkehr, werden hier miteinander verknüpft sein. So kann Verkehrswende gelingen! Deshalb freue ich mich über den Abschluss des Tunnelvortriebs bei S21, damit ist ein wichtiger Meilenstein für die Anbindung des Flughafens Stuttgart erreicht. Unser Dank gilt den Mineuren, Ingenieuren und Planern, denn trotz technischen Fortschritts ist Tunnelbau auch heute noch anstrengend und nicht ungefährlich.“

Herald Ruijters, Direktor Investitionen, Innovativer und Nachhaltiger Verkehr der Europäischen Kommission: „Der letzte Tunneldurchschlag ist ein bedeutender Meilenstein des Projekts Stuttgart 21. Jeder Schritt bringt uns näher zum Ziel: einem modernen, multimodalen Verkehrsknoten in Stuttgart, der nicht nur die Stadt, die Region und das Land verbindet, sondern auch Europa – vom Atlantik im Westen bis zum Schwarzen Meer im Osten. Die neue geopolitische Lage im Osten Europas zeigt, wie sehr solche Projekte und Investitionen notwendig sind, um Europa besser zu vernetzen. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen werden von einem klimaneutralen und zukunftsfähigen Eisenbahnnetz profitieren.“

Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart: „Der Bau der acht Tunnel für das Projekt Stuttgart 21 war wegen der Stuttgarter Kessellage und des Mineralwassers eine riesige Herausforderung für Mineure und Ingenieure, aber auch für Bevölkerung und Anwohnerschaft. Nachdem nun Licht am Ende des achten Tunnels erscheint, gehen wir beim Projekt Stuttgart 21 mit großer Zuversicht auf die Zielgerade.“

Carsten Poralla, Geschäftsführer Non-Aviation der Flughafen Stuttgart GmbH:
„Wir freuen uns sehr, dass wir heute diesen Tunneldurchschlag gemeinsam feiern. Dass beide Tunnelröhren zum Flughafen nun fertiggestellt sind, ist ein Riesenschritt auf dem Weg zum Fernbahnhalt am Flughafen. Als Bauingenieur weiß ich, was die Mineure hier für eine immense Leistung erbracht haben. Der Flughafenbahnhof ist für unsere Verkehrsdrehscheibe von elementarer Bedeutung, denn er verbessert die staufreie und klimaschonende Erreichbarkeit des Landesairports für viele Menschen enorm.“

Jörg Rösler, Mitglied des Vorstands, Strabag SE: „Die Anbindung des Flughafens mit der Messe Stuttgart an die Neubaustrecke Stuttgart–Ulm über diesen Tunnel ist ein wesentlicher Meilenstein im Rahmen des Infrastrukturprojekts Stuttgart 21. Projekte in diesem Umfang lassen sich nur in partnerschaftlicher Zusammenarbeit sowohl mit der Auftraggeberseite als auch in ARGEN, wie zwischen ZÜBLIN, Max Bögl und STRABAG verwirklichen. Für das bisher Geleistete bedanken wir uns bei unserer Auftraggeberin der DB PSU und allen Projektbeteiligten.“

Dr. Arina Freitag, Tunnelpatin und Chief Financial Officer TenneT Holding BV:
„Als Tunnelpatin erfüllt es mich mit großer Freude zu sehen, dass dieses Projekt erfolgreich voranschreitet. Der letzte Tunnel-Durchschlag ist ein bedeutender Meilenstein – nicht nur für Stuttgart, sondern für ganz Deutschland. Wir senden heute ein wichtiges Signal: Der Ausbau der Infrastruktur in Deutschland geht voran. Als frühere Geschäftsführerin der Flughafen Stuttgart GmbH sowie als heutige CFO eines Infrastrukturbetreibers wie TenneT weiß ich um die besondere Bedeutung solcher Vorhaben, denn nur mit einer modernen und leistungsfähigen Infrastruktur sichern wir die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland langfristig und nachhaltig.“

Die Tunnel von Stuttgart 21

Im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 wurden acht Tunnel gegraben, die zum Großteil aus zwei Röhren bestehen:

  • Tunnel Bad Cannstatt
  • Tunnel Feuerbach
  • Tunnel Flughafen
  • Fildertunnel
  • Tunnel Obertürkheim
  • S-Bahn-Tunnel zwischen Haltestelle Mittnachtstraße und der S-Bahn-Station Hauptbahnhof
  • S -Bahn-Tunnel Rosenstein
  • Tunnel Untertürkheimer Kurve

Alle diese Tunnel sind vollständig vorgetrieben. In mehreren Tunneln liegen zudem mittlerweile bereits die Schienen: Mehr als 60 Kilometer feste Fahrbahn wurden bislang eingebaut und reichen teilweise bereits bis an den künftigen Hauptbahnhof heran.

Symbolischer Baustart für die Stuttgart-21-Tunnel war am 4. Dezember 2013 im Tunnel Obertürkheim. Gegraben wurden die Tunnel sowohl mit einer großen Tunnelvortriebsmaschine als auch mit der sogenannten konventionellen Bauweise, das heißt mit Baggern, Sprengungen und Meißeln. Zeitweise wurde mehr als ein Kilometer Tunnel pro Monat vorgetrieben.

Stuttgart 21 ermöglicht weitreichende Verbesserungen des Schienennetzes im Südwesten. Das Projekt schafft die Kapazität für mehr Züge und kürzere Reisezeiten im bundesweiten Fernverkehr sowie im Nahverkehr. Der Regionalverkehr profitiert zudem von vielen neuen umsteigefreien Verbindungen sowie verbesserten Anschlüssen an den Fernverkehr. Zudem ist Stuttgart 21 die Voraussetzung für den Deutschlandtakt im Südwesten.


Bietigheim siegt auch im ersten Heimspiel

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von Bernhard Gaus

Optimaler Start der SG BBM in die 2. Liga. Die Bietigheimer Handballer stehen nach dem 31:25 (14:10)-Erfolg über die Eulen Ludwigshafen nach zwei Spieltagen mit 4:0 Punkten da.

Einen solchen Blitzstart haben die Handballfans in Bietigheim schon lange nicht mehr erlebt, genauer gesagt seit der letzten Aufstiegssaison nicht mehr. Ihre Mannschaft sichert sich nach dem Auftaktsieg bei Eintracht Hagen am Sonntag im Südwest-Derby auch die ersten beiden Heimpunkte. 1445 Zuschauer sehen in der EgeTrans Arena einen Start-Ziel-Sieg der Jungs von Iker Romero.

„Ich habe 60 Minuten lang nie das Gefühl gehabt, dass wir das Spiel gewinnen können“, gab Johannes Wohlrab zu Protokoll. Der neue Eulen-Coach vermisste insbesondere die Tore seiner Rückraum-Recken. Für ihn lieferten Raguse, Trost, Klein und Co. zu wenig. Das lag aber auch an der bärenstarken Defensive der Schwaben, die vor der Pause alles wegräumte. Zudem glänzte Fredrik Genz im ersten Anschnitt mit 9 abgewehrten Bällen, hielt also knapp die Hälfte der Würfe, die sein Tor erreichten.

Der Lohn für die Gastgeber: Eine 14:10-Halbzeitführung, die die Schwaben aus einem 8:7 in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte klarmachten. „Die Niederlage war mit Minus 6 noch im Rahmen und hätte noch deutlicher ausgefallen können, wenn Grupe nicht so gut hält“, betont Wohlrab. Die Bilanz des Eulen-Keepers vor der Pause: 7 von 21 Würfen. Die Chancenverwertung blieb vielleicht das einzige Manko der SG BBM im ersten Abschnitt.

„Wir haben 60 Minuten eine sehr gute Abwehr gespielt, die ganze Mannschaft hat wirklich toll gekämpft“, bestätigte Iker Romero. Und dennoch musste sich der Coach der SG BBM nach eigenen Aussagen verwundert die Augen reiben, als die Eulen nach dem Wechsel den 15:14-Anschluss erzielen. „Wir kämpfen und arbeiten in jeder Situation und dann schaust du auf die Anzeigetafel und es steht nur 15:14“, für Romero ein Beleg für die Qualität des Gegners.

Doch der Anschluss bleibt eine Momentaufnahme. Ludwigshafen spielt seine Angriffe im zweiten Abschnitt permanent mit der numerischen Überlegenheit des zusätzlichen Feldspielers und das zunächst auch erfolgreich. „Wir haben uns herangekämpft, aber auch im 7 zu 6 zu viele Chancen liegen lassen“, analysiert Wohlrab, sieht aber auch die Eingespieltheit des Bietigheimer Kollektivs im Vergleich zu seiner Truppe als großen Vorteil.

Und die Defensive der SG BBM stellt sich mit viel Engagement immer besser auf die Eulen-Taktik ein, hält auch noch in der 49. Minute eine 24:22-Führung und erobert so wieder das Momentum des Spiels. Schließlich strahlt die SG BBM am Sonntag von nahezu jeder Position Torgefahr aus und bleibt damit schwer ausrechenbar. Dominik Claus trifft am Ende achtmal, Kapitän Paco Barthe sechsmal, Fabian Wiederstein gedankenschnell zweimal ins verwaiste Eulen- Nest. Als der eingewechselte Maximilian Hejny mit einem Doppelschlag auf 27:22 (52.) stellt, allerspätestens da biegt die SG BBM auf die Gewinnerspur ein.

Was Coach Iker Romero besonders freuen dürfte: Zweimal gehört die Crunchtime der SG BBM. „Wir waren die letzten 10 Minuten am Ende beider Halbzeiten da“, unterstreicht sich der Spanier. Gerade Stehvermögen und Nervenstärke in der Schlussphase will sich die SG BBM in dieser Saison auf die Fahnen schreiben.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Vlahovic, Michalski, Claus (8), Öhler (1), Wolf (1), Schäfer (4/1), de la Peña (2), Wiederstein (5), Velz, Barthe (6), Hejny (2), Clarius, Pfeifer (2), Fischer.

Eulen Ludwigshafen: Grupe, Urbič; Schaller, Ilic, Raguse, Eisel, Meyer-Siebert, Haider (3), Falk (2), Schwarzer (9/4), Bergner (3), Trost (2), Leun, Manfeldt Hansen, Klein (6).

Zeitstrafen: Wiederstein (12.), Pfeifer (28.), Barthe (38.) – Ilic (21.), Raguse (35.) Siebenmeter: 1/1 – 4/4

Spielverlauf: 5:2 (11.), 8:7 (22.), 12:9 (27.), 14:10 (30.), 15:14 (36.), 19:15 (40.), 22:20 (47.), 27:22 (52.), 30:23 (55.), 31:25 (60.)

Schiedsrichter: Manuel Lier / Jan Lier (DHB Bundesligakader) Zuschauer: 1445 (EgeTrans Arena Bietigheim)


Hansi Flick als Bundestrainer freigestellt

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Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat der DFB GmbH und Co. KG haben heute auf Vorschlag von DFB-Präsident Bernd Neuendorf beschlossen, Bundestrainer Hansi Flick sowie die beiden Co-Trainer Marcus Sorg und Danny Röhl mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben zu entbinden.

Bernd Neuendorf: „Die Gremien waren sich einig, dass die A-Nationalmannschaft der Männer nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen einen neuen Impuls benötigt. Wir brauchen mit Blick auf die Europameisterschaft im eigenen Land eine Aufbruchstimmung und Zuversicht. Für mich persönlich ist es eine der schwierigsten Entscheidungen in meiner bisherigen Amtszeit. Denn ich schätze Hansi Flick und seine Co-Trainer als Fußballexperten und Menschen. Der sportliche Erfolg hat für den DFB aber oberste Priorität. Daher war die Entscheidung unumgänglich.“

Beim Länderspiel am kommenden Dienstag in Dortmund gegen Vize-Weltmeister Frankreich werden Rudi Völler, Hannes Wolf und Sandro Wagner die Nationalelf einmalig betreuen. Ziel ist es, möglichst zeitnah die Nachfolge von Hansi Flick zu regeln.


5. Cargo-Bike-Day in Stuttgart: Nachhaltige Mobilität im Fokus

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Stuttgart.| Der Cargo-Bike-Day auf dem Stuttgarter Karlsplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Lastenrad-Fans. Die 5. Auflage der eintägigen Veranstaltung findet in diesem Jahr am Sonntag, 10. September, von 10 bis 17 Uhr auf dem Karlsplatz statt. Erneut stehen aktuelle Trends und Produkte im Fokus des wachsenden Sektors für nachhaltige Mobilität. Ralf Maier-Geißer, Leiter der städtischen Abteilung „Nachhaltig mobil in Stuttgart“ sagt: „Der Cargo-Bike-Day spiegelt nicht nur die positive Entwicklung wider, dass immer mehr Menschen sich für die praktischen Fahrräder begeistern. Cargo-Bikes bieten auch eine umweltfreundliche Mobilitätslösung im Stadtverkehr ohne Staus und Parkplatzsuche.“ Dank technischer Innovationen sind sie mittlerweile auch robust, handlich und wendig.

Die Stadt Stuttgart fördert diese Entwicklung gezielt, insbesondere durch das E- Lastenrad-Förderprogramm. Seit seiner Einführung im Jahr 2018 haben bereits 1.700 Stuttgarter Familien und Alleinerziehende von dieser Förderung profitiert, und die Zahl wächst kontinuierlich.

Worum geht es beim Cargo-Bike-Day?

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, ein Lastenrad zu erwerben, erhält vor Ort alle wichtigen Informationen zur Förderung sowie zu verschiedenen Lastenrad-Modellen. Für alle, die bereits ein Lastenrad besitzen, ist der Cargo-Bike-Day eine Gelegenheit, sich bei zahlreichen Ausstellern über die neuesten Entwicklungen und Trends zu informieren. Auf dem Veranstaltungsgelände besteht zudem die Möglichkeit, verschiedene E-Lastenräder und E-Trikes zu testen.

Anmeldung zur Cargo-Bike-Olympiade online möglich

Die traditionelle Cargo-Bike-Olympiade findet auch in diesem Jahr statt. Hier können in vier Disziplinen Geschick und Sportlichkeit unter Beweis gestellt werden. Die Anmeldung ist online unter www.cargobike-stuttgart.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hintergrundinformationen zur städtischen E-Lastenradförderung

Die Landeshauptstadt Stuttgart unterstützt den Kauf oder das Leasing eines neuen E- Lastenrades mit einer Grundförderung von 600 Euro. Zusätzlich kann nach drei Jahren

ein Nachhaltigkeitsbonus von 500 Euro beantragt werden, wenn der Haushalt der Familie nach der Grundförderung drei Jahre lang ohne Auto oder mit einem Auto weniger ausgekommen ist. Für Familien mit der FamilienCard erhöht sich die Förderung auf bis zu 1.900 Euro, während Familien mit einer „Bonuscard + Kultur“ sogar bis zu 2.600 Euro erhalten können. Detaillierte Informationen zu den Förderbedingungen und zum Onlineantrag erhalten Interessierte unter: www.stuttgart.de/lastenrad.


Heimpremiere mit Derby-Charakter

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von Bernhard Gaus

Heimspielauftakt für die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim. Am Sonntag (17 Uhr) gilt es für die Jungs von Iker Romero den mit zwei Auswärtserfolgen gelungenen Saisonstart vor den eigenen Fans zu bestätigen. Gegner in der EgeTrans Arena sind die Eulen Ludwigshafen.

Von Null auf Hundert. Den Eindruck hat man bei der SG BBM schon am ersten Spieltag der neuen Zweitligasaison, der im Übrigen viele umkämpfte Partien sah. Oder liegt es einfach am ambitionierten Saisonziel der Schwaben- Handballer, das so gar keinen Spielraum für Laissez-faire lässt, selbst ganz früh in der Saison nicht. Neuzugang Niklas Michalski findet es richtig, dass Iker Romero den Aufstieg als Ziel deutlich kommuniziert hat: „Da gibt es für uns in jedem Spiel nur ein Ziel: Gewinnen.“ Den unbedingten Siegeswillen hat sich der 20-jährige Rechtsaußen auch ganz persönlich auf seine Fahnen geschrieben, das passt nach eigenen Aussagen zu seiner Mentalität. Und der zweite externe Neuzugang der SG BBM, der kroatische Torsteher Filip Baranasic, hat schon die Bedeutung des Saisonauftakts herausgehoben: „Die ersten fünf, sechs Spiele sind sehr wichtig. Wir müssen punkten, dann sieht man, wo die Reise hingeht.“

Der Auftakt verlief schon einmal vielversprechend. Nach dem 30:33-Erfolg in der 1. DHB-Pokalrunde beim EHV Aue legte die SG BBM zum Punktspielauftakt mit einem 26:32-Sieg bei Eintracht Hagen nach. So soll es weitergehen, auch wenn zum Heimspielauftakt mit den Eulen Ludwigshafen ein ganz besonderer Gegner in die Bietigheimer EgeTrans Arena kommt. Die letzten Spiele gegen das im Stadtteil Friesenheim beheimatete Team waren stets umkämpft, immer ein wenig von Süd-Derbycharakter geprägt. Geografisch gesehen gibt es in dieser Saison für Bietigheim keinen näher gelegenen Konkurrenten als das Team vom linken Rheinufer der Metropolregion Rhein- Neckar. Und wer den ersten Heimauftritt der Pfälzer gesehen hat, die Aufsteiger Vinnhorst mit 31:27 Toren niederkämpften, den beschleicht der Eindruck: Das könnte auch diesmal der Fall sein.

Für die Eulen soll es im dritten Jahr nach dem Bundesliga-Abstieg – in der letzten Runde reichte es zu Platz 9 – weiter nach oben gehen. Erst kurz vor Beginn der Vorbereitungsphase wurden die Eulen bei der Trainersuche fündig und konnten Johannes Wohlrab vom Ligakonkurrenten TV Hüttenberg nach Ludwigshafen locken. Der 37-Jährige beerbt Michel Abt, der seinen Vertrag vorzeitig aufgelöst hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Eulen schon namhafte Verstärkungen für die aktuelle Runde an Bord geholt. Unter den sechs Neuen sticht Mex Raguse (kam vom VfL Lübeck-Schwartau) heraus, in der vergangenen Saison einer der stärksten Spieler der Liga auf seiner linken Rückraumposition. Aus Lemgo kommt mit Kian Schwarzer ein quirliger Linksaußen, der sich mit 10 Toren gegen Vinnhorst schon mal an die Spitze der Eulen-Torschützen setzte. Wer beim Namen stutzt, liegt richtig. Hier spielt der Sohn von Ex-Nationalspieler Christian Schwarzer.

Offensive und Defensive der Eulen leben auch nach dem Abgang von Stefan Salger von ihren hoch aufgeschossenen Shootern. Neben Raguse (1,95 m) ziehen auch Sebastian Trost (2,01 m), Julius Meyer-Siebert (2,06 m) und Jannek Klein (1,96 m) gerne aus der Distanz ab. Da sind schnellen Beine in der Bietigheimer Defensive gefordert.

Für den Heimspielauftakt haben sich die Macher der SG BBM Bietigheim etwas Besonderes ausgedacht. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren haben freien Eintritt. Am „Kids Day“ gibt es in der EgeTrans Arena zudem viele Mitmach- Aktionen rund um den Handball.


W&W-Gruppe: Noch nie so viel Azubis wie 2023

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225 junge Menschen haben sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium und für die W&W-Gruppe entschieden. Ein neuer Rekord. 2022 sind 192 gestartet.

Der berufliche Nachwuchs – Im Innendienst sowie Vertrieb – beginnt die Ausbildung beziehungsweise das duale Studium in einem von 17 Berufsbildern. Sie sind beispielsweise als Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen oder als duale Studentin/Student mit vielfältigen Studienschwerpunkten tätig. Weitere junge Menschen beginnen ihre berufliche Karriere bei der W&W-Gruppe mit einem dualen Studium im Bereich Informatik, Sustainable Management oder auch Bank oder einer Ausbildung mit Schwerpunkt Büromanagement.

W&W-Personalvorstand Jürgen Steffan: „Es haben sich so viele Bewerberinnen und Bewerber wie noch nie für uns entschieden. Das freut uns sehr und zeigt, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind, der insbesondere auch junge Menschen anspricht.“

Die Azubis starten ins Berufsleben mit einer Startwoche, die neben Vernetzungstreffen, Schulungen und einem Informationstag zu den einzelnen Produkten beinhaltet.

Die Rekordzahlen erklären sich laut Sina Gerullis-Herrmann, Leiterin Ausbildung, auch damit: „Wir sind auch dieses Jahr wieder als einer der besten Arbeitgeber ausgezeichnet worden. Diesen exzellenten Ruf kennen auch unsere Bewerberinnen und Bewerber. Zudem können wir seit 2023 mit einem hochmodernen Arbeitsumfeld im Campus punkten.“ Der Campus in Kornwestheim zeichnet sich durch moderne Arbeitsplätze für rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Außerdem bietet er ein breites Angebot an Tagungs- und Besprechungsbereichen sowie Gastronomie- und Gesundheitsangeboten.


Neuer Onlinedienst für An-, Ab- und Ummeldung von Fahrzeugen

Das Amt kommt zum Bürger – ab dem 1. September 2023 können alle Zulassungsstellen die volldigitale KfZ-Zulassung nutzen und den Bürgern anbieten. Damit kann man das Auto vom Sofa aus anmelden – und direkt losfahren.

„Wir haben immer gesagt: Das Amt muss zum Bürger kommen und nicht umgekehrt. Diesem Schritt kommen wir jetzt wieder ein ganzes Stück näher. Nach ersten Pilotversuchen im Landkreis Heilbronn können ab 1. September 2023 alle Zulassungsstellen in Baden-Württemberg die volldigitale KfZ-Zulassung nutzen und ihren Bürgern anbieten. Damit kann man das Auto vom Sofa aus anmelden – und direkt losfahren. In Baden-Württemberg werden jährlich 3,55 Millionen Fahrzeuge an, um- oder abgemeldet. Und ab sofort kann das von überall aus im ‚digital Länd‘ in nur ein paar Klicks erledigt werden – der Gang zum Amt entfällt damit komplett“, sagte der Stv. Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl zum Start des neuen Onlinedienstes.

Sofort nach der Online-Anmeldung losfahren

Mit dem Inkrafttreten der neuen Fahrzeugzulassungsverordnung am 1. September 2023 können alle Zulassungsbehörden in Baden-Württemberg den Onlinedienst flächendeckend nutzen und sämtlichen Bürgerinnen und Bürgern die volldigitale KfZ-Zulassung anbieten. Voraussetzung hierfür ist, dass dieser von den zuständigen Zulassungsbehörden aktiviert wurde. Und das Beste: Man kann jetzt auch sofort nach der Online-Anmeldung losfahren. Sind die Nummernschilder bereits vorhanden, kann man diese zunächst ohne amtliche Plakette ans Auto anbringen. Voraussetzung: Nach Abschluss des Zulassungsvorgangs muss nur noch der vorläufige Zulassungsnachweis heruntergeladen sowie ausgedruckt hinter der Windschutzscheibe platziert werden. Der ausgedruckte vorläufige Zulassungsnachweis ersetzt damit die amtliche Plakette, die mit der Post nachgeschickt wird und dann, wenn sie da ist, an die Nummernschilder angebracht werden muss. Zehn Tage ist so die Teilnahme am Straßenverkehr möglich, bis die endgültigen Papiere per Post von der Zulassungsstelle eingetroffen sind. Bei der Online-Zulassung handelt es sich um ein gemeinsames Entwicklungsprojekt des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg, des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr sowie der kommunalen IT-Dienstleisterin Komm.ONE AöR.

Neu ist ebenfalls, dass juristische Personen, also beispielsweise Gewerbetreibende und Verbände, die Online-Zulassung nutzen können. Darüber hinaus wurde für Unternehmen wie Autohersteller und -händler eine spezielle Großkundenschnittstelle entwickelt. Über diese werden umfangreiche Zulassungsanfragen schnell und sicher weitergeleitet und bearbeitet.

Großer Bürokratieabbau

„Wir sorgen damit für einen großen Bürokratieabbau und entlasten Gewerbetreibende. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer smarten Verwaltung und mehr Nutzerfreundlichkeit“, sagte Minister Thomas Strobl.

Um den Dienst zur Online-Zulassung eines Fahrzeugs nutzen zu können, ist für Bürgerinnen und Bürger eine Identifikation mit der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises (eID), des elektronischen Aufenthaltstitels oder der Unionsbürgerkarte erforderlich. Alternativ kann ab dem 1. September 2023 auch das ELSTER-Zertifikat oder für Unternehmen der Zugang über „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) genutzt werden. Für die Abmeldung besteht eine Ausnahme, diese kann auch ohne Online-Ausweis durchgeführt werden. Doch die Online-Ausweisfunktion ist nicht nur für den Onlinedienst der Kfz-Anmeldung notwendig, sondern darüber hinaus für eine Vielzahl von anderen digitalen Verwaltungsleistungen, wie beispielsweise die An- und Abmeldung des Wohnsitzes. Es werden künftig immer mehr Verwaltungsleistungen auch digital verfügbar sein, die eine Identifizierung mit dem Online-Ausweis erfordern. Es ist daher sinnvoll, die Online-Ausweisfunktion zu aktivieren und die PIN sicher aufzubewahren – diese wird bei geringer Nutzungshäufigkeit gerne vergessen – um künftig von den zahlreichen digitalen Verwaltungsleistungen profitieren zu können.


Wolf tötete Schafe in der Gemeinde Todtnau

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Am 20. August 2023 wurden fünf tote Schafe in der Gemeinde Todtnau aufgefunden. Untersuchungen haben nun ergeben, dass die Wolfsfähe GW2407f dafür verantwortlich war.

Fünf tote Schafe in der Gemeinde Todtnau im Landkreis Lörrach sind, wie am 21.August 2023 berichtet, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) am 20. August 2023 gemeldet worden. Die FVA-Fachleute waren vor Ort, um die Situation zu dokumentieren und genetische Proben zu nehmen. Die Auswertung im Senckenberg Zentrum für Wildtiergenetik hat nun die Wolfsfähe GW2407f (Territorium Schluchsee) als Verursacherin identifiziert.

Todtnau liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald

Die Nutztierverbände sowie die Wildtierbeauftragten der Region wurden über den Sachverhalt informiert. Die Gemeinde Todtnau liegt im Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald. Beobachtungen mit Verdacht auf Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden:info@wildtiermonito­ring.de oder 0761/4018-274.


Stuttgart Reds beenden die Saison mit zwei Heimsiegen gegen Hünstetten

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Mit zwei Siegen gegen den Sechstplatzierten der 1. Bundesliga-Gruppe Süd beendeten die Baseballer des TV Cannstatt die Saison 2023, die sie – wie schon im Jahr zuvor – auf Platz 5 abschlossen. Beim 6:0 und 4:2 gegen Hünstetten Storm zeigten vor allem die Pitcher der Stuttgart Reds noch einmal ihre Klasse.

Spiel 1 wurde von José Mendoza als Starting Pitcher begonnen, der die Gäste aus Hessen gut im Griff hatte. Die Reds profitierten im 2. Inning von Fehlern der Storm, die dazu führten, dass Jonas van Bergen den ersten Punkt erlaufen konnte. Durch ein sehr gutes 4. Inning kamen die Reds dann endgültig auf die Siegerstraße. Yannick Witt und Ramon Uhl waren auf den Bases als Fabian Beck ein mustergültiges Double ins Leftfield schlug und beide Runner nach Hause brachte. Ein Walk von Xavi Gonzales, ein Double durch Daniel Abiles und ein Single von Danilo Weber führten zum 6:0.

Für die Reds pitchte inzwischen Johnaikel Acosta, im 7. Inning übernahm Moritz van Bergen. Die drei Werfer der Reds ließen insgesamt nur vier Hits und zwei Walks der Hünstetten Storm zu und sicherten das Shutout, also den „Zu Null“-Sieg. Den „Win“ bekam Johnaikel Acosta zugeschrieben.

Bei perfekten Baseball-Wetter an diesem Nachmittag auf dem Cannstatter Schnarrenberg übernahm Dustin Ward das Pitching in Spiel 2. Auch sein Gegenüber, der Starting Pitcher der Storm, Phil Meyer, ließ zunächst keine gefährlichen Offensivaktionen zu. Und so stand es noch 0:0 als die Reds im 4. Inning in Schwung kamen. Nach einem Single von Dustin Ward, der an diesem Tag auch in der Batters Box mit drei Hits glänzte, und Walks von Daniel Abiles und Benedikt Schäffer waren die Bases „geladen“. Yannick Witt wurde dann von einem Pitch getroffen – 1:0 für die Reds. Ein Single von Ramon Uhl brachte zwei weitere Runner über die Home Plate – 3:0.

Erneut war es im 5. Inning Dustin Ward, der mit einem Base Hit Emil Hundt nach Hause brachte und auf 4:0 erhöhte. Im 6. Inning konnten die Gäste dann die unpräziser werdenden Würfe des Reds-Pitchers nutzen. Durch zwei Walks und zwei Hits verkürzte Hünstetten Storm auf 2:4. Mehr aber auch nicht. Moritz van Bergen sorgte zum zweiten Mal an diesem Tag für die letzten drei Aus und erhielt ein „Save“. Dustin Ward erhielt seinen zweiten „Win“ der Playdowns.


Ordnungsbürgermeister reagiert empört auf Unterstellungen des LINKEN-Stadtrats Pantisano

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Vorwürfe seien „ein Schlag ins Gesicht“ der engagierten Belegschaft

Stuttgart.| Mit Unverständnis reagiert Ordnungsbürgermeister Dr. Clemens Maier auf Vorwürfe von Stadtrat Luigi Pantisano (LINKE), die dieser gegenüber der Presse geäußert hat. Pantisano hatte Mitarbeitenden der Ausländerbehörde unterstellt, dass sie ihren Kundinnen und Kunden oft Ablehnung entgegenbrächten. Mitarbeitende würden ihren Ermessensspielraum zu selten nutzen, um Gesetze zugunsten der Antragstellenden auszulegen. In der Behörde herrsche keine Willkommens-, sondern eine Ablehnungskultur.

Dr. Maier reagiert empört: „Der Vorwurf, in der Ausländerbehörde herrsche eine Ablehnungskultur, ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar und ist ein Schlag ins Gesicht unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden Tag hoch motiviert für unsere ausländischen Mitmenschen da sind. Mit solchen unhaltbaren und beleidigenden Behauptungen erweist Stadtrat Pantisano der Verwaltung zudem einen Bärendienst bei ihrer Suche nach neuem Personal.” Pantisano verkenne, dass Engpässe in der Bearbeitung von ausländerrechtlichen Angelegenheiten maßgeblich auf das Fehlen von Fachkräften und die stetig wachsende Kundenzahl der Ausländerbehörde zurückzuführen seien. Weiter betont Dr. Maier: „Unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten täglich mit höchstem Engagement daran, die Situation zu verbessern. Ideologisch getriebene, unsachliche Polemik hilft ihnen dabei aber nicht weiter.”

Die Stadtverwaltung bekräftigt ihr Eintreten für eine offene und respektvolle Arbeitskultur, die sich für die Belange aller Menschen einsetzt, die in Stuttgart leben. Die Stadtverwaltung appelliert, auf Vorwürfe zu verzichten, die den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Misskredit bringen. Zusammenarbeit und Unterstützung seien der Schlüssel, um die Situation für alle Betroffenen zu verbessern.