Anfang März ist Start des „Virtuellen Bauamts“ im Landratsamt 

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Kreis Esslingen.| Bei der Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren setzt die untere Baurechtsbehörde im Landratsamt Esslingen ab dem 1. März auf die landeseinheitliche Lösung „Virtuelles Bauamt Baden-Württemberg“ (ViBa-BW). Ab diesem Zeitpunkt werden Bauanträge nur noch digital über dieses Serviceportal entgegengenommen.

Der Zugang zum virtuellen Bauamt erfolgt ab dem 1. März einheitlich über den Link https://bw.digitalebaugenehmigung.de/lk-esslingen. Dort werden Bauherren durch das jeweilige Verfahren geführt.

Die Erteilung der Baugenehmigung einschließlich der genehmigten Planung erfolgt vorläufig noch in Papierform. Für Bauherren und Architekten bedeutet dies, dass der vollständige digitale Antrag über ViBa-BW vorübergehend um Planvorlagen in Papierform zu ergänzen ist. Antragsteller werden gebeten, diese per Post direkt an die untere Baurechtsbehörde zu senden.

Bei Fragen rund um das Thema Bauen steht die untere Baurechtsbehörde des Landratsamts den am Bau Beteiligten gerne zur Verfügung unter Telefon 0711 3902-42405, E-Mail: [email protected].


Stuttgart Reds richten die Softball EM 2027 aus

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Das neue Stadion der Baseballer des TV Cannstatt macht es möglich, Gastgeber der Softball Europameisterschaft 2027 zu sein.

Das Damen-Turnier, was mit über 20 Nationen dann in Stuttgart ausgetragen werden wird, wird nicht nur den neuen Europameister krönen, sondern dient zudem auch als Qualifikationsturnier für die ein Jahr später stattfindenden Olympischen Spiele in Los Angeles. “Das hebt natürlich die sportliche Wertigkeit des Turniers nochmals erheblich an”, freut sich der Abteilungsleiter der Stuttgart Reds Christoph Manske über den Bewerbungserfolg der Cannstatter. Im spanischen Malaga tagte dazu vorletztes Wochenende der europäische Kongress. In dem Auswahlverfahren setzte sich Stuttgart dann gegenüber dem Mitbewerber London durch. Die Bewerbungspräsentation hat die Mehrheit des Auswahlgremiums überzeugt und die Vergabe dann an den Deutschen Baseball- und Softballverband übertragen. Über die Nachricht freute sich auch der TV Cannstatt 1846 e.V. Präsident Roland Schmid: “Ich freue mich riesig, dass wir nach einer sehr erfolgreichen Baseball EM 2010 nun 2027 die Softball EM in Stuttgart haben werden. Wir werden ein guter Gastgeber sein und alles dafür tun, dass diese EM ein voller Erfolg werden wird.” Ausschlaggebend war hierzu bestimmt auch das gerade neu eingeweihte Baseballstadion des TVC. In das Stadion wird dann zur EM das etwas kleinere Softballfeld eingebettet. Das Stadion wird einen tollen Rahmen bilden für die Veranstaltung, die rund eine Woche auf mehreren Plätzen auf dem Vereinsgelände dauern wird. Ein genauer Zeitpunkt, wann die EM dann wirklich 2027 stattfinden wird, steht noch nicht fest und muss mit dem Deutschen Fachverband und dem Europäischen Verband zusammen abgestimmt werden. “Heute können wir uns freuen über das Vertrauen, das uns mit der Vergabe des hochwertigsten Damenturniers im europäischen Softball entgegengebracht wird. Ab nächster Woche wird dann Gas gegeben, um die beste EM auf die Füße zu stellen”, so Christoph Manske über die ehrgeizigen Ziele.

Die Softball Bundesligasaison seiner Reds-Damen geht dann am 14. April mit den Heimspielen gegen die Karlsruhe Cougars ab 13:00 Uhr los. Die Reds wollen hier die Südmeisterschaft aus dem Vorjahr wiederholen und um den Deutschen Meistertitel mitspielen.


Bietigheim bleibt gegen Hüttenberg in der Spur

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Das war eine abgeklärte Leistung des Tabellenzweiten. Bietigheim gewinnt sein Heimspiel gegen den chancenlosen TV Hüttenberg mit 39:27 (21:14) Toren. Da auch Potsdam und Hamm-Westfalen am Samstag ihre Spiele gewinnen, bleibt im Dreikampf an der Spitze der 2. Liga alles unverändert. Hüttenberg rutscht auf Platz 13 ab, hält aber noch Abstand zur Abstiegszone.

39 Tore, hohe Wurfeffizienz, starke Abwehr und eine konzentrierte Leistung über die volle Distanz. Am Samstag hat alles Hand und Fuß beim Team von Iker Romero, das zusammen mit den 2011 Zuschauern in der EgeTrans Arena ein Torspektakel feiert. „Wir können mit der Leistung wirklich zufrieden sein“, freute sich Bietigheims Chefcoach. „Unser hohes Spieltempo hat gepasst. Von der ersten bis zur 60. Minute war das sehr fokussiert von uns.“ So zufrieden erlebt man Romero, den Perfektionisten selten. Am Ende eines starken Auftritts seiner Jungs stand der zweithöchste Saisonsieg der Schwaben.

Hüttenbergs Trainer Stefan Kneer spricht nach der Partie einige der aktuellen Baustellen bei den im Jahr 2024 noch punktlosen Mittelhessen an. „Wir haben es nicht geschafft, sehr viel mehr Aggressivität in die Abwehr zu bekommen, um den Gegner müde zu machen. Unser Rückraum ist aktuell nicht in der Verfassung vom Dezember. Bietigheim war uns in Abwehr und Angriff in allen Belangen überlegen.“

Nur mit der ersten Viertelstunde konnte der frühere deutsche Nationalspieler zufrieden sein, weil seine Jungs offensiv dagegenhalten können. Hüttenberg hält beim 10:9 den Anschluss, findet anfangs mit Anspielen an den Kreis die Lücken in der Bietigheimer Defensive. Bis zum Seitenwechsel sollte der Rückstand dann aber schon auf 21:14 Tore anwachsen. „Wir hatten Probleme mit dem Tempospiel von Bietigheim“, sieht Kneer. Bietigheims Tormaschine kommt ins Rollen, die Hausherren stehen in der Abwehr besser als die Gäste und bestrafen deren Ballverluste kompromisslos. Die Wurfquote ist hoch bei der SG BBM. Allen voran bei Linksaußen Alexander Pfeifer, der am Samstag seinen 23. Geburtstag vergoldet und bis zu seiner Auswechslung in der 39. Minute neun Tore erzielt.

„Wir können in der 2. Halbzeit gut durchwechseln, bleiben dennoch weiter gut im Spiel“, stellt Iker Romero fest. Für Fredrik Genz im Tor war beispielsweise nach seiner 13. Parade beim Stand von 30:21 in Minute 47 Dienstschluss. Filip Baranasic kommt, und auch er kann sich auszeichnen. Hüttenberg findet nicht die Mittel, Bietigheims gnadenlose Angriffsmaschine ins Stottern zu bringen. Dominik Claus ist über die komplette Spielzeit nicht auszuschalten, trifft sechsmal. Und Kreisläufer Jonathan Fischer schraubt mit einer Serie in der Schlussviertelstunde seine persönliche Bilanz noch auf sieben Treffer. Erfolgreichster Werfer bei Hüttenberg ist am Ende David Kuntscher mit fünf Toren.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz; Vlahovic, Michalski, Claus (6), Öhler (1), Wolf (3/1), Schäfer (5/3), de la Peña (1), Wiederstein, Velz (4), Barthe (2), Hejny (1), Bader, Pfeifer (9), Fischer (7).

TV Hüttenberg: Kaiser, Rüspeler; Schwarz (3), Kirschner (2/1), Wrackmeyer (1), Ohl, Weber (2), Zörb (2), Reichl (2), Rüdiger (2), Hofmann, Klein (3), Kompenhans (3), Schreiber (2), Kuntscher (5).

Zeitstrafen: Wolf (22., 49.), Barthe (34.), Hejny (55.) – Klein (19.), Zörb (33.), Reichl (36.)
Siebenmeter: 4/5 – 1/1
Spielverlauf: 4:4 (8.), 8:7 (14.), 10:9 (16.), 16:10 (23.), 20:12 (29.), 21:14 (30.), 24:16 (35.), 27:19 (42.), 32:21 (49.), 35:26 (55.), 39:27 (60.)
Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck / Simon Reich (Elitekader)
Zuschauer: 2011 (EgeTrans Arena Bietigheim)


SG holt ägyptischen Nationaltorwart

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Mohamed Aly wechselt zur SG BBM Bietigheim

Bietigheim-Bissingen.| Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim hat sich zum Ende der Transferfrist der aktuellen Saison nochmals verstärkt. Der ägyptische Nationaltorhüter Mohamed Aly wechselt vom spanischen Erstligisten BM Logrono bis zum Sommer zu den Schwaben. Er stößt in der nächsten Woche zu seiner neuen Mannschaft.

„Ich bin gespannt darauf, im Handball-Land Deutschland und für die SG BBM Bietigheim in einer der stärksten Ligen der Welt zu spielen. Natürlich gebe ich mein Bestes, damit wir unser Ziel „Erstligaaufstieg“ gemeinsam erreichen“, blickt Mohamed Aly seiner neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen.

Mohamed Aly kommt mit einem besonderen Erfolgserlebnis im Gepäck – Ende Januar gewann er mit Ägypten die Afrika-Meisterschaft. Im Finale gegen Algerien entschärfte der Schlussmann dabei rund zwei Drittel der gegnerischen Würfe und avancierte zum Matchwinner. Seine Vereinskarriere verbrachte der 31- Jährige hauptsächlich in der ägyptischen Hauptstadt Kairo, ehe er 2021 nach Europa wechselte. Von seiner ersten Station in Angers in Frankreich führte sein Weg ein Jahr später in die spanische erste Liga. Dort entwickelte sich Aly schnell zu einem der besten Torhüter der Liga. Seine Klasse will der 1,90 m große Keeper nun auch in Deutschland zeigen und sich bestens auf die Olympischen Spiele im Sommer vorbereiten. Mit dem ägyptischen Nationalteam, Olympiavierter 2020, kämpft er um die Medaillenplätze.

„Ich bin sehr froh, dass uns Mohamed ab sofort verstärkt. Gleichzeitig bin ich aber sehr zufrieden mit den bisherigen Leistungen unserer Torhüter. Wir alle haben ein großes Ziel vor uns und jeder weiß um die Wichtigkeit der Torhüterposition. Daher wollten wir nicht riskieren, auf einen Ausfall von Freddy oder Filip nicht reagieren zu können. Dass sich nun die Möglichkeit ergab, solch einen Spitzenkeeper zu verpflichten, ist natürlich ein Glücksfall für uns“, erläutert SG-Cheftrainer Iker Romero die Hintergründe des Transfers.

Die SG gab vor der Saison das ambitionierte Ziel aus, in die stärkste Liga der Welt zurückzukehren. Nach 21 von 34 Spielen stehen die Bietigheimer auf einem Aufstiegsplatz und haben bereits 34 Punkte auf dem Konto, die meisten in der Zweitliga-Geschichte der SG zu diesem Zeitpunkt. Damit hat das Team bisher Großartiges geleistet und gibt alles, dies fortzusetzen – mit Mohamed Aly, über dessen Transfer auch SG- Geschäftsführer Bastian Spahlinger glücklich ist: „Wir sind stolz, dass sich mit Mohamed Aly der ägyptische Nationaltorwart für einen Wechsel zu uns entschieden hat. An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank für die zusätzliche Unterstützung einiger unserer Sponsoren, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.“


Handels- und Gastronomie-Immobilien im Fokus

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6. City-Dialog mit OB Nopper und Stakeholdern aus Wirtschaft und Interessensverbänden der Innenstadt

Stuttgart.| Wie in vielen anderen Städten befindet sich Stuttgarts Innenstadt momentan in einem andauernden Transformationsprozess. Welche Bedeutung Handels- und Gastronomie-Immobilien dabei haben und vor welchen Herausforderungen sie aktuell stehen, darüber diskutierten rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Interessensverbänden beim 6. City‐Dialog. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hatte zu diesem Treffen ins Stuttgarter Rathaus eingeladen.

OB Nopper erklärte einführend, weshalb es nach seiner Einschätzung auch in turbulenten Zeiten Anlass für einen optimistischen Blick auf die Entwicklung der Stuttgarter Innenstadt gebe. Die Frequenz auf der Königstraße sei von 2022 auf 2023 um 30 Prozent gestiegen und habe zuletzt sogar über dem Vor-Corona-Jahr gelegen. Nopper blickte zurück auf große städtebauliche Aufwertungen der vergangenen Jahre, etwa im Dorotheenquartier. Mit dem Haus des Tourismus am Marktplatz, der Revitalisierung des Areals Königstraße 1-3 durch die LBBW Immobilien und mit dem neuen Bahnhof erhalte Stuttgart in sehr naher Zukunft „weitere hoch attraktive Stadtbausteine“. Im März werde an der Ecke Eberhardstraße/Steinstraße der Grundstein für das Vier-Giebel-Haus gelegt, das Anfang 2026 fertiggestellt sein solle. „Wir als Stadtverwaltung wollen mit Ihnen darüber sprechen, wie wir Hürden aus dem Weg räumen können und als Stadt diesen Weiterentwicklungsprozess unterstützen und flankieren können.“

Baubürgermeister Peter Pätzold unterstrich, wie wichtig es sei, die Stuttgarter Innenstadt zu beleben. „Sie ist das Zentrum der Stadt und das Zentrum der Region und dort wollen wir weiterhin auch Handel haben, flanieren können, einkaufen können, Kultur genießen, essen und trinken können. „Das Erfreuliche ist, dass wir weiterhin eine gewisse Dynamik in unserer Stadt haben“, so Pätzold. „Das bedeutet aber natürlich auch Baustellen.“ Auch wenn viele Klagen darüber zu hören seien: „Ich muss Ihnen sagen, dass ich froh bin, dass wir so viele Baustellen haben.“ Als Beispiel führte er die städtebauliche Entwicklung hinter dem Rathaus an, auf dem Areal der ehemaligen Rathauspassage und dort, wo sich heute das Designhotel Emilu befinde. „Es freut mich auch, dass dieser alte Spruch, dass wir uns dauernd abreißen, widerlegt wurde. Natürlich reißen wir an der einen oder anderen Stelle ab, aber wir entwickeln diese Stadt weiter.“

Bernhard Grieb, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, berichtete über das erste Treffen des Arbeitskreises City-Dialog, das im Herbst 2023 zum Thema Meinungsbildung und Image stattfand. Grieb sagte: „Die Lage der Innenstadt ist aktuell sehr ambivalent: Wir haben hohe Passanten-Frequenzen, aber auch berechtigte Sorgen um die Zukunft unserer Innenstadt. Der City-Dialog hilft uns dabei, die Herausforderungen von allen Seiten zu beleuchten und verschiedene Standpunkte zu diskutieren. Wir wollen den Fokus auf unsere Stärken legen und Stuttgarts Außenwirkung über die Grenzen hinaus stärken: Stuttgart ist immer noch die Innovationsmetropole und ein Tourismus-Magnet für eine ganze Region, was wir auch mit unser neuen Standortmarke NEW Stuttgart unterstreichen.“ Zum Thema Zwischennutzung, wie sie aktuell beim Kaufhof-Gebäude diskutiert wird, ergänzte Grieb: „Die Herausforderung ist immer, dass technische und baurechtliche Anforderungen zur geplanten Nutzung passen müssen. Was das Kaufhaus in der Eberhardstraße betrifft, so können sich Interessierte mit entsprechenden Nutzungskonzepten und Betreibermodellen für eine Zwischennutzung bei der Wirtschaftsförderung melden.“

Der Leiter der Abteilung Stadtentwicklung Hermann-Lambert Oediger gab einen kurzen Impuls zum Bundesförderprojekt AKUT und den daraus möglichen Aktivierungs- und Transformationsstrategien für die Stuttgarter Innenstadt. Michael Bräutigam, Geschäftsführer von Colliers International, sprach über die Herausforderungen für Investoren im aktuellen Marktumfeld. City-Manager Sven Hahn hob die große Bedeutung des Engagements dieser privaten Investoren hervor. „Das Tempo des Wandels in der Innenstadt beschleunigt sich zunehmend“, sagte er. Aufgrund dieses Wandels kämen über 100 zusätzliche Bauaufträge aus den Betrieben der Innenstadt auf die Stadtverwaltung zu. „Daher ist es wichtig, so schnell wie möglich damit zu beginnen, die Bauverfahren zu beschleunigen.“

Die Leiterin des städtischen Baurechtsamts Kirsten Rickes verwies darauf, dass ihr Amt an die Vorgaben der baden-württembergischen Landesbauordnung gebunden sei. Manches, was in München möglich sei, sei in Stuttgart leider nicht möglich. Intern laufe in ihrem Amt eine Organisationsuntersuchung, welche Möglichkeiten die Stadtverwaltung habe, um Bauantragsverfahren zu optimieren. Wirtschaftsförderer Grieb kündigte an, mit dem Digitalen Amt zu klären, ob in diese Organisationsuntersuchungen auch die Perspektive betroffener Unternehmen aus der Innenstadt mit einbezogen werden könnten.

OB Nopper schloss den 6. City-Dialog mit dem Vorschlag, gemeinsam mit Handelsverband, DEHOGA, IHK und anderen Akteuren aufs Land zuzugehen „mit dem Ziel der Vereinfachung und Beschleunigung von Baugenehmigungsverfahren und Nutzungsänderungsverfahren“.


Solarpower auf dem Balkon richtig versichern

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Balkonkraftwerke liegen im Trend. Ihre Verbreitung wird sich weiter beschleunigen, zumal die Bundesregierung das Ziel hat, bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 80 Prozent zu erhöhen. Die Württembergische Versicherung informiert über den passenden Versicherungsschutz solcher Balkonanlagen.

Bereits seit 2023 können sich Bürgerinnen und Bürger über Erleichterungen im Bereich Photovoltaik freuen. So fällt beispielsweise beim Kauf von Balkonanlagen keine Mehrwertsteuer mehr an. Zahlreiche Gesetzesänderungen sollen künftig helfen, Bürokratie abzubauen und den Bau und den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen zu beschleunigen. Dazu zählen beispielsweise folgende Maßnahmen:

  • Die Anmeldung beim Netzbetreiber fällt weg. Es reicht die Eintragung ins Marktstammdatenregister, und diese soll deutlich einfacher und weniger umfangreich sein als zuvor.
  • Alte, nicht digitale Stromzähler dürfen übergangsweise weiterverwendet werden. Der Einbau eines neuen Zweirichtungszählers ist vorerst nicht notwendig. Die alten, sogenannten Ferraris-Zähler drehen sich bei der Stromeinspeisung durch das Balkonkraftwerk einfach rückwärts.
  • Statt bisher 600 Watt darf eine Balkonanlage seit Januar 2024 eine Leistung von bis zu 800 Watt einspeisen.
  • Um eine noch einfachere Installation zu gewährleisten, sollen zukünftig auch Balkonsolaranlagen mit Schuko-Steckern ermöglicht werden. Solche Bestimmungen werden jedoch über technische Normen geregelt und nicht über Gesetze. Daher muss der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) die aktuelle Norm noch überarbeiten.

Wer eine private Balkonanlage außen fest mit dem Wohngebäude oder dem Geländer verbunden anbringt, kann diese über die Wohngebäudeversicherung versichern. Eine andere Möglichkeit ist die Absicherung über die Hausratversicherung, wenn Mieterinnen und Mieter oder Eigentümerinnen und Eigentümer einer selbstbewohnten Wohnung die Anlage auf eigene Kosten anschaffen. Mit einer Privat- bzw. Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist man abgesichert, wenn durch die Balkonanlage Schäden an fremdem Eigentum entstehen oder Personen zu Schaden kommen.

Die Württembergische Versicherung empfiehlt allen, die ein Balkonkraftwerk anschaffen wollen oder angeschafft haben, das Thema Versicherungsschutz mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern ihrer Versicherung zu klären.


Kabarettist HG. Butzko zu Gast im Theater An der Halle

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Ostfildern.| Am Freitag, 23. Februar, 21 Uhr zieht der Kabarettist HG. Butzko in seinem aktuellen Programm „ach ja“ im Theater an der Halle Bilanz.

Wer kennt nicht den Spruch: „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen“? Aber mal ehrlich, damit war doch nicht gemeint, dass die Blagen das ernst nehmen, die Leihgabe zurückfordern, und bloß, weil wir über unsere Verhältnisse gelebt haben, keinen Kredit mehr gewähren. Da stellt sich doch die Frage: Wie konnte es nur so weit kommen?

Jetzt wagt er einen Blick in die Mahnbescheide des letzten Vierteljahrhunderts und da zeigt sich: Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen und abzurechnen mit den Tricksern und Täuschern, den Blinden und Blendern, den Gewählten und Wählern. Und deswegen beleuchtet der Gelsenkirchener Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts noch mal alle Lügen, Vertuschungen und falschen Versprechungen der letzten 25 Jahre aus Politik, Wirtschaft und Medien. Also nicht alle.

Karten im Vorverkauf 19,50 Euro/ermäßigt 16 Euro, Abendkasse 21,50 Euro/ermäßigt 18 Euro im Ticketservice im Stadthaus, Telefon 0711 3404-144 und an der Halle, Telefon 0711 3404-800 oder auf reservix.de.


Alexander Pfeifer verlängert bei der SG BBM

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Weiterer Stammspieler bleibt

Bietigheim-Bissingen.|In diesen Wochen zeichnet sich ab, dass Zweitligist SG BBM Bietigheim mit viel personeller Kontinuität an seinem Kader für die kommende Saison arbeitet. Jetzt hat auch Linksaußen Alexander Pfeifer seinen Vertrag um zwei weitere Spielzeiten verlängert.

„Ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt Pfeifer zur Vertragsverlängerung und zu den Rahmenbedingungen in Bietigheim-Bissingen. „Der Trainer gibt mir das Vertrauen und die Einsatzzeiten. Wir haben aktuell die Riesenchance in die 1. Liga aufzusteigen.“ Damit könnte für Alexander Pfeifer ein Kindheitstraum in Erfüllung gehen. „Die 1. Liga war schon als kleiner Junge immer das Größte für mich, was man sich vorstellen konnte“, so der Rechtshänder, der bei der Odenwälder HSG Rodenstein mit dem Handballspielen begonnen hatte.

Es ist mit Blick auf das Ranking wenig verwunderlich, dass der Wohlfühlfaktor beim aktuellen Tabellenzweiten der 2. Liga groß ist. Linksaußen Alexander Pfeifer wird im Sommer in seine vierte und fünfte Spielzeit bei den Schwaben gehen. Der 22-jährige frühere Jugend-Nationalspieler und U19-Vize- Weltmeister war 2021 vom TV Großwallstadt zur SG BBM gewechselt. Das große Talent hat sich in dieser Zeit enorm entwickelt und ist in der Formation von Iker Romero mittlerweile eine feste Größe. In der aktuellen Saison überzeugt der zum Spieler des Monats Oktober in der 2. HBL gewählte Linksaußen u.a. mit bislang 75 Saisontoren und einer Wurfquote von 73 Prozent.

„Es geht immer noch besser“, bleibt aber sein Motto. Deshalb steht auf seinem persönlichen Entwicklungsplan: zusätzliches Wurftraining, wo immer es geht. „Mein Ziel ist es, eine Wurfquote von rund 80 Prozent zu bekommen und die Freiheiten zu haben, im Wurf alles machen zu können.“ Daneben arbeitet Pfeifer auch an seinen Defensivqualitäten. „Was uns aktuell auszeichnet, ist die Mannschaftsleistung. Iker Romero geht einen super Weg mit uns und bringt jeden einzelnen auch mental nach vorne. Die Rückmeldungen, ob positiv oder negativ, kommen direkt. Das schätze ich sehr“, unterstreicht der 1,84 m große Flügelspieler.

Auch SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger freut sich über die Vertragsverlängerung: „Als Alex 2021 zu uns kam, war er ein Riesen-Talent, unter Iker ist er zu einem gestandenen Bundesligaspieler gereift. Seine Dynamik, Sprungkraft und Wurfvariation sind beeindruckend, auch sein Abwehrverhalten hat er deutlich verbessert, was ihn zu einem der besten Linksaußen der Liga macht. Wenn Alex so weiterarbeitet, liegt eine große Karriere vor ihm.“


Stuttgart will schwächelndem Wohnungsbau in schwierigen Zeiten entgegenwirken

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Die Wohnungsbauaktivitäten in ganz Deutschland sind stark rückläufig. Schon im vergangenen Jahr hatte die Landeshauptstadt Stuttgart deswegen dem Eigenkapital der städtischen Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) 200 Millionen Euro zugeführt. Damit sollen auch in Zeiten gestiegener Kosten für Baufinanzierung und Gebäudeerstellung bis zum Jahr 2027 1.890 neue SWSG- Wohnungen mit fairen und bezahlbaren Mieten entstehen. Kurz vor dem Abschluss stehen dabei die Keltersiedlung in Zuffenhausen mit 180 Wohneinheiten (WE) sowie die Umnutzung des früheren Bettenhauses am Bürgerhospital mit 136 Wohnungen. Kurz vor Baubeginn stehen u.a. die Projekte in der Böckinger Straße in Zuffenhausen (420 WE) und im Teilgebiet 6 auf dem Hallschlag (320 WE). Die SWSG hat mit diesem Neubauprogramm deutschlandweit auf den Wohnungsbau bezogen eine der höchsten Neubauquoten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften.

Die Stadt stellt jetzt zusätzliches Geld zur Verfügung, um den Bau neuer Sozialmietwohnungen mit 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche zu unterstützen. Hierfür werden im Doppelhaushalt 2024/2025 acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit kann der Bau von rund 400 neuen Sozialmietwohnungen mitfinanziert werden. Darüber hinaus unterstützt die Stadt mit weiteren Mitteln auch Wohnungsunternehmen, wenn sie die Belegungs- und Mietpreisbindungen bei bestehenden Wohnungen verlängern. Mit diesem Gesamtpaket unterstützt die Stadt Stuttgart den sozialen Mietwohnungsbau wie nur wenige andere Städte in ganz Baden-Württemberg.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper geht davon aus, dass im Paket mit der Wohnungsbauförderung des Landes im extrem schwierigen Umfeld für die Wohnungswirtschaft Wohnungsbauvorhaben angeschoben werden können oder zumindest die Umsetzung von laufenden Wohnungsbauprojekten ermöglicht wird. Auch für die Förderung der energetischen Gebäudesanierung wurden im Doppelhaushalt 2024/2025 zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind dies weitere 55 Millionen Euro. Damit können die Mietnebenkosten reduziert werden.

Mit der privaten Wohnungswirtschaft wurde zudem ein Kompromiss erzielt – in der Frage, wie viele Sozialwohnungen bei einer Wohnungsbaumaßnahme entstehen müssen, wenn durch die Stadt neues und ein höherwertiges Baurecht geschaffen wird. Zukünftig sollen 30 Prozent der neuen Wohnungen in diesen Konstellationen Sozialmietwohnungen sein. Bisher waren dies 20 Prozent. Darüber hinaus müssen die Mieten bei 10 Prozent der neuen Wohnungen preisgedämpft, also unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, angeboten werden. Alternativ können auch 10 Prozent der neuen Wohnungen preiswerte Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen für mittlere Einkommen sein. In der Summe wären dies Vorgaben für 40 Prozent der neuen Wohnungen. Der Gemeinderat, der ursprünglich eine Sozialquote von 50 Prozent gefordert hatte, wird in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen am 23. Februar über diesen Kompromiss befinden.

OB Nopper sagt: „Der Wohnungsbau ist bundesweit ins Stocken geraten. Daher ist es ein positives Zeichen, dass sich Stadt und Wohnungswirtschaft auf eine engere Zusammenarbeit verständigt haben. Die Stadt investiert in den Bau neuer und bezahlbarer Wohnungen sowie in die Sanierung bestehender Wohnungen. Wir wollen die Interessen der Wohnungssuchenden, der Wohnungswirtschaft und der Stadt zusammenbringen – unter Berücksichtigung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte des Wohnens.“

Jürgen Oelschläger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Stuttgarter Wohnungsunternehmen, betont: „Die Rahmenbedingungen für den Bau neuer Wohnungen sind derzeit alles andere als einfach. Dennoch bekennen wir uns zu Stuttgart als Standort und möchten in unserer Stadt investieren. Die Unterstützung der Stadt ist dabei ein wichtiges Signal.“

Bettina Klenk, Vorständin Wohnen des Verbandes der Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. (IWS) und damit Vertreterin vor allem der privaten Bauträger, fügt hinzu: „Die Stadt ist auf uns angewiesen und wir sind auf die Stadt angewiesen, wenn es um den Wohnungsbau in Stuttgart geht. Eine eigene Immobilie ist nach wie vor eine gute Form der Altersversorgung. Darüber hinaus werden Mietwohnungen dringend benötigt. Ich bin daher sehr zufrieden, dass wir in konstruktiven Gesprächen mit der Stadt nun für alle Marktteilnehmenden den Zugang zu städtischen Grundstücken ermöglichen können.“


Waspo zu stark für Ludwigsburg

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Die SVL-Wasserballer haben im Bundesligaspiel gegen den Tabellenführer Waspo Hannover eine bessere Leistung gezeigt als in der Pokalpartie gegen Spandau vor einer Woche. Ludwigsburg hat am Samstag im Sportbad Stuttgart aber trotzdem mit 9:20 verloren.

Unmittelbar vor dem Anpfiff der Partie gegen den Tabellenführer Waspo Hannover am Samstagnachmittag im Sportbad Stuttgart sagt der SVL-Trainer Raul de la Pena: die Ausgangslage sei klar. Der Erste gegen den Siebten. Hannover sei der Favorit, „aber wir müssen unsere Chancen nutzen und besser spielen“. Besser als i n der Pokalpartie vor einer Woche in Berlin gegen den Rekordmeister Spandau (20:5).

16 Uhr, der Anpfiff. Zunächst drei Treffer auf jeder Seite, leider die drei Ludwigsburger nur an den Pfosten, die Waspo-Treffer indes landen im Ludwigsburger Tor. Schon nach wenigen Minuten steht es also 0:3. Nach einem missglückten Angriff des SVL ist der Ball schnell wieder bei Waspo – und es steht 0:4. Und der nächste Lattentreffer der Heimmannschaft. Ludwigsburg hat ein bisschen Pech. Den Spieler unterlaufen zu Beginn der Partie immer wieder auch dumme Ballverluste und die Schüsse aufs Tor des Gegners sind zu unpräzise. Zu viele Chancen werden vertan. Kurz vor dem Ende des Viertels fällt das 0:5.

Das zweite Anschwimmen geht wieder an den SVL. Ein schöner Schuss von Sergio Prieto Hernandez, Parade des Waspo-Keepers. Dann der erste Treffer für Ludwigsburg, Zoran Bozic macht das 1:5. Überzahl Ludwigsburg. Angriff, doch dieser Schuss geht – wieder mal – direkt in die Arme des Torwarts. Auf der anderen Seite ein präziser Schuss. Treffer Waspo zum 1:6. Und der SVL mit dem nächsten Pfostentreffer. Hannover ist einen Klasse besser – und macht kurz vor dem Halbzeitpfiff das 1:7.

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle ist mit dem zweiten Viertel (1:2) einigermaßen zufrieden. Jetzt sollte und werde Ludwigsburg aber nachlegen, sagt Dieter. Gleich zu Beginn dieses Viertels eine top Chance für Timotej Filo für den SVL, leider vertan. Überzahl SVL, Auszeit SVL. Ein schöner Spielzug – und Sergio macht den Anschlusstreffer für Ludwigsburg. 2:7. Angriff von Waspo abgewehrt, der SVL-Trainer ruft: „weiter, weiter, weiter“. Zoran macht tatsächlich postwendend das 3:7. Und Dieter strahlt, was wohl heißen soll: „Hab’ ich doch gesagt, dass jetzt Tore fallen.“ Leider fällt im Gegenzug auch das 3:8 für Hannover – und wenig später das 3:9. Unterzahl SVL – und der nächste Treffer für Waspo. 3:10. Joel Dolz Morillo macht das 4:10 für Ludwigsburg. Doch sofort danach fällt das 4:11. Schöne Parade des SVL-Torwarts Max Vernet Schweimer, ein weiter Abwurf und ganz sch nell erzielt der SVL-Kapitän Nino Blazevic das 5:11. Fast ebenso flott aber fällt auf der anderen Seite das 5:12. Die Zuschauer sehen jetzt ein richtig munteres Spiel mit einigen Paraden und weiteren Lattentreffern auf beiden Seiten.

Das letzte Viertel. Waspo vergibt eine Topchance, Zoran schnappt sich den Ball, schwimmt vors gegnerische Tor: Treffer zum 6:12. Aber wie so oft in dieser Partie: im Gegenzug der nächste Treffer für Hannover. 6:13. Dann wieder Sergio. Der SVL-Goalgetter macht das 7:13. In der zweiten Minute dieses Viertels fällt das 7:14. Wieder eine top Parade von Max, Überzahl SVL – und Tobias Bauer macht für Ludwigsburg das 8:14. Waspo 8:15. Foul SVL, Strafwurf und Treffer Waspo. 8:16. Bald das 8:17 und das 8:18. Sergio verkürzt auf 9:18. Parade Max. Unterzahl SVL, Treffer Waspo. 9:19. Noch eine Minute auf der Uhr, Waspo macht das 9:20.

Ende einer Partie, von der viele SVL-Spieler kurz nach dem Abpfiff sinngemäß sagen: Ein Schritt nach vorne. Dieter Gscheidle erklärt, die mittleren beiden Viertel sein ganz gut gewesen. Raul de la Pena sagt, sein Team habe besser gespielt als vor einer Woche, „aber noch nicht gut genug“. Viel zu viele Chancen sein liegen gelassen worden. „Wir treffen aus fünf Metern nicht, Waspo zu oft auch aus zehn Metern.“

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel spricht von „einer Steigerung“ und erwartet, dass Ludwigsburg in den nächsten Spielen gegen die White Sharks, gegen Potsdam und gegen Krefeld punktet. Der SVL-Kapitän Nino Blazevic sagt: „Wir hätten besser spielen können.“ Okay, das Ergebnis sei enger als im Hinspiel, aber „wir müssen aufwachen – und weiter trainieren“. Der Ludwigsburg Torwart und Nationalspieler Max Vernet Schweimer sagt: „Wir haben gegen Waspo nicht ganz schlecht gespielt.“ Neun Tore geschossen, das sei okay. In der Verteidigung indes haben oft die Aggressivität und Struktur gefehlt. Zoran Bozic erklärt: „Uns haben die Ideen gefehlt, wir hätten das Spiel enger gestalten können.“ Die im März und April anstehenden Spiele „können und werden wir gewinnen“. Auch Tobias Bauer erklärt: „Die nächste Spiele müssen sitzen.&ldquo ; Und Ivo Dzaja rechnet ein bisschen: Wenn die anstehenden Partien gewonnen werden, dann solle es reichen für Platz vier oder Platz fünf – und das wäre gut für die Play-Offs.

Das nächste Wochenende ist spielfrei. Am 2. März tritt der SVL in Hannover gegen die White Sharks an.