Land fördert Hebammenkreißsäle in den Frauenkliniken

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Das Land fördert die Weiterentwicklung und den Ausbau von Hebammenkreißsälen in den Frauenkliniken von Baden-Württemberg. Seit November 2023 haben sukzessive neun Krankenhäuser damit begonnen, die entsprechenden Strukturen auf- und auszubauen.

Um Hebammenkreißsäle in Baden-Württemberg weiterzuentwickeln und auszubauen, stellt das Land seit Sommer 2023 Fördergelder in Höhe von insgesamt rund 500.000 Euro zur Verfügung. Seit November 2023 haben sukzessive neun Krankenhäuser damit begonnen, die entsprechenden Strukturen auf- und auszubauen. Hebammenkreißsäle bieten die Möglichkeit einer interventionsarmen Geburt, während zugleich eine medizinische Betreuung im Hintergrund vorhanden ist. Die Selbstbestimmung und Wahlfreiheit der Frauen stehen dabei im Vordergrund“, erläuterte Gesundheitsminister Manne Lucha anlässlich der Bekanntgabe der ersten geförderten Projekte am Freitag, 16. Februar 2024, in Stuttgart. Mit der Landesförderung wird eine weitere Maßnahme aus dem Runden Tisch Geburtshilfe aus der letzten Legislaturperiode umgesetzt. Ziel ist es, dass das Angebot der Hebammenkreißsäle in Baden-Württemberg stärker in die Fläche gebracht wird.

Hebammenkreißsaal ergänzt geburtshilfliches Angebot einer Klinik

Ein Hebammenkreißsaal ist ein geburtshilfliches Angebot in einer Klinik, bei dem Hebammen gesunde Frauen nach einer unauffälligen Schwangerschaft während der Geburt betreuen. Die Hebammen arbeiten dort selbstständig und eigenverantwortlich. Dabei ist eine gute und enge Kooperation mit dem Ärzte-Team notwendig. Entsprechende Angebote gibt es bereits an einigen Klinikstandorten in Baden-Württemberg. Ein Hebammenkreißsaal erweitert dabei das geburtshilfliche Angebot in einer Klinik, der ärztlich geleitete Kreißsaal soll nicht ersetzt werden.

Geförderte Hebammenkreißsäle

Die Einführung neuer Hebammenkreißsäle wird mit jeweils bis zu 50.000 Euro in den folgenden Kliniken gefördert:

  • Alb Fils Kliniken GmbH – Klinik am Eichert in Göppingen
  • Universitätsklinikum Freiburg
  • Universitätsklinikum Ulm
  • Klinikum Hochrhein GmbH, Waldshut
  • Vinzenz von Paul Kliniken gGmbH Marienhospital Stuttgart
  • Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH
  • Ortenau Klinikum, Offenburg-Kehl

Bereits bestehende Hebammenkreißsäle, deren Weiterentwicklung und -qualifizierung mit bis zu 25.000 Euro gefördert werden, befinden sich in den folgenden Kliniken:

  • Klinikum Südwest GmbH – Krankenhaus Herrenberg
  • GRN Klinik Schwetzingen

Zusätzlich zu den neun bereits geförderten Projekten liegen dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration weitere Anträge zur Prüfung vor. Neben Personalkosten werden hauptsächlich Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Fortbildungen und Schulungen gefördert.


Mehrweg statt Einweg auch außer Haus

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Stadt ruft Kundinnen und Kunden auf, ihr Recht auf Mehrweg zu nutzen

Stuttgart.| Ein Kaffee für unterwegs, den Snack vom Restaurant holen? Dann lieber einmal produzierte Becher und Essensboxen mehrfach nutzen: Das spart Ressourcen, reduziert Abfall und schont Umwelt und Klima. Die Stadt Stuttgart macht sich mit der neuen Kampagne #mehrweggehen für eine konsequente Mehrweg‐Nutzung stark.

Denn täglich entstehen hierzulande rund 770 Tonnen Abfall durch Einwegverpackungen für den Außer‐Haus‐Konsum. Seit einem Jahr gibt es deshalb für Gastronomiebetriebe eine Mehrwegangebotspflicht, die es aktiv zu nutzen gilt.

Unter dem Motto „Lasst uns zusammen Mehrweg gehen!“ sensibilisiert die Kampagne ab 9. Februar öffentlichkeitswirksam für das Thema. Es sind Plakate und animierte Anzeigen auf Werbeflächen im gesamten Stadtgebiet und auf städtischen Social‐Media‐Kanälen zu sehen. Ein Videoclip informiert über das Recht, nach Mehrweg zu fragen – etwa, wenn man im Restaurant oder im Imbiss um die Ecke Essen zum Mitnehmen bestellt. In Kooperation mit der SSB wird der Videoclip im März auch im Fahrgast‐TV in den Stadtbahnen zu sehen sein. Die Internetseite

 www.jetztklimachen.de/mehrweggehen bietet umfassende Informationen zum Thema. Kundinnen und Kunden erfahren, welche Möglichkeiten sie haben und warum es sich lohnt, nach Mehrweg zu fragen.

Dass sie das Recht auf Mehrweg haben, ergibt sich aus einer Neuerung des deutschen Verpackungsgesetzes, der Einführung der Mehrwegangebotspflicht. Seit Januar 2023 müssen Gastronomiebetriebe Mehrwegverpackungen anbieten, wenn sie Essen oder Getränke zum Mitnehmen verkaufen – entweder durch eigene Mehrwegbehälter oder durch Teilnahme an einem Mehrwegsystem. Kleinere Betriebe (unter 80 Quadratmeter und mit weniger als fünf Beschäftigten) können alternativ anbieten, Mehrwegbehälter von Kunden zu befüllen.

Die Aktivierungskampagne für Kundinnen und Kunden ist Teil der zweistufigen Kommunikationskampagne #mehrweggehen, die von der Stabsstelle Klimaschutz koordiniert wird. Im November 2023 informierte die Landeshauptstadt die Stuttgarter Gastronomiebetriebe zur Mehrwegangebotspflicht – über ein gedrucktes Mailing und eine Online‐Veranstaltung. Als konkrete Umsetzungsunterstützung erhielten alle Betriebe kostenlose Kommunikationsmaterialien wie Plakate und Sticker. Gastronomiebetriebe finden Informationen und Materialien unter  www.jetztklimachen.de/mehrweg


 

SG-Eigengewächs bleibt: Nikola Vlahovic trägt weiter das Trikot der SG BBM Bietigheim

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Bietigheim-Bissingen.| Handball-Zweitligist SG BBM Bietigheim meldete eine weitere Vertragsverlängerung. Nikola Vlahovic bleibt seinem Ausbildungsverein für weitere zwei Jahre bis 2026 treu.

Der 24-jährige Rückraumspieler ist in den letzten Spielzeiten zu einer der Identifikationsfiguren im Bietigheimer Team herangewachsen. Der Rechtshänder ist seit der C-Jugend bei der Spielgemeinschaft in Bietigheim-Bissingen am Ball und steht damit für die Durchgängigkeit des Weges von der eigenen Jugend bis ins Bundesligateam. Als 18-Jähriger war er schon beim letzten Erstliga-Aufstieg der Schwaben im Jahre 2018 mit dabei.

„Meine Entscheidung, weitere zwei Jahre in Bietigheim zu bleiben, ist mir nicht schwergefallen. Ich fühle mich sehr heimisch im Verein und in der Mannschaft sehr wohl“, sagt Vlahovic. „Iker Romero gibt mir in seinem Spielsystem sehr viel Vertrauen in der Abwehr und die letzten Jahre mit ihm haben mir gezeigt, dass wir als Mannschaft auf einem sehr guten Weg Richtung 1. Liga sind. Diesen Weg will ich weiterhin mitgehen.“ Auch im schnellen Umschaltspiel, das der früherer Weltklasse-Handballer Romero im Bietigheimer Spiel kultiviert, spielt „Nidjo“ eine wichtige Rolle, ist in der zweiten Welle häufig einer der Antreiber des Tempohandballs der SG BBM.

Der 1,99 m große Vlahovic stammt aus einer handballverrückten Familie mit serbischen Wurzeln. Zusammen mit seiner Schwester Sanja trainiert er die zweite Frauenmannschaft der SG BBM, die als Tabellenführer der Verbandsliga auf direktem Kurs Richtung Aufstieg steuert. Ein Traum des dynamischen Innenblockspielers wäre es deshalb, am Ende der Saison gleich einen doppelten Aufstieg feiern zu können. „Ich will alles dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen“, verspricht Vlahovic.

Auch SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger zeigt sich glücklich über die Vertragsverlängerung des Local Hero: „Nidjo ist ein Paradebeispiel für unsere Philosophie, auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und der Region zu setzen und diese wiederum als Vorbilder in die Vereinsarbeit einzubauen. Er hat sich in den letzten Jahren eine wichtige Rolle im Team erarbeitet und gehört u.a. zu den besten Abwehrspielern der Liga. Nidjo begleitet mich schon seit 10 Jahren bei der SG – ich freue mich auf die weiteren gemeinsamen Jahre.“


Landrat begrüßt die geplante Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerber

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Roland Bernhard. „Wichtiger Baustein, um Sozialleistungsmissbrauch zu verhindern und die Verwaltung zu entlasten“

Kreis Böblingen.| 14 Bundesländer planen in einem gemeinsamen Ausschreibungsverfahren die Bezahlkarte für Empfänger von Asylbewerberleistungen einzuführen. Landrat Roland Bernhard betont, dass er uneingeschränkt hinter der Bezahlkarte steht: „Ich begrüße die Einführung einer Bezahlkarte für Asylleistungen mit bundeseinheitlichen Mindeststandards. Sie ist ein wichtiger Baustein, um Sozialleistungsmissbrauch zu verhindern und den Verwaltungsaufwand bei der Auszahlung von Leistungen zu verringern. Die Kreisverwaltung und der Landkreistag unterstützen den Prozess auf Landesebene zur Einführung einer Bezahlkarte“.

Der Böblinger Kreistag hatte mit Beschluss vom 18. Dezember 2023 die politischen Forderungen der kommunalen Spitzenverbände zur Reduzierung der Fluchtmigration unterstützt. Die Einführung einer Bezahlkarte war eine dieser Forderungen. Die Sozialleistungen werden direkt auf die Karte gebucht und dient als Bargeldersatz. Überweisungen im Inland und in das Ausland sind nicht möglich.

14 von 16 Bundesländern setzen auf das Bezahlkartenmodell, das im Hinblick auf eine notwendige europaweite Ausschreibung federführend von der Freien und Hansestadt Hamburg betreut wird. Nach der aktuellen Zeitplanung soll die Zuschlagserteilung im Sommer erfolgen, sodass in der zweiten Jahreshälfte mit einer Bereitstellung der Bezahlkarte zu rechnen ist.

In Diskussion ist in der medialen Öffentlichkeit, ob Landkreise eigene Systeme einführen. Dabei hat aktuell die SocialCard des Ortenaukreises Aufmerksamkeit erlangt. Diese kann jedoch aus Sicht der Kreisverwaltung mit der geplanten Bezahlkarte nicht gleichgesetzt werden. Sie wurde als Übergangslösung eingeführt bis Asylbewerber ein eigenes Konto haben. Der Landkreis Böblingen hat zunächst mit einer eigenen schnellen Lösung geliebäugelt. Inzwischen hat aber der baden-württembergische Landkreistag von kreisbezogenen Kartenlösungen abgeraten und ein einheitliches Vorgehen für Baden-Württemberg empfohlen. Grund ist, dass jeder einzelne Landkreis eine europaweite Ausschreibung mit den Mindestanforderungen der Länder durchführen müsste und unterschiedliche technische Systeme zum Einsatz kämen.

Landrat Bernhard betont: „Damit droht ein Flickenteppich an unterschiedlichen technischen Lösungen. Ich werde mich aber trotz alledem kraftvoll dafür einsetzen, dass das Verfahren beschleunigt und die Bezahlkarte so schnell wie möglich kommt“.


Wüstenrot Immobilien: Nachfrage steigt wieder

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Seit dem vierten Quartal 2023 verzeichnet die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) einen deutlichen Schub bei der Nachfrage und bei den Abschlüssen. In einem nach wie vor herausfordernden Umfeld stabilisieren sich die Preise allmählich. Die WI, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, blickt deshalb vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2024.

Zwischen Juli 2022 und September 2023 hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen kontinuierlich erhöht, was zum Ende des Immobilienbooms führte. Viele potenzielle Käuferinnen und Käufer verschoben ihre Kaufpläne oder gaben sie aufgrund der schwierigen finanziellen Situation auf.

Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen. Expertinnen und Experten prognostizierten Mitte 2023 sogar Rückgänge von bis zu 30 Prozent im Jahresvergleich. Dank eines starken Schlussspurts im vierten Quartal 2023 waren die Rückgänge bei der WI jedoch weniger stark ausgeprägt: Die Anzahl der Vermittlungen der WI sank im Jahr 2023 um 9 Prozent auf knapp 1.900 Wohnimmobilien. Einfamilienhäuser, die die Hälfte der WI-Geschäfte ausmachen, konnten auf hohem Vorjahresniveau gehalten werden.

Rückgang bei Vermittlungsfällen moderat

Trotz des moderaten Rückgangs bei den Vermittlungen konnte sich die WI im Gesamtjahr nicht den allgemeinen Preisrückgängen im Markt mit Auswirkungen auf die eigenen Courtageerträge entziehen. Die Courtageerlöse sanken daher 2023 insgesamt um 18 Prozent auf 26,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Die WI hat bereits vor 2023 ihre Risikosteuerungsanforderungen für Vermittlungsaufträge im Neubaubereich erhöht, um Insolvenzrisiken für ihre Kundschaft zu vermeiden. Verkaufsaufträge von Bauträgern wurden aufgrund der Risikoaversion deutlich reduziert.

Immobilienmarkt entspannt sich allmählich

Die steigenden Immobilienangebote und ab Mitte des Jahres 2023 die zunehmende Verkaufsbereitschaft zu angepassten Preisen waren ein deutliches Signal eines sich verändernden Marktes. Die Maklerinnen und Makler der WI, spezialisiert in der Immobilienbewertung und als Fachmakler für Gebäudemodernisierung, spielten mit ihrer Fachkompetenz eine wichtige Rolle bei der Überzeugung und Einigung der Kaufparteien. Zu nennen sind aktuelle Marktpreisermittlungen und die Bewertung des energetischen Gebäudezustands als Grundlage neuer Marktrealitäten.

Die Zahl der bundesweit tätigen Maklerinnen und Makler im Außendienst der WI stieg im Jahr 2023 von 206 auf 229. „In einem schwierigen Marktumfeld hat sich unser Geschäftsmodell als Zugpferd für Bewerberinnen und Bewerber erwiesen. Unsere starke Marke, Bestnoten bei Kundenbefragungen, die Einbindung in das Öko-System der W&W-Gruppe und eine erstklassige Bonität überzeugen Unternehmerpersönlichkeiten, sich uns anzuschließen“, sagt Jochen Dörner, Sprecher der Geschäftsführung der WI.

Ausblick auf 2024

Für das Jahr 2024 ist die WI vorsichtig optimistisch, wobei die Zinsentwicklung und die Förderzuschüsse für die Gebäudemodernisierung entscheidend für die Nachfrage und die Abschlussbereitschaft sein werden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen stehen durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fest, und staatliche Förderprogramme sind für 2024 in Kürze verfügbar. Im Verkauf wird es darum gehen, einen Konsens bei der Preisbildung von Bestandsimmobilien, auch unter Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten, herzustellen.


Grüne Leidenschaft legalisiert: Alles Wissenswerte zum Jagdschein

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Wer die Jagd auf Wild in seiner Freizeit oder beruflich ausüben will, kommt um den Jagdschein nicht herum. Dieses behördliche Dokument erlaubt es dem Inhaber, eine Waffenbesitzkarte zu beantragen und jagdlich tätig zu sein. Voraussetzung für die Erteilung des Jagdscheins ist die bestandene Jägerprüfung, die aus einem mündlichen und praktischen Teil nebst einer Schießprüfung besteht.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt die aktuelle Zahl der Jagdschein-Inhaber mit 435.930 an und spricht von einem Rekordhoch. So sei die Zahl der Jäger in den vergangenen drei Jahrzehnten um 36 Prozent gestiegen. Besonders großer Beliebtheit erfreue sich die Jagd in Mecklenburg-Vorpommern mit zehn Jagdschein-Inhabern pro 1.000 Einwohner, gefolgt von Schleswig-Holstein (acht pro 1.000) und Niedersachsen (sieben).

Verantwortung für die Natur steht im Mittelpunkt

Das Naturerlebnis gilt als Hauptgrund für den Jagdschein-Erwerb. Ein Großteil der Jäger will neben der praktischen Jagdausübung einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten. Auch eine Vorliebe für den Verzehr von Wildfleisch ist für viele Menschen Motivation, sich der Jägerprüfung zu unterziehen. Ebenso stoßen die Jagdhundeausbildung sowie das ehrenamtliche Engagement in einer jagdlichen Vereinigung auf großes Interesse. Das in Vorbereitung auf die Jägerprüfung vermittelte Wissen schafft ein neues Bewusstsein für die heimische Natur und hilft dabei, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Hegemaßnahmen und Bestandsregulierung dienen dem Natur- und Artenschutz. Um die Jägerprüfung erfolgreich zu absolvieren ist neben der erforderlichen Motivation auch eine ausgeprägte Lernbereitschaft unverzichtbar. So ebnen Jagdschulen mit speziellen Kursen den Weg zum Jagdschein.

Voraussetzungen für den Erwerb des Jagdscheins

Der Besitz eines gültigen Jagdscheins ist Voraussetzung für die Ausübung der Jagd. Das Mindestalter für den uneingeschränkten Jagdschein beläuft sich auf 18 Jahre. Der Jugendjagdschein kann ab 16 Jahren abgelegt werden. Er erlaubt es Jugendlichen, in Begleitung Erwachsener erste Jagderfahrungen zu sammeln. Für die Erteilung eines Jagdscheins ist der Nachweis über das Bestehen der Jägerprüfung erforderlich. Zur Prüfung zugelassen werden nur Personen, die ein tadelloses Führungszeugnis vorlegen können.

Zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung sind Lehrgänge verpflichtend. Die Dauer ist von der Unterrichtsform abhängig. So bieten Jagdschulen Intensiv- und Wochenendkurse an. Auch die Teilnahme an Fernlehrgängen ist möglich. Spezielle Ferienkurse richten sich vor allem an Schüler und Studenten. Die Vorbereitung auf die Jägerprüfung ist in jedem Fall mit einem hohen Lernpensum verbunden, unabhängig von der gewählten Unterrichtsform. Auch Fernlehrgänge beinhalten verpflichtende Praxisseminare, in denen zum Beispiel der Umgang mit Jagdwaffen trainiert wird.

Jagdschein Voraussetzung für Waffenbesitzkarte

Nach erfolgreich absolvierter Jägerprüfung und dem Erhalt des Jagdscheins kann eine Waffenbesitzkarte beantragt werden, die es erlaubt, Jagdwaffen zu erwerben und zu besitzen. Nun steht der Jagdausübung nichts mehr im Wege, wobei es die Bestimmungen des Waffengesetzes zu beachten gilt. So darf die Schusswaffe ausschließlich zu jagdlichen Zwecken geführt werden. Waffe und Munition müssen zum Transport in getrennten und verschlossenen Behältnissen verstaut sein. Auch für die Aufbewahrung von Schusswaffen gelten strenge Gesetze. Bei Verstößen gegen waffenrechtliche Bestimmungen drohen hohe Bußgelder und der Entzug der Waffenbesitzkarte. Während die Anzahl der im Besitz befindlichen Langwaffen für Jäger keiner Begrenzung unterliegt, beläuft sie sich bei den Kurzwaffen auf maximal zwei.


Innovativ Präsentieren: Erfolgreiches Messestand-Design für beeindruckende Unternehmensauftritte

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Die Messewirtschaft erholt sich von der Pandemie. Statista meldet für das Jahr 2022 einen Konzernumsatz von über 450 Mio. Euro allein für die Messe Frankfurt.

Dem Trendbericht 2023/2024 des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft AUMA zufolge hat sich das Verhältnis von abgesagten zu ausgeführten Messen von 2021 auf 2022 nahezu umgekehrt. Kamen im Jahr 2021 auf 278 abgesagte Messen nur 111 ausgeführte, so kamen in 2022 auf 280 ausgeführte Messen nur 130 abgesagte (ebd. PDF, S.9). Die Gesamtzahl stieg um 21.

Das während der Pandemie vereinzelt orakelte Ende des Präsenzmarketings auf Messen hat sich als nicht eingetretene Dystopie erwiesen. Jetzt gilt es, die Präsentations- und Kommunikationsplattform Messe nach der Pandemie neu zu denken.

Markenfokus statt Produktpräsentation

Markus Illing, CEO der Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft fwd:, identifiziert im Interview des AUMA einen Messetrend weg von der Produktpräsentation hin zu Marken-Kommunikation. Hier von der Wirkung auf die Ursachen zu schließen ist nicht eben leicht, es ist aber naheliegend, ein durch die Pandemie verändertes Kaufverhalten ins Kalkül zu nehmen.

Zwei Jahre lang war Shoppen mit Unbilden und Risiken behaftet. Mindestens die heimische Vorauswahl wurde zum Standard, die gezielte Bestellung ersetzte oft den Spontankauf in Präsenz.

Ferner stellte sich schon vor der Pandemie die Frage, inwieweit detaillierte Produktinformation überhaupt noch am Messestand nachgefragt wird. Die Information, die heute nicht auch online vorliegt, existiert effektiv nicht. Ein Produkt, das nicht auch online spezifiziert ist, ist unverkäuflich.

Bekanntermaßen online schwerer zu vermitteln sind Markenphilosophie und Vibe eines Unternehmens. Hier gilt es, die Plattform Messe effizient einzusetzen und Wiedererkennungswerte zu schaffen.

Der Messestand als Einladung einer Marke

Websites sind n-dimensionale Datenblöcke, die auf zweidimensionalen Bildschirmseiten abgebildet werden. Die Präsentation auf Smartphone-Formaten ist häufig gezwungenermaßen auf im Kern eindimensionale Benutzerführung ausgelegt – Scrollen ist Trumpf auf dem Smartphone.

Ein physischer Messestand erweitert diese ein bis zwei Dimensionen auf die gewohnten drei Dimensionen des Anschauungsraumes – die Tiefe kommt hinzu.

Strategisch geschickt genutzt, ist diese räumliche Tiefe eine Kommunikationseinladung an die Messebesucher:innen.

Sichtet man Komplettangebote zum Thema Messestand, so erkennt man unschwer einen Trend weg von der Medienorientierung streng parallel/orthogonal zur Laufrichtung und hin zur Staffelung in die Tiefe. Diagonal gestellte Elemente führen Besucher:innen auch emotional in die Tiefe der Markenbotschaft. Wo Stelltiefe fehlt, übernehmen perspektivische Großgrafiken die Vermittlung von Tiefe.

Nachhaltigkeitskommunikation am Messestand

Der AUMA bekennt sich in seinem Trendbericht explizit zum Pariser Abkommen und zu Nachhaltigkeitszielen. Auch für Aussteller:innen ist die Kommunikation nachhaltigen Wirtschaftens auf Messen essenzieller Teil der Vermittlung von Marke und Corporate Identity.

Ohne hinreichend sichtbar platzierte Nachhaltigkeits-Symbolik fehlt etwas heute am Messestand!

Optimal ist es, wenn Symbolik am besten um gut sichtbar platzierte Leitsätze zum Thema ergänzt – das online präsentierte Mission-Statement sollte sein Echo in der physischen Präsentation der Marke finden.

So wird Konsistenz und Homogenität des Bekenntnisses zu Nachhaltigkeit vermittelt und Wiedererkennungswert geschaffen.


Zwei personelle Veränderungen beim TVB

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Mit sofortiger Wirkung wechselt Ante Ivanković zum TVB Stuttgart. Der Rückraumlinke kommt vom slowenischen Champions-League-Teilnehmer RK Celje zu den Schwaben. Beim Bundesligisten erhält der Kroate einen Vertrag bis Sommer 2026. Fynn Nicolaus wird die Stuttgarter nach sechs Jahren zum Saisonende verlassen und zur SG BBM Bietigheim wechseln.

Ante Ivanković wechselt vom Champions League-Teilnehmer RK Celje nach Stuttgart und wird ab sofort für die WILD BOYS auflaufen. Der 23-jährige wurfgewaltige Rechtshänder ist im linken Rückraum zu Hause. Ivanković wechselte zur Saison 2021/22 von seiner ersten Station im Profibereich RK Dubrava zu RK Celje. Der 195 cm große Kroate erhält beim TVB Stuttgart einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2025/26. In der laufenden Champions League-Saison erzielte der Rückraumlinke 37 Tore in 10 Spielen.

Fynn Nicolaus wird den Verein zum Saisonende hingegen verlassen. Der Rückraumlinke durchlief die U17 des TVB, bevor er bereits mit 16 Jahren sein Profidebüt feierte. Nicolaus ist der jüngste Akteur in der Stuttgarter Vereinsgeschichte, der 100 LIQUI MOLY HBL-Spiele aufweisen kann. Der gebürtige Schwabe wechselt zum aktuellen Tabellenzweiten der 2. Handball-Bundesliga, SG BBM Bietigheim.

„Ich freu mich sehr auf meine Zeit in Stuttgart und in der stärksten Liga der Welt spielen zu dürfen. Damit geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung. Dem Team möchte ich schnellstmöglich weiterhelfen, um die Ziele des Vereins gemeinsam zu erreichen. Ich bin gespannt, den Club und das gesamte Umfeld kennenzulernen“, so Ivanković über den Wechsel zum TVB.

„Wir waren lange auf der Suche nach einem Ersatz für Jonas Truchanovičius. Die Handball-Bundesliga beweist jede Woche aufs Neue ihre Leistungsdichte. Um so mehr freut es uns, dass wir jetzt mit Ante einen hoch talentierten Spieler verpflichten konnten, der darüber hinaus bereits Erfahrungen auf höchstem Niveau in der Champions League sammeln konnte“, so Jürgen Schweikardt.

„Wir hätten sehr gerne mit Fynn weiter zusammengearbeitet. Leider hat Fynn sich anders entschieden. Seine Beweggründe mehr Spielzeit und eine größere Rolle zu bekommen, können wir natürlich nachvollziehen. Trotzdem tut es weh, einen Jungen aus dem eigenen Nachwuchs vorerst einmal ziehen lassen zu müssen“, so Jürgen Schweikardt weiter.


SG gelingt Transfercoup: Fynn Nicolaus unterschreibt bis 2026

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Bietigheim-Bissingen.|Die SG BBM Bietigheim verstärkt sich in der kommenden Saison im Rückraum. Mit Fynn Nicolaus stößt eines der Top-Talente des deutschen Handballs zum ambitionierten Zweitligisten. Der 20-jährige Rechtshänder hat mit dem aktuellen Tabellenzweiten einen Vertrag über zwei Spielzeiten vereinbart. Er wechselt vom Erstligisten TVB Stuttgart zum Aufstiegskandidaten in die Stadt an Metter und Enz.

„Ich bin sehr glücklich, dass ich ab Sommer in Bietigheim weiterhin für einen Verein aus der Region spielen werde, der sich einen sehr guten Namen in der Entwicklung junger Spieler gemacht hat. Zudem freue ich mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Iker Romero und der Mannschaft, die für einen herausragenden Teamgeist steht“, blickt Fynn Nicolaus seiner neuen Aufgabe entgegen.

Fynn Nicolaus ist ein Kind der Region, begann als 8-Jähriger mit dem Handballspielen bei seinem Heimatverein in Großbottwar. Sein Talent wurde aber schnell über die Region hinaus bekannt und so berief ihn der Deutsche Handballbund 2019 in den Elitekader. Im selben Jahr wechselte Nicolaus zum TVB Stuttgart und kam als 16-Jähriger und damit jüngster Spieler der Bundesligageschichte in der Saison 2019/20 erstmals in der Beletage des deutschen Handballs zum Einsatz. Seit der Spielzeit 2020/21 gehört er bereits fest zum Stammkader des TVB. In der aktuellen Saison spielt der 1,94 m große Rückraumlinke sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eine wichtige Rolle. Welch außergewöhnlichen Spieler die SG für sich gewinnen konnte, unterstreicht der Fakt, dass Nicolaus vor kurzem mit 20 Jahren bereits sein 100. Spiel in der stärksten Liga der Welt bestritt.

„Mit seinem starken Eins gegen Eins, seiner ausgeprägten Spielintelligenz und Dynamik sowie seinem großen Kämpferherz passt Fynn perfekt zu unserer Spielweise und wird unser Spiel weiter bereichern“, lobt SG-Cheftrainer Iker Romero den Neuzugang.

Auch SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger zeigt sich sehr glücklich über die Neuverpflichtung: „Dass sich mit Fynn Nicolaus eines der größten Talente des deutschen Handballs, das zudem aus der Region kommt, für uns entschieden hat, macht uns sehr stolz. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass sich unsere harte Arbeit auf und abseits des Handballfeldes auszahlt und wir auf dem richtigen Weg sind.“


Diskussion zum Lückenschluss B464/B295

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Landrat Bernhard: „Wir brauchen den Lückenschluss ohne Wenn und Aber“

Noch immer ist die B 295 mit der B 464 nur durch ein notdürftiges Provisorium aus zwei kleinen Kreisverkehren verbunden. Es entstand im Jahr 2013 aus den Überschussmassen des Neubaus der B 464 vom Landkreis Böblingen in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart. Der dringend nötige Lückenschluss könne – so die Aussage des Landes – erst nach Fertigstellung des A81-Ausbaus begonnen werden. Dieser wiederum ist für 2027 vorgesehen.

Damit die Vorbereitungen weiterlaufen, präsentierte das Regierungspräsidium Stuttgart nun aktuelle Untersuchungen und Planungen in den Gemeinderäten von Leonberg, Magstadt und Renningen. In den Kommunen sieht man die aktuelle Vorzugsvariante mit der Schließung der K1008 kritisch und hält deshalb im Zweifel lieber am Provisorium fest.

Der Landkreis Böblingen sieht dagegen dringend Bedarf, die Interessen der Anlieger-Kommunen mit denen von Bund und Land in Einklang zu bringen. „Das Provisorium ist kein Dauerzustand, es braucht eine regelkonforme Verknüpfung beider Bundesstraßen“, so Landrat Roland Bernhard. „Das nachrangige Straßennetz muss außerdem vollständig erhalten bleiben.“ Damit erteilt er den Plänen eine Abfuhr, die K1008 zwischen Warmbronn und Renningen aus dem Netz zu nehmen. „Es gibt für alles eine Lösung, aber dazu müssen nochmal alle an einen Tisch sitzen, und darüber sprechen.“ Der Landkreis plant deshalb einen Runden Tisch mit allen Beteiligten.

„Wir dürfen uns nicht selbst im Weg stehen: Die Situation beizubehalten, wie sie ist, kommt nicht in Frage. Genauso wenig können wir erlauben, dass jetzt neu geplant und wir um zehn Jahre zurückgeworfen werden. Der Lückenschluss muss noch in diesem Jahrzehnt kommen,“ fordert Bernhard.