Jetzt geht’s (nur noch) um Platz fünf

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Die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer haben ihre beiden Playoff-Spiele beim ASC Duisburg deutlich verloren. Der Traum vom Halbfinale ist ausgeträumt.

Duisburg war „doppelt so gut wie wir“. Mit diesen deutlichen Worten beschreibt ein enttäuschter SVL-Betreuer Dieter Gscheidle am Samstagabend das Ergebnis des ersten Playoff-Spiels der Ludwigsburger Wasserballer in Duisburg gegen den ASC. Das Spiel endete soeben 26:13. Der ASC hat doppelt so viele Treffer erzielt wie Ludwigsburg. Der SVL hatte keine Chance.

Mit den vergangenen Spielen endet die Serie mit 2:0 für den ASC Duisburg

Sonntagnachmittag: das zweite Spiel gegen den Tabellendritten aus dem Ruhrgebiet. Die Gastgeber sagen vor dem Anpfiff: Man wolle den Sack nun zu machen, sei gut motiviert. Die Rede ist vom „letztes Gefecht“. Für den SVL wird diese Partie dann in der Tat zum letzten Spiel, dem letzten mit dem Gedanken an den Einzug ins Halbfinale. Ludwigsburg müsste den ASC schlagen – und dann auch noch ein drittes Spiel daheim im Sportbad Stuttgart gegen Duisburg gewinnen.

Der Verlauf dieser zweiten Partie ist schnell erzählt: Der SVL kann nur im ersten Viertel mithalten, nach acht Minuten steht es 3:3. Mattia Ruggeri schießt zwei Tore, der Ludwigsburger Nationalspieler Zoran Bozic ein Tor.

Nach dem zweiten Viertel steht es 8:5 für die Heimmannschaft. Und Zoran hat bereits seine dritte Herausstellung kassiert, für ihn ist das Spiel frühzeitig beendet. Nach dem dritten Viertel ist auf der Anzeigetafel 14:6 zu lesen, beim Schlusspfiff steht es 21:9. Der ASC bucht souverän das Ticket fürs Halbfinale. Die Ludwigsburger sind konsterniert, enttäuscht – und wortkarg. Kaum ein Spieler mag das Ergebnis und die eigene Leistung kommentieren. Auch vom Trainer kommt zunächst nichts. Zoran sagt: „Wir haben unter unserem Niveau gespielt und nicht gezeigt, was wir eigentlich können.“

Dieter Gscheidle spricht von „zwei schlechten Spielen und einer nicht akzeptablen Leistung“. Man könne verlieren, „aber nicht so!“ Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt: „Glückwunsch an Duisburg, die verdient die Serie für sich entschieden haben“. Der ASC sei „sportlich besser“ gewesen, darüber müsse nicht länger diskutiert werden. Die Ergebnisse „waren deutlich“. Dass vor dem Start der Saison ausgegebenen Ziel – Einzug ins Halbfinale – sei nicht erreicht worden. „Auf anderem Weg wäre das aber vermutlich drinnen gewesen.“ Sprich: wenn der SVL im Winter nicht so viele Punkte abgegeben hätten, dann hätte das Team die Vorrunde nicht auf Patz sechs abgeschlossen, sondern als Fünfter oder Vierter – und dann hätte man es im Viertelfinale nicht mit den starken Duisburgern zu tun bekommen. „Das hilft uns aber jetzt auch nicht weiter.“

Nach der Partie am Samstag folgt direkt das nächste Spiel im Schwimmstadion Duisburg
Die SVL-Spieler fühlen sich vom Verband betrogen, denn eigentlich hätte das erste von maximal drei Playoff-Spielen daheim im Sportbad Stuttgart ausgetragen werden müssen. Mit der Unterstützung der Fans wäre gegen den ASC womöglich mehr drinnen gewesen. Dieser Heimvorteil wurde Ludwigsburg aber vom DSV genommen – weil das Bad in Stuttgart am in Frage kommenden Wochenende belegt war und weil sich der ASC weigerte, unter der Woche nach Schwaben zu reisen. Das seien aber, so Matthias Nagel weiter, „alles nur Randerscheinungen“.

Nun gilt es, nach vorne zu schauen: in den sogenannten Playdowns geht es um dem Nicht-Abstieg in die B-Gruppe der ersten Liga – und noch maximal um Platz fünf. Der Gegner heißt Neukölln. Wenn der SVL diese Runde für sich entscheidet, dann wird im Juni um besagten Patz fünf gespielt, der ausreichen sollte für die neuerliche Qualifikation für den Euro Cup.

Das Spiel in Berlin gegen die SG Neukölln soll am Samstag, 11. Mai, ausgetragen werden. Zwei Wochen danach dann die Entscheidung gegen Neukölln im Freibad Hoheneck. Der Vize geht davon aus, dass der SVL sich gegen Neukölln durchsetzt und sagt mit Blick auf die dann folgenden Spiele: „Mit Platz fünf wären wir wieder in dem Bereich vom letzten Jahr, akzeptabel, aber das Ziel war ein anderes.“


Stuttgart Reds fahren ersten Heimsieg ein, verlieren aber Spiel 2

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Vor gut gefüllten Rängen und bei perfektem Baseball-Wetter konnten die Stuttgart Reds am Samstag, 27. April 2024, den ersten Heimsieg der Saison verbuchen: Nach einer wahren „Hit-Parade“ gelang dem Team des TV Cannstatt ein 16:5-Abbruchsieg gegen die München-Haar Disciples. Das zweite Spiel des Doubleheaders konnten dann die Gäste mit 4:8 für sich entscheiden.

Zunächst sah es auch in Spiel 1 nach einer engen Partie aus: Nach einem Run im ersten Inning und der zwischenzeitlichen Führung für die Gäste, packten die Reds im zweiten Spieldurchgang vier weitere Runs drauf – nur um zu erleben, dass die Disciples postwendend gegen Reds-Starting-Pitcher Kevin Riello auf 5:5 ausglichen. Doch ab diesem Punkt jubelten nur noch die „Roten“: ein um andere Mal brachten die Hausherren den Ball ins Spiel, der stets die Lücken in der Defensive fand. Und so hieß es schon nach dem 3. Inning 10:5 für die Reds. Im 5. Inning schlugen Yaferson Lopez und Moritz van Bergen ihre jeweils ersten Home Runs der Saison, denen Moritz van Bergen ein Inning später seinen zweiten folgen ließ. Dieser viel umjubelte Schlag über den Zaun bedeutete das 16:5 und damit den sofortigen Sieg der Reds im 6. Inning per „10-Run-Rule“.

Von den imponierenden 21 Hits der Stuttgart Reds schlug Austin Bull allein fünf – bei fünf Plate Appearances. Damit hatte der US-Amerikaner einen perfekten Tag. Moritz Köhler, Jannik Denz und Frido Fink verbuchen je drei Hits. Bei der Effizienz ragten Moritz van Bergen und Jannik Denz mit vier bzw. drei Runs-batted-in aus einer insgesamt sehr homogenen Offensive heraus. Den „Win“ für das Spiel erhielt Eduardo Peluso, der seine drei Relief-Innings „zu null“ absolvierte.

Im zweiten Spiel sahen sich die Reds dann Ryan Bollinger als Starting Pitcher der Disciples gegenüber, der nach Profi-Jahren in den USA, Australien und Taiwan wieder in der Bundesliga zurück ist. Anfangs waren die Reds noch gegen seine Würfe erfolgreich. Die kurze 3:0-Führung der Gäste konterten die Stuttgarter durch 3 Hits ihrerseits, unter anderem ein schönes Double von Moritz Köhler, und gingen so 4:3 in Führung. Dieser Spielstand hielt bis in 5. Inning. Sowohl Bollinger wie auch Reds-Starter Robert Blesing ließen keine Runs zu. Doch dann benötigten die Disciples nur drei Hits in Folge, zwei Doubles und einen Home Run, um das Spiel zu drehen: 4:6 Der 33-jährige Routinier Bollinger gab den Reds nun eins ums andere Mal das Nachsehen. Während seine Disciples noch zwei Runs draufpackten, konnten die Reds nur im Schlussabschnitt noch einmal Runner auf Base bringen, ohne allerdings zu punkten.

Robert Blesing kassierte den „Loss“ für das Spiel. Moritz van Bergen, der auch zwei Innings pitchte, sowie Jannik Denz hatten je zwei der insgesamt sechs Hits der Reds.

Am kommenden Samstag, 4. Mai 2024, müssen die Reds zu einem Double Header bei den Mainz Athletics antreten. Dann können die Stuttgarter wieder mit dem zuletzt gesperrten Jack Barrie auflaufen – und hoffentlich auch mit Yaferson Lopez als Pitcher, der gegen München-Haar nur als Designated Hitter eingesetzt wurde.

Bereits am darauffolgenden Donnerstag, 9. Mai 2024 (Feiertag Christi Himmelfahrt), ist Hünstetten Storm zu Gast im TVC-Ballpark auf dem Cannstatter Schnarrenberg. Diese beiden Spiele sind für 13 bzw. 16:30 Uhr terminiert.


SGV Freiberg treibt Kaderplanung für die kommende Saison voran

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U19-Torwart Luc Ziegler bekommt Vertrag für die erste Mannschaft

Unser U19-Torwart Luc Ziegler hat einen Vertrag für die erste Mannschaft unterzeichnet! Er wird einer der drei Torhüter für die kommende Saison sein und damit den Sprung aus der Jugend in den Profibereich schaffen.

“Die Vertragsunterzeichnung mit Luc Ziegler ist ein wichtiger Schritt für den SGV Freiberg”, sagte Sportdirektor Dieter Gerstung. “Wir sind überzeugt von seinem Talent und seiner Entwicklungsbereitschaft. Der SGV setzt auf junge Talente wie Luc und gibt ihnen die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu beweisen.”

Domenico Alberico verlängert Vertrag beim SGV Freiberg

Domenico Alberico hat in dieser Saison mit seinen Stärken auf dem Platz überzeugt und sich als wichtiger Bestandteil der Mannschaft erwiesen. Sein Einsatz und seine Leistungsbereitschaft haben dazu beigetragen, dass der SGV Freiberg seine Ziele erreichen konnte.

Vertragsverlängerungen mit Luca Stellwagen und Iosif Maroudis

Der SGV Freiberg freut sich, die Vertragsverlängerungen mit Luca Stellwagen und Iosif Maroudis bekannt zu geben. Die beiden Spieler haben sich als wichtige Säulen im Team erwiesen und werden auch weiterhin eine entscheidende Rolle für den Verein spielen.

Luca Stellwagen, der erst im Winter zum SGV Freiberg kam, hat sich schnell als fester Bestandteil des Teams etabliert. Als erfahrener Außenverteidiger bringt er wertvolle Erfahrung und Qualität ins Team ein. Seine Vertragsverlängerung ist ein weiterer Beleg für das Vertrauen des Vereins in seine Leistung und sein Potenzial.

Auch Iosif Maroudis wird dem SGV Freiberg weiterhin erhalten bleiben. Der vielseitige Mittelfeldspieler hat in dieser Saison durch seine Leistung und seine Flexibilität überzeugt. Er ist auf mehreren Positionen einsetzbar und bringt sowohl kämpferischen Einsatz als auch spielerische Qualität mit.

SGV sichert sich Vertragsverlängerung mit Linus Weik

Der SGV Freiberg freut sich, die Vertragsverlängerung mit dem aufstrebenden Talent Linus Weik bekannt zu geben. Der 19-jährige Außenverteidiger der vor der Saison aus der U19 von Hoffenheim kam hat in dieser Saison gute Leistungen gezeigt und wird auch weiterhin eine wichtige Rolle im Team einnehmen.

Linus Weik hat sich schnell als fester Bestandteil des Teams etabliert und konnte sich häufig in der Startelf behaupten. Mit erst 19 Jahren hat er bereits gezeigt, dass er das Zeug dazu hat, ein wichtiger Spieler für den SGV Freiberg zu werden.

Linus hat sich in dieser Saison sehr gut entwickelt und sich als zuverlässiger Spieler bewiesen. Er hat viel Potenzial und wir freuen uns darauf, seine weitere Entwicklung zu begleiten und zu fördern.

Yannick Osée verlängert Vertrag beim SGV Freiberg

Der SGV Freiberg freut sich, die Vertragsverlängerung mit Yannick Osée bekannt zu geben. Der 1,94m große Spieler hat sich als wichtiger Bestandteil des Teams erwiesen und wird auch weiterhin eine entscheidende Rolle für den Verein spielen.

Die Verlängerung des Vertrags mit Yannick Osée ist bereits die dritte in dieser Saison und unterstreicht das Bekenntnis des Spielers zum SGV Freiberg sowie die Wertschätzung des Vereins für seine Leistungen. Seit seinem Eintritt in das Team ist Osée zu einem wichtigen Stammspieler geworden und hat sich als unverzichtbarer Teil des Teams etabliert.

“Yannick ist ein Spieler von großer Bedeutung für uns”, kommentierte Sportdirektor Dieter Gerstung die Vertragsverlängerung. “Seine Größe und seine Fähigkeiten machen ihn zu einem wichtigen Teil für unser Team. Er hat in dieser Saison eine herausragende Leistung gezeigt und seine Rolle im Team mit Bravour erfüllt.”

Der SGV Freiberg ist zuversichtlich, dass die Vertragsverlängerung mit Yannick Osée dazu beitragen wird, die Kontinuität und Stabilität im Team zu gewährleisten. Der Verein freut sich darauf, mit Yannick Osée weiterhin eine erfolgreiche Saison zu spielen und die gesteckten Ziele zu erreichen.

SGV sichert sich die Dienste von Marius Uhl vom FSV Hollenbach

Der SGV Freiberg freut sich bekannt zu geben, dass der 23 –jährige Abwehrspieler Marius Uhl vom Oberligisten FSV Hollenbach zum SGV wechselt.

Mit einer Körpergröße von 1,89m bringt Marius Uhl nicht nur physische Präsenz, sondern auch vielseitige Fähigkeiten mit. Seine Leistungen beim FSV Hollenbach haben gezeigt, dass er ein echter Leistungsträger ist. Als Kapitän seines bisherigen Vereins hat er bewiesen, dass er nicht nur auf dem Platz, sondern auch als Führungspersönlichkeit überzeugen kann.

Wir freuen uns , dass sich Marius trotz vieler Angebote aus der Regionalliga für den SGV entschieden hat”, sagte SGV-Sportdirektor Dieter Gerstung. “Seine Attribute als Spieler und seine Fähigkeit, sowohl in der Innen- als auch Außenverteidigung zu spielen, haben uns überzeugt. Wir glauben fest daran, dass er eine Bereicherung für unsere Mannschaft sein wird und freuen uns darauf, ihn bei uns begrüßen zu dürfen.”

Simon Klostermann bleibt dem SGV treu

Der SGV gibt mit Freude bekannt, dass Stürmer Simon Klostermann seinen Vertrag beim Verein verlängert hat. Die Entscheidung des 23-jährigen Angreifers, beim SGV zu bleiben, ist ein wichtiger Schritt für die Kontinuität und Stabilität des Teams.

Simon Klostermann hat sich in der laufenden Saison als herausragender Spieler erwiesen und eine wichtige Rolle im Team eingenommen. Mit seinen beeindruckenden Leistungen auf dem Platz hat er gezeigt, dass er ein wertvoller Bestandteil der Mannschaft ist. In 26 Spielen konnte der 1,88m große Stürmer beachtliche 10 Scorerpunkte erzielen und damit maßgeblich zum Erfolg des Teams beitragen.

“Wir sind sehr glücklich darüber, dass Simon seinen Vertrag verlängert hat”, kommentierte Sportdirektor Dieter Gerstung die Entscheidung. “Simon ist ein Spieler aus der Region, der immer vollen Einsatz auf und neben dem Spielfeld für den SGV gibt.

SGV sichert sich Vertragsverlängerung mit Torwarttalent Michael Gelt

Der SGV Freiberg Fußball gibt mit Freude bekannt, dass Torhüter Michael Gelt seinen Vertrag beim Verein verlängert hat. Die Zusage des 22-jährigen Keepers, auch in der kommenden Saison das Tor des SGV zu hüten, ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Vereins.

Michael Gelt hat sich in dieser Spielzeit als unverzichtbarer Bestandteil des Teams erwiesen und seine Position als Nummer 1 im Tor des SGV souverän verteidigt. Seine Entwicklung im Verlauf der Saison ist bemerkenswert, und er hat gezeigt, dass er unserem Team einen sicheren Rückhalt bieten kann.

In neun Spielen stand er bisher zwischen den Pfosten und konnte in fünf Partien die Null halten, was seine Qualität und Zuverlässigkeit unterstreichen.

“Wir sind sehr erfreut, dass Michael sich dazu entschieden hat, bei uns zu bleiben und seinen Vertrag zu verlängern”, sagte Sportdirektor Dieter Gerstung. “Seine Leistungen auf dem Feld sprechen für sich, und er hat gezeigt, dass er das Zeug dazu hat, ein Top-Torwart zu werden. Seine Entwicklung ist beeindruckend, und wir sind zuversichtlich, dass er in der kommenden Saison weiterhin eine wichtige Rolle für das Team spielen wird.”

Die Vertragsverlängerung mit Michael Gelt ist ein weiterer Schritt des SGV, seine vielversprechenden Talente langfristig an den Verein zu binden und die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft zu legen.


Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds

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Stadt fördert weitere 13 innovative Klima‐Projekte

Stuttgart.| Mit neuen einfallsreichen Ideen steuert Stuttgart weiter auf dem Kurs zur klimafreundlichen Stadt. Die Landeshauptstadt hat am Freitag, 26. April, 13 neue Förderprojekte des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds beschlossen.

Das größte kommunale Programm dieser Art in Europa schiebt vielversprechende Klimaschutz‐Projekte und Klimaanpassungsmaßnahmen an. Deren breite Themenpalette hat viele Ziele, zum Beispiel: ressourcenschonend bauen, das Mikroklima im Straßenraum verbessern oder dank Künstlicher Intelligenz Wasser sparen.„Erneut zeigt sich, wie engagiert und innovativ Start‐ups, Initiativen und Vereine Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung in Stuttgart vorantreiben. Die Projekt‐Vielfalt bildet sehr gut die Herausforderungen ab, vor denen wir im Klimaschutz stehen“, sagt Niels Barth, Projektleiter des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds.In der jetzigen Auswahlrunde werden Projekte in drei Förderlinien mit Zuschüssen zwischen 25.000 und 500.000 Euro unterstützt.
Förderlinie „Fuchs“: Ressourcenschonendes Bauen, schnelles Umsetzen von Gebäudesanierungen und lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums
In der Förderlinie „Fuchs“ mit einer Fördersumme von bis zu 500.000 Euro müssen die Antragstellenden ihren Sitz in Baden‐Württemberg haben. Drei Projekte wurden ausgewählt:
Die Concular GmbH hat das Ziel, zirkuläres Bauen in Stuttgart nach vorne zu bringen. Mit einem „Urban Mining Kataster“ wird der Gebäudebestand in der Stadt analysiert, um das Potenzial an wiederverwendbaren Baustoffen zu erheben.Mit dem Projekt „Smart Sanieren“ unterstützt die Digital Building Industries AG das Handwerk. Dank des Online‐Tools sollen Handwerksbetriebe Gebäudesanierungen leichter planen und gewerkeübergreifend schneller umsetzen können.Das dritte bewilligte Projekt ist „Artus (reloaded)“ der BABLE GmbH. Das Unternehmen entwickelt Konzepte für klimafreundliche soziale Begegnungsräume mit hoher Aufenthaltsqualität – sowohl im virtuellen als auch im realen Raum.
Förderlinie „Efeu“: Von Klimaschirmen über Stadtoasen auf Balkonen bis zu mehr Grün auf Firmengeländen
„Die Efeu‐Linie ist eine spezielle Themenlinie für Klimafolgenanpassung und naturbasierte Lösungen – das heißt, für innovative Projekte, die mehr Natur in die Stadt holen und die bestehende grünblaue Infrastruktur stärken“, erklärt Sophie Mok, die beim Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds die Förderlinie „Efeu“ betreut. In dieser Linie für Antragstellende mit Sitz in Europa und einer Fördersumme von bis zu 500.000 Euro wurden fünf Projekte ausgewählt:Als Hitzeschutz und Begrünungsmaßnahme auf stark versiegelten Flächen entwickelt die ECOTRII GbR einen schattenspendenden Klimaschirm. Im Rahmen des geförderten Projektes „ECOTRII – Der Klimaschirm für unsere Städte“ wird ein Prototyp implementiert und eine Kleinserie für Stuttgart produziert.Mit ihrem Projekt „Kein Garten“ ermöglicht die GartenKulturLabor gUG Zugang zu mehr Grün. Dabei wird ein ehemaliges Gartenhaus auf einer landwirtschaftlichen Brachfläche von über 5000 Quadratmetern im Stadtbezirk Feuerbach zum Reallabor. Hier können Stuttgarterinnen und Stuttgarter Zukunftsszenarien für die aktuell brachliegende Fläche entwickeln. Daraus sollen konkrete Projekte entstehen, die die Natur vor Ort stärken.Dachterrassen und Balkone werden im Sommer zu Hitze‐Hotspots. Wie es anders geht, zeigt der do‐it‐yourself‐Bausatz der str.ucture GmbH. Mit dem Projekt „str.auch“ liefert das Unternehmen individualisierte Baupläne für Rankgerüste, um mehr Grün auf Balkone zu bringen. Das Unternehmen stellt ein Planungstool zur Konfigurierung des Rankgerüsts zur Verfügung.Der Tilia e.V. hat das Ziel, die Aufenthaltsqualität urbaner Räume zu verbessern und einen Beitrag zur Mobilitätswende zu leisten. Mit seinem Projekt „car2tree“ wird ein Vorgehen pilotiert, bei dem für jeden dauerhaft abgeschafften Pkw ein temporäres „car2tree“‐Objekt im freigewordenen Straßenraum aufgestellt wird. Die begrünte Installation bietet Raum für Sitzgelegenheiten, Fahrradstellplätze oder eine Tauschstation.Mehr Blühwiesen, Klimabäume oder Wildbienenhäuser auf Firmengeländen – das ist das Ziel der Z‐Horizon GmbH. Mit ihrem Projekt „Wild Company“ unterstützt sie lokale Unternehmen bei der Analyse ihrer Firmengelände, der Auswahl passender Maßnahmen sowie deren Umsetzung und Monitoring.
Förderlinie „Wiesel“: von der Kunst als Klimabotschafterin übers Wassersparen dank KI bis zu zukunftsfähigem Verpackungsmaterial
„Wiesel“ ist die kleinste Förderlinie des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds. Antragstellende mit Sitz in Stuttgart können sich über eine Fördersumme von bis zu 100.000 Euro freuen. „Neben den großen Leuchtturm‐Projekten sorgen auch viele kleinere Projekte dafür, dass Klimaschutzthemen in der Gesellschaft ankommen und ihre Wirkung entfalten“, so Projektleiter Hauke Diederich. Fünf Projekte wurden in der Förderlinie „Wiesel“ bewilligt:Das Kunstprojekt „Ocean Gallery“ in der Eberhardstraße ist eine Ausstellung zur Verletzlichkeit der Meere. Sie stellt den abstrakten Klimaschutz konkret dar und bietet so einen direkten, emotionalen Einstieg in das Thema. Mit der Förderung wird der Verein das Konzept erweitern, etwa um Workshops mit lokalen Initiativen.Mehr Klarheit beim Wasserverbrauch – hier setzt die hydrop systems GmbH mit ihrem Projekt „Digitalisierung des Wasserverbrauchs“ an. Dank eines eigens entwickelten Wasserzähler‐Aufsatzes wird der Verbrauch ausgelesen und in einer App dargestellt. Mithilfe Künstlicher Intelligenz sollen die Daten analysiert werden, um aus der Verbrauchsmenge die einzelnen Anwendungen wie Toilette oder Dusche zu erkennen – zunächst für 300 Stuttgarter Haushalte.„Future Climate Pioneers” ist ein Innovations‐Labor der wizemann.space GmbH – aufgebaut mit Unterstützung des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds. Das neue Projekt „Future Forward“ soll die bisherigen Erfahrungen in Wirkungs‐Wachstum übersetzen. Sechs lokale „Impact Ventures“ werden bei der Finanzierung und Skalierung unterstützt.Die nachhaltige Verpackungsalternative „RECOU“ des Stuttgarter Start‐ups Proservation ist komplett kompostierbar: Sie besteht aus Getreidespelzen, von der Agrarwirtschaft ungenutzte Hüllen von Getreidekörnern. Die Proservation GmbH entwickelt Prototypformen, um sie anschließend in die Serienproduktion zu überführen.Die SCS GmbH will mit ihrem Projekt „Kreislaufwirtschaft made in Stuttgart“ die natürliche Kohlenstoffbindung in und um Stuttgart erhöhen. Aus alten Weinreben wird Pflanzenkohle erstellt, die dann wieder in Weinbergen ausgebracht wird. So kann der Boden mehr Humus aufbauen und der Luft zusätzliches CO2 entziehen. Dieser Kreislauf soll optimiert und in einem Leitfaden für die Winzer der Region dokumentiert werden.
Hintergrund: Der Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds
Das Budget von über 20 Millionen Euro macht den Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds zum europaweit größten kommunalen Innovationsfonds für das Klima. Ein unabhängiges Auswahlgremium, der Stuttgarter Klima‐Innovationsrat, entscheidet über die Projekte. Bei der Förderlinie „Efeu“ arbeitet die Stadt Stuttgart mit der Naturschutzorganisation The Nature Conservancy (TNC) Europe zusammen. TNCs Europe Urban Greening Program wird unter anderem vom Right Now Climate Fund von Amazon unterstützt.Neue Bewerbungen für alle vier Förderlinien des Stuttgarter Klima‐Innovationsfonds sind noch bis zum 30. April möglich. Mehr Informationen unter  https://jetztklimachen.stuttgart.de/klima‐innovationsfonds

 

Bietigheim lässt keine Zweifel am Saisonziel

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von Bernhard Gaus

Die SG BBM Bietigheim gewinnt ihr Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke in souveräner Manier mit 34:26 (16:12) Toren. Für den Tabellenzweiten rückt der Aufstieg vier Spieltage vor dem Saisonende und mit vier Punkten Vorsprung immer näher.

Es war ein beeindruckender Auftritt der Mannschaft um Kapitän Paco Barthe vor den 2844 Zuschauern in der EgeTrans Arena, der noch einmal signalisiert: Die Mannschaft ist bereit für den Aufstieg. „Das Ergebnis ist vielleicht ein wenig zu hoch, aber wir waren heute richtig konstant, haben mit gutem Tempo gespielt“, freute sich Cheftrainer Iker Romero. TuS-Coach Michael Haaß wollte seiner Truppe in der Defensive und in der Spielanlage wenige Vorwürfe machen. Bis auf den: „Wir haben uns sehr gute Chancen herausgespielt, aber nicht getroffen.“

Ausschlaggebend dafür war auch Mohamed Aly. Der Ägypter im Tor der SG BBM kam hinter einer aufmerksamen Bietigheimer Abwehr am Ende auf 16 Paraden. Nur bei einem Siebenmeter hatte ihn Fredrik Genz abgelöst. Leon Grabenstein und Nikolas Katsigiannis im Tor der Ostwestfalen wehrten zusammen zehn Bälle ab. Mit zunehmender Spielzeit zog Aly vor allem den Außenspielern des TuS mit seinen Paraden den Zahn.

Die Wurfquote der SG BBM war am Samstag deutlich besser. Vor allem die beiden Alexander im Team, Velz (10 Tore) und Linksaußen Pfeifer (9 Tore), glänzten als Torewerfer bei den Bietigheimer, die es 60 Minuten lang verstanden, die Gäste vor immer neue Aufgaben zu stellen. Bis auf den ersten Angriff, den der frühere SG BBM- Spieler Sven Weßeling zum 0:1 abschloss, geriet der Tabellenzweite nie in Rückstand. Und nach dem 6:6 legte die Mannschaft von Ikero Romero auch erstmals Distanz zwischen sich und den Tabellenfünften, führte mit 9:6 Toren. Kurz vor der Halbzeitsirene hämmerte Alexander Velz die Kugel zum 16:12 in die Maschen. Es war schon sein siebter erfolgreicher Torwurf.

„Was für mich heute wichtig war: wir waren stark im Rückzug“, betont Romero ein Detail im Bietigheimer Gesamtkunstwerk. Den konterstarken Gästen gelang nur ein Treffer über die erste Welle. Ansonsten nutzten Weßeling, Yannik Dräger am Kreis und Nettelstedts Torschütze vom Dienst Fynn Hangstein ihre Wurfchancen noch am besten. Was aber nicht verhindern konnte, dass Bietigheim seine Führung souverän kontrollierte und Paco Barthe zum 21:14 den Abstand erstmals auf sieben Tore stellte.

Es war nicht so, dass der Fünfte nicht alles versucht hätte. Haaß griff mit zwei frühen Auszeiten im zweiten Abschnitt und taktischen Umstellungen wie dem zusätzlichen Feldspieler oder einer offensiveren Abwehr ein, wollte den Spielfluss der SG BBM unterbrechen und dem nahezu unvermeidlich wirkenden Spielverlauf eine Wendung geben. Als N-Lübbecke in seiner stärksten Phase nochmals bis auf 25:22 (49.) verkürzte, sorgte auch das für keinerlei spürbare Verunsicherung im vor Selbstbewusstsein strotzenden Auftritt der Gastgeber. Die Antwort kam prompt. Bietigheim zog innerhalb der nächsten vier Minuten entscheidend auf 29:22 davon.

„Bei Bietigheim ist der Glaube an den Sieg und den Erfolg spürbar. Das gibt Selbstsicherheit“, stellte TuS-Coach Haaß fest. Dem war am Samstag nichts hinzuzufügen.

SG BBM Bietigheim: Baranasic, Genz, Aly; Vlahovic, Claus (2), Öhler, Wolf (1), Schäfer (5/2), de la Peña (1), Wiederstein (4), Velz (10), Barthe (1), Hejny (1), Bader, Pfeifer (9), Fischer.

TuS N-Lübbecke: Katsigiannis, Grabenstein; ten Velde (1), Günther (2), Ebner (3), Hangstein (6/3), Petreikis (1), Dräger (5), Kontrec, Weßeling (6), Nissen, Skroblien, Kloor, Süsser, Wieling (2).

Zeitstrafen: Fischer (18., 50.) – Ebner (9.), Weßeling (11.), ten Velde (13.), Nissen (44.)
Siebenmeter: 2/2 – 3/3
Spielverlauf: 6:6 (11.), 9:6 (14.), 10:10 (20.), 15:11 (27.), 16:12 (30.), 21:14 (36.), 23:16 (39.), 25:22 (49.), 29:22 (52.), 31:25 (56.), 34:26 (60.)
Schiedsrichter: Christian Hannes / David Hannes (IHF/EHF-Kader)
Zuschauer: 2844 (EgeTrans Arena Bietigheim)


Triathleten vor dem Bundesliga-Start

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Team SVL mit Top Neuzugängen

Am 25. Mai wird’s ernst. Mit dem Triathlon in Freilingen, Rheinland-Pfalz, starten die SVL-Athleten in die neue Saison der zweiten Bundesliga. Auf dem Programm stehen fünf Wettkämpfe – und vorher ein paar Tests, einer davon jetzt am Sonntag in Backnang.

Das Team mit dem Routinier Fabian Knobelspies, Jahrgang 1988, und den jungen Wilden rund um Julian Großkopf (2000) hat sich über den Winter ordentlich verstärkt, erzählt Lasse Friedrichs (1998). Künftig ist Noah Prühwer (2007) der Youngster in der Mannschaft, aber was für einer! Noah kommt vom Schwimmen und werde vermutlich „einer der Schnellsten im Wasser sein“, sagt Lasse – der, wie sein Zwillingsbruder Nils – auch zu den top Kraulern gehört. Noah will Erfahrungen sammeln in der zweiten Bundesliga, der Kaderathlet startet im DTU-Jugendcup indes weiter für sein bisheriges Team Silla-Hop aus Murr/Steinheim.

Der zweite Ludwigsburger Neuzugang ist Philipp Hoffmann (2003), auch er ein super schneller Schwimmer – und ein guter Läufer, der die fünf Kilometer unter 18 Minuten abliefern kann. Last but, not Least: Max Hoffmann (1996), „ein Veteran aus Waiblingen“, sagt Lasse mit einem Augenzwinkern, „der eine neue Herausforderung in einem neuen Verein sucht“ – ebenfalls ein guter Schwimmer, „auch einer für die erste Gruppe“ – zudem ein top Radfahrer. Zum jetzt zehnköpfigen Team gehören zudem weiterhin: Cornelius Theus (1992), Sven Heinle (2000) und Sebastian Schober (1991). Wenn alle Männer verletzungsfrei bleiben, dann sollten sie an die top Leistungen der Saison 2022/23 anknüpfen könne, die mit Platz fünf abgeschlossen wurde. Cornelius sagt, das Saisonziel sei „mindesten Platz fünf – mit Angriff aufs Podium“.

Beim ersten Liga-Wettkampf in Freilingen im Westerwald-Kreis sind neben den Männer der zweiten Bundesliga Süd auch die Teams der zweiten Liga Nord dabei. Gestartet wird aber in zwei Gruppen, „wir vermischen uns nicht, was schade ist“, so Lasse weiter. Aber ein Massenstart sei in dem kleinen See unmöglich, allein in der Liga Süd treten 70 bis 80 Sportler an –  „doppelt so viele, das geht nicht.“ Welche SVLer in Freilingen im Team steht werden, das ist noch nicht ausgemacht. Man will die ersten Testwettkämpfe abwarten. Beim Triathlon in Backnang jetzt am Sonntag, 28. April, werden einige SVL-Sportler starten, in Steinheim wollen voraussichtlich Max und Lasse antreten, in Echterdingen Nils und Philipp – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Alle SVL-Triathleten sind ohne größere Verletzungen über den Winter gekommen. Manche haben bereits super Leistungen abgeliefert, etwa Julian, der beim Halbmarathon in Hannove r Patz zwei geholt hat, seine super Zeit: 1:06 Stunden.

Lasse erzählt, dass er beim Training vom Rad gestürzt ist, sagt aber: das leicht lädierte Knie sei „schon wieder ok, ich kann volle Umfänge laufen.“ Nils war heftig erkältet, „nix Großes“, so sein Bruder weiter. Fabians Rennrad wurde beim Transport beschädigt und steht im momentan nicht zur Verfügung, auch nur ein kleiner, zu verschmerzender Rückschlag. Sven hat sich bei einem Sturz vom Rad ein paar Prellungen zugezogen – was eben so passieren kann in einem langen Winter. Lasse sagt: „Alle sind verdammt heiß auf die Saison – und gespannt.“ Gespannt auf die eigenen Leistungen und die der Konkurrenz. Zu den Anwärtern auf die zwei Spitzenplätze nach den Wettkämpfen in Freilingen, Roth (22. Juni), Trebgast (30. Juni), Nürnberg (18. August) und Viernheim (24. August) gehören Darmstadt und Roth.

Zusätzlich zu den Liga-Wettkämpfen haben die Männer vom SV Ludwigsburg individuell ihre Schwerpunkte gesetzt: Julian zum Beispiel ist Anfang Mai beim 70,3 in Venedig am Start. Fabian, der Mann für die langen Strecken, bereitet sich auf die Challenge Roth Anfang Juli vor. Nils und sein Bruder Lasse wollen Anfang August in Glücksburg (Mitteldistanz) antreten.


Dürr-Konzern veräußert dänische Tochtergesellschaft Agramkow

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Bietigheim-Bissingen, 25. April 2024.| Der Dürr-Konzern veräußert die dänische Konzerngesellschaft Agramkow Fluid Systems A/S einschließlich zweier Tochtergesellschaften und weiterer Aktiva an den schwedischen Investor Solix Group AB. Agramkow ist spezialisiert auf Befülltechnik für den Non-Automotive-Bereich und erzielte im Geschäftsjahr 2023 rund 45 Mio. € Umsatz. Der Unternehmenswert von Agramkow beträgt 47 Mio. €.

Agramkow mit Sitz in Sønderborg, Dänemark, ist weltweit führend bei Anlagen für die Kältemittelbefüllung von Kühlschränken, Klimaanlagen und Wärmepumpen. Das Unternehmen gehört seit 2011 zum Dürr-Konzern, ist aber nicht mehr Teil des strategisch relevanten Kerngeschäfts und weist geringe Synergien mit anderen Teilen des Konzerns auf. Daher sieht der Vorstand der Dürr AG für Agramkow bessere Wachstumsperspektiven außerhalb des Konzerns. Das von der Dürr Somac GmbH betriebene Geschäft mit Befülltechnik für die Automobilindustrie ist nicht Gegenstand der Transaktion und bleibt als Teil des Kerngeschäfts unverändert im Dürr-Konzern.

Agramkow ist Teil der Division Industrial Automation Systems und erzielte 2023 mit rund 160 Beschäftigten eine über dem Konzerndurchschnitt von 6,1 % liegende EBIT-Marge vor Sondereffekten. Der heute mit Solix unterzeichnete Kaufvertrag wird nach Abschluss des Carve-out-Prozesses voraussichtlich Ende des zweiten Quartals vollzogen. Aufgrund des erwarteten Verkaufserlöses passt die Dürr AG die Prognose für den Nettofinanzstatus zum 31. Dezember 2024 auf -500 bis -550 Mio. € an (bisher: -540 bis -590 Mio. €).


Infektionsgeschehen beim Stuttgarter Frühlingsfest

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Alle Lebensmittel im betroffenen Festzelt negativ getestet

Stuttgart.| Die Infektionserkrankungen vom vergangenen Wochenende sind nicht auf die im betroffenen Festzelt servierten Lebensmittel zurückzuführen. Alle von der Lebensmittelüberwachung entnommenen Proben wurden negativ auf das Norovirus getestet. Die Landeshauptstadt Stuttgart geht davon aus, dass die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt ist.

Die Lebensmittelüberwachung und das Gesundheitsamt waren unmittelbar nach Eintreffen der ersten Krankheitsmeldungen vor Ort, um die Hygiene zu überprüfen und Proben der Lebensmittel zu nehmen. Die Probeergebnisse sowohl bei den Tupferproben als auch bei den beprobten Lebensmitteln waren negativ. Endgültige mikrobiologische Probeergebnisse folgen am Ende dieser Woche.

Die Behörden hatten nach Bekanntwerden der Erkrankungen in Absprache mit dem Betreiber des betroffenen Festzelts die ohnehin hohen Hygienemaßnahmen weiter forciert. Dazu zählt auch die Untersuchung von Mitarbeitenden mit Symptomen und ohne Symptome. Bei elf Mitarbeitenden ohne Symptome liegen bereits negative Untersuchungsergebnisse vor, bei acht Mitarbeitenden mit Symptomen wurden Untersuchungen veranlasst, die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Die gemeldeten Erkrankungszahlen sprechen dafür, dass die ergriffenen Maßnahmen wirksam sind. Das Infektionsgeschehen im Festzelt konzentrierte sich nach den bisherigen Erkenntnissen auf das Wochenende. Es ist allerdings möglich, dass es im privaten Umfeld von erkrankten Festzeltbesuchern noch zu Folgeerkrankungen kommen kann.

Die Anzahl der bekannten Erkrankungen ist am Donnerstag, 25. April 2024, 16.20 Uhr, auf 727 angestiegen, davon sind bisher fünf Fälle des Norovirus labordiagnostisch bestätigt.

Das Gesundheitsamt rät Erkrankten, die Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu beachten: https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/noroviren/


100 fabrikneue „Stuttgarter Rössle“ zum sofortigen Verleih eingetroffen

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Stuttgart.| Im Jahr 2022 ging das städtische Vermietprogramm „Stuttgarter Rössle“ an den Start. Der Gemeinderat hat mit diesem niederschwelligen Angebot den Stuttgarterinnen und Stuttgartern ermöglicht, ein E-Lastenrad längerfristig zu mieten, ohne sich dieses selbst anschaffen zu müssen. Jetzt sind weitere 100 fabrikneue „Stuttgarter Rössle“ beim Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH eingetroffen. Martin Körner, Referatsleiter des Grundsatzreferats Klimaschutz, Mobilität und Wohnen der Stadt Stuttgart, sowie Ralf Maier- Geißer, Leiter der Abteilung Nachhaltig mobil in Stuttgart im Referat, haben am 24. April gemeinsam mit Stefan Klinkert, Geschäftsleiter der Neuen Arbeit gGmbH, als Projektverantwortliche die Lastenräder in Empfang genommen. Die Stadt Stuttgart bietet das Verleihprogramm zusammen mit dem Sozialunternehmen Neue Arbeit gGmbH an, das die Vermietung und den Service der Lastenräder im Auftrag der Stadt übernimmt.

Mieten statt kaufen

Das seit 2018 laufende Förderprogramm „E-Lastenräder für Stuttgarter Familien“, bei dem die Familien bei Anschaffung eines E-Lastenrades einen Zuschuss erhalten, hat bis heute hohen Zulauf. Jedoch gibt es auch Haushalte, die sich aus finanziellen Gründen trotz Zuschuss kein eigenes E-Lastenrad anschaffen können oder wollen. Diesen Haushalten eröffnet das Vermietprogramm „Stuttgarter Rössle“ die Möglichkeit, die praktischen und umweltfreundlichen Fahrzeuge im Alltag nutzen zu können, ohne eines zu kaufen.

Jede Person mit Hauptwohnsitz in Stuttgart hat nun die Möglichkeit, ein Lastenrad für mindestens sechs Monate zu leihen. Danach kann der Mietvertrag mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Die Mietkosten belaufen sich auf 55 Euro pro Monat inklusive dem jährlichen Radservice. Daneben ist eine einmalige Kaution in Höhe von 1.000 Euro zu hinterlegen. Haushalte mit FamilienCard zahlen nur 30 Euro und Haushalte mit Bonuscard + Kultur nur 20 Euro Miete pro Monat. Bei beiden Sozial-Varianten beträgt die Höhe der Kaution nur 200 Euro. In allen Fällen ist zudem eine monatliche Versicherungsprämie zu erbringen. Die Räder können an mehreren, über das Stadtgebiet verteilten Ausgabestellen, entliehen und zurückgegeben werden.

Kraftpaket für viele Zwecke

Durch einen kräftigen Motor der elektrisch unterstützten Räder sind auch die topographisch herausfordernden Wege in Stuttgart gut zu bewältigen. Problemlos können zwei Kinder – gesichert mit Fünf-Punkt-Gurten – befördert werden. Ein Regenverdeck schützt die Kleinen auch bei nassem Wetter oder vor übermäßiger Sonne. Aber auch Einkäufe oder sonstige Ladungen bis zu 100 Kilogramm können in der Box des E-Lastenrads transportiert werden.

Weitere Informationen zum Lastenrad-Verleih „Stuttgarter Rössle“ sind unter https://www.stuttgart.de/stuttgarter-roessle oder https://lastenrad.neuearbeit.de/ verfügbar.


Erkrankungen an Norovirus nach Festzeltbesuch

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Stadt und Betreiber wollen Ausbruch eindämmen

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hat Hinweise auf einige Hundert Magen‐Darm‐ Erkrankungen erhalten. Aufgetreten sind sie nach dem Besuch eines Zelts auf dem Frühlingsfest am Wochenende. Von drei Erkrankten liegen mittlerweile positive Laborproben vor.

Die Lebensmittelüberwachung und das Gesundheitsamt waren unmittelbar nach Eintreffen der ersten Meldungen vor Ort, um die Hygiene zu überprüfen und Proben der Lebensmittel zu nehmen. Oberstes Ziel ist, das Ausbruchsgeschehen einzudämmen und die Quelle der Infektion zu lokalisieren. Die Behörden legen einen Schwerpunkt auf zentrale Servicebereiche im Zelt und haben in Absprache mit dem Betreiber die ohnehin hohen Hygienemaßnahmen weiter forciert.

Das Gesundheitsamt hat einige Hinweise für Erkrankte und deren Umfeld zusammengestellt:

  • Erkrankte sollten sich körperlich schonen und den Kontakt mit anderen Personen möglichst einschränken.
  • Bei Durchfall und Erbrechen ist es wichtig, viel zu trinken.
  • Vor allem Kleinkinder, Schwangere, Senioren oder geschwächte Menschen sollten ärztlich behandelt werden, insbesondere, wenn Durchfälle oft auftreten und/oder länger als zwei bis drei Tage anhalten und zusätzlich Fieber oder Erbrechen hinzukommen.
  • Es können nur die Beschwerden gelindert werden. Antibiotika sind gegen Noroviren unwirksam.
  • Benutzen Sie, wenn möglich, eine eigene Toilette bis zu zwei Tage nach Genesung. Achten Sie besonders in den zwei Wochen nach der Erkrankung darauf, sich nach jedem Toilettengang gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen und auch die Toilette sauber zu halten!
  • Beseitigen Sie immer sehr zügig die Reste von Erbrochenem oder Stuhl, da diese sehr ansteckend sind. Achten Sie danach auf gründliche Händehygiene!
  • Bereiten Sie im Erkrankungsfall keine Speisen für andere zu. Geschirr kann wie üblich gereinigt werden.
  • Wechseln Sie im Krankheitsfall Leib- und Bettwäsche, Waschlappen und Handtücher häufig und waschen Sie diese mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60°C.
  • Vermeiden Sie auch nach Abklingen der Beschwerden mindestens für zwei Tage den Besuch von Altenheimen oder Krankenhäusern, um eine Ansteckung dort zu verhindern.
  • Achten Sie auch im Anschluss grundsätzlich immer auf sorgfältige Hände- und Sanitärhygiene.
  • Bei Noroviren gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Kinder unter sechs Jahren, bei denen ansteckendes Erbrechen und/oder Durchfall festgestellt wurde bzw. der Verdacht darauf besteht, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen. Eltern müssen die Gemeinschaftseinrichtung über die Erkrankung ihres Kindes informieren. In der Regel kann die Einrichtung erst zwei Tage nach Abklingen der Beschwerden wieder besucht werden. Den genauen Zeitpunkt bestimmt das zuständige Gesundheitsamt. Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich.
  • Wer beruflich mit bestimmten Lebensmitteln zu tun hat, darf bei ansteckendem Erbrechen und/oder Durchfall frühestens zwei Tage nach Abklingen der Beschwerden wieder arbeiten. Das gilt auch für den Verdachtsfall.

    Weitere Informationen finden Sie auf https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/noroviren/