Anteil der Neuzulassungen von elektrischen Pkw auf neuem Höchststand
Stuttgart.| In Stuttgart steht bundesweit das dichteste Netz an öffentlich zugänglichen Ladepunkten zur Verfügung. Das belegt eine Auswertung des Energieunternehmens 1Komma5Grad im „Ladesäulenatlas“ auf Basis der Zahlen der Bundesnetzagentur.
Im Vergleich der kreisfreien Städte können in Stuttgart mit Abstand die meisten Ladepunkte im Verhältnis zur Fläche genutzt werden. Auf 100 Quadratkilometer Fläche kommen in Stuttgart 2.107 Ladepunkte.
„Stuttgart bietet bundesweit das dichteste Ladenetz. Damit bestehen in Stuttgart schon heute hervorragende Bedingungen für Elektroautos, die jetzt so richtig Fahrt aufnehmen“, betont Martin Körner, Leiter des OB-Grundsatzreferats für Klimaschutz, Mobilität und Wohnen. „Stuttgart hat einen zukunftsweisenden Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ermöglicht. Daran werden wir mit einer weiteren Ausbaustufe anknüpfen.“
Mit über 4.383 Ladepunkten (4.163 Normal- und 220 Schnelllader) ist Stuttgart in absoluten Zahlen auf Platz 3 in Deutschland. Lediglich in Berlin und Hamburg gibt es mehr öffentlich zugängliche Ladepunkte. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Anzahl der Elektrofahrzeuge ist die Stuttgarter Ladeinfrastruktur unter den Metropolen Spitzenreiter. Ein Viertel dieser Ladepunkte steht am Straßenrand zur Verfügung, weitere Ladepunkte befinden sich vor allem in Parkhäusern, Kundenparkplätzen, bei Arbeitgebern oder Schnellladeparks.
Das hervorragende Ladenetz flankiert und begünstigt den Zuwachs elektrischer Fahrzeuge in der Flotte. Aktuelle Daten des Statistischen Amts der Landeshauptstadt Stuttgart belegen den Trend zur beschleunigten Elektrifizierung der Fahrzeugflotte: bei den Kfz-Zulassungszahlen im September stieg der Anteil vollelektrischer Pkw an den Neuzulassungen mit 42 Prozent (849 BEV-Neuzulassungen – also Zulassungen für batterieelektrische Fahrzeuge) auf einen neuen Höchstwert an. Damit setzt sich der positive Trend des Jahres fort, so die Einschätzung aus dem Team Elektromobilität im Geschäftskreis des Oberbürgermeisters. Stuttgart liegt damit oberhalb des Bundestrends (34,5 Prozent der Neuzulassungen im September).
Diese positive Entwicklung wird auch durch Förderprogramme weiter begünstigt. Das sozial gestaffelte E-Auto-Förderprogramm des Bundes unterstützt Privatpersonen mit bis zu 6.000 Euro Förderung beim Kauf oder Leasing eines neuen Elektrofahrzeugs. Die Einrichtung öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur wird weiterhin vom Land Baden-Württemberg im Programm Charge@BW gefördert. Auch für private Ladeinfrastruktur steht im Mehrparteienhäusern eine Förderung des Bundes zur Verfügung, bei der neben Wallboxen auch die Vorrüstung von Stellplätzen bezuschusst wird. Wer sein Fahrzeug mit selbst genutztem PV-Strom laden möchte, kann zusätzlich auch Fördermittel aus der städtischen Förderrichtlinie „Solaroffensive“ erhalten.