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StartLebenRatgeberRichtig reagieren bei Wildunfällen

Richtig reagieren bei Wildunfällen

LebenRatgeberRichtig reagieren bei Wildunfällen

Im Herbst steigt das Risiko von Wildunfällen – die Württembergische Versicherung gibt Verhaltenstipps für Autofahrerinnen und Autofahrer.

Mit dem Beginn der dunkleren Jahreszeit nimmt die Gefahr von Wildunfällen auf den Straßen wieder deutlich zu. Wenn der Herbst den Sommer ablöst, sind viele Autofahrerinnen und Autofahrer häufiger in der Dämmerung oder bei Dunkelheit unterwegs – genau zu den Zeiten, in denen auch zahlreiche Wildtiere aktiv sind.

Besonders in Waldgebieten und in ländlichen Regionen sollten Autofahrerinnen und -fahrer stets damit rechnen, dass Wildtiere Straßen und Wege kreuzen. Neben Rehen, Hirschen und Wildschweinen sind beispielsweise auch Dachse, Hasen und insbesondere Igel in der dunkleren Jahreszeit häufig unterwegs.

Eine aufmerksame und vorausschauende Fahrweise ist der beste Schutz vor Wildunfällen, betont die Württembergische Versicherung. Warnschilder für Wildwechsel sollten unbedingt ernst genommen werden. Zudem empfiehlt es sich, den Straßenrand aufmerksam zu beobachten, ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu halten und stets bremsbereit zu sein.

Taucht ein Wildtier auf der Fahrbahn oder am Straßenrand auf, gilt: Geschwindigkeit reduzieren, kontrolliert bremsen und keinesfalls hektisch ausweichen. Ein Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr oder einem Baum kann deutlich schwerwiegendere Folgen haben als ein Wildunfall.

Nach Angaben des Tierfund-Katasters kommt es statistisch etwa alle zweieinhalb Minuten zu einem Wildunfall mit größeren Säugetieren. In einer solchen Situation sollten Betroffene folgende Maßnahmen beachten:

  • Die Unfallstelle mit einem Warndreieck absichern und die Warnblinkanlage einschalten.
  • Fahrerin, Fahrer und etwaige Passagiere sollten möglichst Warnwesten anlegen und sich gut sichtbar außerhalb des Unfallbereiches aufhalten.
  • Verletzte Personen haben immer Vorrang: Daher sofort Erste Hilfe leisten und bei Bedarf den Notruf 112 verständigen.
  • Lebt das angefahrene Tier noch, sollte es keinesfalls berührt werden. Stattdessen sind die Polizei und über diese der zuständige Jagdpächter oder Förster zu informieren, damit dem verletzten Tier geholfen oder ein Fangschuss gesetzt werden kann.
  • Unfallbeteiligte sollten am Unfallort bleiben, bis die Polizei eintrifft.
  • Verletzte oder tote Wildtiere dürfen nicht vom Unfallort entfernt werden. Andernfalls kann der Verdacht der Wilderei entstehen.
  • Bei einem geschätzten Sachschaden von mehr als 500 Euro sollte die Polizei grundsätzlich kontaktiert werden. Dies gilt auch dann, wenn bei einem Ausweichmanöver ein anderer Schaden entstanden ist.
  • Fotos vom Unfallort und den Fahrzeugschäden erleichtern die Schadensmeldung bei der Versicherung. Diese sollte möglichst bald erfolgen, insbesondere bevor Wildspuren am Fahrzeug beseitigt werden.

Die Württembergische Versicherung übernimmt Schäden durch Wildunfälle bereits im Rahmen einer bestehenden Kfz-Teilkaskoversicherung, sofern der Unfall nachgewiesen werden kann. Die Reparaturkosten am eigenen Fahrzeug werden dann entsprechend ersetzt.

Als Nachweis kann neben einer polizeilichen Aufnahme auch eine Wildschaden- beziehungsweise Wildbescheinigung des zuständigen Jagdpächters dienen. Darüber hinaus umfasst die Kfz-Versicherung der Württembergischen in allen Tariflinien Unfälle mit Tieren aller Art. Versichert sind somit nicht nur Zusammenstöße mit Wildtieren wie Rehen oder Wildschweinen, sondern auch Unfälle mit anderen Tieren, etwa Vögeln oder Weidetieren.


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