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StartLokalesStuttgartAnhaltende Hitzebelastung: Branddirektion ruft Außergewöhnliche Einsatzlage aus

Anhaltende Hitzebelastung: Branddirektion ruft Außergewöhnliche Einsatzlage aus

LokalesStuttgartAnhaltende Hitzebelastung: Branddirektion ruft Außergewöhnliche Einsatzlage aus

Angespannte Situation in Stuttgart

Stuttgart.| Wegen der anhaltenden Hitzewelle hat Stuttgart die Außergewöhnliche Einsatzlage ausgerufen. Rettungsdienst, Kliniken und Feuerwehr arbeiten am Limit. Zusätzliche Kräfte werden mobilisiert. Die Bevölkerung wird aufgerufen, Hitzehinweise zu beachten und besonders gefährdete Menschen zu unterstützen.

Angesichts der anhaltenden extremen Hitzebelastung hat die Branddirektion Stuttgart als Untere Katastrophenschutzbehörde in enger Abstimmung mit allen beteiligten Ämtern und Organisationen eine Außergewöhnliche Einsatzlage (AEL) für das Stadtgebiet Stuttgart ausgerufen. Grundlage hierfür ist die außergewöhnliche Belastung im Gesundheitswesen. Durch die AEL kann auf weitere Ressourcen des Katastrophenschutzes zurückgegriffen werden.

Der stellvertrende Leiter der Branddirektion und stellvertrende Feuerwehrkommandant Markus Heber sagte: “Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sind seit Mittwoch im Dauereinsatz und arbeiten bis zu ihrer Belastungsgrenze. Auch die Integrierte Leitstelle Stuttgart – betrieben von Feuerwehr und DRK – arbeitet seit Mittwoch unter Hochdruck, um die zahlreichen Einsätze abzuarbeiten. Wir haben die AEL ausgelöst, um Kräfte zu bündeln und um auf eine mögliche weitere Verschärfung der Extremwetterlage vorbereitet zu sein.”

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Prof. Dr. Stefan Ehehalt, betonte: “Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen. Trinken Sie ausreichend – auch ohne Durst. Vermeiden Sie die direkte Sonne und körperlich anstrengende Aktivitäten. Halten Sie Ihre Wohnräume möglichst kühl. Wenn Ihre Wohnung zu heiß ist, gehen Sie dorthin, wo es erträglich ist und suchen gegebenenfalls auch Hilfe bei Verwandten und Freunden. Hilfreich könnte auch ein Blick auf die Karte der kühlen Orte auf unserer Homepage sein. Besonders wichtig ist die nachbarschaftliche Solidarität: Fragen Sie ältere Menschen, Alleinlebende oder chronisch Kranke, ob sie Unterstützung benötigen – insbesondere, wenn sie in Dachgeschosswohnungen leben. Oft reichen schon ein kurzer Besuch oder ein Anruf, um zu erkennen, ob jemand Hilfe benötigt.”

Prof. Jan Steffen Jürgensen, Medizinischer Vorstand des Klinikums Stuttgart, unterstrich: “Wir verzeichnen einen deutlichen Anstieg der Zahl von Patienten mit hitzebedingten Notfällen  Die Notaufnahmen haben alle Hände voll zu tun. Die Situation ist dank des Einsatzes der Teams kontrolliert. Ein Stresstest ist die Hitzewelle auch für die Technikteams des Klinikums, die seit einigen Tagen eng getaktet in einem Krisenstab mit der Krankenhausleitung arbeiten und Extraschichten einlegen. Es gilt, am Limit arbeitende raumlufttechnische Anlagen sofort instandzusetzen. So wurden in der Ausnahmesituation Rückkühlwerke zusätzlich von außen besprenkelt und zusätzliche Klimaanlagen beschafft.”

Ralph Schuster, Leiter des DRK-Rettungsdienstes sagte: “Unsere Mitarbeitenden arbeiten seit Tagen unter extremen Bedingungen an der Belastungsgrenze. Wir reagieren auf die äußerst dynamische Lage und haben vorsorglich zusätzliche Kräfte mobilisiert. Mein Aufruf: Bitte nehmen Sie die behördlichen Warnungen ernst. Jede und jeder Einzelne kann durch richtiges Verhalten sich selbst schützen und unsere Einsatzkräfte spürbar entlasten.”


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