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StartAktuellNiedrigwasser belastet Fließgewässer: Baden und Betreten vermeiden

Niedrigwasser belastet Fließgewässer: Baden und Betreten vermeiden

AktuellNiedrigwasser belastet Fließgewässer: Baden und Betreten vermeiden

Durch die anhaltende Dürre sind die Flüsse und Bäche im Rems-Murr-Kreis stark belastet

Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen setzen den Flüssen und Bächen im Rems-Murr-Kreis weiterhin stark zu. Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis appelliert daher an die Bevölkerung, das Baden sowie das Betreten von fließenden Gewässern derzeit möglichst zu vermeiden.

Die Fließgewässer im Landkreis führen derzeit aufgrund der seit Monaten anhaltenden Trockenheit vielerorts extrem wenig Wasser. Die niedrigen Wasserstände und hohen Temperaturen haben zur Folge, dass sich das verbleibende Wasser stärker erwärmt und weniger Sauerstoff enthält. Fische und andere Wasserlebewesen stehen dadurch bereits unter erheblichem Stress. In flachen Bereichen sowie in den wenigen verbliebenen tieferen Rückzugsräumen finden sie kaum noch geeignete Lebensbedingungen. Badende und andere Personen, die das Gewässer betreten, können diese besonders empfindlichen Bereiche zusätzlich beeinträchtigen. Durch Bewegungen im Wasser werden Tiere aufgescheucht und aus ihren Rückzugsräumen verdrängt. Außerdem können Schlamm und feine Ablagerungen am Grund dabei aufgewirbelt werden. Das belastet die Gewässerorganismen zusätzlich und verschärft ihre ohnehin schwierige Situation.

Größere, länger anhaltende Niederschläge, die zu einer nachhaltigen Entspannung dieser Niedrigwassersituation führen könnten, sind derzeit nicht in Sicht. Das Landratsamt Rems-Murr-Kreis bittet daher darum, die Fließgewässer in der aktuellen Niedrigwassersituation als besonders schutzbedürftige Lebensräume zu respektieren und die Gewässer nicht zu betreten.

Hinzu kommt ein hygienischer Aspekt: Kommunale Kläranlagen leiten gereinigtes Abwasser in Fließgewässer ein. Auch nach der Reinigung sind darin noch Keime enthalten. Bei niedrigem Wasserstand ist der Anteil des gereinigten Abwassers im Gewässer höher, weil es durch deutlich weniger Wasser verdünnt wird. An einzelnen Stellen der Rems liegt dieser Anteil in der aktuellen Niedrigwassersituation bei mehr als der Hälfte. Aber auch an kleineren Gewässern kann ein signifikanter Anteil des Wassers aus gereinigtem Abwasser bestehen.

Nach stärkeren oder länger anhaltenden Niederschlägen steigt der Wasserstand in den Gewässern zwar an, sodass sich zunächst der Anteil des kontinuierlich eingeleiteten gereinigten Abwassers verringert. Gleichzeitig kann bei starkem Regen aber auch die Kanalisation an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen. Dann kann es an einzelnen Stellen dazu kommen, dass mit Regenwasser verdünntes, aber noch nicht in einer Kläranlage gereinigtes Abwasser, in ein Gewässer gelangt. Dies kann ebenfalls die Belastung mit Keimen und anderen Stoffen vorübergehend erhöhen.

Die Flüsse und Bäche nicht nur im Rems-Murr-Kreis sind grundsätzlich keine ausgewiesenen Badegewässer. Ihre Wasserqualität wird nicht überwacht. Zum Baden sollten daher ausschließlich ausgewiesene und überwachte Badestellen genutzt werden, die auf der Badegewässerkarte des Landes Baden-Württemberg verzeichnet sind. (https://badegewaesserkarte.landbw.de/).

Die Entwicklung der Wasserstände und die Auswirkungen der Trockenheit werden weiterhin beobachtet. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, behält sich das Landratsamt Rems-Murr-Kreis


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