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Stadt legt Ergebnisse zum Wohnungsmarkt vor

Stuttgart.| Suttgarts Wohnungsmarkt bleibt angespannt, vor allem bei bezahlbarem Wohnraum. Hohe Baukosten bremsen Neubauten, städtische Förderung bleibt entscheidend. In den nächsten Jahren entstehen viele Sozialwohnungen.

Der Wohnungsmarkt in Stuttgart bleibt angespannt, insbesondere im bezahlbaren Segment. Die Stadt hat am 24. April 2026 zentrale Ergebnisse des „Jahresberichts Wohnen“ im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen vorgestellt. Der Bericht beleuchtet den geförderten Wohnungsbau sowie Maßnahmen zu Milieuschutz und Energieeinsparung.

Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, sagte: „Die aktuellen Rahmenbedingungen im Wohnungsbau sind äußerst anspruchsvoll. Hohe Bau- und Grundstückskosten, volatile Zinsen und Fachkräftemangel führen dazu, dass viele Neubauvorhaben ohne städtische Unterstützung derzeit nicht wirtschaftlich realisierbar sind. Projekte werden daher teilweise zurückgestellt. Umso wichtiger ist es, dass wir mit gezielter Förderung gegensteuern und den Wohnungsbau weiter ermöglichen.“

Dennoch werden in den beiden kommenden Jahren außergewöhnlich viele geförderte Wohnungen fertiggestellt. Dies liegt einerseits an zwei sehr großen Bauvorhaben der SWSG. Einerseits das (IBA`27 Projekt Böckinger Straße, anderseits das Projekt „Wohnhöfe am Römerkastell“). Zudem kann ein großes Vorhaben im Bereich bezahlbarer Wohnraum für Mitarbeitende bezogen werden. Dabei handelt es sich um ein Bauvorhaben der Robert-Bosch Krankenhaus GmbH am Burgholzhof.

Ebenfalls zeigt die IBA`27 der Stadtregion Stuttgart positive Auswirkungen bei der Erstellung von bezahlbarem Wohnraum, so dass im Zuge der IBA im Jahr 2027 auch über 340 geförderte Sozialmietwohnungen entstehen.

Förderung, Belegungsrechte und Vormerkdatei

2025 investierte die Stadt 15,5 Mio. Euro in Sozialmietwohnungen:

  • 7,35 Mio. Euro für die Verlängerung von 227 Bindungen
  • 5,87 Mio. Euro für Neubauprojekte (ergänzend zum Landesprogramm Wohnungsbau BW 2022)
  • 2,28 Mio. Euro für weitere Förderungen (z. B. Grundstücksverbilligungen)

Damit wird der Bau von 343 Wohnungen gesichert. Zusätzlich flossen 0,75 Mio. Euro in gefördertes Wohneigentum. Die Förderung bleibt zentral, um bezahlbaren Wohnraum für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen zu schaffen.

Ende 2025 gab es 14.628 Sozialmietwohnungen. Nach langjährigem Rückgang ist der Bestand seit 2020 stabil und leicht gestiegen. Die Stadt verfügt bei rund 6 % des Wohnungsbestands über Belegungsrechte. Voraussetzung für eine Vermittlung sind Wohnberechtigungsschein und nachgewiesene Dringlichkeit. Der Bestand kann nur durch Neubau und Verlängerung von Bindungen gesichert werden.

Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Ende 2025 waren 6.102 Haushalte vorgemerkt, darunter 4.278 dringende Fälle. Die Wartezeiten sind lang. Einpersonenhaushalte warten im Schnitt 2,5 Jahr, größere Haushalte über 5 Jahre. 2025 wurden 672 Wohnungen vermittelt.

Das Energiesparprogramm entlastet Eigentümer und unterstützt das Ziel der Klimaneutralität. Hier zahlte die Stadt 2025 rund 14,5 Mio. Euro aus: 11,3 Mio. Euro für Sanierungen zu KfW-Effizienzhäusern und 3,2 Mio. Euro für Einzelmaßnahmen.

Die Abteilung Wohnen berät zudem zu Mietrecht, wirkt am Mietspiegel mit und setzt die vier Milieuschutzsatzungen um. Die meisten Anträge wurden 2025 genehmigt; Schwerpunkt ist die Beratung zu zulässigen Modernisierungen.


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