Landeskriminalamt Baden-Württemberg: sehr niedrige Fallzahlen in Baden-Württemberg
Stuttgart.| Unter Federführung des Bundeskriminalamts (BKA) fand am 25.02.2026 der bundesweite Aktionstag zur Bekämpfung von strafbaren Hasspostings im Internet statt. Ziel dieser konzertierten polizeilichen Maßnahmen war es, konsequent gegen strafbare Hass- und Hetzinhalte vorzugehen, die im digitalen Raum gepostet werden und demokratisch-gesellschaftliche Werte untergraben können.
Bundesweit waren Strafverfolgungsbehörden in allen Ländern im Einsatz – mit dem Ziel, strafrechtlich relevante Postings aufzuspüren, Ermittlungsverfahren zu bündeln und Täterinnen und Täter konsequent zu ermitteln.
In Baden-Württemberg wurden bei insgesamt vier Personen im Bereich der Polizeipräsidien Konstanz, Mannheim und Karlsruhe Durchsuchungs- und Vernehmungsmaßnahmen durchgeführt. Die insgesamt drei anhängigen Ermittlungsverfahren erstrecken sich über verschiedene Phänomenbereiche der politisch motivierten Kriminalität und umfassen beispielsweise Straftatbestände wie Volksverhetzung, Verwenden verfassungswidriger Symbole sowie Verstöße gegen das Vereinsverbot. Die Maßnahmen gegen die vier 17- bis 41-Jahre alten Personen wurden durch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg koordiniert.
Die deutschen Strafverfolgungsbehörden führen regelmäßig Aktionstage zur Bekämpfung von Hasskriminalität durch und setzen damit ein deutliches Zeichen: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.
Was ist ein “Hassposting”? Als Hasspostings werden Inhalte bezeichnet, die im Internet verbreitet werden und durch diskriminierende oder hetzerische Wortwahl gegen bestimmte Personen oder Personengruppen aufgrund ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmale gerichtet sind. Diese können in unterschiedlicher rechtlicher Ausprägung strafbar sein (z. B. Beleidigung, Volksverhetzung etc.). Ziel polizeilicher Maßnahmen ist es, solche Straftaten aufzudecken, die Verantwortlichen zu ermitteln und gegebenenfalls strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.
Hinweise für Bürgerinnen und Bürger
Alle Personen, die im Internet auf Hasspostings oder hetzerische Inhalte stoßen oder selbst davon betroffen sind, werden ausdrücklich gebeten:
- Anzeige bei der Polizei zu erstatten (örtliche Polizeidienststelle oder Onlinewache),
- Postings über die Anzeige- und Meldeportale der sozialen Netzwerke zu melden.
Auch die Meldung von Hasspostings unmittelbar bei den jeweiligen Social-Media-Plattformen trägt dazu bei, dass diese geprüft und gegebenenfalls strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden.