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Lebenswerte Innenstadt: Erste Umgestaltungen stehen bevor

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Stuttgart.| Wie geht es mit dem Konzept „Lebenswerte Innenstadt“ weiter? Die Verwaltung berichtete jetzt zum Stand der vier Schleifen und gab einen Ausblick auf geplante Projekte. Die Stadt setzt auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, um die Entwicklung der Innenstadt gemeinsam zu gestalten.

Beim Stuttgarter Entwicklungskonzept „Lebenswerte Innenstadt“ stehen die nächsten konkreten Schritte an. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik wurde am 20. Oktober der jährliche Bericht zum Projekt vorgestellt. Dabei ging es um den aktuellen Stand der vier Schleifen sowie um die weitere Bürgerbeteiligung und Kommunikation.

Mit dem Konzept „Lebenswerte Innenstadt“ soll der öffentliche Raum Schritt für Schritt lebenswerter, grüner und attraktiver werden. Ziel ist es, mehr Raum für den Fuß- und Radverkehr, sowie Sitzgelegenheiten und mehr Möglichkeiten für die Außengastronomie zu schaffen. Gleichzeitig die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Auto sichergestellt bleiben.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die sogenannten Schleifen. Sie bilden die Erschließung für den Autoverkehr innerhalb des City-Rings. Über sie sollen die Parkhäuser und Tiefgaragen erreichbar bleiben, während der Durchgangs- und Parksuchverkehr in anderen Bereichen reduziert werden soll. So können Straßen schrittweise zu Fußgängerzonen oder attraktiven, fußgängerfreundlichen Stadträumen umgestaltet werden.

Erste Umgestaltungen stehen bevor

Bei der Karlsschleife steht mit der Umgestaltung der Dorotheenstraße die erste größere bauliche Maßnahme des Konzepts bevor. Der Gemeinderat hatte die Umgestaltung im Juli 2026 beschlossen. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern. Das Projekt wird durch das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gefördert.

Auch bei der Königsschleife sind die nächsten Schritte beschlossen. Die Lautenschlagerstraße soll zu einer Fahrradstraße umgestaltet werden. Eine erste, kurzfristig umsetzbare Maßnahme ist für 2027 vorgesehen.

Bei der Rathausschleife konnte der geplante Verkehrsversuch aufgrund der laufenden Standsicherungsmaßnahme in der Breite Straße zunächst nicht umgesetzt werden. Er soll nach der vollständigen Freigabe der Straße weiterverfolgt werden. Um die Aufenthaltsqualität bereits zuvor zu verbessern, sollen die Neue Brücke und die Nadlerstraße mit Pflanzkübeln und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden.

In der Kronprinzschleife ist eine weitere sichtbare Veränderung umgesetzt: Der Kronprinzplatz wurde zum „Platz der Kinderrechte“ umgestaltet und am 20. September zum Weltkindertag eröffnet. Die langfristige Umgestaltung der gesamten Kronprinzschleife befindet sich in Planung.

Bürgerbeteiligung wird fortgeführt

Neben den baulichen Maßnahmen spielt auch die Beteiligung der Stadtgesellschaft eine wichtige Rolle. Seit Mai 2026 gibt es einen von einem externen Büro begleiteten Beteiligungs- und Kommunikationsprozess.

Am Donnerstag, 22. Oktober, wird ein Stadtspaziergang zur Karlsschleife angeboten. Dabei werden die Planungen und die Hintergründe zur Ortsgeschichte rund um die Dorotheenstraße erläutert. Zudem gibt es Gelegenheit zum direkten Dialog mit den Planerinnen und Planern des Amts für Stadtplanung und Wohnen sowie wichtigen Akteuren vor Ort. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr am Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Karlsplatz. Weitere Informationen gibt es auf dem Beteiligungsportal der Landeshauptstadt Stuttgart.


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