Erhebungen beginnen am 16. Mai

Stuttgart.| In Stuttgart findet vom 16. Mai bis Ende Juli der Zensus 2022 statt. Das hat die Landeshauptstadt am Dienstag, 10. Mai, bekanntgegeben. Der Zensus, der früher auch als „Volkszählung“ bekannt war, ist eine Erhebung der aktuellen amtlichen Einwohnerzahl. Per Zufallsstichprobe werden rund 68.000 Stuttgarterinnen und Stuttgarter ausgewählt, die von rund 480 geschulten Interviewerinnen und Interviewern befragt werden. Ziel der Erhebung ist es, die Stadt und ihre Bevölkerung besser kennenzulernen, um die Stadtplanung gezielt an die Bedürfnisse der Menschen in Stuttgart anzupassen.

Dazu muss die Stadtverwaltung wissen, wie viele Menschen in der Stadt wohnen. Nur dann kann sie für Kindergärten, Schulen, Altenheime, Versorgungseinrichtungen, Sportanlagen, Kläranlagen, Bauplätze und vieles mehr in der richtigen Größenordnung planen.

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Türen zu öffnen, ihrer Auskunftspflicht nachzukommen und bei der Volkszählung mitzumachen. Er sagte: „Die Stadt erhält von Bund und Land Geld für die Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Zahlungen orientieren sich unter anderem an der Einwohnerzahl. Alle zehn Jahre wird deshalb überprüft, ob die fortgeschriebenen Einwohnerzahlen jeder Stadt in Deutschland noch richtig sind. Daher ist es sehr wichtig, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner, die für diese Stichprobe ausgewählt wurden, beim Zensus mitmachen.“

Wie läuft die Haushaltebefragung ab?
Die Leiterin der Erhebungsstelle Zensus, Manon Heger, erklärte: „Alle ausgewählten Personen der Stichprobe erhalten in den nächsten Tagen Post von der Stadt, mit der sich ein Erhebungsbeauftragter für ein kurzes Gespräch ankündigt. Ohne vorherige Terminankündigung findet keine Befragung statt. Zu Beginn des Gesprächs weisen sich die Erhebungsbeauftragten aus“. Erfragt werden folgende Angaben: Vorname und Nachname, Geschlecht, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Wohnstatus (Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz).

Im Anschluss an das Gespräch werden den befragten Personen zudem persönliche Zugangsdaten für einen weiterführenden Online-Fragebogen übergeben. Darin werden unter anderem Fragen zur Bildung, Erwerbstätigkeit und zum Beruf gestellt.

Bestandteile des Zensus sind außerdem die Erhebung aller Personen, die in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften – wie beispielsweise Alten- und Pflegeheimen – leben sowie eine vollständige Gebäude- und Wohnungszählung.

Was ist mit dem Datenschutz?
„Persönliche Angaben werden in jedem Fall geheim gehalten, ausschließlich anonymisiert ausgewertet und nur für statistische Zwecke verwendet. Alle an der Durchführung des Zensus 2022 beteiligten Personen sind auf die Einhaltung des Statistikgeheimnisses und den Datenschutz besonders verpflichtet“, versicherte der Leiter des Statistischen Amts, Dr. Matthias Fatke. Informationen fließen beim Zensus nur in eine Richtung: Aus den Verwaltungsregistern oder den Befragungen hin zur amtlichen Statistik. Es gilt das sogenannte „Rückspielverbot“. Einzelangaben oder entsprechende Informationen dürfen nicht an Behörden zurückgegeben werden, weder an das Einwohnermeldeamt, noch an das Finanzamt, noch an die Polizei.

Bürgermeister Dr. Clemens Maier sagte: „Ich danke allen für die Zensusstichprobe ausgewählten Einwohnerinnen und Einwohnern schon jetzt herzlich für ihr Mitwirken. Damit helfen Sie nicht nur der Stadt, sondern profitieren als Einwohnerin und Einwohner auch selbst davon.“

Zur Erhebungsstelle:
Die Erhebungsstelle Zensus ist eine Einrichtung der Landeshauptstadt Stuttgart und besteht aus 35 Mitarbeitenden. Für die Erhebungsstelle gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen im Sinne des Datenschutzes. Für spezielle Fragen zur Haushaltestichprobe und zur Zählung in Sonderbereichen in Stuttgart wenden Sie sich bitte an die Erhebungsstelle Stuttgart:
Telefon-Hotline: 0711 216-99899; erreichbar 9 bis 18.30 Uhr (Montag bis Donnerstag) sowie am Freitag 9 bis 15.30 Uhr.
Mail: [email protected]
Website: www.stuttgart.de/zensus
(Ab 16. Mai) Auskunftsstelle in der Eberhardstr. 39 (EG): Montag und Dienstag 10 bis 16 Uhr, Mittwoch 8 bis 16 Uhr, Donnerstag 10 bis 18 Uhr sowie Freitag 10 bis 13 Uhr.