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Viele Menschen, die nachts arbeiten, leisten einen geradezu unermesslichen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft. In der Gesundheitsversorgung und öffentlichen Sicherheit sind Ärzte, Pflegepersonal, die Polizei und Feuerwehr rund um die Uhr dazu bereit, uns in Notfällen zur Seite zu stehen. Neben solchen „Erste-Hilfe-Jobs“ gibt es natürlich noch weitere Berufe, die nichts für Frühschläfer sind: Vom Tankwart, Nachtwächter und Empfangspersonal in Hotels bis hin zum professionellen Poker-Esportspieler – Menschen, die sich aus beruflichen Gründen die Nacht um die Ohren schlagen, gibt es viele. Da man mit dem nächtlichen Wachbleiben gezielt gegen den eigenen Biorhythmus arbeitet, müssen Betroffene ganz besonders auf ihre Gesundheit und ihr Immunsystem achten. Dieser Artikel verrät wie.

Feste Schlafmuster einrichten
Ausreichend Schlaf ist wichtig und das vor allem, wenn man diesen nach einer langen Nacht tagsüber nachholen muss. Werden regelmäßig Nachtschichten eingelegt, sollte man immer versuchen, ein konsistentes Schlafmuster aufrechtzuerhalten. Wenn morgens also die meisten Menschen zu Arbeit gehen, fängt für Nachteulen die fest eingeplante Ruhephase an. Da das Tageslicht am Morgen besonders intensiv sein kann, sollte man für ein angemessenes Schlafumfeld sorgen. Dazu gehört ein komplett abgedunkelter Raum und wenn nötig eine Schlafmaske und Ohrenstöpsel. So wird der Körper regelrecht dazu trainiert, in einer anderen „Zeitzone“ zu funktionieren.

Vitamin D tanken
Auch wenn die Sonne draußen nicht scheint, nehmen wir über das Tageslicht lebenswichtiges Vitamin D auf. Dieses stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern ist auch für die Gesundheit unserer Knochen und Muskeln unverzichtbar. Es gibt viele Menschen, die nicht unbedingt nachts arbeiten und trotzdem unwissentlich an Vitamin-D-Mangel leiden. Um dies zu vermeiden, reichen schon 15-minütige Spaziergänge bei Tageslicht und der Verzehr von fettigem Fisch, Pilzen und Milchprodukten. Für Menschen die nachts am Schreibtisch sitzen lohnt es sich, in eine Tageslicht-Lampe zu investieren, die den Effekt von realen Sonnenstrahlen nachahmt und somit auch die Augen schont.

Ein gutes „Frühstück“
Normalerweise wird davon abgeraten, spät abends eine große Mahlzeit zu sich zu nehmen. Fängt der Tag jedoch erst nach den Abendnachrichten an, braucht man ein ordentliches Frühstück, um für die bevorstehenden Aufgaben genügend Energie zu haben. Zu vermeiden sind schwere Kohlenhydrate oder extrem zuckerhaltige Speisen. Diese sorgen nämlich dafür, dass der Blutzuckerspiegel auf Hochtouren kommt und dann rapide abstürzt. Proteinhaltige Mahlzeiten wie Omelette oder magere Hühnchenbrust spenden langanhaltende Energie und machen nicht müde. Auch Lebensmittel mit guten Fetten wie Nüsse oder Avocados eignen sich wunderbar zum Snacken zwischendurch.

Vorsicht mit dem Kaffee
Wer kennt das nicht: Sobald wir auf der Arbeit einen Anflug von Müdigkeit verspüren, greifen wir zu einer Tasse frisch gebrühten Kaffee. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Schwarztee und Energy Drinks helfen jedoch nur kurzzeitig und nicht etwa auf lange Sicht. Nach spätestens vier Stunden lässt die Wirkung nämlich nach und das selbst dann, wenn man sich daraufhin noch mehr Kaffee gönnt. Eine gute Alternative ist hier kaltes Wasser, das auch als sogenannter „Gehirnbooster“ wirkt. Es versorgt unsere Körperzellen mit Feuchtigkeit und steigert unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beträchtlich. Außerdem profitieren auch unser Immunsystem und Stoffwechsel vom kühlen Nass.

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Beschäftigung ist das A und O
Nachts verlangsamt sich das Treiben im allgemeinen öffentlichen Leben. Viele Nachtschichten sind deshalb von stundenlangem Warten oder Herumsitzen geprägt. Dies fördert jedoch nur die Müdigkeit und beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit. Gehirn und Körper sollten deswegen ausreichend beschäftigt werden, auch wenn dies auf minimalem Niveau geschieht. Kleine Aufgaben wie den Boden fegen, Regale aufräumen, Stricken oder Sudoku-Spiele helfen uns beim Wachbleiben. Geht man seinen Pflichten nicht völlig alleine nach, hilft es auch, freundliche Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen aufzubauen. Ist man zum Beispiel in ein anregendes Gespräch verwickelt, kommt keine Einsamkeit auf und die Stunden vergehen wie im Flug.

Wird nächtliche Arbeit über einen längeren Zeitraum ausgeführt, kann dies negative Auswirkungen auf die Gesundheit eines Menschen haben. Deshalb empfiehlt sich, seine Schichten öfter zu wechseln, um dem Körper vor allem ausreichend Tageslicht zu gewähren. Ist dies nicht möglich, sollte man die oben stehenden Hinweise unbedingt beachten und den Hausarzt für regelmäßige Kontrollen aufsuchen.