Play-Off-Paarungen stehen fest
Die Hauptrunde in der Handball-Bundesliga Frauen wird gespielt – während der HB Ludwigsburg den Hauptrundentitel gewinnen kann und sich Göppingen das letzte Play-Off-Ticket gesichert hat, freut sich die Liga über einen neuen Höchststand bei den Zuschauerzahlen.
Dortmund.| Bereits zum Saisonstart konnten die Handball-Bundesliga-Frauen ein starkes Wachstum bei den Zuschauerzahlen beobachten – dieser Trend hat sich über die komplette Hauptrunde fortgesetzt. 165.761 Zuschauer besuchten die 132 Hauptrundenspiele der höchsten deutschen Spielklasse.
Damit übertraf die Bundesliga bereits vor dem Start der Play-Offs den Gesamtwert der vergangenen Saison – um die Zahl von 164.778 Zuschauern zu erreichen, wurden 2023/24 glatt 50 Spiele mehr benötigt. Der Gesamtschnitt von 1.256 Zuschauern pro Spiel stellt einen neuen Rekordwert im Oberhaus dar – der bisherige Top-Wert von 1.114 Zuschauern entstammt der Saison 2012/13.
Spitzenreiter in der Zuschauerstatistik sind FRISCH AUF Göppingen (2.321 Zuschauer pro Spiel) und der VfL Oldenburg (2.179 Zuschauer pro Spiel), welche die 2.000er-Marke knacken konnten – einen Wert, der in der vergangenen Saison kein einziges Team erreicht hatte. Insgesamt acht Teams stehen mit ihrem Schnitt über der 1.000er-Marke – doppelt so viele wie in der Vorsaison.
Das größte Wachstum konnten mit Zwickau und Ludwigsburg zwei Teams verzeichnen, die in dieser Saison in eine neue Halle umgezogen sind – beide haben Ihren Zuschauerschnitt mehr als verdoppelt.
Christoph Wendt, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga Frauen, sieht diese Entwicklung als positive Zeichen vor dem Start der Play-Offs: „Wir haben über die gesamte Hauptrunde ein stark gesteigertes Interesse an unseren Wettbewerben und unseren Clubs verzeichnen können. Der neue Höchstwert bei den Zuschauerzahlen ist einerseits ein Zeichen für die gute Arbeit, die in den Clubs gemacht wird, andererseits aber auch ein Signal dafür, dass unsere Weiterentwicklungsstrategie Früchte trägt.
Nach der Nationalmannschaftspause steigt die Handball-Bundesliga Frauen in den Play-Offs und Play-Downs ein. In den Play-Offs kämpfen die Teams, welche die Hauptrunde auf den Plätzen 1 bis 8 abgeschlossen haben, um die Deutsche Meisterschaft, während in den Play-Downs die Teams auf den Plätzen 9 bis 12 um den Klassenerhalt kämpfen.
Durch den Abschluss der Hauptrunde stehen die Paarungen im Play-Off-Viertelfinale und im Play-Down-Halbfinale fest und sehen wie folgt aus:
Play-Offs:
Viertelfinale 1: HB Ludwigsburg (1) vs. FRISCH AUF Göppingen (8)
Viertelfinale 2: Thüringer HC (4) vs. HSG Bensheim/Auerbach (5)
Viertelfinale 3: Borussia Dortmund (2) vs. TuS Metzingen (7)
Viertelfinale 4: HSG Blomberg-Lippe (3) vs. VfL Oldenburg (6)
Die Play-Offs werden nach dem Prinzip „Best-of-3“ ausgetragen. Das heißt: Das Team, welches zuerst zwei Spiele gewinnt, gewinnt die Serie. Innerhalb der Viertelfinalserien hält die jeweils besserplatzierte Mannschaft gemäß Hauptrundentabelle den Heimvorteil und richtet das erste Spiel sowie (falls notwendig) das entscheidende dritte Spiel zu Hause aus.
Im Halbfinale 1 treffen die Sieger der Viertelfinalserien 1 und 2 aufeinander, während sich im Halbfinale 2 die Sieger der Viertelfinalserien 3 und 4 gegenüberstehen.
Den Heimvorteil genießt dabei der Sieger der erstgenannten Halbfinalserie – das heißt, das Teams im Viertelfinale den Heimvorteil der höher platzierten Mannschaft „erobern“ können. Sollte zum Beispiel der 8.-Platzierte im Viertelfinale den Hauptrunden-1 sein. schlagen, erobert er dessen Heimvorteil für die Halbfinal-Serie sowie die mögliche Final-Serie.
Playdowns:
PD-Halbfinale 1: Sport-Union Neckarsulm (9) vs. TSV Bayer 04 Leverkusen (12)
PD-Halbfinale 2: Buxtehuder SV (10) vs. BSV Sachsen Zwickau (11)
Die Play-Downs unterliegen wie die Play-Offs grundsätzlich dem Spielprinzip „Best-of-3“.
Innerhalb der gesamten Play-Downs hält die jeweils besser platzierte Mannschaft gemäß Hauptrundentabelle den Heimvorteil und richtet das erste Spiel sowie (falls notwendig) das entscheidende dritte Spiel einer Serie zu Hause aus.
Die Sieger der beiden Halbfinalserien können sich über den Klassenerhalt freuen. Die Verlierer treffen in der Play-Down-Finalserie aufeinander.
Die Ansetzung der Parteien für das Play-Off-Viertelfinale und das Play-Down-Halbfinale wird kurzfristig vorgenommen.
Bereits jetzt steht fest, dass die HB Ludwigsburg und Borussia Dortmund in der nächsten Saison ein Startrecht in der EHF European League erhalten. Während Ludwigsburg diesen Recht als DHB-Pokalsieger bereits vor dem Erreichen des 1. Platzes in der Hauptrunde innehatte, festigte Dortmund am vorletzten Spieltag den 2. Platz und ist ebenfalls für die European League qualifiziert. Sollte eine der beiden Mannschaften die Deutsche Meisterschaft gewinnen, tritt sie stattdessen in der EHF Champions League an.
Alle Informationen zu den weiterführenden Runden im Play-Off-System sowie zur Qualifikation für die europäischen Wettbewerbe sind hier abrufbar.