Foto: VR-Bank Ludwigsburg eG

Die Fusion der VR-Bank Asperg-Markgröningen, der Volksbank Ludwigsburg und der VR-Bank Neckar-Enz ist nun vollständig umgesetzt. Seit dem 8. November 2021 ist die VR-Bank Ludwigsburg nun im Echtbetrieb für alle Kunden im Einsatz.

„Seit dem Startschuss im November 2020 liegt ein langer Weg hinter uns“, erinnert VR-Bank Ludwigsburg Co-Vorstands-vorsitzender Timm Häberle. Das jetzt bald vergangene Geschäftsjahr 2021 stand in allen drei Ursprungsbanken ganz in Zeichen der geplanten Fusion.

„Wir haben für diese Fusion eine große Zustimmung erfahren. Das war uns nochmals Ansporn, das Projekt mit großem Engagement voranzutreiben und bestmöglich umzusetzen“, betont der zweite Co-Vorstandsvorsitzende Thomas Palus. Mit der Eintragung der VR-Bank Ludwigsburg im Genossenschaftsregister am 7. Oktober 2021 wurde die Fusion juristisch endgültig wirksam. Mit der sogenannten technischen Fusion und damit der Zusammen-legung aller Datenbestände im Rechenzentrum ist das neue Kreditinstitut am 6. November abschließend zusammen-gewachsen.

Oberstes Ziel war hierbei, die neue, moderne VR-Bank Ludwigsburg zu schaffen, die jetzt an den Start geht. Die Vertreter aller Häuser standen trotz Corona-Einschränkungen schon frühzeitig mit gedruckten Informationen, einem Online-Informationsportal und digitalen Vertreter-Dialogen im regen Austausch mit Vorstand und Aufsichtsrat.

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Fusion in 13 Projektgruppen

Die Corona-Pandemie habe dabei für weitere Herausforderungen gesorgt, mussten die Projekte doch überwiegend digital abgewickelt werden, erläutert Vorstandsmitglied Joachim Sandner. Dabei hätten die im Corona-Jahr 2020 geschaffenen technischen Möglichkeiten wie mobile Arbeitsplätze oder Videokonferenzsysteme hervorragend geholfen.

„Schon im Spätwinter 2021wurden 269 sogenannte Meilensteinprojekte gestartet, in denen 13 Expertenteams rund 3.000 benötigte Vorbereitungen für das Verschmelzen der Banken trafen“, berichtet Vorstandsmitglied Frank Kraaz aus der Projektarbeit. In Summe wären im zurück liegenden Jahr neben den normalen Alltagsaufgaben kumuliert 4096 Projekttage geleistet worden. „Für diese enorme Leistung gebührt allen Mitarbeitern unser Respekt und Dank.“

Technische Fusion war „Mammutaufgabe“

Mit einem Kraftakt wurde die Fusion am Wochenende vom 5. bis 7. November auch technisch abgeschlossen. „Unsere am Donnerstagabend begonnene Umstellungsphase lief dank der intensiven Vorbereitung und des hohen Engagements aller hervorragend“, berichtet Technik-Vorstand Heiko Herbst. Schon um 14:00 Uhr waren am Freitag 910 Bankarbeitsplätze in das neue System migriert, Datenbestände von 168.372 Kunden mit insgesamt 565.886 Einzelkonten wurden erfolgreich zu einer Bank zusammengeführt. Die Nutzung der Bankkarten, etwa bei Einkäufen, lief am Wochenende unterbrechungsfrei. Wer wollte, konnte nach einer kurzen Umstellung ab 15:00 Uhr wieder auf die 149 Geldausgabe- und sonstigen SB-Automaten zugreifen. Um 11:30 Uhr am Samstagvormittag war schließlich die neue Bank „online“ nachdem die Zusammenführung der Kundendaten erfolgreich abgeschlossen wurde.

Dieser wichtige Meilenstein war selbst vom beteiligten Rechenzentrum ATRUVIA erst einige Stunden später erwartet worden. „Ein schöner Beweis für die perfekte Vorbereitung. So lief die Umstellung für unsere Kunden sehr zügig und nur mit minimalen Einschränkungen“, freut sich Herbst.

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Optimistischer Blick in die Zukunft

„Mit der Fusion haben wir einen enormen Schritt hin zum Erhalt eines nachhaltigen Geschäftsmodells und effizienter, zukunftsfähiger Organisationsstrukturen geschafft“, blickt Palus zuversichtlich in die Zukunft. Kooperationen und größere Unternehmensstrukturen seien geeignete Antworten auf diese Herausforderungen, mit denen sich die Banken heute auseinandersetzen müssen.

Mitglieder und Kunden würden heutzutage zurecht qualifizierte digitale und persönliche Finanzdienstleistungen – jederzeit von jedem Ort aus erwarten. Und das unabhängig von stationären Filialstellen und Servicezeiten und zu einem guten Preis-/ Leistungs-Verhältnis. Dies sei nur mit hochqualifiziertem Personal und erheblichem Aufwand zu bewerkstelligen. Größeren Banken gelinge es nachhaltig leichter, all das zu bieten.

„Unter dem Motto ‚größer werden, um sich das Kleinsein weiterhin leisten zu können‘ ist eine neue Bank ist entstanden. Die Namen haben sich geändert – doch die Bank bleibt das, was ihre drei Vorgänger schon immer waren: der vertraute Ansprechpartner, nah und heimatverbunden – nur jetzt mit vereinten Kräften“, ergänzt Häberle.

Die neue VR-Bank Ludwigsburg startet mit einer Bilanzsumme von 5,8 Milliarden Euro, Kundeneinlagen von rund 4,5 Milliarden Euro und einem Kreditvolumen von 3,2 Milliarden Euro. Die 168.372 Kunden, von denen 135.523 Personen Mitglied der Bank sind, werden von 787 Mitarbeitenden betreut.

So ist hier eine moderne, leistungsfähige Genossenschaftsbank entstanden, die sich weiterhin auf den Landkreis konzentriert und ihr historisches Eigenverständnis unverändert im Fokus hat: die gelebte Kundennähe, aber auch eine Übernahme gesellschaftlicher Mitverantwortung.