W&W-Gruppe: Erfolgreiches Dreivierteljahr 2018

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  • Konzernüberschuss mit 172,3 Millionen Euro trotz Rekordinvestitionen über den Erwartungen
  • Weiterhin erfreuliches Neugeschäft
  • Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Unser Aufbruch zeigt Erfolge“
  • Ertragsprognose für Gesamtjahr bestätigt

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) konnte im bisherigen Jahresverlauf ihren erfolgreichen und soliden Kurs fortsetzen. Das Konzernergebnis nach Steuern lag von Januar bis September 2018 über den Erwartungen. Das Neugeschäft entwickelte sich dabei insgesamt weiterhin erfreulich. Für das Gesamtjahr 2018 bestätigt die W&W-Gruppe die Erwartung eines Konzernüberschusses von mindestens 200 Millionen Euro.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Das Jahr 2018 ist das zweite Jahr unseres Aufbruchs in die digitale Zukunft und für eine noch mehr am Kunden ausgerichtete Aufstellung. Wir haben zahlreiche neue digitale Initiativen und Produkte auf den Weg gebracht und sehen zunehmend deren Erfolg. Mit der Modernisierung unserer Prozesse im angestammten Geschäft und in den neuen Geschäftsmodellen kommen wir gut voran. Dies zeigt, dass es die W&W versteht, die sich ändernden Kundenbedürfnisse nachzuvollziehen und in attraktive marktfähige Lösungen umzusetzen. Dass unsere Ertragslage nach neun Monaten trotz der sehr hohen Investitionen sogar über unseren Erwartungen liegt, beweist die innere Stärke, die sich unsere Gruppe erarbeitet hat. Die W&W ist auf einem guten Weg in die digitale und auf den Kunden ausgerichtete Zukunft.“

Wichtige Kennzahlen der ersten neun Monate 2018

  • Der Konzernüberschuss nach Steuern belief sich auf 172,3 Millionen Euro nach 214,7 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während der Rückgang – wie erwartet und angekündigt – auf das laufende Rekord-Investitionsprogramm für die Gruppe zurückzuführen ist, lag das Ergebnis dennoch über den eigenen Erwartungen. Den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag lieferte das Segment Schaden-/ Unfallversicherung mit 106,8 Millionen Euro (neun Monate 2017: 109,2 Millionen Euro). Der leichte Rückgang ist durch höhere Steueraufwendungen bedingt.
  • Die konzernweiten Verwaltungsaufwendungen stiegen von Januar bis September lediglich um 2,0 Prozent auf 777,6 Millionen Euro (neun Monate 2017: 762,4 Millionen Euro). Während die Personalaufwendungen trotz tariflicher Gehaltssteigerungen abnahmen, erhöhte sich der Marketingaufwand unter anderem durch den neuen Markenauftritt der Württembergischen Versicherung. Die W&W-Gruppe übt dabei weiterhin eine hohe Kostendisziplin und hält an der jährlichen Produktivitätssteigerung um 5 Prozent fest.

Entwicklung der Geschäftsfelder in den ersten neun Monaten 2018

  • In der Schaden- und Unfallversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 5,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Das Neu- und Ersatzgeschäft stieg dabei um 8,2 Prozent, es legte vor allem der Bereich Privatkunden zu, aber auch das Kfz-Geschäft. Die Württembergische Versicherung weist nach neun Monaten trotz höherer Elementarschäden weiterhin eine sehr gute Combined Ratio (Schaden-/Kostenquote) von brutto 89,3 Prozent aus, die damit besser als der Vorjahreswert von 90,7 Prozent ist.
  • In der Personenversicherung nahmen die gebuchten Bruttobeiträge im Periodenvergleich um 3,0 Prozent auf 1,60 Milliarden Euro zu. Besonders erfreulich entwickelten sich Einmalbeiträge und das bAV-Geschäft.
  • Weiterhin erfreulich entwickelt sich auch das Baufinanzierungsgeschäft, das in den ersten drei Quartalen konzernweit ein Wachstum um gut 10 Prozent auf 4,56 Milliarden Euro erzielte. Damit gelang ein Wachstum stärker als der Markt. Das Bausparneugeschäft der Wüstenrot Bausparkasse erreichte nach neun Monaten ein Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme von 9,68 Milliarden Euro und lag damit fast auf dem Vorjahreswert von 10,11 Milliarden Euro. Das Netto-Neugeschäft lag bei 7,87 Milliarden nach 8,46 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
  • Bemerkenswert war in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres das Wachstum bei Wohn-Riester-Verträgen und Kinder-Wohnsparen. Bis zum Jahresende wird eine weitere Erholung des Geschäfts erwartet, unter anderem aufgrund eines neuen Tarifs für höhervolumige Geschäfte. Auch das Angebot in der „Wüstenrot Wohnwelt“, seit Anfang dieses Jahres online, wurde erweitert. Nutzer können auf der Wohn-Plattform im Internet nicht nur Objekte suchen, sondern mittlerweile auch Immobilienanzeigen aufgeben. Wer als Privatperson sein Haus oder seine Wohnung verkaufen oder vermieten möchte, kann diese kostenlos in der „Wohnwelt“ anbieten.

Digitale Geschäftsmodelle weiter ausgebaut

Seit Mai dieses Jahres sind die digitalen Geschäftsmodelle der W&W-Gruppe in der brandpool GmbH gebündelt. Die neuen Produkte und Services wurden im Berichtszeitraum kontinuierlich ausgebaut:

  • Die Digitalmarke „Adam Riese“ brachte mit der Betriebshaftpflicht für Gewerbe, Bauhandwerk und Gastronomie erstmals eine Versicherung für gewerbliche Kunden auf den Markt, die die Produkte Haftpflicht und Rechtsschutz für Privatkunden ergänzt. Insgesamt liegt die Marktresonanz für „Adam Riese“ nach dem Start im Oktober 2017 über den Erwartungen.
  • Der im April 2018 gestartete, webbasierte Finanzierungsassistent NIST konnte die ersten Finanzierungen erfolgreich abschließen und entwickelt sich plangemäß. NIST begleitet die Nutzer in einfachen Schritten vom Beginn der Immobiliensuche bis zur Finanzierung des Objekts.