Bietigheim will sich in der oberen Tabellenhälfte zurückmelden

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.|  Am Samstag (23.11.2019 um 19.30 Uhr, EgeTrans Arena Bietigheim) lebt das dramatische Saisonfinale der Handball-Bundesliga aus der zurückliegenden Saison noch einmal auf, wenn am 13. Spieltag die SG BBM Bietigheim im Duell der beiden Absteiger den VfL Gummersbach erwartet.

Unvermeidlich wird der Geist des 9. Juni 2019 noch einmal durch die EgeTrans Arena wehen, jenes an Spannung nicht zu überbietenden finalen Spieles vor ausverkauftem Haus, das durch das 25:25-Unentschieden zwischen Bietigheim und Gummersbach am Ende nur Verlierer kannte und beide Teams gemeinsam in die 2.HBL stürzte.

„Natürlich ist das Spiel bei jedem noch irgendwo im Kopf“, sagt Hannes Jón Jónsson. „Aber innerhalb der Mannschaft haben wir nicht mehr darüber geredet“. Es sei übrigens die einzige Begegnung in der vergangenen Rückrunde gewesen, die sich der Trainer der SG BBM nicht noch einmal im Videorückblick angeschaut habe. „Abgehakt“ will der Isländer damit wohl signalisieren und redet lieber über die aktuelle positive Entwicklung seiner Mannschaft. „Für uns ist das Spiel gegen Gummersbach eine Chance uns zurückzumelden“, sagt der Coach des Tabellenelften.

Für Jónsson ist es wenig verwunderlich, dass sich der Traditionsverein aus Nordrhein-Westfalen nach kleinen Anfangsschwierigkeiten relativ schnell in der 2. HBL zurechtgefunden hat. Stolze 53 Jahre immerhin waren die Oberberger in der höchsten Spielklasse vertreten, jetzt folgt das erste Jahr im Unterhaus. Orientierungsprobleme sind da leicht vorstellbar. Nur ein Minuspunkt trennt den VfL jedoch aktuell von einem der beiden Aufstiegsplätze. Die Truppe von Torge Greve hat mit 15:7 Punkten auf Rang 4 direkten Kontakt zur Tabellenspitze. Sechs Siege aus den letzten sieben Partien machen Gummersbach am Samstag zum leichten Favoriten.

„Es war klar, dass Gummersbach mit diesem Kader eine Rolle spielen wird“, sagt Jónsson. Zwar hat der zwölffache Deutsche Meister sich nach dem Abstieg auf zahlreichen Positionen verändert. Doch die eigentlich für die 1. Liga verpflichteten Verstärkungen konnten gehalten werden. Alexander Hermann (Wetzlar) und Janko Bozovic (Emsdetten) bilden mit zusammen über 100 Feldtoren eine wurfgewaltige Rückraumachse. Im Tor hat der Kroate Filip Ivic (Kielce) den Platz von Carsten Lichtlein eingenommen. Die Gummersbacher Defensive hat aktuell die wenigsten gegnerischen Treffer zugelassen. Jüngst wurde der Kader in der Breite nochmals verstärkt. Per Zweitspielrecht könnte der 19-jährige Alexander Weck vom Bergischen HC am Samstag seine erste Partie im Gummersbacher Trikot bestreiten.

Und da ist nicht zuletzt Robin Haller. Der mittlerweile 33-jährige Rückraumspieler, dessen Vertrag nach zwölf Spielzeiten in Bietigheim nicht mehr verlängert wurde, hat für zwei Jahre beim Mitabsteiger unterschrieben. Das Trikot des Bietigheimer Publikumslieblings hängt seit Juni unterm Hallendach der EgeTrans Arena – eine der ganz besonderen Geschichten rund um das Gummersbach-Spiel.

„Da spielen am Samstag zwei ambitionierte Mannschaften gegeneinander“, will Jónsson auch das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellen. „In beiden Teams steckt viel Qualität“. Mit der jüngsten Entwicklung seines Kollektivs zeigt sich der 39-jährige Isländer zufrieden. „Wir haben drei sehr gute Trainingswochen hinter uns und die letzten zwei Spiele gegen Coburg und Krefeld gewonnen. Die Form stimmt.“ Im letzten Spiel beim stark ersatzgeschwächten Aufsteiger HSG Krefeld waren seine Jungs allerdings wenig gefordert, das Spiel beim Tabellenletzten nach einer konzentrierten ersten Hälfte beim Stand von 8:17 bereits beim Seitenwechsel entschieden.

„In einer solchen Situation ist mir dann wichtiger, dass alle unsere Spieler zum Einsatz kommen“, sagt Jónsson, „als auf ein mögliches höheres Ergebnis zu gehen.“ Das 19:26 in Krefeld markiert ohnehin den bislang höchsten Saisonerfolg der Schwaben. Auf der rechten Angriffsseite empfahl sich Max Emanuel für kommende Aufgaben. Der 25-jährige Linkshänder stand zuletzt einige Spiele nicht im Kader. Mario Urban krönte den ersten Punktspieleinsatz auf der rechten Außenbahn mit seinem Premierentor in der 2.HBL. Am Samstag könnte aber auch Kreisläufer Jonathan Fischer nach überstandener Fußverletzung wieder in den Kader zurückkehren. Linkshänder Dominik Claus, der sich in Krefeld den Ringfinger der rechten Hand ausgekugelt hatte, stand schon im Montagstraining wieder auf der Platte.

„Worum es jetzt geht, sind frische Beine und ein frischer Kopf“, sagt Jónsson und gönnte seiner Mannschaft kurzfristig einen trainingsfreien Mittwochabend. Um die Motivation für den Samstagabend macht sich der Bietigheimer Trainer  ohnehin keine Sorgen: „Es geht gegen den VfL Gummersbach. Das ist unverändert eine Hausnummer im Handball. Da wird einfach jeder sein Bestes geben.“


Polizei: Fußballeinsatz – VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC

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Die Vorbereitungen laufen

Stuttgart-Bad Cannstatt.| Derzeit bereitet sich die Polizei auf das Heimspiel des VfB Stuttgart am kommenden Sonntag (24.11.2019) in der Mercedes-Benz-Arena vor. Bei dem Derby werden mehrere Hundert Polizeibeamte im Einsatz sein. Auch Wasserwerfer werden, wie zuletzt 2017 beim “KSC-Spiel”, sichtbar am Stadion bereitstehen. Außerdem setzt die Einsatzleitung einen Polizeihubschrauber ein, der Übersichtsaufnahmen vom Geschehen am Boden liefert.

Bei diesem Derby geht die Polizei zwar grundsätzlich von einem friedlichen Verlauf aus, weiß jedoch aus Erfahrung, dass sich leider nicht alle an Regeln halten wollen. Der Einsatzleiter der Polizei machte am Freitag (22.11.2019) seine Linie für das Geschehen rund um das Stadion, insbesondere für gewaltbereite Anhänger des KSC und des VfB, deutlich: “Wer sich unmittelbar im Zusammenhang mit diesem Fußballspiel nicht an Recht und Gesetz hält, wer Gewalt gegen Personen und Sachen anwendet, muss mit Konsequenzen rechnen, auch damit, keinen Zutritt ins Stadion zu bekommen”, so Vizepräsident Thomas Berger.

Die Polizei rät aufgrund der zu erwartenden Verkehrsstörungen allen Besuchern von Veranstaltungen im Neckarpark, frühzeitig anzureisen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.


Tarife im VVS 2020: Gemeinderat bekräftigt Wunsch nach Nullrunde

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Stuttgartr.| Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart möchte, dass die Tarife im VVS im kommenden Jahr unverändert bleiben. Der Verwaltungsausschuss hat am Donnerstag, 20. November, einen Beschluss mit breiter Mehrheit gefasst, der von Oberbürgermeister Fritz Kuhn eingebracht worden war.

Der Beschluss lautet: „Der Gemeinderat bekräftigt das Vorhaben, beim VVS eine Nullrunde für das Jahr 2020 zu beschließen. Die jährlichen Kosten für die Landeshauptstadt Stuttgart belaufen sich in den nächsten fünf Jahren auf 2,84 Millionen Euro und dann dauerhaft auf 3,1 Millionen Euro. Sollte die Nullrunde scheitern, beabsichtigt der Gemeinderat die 2,84 Millionen Euro für Tarifmaßnahmen zu veranschlagen, die allein die Landeshauptstadt beschließen kann.“

Die Entscheidung über die Tarife fällt im Aufsichtsrat des VVS am 3. Dezember. Hierzu ist das Einvernehmen aller Beteiligten (Stadt, Land und Landkreise) Voraussetzung.


Hundehalter haftet für provokatives Verhalten seines Vierbeiners

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Provoziert ein nicht angeleinter Hund einen anderen Hund derart, dass der gereizte Hund zubeißt und jemanden schädigt, haftet unter Umständen der Halter des nicht angeleinten Hundes. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W), weist auf zwei aktuelle Urteile des Oberlandesgerichts Karlsruhe (7 U 86/18) und des Landgerichts Osnabrück (8 O 1022/19) hin.

In dem vom Oberlandesgericht Karlsruhe entschiedenen Fall hatte eine Halterin ihren Terrier nicht angeleint. Als dieser auf eine angeleinte Dogge zurannte, kam es zu einem Kampf zwischen den Tieren. In dessen Verlauf stürzte der Halter der Dogge und wurde von einem der Hunde ins Gesicht gebissen. Der geschädigte Hundehalter, ein Freiberufler, war fünf Tage arbeitsunfähig und trug eine Narbe davon. Laut dem Urteil muss ihm die Halterin des Terriers den Verdienstausfall von 3.100 Euro und Schmerzensgeld von 2.000 Euro bezahlen. Zwar konnte nicht geklärt werden, ob der Halter der Dogge von seinem eigenen Hund oder von dem Terrier gebissen wurde. Darauf komme es aber nicht an, entschied das Gericht. Entscheidend sei vielmehr, dass die Aggression von dem nicht angeleinten Terrier ausging.

Anders war der Sachverhalt dagegen bei dem vom Landgericht Osnabrück entschiedenen Fall. Die Besitzerin eines Terriers war hingefallen und hatte sich verletzt, nachdem ihr Hund mehrfach um sie herumgelaufen war und sich dabei die Hundeleine verwickelt hatte. Sie war der Ansicht, dass sich ihr Hund deshalb so nervös verhalten habe, weil sich in der Nähe ein angeleinter Rottweiler befand.

Sie verklagte dessen Halter auf Schmerzensgeld. Die Klage wurde allerdings abgewiesen. Laut dem Urteil würde der Halter nur dann haften, wenn der Rottweiler den Terrier zu seinem Verhalten provoziert hätte. Das war jedoch nach Überzeugung des Gerichts nicht der Fall, da der Rottweiler angeleint war und von ihm keine Aggression ausging.


Geldsegen für die Weihnachtsspendenaktionen

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Kreissparkasse verdoppelt am 9. Dezember erneut Spenden auf www.gut-fuer-den-landkreis-esslingen.de

Esslinge.| Alle Jahre wieder widmet die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ihre Verdoppelungsaktion im Dezember den Weihnachtsspendenaktionen von Eßlinger Zeitung und Teckbote. Jede Spende bis 100 Euro, die am 9. Dezember ab 10 Uhr auf der Spendenplattform gut-fuer-den-landkreis-esslingen.de eingeht, wird verdoppelt. Dafür stellt die Kreissparkasse 10.000 Euro zur Verfügung.

Auf gut-fuer-den-landkreis-esslingen.de können interessierte Spender die Weihnachtsspendenaktionen der Eßlinger Zeitung oder des Teckboten auswählen. Alles Weitere geht denkbar einfach: Höhe der Spende festlegen, Zahlungsdaten eintragen und abschicken. Mit dem Geld werden hilfsbedürftige Menschen im Landkreis unterstützt. Neben persönlichen Einzelfällen helfen die Spenden für die Weihnachtsaktionen, verschiedene Projekte in sozialen Einrichtungen umzusetzen.

„Gerade zu Weihnachten sind helfende Organisationen und in Not geratene Personen sehr dankbar für eine finanzielle Unterstützung. Ihnen kommt die Verdoppelungsaktion am 9. Dezember zugute“, erklärt Burkhard Wittmacher, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse. Das Kreditinstitut hat seit 2015 über 200.000 Euro für Verdoppelungsaktionen zur Verfügung gestellt.

Alle Spenden auf gut-fuer-den-landkreis-esslingen.de kommen zu 100 Prozent bei den Empfängern an. Die Nutzung der Spendenplattform ist kostenlos; die Kosten für den laufenden Betrieb der Plattform übernimmt die Kreissparkasse. betterplace.org ist Partner der Kreissparkasse bei der Stärkung des Ehrenamts.


Erster Punktgewinn für SVL-Wasserballer

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Leichte Bedenken hatte Timo van der Bosch bei seinem Comeback gegen den ASC Duisburg in der Pro A.

Der SV Ludwigsburg erkämpft sensationell trotz eines zwischenzeitlichen 4:8-Rückstands gegen den Vorjahresvierten ASC Duisburg in der Pro A-Wasserbundesliga ein 15:15-Unentschieden.

Eine Schultereckgelenksprengung zwang zuvor Timo van der Bosch, den Bundesligawasserballer des SV Ludwigsburg zu dreimonatiger Pause. Spätestens im Wasser wichen die Sorgen: Die linke Schulter hielt. Van der Bosch erzielte zwei Tore und lenkte mit seinen Gesicht den Schuss von Domagoj Mijatovic 45 Sekunden vor Schluss zum 15:15-Endstand ein.

„Ein bärenstarker Spieler“, war der vierfache ASC-Torschütze Djordje Tanaskovic voll des Lobes. Auch SVL-Torwart Josip Katusa stimmte zu: „Wenn Timo in Wasser ist, macht er einfach den Unterschied für uns aus“. Die erste Aktion des 25-jährigen Nationalspielers ließ nicht lange auf sich warten: Mit einer perfekten Rückhand überwältigte van der Bosch ASC-Keeper Stefan Popovic zum 1:0 zu Beginn des ersten Viertels.

Nach einen offen Schlagabtausch trennten sich beide Teams mit einen 3:3-Unentschieden im ersten Abschnitt. Dann folgte jedoch der Einbruch beim SVL: Torwart Ivan Pisk wurde für den Duisburger Angriff ungehindert zur Zielscheibe. Mit einen starken Dennis Eidner im Center, nutzte Duisburg die SVL-Fehler zur 9:6-Führung im zweiten Viertel aus.

Doch die Schnurrbart-Männer von SVL-Trainer Adrian Jakovcev gaben nicht auf: Der SV Ludwigsburg zeigte mehr Courage im Angriff, während die Abwehr stabiler stand. Marko Martinic, Domagoj Mijatovic Veljko Stanimirovic glichen zum 11:11 im dritten Viertel aus.

Das letzte Viertel glich einen Krimi. Marko Martinic schoss die Ludwigsburger mit seinen fünften Tor in Front (12:11), musste allerdings zwanzig Sekunden später mit drei persönlichen Fouls das Wasser verlassen. Die Gästen witterten ihre Chance und zogen durch Konter auf 12:15 drei Minuten vor Spielende davon.

Doch van der Bosch und Co. bäumten sich nochmal auf. Mitko Nachev und Timo van der Bosch verkürzten für die Barockstädter zum 14:15. Als dann Domagoj Mijatovic Ball unter Mithilfe von van der Bosch den Weg ins Tor fand, explodierten die 200 Zuschauer im Inselbad.

„Dieses Glück haben wir uns erarbeitet. Am Ende ist das Unentschieden verdient“, sagte Timo van der Bosch, dessen Comeback den Ludwigsburgern Bundesligawasserballern den ersten Punkt nach zuletzt vier sieglosen Spielen einbrachte. Am 23.11 müssen Jakovcev und Co. beim Tabellenführer Wasserfreunde Spandau 04 ran.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Timo van der Bosch (2 Tore), Luka Vuckovic, Marko Martinic (5), Veljko Stanimirovic (1), Domagoj Mijatovic (5), Leopold Friedrich, Philipp Kotowski, Mitko Nachev (2), Aleksandar Katic, Milan Attila Melegh, Ivan Pisk

Gast – ASC Duisburg: Stefan Popovic, Dennis Eidner (2), Gilbert Schimanski (1), Bela Marinus Basso, Bastian Schmellenkamp (3), Manuel Grohs, Nils Illinger (1), Nick Möller, Moritz Schmidt, Dorde Tanaskovic (4), Efstratios Manolakis (2), Jan Bakulo (2), Ivo Topolovac


Milorad Pilipovic neuer Cheftrainer beim SGV Freiberg

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Freiberg a. N.| Mit Milorad Pilipovic verpflichtet der SGV einen erfahrenen Fußball-Lehrer für den Cheftrainer-Posten. Der 61-jährige trainierte in der Vergangenheit unter anderem den Bahlinger SC, den FC 08 Villingen und auch die Damenmannschaft vom SC Freiburg, die er zuerst in die Bundesliga führte und dort dann etablierte. In seinen Zeiten beim Bahlinger SC gelang ihm neben dem Gewinn des südbadischen Verbandspokals auch der Aufstieg in die Regionalliga.

Als Profi war Pilipovic in den 1980er Jahren für SC Freiburg und den Karlsruher SC am Ball.

„Wir freuen uns mit Milorad Pilipovic einen Trainer für uns gewonnen zu haben, der besonderen Wert auf Disziplin, Einsatz- und Laufbereitschaft legt. Wir sind davon überzeugt, dass er die Mannschaft beleben und in die Erfolgsspur zurückführen wird“, so Präsident Emir Cerkez bei der Trainervorstellung.

Milorad Pilipovic erhält einen Vertrag bis 30.06.2021. Die beiden zuletzt als Interimstrainer tätigen, Marcel Ivanusa und Ferdinand Groß werden ihm als Co-Trainer zur Seite stehen.


Wertstoffhof Böblingen-Hulb wieder geöffnet

Nach umfangreicher Sanierung am 15. November offiziell eingeweiht

Kreis Böblingen.| 1.000 Besucher pro Tag kommen durchschnittlich zum Wertstoffhof im Böblinger Gewerbegebiet Hulb. Über vier Monate mussten sie darauf verzichten. Seit Samstag, den 16.November 2019 hat der größte Wertstoffhof des Landkreises wieder geöffnet, nachdem nun die umfangreichen Bauarbeiten zur grundlegenden Sanierung abgeschlossen sind. Am Freitag, den 15. November 2019 wurde er von Landrat Roland Bernhard und Werkleiter Wolfgang Bagin eingeweiht.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb musste den Wertstoffhof Ende Juni 2019 für die Umbaumaßnahmen schließen. Nun ist er mit neuem Dach, Bodenbelag und Entwässerungseinrichtungen sowie neuester Elektrotechnik für die Zukunft gerüstet. Größter Kostenfaktor mit über 400.000 Euro war die Dacherneuerung. Das alte, asbestbelastete Dach wurde fachgerecht abgebaut und entsorgt, das neue Dach erhielt zudem eine energiesparsame LED-Beleuchtung und eine neue Dachflächenentwässerung. Die Sanierung des Bodenbelags einschließlich der Erneuerung der Straßenentwässerung belief sich auf ca. 250.000 Euro. Auch die Schadstoff-Annahmestelle wurde mit einem Kostenrahmen von einer halben Million Euro ertüchtigt. Dazu gehören der Abbruch sowie die Errichtung eines Zauns, der Fundamentplatte für die vier neuen Lagercontainer, die Verlegung neuer Wasser- und Abwasserleitungen für den neu hinzugekommenen Annahmecontainer und die Installation neuester Sicherheitstechnik.

Zur Einweihungsfeier waren neben Landrat Roland Bernhard und Werkleiter Wolfgang Bagin auch Kreisräte und Vertreter der beteiligten Baufirmen anwesend. Der Landrat stellte in seinem Grußwort die Bedeutung des Wertstoffhofsystems für die sortenreine Erfassung von Wertstoffen heraus: „Der Landkreis Böblingen setzt seit Jahrzehnten erfolgreich auf eine getrennte Erfassung von Wertstoffen. Die Bürger und unsere Mitarbeiter sind bei der Trennung sehr gewissenhaft, dies ist die beste Voraussetzung für Recycling. Ein Nachsortieren, wie es bei allen anderen Systemen notwendig wird, entfällt. Unser Konzept vereint ökologische und ökonomische Vorteile. Auf allen 31 Wertstoffhöfen im Landkreis können viele weitere Wertstoffe wie Schrott, Glas, Hartkunststoffe, Altholz und noch einiges andere abgegeben werden.“

„Das war eine große Umbaumaßnahme, die der Abfallwirtschaftsbetrieb zu stemmen hatte. Wir sind stolz auf unseren rundum erneuerten und meistfrequentierten Wertstoffhof in zentraler Lage des Landkreises, der sichtlich in die Jahre gekommen und dessen Sanierung dringend notwendig war. Auch die Wertstoffhof-Mitarbeiter auf den benachbarten Wertstoffhöfen haben Hervorragendes geleistet und das zusätzliche Kundenaufkommen bewältigt“ so Werkleiter Wolfgang Bagin.

Am Samstag, 16. November nimmt der Wertstoffhof seinen regulären Betrieb wieder auf und hat wie gewohnt montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Der Wertstoffhof in Sindelfingen-Darmsheim, der während der Bauphase ganztägig geöffnet hatte, hat nun wieder mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Der für die Bauzeit eingerichtete Ersatzwertstoffhof auf dem Gelände der ehemaligen Deponie Böblingen ist hinfällig.


stella-sharing streicht die Winterpause

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Bei Feinstaub-Alarm gibt es Minutenrabatt und freie Registrierung

Stuttgart.| Die hellblauen Elektroroller von stella-sharing machen erstmals keine Winterpause und sind in Stuttgart während der gesamten Feinstaubsaison verfügbar. „Wir richten uns nach dem Wunsch der stella-Community aus unserer jüngsten Nutzerumfrage“, sagt Olaf Kieser, Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. „Wenn die Wintersaison erfolgreich verläuft, können wir uns auch einen Dauerbetrieb der Flotte vorstellen.“

stella leiste damit einen Beitrag zur Luftreinhaltung in der Feinstaubsaison. Bei Feinstaub-Alarm fahren alle stella-Nutzer künftig zu einem reduzierten Minutenpreis von 19 Cent. Neuregistrierungen sind an diesen Tagen kostenlos. Die Stadtwerke behalten sich vor, bei widrigen Wetterverhältnissen den Betrieb und gegebenenfalls auch das Geschäftsgebiet aus Sicherheitsgründen einzuschränken.

Die Elektroroller-Flotte der Stadtwerke wie auch die Wartungs-E-Fahrzeuge werden mit TÜV-zertifizierten Stadtwerke-Ökostrom geladen und fahren somit CO2-frei. stella-sharing funktioniert stationsunabhängig und App-basiert nach dem Free-Floating-Prinzip: Die E-Roller können überall gefahren werden. Angemietet und abgestellt werden sie in einem 48 Quadratkilometer großen Geschäftsgebiet.

Mehrheit nutzt stella als Ersatz zum Auto
stella-sharing hat sich als klimafreundliche Mobilitätsalternative in Stuttgart etabliert. Laut der Nutzerumfrage setzen 54 Prozent der Nutzer auf stella-Elektroroller als Ersatz für eine Autofahrt in die City. Für über 75 Prozent ist E-Roller-Sharing eine Ergänzung zum ÖPNV. stella ist außerdem viel in der Freizeit im Einsatz. Für den Weg ins Büro, Hochschule oder Schule steigen bislang 27 Prozent auf einen Miet-E-Roller. (Mehrfachnennungen waren möglich).

„Die neue Kooperation mit der BW-Bank hat uns 2019 Rückenwind beschert. Für unsere Nutzer waren doppelt so viele E-Roller verfügbar. Gleichzeitig haben wir einen bedeutsamen Stuttgarter Partner, der sich mit uns für die Mobilitäts- und Energiewende sowie Erneuerbare Energien stark macht“, fügt Kieser hinzu. “Die BW-Bank ist vom Nutzen von stella-sharing für Stuttgart überzeugt und wir freuen uns, dass wir mit dem Projekt ein nachhaltiges Verkehrskonzept für unsere Landeshauptstadt unterstützen können“, sagt Thomas Rosenfeld, Vorstandsmitglied der BW-Bank.

Mittlerweile zählt stella über 18.000 Nutzer. Seit dem Start 2016 fuhr die stella-Community insgesamt 910.000 Kilometer mit den E-Rollern. Im Vergleich zu konventionell betriebenen Rollern vermieden sie damit rund 44 Tonnen klimaschädliches CO2.

Zwei Stuttgarter gewinnen emco-E-Roller im stella-Look
Besonderen Grund zur Freude haben zwei Stuttgarter: Die Stadtwerke-Verlosung von zwei emco-Elektrorollern im stella-Look gewannen Nadine Weingärtner und Michael Hömme. Über 5.000 Leute hatten sich am Gewinnspiel beteiligt. Sie nahmen ihre hellblauen Elektroroller vor dem Neuen Schloss entgegen. „Wir hoffen, Sie als Mitstreiter für die Elektromobilität und die Energiewende gewonnen zu haben“, gratulierte Stadtwerke-Chef Kieser. „Die Botschaft von stella-sharing ist: Elektromobilität ist nur mit Erneuerbaren Energien sinnvoll.“


MTV Stuttgart turnt im großen Finale

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Potsdam/Stuttgart.| Als Arbeitssieg bezeichnete Trainerin Marie-Luise Probst-Hindermann den Erfolg der MTV Turnerinnen am letzten Wettkampftag. In Potsdam sicherten sich die MTV Turnerinnen ohne Mühe nach einer langen Saison den Einzug ins große Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft.

„Wir haben verdient gewonnen“, zollte Probst-Hindermann ihren Schützlingen Respekt und fügte hinzu: „alles junge, routinierte Frauen, die ihre Übungen abrufen können“.

Wenngleich es noch Luft nach oben gab, denn der MTV musste am Schwebebalken gleich vier Stürze in Kauf nehmen. Fehler, die beim großen Finale nicht passieren dürfen, wenn der deutsche Meistertitel verteidigt werden soll.

Die Stuttgarterinnen ziehen als Tabellenerster ins Finale ein und haben die Titelverteidigung fest im Visier. Der elfte Titel ist in reichbarer Nähe und wer die Turnerinnen aus der Landeshauptstadt kennt weiß, dass sie alles daran setzen, um die Meisterkrone erneut nach Hause zu bringen.

Das große Finale findet am 30. November in Ludwigsburg in der MHP Arena statt.