Leichte Bedenken hatte Timo van der Bosch bei seinem Comeback gegen den ASC Duisburg in der Pro A.

Der SV Ludwigsburg erkämpft sensationell trotz eines zwischenzeitlichen 4:8-Rückstands gegen den Vorjahresvierten ASC Duisburg in der Pro A-Wasserbundesliga ein 15:15-Unentschieden.

Eine Schultereckgelenksprengung zwang zuvor Timo van der Bosch, den Bundesligawasserballer des SV Ludwigsburg zu dreimonatiger Pause. Spätestens im Wasser wichen die Sorgen: Die linke Schulter hielt. Van der Bosch erzielte zwei Tore und lenkte mit seinen Gesicht den Schuss von Domagoj Mijatovic 45 Sekunden vor Schluss zum 15:15-Endstand ein.

„Ein bärenstarker Spieler“, war der vierfache ASC-Torschütze Djordje Tanaskovic voll des Lobes. Auch SVL-Torwart Josip Katusa stimmte zu: „Wenn Timo in Wasser ist, macht er einfach den Unterschied für uns aus“. Die erste Aktion des 25-jährigen Nationalspielers ließ nicht lange auf sich warten: Mit einer perfekten Rückhand überwältigte van der Bosch ASC-Keeper Stefan Popovic zum 1:0 zu Beginn des ersten Viertels.

Nach einen offen Schlagabtausch trennten sich beide Teams mit einen 3:3-Unentschieden im ersten Abschnitt. Dann folgte jedoch der Einbruch beim SVL: Torwart Ivan Pisk wurde für den Duisburger Angriff ungehindert zur Zielscheibe. Mit einen starken Dennis Eidner im Center, nutzte Duisburg die SVL-Fehler zur 9:6-Führung im zweiten Viertel aus.

Doch die Schnurrbart-Männer von SVL-Trainer Adrian Jakovcev gaben nicht auf: Der SV Ludwigsburg zeigte mehr Courage im Angriff, während die Abwehr stabiler stand. Marko Martinic, Domagoj Mijatovic Veljko Stanimirovic glichen zum 11:11 im dritten Viertel aus.

Das letzte Viertel glich einen Krimi. Marko Martinic schoss die Ludwigsburger mit seinen fünften Tor in Front (12:11), musste allerdings zwanzig Sekunden später mit drei persönlichen Fouls das Wasser verlassen. Die Gästen witterten ihre Chance und zogen durch Konter auf 12:15 drei Minuten vor Spielende davon.

Doch van der Bosch und Co. bäumten sich nochmal auf. Mitko Nachev und Timo van der Bosch verkürzten für die Barockstädter zum 14:15. Als dann Domagoj Mijatovic Ball unter Mithilfe von van der Bosch den Weg ins Tor fand, explodierten die 200 Zuschauer im Inselbad.

„Dieses Glück haben wir uns erarbeitet. Am Ende ist das Unentschieden verdient“, sagte Timo van der Bosch, dessen Comeback den Ludwigsburgern Bundesligawasserballern den ersten Punkt nach zuletzt vier sieglosen Spielen einbrachte. Am 23.11 müssen Jakovcev und Co. beim Tabellenführer Wasserfreunde Spandau 04 ran.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Timo van der Bosch (2 Tore), Luka Vuckovic, Marko Martinic (5), Veljko Stanimirovic (1), Domagoj Mijatovic (5), Leopold Friedrich, Philipp Kotowski, Mitko Nachev (2), Aleksandar Katic, Milan Attila Melegh, Ivan Pisk

Gast – ASC Duisburg: Stefan Popovic, Dennis Eidner (2), Gilbert Schimanski (1), Bela Marinus Basso, Bastian Schmellenkamp (3), Manuel Grohs, Nils Illinger (1), Nick Möller, Moritz Schmidt, Dorde Tanaskovic (4), Efstratios Manolakis (2), Jan Bakulo (2), Ivo Topolovac