Kommunale Migrantenvertretungen verurteilen rechtsterroristische Morde in Hanau

Entschiedenes Vorgehen gegen rechte Gewalt gefordert

Der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg (LAKA) ist bestürzt über die rechtsterroristischen Morde am gestrigen Abend in Hanau und verurteilt die Tat auf das Äußerste.

Nach der unzureichenden Aufdeckung der NSU-Morde, der Ermordung des Politikers Walter Lübcke, den Morden in Halle und den Verhaftungen von Rechtsterroristen, die Anschläge auf Moscheen planten, ist der gestrige Anschlag ein neuer, schrecklicher Höhepunkt rechter Gewalttaten in Deutschland.

Wir fordern ein gemeinsames Eintreten aller gesellschaftlichen, politischen und medialen Kräfte gegen diese Entwicklungen, die Täter und deren geistige Mittäter.

Rechtsterroristische Zellen müssen schnellstens ausfindig gemacht werden und mit allen Mitteln des Rechtsstaats bekämpft werden. Die Sicherheit aller in diesem Land lebenden Menschen muss uneingeschränkt gewährleistet werden. Die Toleranz rechtsextremistischer Hetze in der Politik und den sozialen Medien, das Lamentieren über “Einzeltäter” und das Verharmlosen als “Schießerei” müssen ein Ende haben.

Diese Taten sind gezielte Angriffe auf unsere vielfältige Gesellschaft und das friedliche Zusammenleben in Deutschland!

Der LAKA als parteiübergreifender, überethnischer und überkonfessioneller Verband vertritt die kommunalen Migrantenvertretungen in Baden-Württemberg.

Der LAKA ist legitimierter Ansprechpartner der Landesregierung (PartIntG BW § 10) und des Landtages, aller relevanten Organisationen auf Landesebene, vergleichbarer Migrantengremien in anderen Bundesländern und dem Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI).

Er setzt sich seit seiner Gründung 1998 auf politischer Ebene für die konstruktive Zusammenarbeit und Verständigung zwischen baden-württembergischen Einwohnerinnen und Einwohnern unterschiedlicher Herkunft ein.

Wichtige Forderungen des LAKA sind das kommunale Wahlrecht für alle Einwohnerinnen und Einwohner Baden-Württembergs, sowie die Einführung des herkunftssprachlichen Unterrichtes unter staatlicher Aufsicht an den Schulen in Baden-Württemberg.


Laurents Hörr debütiert in der FIA Langstrecken-Meisterschaft

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Stuttgart.| Gerade mal fünf Monate nach seinem Titelgewinn im internationalen Le Mans Cup steht der 22- jährige Stuttgarter vor der nächsten großen Herausforderung.

Das Team Project 1 passt mit sofortiger Wirkung das Fahrer Line-up des Porsche 911 RSR mit der Startnummer 56 an. Laurents Hörr verstärkt für die verbleibenden Saisonrennen die beiden etablierten Piloten Egidio Perfetti und Matteo Cairoli. Der 22-jährige Motorsportler macht somit den Sprung aus der Nachwuchs-Serie LMP3 und dem Michelin Le Mans Cup, in dem er sich 2019 zum Champion krönte, in die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft.

„Wir möchten Laurents die Chance geben, sein Talent im Wettstreit mit den Besten unter Beweis zu stellen. Seine Erfolge, die er im GT- als auch im Prototypensport gefeiert hat, stimmen uns positiv, dass wir ihn gut weiterentwickeln können. Natürlich sehen wir das Rennen in Austin als ersten Testlauf für beide Seiten“, so Teamchef Axel Funke.

Die Entscheidung, Laurents zu verpflichten, wird auch seitens Porsche Motorsport mitgetragen. Berührungspunkte mit der Marke aus Stuttgart gab es schon in der Vergangenheit. So hat Laurents bereits den Porsche 911 GT3 R im Team von Schütz Motorsport pilotiert.

„Ich freue mich natürlich riesig. Für mich ist der Einstieg in die Weltmeisterschaft ein wichtiger und richtiger Schritt. Natürlich bin ich mir der Verantwortung bewusst, immerhin ist das Team Project 1 Titelverteidiger. Ich werde mich auf meine Lernkurve konzentrieren. Ich weiß, dass ich kurzfristig viel lernen muss, fühle mich der Aufgabe aber vollumfänglich gewachsen”, so Laurents Hörr.

Die erste Feuertaufe für Laurents steht dann am 22. Februar um 8:00 Uhr Ortszeit (15:00 Uhr deutscher Zeit) an. Dann startet das erste Freie Training zum „Lone Star Le Mans“-Event der FIA WEC. Das sechsstündige Rennen selbst startet am Sonntag, den 23. Februar um 12:00 Uhr Ortszeit (19:00 Uhr deutscher Zeit).

Ein weiterer Fokus in 2020 ist für Laurents die Europameisterschaft der Le Mans-Szene, die ELMS (European Le Mans Series). Hier fährt er für sein letztjähriges Meisterschaftsteam im Michelin LeMans Cup, DKR Engineering. Ehrgeiziges Ziel ist natürlich wie im letzten Jahr der Gewinn der Meisterschaft. Am 05. April startet die ELMS in Barcelona.


E-Lastenradförderung für Stuttgarter Familien auch 2020 und 2021

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Stuttgart.| Das Förderprogramm „E-Lastenräder für Stuttgarter Familien“ wird auch in den Jahren 2020 und 2021 fortgesetzt. Das jährliche Budget liegt bei 250.000 Euro. Das haben der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik sowie der Verwaltungsausschuss beschlossen.

Von der E-Lastenradförderung profitieren Stuttgarter Familien mit mindestens einem Kind, wenn sie ein neues E-Lastenrad kaufen oder leasen. Um so viele Anträge wie möglich berücksichtigen zu können, wird die Förderhöhe im Jahr 2020 auf 1.000 Euro und im Jahr 2021 auf 800 Euro festgelegt. Im Jahr 2019 lag die Fördersumme bei 1.200 Euro. Zudem gibt es weiterhin nach drei Jahren einen „Nachhaltigkeitsbonus“ von 500 Euro, wenn im Haushalt der Familie in dieser Zeit kein Auto angemeldet war oder ein Auto ersatzlos abgemeldet wurde. Bis Mitte Februar sind für das Jahr 2020 bereits 25 Förderanträge eingereicht worden.

Das Förderprogramm „E-Lastenräder für Stuttgarter Familien“ wurde erstmals im Jahr 2018 aufgelegt. Die Nachfrage war damals so groß, dass das Budget von 250.000 Euro bereits nach einem Monat ausgeschöpft war und auf 434.000 Euro erhöht werden musste, um alle Förderanträge erfüllen zu können. 2019 beschlossen die städtischen Gremien, das Programm mit 500.000 Euro fortzuführen und verabschiedeten dazu eine modifizierte Förderrichtlinie.

Weitere Infos zum Förderprogramm gibt es unter https://www.stuttgart.de/lastenrad


Adam Riese baut Erfolg aus – 100.000 Kunden gewonnen

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Noch keine 1.000 Tage alt, aber bereits 100.000 Kunden gewonnen: Der Erfolg des Digitalversicherers Adam Riese zeigt, dass die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) erfolgreich neue Kundenbedürfnisse erkennt und gerade auch im digitalen Zeitalter attraktive Angebote entwickelt.  

Die Produktpalette von Adam Riese ist breit gefächert. Sie umfasst die Sparten Privathaftpflicht, Gewerbehaftpflicht, Rechtsschutz, Hausrat und Hundehalterhaftpflichtversicherung. Daraus wird den Kunden ein passgenauer Versicherungsschutz zu Preisen angeboten, die exakt dem individuellen Risiko entsprechen. Daniel Welzer, Geschäftsführer der W&W Brandpool: „Mit Adam Riese haben wir einen Nerv getroffen. Das Angebot kommt an, was der große Zulauf und die zufriedenen Kunden zeigen.“

Aktuelles Beispiel für die Innovationsfähigkeit von Adam Riese ist die Weiterentwicklung der Hundehalterhaftpflicht. Adam Riese war hier die erste Versicherung, die explizit nach Hunderassen bepreist hat. Nun bietet die Digitalversicherung dazu noch ein neues, lernendes Bilderkennungstool an, das das Ratespiel um die Zugehörigkeit von Mischlingen beendet. Kunden können jetzt ein Bild ihres Hundes hochladen, die Künstliche Intelligenz (KI) des Programms ordnet den Hund dann anhand äußerer Merkmale einer beziehungsweise mehreren Rassegruppen zu. Auf Basis dieser Einstufung wird ein Nachlass auf den Preis gewährt, der für die Versicherung eines Hundes mit unbekannter Rasse zu bezahlen wäre.

Die Kunden finden ihren Weg zu Adam Riese über Plattformen, den Direktkanal „adam-riese.de“ oder über einen Makler. Insbesondere die Ausrichtung der Produkte und der Services auf die Bedürfnisse von Maklern, beispielsweise durch die Anbindung auf Basis des BiPro-Standards zur Vereinheitlichung von unternehmensübergreifenden Abläufen oder die vollautomatische Policierung, sorgen für nachhaltige Impulse im Neugeschäft. Für Direktkunden wiederum sind die digital vereinfachte Produktgestaltung, ein schneller Online-Abschluss und ein volldigitaler Schadensprozess entscheidende Vorteile.


Bauarbeiten am Stromnetz in Möhringen gehen weiter

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Stuttgart.| Ab Ende Februar setzt die Stuttgart Netze ihr Großprojekt zur Verlegung neuer Stromkabel zwischen Vaihingen, Synergiepark und Möhringen fort. Betroffen sind die Leinenweberstraße, der Bereich Lautlinger Weg/Sindelbach und die Vaihinger Straße in Möhringen.

Schon seit 2017 verlegt der Stromnetzbetreiber für 5,4 Millionen Euro eine neue, rund 3,8 Kilometer lange unterirdische Stromtrasse, die am Ende die beiden Umspannwerke Vaihingen (nähe Bahnhof) und Rembrandtstraße (Möhringen-Zentrum) miteinander verbinden soll. Damit erhöht das Unternehmen die Versorgungssicherheit in beiden Stadtteilen weiter und macht die Strominfrastruktur im Gewerbegebiet Vaihingen/Möhringen (Synergiepark) fit für künftige Herausforderungen.

Nach der Winterpause setzt die Stuttgart Netze die Arbeiten nun in drei Teilbereichen fort:

Von der Leinenweberstraße/Ecke Holdermannstraße bis zum Umspannwerk Rembrandtstraße 45 verlegt die Stuttgart Netze ab Ende Februar das finale Stück der neuen Stromtrasse. Hier müssen Gleise der SSB (Linie U3) mit Hilfe einer Durchpressung unterquert werden. Die Bauarbeiten machen leider von Ende Februar bis Mitte Mai eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer erforderlich.

Mitte März beginnt der Stromnetzbetreiber mit der Unterquerung der Stadtbahngleise der U5/6 südlich des Sindelbachs. Mit Hilfe einer Durchpressung werden die bereits vorhandenen Leerrohre westlich und östlich der Gleise in 3,5 Metern Tiefe miteinander verbunden und anschließend die neuen Stromkabel eingezogen. Der parallel zum Sindelbach verlaufende Feldweg muss dafür bis Mitte April gesperrt werden. Für Fußgänger und Radfahrer wird eine örtliche Umleitung eingerichtet

In den Osterferien wird dann auch in der Vaihinger Straße gearbeitet. Die neue Stromtrasse ist dort zwar bereits verlegt; die Stuttgart Netze lässt jedoch noch zwischen den Kreuzungen mit der Balinger Straße und der Filderbahnstraße den finalen Straßenbelag aufbringen. Zwischen 4. und 19. April wird daher eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Die Vaihinger Straße kann dann nur noch ortseinwärts befahren werden – Verkehrsteilnehmer in Fahrtrichtung Vaihingen werden über die Leinenweberstraße bzw. Probststraße umgeleitet.

Nähere Infos zu weiteren Verkehrseinschränkungen und Bauabschnitten kommuniziert die Stuttgart Netze per Anwohnermitteilung an die Betroffenen. Der Stromnetzbetreiber bittet Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Ihr Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen.


FAUN auf Märchen-Tour: Folk-Gruppe macht Halt im Theaterhaus Stuttgart

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Geschäftliche Information

Am 8. März wird es im Theaterhaus mittelalterlich. Die berühmte Pagan-Folk-Gruppe tourt im März und April quer durch Deutschland und macht dabei auch im Theaterhaus Stuttgart Halt. Die sechs Vollblutmusiker werden die Zuschauer dabei jedoch nicht nur auf musikalischer Ebene in ihren Bann ziehen. Speziell für ihre Tour und die neue CD hat sich die Gruppe mit Mythen und Märchen beschäftigt – ein Konzert für die Sinne.

FAUN sorgen zusammen mit Kelvin Kalvus für magische Momente
An Kreativität hat es den Ausnahmetalenten von FAUN seit ihrer Gründung vor über 20 Jahren noch nie gemangelt. Dass sie auch nach so einer langen Zeit des Musizierens nicht müde sind und ihre Fans immer wieder aufs Neue verzaubern, beweisen sie mit ihrer kommenden Märchen & Mythen Tour, die die Band durch ganz Deutschland führt – von Hannover über Stuttgart bis nach Hamburg, Erfurt, München und Berlin, um nur einige Stopps zu nennen. Die gleichnamige CD hat es nach Angaben der offiziellen Band-Webseite auf Platz 6 der deutschen Albumcharts geschafft. Klar, dass FAUN ihren Erfolg auch live manifestieren wollen. Im Theaterhaus Stuttgart kann man die mittelalterlichen Klänge am Sonntag, den 8. März zu Gehör bekommen. Wie auf der Webseite des Theaterhauses bekanntgegeben wird, kann man sich darüber hinaus auf eine „aufwendige Lichtshow und Bühnenkulisse“ freuen. Akrobatische Elemente runden das Spektakel ab: Unterstützt werden FAUN von dem Kontaktjongleur Kelvin Kalvus, der mit seinen schwebenden Kugeln für magische Momente sorgt. Karten kann man im Vorverkauf ab 37,20 Euro ergattern.

Dudelsack, Harfe & Co: Musikalische Vielfalt durch mittelalterliche Klänge
FAUN kreieren mit ihrer Musik mittelalterliche Klangwelten, die durch die große Instrumentenvielfalt einzigartig sind. Oliver „SaTyr“ Pade, das einzige aktive Gründungsmitglied der Gruppe, ist Sänger und, wie die anderen Musiker auch, Multiinstrumentalist. Neben bekannten Instrumenten wie Harfe und E-Gitarre spielt er zudem die Maultrommel, die Schlüsselfidel und das Didgeridoo. Die anderen Mitglieder ergänzen den prägnanten Stil der Band durch ungewöhnliche Instrumente wie Oud, Dombra, Dudelsack, Drehleier und Cister. Dass sich die Mittelaltermusik großer Popularität erfreut, beweist nicht nur die herausragende Chartplatzierung des aktuellen Albums der Band, sondern auch der riesige Erfolg von mittelalterlichen Festen, Filmen und Games. Spätestens seit dem Kinoklassiker „Ritter aus Leidenschaft“ ist das Thema in aller Munde und hat sich zur Freizeitkultur etabliert. Die Festivaltour Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, kurz MPS genannt, bringt nicht nur Bands wie Subway To Sally auf die Bühne, sondern lebt den Trend sogar in Form von Marktständen, einem Heerlager und vielen verkleideten Besuchern aus. In der Spieleindustrie spiegelt sich die Mittelalterthematik beispielsweise in Games wie „A Plague Tale: Innocence“, in dem man als Adelige zu Zeiten der Pest ums Überleben kämpfen muss, wider. Auch der Videoslot „Gonzo’s Quest“, den man online im Blitzino Casino spielen kann, versetzt Spieler um Jahrhunderte zurück und wandelt auf den Spuren eines Eroberers in Ritterrüstung. Wer lieber an seinen Schwertkampfkünsten feilt, sollte sich das Multiplayer Game „For Honor“ aus dem Hause Ubisoft nicht entgehen lassen. Auch wenn das Spiel schon drei Jahre alt ist, wird es durch die immer neuen Inhalte und Figuren nicht langweilig.

Das Konzert von FAUN im Rahmen ihrer Märchen & Mythen Tour zieht sicher nicht nur Mittelalterfans in ihren Bann. Am 8. März machen die sechs Multiinstrumentalisten im Theaterhaus Stuttgart Halt. Mit dabei: Kontaktjongleur Kelvin Kalvus, der während des Auftritts mit akrobatischen Meisterleistungen für magische Stimmung sorgt.


Stuttgart soll „Haus für Film und Medien“ bekommen

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EBM Mayer: „Digitale Kompetenzen und gesellschaftliche Teilhabe stärken“

Stuttgart.| Ein modernes „Haus für Film und Medien“ soll auf dem Gelände der Breuninger Parkgarage in Stuttgart-Mitte entstehen. Die Stadt plant für den Kulturbau eine Investition von rund 47 Millionen Euro. Das Haus soll bis 2026 fertig werden. Die Verwaltung hat ihre Vorstellungen am Dienstag, 18. Februar, dem Ausschuss für Kultur und Medien präsentiert. Der Grundsatzbeschluss im Gemeinderat ist für den 5. März vorgesehen.

Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte: „Digitale Medien prägen immer mehr unser Zusammenleben. Das Haus für Film und Medien soll dem Rechnung tragen. Wir brauchen eine lebendige Begegnungsstätte, an der die digitalen Kompetenzen und damit die gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden.“ Die Angebote richteten sich an Stuttgarterinnen und Stuttgarter wie auch Besucher aus dem In- und Ausland. Mayer weiter: „Sie sollen auf über 5.000 Quadratmetern ein attraktives, fachübergreifendes und kulturell hochwertiges Programm finden. Wir stärken den Medienstandort Stuttgart und unterstreichen das Potential der Kulturmetropole Stuttgart im digitalen Transformationsprozess.“

Der Verein für ein Haus für Film und Medien Stuttgart soll die weitere inhaltliche Ausgestaltung übernehmen. Hier engagieren sich 25 Mitgliedsorganisationen aus unterschiedlichen Bereichen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens – vom Internationalen Trickfilmfestival über das Forum der Kulturen bis zur Volkshochschule.

Nach einer Grobkostenschätzung betragen die Aufwendungen für den Bau circa 39 Millionen Euro. Hinzu kommen Ausstattungskosten von rund 8 Millionen Euro. Zugleich soll der Verein für ein Haus für Film und Medien Stuttgart für die künftige Projektkoordination ab Juli dieses Jahres eine Vollzeitstelle bekommen. Für seine Arbeit erhält er in diesem Jahr eine städtische Zuwendung in Höhe von rund 140.000 Euro und 2021 in Höhe von rund 190.000 Euro. Das Projekt soll mit Mitteln der Kulturbautenrücklage finanziert werden.

Konzeption für das „Haus für Film und Medien”
Zentrale Elemente des Hauses sind Labs, Studios und Workshop-Räume als Orte der aktiven Medienarbeit für alle sowie Mediensäle, weitere Veranstaltungs- und Ausstellungsbereiche für Festivals, Filmpremieren, Kongresse und Konferenzen. Themen sind die Produktion und Präsentation, Verbreitung und Vermittlung sowie Speicherung und Sammlung von bewegten Bildern in unterschiedlichsten Kontexten.

Für das „Haus für Film und Medien“ sind ca. 5.500 Quadratmeter vorgesehen, weitere 1.800 Quadratmeter sind optional für andere Nutzungen, wie beispielweise Büros und Handel vorgesehen. Geplant ist auch eine Parkgarage. Im Erdgeschoss soll es einen offenen Gastronomiebetrieb geben, dieser soll mit weiteren Nutzungen und Nutzungskonzepten den öffentlichen Raum beleben.

Die Stadt hat gut fünf Jahre nach einem geeigneten Standort gesucht und insgesamt 62 Möglichkeiten geprüft. Allein das Gelände beim Parkhaus Breuninger scheint realistisch. Das „Haus für Film- und Medien“ anstelle der heutigen Breuninger Parkgarage und der Bau eines innovativen Mobility Hubs bieten nach Ansicht der Verwaltung die große Chance, das gesamte Areal neu zu gestalten. Mayer sagte: „Neben der kulturellen und gesellschaftlichen Strahlkraft dieses Hauses auf die Gesamtstadt, wertet es die Leonhardsvorstadt auf. Sie könnte sich als gemischt genutztes und urbanes Innenstadtquartier entfalten und würde für die Bürger eine hohe Identifikation und Akzeptanz mit dem Viertel schaffen.“

Die Leonhardsvorstadt ist kulturell bislang vornehmlich in den Abendstunden durch das Gustav-Siegle-Haus mit den Stuttgarter Philharmonikern, dem Jazzclub BIX sowie der Galerie Kunstbezirk einerseits sowie durch eine teilweise auch kulturell ausgerichtete Club- und Kunstraum-Szene andererseits geprägt.

Als Teil des IBA`27 Projektgebiets soll für die Neuentwicklung des Areals Breuninger Parkhaus im weiteren Prozess diskutiert werden, wie weit die von der IBA`27 GmbH formulierten IBA-Qualitäten auch auf diese Projektentwicklung angewandt werden können.


Stuttgart 21: Tunnel Bad Cannstatt ist fertig vorgetrieben

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  • Tunneldurchschlag unter dem Rosensteinpark
  • 85 Prozent der Tunnel für Stuttgart 21 erfolgreich vorgetrieben

Stuttgart.| Der Bau des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm schreitet voran. Die Deutsche Bahn hat den Vortrieb für den 3,5 Kilometer langen Tunnel Bad Cannstatt mit einem Tunneldurchschlag unter dem Rosensteinpark erfolgreich beendet. Mit dem Durchschlag in rund 13 Meter Tiefe sind von den im gesamten Projekt Stuttgart 21 zu bauenden 59 Kilometer Tunnelröhren nahezu 50 Kilometer und somit 85 Prozent vorgetrieben.

Die Mineure hatten den Tunnel seit März 2014 von verschiedenen Angriffspunkten aus gegraben und haben den letzten Abschnitt heute (17. Februar) mit dem Bagger durchgeschlagen. Dieses Teilstück umfasst eine rund einen Kilometer lange zweigleisige Tunnelröhre und ist vom Rand des Rosensteinparks aus gebaut worden. Damit besteht eine 3,5 Kilometer lange Verbindung zwischen dem künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof und der stadtbildprägenden neuen Neckarbrücke in Bad Cannstatt.

„Durch den Tunnel Bad Cannstatt fahren die Züge künftig nicht nur in Richtung Nürnberg und Schwäbisch Hall, sondern auch zum Abstellbahnhof in Untertürkheim. So entsteht im Rahmen von Stuttgart 21 ein unterirdischer Schienenring, der einen flexiblen und hochleistungsfähigen Bahnbetrieb ermöglicht. Meine Hochachtung gilt allen Mineuren und Ingenieuren, die diesen anspruchsvollen Tunnelvortrieb nun vollendet haben“, sagte Jens Bergmann, Vorstand Netzplanung und Großprojekte der DB Netz AG.

„Die Mineure und alle Beteiligten können stolz sein, den Vortrieb des Cannstatter Tunnels so gut geschafft zu haben. Das ist eine großartige Leistung und ein wichtiger Meilenstein für dieses für Stuttgart und die Region so wichtige Projekt! Sie tragen damit auch zur Stadtentwicklung der Stadt Stuttgart und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei“, sagte Tunnelpatin Simone Herrmann.

Zwei Röhren im Norden Stuttgarts
Der Tunnel Bad Cannstatt besteht aus zwei Röhren mit einer Länge von jeweils 3.507 Meter. Als Teil des unterirdischen Schienenrings, der im Rahmen von Stuttgart 21 in der Landeshauptstadt entsteht, bindet der Tunnel den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof an die bestehenden Gleise in Bad Cannstatt und den neuen Abstellbahnhof in Untertürkheim an.

Artenschutz verzögerte Baustart
Für den Bau des Tunnels Bad Cannstatt im Bereich des Rosensteinparks mussten im Februar 2018 sechs Bäume, auf denen der streng geschützte Juchtenkäfer vermutet wurde, im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet des Stuttgarter Rosensteinparks gefällt werden. Um diese Juchtenkäferverdachtsbäume im Rosensteinpark fällen zu dürfen, hatte die Deutsche Bahn im August 2015 eine Änderung der Pläne beantragen müssen. Dieses Verfahren war trotz bereits im Januar 2007 ergangener Planfeststellung, die einer Baugenehmigung entspricht, notwendig geworden, nachdem die europäische Artenschutzrichtlinie in nationales Recht umgesetzt worden war. Im Zuge des Verfahrens war schließlich die Zustimmung der EU-Kommission erforderlich, die im Januar 2018 erfolgte. Bei der Fällung im Februar 2018 konnte an keinem der sechs Bäume der Juchtenkäfer nachgewiesen werden.

Zahlen, Daten, Fakten zum Tunnel Bad Cannstatt
– Mit dem Bau des Tunnels wurde 2012 eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen HOCHTIEF (Federführung), BEMO Tunneling und Wayss & Freytag beauftragt. Im Bauumfang eingeschlossen ist der Bau des S-Bahn-Tunnels Rosenstein (1.170 Meter) zwischen der Neckarbrücke und dem S-Bahn-Halt Mittnachtstraße. Dadurch ergibt sich eine Tunnelbauleistung von rund neun Kilometern mit einem Auftragswert von rund 285 Millionen Euro.
– Die vorbereitenden Arbeiten für den Tunnel begannen am 16. April 2012. Die Tunneltaufe mit Tunnelpatin Simone Herrmann fand am 21. März 2014 statt. Der Durchschlag unter dem Kriegsberg erfolgte am 19. Dezember 2016. Der Vortrieb für den Tunnelabschnitt unter dem Rosensteinpark begann am 4. Dezember 2018.
– Auf den Baustellen der Tunnel nach Bad Cannstatt arbeiten rund 150 Personen.
– Der Tunnelquerschnitt im Bereich der eingleisigen Tunnelröhren liegt bei rund zehn Metern. Der größte Tunnelquerschnitt mit rund 22 Metern befindet sich in den jeweils zweigleisigen Tunnelbereichen zwischen Hauptbahnhof und dem Verzweigungsbauwerk im Kriegsberg, in dem sich die Bahnstrecken nach Feuerbach und Bad Cannstatt trennen. Im nun durchgeschlagenen Bereich unter dem Rosensteinpark beträgt der Tunnelquerschnitt 18 Meter.
– Im Bereich der eingleisigen Tunnelabschnitte zwischen Kriegsberg und Rosensteinpark läuft der Innenausbau des Tunnels seit August 2016. Dabei wurden bereits über 4.600 Meter Tunnelsohle und rund 3.800 Meter Gewölbe hergestellt.


Verkehrsregelung für den Faschingsumzug 2020

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Stuttgart.| Der traditionelle Faschingsumzug in der Stuttgarter Innenstadt startet in diesem Jahr am Dienstag, 25. Februar, um 14 Uhr und führt über folgende Strecke: Tübinger Straße – Eberhardstraße – Marktstraße – Marktplatz – Kirchstraße – Schillerplatz – Planie – Schlossplatz/Königsbau – Bolzstraße – Schlossplatz vor dem Neuen Schloss – Planie – Karlsplatz/Münzstraße. Dort löst sich der Umzug wieder auf.

Die Aufstellung erfolgt in der Tübinger Straße zwischen Paulinenbrücke und Fangelsbachstraße, sowie in der Fangelsbachstraße. In der Tübinger Straße kann deshalb ab der Cottastraße entlang der Aufstellungsfläche beidseitig ab 8 Uhr nicht mehr geparkt oder gehalten werden. Radfahrer können die Tübinger Straße bis zum Beginn des Umzugs befahren.

Während der Aufstellung ab 9 Uhr ist die Tübinger Straße für den Kfz-Verkehr bis zirka 15 Uhr nicht befahrbar. Entlang der gesamten Umzugsstrecke sind die Halt- und Parkmöglichkeiten ab 8 Uhr aufgehoben. Für den Lieferverkehr ist auf der gesamten Strecke teilweise beziehungsweise nach Maßgabe der Polizei eine Anfahrt bis zirka 13 Uhr möglich. Ab 13 Uhr wird die Umzugsstrecke für den gesamten Fahrzeugverkehr bis zirka 17 Uhr gesperrt. In diesem Zeitraum ist die An- und Abfahrt zu und von Parkhäusern oder Grundstücken, die an der Festzugstrecke liegen, teilweise nicht mehr möglich.

Die Buslinien 42 und 44 fahren zwischen 12.30 und zirka 16.30 Uhr nicht in die Planie. Die Linien 43, 92, X1 und X2 können in dieser Zeit die Querspange (Torstraße / Eberhardstraße / Rotebühlplatz) nicht befahren. Die Linien werden umgeleitet. An den entsprechenden Haltestellen werden Fahrgasthinweise von der SSB aufgestellt.

Ab 13 Uhr werden auch die Taxistände entlang der Strecke sowie der Busparkstreifen in der Münzstraße über den Zeitraum des Umzugs aufgehoben.

Besucher der Innenstadt werden dringend gebeten, das Parkleitsystem zu beachten oder am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.


Jahresbilanz der Einbürgerungen 2019

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  • Letztes Jahr wurden 973 Personen eingebürgert
  • Landrat Bernhard: „Höchstwert des Jahrzehnts zum Abschluss“

Das Landratsamt Böblingen zieht eine Bilanz der Einbürgerungen 2019. Landrat Roland Bernhard erklärt: „Im letzten Kalenderjahr des vergangenen Jahrzehnts bürgerte der Landkreis Böblingen mit 973 Einbürgerungen so viele Menschen wie noch nie in dieser Dekade ein. Das ist ein Rekord. Im Jahr 2010 waren es noch 636 Einbürgerungen. Dies bedeutet eine Steigerung um mehr als 50 Prozent. Das ist eine beachtliche Zunahme insbesondere wenn man bedenkt, dass die Zahl der bundesweit erfolgten Einbürgerungen im gleichen Zeitraum um ca. 10 Prozent gestiegen ist. Die Einbürgerung ist ein ganz besonderer Schritt und ein Zeichen der Verbundenheit mit der neuen Heimat. Ich freue mich über jede Bürgerin und jeden Bürger, die sich für diesen Schritt entscheiden“.

Dass sich weltpolitische Entwicklungen bei die Arbeit der Einbürgerungsbehörde des Landkreises Böblingen bemerkbar machen, wurde Mitte des letzten Jahrzehnts, insbesondere im vergangenen Jahr, mehr als deutlich. Lag die Zahl der eingebürgerten Bürgerinnen und Bürger des Vereinigten Königreichs im Jahr 2015 noch lediglich bei vier Personen, konnte seit dem „Brexit-Referendum“ ein sprunghafter Anstieg verzeichnet werden. Vor allem das Jahr 2019 stach hierbei hervor.

Landrat Roland Bernhard erläutert: „Mit 70 eingebürgerten Britinnen und Briten hat sich die Zahl 2019 im Vergleich zu 2015 mehr als verzehnfacht. Doch das Vereinigte Königreich ist nur eines der zahlreichen Herkunftsländer der 973 Neubürgerinnen und Neubürger. Die Statistik belegt hier mehr als deutlich, was für ein vielfältiger und weltoffener Landkreis Böblingen ist“.

Denn die Bürgerinnen und Bürger, die den Schritt zur Einbürgerung 2019 wagten, hatten insgesamt über 80 verschiedene Nationalitäten. Neben türkisch- oder rumänisch- sowie italienischstämmigen Personen – welche gemeinsam rund ein Drittel der Eingebürgerten im Landkreis ausmachten –  entschieden sich auch Menschen aus Ländern wie Estland, Äthiopien, Peru oder auch Nepal für die deutsche Staatsangehörigkeit. In etwa 40 % der Eingebürgerten stammen aus Ländern der Europäischen Union und profitieren dadurch in der Regel von der Ausnahme, die bisherige Staatsangehörigkeit behalten zu dürfen.

Der Landkreis Böblingen engagierte sich im Bereich der Einbürgerungen über die rechtlich vorgeschriebenen Aufgaben hinaus. So wurde die Anfang des Jahrzehnts begonnene Tradition, Einbürgerungsfeiern zu veranstalten, auch 2019 mit zweier solcher Veranstaltungen fortgeführt. Damit soll die besondere Entscheidung, sich zur Bundesrepublik Deutschland und seiner Werte zu bekennen, gewürdigt werden. Bei den zwei vergangenen Feiern konnten insgesamt 158 Mitbürgerinnen und Mitbürger eingebürgert werden.

Außerdem nahm Thomas Gonther-Belge, Leiter des Sachgebiets Ausländer- und Staatsangehörigkeitswesen im Landratsamt Böblingen, am 15. November 2019 im Bundeskanzleramt am Nationalen Aktionsplan Integration (NAP-I) teil. Hier unterstützt er den bundesweiten Austausch der Bundesregierung und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen zum Thema Einbürgerungen, bzw. wie diese zu fördern sind. Bis Ende 2020 wird dort gemeinsam mit zahlreichen Partnern eruiert, welche Vorhaben und Maßnahmen die Einbürgerung fördern können. Es wurde unter anderem eine Arbeitsgruppe zum Thema Einbürgerungskampagne eingerichtet. Ein Bereich, in dem der Landkreis Böblingen im abgelaufenen Jahrzehnt bereits mehrmals aktiv war. Insbesondere im Jahr 2019 konnten unter dem Motto „Landkreis Böblingen – Hier PASS ich rein!“, einige Aktionen erfolgreich durchgeführt werden.

Landrat Roland Bernhard betont: „Neben der Erarbeitung einer Broschüre, die die Vorteile der Einbürgerung anschaulich darlegt und in der bereits Eingebürgerte von ihren Erfahrungen berichten, über hausinterne und an Schulen im Landkreis stattfindenden Veranstaltungen bis hin zur Überarbeitung des Internetauftritts – der Landkreis darf sich hier bundesweit zu einer der Pionieren im Bereich Einbürgerungskampagnen zählen. Dies spiegelt die Teilnahme am Nationalen Aktionsplan wider“.

Zu guter Letzt beschritt der Landkreis Böblingen im Bereich der Einbürgerungen im Sommer 2019 auch den Weg der Digitalisierung – weg von der „Papierakte“ hin zur elektronischen Aktenführung. So werden seit August 2019 alle Neuanträge nur noch digital erfasst, wodurch der Papierbestand in den Büros der Einbürgerungsbehörde stetig schrumpft. Originalunterlagen, wie Zertifikate oder Urkunden, sind nur noch auf Bitten des Sachbearbeiters im Original vorzulegen. Bei der Antragstellung können Kopien, im Idealfall beglaubigte Kopien, verwendet werden.

Landrat Roland Bernhard zieht ein Fazit: „Alles in allem ging im Bereich der Einbürgerung im Landkreis Böblingen ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr und Jahrzehnt zu Ende“.