Schlachthof Gärtringen: Ergebnisse der Genossenschaftsversammlung

  • Projektgruppe unter Leitung von Kurt Matthes soll Zukunftskonzeption erarbeiten
  • Wilhelm Dengler scheidet wie geplant zum Jahreswechsel aus dem Vorstand der Schlachthof-Genossenschaft aus
  • Landrat Bernhard: „Glaubwürdigkeit Stück für Stück zurückgewinnen“

Gärtringen.| Der Vorstandsvorsitzende des Schlachthofes Gärtringen, Wilhelm Dengler, scheidet zum Jahreswechsel, wie seit zwei Jahren geplant, auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Genossenschaft aus.

Desweiteren hat die Mitgliederversammlung der Genossenschaft eine Projektgruppe zur Erstellung einer „Zukunftskonzeption der Schlachthof eG“ gegründet. Zum Sprecher und Vorsitzenden dieser Projektgruppe wurde Kurt Matthes einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt. Der ehemalige Landesinnungsmeister des Fleischerhandwerks übernimmt damit die Verantwortung, den Schlachtbetrieb auf eine Wiederinbetriebnahme vorzubereiten, nachdem das Landratsamt Schlachtungen vorübergehend untersagt hat.

Der bestehende Vorstand und der Aufsichtsrat bleiben bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im Amt.

Landrat Roland Bernhard begrüßt die Entscheidungen der Genossenschaft: „Der Schlachthof beginnt, seine Glaubwürdigkeit Stück für Stück wieder zurückzugewinnen. Ein Anfang ist gemacht, denn mit Kurt Matthes übernimmt jemand Verantwortung, der mit der Vergangenheit nicht in Verbindung gebracht wird. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit an unserem Runden Tisch ‚Neustart Schlachthof‘, der sich am 13. Oktober zum zweiten Mal trifft. Dann wollen wir bereits Eckpunkte eines schlüssigen Gesamtkonzeptes besprechen und die nächsten Schritte vorbereiten.“

Was einen möglichen Zeitplan betrifft, sei es Ziel der Schlachthof eG, auch die baulichen Mängel vor einer erneuten Inbetriebnahme zu beseitigen und die regionale Vermarktung und das Tierwohl zu stärken. Damit dürften Schlachtungen in Gärtringen nicht vor Mitte des nächsten Jahres realistisch sein.

Wie am vergangenen Dienstag in der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschuss angekündigt, will das Landratsamt bis in zwei Wochen Ergebnisse der Auswertung des vollständigen Videomaterials von SOKO Tierschutz vorstellen. Dabei geht es um die Rolle des amtstierärztlichen Personals im Zusammenhang mit darin gezeigten Verstößen gegen das Tierschutzrecht.


Diesel-Verkehrsverbot in der kleinen Umweltzone

0
Stadt und Polizei kontrollieren ab Oktober

Stuttgart.| Seit dem 1. Juli 2020 gilt laut dem Luftreinhalteplan des Landes in der sogenannten „kleinen Umweltzone“ ein zonales Verkehrsverbot für Dieselfahrzeuge der Euronorm 5/V und schlechter. Die kleine Umweltzone umfasst den Stuttgarter Talkessel sowie die Stadtbezirke Bad Cannstatt, Feuerbach und Zuffenhausen. Wer nicht unter eine Ausnahme fällt oder eine entsprechende Ausnahmegenehmigung besitzt, darf mit seinem betroffenen Diesel in der genannten Zone nicht fahren oder parken. Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Polizei sind dafür zuständig, die Einhaltung des Diesel-Verkehrsverbots zu überwachen. Die Kontrollen erfolgen ab dem 1. Oktober 2020.

Das neue Diesel-5/V-Verkehrsverbot gilt zusätzlich zum seit Januar 2019 bestehenden stadtweiten Diesel‐Verkehrsverbot für Fahrzeuge der Euronorm 4/IV und schlechter. Die Polizei wird ab Oktober das neue Verkehrsverbot – ebenso wie das bestehende – im Rahmen ihrer üblichen Verkehrskontrollen im Blick haben. Die Bußgeldstelle wird zum selben Zeitpunkt damit beginnen, Verstöße gegen das Diesel-5/V-Verkehrsverbot zu ahnden: Sämtliche Vorgänge, die in den Bearbeitungslauf der Bußgeldstelle gelangen – darunter fallen beispielsweise Geschwindigkeitsverstöße, Fahren über eine rote Ampel oder Parkverstöße –, werden dann über die Ermittlung der Schadstoffklasse auch auf einen Verstoß gegen das Diesel-Verkehrsverbot überprüft.

Der Verstoß gegen das zonale Verkehrsverbot – sowohl in der kleinen wie auch in der großen Umweltzone – wird nach dem derzeit gültigen Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld von 80 Euro geahndet. Zuzüglich Gebühren und Auslagen erwarten den Verkehrsteilnehmer bei Missachtung der Vorschrift Kosten in Höhe von 108,50 Euro. Es gibt keinen Punkteeintrag im Fahrerlaubnisregister.

Die Stadt weist die Verkehrsteilnehmer darauf hin, sich – entsprechend den Vorgaben des Luftreinhalteplans – an das Diesel‐Verkehrsverbot zu halten.

Weitere Infos gibt es unter www.stuttgart.de/diesel-verkehrsverbot. Dort finden sich auch Regelungen zu den Ausnahmen.


Fieberambulanz eröffnet am 1. Oktober erneut im Neckarpark

0
Corona-Testzentrum bleibt auf dem Wasen

Stuttgart.| Ab Donnerstag, 1. Oktober, werden die Landeshauptstadt Stuttgart und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) wieder eine Fieberambulanz im Neckarpark einrichten. Die Räume befinden sich in der Jugendherberge in Bad Cannstatt, Elwertstraße 2. Die Leitung vor Ort haben die Ärzte Dr. Simone Marquardt, Dr. Markus Müller und Dr. Clemens Roll aus der Gemeinschaftspraxis Schwabstraße 26.

Die Fieberambulanz ist Anlaufstelle für Stuttgarter Patientinnen und Patienten mit coronatypischen Krankheitssymptomen wie Husten, Fieber, Geruchs- und Geschmacksverlust (auch bei leichten Symptomen). In der Fieberambulanz werden sie ärztlich untersucht und im Verdachtsfall auf das Coronavirus getestet.

Der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, Professor Stefan Ehehalt, sagte am Mittwoch, 30. September: „Das Konzept der Fieberambulanz hat sich bewährt. Hierbei geht es vor allem darum, Menschen mit einer möglichen Corona-Infektion rasch zu erkennen und zu behandeln – ohne andere zu gefährden. Mit der Aufteilung in Fieberambulanz Neckarpark und Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen ist eine bessere Trennung von Personen mit und ohne Symptomen möglich.“

Die Öffnungszeiten in der Fieberambulanz sind montags bis freitags, jeweils von 9.30 Uhr bis 13.30 und von 14.30 bis 17.30 Uhr. Bei Bedarf werden die Öffnungszeiten angepasst.
Die Patienten können sich online über ein Terminvergabesystem unter www.fieberambulanz-stuttgart.de anmelden. Eine vorherige Überweisung durch den Hausarzt ist zwingend erforderlich.

Symptomfreie Personen werden auf dem Cannstatter Wasen getestet
Personen ohne Symptome können weiterhin das Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen aufsuchen (Parkplatz P10, Zufahrt über die Talstraße) – sofern die Testkriterien erfüllt sind. Hier erfolgen die Testungen nach vorheriger Terminvereinbarung unter dem Link www.aerzteschillerplatz.de/corona-testzentrum-cannstatter-wasen als „Drive-Through“ oder „Walk-In“ – sowohl für Autofahrer als auch für Fußgänger und Radfahrer. Das Corona-Testzentrum ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Hier können sich derzeit folgende Personengruppen testen lassen:

  • Personen, die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten (kann nur durch das Gesundheitsamt angeordnet werden).
  • Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  • Lehrkräfte und Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege mit Berechtigungsschein (voraussichtlich bis zum 1. November 2020 einschließlich).
  • Reiserückkehrende aus Risikogebieten. Für diese Personen gilt eine Testpflicht. Sie müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise kann die Quarantäne bei Vorliegen eines negativen Testergebnisses ausgesetzt werden.

Bensheim wieder Spitze, Dortmund siegt international

0

Unter der Woche hatten sich die an diesem Wochenende in der Champions League geforderten Meisterschaftsanwärter aus Bietigheim und Dortmund schadlos gehalten, in der Handball Bundesliga Frauen bleiben sie aber derzeit in der Verfolgerrolle. International konnte vor allem der BVB mit dem Sieg in Koprivnica für Furore sorgen. Die nationale Spitze eroberten sich die Flames der HSG Bensheim/Auerbach mit einem 23:20 gegen Leverkusen zurück. Der Thüringer HC schob sich mit dem 33:22 gegen Buchholz dank der besseren Tordifferenz an Bietigheim vorbei, das nach dem Remis im direkten Vergleich ebenfalls 7:1 Punkte hat. Dortmund liegt mit 6:0 Punkten als vierter noch ungeschlagener Club in Lauerstellung.

Oldenburg glich mit dem Sieg in Bad Wildungen unterdessen ebenso sein Punktekonto auf 4:4 aus, wie Halle-Neustadt mit dem deutlichen 29:15 gegen die Kurpfalz Bären. Noch deutlicher war der Sieg der HSG Blomberg-Lippe im einzigen Sonntagsspiel.

HSG Blomberg-Lippe – 1. FSV Mainz 05 45 : 25 (26:11)
Franziska Fischer hatte die Gäste aus Mainz zunächst zweifach in Führung geworfen, doch die Ausgleichstreffer der HSG Blomberg-Lippe fielen jeweils umgehend. Vor 300 Zuschauern in der Sporthalle Ulmenallee ging die Mannschaft von Steffen Birkner in der Folge ein enormes Tempo, die Treffer fielen im Minutentakt. Beim 10:7 war die Zweistelligkeit bereits nach gut acht Minuten erreicht und Mainz bekam zusehends Probleme.
Nach einer Viertelstunde stand ein 16:8 auf der Anzeigetafel, kurz darauf lagen beim 19:9 erstmals zehn Treffer zwischen den beiden Teams und erst in den letzten Minuten des ersten Abschnitts rutschte Blomberg unter den Schnitt von einem Tor pro Minute – beim 26:11 war zur Pause die Frage nach dem Sieger dennoch längst beantwortet. Blomberg ließ die Zügel aber auch nach dem Seitenwechsel nicht schleifen und legte am Ende beim 45:25 zwanzig Treffer zwischen sich und die Gäste.
Blombergs Trainer Steffen Birkner zeigte sich zufrieden: “Wir sind heute über den gesamten Spielverlauf hohes Tempo gegangen, hatten im Positionsangriff viel Dampf und waren im Abwehrbereich sehr strukturiert.” Sein Gegenüber Florian Bauer erkannte den verdienten Sieg der Blombergerinnen an und richtete den Blick nach vorne: “Wir haben heute ein sehr schönes Beispiel für Tempohandball und druckvolles Angriffsspiel gesehen. Unser Augenmerk liegt jetzt auf dem Oktober.”

HSG Blomberg-Lippe:
Michalczik (9/2), Rajes (8), Franz (7/2), Kynast (6), Agwunedu (5), Rüffieux (4), van Wingerden (3), Reiche (2/1), Jongenelen (1)

1. FSV Mainz 05:
Fischer (8/5), Adeberg (5/1), Dorsz (4), Burkholder (3), Großheim (1), Michailidis (1), Gangel (1), Hampel (1), Klobucar (1) Samstagsspiele

Samstagsspiele:

HSG Bensheim-Auerbach – TSV Bayer 04 Leverkusen 23 : 20 (13:9)
Vor den erlaubten 250 Zuschauern gingen die Flames der HSG Bensheim/Auerbach mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen an den Start, Bayer Leverkusen reiste auch mit weißer Weste an – aufgrund von Verlegungen allerdings erst mit einem Sieg aus einem Spiel. Beim 3:2 konnten die Gastgeberinnen erstmals in Führung gehen, Leverkusen kämpfte bis zum 7:6 nach einer Viertelstunde erfolgreich um den Anschluss.
Beim 12:7 war der Abstand dann allerdings auf fünf Treffer angewachsen. “Bensheim war gut auf uns vorbereitet und hat verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit stand nicht die Mannschaft auf dem Feld, die ich eigentlich kenne. Es wurde ohne Herz gespielt und die Verantwortung weitergegeben”, so die erste Analyse von Leverkusens Trainerin Renate Wolf, die aufgrund einer Roten Karte mit Spielmacherin Mareike Thomaier auch noch eine wichtige Alternative verlor.
Nach dem 13:9 zur Pause setzten sich die Flames beim 16:10 erstmals auf sechs Tore ab, Leverkusen schien mit einer Dreier-Serie aber zurück in die Partie zu finden. Bis zum 19:17 hielt die Hoffnung an, doch die Gäste machten zu viele Fehler. Die Gastgeberinnen hielten so Kurs auf die nächsten Punkte: “23:20 hört sich am Ende knapper an, als es sich für mich anfühlt”, so Wolf abschließend.
“Wir haben heute gerackert und geackert und eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und bärenstark in der Abwehr gestanden. In der 2. Halbzeit haben wir viel mehr Fehler gemacht. Leverkusen hat die Geschenke nicht angenommen und selbst ganz viele Fehler gemacht. Nichtsdestotrotz haben wir heute nur 20 Tore bekommen.”, so Bensheims Trainer Heike Ahlgrimm, die sich neben dem vierten Sieg mit den Flames auch über die Tabellenführung freuen durfte.

HSG Bensheim-Auerbach:
Friedberger (6/4), Ivancok (6), Hurst (3), Kühlborn (2), Soffel (2), van Gulik (1), Kockel (1), Niewiadomska (1/1), Heider (1)

Bayer 04 Leverkusen:
Jurgutyte (5), Huber (4/3), Zschocke (4), Souza (2), Keita (2), Einarsdottir (1), Bruggeman (1), Holste (1)

Thüringer HC – HL Buchholz 08-Rosengarten 33 : 22 (19:11)
Der Thüringer HC bleibt ungeschlagen und mischt in der Spitzengruppe der Handball Bundesliga mit. Der siebenmalige Deutsche Meister setzte sich am Samstag erwartet souverän mit 33:22 (19:11) gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten durch. Mit drei Siegen und einem Unentschieden aus vier Spielen ist der THC hinter Spitzenreiter HSG Bensheim/Auerbach Zweiter – punktgleich mit der SG BBM Bietigheim.
Die THC-Handballerinnen setzten sich in der Anfangsphase gleich klar ab. Nach 16 Minuten führten die Gastgeberinnen mit 12:6, dennoch legten sie zu diesem Zeitpunkt aufgrund einiger Nachlässigkeiten in der Deckung die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Dass sich diese nicht auswirkten, lag auch an der erneut glänzenden Marie Skurtveit Davidsen zwischen den Pfosten.
In der Offensive glänzte Emma Ekenman-Fenris, auch dank ihrer 11/3-Treffer baute der Favorit den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach einem 19:11 zur Pause hieß es am Ende 33:22. “Besonders danken will ich auch meinem Bruder Helfried, dass er mich so hervorragend vertritt und mir viel Arbeit abnimmt, solange ich krank bin”, freute sich Herbert Müller über den Kantersieg. “Wir haben zu viele Chancen vergeben, aber solche Spiele wie gegen den Thüringer HC bringen uns weiter”, so sein Gegenüber Dubravko Prelcec.

Thüringer HC:
Ekenman-Fernis (11/3), Scheffknecht (4/1), Neidhart (4), Jerabkova (3), Jakubisová (2), Rühl (2), Ferreira Lopes (2), Großmann (2), Iskit (2), Kündig (1)

HL Buchholz-Rosengarten:
Schulz (4), Kadenbach (4/1), Kücükyildiz (4/1), Herbst (3), Cronstedt (3), Hauf (2), Berndt (1), Luschnat (1)

HSG Bad Wildungen Vipers – VfL Oldenburg 30 : 31 (16:20)
Eine hart umkämpfte Partie sahen die Zuschauer in Bad Wildungen, die heimischen Vipers legten dabei zunächst vor. Aus einem 3:5-Rückstand machte der VfL Oldenburg beim 7:6 die erste Führung und über 14:9 und 18:12 schienen sich die Fronten zu klären. Doch bis zur Pause kämpften sich die Gastgeberinnen wieder auf 20:16 heran.
Im zweiten Abschnitt hielt Bad Wildungen den Druck aufrecht, doch der VfL Oldenburg schien die richtigen Antworten zu finden. Bis zum 30:25 schienen die Gäste auf sicherem Kurs in Richtung der beiden Auswärtspunkte, doch die Vipers kamen noch einmal auf. “Wir hatten mit der 4:2-Abwehr von Bad Wildungen etwas Probleme”, gestand VfL-Coach Niels Bötel. Wir hatten zwar freie Würfe, konnten die aber nicht nutzen.”
Den Vipers gelang in der letzten Minute der Anschlusstreffer, doch der VfL Oldenburg behauptete in der Folge den Ballbesitz und sicherte so den 31:30-Erfolg. “Das Spiel haben wir verdient gewonnen”, freute sich Niels Bötel nach dem Schlusspfiff über die zwei erkämpften Zähler. “Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und nehmen uns, auf die 60 Minuten gesehen, die wichtigen zwei Punkte mit.”

Bad Wildungen Vipers:
Struijs (12/6), Ingenpaß (6), Scheib (5), Schnack (3), Spielvogel (2), Platen (1), Smits (1/1)

VfL Oldenburg:
Pichlmeier (9), Carstensen (6/4), Behrend (4), Knippert (4), Steffen (3), Martens (2), Fragge (2), Reinemann (1)

SV Union Halle-Neustadt – Kurpfalz Bären 29 : 15 (18:7)
Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt haben ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Der Bundesliga-Aufsteiger setzte sich am Samstagabend deutlich mit 29:15 (18:7) gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch durch. Damit blieb Union auch im zweiten Heimspiel siegreich und sammelte wichtige Zähler im Kampf um den Klassenverbleib. Beste Union-Werferin war Swantje Heimburg mit sieben Toren.
Halle hat damit nach vier Spieltagen bereits fast so viele Siege auf dem Konto wie beim ersten Bundesliga-Abenteuer. In der Saison 2018/19 war man mit nur drei Erfolgen direkt wieder abgestiegen. Gegen Ketsch entschied die Mannschaft von Trainer Jan-Henning Himborn das Spiel praktisch in der Anfangsphase, als man auf 10:3 davonzog (13. Minute). Auch nach dem Seitenwechsel hielt Union das Tempo hoch und ließ bei den Gästen nie Hoffnung aufkeimen.
“Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir wettbewerbsfähig sind. Die Mannschaft ist in Takt und hat heute wieder stark aufgespielt. Ich bin sehr zuversichtlich mit Blick auf die nächsten Spiele”, so Union-Coach Jan-Henning Himborn. Swantje Heimburg fügte an: “Alles das was wir uns als Mannschaft vorgenommen haben, haben wir umgesetzt.”

SV Union Halle-Neustadt:
Heimburg (7), Mikkelsen (5), Gruber (4), Gudelj (2), Funke (2/1), Boonkamp (2/1), Woller (2), Lepschi (1), Redder (1), Nowak (1), Winkler (1), Mazzucco (1)

Kurpfalz Bären:
Reuthal (4/3), Feiniler (3), Fackel (3), Fabritz (2), Brand (1), Engelhardt (1), Hinzmann (1)

Mittwochsspiele:

Neckarsulmer Sport-Union – SG BBM Bietigheim 17:24 (10:15)
Nach der Niederlage in der EHF Champions League bei Metz ist die SG BBM Bietigheim in der Liga nach dem 24:17 im Derby in Neckarsulm in der Liga weiterhin ungeschlagen. An alter Wirkungsstätte erhielt Nele Reimer einen besonderen Empfang, Gastgeschenke hatten sie und ihre neue Mannschaft aber nicht mitgebracht – schnell hieß es 7:3.
Nach einer Auszeit stabilisierte sich Neckarsulm. Bis zum 15:10 zur Pause blieb der Abstand halbwegs konstant, die Gäste hielten das Heft aber weiter fest in der Hand. Als Neckarsulm nach dem 17:11 noch einmal auf 18:16 herankam, wackelte der Favorit noch einmal kurz – nach einer Auszeit von Markus Gaugisch waren die Bietigheimerinnen dann aber wieder auf Kurs.
Neckarsulm mühte sich, aber die Bietigheimer Deckung stand gut und dahinter trumpfte Emily Sando mit gleich 17 Paraden auf. Nach dem 18:16 war spätestens mit dem 21:17 von Antje Lauenroth, die mit sieben Treffern auch beste Schützin der Partie war, die Vorentscheidung gefallen – zumal den Gastgeberinnen bis zum 24:17-Endstand auch kein weiterer Treffer mehr gelingen sollte.
“Wir wollten weiter eine Stabilität in unser Spiel bringen, das haben wir heute teilweise erreicht”, so Markus Gaugisch, der anfügte: “Mit der Konstanz bin ich dennoch nicht zufrieden. Wir haben zwei verdiente Auswärtspunkte geholt.” Für den Coach der SG BBM und die Bietigheimerinnen ging es am Samstag in der Champions League gegen Kristiansand.

Neckarsulmer SU:
Kooij (4), Hendrikse (4), Moser (3/1), Knippenborg (1), Rode (1), Espinola Perez (1), Kretzschmar (1), Wick (1/1), Senvald (1)

SG BBM Bietigheim:
Lauenroth (7), Maidhof (5/1), Schulze (3), Naidzinavicius (2), Østergaard Jensen (2), Reimer (2), Braun (2), Jørgensen (1)

Borussia Dortmund – Buxtehuder SV 36:19 (24:9)
Nach dem knappen 26:28-Niederlage gegen die TuS Metzingen reiste der Buxtehuder SV in der Hoffnung auf eine ausgeglichene Partie zum Spitzenteam nach Dortmund. Die Borussia sorgte dort allerdings schnell für klare Verhältnisse, nach einer Viertelstunde stand ein 12:4 auf der Anzeigetafel und BSV-Coach Dirk Leun beantragte bereits die zweite Auszeit.
Kurz stabilisierten sich die Gäste, doch nach dem 16:9 drehten die Schwarz-Gelben noch einmal auf: Eine Achter-Serie ließ den Abstand bis zur Pause auf 24:9 anwachsen – die Frage nach dem Gewinner war bereits zum Seitenwechsel geklärt. “Wir haben uns sportlich in der ersten Halbzeit selbst gekillt. Wir haben uns nicht an den Matchplan gehalten”, haderte Leun nach Spielende insbesondere mit den Gegentoren aus dem Umschaltspiel.
“Die zweite Halbzeit war besser von der Abwehrleistung und einer guten Torwart-Leistung von Lea. Am Ende haben wir es verpasst ein besseres Ergebnis mitzunehmen”, blickte Leun auf den Spielverlauf des zweiten Abschnitts. Beim 29:19 war der Vorsprung der Dortmunderinnen auf zehn Tore geschrumpft, doch der Favorit legte auch zu Ende der zweiten Hälfte noch einmal eine Serie hin: Sieben unbeantwortete Treffer sorgten für den 36:19-Endstand. “Eine harte und bittere Erfahrung”, so Leun.

Borussia Dortmund:
Gutierrez Bermejo (8/1), Vollebregt (7), Grijseels (7/5), Abdulla (3/1), Smits (3), Dulfer (2), Freriks (2), van Zijl (2), Bleckmann (1), Stockschläder (1)

Buxtehuder SV:
Fischer (3/1), Müller-Korn (3), Heldmann (3), Antl (3), Lott (3), Golla (2), Schneider (1), Dölle (1)

EHF Champions League
Am 3. Spieltag der EHF Champions League verloren die Frauen der SG BBM Bietigheim am Abend nach einer starken Leistung mit 29:33 (14:15) gegen die Vipers Kristiansand und bleiben im Wettbewerb damit weiter sieglos. “Wir sind mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber zufrieden mit der Art wie wir heute aufgetreten sind. Mein Team hat heute mit dem Mut und der Leidenschaft gespielt, die ich erwartet habe”, so Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch nach der Niederlage gegen die ambitionierten Norwegerinnen.

Jubeln konnte hingegen Borussia Dortmund, das bei Podravka Vegeta Koprivnica mit 26:25 (15:14) doppelt punktete und sich in der Tabelle in die Top 6, die am Ende die Playoffs erreichen, arbeitete. “Das hat schon Nerven gekostet”, so BVB-Chefcoach André Fuhr gegenüber den Ruhrnachrichten und betonte: “Dass wir ein so körperliches Spiel am Ende der Englischen Woche so gewinnen, zeigt die Qualität unserer Mannschaft.”

Bietigheim: Lauenroth (8), Maidhof (6/2), Smits (5), Østergaard (3), Naidzinavicius (3), Jørgensen (3), Schulze (1)

Dortmund: Grijseels (7/1), Smits (5), Dulfer (3), Abdulla (3), Freriks (2), Rode (2), Bleckmann (2), Vollebregt (1), Stockschläder (1)


Haus & Grund Stuttgart weiter auf Wachstumskurs

0
  • OB-Kandidat Dr. Nopper lobt Beitrag der privaten Immobilieneigentümer zur Wohnraumversorgung und verspricht den Wohnungsbau deutlich auszuweiten
  • Vereinsvorsitzender Dr. Klaus Lang: „Privates Immobilieneigentum weiter unter Beschuss!“

Stuttgart.| Mit einem ganzen Bündel an Ideen hat OB-Kandidat Dr. Frank Nopper bei der Mitgliederversammlung des Stuttgarter Haus- und Grundbesitzervereins in der Liederhalle einen klaren Akzent gesetzt – und dabei auch für den Wohnungsbau einen „Aufbruch mit Stuttgart-Spirit“ beschworen. Der Vorsitzende Dr. Klaus Lang beklagte, dass privates Immobilieneigentum in Stuttgart und darüber hinaus „weiter unter Beschuss“ ist.

Wenn sonst über tausend Mitglieder zur Jahreshauptversammlung strömen, war es diesmal im Beethovensaal angesichts der Vorschriften der Corona-Verordnung nur eine zweistellige Zahl. Der Mitgliederversammlung aber tat dies keinen Abbruch. Zumal die Vereinsführung trotz Corona-Pandemie eine weiter positive Entwicklung des Vereins mit weiter steigenden Mitgliederzahlen konstatieren konnte; aktuell sind bei Haus & Grund Stuttgart 22.371 Mitglieder organisiert, die über 100.000 Wohnungen ihr eigen nennen. Die kostenfreie Beratung der Mitglieder und außergerichtliche Vertretung sei nochmals ausgeweitet worden und auch in Corona-Zeiten durchgängig gewährleistet.

Mit Spannung war der Beitrag von Dr. Frank Nopper erwartet worden, der für die CDU für den Oberbürgermeister-Posten in Stuttgart kandidiert. Für die Wohnraumversorgung seien die privaten Vermieter „ein ganz wichtiger Aktivposten, weil sie den Stuttgarter Geist der Häuslebauer mit sozialer Verantwortung verbinden“. So brauche die Landeshauptstadt angesichts der angespannten Situation am Wohnungsmarkt „eine wirksame Wohnungsbaupolitik und eine pragmatische und bürgernahe Rathausspitze, die nicht verzögert und verhindert, sondern mit Leidenschaft löst und ermöglicht“.

Weil Stuttgart dringend „mehr Wohnungen aller Art, gerade auch der bezahlbaren Art“ benötige, müssten endlich alle an einem Strang ziehen. Aber dafür brauche es auch eine Stadtspitze; „die Freude an jedem neuen Bauantrag hat“, wie Nopper betonte. Und dafür müsse eben auch der Weg „für maßvolle Arrondierungen in den Außenbezirken“ freigemacht werden. So nannte Nopper mindestens 2000 neue Wohnungen pro Jahr als Zielmarke. „Und zwar netto“, wie er betonte und damit deutlich mehr als in den letzten Jahren erreicht: „Denn Wohnen darf kein Luxus sein. Jeder Haushalt soll in Stuttgart eine adäquate Wohnung finden können. Auch Familien mit mittleren Einkommen und sozial Schwächere.“

Wie stark der Kontrast zwischen Noppers Ambition und der Bilanz des noch amtierenden OB Kuhn ist, der in keinem seiner acht Amtsjahre Noppers Netto-Ziel auch nur brutto erreicht hat, machte Geschäftsführer Ulrich Wecker mit detaillierten Zahlen deutlich und schloss daraus: „OB Kuhn ist vollmundig als Tiger gestartet, aber als wohnungspolitischer Bettvorleger gelandet. Sein Bündnis für Wohnen ist gescheitert und die privaten Eigentümer, die 70 Prozent der Wohnungen in der Stadt stellen, machte er bisweilen verächtlich.“ Die privaten Eigentümer hofften deshalb auf ein Stadtoberhaupt, „mit einer wertschätzenden Haltung zum privaten Eigentum und Respekt vor der Leistung der privaten Eigentümer“.

Der Vorsitzende Dr. Klaus Lang kritisierte, dass die öko-linke Mehrheit im Gemeinderat die Absenkung der Grundsteuer rückgängig gemacht „und damit Mieter und Eigentümer um zusätzliche 28 Millionen Euro im Jahr belastet hat“. Hinsichtlich der geplanten Landesgrundsteuer wandte er sich scharf dagegen, dass kommunale Träger oder Wohnungsgenossenschaften mit 25 Prozent Nachlass gegenüber Privateigentümern privilegiert werden sollen: „Wir erwarten, dass dieser Passus zurückgenommen wird.“ Und hinsichtlich der sich weiter steigernden Interventionsspirale der Markteingriffe bis hin zur geplanten Novelle des Baugesetzbuches mit dem faktischen Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen stellte er fest: „Der Sozialismus feiert fröhliche Urständ. Nicht nur die Wohnungsunternehmen, auch die Eigentümer sind alarmiert.“

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen wurden Christian Brokate, Claudia Diem, Claudia Neuhaus und Joachim Rudolf erneut für drei weitere Jahre in den Vereinsvorstand gewählt.


Neuer Corona-Schnelltest von Bosch

0
Gerät liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten
Weltweit schnellster PCR-Test für SARS-CoV-2
  • Schnelltest besonders geeignet für dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren.
  • Bosch-CEO Dr. Volkmar Denner: „Wir können den Menschen jetzt noch schneller Sicherheit geben.“
  • Der Bosch-Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent.
  • Ab Anfang Oktober auch zeitgleiches Testen von fünf Personen mit einer Test-Kartusche möglich.
  • Bosch arbeitet an weiterer Reduzierung der Durchlaufzeit.

Stuttgart./ Bosch hat einen neuen Schnelltest für sein Analysegerät Vivalytic zum Nachweis des SARS-CoV-2-Erregers entwickelt. Damit steht das Testergebnis in 39 Minuten zuverlässig fest – schneller ist weltweit aktuell kein anderer Test auf Basis der Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Der neue Schnelltest von Bosch ist unter anderem prädestiniert für den dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren an Autobahn-Raststätten oder Flughäfen. Getestete Personen können unmittelbar am Ort der Probenentnahme ein zuverlässiges Ergebnis erhalten. Der CE-gekennzeichnete Test ist ab sofort in Europa erhältlich und hilft, Quarantäne-Zeiten zu vermeiden, Labore zu entlasten und das Reisen und Arbeiten wieder sicherer zu machen: „Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen“, sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. „Damit können wir den Menschen jetzt noch schneller Sicherheit geben“, so Denner weiter.

„Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen.“ Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH

Der neue Bosch PCR-Singleplex-Test wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: „Mir ist wichtig, dass Menschen so schnell wie möglich Klarheit über ihren Gesundheitszustand haben. Wir werden gerade in den nächsten Monaten vor der besonderen Herausforderung stehen, Menschen vermehrt testen zu müssen. Bei dieser komplexen Aufgabe kann das von Bosch mit Unterstützung des BMBF weiterentwickelte Testverfahren eine große Hilfe sein. Die rasante Verbesserung unserer technologischen Möglichkeiten zeigt, zu welchen innovativen Leistungen deutsche Unternehmen gerade in Krisenzeiten fähig sind.“

Der Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent. Er wurde gemeinsam von der Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions und dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen R-Biopharm entwickelt – einem führenden Anbieter hochsensitiver manueller PCR-Tests. PCR-Tests gelten als Goldstandard unter den Testverfahren.

Weltneuheit: gleichzeitige Auswertung von fünf Proben
Bereits Ende März hatte Bosch nach nur sechs Wochen Entwicklungszeit einen ersten Schnelltest für sein Vivalytic-Analysegerät herausgebracht. Dabei handelt es sich um einen Multiplex-Test, der Proben in zweieinhalb Stunden sowohl auf das SARS-CoV-2-Virus als auch zeitgleich auf neun weitere Atemwegserkrankungen untersucht. Der neue beschleunigte Test ist jetzt ausschließlich auf SARS-CoV-2 ausgerichtet. „Mit unseren unterschiedlichen Corona-Tests und den variablen Auswertungsstrategien ermöglichen wir mit einem Vivalytic-Gerät verschiedene Testszenarien – vom Screening bis hin zur Unterstützung der Differentialdiagnostik bei Krankheiten mit ähnlichen Symptomen“, sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Und die Entwicklung geht bei Bosch unter Hochdruck weiter: Ab Anfang Oktober 2020 sollen fünf Proben zeitgleich in einer Test-Kartusche und in vergleichbarer Geschwindigkeit ausgewertet werden können – eine Weltneuheit, so das Unternehmen. Damit steigert Bosch die Testkapazitäten auf mehr als 160 Proben pro Tag, die mit einem Vivalytic-Gerät vollautomatisiert verarbeitet werden können. Zudem soll die Durchlaufzeit des SARS-CoV-2 Tests bei positiven Proben mit Hilfe von optimierter Software in den nächsten Wochen weiter verkürzt werden.

Vivalytic-Analysegerät: einfache Anwendung am Ort der Probenentnahme
Die Vorteile der Bosch-Schnelltests liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Mittels Abstrichtupfer wird eine Probe aus Nase oder Rachen eines Patienten entnommen und in die Test-Kartusche gegeben. Anschließend wird die Test-Kartusche, die bereits sämtliche für den Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Die Bedienung des Vivalytic-Analysegeräts ist anwenderfreundlich gestaltet und erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals. Die Entwicklung des Vivalytic-Systems, bestehend aus Analysegerät und Testkartuschen, ist aus einer langjährigen Zusammenarbeit der Bosch Forschung und Vorausentwicklung mit Bosch Healthcare Solutions entstanden.

Bosch will bis Ende des Jahres die Kapazität für eine Million Tests erreichen. Da die Nachfrage nach dem Analysegerät und den Schnelltests anhaltend hoch ist, arbeitet das Unternehmen mit seinen Lieferanten intensiv daran, die Kapazität maximal auszubauen und die Lieferfähigkeit weiter zu erhöhen.


Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber zur OB-Wahl

0
Veranstaltung wegen Corona in der Hanns- Martin-Schleyer-Halle

Stuttgart.| Die zur OB-Wahl zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber stellen sich am Dienstag, 20. Oktober, in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle vor. Die öffentliche Versammlung findet nicht wie üblich in der Liederhalle statt. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. September, beschlossen.

Die Bewerber haben acht Minuten Redezeit. Da die Veranstaltung nicht länger als etwa zwei bis zweieinhalb Stunden dauern soll, wurde die Verwaltung ermächtigt, die Redezeit entsprechend zu verkürzen, sofern eine große Bewerberzahl dies erfordern sollte. Die Mindestredezeit beträgt fünf Minuten pro Person.

Die Vorstellungsreden werden bei Vorliegen entsprechender Einwilligungen auf Video aufgezeichnet und zeitnah im städtischen Internetauftritt www.stuttgart.de eingestellt.

Aufgrund der Corona-bedingten Hygienevorschriften, zum Beispiel die Abstandsregel, kann die Bewerbervorstellung aus Kapazitätsgründen nicht wie üblich in der Liederhalle stattfinden. Es ist aufgrund der Erfahrungen früherer OB-Wahlen mit bis zu 1500 Besuchern bei der Veranstaltung zu rechnen. Die Liederhalle bietet unter Corona-Bedingungen nur etwa 300 Plätze. Durch die Verlegung in die Hanns-Martin- Schleyer-Halle ist eine Besucherkapazität von bis zu 800 Personen möglich.

Der Einlass wird im Wesentlichen über ein Online-Ticket-System organisiert. Darüber hinaus sind Eintrittskarten auch an der Rathauspforte und vor Veranstaltungsbeginn in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle erhältlich.

Durch die Verlegung in die Hanns-Martin-Schleyer-Halle entstehen gegenüber der ursprünglich geplanten Veranstaltung in der Liederhalle Mehrkosten in Höhe von 57.000 Euro.


 

Gastronomie: Heizpilze vorerst zulässig – Stadt pausiert Verbot

0

Stuttgart.| In der Landeshauptstadt Stuttgart ist der Betrieb von Heizpilzen in der Wintersaison 2020/21 erlaubt. Der Gemeinderat hat am Donnerstag, 24. September, mit 53 zu sechs Stimmen beschlossen, das bestehende Verbot auszusetzen. Grund für die Maßnahme sind die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Umsatzverluste der Gastronomen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hatte das Referat für Städtebau, Wohnen und Umwelt gebeten, eine temporäre Gestattung der Heizpilze zu prüfen.

In Stuttgart waren Heizpilze in den Wintermonaten nicht gestattet: Der Aufbau und Betrieb von Heizstrahlern war in der City bislang nur in der Zeit von April bis Oktober ab 20 Uhr bis Betriebsschluss zulässig. Das Verbot setzt dieses Jahr ab dem 1. November 2020 bis zum 31. März 2021 aus. Der Betrieb von Heizpilzen ist dann ohne zeitliche Begrenzung zugelassen. Bereits ab Oktober dürfen Heizpilze auch schon vor 20 Uhr eingesetzt werden.
Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, sagte: „Wir wollen unsere Stuttgarter Gastronomen unterstützen. Deswegen setzen wir das bestehende Verbot diesen Winter aus. Allerdings ist klar zeitlich begrenzt, wie die Heizpilze eingesetzt werden. Weil Klimaschutz wichtig bleibt, sollen elektrisch betriebene Heizstrahler, am besten mit Ökostrom, genutzt werden.“


Dr. Clemens Maier wird Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport

0

Stuttgart.| Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 24. September Dr. Clemens Maier zum Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport gewählt. Er folgt Dr. Martin Schairer nach, der mit Ablauf des 31. Oktober in den Ruhestand tritt.

Dr. Maier erhielt 33 von 59 abgegebenen Stimmen. Auf Christoph Ozasek entfielen 22 Stimmen, vier Enthaltungen wurden gezählt.

Dr. Clemens Maier, geboren am 24. Februar 1974 in Laupheim, studierte in Tübingen Rechtswissenschaften und legte 2002 sein zweites juristisches Staatsexamen ab. Ebenfalls 2002 erlangte er den Magister Artium in Katholischer Theologie und Rechtswissenschaft, 2005 promovierte er in Theologie. Maier war Vorsitzender der Vergabekammer Baden-Württemberg und Leiter des Straßenverkehrs- und Rechtsamts im Landratsamt Rottweil. Seit 2007 ist er Bürgermeister der Stadt Trossingen. Bei der Wahl 2015 wurde er in seinem Amt bestätigt.

Vor dem Gemeinderat sagte Dr. Maier: „Dass sich die Bürgerinnen und Bürger Stuttgarts in ihrer Stadt sicher fühlen können, ist eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen der Menschen in unsere Demokratie, und deshalb muss dieses Sicherheitsgefühl nach den Randalen im Juni wieder hergestellt werden. Dazu müssen wir es schaffen, wieder ein Gefühl der Zusammengehörigkeit aller hier lebenden Menschen zu schaffen.“ Und weiter: „Eine Verkehrswende ist dringend notwendig, um die Lebensqualität in unserer Stadt zu erhalten und zu verbessern. Doch müssen wir dabei unsere Bürgerinnen und Bürger mitnehmen und bei Veränderungen gute Alternativlösungen anbieten. Dazu möchte ich gerne meinen Beitrag leisten.“

Zum Geschäftskreis III, dem Referat Sicherheit, Ordnung und Sport, gehören das Amt für öffentliche Ordnung, die Branddirektion, das Statistische Amt, das Amt für Sport und Bewegung sowie die Stabsstelle Sicherheitspartnerschaft in der Kommunalen Kriminalprävention.


Corona-Testzentrum Herrenberg weitet Öffnungszeiten wieder aus

0
Terminvergabe nach wie vor über die Hotline 07031-663-3500

Herrenberg.| Das Corona-Testzentrum in Herrenberg, dessen Betrieb zeitweise zurückgefahren war, erweitert wieder die Öffnungszeiten. Das Infektionsgeschehen hat sich aktuell weg von den Reiserückkehrern und hin zu Fällen in Schulen und Einrichtungen verlagert. Daraus resultiert ein gestiegener Aufwand im Rahmen des Kontaktpersonenmanagement, dem damit Rechnung getragen wird.

Die Terminvergabe erfolgt ausschließlich über die Hotline des Gesundheitsamts, Tel. 07031 663-3500. Diese ist Montag bis Freitag, von jeweils 8 bis 15 Uhr zu erreichen.

„Wir haben ausreichend Testkapazität, um auf Situationen wie eine Infektion in einer Schulklasse schnell reagieren zu können“, so der zuständige Dezernent Thomas Wagner. „So können wir zeitnah und umfassend Verdachtsfälle testen und verifizieren und so die entsprechenden Maßnahmen ergreifen.“