TRUMPF gründet die Start-Ups Optimate und ScaleNC aus

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  • Optimate verbessert mit Hilfe von KI die Konstruktion von Blechbauteilen
  • ScaleNC bereitet CAD-Modelle fertigungsgerecht auf und liefert Maschinenprogramme über die Cloud

Ditzingen.| Das Hochtechnologieunternehmen TRUMPF hat mit Optimate GmbH und ScaleNC GmbH zwei Start-Ups ausgegründet. Die Unternehmen bieten digitale Lösungen für die Blechfertigung. Optimate entwickelt eine KI-basierte Softwarelösung, mit der Blechbearbeiter ihre Bauteile verbessern und Kosten senken können. ScaleNC bereitet Konstruktionszeichnungen auf und nimmt Blechfertigern die NC-Programmierung ab. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Stuttgart und agieren komplett eigenständig. Die Ideen zu den Start-Ups sind im Rahmen des Internehmertum-Programms von TRUMPF entstanden. Beim Internehmertum-Programm von TRUMPF können Mitarbeiter während der Hälfte ihrer Arbeitszeit Geschäftsideen selbst entwickeln und ein eigenes Unternehmen gründen. „Das Angebot der beiden Unternehmen passt hervorragend zu uns als Leitanwender und Leitanbieter für digital vernetzte Lösungen in der Blechbearbeitung. Durch die Ausgründungen geben wir den Start-Ups den unternehmerischen Freiraum, den sie insbesondere in der Anfangsphase benötigen“, sagt Christof Siebert, Leiter des Internehmertums bei TRUMPF.

Optimate: Herstellkosten senken
Optimate ist eine Online-Plattform, mit der sich Blechbauteile günstiger fertigen lassen. Kunden können die CAD-Daten ihrer Bauteile dort hochladen und eine KI erkennt anschließend, ob und wie sich die Bauteile verbessern lassen. Das Start-Up zeigt den Kunden beispielsweise, wie sie mit weniger Materialeinsatz fertigen können oder wo sich Schweißnähte durch Biegungen ersetzen lassen. Ziel ist, dadurch die Herstellkosten in der Blechbearbeitung zu senken. „Wir möchten die Bauteilkonstruktion ins Online-Zeitalter überführen. Damit ermöglichen wir unseren Kunden, nachhaltiger zu konstruieren, Kosten zu senken und effizienter zu fertigen“, sagt Jonas Steiling, einer von drei Optimate-Gründern. Optimate erkennt zudem Konstruktionsfehler, etwa wenn ein Loch zu nah an einer Biegekante liegt.

ScaleNC: Maschinenprogrammierung als Service in der Cloud
Das Start-Up ScaleNC übernimmt für Blechfertiger über eine Cloud-Plattform die Programmierung ihrer Maschinensteuerung. Kunden können dort CAD-Rohdaten, Zeichnungen oder einfache Skizzen hochladen und angeben, welche NC-Programme sie benötigen. ScaleNC bereitet die Daten für die Fertigung auf und erstellt passende Maschinenprogramme für Laser-, Stanz- und Biegemaschinen, die Kunden direkt in ihrer Fertigung nutzen können. „Wir bieten unsere Services zum Festpreis ohne Vertragsbindung an. Wir unterstützen sowohl beim flexiblen Überbrücken von Engpässen in der Arbeitsvorbereitung als auch als dauerhafter Partner“, sagt Holger Röder, Co-Gründer von ScaleNC. Das Angebot des Start-Ups richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen.


Maßnahmen des Landkreises Esslingen bei Corona-Infektionen

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Kreis Esslingen.| Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Esslingen ist am Wochenbeginn auf 30,5 angestiegen. „Der Landkreis hat das Vorgehen bei steigenden Infektionszahlen im Schulterschluss mit den Kommunen abgestimmt. Wir wollen einen weiteren Lock-Down so gut es geht vermeiden“, sagt Landrat Heinz Eininger.

Die Sieben-Tages-Inzidenz im Landkreis Esslingen lag am Dienstag, 22. September bei 30,5 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Bei 35 wird die Vorwarnstufe erreicht, bei 50 gilt nach der Maßgabe des Bundes die Eingriffsstufe innerhalb eines Landkreises mit entsprechenden Maßnahmen. Im Landkreis Esslingen wird die Vorwarnstufe bei 187 Infektionen pro Woche, die Eingriffsstufe bei 268 Infektionen erreicht.

Der Landkreis hat nun ein Maßnahmepapier vorgelegt, das als Grundlage für mögliche Entscheidungen im weiteren Infektionsgeschehen dienen soll. „In jeder Situation ist aber die Betrachtung des Einzelfalls erforderlich“, sagt Dr. Dominique Scheuermann, die Leiterin des Gesundheitsamts. Grundsätzlich gilt: bei jedem Ausbruch wird nach der Infektionsquelle gesucht und es werden die Kontaktpersonen des Infizierten ermittelt. Infizierte müssen nach einem positiven Test oder dem Ausbruch der Krankheit mindestens zehn Tage in Quarantäne. Personen mit engem Kontakt (Kontaktperson Kategorie 1) müssen ab dem letzten Kontakt mit der infizierten Person 14 Tage in Quarantäne, dieser Zeitraum kann durch einen Test nicht verkürzt werden. Die Anordnung der Quarantäne erfolgt durch das Gesundheitsamt, die Überwachung der Einhaltung durch die jeweilige Ortspolizeibehörde.

Das Infektionsgeschehen lässt sich in vier Szenarien darstellen: Bei einem fokalen Ausbruch lassen sich die Infektionen auf einen definierten Bereich eingrenzen, zum Beispiel einen Betrieb, eine Schule, ein Altenheim oder eine Veranstaltung. Mögliche Maßnahmen zur Eindämmung eines solchen Ausbruchs sind neben der Besuchsbeschränkung oder des Besuchsverbots (zum Beispiel im Pflegeheim), der Verlegung von Erkrankten in separate Wohnmöglichkeiten (Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge), der Umstellung auf Homeoffice (Unternehmen) die Schließung einzelner Bereiche in der Einrichtung oder die Schließung der Einrichtung selbst.

Bei einem lokalen Ausbruch betrifft das Infektionsgeschehen zum Beispiel eine Kommune als Hot Spot. Hier kommen neben der Fallermittlung und der Kontaktpersonennachverfolgung Massentests in Betracht, um das Ausmaß des Infektionsausbruchs zu ermitteln. Bei einem lokalen Ausbruch informiert das Gesundheitsamt die Ortspolizeibehörden, in Abstimmung werden zum Beispiel einzelne Einrichtungen geschlossen, Veranstaltungen und Gottesdienste untersagt, eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum verordnet, und Kontaktbeschränkungen/-verbote umgesetzt. Im Extremfall können einzelne Ortschaften abgeriegelt werden.

Bei einem regionalen Ausbruch ist der ganze Landkreis betroffen. Dabei wird unterschieden, ob es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen handelt oder ob sich die Fälle auf einzelne Hot Spots konzentrieren. Je nach Einschätzung werden Maßnahmen wie bei einem lokalen Ausbruch ergriffen und unter Einbeziehung der Bürgermeister, Oberbürgermeister und deren Pandemiebeauftragten auf Kreisebene umgesetzt. Bei einem überregionalen Infektionsgeschehen mit einem kontinuierlichen Anstieg der Übertragungsrate innerhalb der Bevölkerung stimmen die Akteure der betroffenen Landkreise Maßnahmen mit dem Landesgesundheitsamt und dem Ministerium für Soziales und Integration ab.

Das Gesundheitsamt gibt Tipps, wie man sich und andere schützen kann:

– Beachten Sie die AHA-Regeln: Abstand halten zu Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Hygieneregeln einhalten, regelmäßiges Händewaschen mit Seife und warmem Wasser für mindestens 20 Sekunden; Nies- und Hustenetikette in die Ellenbeuge; Gesicht und dabei vor allem Mund, Nase und Augen nicht mit den Fingern berühren. Alltagsmaske tragen überall dort, wo es geboten ist oder Abstände nicht eingehalten werden können.

– Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind oder sich krank fühlen

– Achten Sie auf Symptome, die auf eine Covid-Erkrankung hindeuten wie Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Atembeschwerden, Fieber, Geschmacks- und Geruchsverlust. Wenn Symptome nach 24 Stunden nicht wieder abklingen, sollten Sie Ihren Hausarzt kontaktieren.

– Verhalten Sie sich besonders rücksichtsvoll gegenüber Menschen aus Risikogruppen

– Wenn Sie Risikopatient sind, meiden sie größere Menschenansammlungen wie Feiern und Partys

– Lassen Sie sich dieses Jahr nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt gegen Grippe impfen.

Dokumentation im Dashboard

Die Stelle für Geobasisdaten und Geobasisinformationssysteme (GIS) im Landratsamt pflegt auf der Internetseite ein Dashboard mit den Zahlen, die das Gesundheitsamt im täglichen Lagebericht bekannt gibt. Seit der ersten Veröffentlichung Ende Mai dieses Jahres ist das Dashboard insgesamt 540.958 aufgerufen worden. Das entspricht einem Durchschnitt von täglich 4.623 Zugriffen. Die meisten Zugriffe bisher wurden am Montag, 21. September mit 12.181 Aufrufen verzeichnet. Information unter www.landkreis-esslingen.de, Corona, aktuelle Zahlen.


Laurents Hörr triumphiert doppelt in Le Mans

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Le Mans.| Die internationale Langstreckenserie Michelin Le Mans Cup gastierte am vergangenen Wochenende im Rahmenprogramm des legendären 24h-Rennens von Le Mans. Grund genug für den Stuttgarter Rennfahrer Laurents Hörr voll motiviert an den Start zu gehen.

Die mit „Road to le Mans“ betitelte Veranstaltung besteht, anders als normalerweise, nicht aus einem 2-stündigen Rennen, sondern aus zwei Rennen mit jeweils 55 Min. Dauer. Daher gab es bereits am frühen Freitagmorgen zwei Zeittrainings, bei denen Laurents Hörr und sein belgischer Teamkollege Jean Glorieux jeweils mit Startplatz 2 für das Freitagsrennen und das Samstagsrennen sehr gute Ausgangspositionen verschaffen konnten.

Am Freitag, Punkt 14.15 Uhr startete das Rennen 1 und mit ihm der Gentlemandriver Jean Glorieux für das luxemburgische Erfolgsteam von DKR Engineering. Der Start verlief ohne Zwischenfälle und der Teampartner von Laurents Hörr konnte auf dem insgesamt 13,6 km langen Kurs die Position für drei Runden halten. Nach und nach verlor er allerdings an Boden und übergab beim reglementbedingten Fahrerwechsel in der Rennmitte das Fahrzeug auf Position 7 an das Stuttgarter Ausnahmetalent. Nach nur kurzer Zeit „kassierte“ Hörr eine Reihe von Konkurrenten und übernahm schließlich die Position 2. Von dort aus machte er ordentlich Druck auf den Führenden Edouard Cauhaupe, den in der letzten Runde vor der Zielflagge spektakulär überholen konnte. So hieß es dann: Sieg für Laurents Hörr und sein Team.

Das Rennen 2 verlief vom Start weg ganz ähnlich. Laurents Hörr übernahm den LMP3 Duqueine D08 auf Position 3 liegend, hatte da aber noch 10 Sekunden Rückstand auf den Führenden aufzuholen. Diese Aufholjagd blieb bis zuletzt spannend, jedoch unvollendet. Am Schluss sah der Stuttgarter, mit nur 2,1 Sek. Rückstand, auf Position 2 die Zielflagge.
„Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn es nicht ganz für einen spektakuläres Wochenende mit zwei Siegen gereicht hat – immerhin führen wir weiter mit 19 Punkten Vorsprung in der Meisterschaft “, zeigt sich Hörr zufrieden.

Die nächsten Rennen für Laurents Hörr finden am 10./11. Oktober in Monza statt (Le Mans Cup und ELMS).


Überregionaler Drogenhandel aufgedeckt

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Mutmaßliche Dealer in Haft

Landkreis Esslingen.| Ein Schlag gegen die überregionale Rauschgiftszene ist der Staatsanwaltschaft Stuttgart und einer Rauschgiftermittlungsgruppe der Kriminalpolizeidirektion Esslingen vergangene Woche gelungen. Dabei wurden kiloweise Drogen und tausende Euro mutmaßliches Dealergeld beschlagnahmt. Zwei Tatverdächtige befinden sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Durch mehrwöchige Ermittlungen in der Rauschgiftszene gerieten die Kriminalbeamten auf die Spur eines 21-Jährigen und seines 28-jährigen, mutmaßlichen Komplizen, denen zur Last gelegt wird, einen überregionalen Handel mit verschiedenen Betäubungsmitteln betrieben zu haben.

Am Mittwoch, 16.9.2020, wurden die beiden Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Bei der Vollstreckung der von der Staatsanwaltschaft Stuttgart erwirkten, richterlichen Durchsuchungsbeschlüsse beschlagnahmten die Ermittler in den Wohnungen der Männer unter anderem mehrere Kilogramm Marihuana sowie nicht geringe Mengen Amphetamine, Ecstasy-Tabletten, Kokain und mehrere tausend Euro mutmaßliches Dealergeld.

Der 21-jährige türkische Staatsangehörige sowie der 28 Jahre alte Deutsche, die unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeibekannt sind, wurden am Donnerstag, 17.9.2020, beim Amtsgericht Stuttgart dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ die von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Die Männer wurden daraufhin in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.


HSG Bensheim/Auerbach übernimmt Tabellenspitze

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HBF kompakt: drei Teams mit ersten Punkten

Überraschender Spitzenreiter in der Handball Bundesliga Frauen: Die HSG Bensheim/Auerbach führt nach dem 28:23-Sieg im TV-Spiel beim VfL Oldenburg die Liga verlustpunktfrei an.

Das Team von Cheftrainerin Heike Ahlgrimm profitierte dabei auch davon, dass Borussia Dortmund seine Partie in Leverkusen erst Ende Januar absolviert und auf Rang 4 hinter der SG BBM Bietigheim und dem Thüringer HC zurückfiel. Bietigheim hatte schon am Mittwoch gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 38:30 gewonnen, der THC kam am Sonntag zu einem 36:22-Kantersieg beim 1. FSV Mainz 05.

Mit dem zweiten Saisonsieg kletterte die Neckarsulmer Sport-Union am Sonntag durch ein deutliches 34:24 gegen die Kurpfalz Bären auf Rang 4, die TuS Metzingen holte mit dem 28:26 beim Buxtehuder SV die ersten Pluspunkte und glich sein Punktekonto aus. Über den ersten Sieg konnten sich Aufsteiger HL Buchholz 08-Rosengarten, der die HSG Bad Wildungen Vipers mit 24:20 bezwingen konnte sowie das Team von Frisch Auf Göppingen, das den SV Union Halle-Neustadt mit 26:24 besiegte, freuen.

1. FSV Mainz 05 – Thüringer HC 22:36 (11:18)
Der Thüringer HC war ohne Trainer Herbert Müller nach Mainz gereist, der nach einer Knie-Operation einige Zeit ausfallen wird. Vertreten wurde er von seinem Bruder und Co-Trainer Helfried Müller. Der sah nach ausgeglichenen ersten Minuten eine einseitige Partie, die der THC von Minute zu Minute besser in den Griff bekam. Über 8:5, 10:6 und 13:8 zogen die Gäste auf 18:11 zur Halbzeit davon und legten beim 24:14 Mitte des zweiten Abschnitts erstmals zehn Tore vor.

“Am Anfang haben wir gut mitgespielt, dann haben sich jedoch zu viele Fehler eingeschlichen, wenn wir die abstellen können, werden wir auch mit anderen Mannschaften besser mithalten können”, konstatierte Mainz-Coach Florian Bauer.
Der Thüringer HC baute den Vorsprung aus, Emma Ekenman-Fernis mit zehn und Beate Scheffknecht mit sieben Toren waren dabei treibende Kräfte. “Ich denke, dass es am Ende ein verdienter Sieg war. Ich hoffe, dass sich mein Bruder zu Hause am Bildschirm nicht zu sehr aufgeregt hat. Wir müssen uns noch zusammenfinden, aber wir sind auf dem besten Weg dahin”, so Helfried Müller nach dem 36:22.

1. FSV Mainz 05:
Adeberg (4/2), Fischer (4/1), Klobucar (4), Hampel (3), Großheim (2), Michailidis (2), Kolundzic (2), Gangel (1)

Thüringer HC:
Ekenman-Fernis (10/3), Scheffknecht (7), Jerabkova (5/1), Ferreira Lopes (5), Iskit (3), Großmann (2), Nieuwenweg (1), Huber (1), Neidhart (1), Kündig (1)

Neckarsulmer Sport-Union – Kurpfalz Bären 34:24 (15:11)
Den Anschluss an die vorderen Plätze stellte die Neckarsulmer Sport-Union mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel her. Vor 320 Zuschauern in der Ballei-Sporthalle überzeugten die Gastgeberinnen mit einer geschlossenen Leistung. Mit Carmen Moser, Nathalie Hendrikse und Jill Kooij erzielten gleich drei Spielerinnen sechs Feldtreffer. Neckarsulm legte den ersten Treffer vor, zunächst aber hielten die bislang noch punktlosen Kurpfalz Bären aus Ketsch den Anschluss – auch dank einer guten Deckung. Nach dem 9:8 konnten sich die Gastgeberinnen mit einer Dreier-Serie dann aber etwas absetzen und ein 15:11 mit in die Kabinen nehmen.

Im zweiten Abschnitt wuchs der Abstand Tor um Tor weiter an, beim 23:15 lagen eine Viertelstunde vor dem Ende bereits acht Treffer zwischen den beiden Teams. Die Kurpfalz Bären wehrten sich nach Kräften, in den letzten Minuten zog Neckarsulm aber noch einmal das Tempo an: Nach dem zwischenzeitlichen 30:23 schoben die Gastgeberinnen die Differenz mit dem 34:24-Endstand noch in den zweistelligen Bereich.
“Wir sind auch trotz dem deutlichen Sieg nicht zu 100% zufrieden, aber die Mädels haben kämpferisch heute alles gegeben. Heute haben wir auch mit einer nicht unbedingt guten Leistung mit zehn Toren Unterschied gewonnen und am Ende zählt es heute Abend nur, dass die zwei Punkte auf unserem Konto sind”, sagte NSU-Trainerin Tanja Logvin nach Spielende.

Neckarsulmer SU:
Moser (7/1), Kooij (6), Hendrikse (6), Wick (5/1), Espinola Perez (4), Knippenborg (3), Rode (1), Kretzschmar (1), Senvald (1)

Kurpfalz Bären:
Reuthal (5/4), Sommerrock (5), Brand (4), Michels (2), Fabritz (2), Fackel (2/2), Engelhardt (1), Eckhardt (1), Feiniler (1), Haupt (1)

Buxtehuder SV – TuS Metzingen 26:28 (13:14)
Nach der schmerzhaften Niederlage beim SV Union Halle-Neustadt zeigte sich der Buxtehuder SV am Samstag gegen die TuS Metzingen verbessert, musste sich nach einem intensiven Duell aber dennoch mit 26:28 geschlagen geben. Die erlaubten 353 Zuschauer sahen dabei einen packenden Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Nach einem 11:10 für den BSV ging es mit einem 13:14 in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt begann temporeich, beim 18:18 war Buxtehude wieder zum Ausgleich gekommen – verpasste aber den Führungstreffer, wie wenig später auch beim Stand von 22:22. Mit sicher verwandelten Siebenmetern hielt Carolin Müller-Korn die Gastgeberinnen im Spiel, doch als Metzingens Anna Albek einen Siebenmeter per Heber in die Maschen des BSV beförderte, war mit dem 26:28 die Niederlage von Buxtehude besiegelt.

“Wir haben eine junge Mannschaft mit wenig Erfahrung, es wird eine Zeit brauchen. Daher war es wichtig, dass wir gewinnen egal wie”, freute sich Metzingens Trainerin Edina Rott über die ersten Punkte der Saison. “Der Sieg für Metzingen ist knapp, aber verdient”, räumte BSV-Coach Dirk Leun ein, betonte aber: “Die Art und Weise des Spiels war aber eine klare Antwort auf das Katastrophenspiel letzte Woche. Darauf können wir aufbauen.”

Buxtehuder SV:
Heldmann 5, Fischer 4, Antl 2, Ossenkopp 1, Lott 5, Müller-Korn 9/8

TuS Metzingen:
Zapf 1, Pandza 3, Quist 1, van Wetering 5, Albek 1/1, Niederwieser 3, Weigel 3, Hübner 3, Brøns Petersen 3/1, Haggerty 1, Korsos 4/1

Frisch Auf Göppingen – SV Union Halle-Neustadt 26:24 (12:12)
Der SV Union Halle-Neustadt reise nach dem Sieg gegen Buxtehude in der Vorwoche unterdessen selbstbewusst zu den noch punktlosen Frauen von Frisch Auf Göppingen, die heute mit Oliwia Kaminska als Reaktion auf die schwere Verletzung von Jasmina Rebmann-Jankovic einen Neuzugang für das Tor auf der Bank hatten – aufgrund der guten Leistung von Anne Bocka bekam sie allerdings noch keine Spielanteile.

Von dort sah die neue Torhüterin einen packenden und bis in die letzte Minute spannenden Schlagabtausch. Nach einem guten Start lief dabei zunächst Göppingen bis kurz vor der Pause einem Rückstand hinterher. Ein Doppelschlag von Michaela Hrbkova, mit acht Treffern einmal mehr beste Schützin der Frisch Auf Frauen, brachte dann das 12:11, das Pia Dietz aber noch vor dem Seitenwechsel mit dem 12:12 ausglich.

Swantje Heimburg erzielte nach Wiederbeginn die letzte Führung der Gäste, in der Folge legte Göppingen vor – konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Halle hielt den Anschluss, mit einem 25:24 ging es in die letzte Minute. Michaela Hrbkova sorgte mit dem 26:24 dann für die Vorentscheidung und zugleich den Endstand sowie die ersten Göppinger Punkte der Saison.

Frisch Auf Göppingen:
Hrbková (8/1), Wyder (5/1), Andjic (4), Morf-Bachmann (4), Brugger (3), Marcikova (1), Ioneac Joldes (1)

SV Union Halle-Neustadt:
Gudelj (5), Boonkamp (4/3), Heimburg (3), Mikkelsen (3), Smit (2), Gruber (2), Dietz (1), Redder (1), Woller (1), Funke (1), Nowak (1)

HL Buchholz 08-Rosengarten – HSG Bad Wildungen Vipers 24:20 (10:12)
Den ersten Sieg der neuen Spielzeit und überhaupt im Oberhaus feierten die Aufsteiger von den Handball Luchsen aus Buchholz, die sich vor erlaubten 202 Zuschauern in der Nordheidehalle gegen die Vipers aus Bad Wildungen durchsetzten. Beeindruckend war auf beiden Seiten die Torhüterleistung, sowohl Mareike Vogel wie auch Manuela Brütsch hatten am Ende in der offiziellen Statistik 14 Paraden auf der Habenseite.

Den besseren Start in einer zunächst etwas unruhigen Partie hatten die Gastgeberinnen, doch nach gut einer Viertelstunde schienen die Vipers das Spiel in den Griff zu bekommen. Nach dem 7:9 der Gäste blieben diese dann aber fast zehn Minuten ohne Treffer. Die Luchse glichen zum 9:9 aus, machten aber selbst zu viele Fehler um die Führung zu übernehmen – stattdessen hieß es zur Pause 10:12.

Nach dem 15:17 hatte Bad Wildungen eine zweite Durststrecke, diesmal gut zwölf Minuten lang – obschon auch bei den Luchsen nicht alles glatt lief, diesmal gelang den Gastgeberinnen mit dem 18:17 der Führungstreffer und dieser sorgte sichtlich für Selbstvertrauen auf dem Weg zum 24:20-Erfolg und den ersten Punkten der neuen Saison.

HL Buchholz-Rosengarten:
Kadenbach (6/2), Berndt (4), Lamp (4/1), Herbst (4), Schulz (2), Luschnat (2), Hauf (1), Kücükyildiz (1)

Vipers Bad Wildungen:
Struijs (5/4), Smits (4/1), Scheib (3), Heusdens (2), Otto (2), Platen (2/1), Spielvogel (1), Mühlner (1)

VfL Oldenburg – HSG Bensheim/Auerbach 23:28 (10:11)
Im ersten bei Eurosport im Free-TV übertragenen Spiel der Saison musste sich der VfL Oldenburg am Freitag vor heimischer Kulisse gegen die HSG Bensheim/Auerbach geschlagen geben. Während sich die Flames damit mit 6:0 Punkten an die Tabellenspitze setzten, rutscht Oldenburg nach dem Auftaktcoup gegen Metzingen mit nun 2:4 Punkten in das untere Mittelfeld.

Lediglich beim 1:0 hatten die Gastgeberinnen vorgelegt, danach gaben die mit zwei Siegen gestarteten Flames den Ton an. Oldenburg geriet teils mit drei Treffern in Rückstand, hatten sich zur Pause aber wieder auf 10:11 herangekämpft. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gelang der Ausgleich – aber nicht der psychologisch wichtige Führungstreffer.

Bensheim/Auerbach legte weiter vor, angeführt von Ines Ivancok, die sieben Feldtreffer erzielte. Auch nach dem 14:18 kämpfte sich Oldenburg noch einmal heran, schaffte den Anschluss – doch beim 21:25 waren die Gäste wieder auf vier Treffer enteilt. “Wir spielen die Chancen so gut raus und lassen sie dann liegen”, ärgerte sich Niels Bötel auf der Homepage des VfL Oldenburg über allein sieben vergebene Großchancen bei der 23:28-Niederlage. “Das sind einfach zu viele, um ein Spiel zu gewinnen.”

VfL Oldenburg:
Fragge (2), Teiken (1), Reinemann (3), Steffen (7), Carstensen (7/4), Behrend (2), Knippert (1)

HSG Bensheim/Auerbach:
Friedberger (8/7), Ivancok (7), Kühlborn (3), Heider (3), Hurst (3), Kockel (2), van Beurden (1), Stuttfeld (1)

SG BBM Bietigheim – HSG Blomberg-Lippe 38:30 (19:12)
Mit Bietigheim und Blomberg trafen zwei bis dato ungeschlagene Teams bereits am Mittwoch aufeinander. Bietigheim hatte vor heimischer Kulisse gegen den Thüringer HC allerdings zuvor bereits einen Punkt liegen gelassen, mit dem 38:30 zog das Team von Markus Gaugisch in der Tabelle an den Gästen vorbei. Mit einem 7:2 hatten die Gastgeberinnen früh die Weichen gestellt, zur Pause stand ein 19:12 auf der Anzeigetafel.

Beim 27:17 war nach 40 Minuten die Vorentscheidung gefallen, Blomberg gab sich aber nicht auf und konnte den Abstand beim 38:30-Endstand zumindest wieder zurück in den einstelligen Bereich verschieben. “Natürlich bin ich in den Auszeiten auch mal etwas lauter geworden, weil ich mir phasenweise einen mutigeren Auftritt meiner Mannschaft gewünscht hätte”, so Blombergs Coach Steffen Birkner, der anfügte: “Es war klar, dass das heute schwer wird und hier zwei Welten aufeinandertreffen.”

“Ich habe heute vorausgesetzt, dass wir dominant auftreten und für Blomberg nicht die Möglichkeit besteht, uns in irgendeiner Form in die Bredouille zu bringen”, so sein Gegenüber Markus Gaugisch nach dem über weite Strecken überzeugenden Auftritt der Gastgeberinnen. “Das haben wir vor allem in der ersten Halbzeit gut gemacht, wie ich mir das zu großen Teil vorgestellt hatte. Leider spielten wir es nicht solide bis zum Schluss durch. 30 Gegentore sind eindeutig zu viel.”

SG BBM Bietigheim:
Jørgensen (7), Lauenroth (6), Maidhof (6/4), Naidzinavicius (4/2), Østergaard Jensen (4), Kudlacz-Gloc (3), Braun (3), Reimer (2), Smits (1), Schulze (1), Berger (1)

HSG Blomberg-Lippe:
Schoenaker (6/3), Kynast (5), Franz (4), Murer (4/1), Michalczik (4), Rüffieux (3), Rajes (2), Jongenelen (1), Agwunedu (1)

EHF Champions League
In der EHF Champions League warten die deutschen Teams hingegen weiterhin auf die ersten Erfolgserlebnisse. Mehr als das deutliche 29:41 (13:23) gegen Brest schmerzte die Westfälinnen von Borussia Dortmund die Verletzung von Weltmeisterin Delaila Amega. “Wir müssen davon ausgehen, dass sie sich das Kreuzband gerissen hat und uns mindestens ein halbes Jahr lang fehlen wird”, so der stellvertretende Abteilungsvorsitzende Andreas Bartels gegenüber den Ruhrnachrichten.

Die SG BBM Bietigheim unterlag bei HB Metz ebenfalls deutlich mit 27:36 (8:18). “Metz war uns in allen Belangen überlegen – offensiv und defensiv”, resümierte Cheftrainer Markus Gaugisch und ergänzte: “In der zweiten Halbzeit haben wir es mit einer anderen Formation versucht, dann lief es besser. Jedoch hat Metz weiter einen tollen Handball gespielt und verdient gewonnen.”

Borussia Dortmund: Amega (5), Smits (4), Abdulla (3), Grijseels (3/1), Monti Danielsson (2), Rode (2), Vollebregt (2), Stockschläder (2), Dulfer (2), van Zijl (2), Gutiérrez Bermejo (1), Freriks (1)

SG BBM Bietigheim: Maidhof (8/3), Jørgensen (7), Naidzinavicius (5/3), Schulze (2), Berger (2), Smits (2), Østergaard (1)


OLYMP erhält Award „Deutschlands Beste Online-Shops 2020“

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Bietigheimer Bekleidungsspezialist ist Preisträger in der Kategorie „Hemden“

Bietigheim-Bissingen.| Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland) ist mit dem Award „Deutschlands Beste Online-Shops 2020“ ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Hemden“ belegt der Modeanbieter unter den zwölf innerhalb der Studie berücksichtigten Unternehmen den dritten Platz. Der vom Nachrichtensender ntv gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) verliehene Preis bewertet das Onlineangebot unterschiedlicher Anbieter nach entscheidenden Leistungsmerkmalen.

Die begehrte Trophäe wird in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal vom Nachrichtensender ntv in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) vergeben. Grundlage für die Auszeichnung ist eine umfangreiche Befragung von Konsumenten in Deutschland. Rund 50.000 Kundenmeinungen wurden in diesem Zusammenhang eingeholt und über 730 Anbieter von den Verbrauchern nach unterschiedlichsten Merkmalen bewertet.

Mark Bezner, Geschäftsführender Gesellschafter der OLYMP Bezner KG, sagt: „Wir wissen diese Bestätigung für unseren Internetauftritt unter OLYMP.COM sehr zu würdigen und freuen uns, dass es uns gelungen ist, die Marke OLYMP auch im Onlinehandel produktorientiert und professionell zu positionieren. Trotz der Veränderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, bin ich dennoch überzeugt davon, dass sich durchdachte Vertriebskonzepte immer durchsetzen werden, und zwar stationär wie online. Beispiele dafür gibt es zuhauf im Kreise unserer Handelspartner. Deshalb werden wir auch weiterhin alles daransetzen, potenzielle Kunden über unterschiedliche Vertriebs- und Kommunikationskanäle gleichermaßen zu erreichen.“

Die sechs elementaren Leistungsbereiche für den erfolgreichen Betrieb eines Onlineshops wurden im Rahmen der Studie analysiert und von den Verbrauchern bewertet. Hierzu zählen das Preis-Leistungs-Verhältnis, das Angebot, der Kundenservice, der Internetauftritt, der Versand und die Rücksendung sowie die Bestell- und Zahlungsbedingungen. Untersuchungsgegenstand war die Zufriedenheit der Kunden mit den jeweiligen Onlineshops, die anhand von mehr als 50 Unterkriterien operationalisiert wurden. Von der Preisgestaltung, Produktqualität und Angebotsvielfalt über die Attraktivität, den Informationsgehalt und die Bedienungsfreundlichkeit der Website bis hin zur Reaktionsdauer, Freundlichkeit und Kompetenz des Kundenservice per Telefon, E-Mail oder über andere Kanäle. Die Studie berücksichtigte außerdem Zahlungsoptionen, Liefermöglichkeiten, Versandkosten, die Zuverlässigkeit und Schnelligkeit des Versands und die Abwicklung von Retouren.

Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart ist inzwischen der unbestrittene Marktführer von Herrenhemden in Deutschland. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2019 betrug 268 Millionen Euro. Der Vertrieb von OLYMP Produkten erfolgt in erster Linie über den Bekleidungsfachhandel. Weltweit zählen über 3.000 Handelskunden in über 40 Ländern zu den Vertriebspartnern. Innerhalb der eigenen Handelsstrategie, die eine sinnvolle Ergänzung zur Ausweitung der Markenpräsenz darstellt, verfolgt OLYMP einen bewusst mit Bedacht vollzogenen Expansionskurs. Insgesamt bestehen gegenwärtig 64 OLYMP Monomarkengeschäfte in Deutschland und dem benachbarten Österreich. Über die eigenen Handelsaktivitäten, welche sowohl den eigenen Onlineshop als auch die Monomarkengeschäfte einschließt, wird gut ein Fünftel der Erlöse erwirtschaftet.


Baseball: Reds schließen Saison als Tabellen-Dritter ab

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15:5-Sieg in Mainz reicht dem Team des TV Cannstatt um Platzierung zu verteidigen

Mainz.| Ein fulminanter 15:5-Sieg am Samstag, 19. September, beim Tabellennachbarn in Mainz reichte den Baseballern des TV Cannstatt um die Pandemie-bedingt verkürzte Saison als Tabellendritter zu beenden. Zuvor hatten es die Stuttgart Reds mit einer Niederlage im ersten Spiel des Doppelspieltages noch einmal spannend gemacht.

An einem wettermäßig tollen Baseball-Wochenende reisten die Stuttgart Reds zu den Mainz Athletics, um ihren Zwei-Siege-Vorsprung gegen die stets gefährlichen Pfälzer zu verteidigen. Stuttgart – am vergangenen Wochenende Sieger in beiden Spielen gegen Tübingen – hatte es dieses Mal mit einem Gegner anderen Kalibers zu tun.

Beim ersten Spiel am Freitagabend unter Flutlicht klappte nicht allzu viel. Starting Pitcher Moritz van Bergen fand zu selten die Strikezone und geriet durch drei Hits der Mainzer schnell mit 0:3 in Rückstand. Ein hoher Flugball, der mitten zwischen drei Stuttgarter Feldspieler zu Boden fiel, zeigte auch, dass sich die Gäste in der Verteidigung mit den Lichtverhältnissen schwer taten.

Die Reds schafften es trotz vieler Chancen nicht, ihre Runner auf den Bases auch „nach Hause“ zu bringen – sprich punkten zu lassen. Mainz erhöhte stattdessen auf 4:0 und im vierten Inning mit zwei Homeruns gegen den zwischenzeitlich eingewechselten Stuttgarter Pitcher Ruben Kratky sogar auf 6:0. Erst im siebten Spielabschnitt brachten Schläge von Dustin Ward und Yannis Weber die ersten Punkte nach Hause. Stuttgart wechselte noch zwei weitere Mal den Pitcher, konnte aber nicht verhindern, dass Mainz den Vorsprung ausbaute. Hoffnung kam nach einem tollen Drei-Punkte-Homerun von Jonas van Bergen auf, der zum 5:9 verkürzen half. Sollte da noch etwas gehen? Mainz hatte jedoch mit Tim Stahlmann noch einen souveränen Pitcher auf der Bank, gegen den Stuttgart nichts Zählbares mehr zustande brachte. Mainz punktete seinerseits auch im 8. Inning noch viermal und siegte schließlich mit 13:5.

Das machte das zweite Spiel am Samstagnachmittag noch einmal sehr spannend: Die Reds mussten gewinnen, um den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Ganz anders als am Vorabend präsentierten sich die „Roten“ aber dieses Mal: Gleich in den ersten beiden Innings punkteten sie dank Hits von Danilo Weber und Xavi Gonzalez sowie einer konfusen Mainzer Verteidigung zum 2:0. Stuttgarts Pitcher Dustin Ward agierte sehr souverän auf dem Wurfhügel und hielt die Mainzer Offensive zunächst komplett „zu Null“. Die Reds waren dagegen in „Hit-Laune“: Jannik Denz, Daniel Zeller und Billy Germaine (mit einem sehenswerten Home Run) sorgten für eine 6:0-Führung. Dustin Ward wackelte im fünften Spielabschnitt etwas und ließ das 1:6 zu, aber in der nächsten Offensiv-Phase legten die Reds nach und droschen die Bälle mehrfach über die Outfield-Verteidigungslinie der Mainzer bis an den Zaun. Vier Hits in Folge brachten eine 10:1-Führung bereits nach fünf Innings.

Zwischenzeitlich schlug auch Mainz‘ Tim Kotowski einen Homerun, aber erst im achten Inning mussten die lautstarken Stuttgarter Fans wirklich den Atem anhalten. Nicht weniger als vier „Wild Pitches“ in Folge erlaubten den Athletics ohne große Schlagleistungen drei Punkte zum zwischenzeitlichen 5:12 zu „erlaufen“. Der dann auf den Werferhügel eingewechselte Stuttgarter Yannik Witt stellte die Ordnung wieder her. Während ein Home Run von Xavi Gonzalez drei Punkte zum 15:5 einbrachte, hielt Witt den Gegner souverän in Schach. Die Bases waren voll mit Mainzern, als deren letzter Schlagmann den Ball nur schwach direkt zum Pitcher zurückbringen konnte und Yannik Witt für das finale Aus sorgte.

Die 17 Hits der Stuttgart Reds verteilten sich auf fast alle Spieler. Neben den Routiniers Jonas van Bergen, Xavi Gonzalez (je drei Hits), Billy Germaine und Danilo Weber (je zwei) steuerte auch Fabian Beck, der seine erste volle Bundesliga-Saison spielte, zwei Hits und auch drei Runs-Batted-In bei.

Großer Jubel also bei den „Roten“ auf dem Feld und auf den Rängen: Mit dem dritten Platz in der Süd-Gruppe der 1. Bundesliga erzielt Stuttgart zum zweiten Mal diese bislang beste Platzierung in der höchsten deutschen Spielklasse. Leider zieht man dadurch nicht in die Playoffs ein, die dieses Jahr ebenfalls verkürzt sind: Nur die beiden Tabellenbesten – in der Südgruppe sind das Heidenheim und Regensburg – erhalten 2020 die Chance, um den deutschen Meister-Titel zu spielen. Stuttgart aber kann der Zukunft guter Dinge entgegensehen: die jüngste Mannschaft der Liga hat einen blendenden Eindruck hinterlassen und gezeigt, dass die erfolgreiche Jugendarbeit der Baseballer des TV Cannstatt bis hinauf in die 1. Bundesliga Früchte trägt.


DHB-Pokal: Achtelfinal-Begegnungen stehen fest

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Oldenburg.| In der Halbzeit der Erstligaspiel VfL Oldenburg gegen HSG Bensheim/Auerbach, die live im Free-TV bei Eurosport 1 ausgestrahlt wurde, wurden heute in der EWE-Arena die Begegnungen der Achtelfinals im DHB-Pokal der Frauen der Saison 2020/21 ausgelost.

Die dreimalige DHB-Pokalsiegerin Kim Birke loste vor TV-Publikum souverän die acht Partien der 1. Runde aus und zeigte sich mit ihrer Arbeit zufrieden. Vor allem freute sie sich über das Nord-Derby, bei dem sie ihrem ehemaligen Verein, dem VfL Oldenburg, das Heimrecht gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten bescherte: „Ich finde, das habe ich ganz gut gemacht und fiebere natürlich mit dem VfL mit.“

Die Achtelfinal-Begegnungen im DHB-Pokal der Frauen 2020/21:

TuS Metzingen – Kurpfalz Bären
HSG Bad Wildungen Vipers – SV Union Halle-Neustadt
Buxtehuder SV – Borussia Dortmund
HSG Blomberg-Lippe – HSG Bensheim/Auerbach
VfL Oldenburg – HL Buchholz 08-Rosengarten
Neckarsulmer Sport-Union – TSV Bayer 04 Leverkusen
Frisch Auf Göppingen – Thüringer HC
1. FSV Mainz 05 – SG BBM Bietigheim

Der Wettbewerb um den Deutschen Handballpokal wird 2020/21 Corona-bedingt und in Abstimmung mit dem Deutschen Handballbund (DHB) nur mit den 16 Teams der 1. Bundesliga ausgetragen. Nach dem Achtel- und Viertelfinale schließt sich das OLYMP Final4 am 15. und 16. Mai 2021 in der Stuttgarter Porsche-Arena an.

Spieltermine im Überblick:
Achtelfinale: 7./8. November 2020
Viertelfinale: 30./31. Januar 2021
OLYMP Final4: 15.+16. Mai 2021, Porsche-Arena Stuttgart


Sanierung des Mineralbads Berg ist abgeschlossen

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  • Öffentlicher Bäderbetrieb startet am 5. Oktober
  • OB Kuhn: „Bergianer zu sein, ist eine Lebensphilosophie“

Stuttgart.| In den vergangenen vier Jahren ist das Mineralbad Berg komplett saniert worden. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen. Am 5. Oktober eröffnet das Bad wieder. Zum Abschluss der Sanierung haben sich Oberbürgermeister Fritz Kuhn und der Technische Bürgermeister Dirk Thürnau mit weiteren geladenen Gästen am Freitag, 18. September, ein Bild von dem „neuen“ Mineralbad Berg gemacht.

OB Fritz Kuhn lobte bei dem Termin die Stadt Stuttgart als „Mineralwasserstadt“: „44 Millionen Liter sprudeln hier täglich aus dem Boden, 19 Mineralquellen haben wir. Darauf können wir, kann die Bürgerschaft zurecht stolz sein.“ Das älteste Bad der Stadt sei das Mineralbad Berg, so der OB weiter. Kuhn: „Die Heilwirkung des Berg- Wassers ist vielfach untersucht und gepriesen worden. Auf der Haut prickelt es wie Champagner.“

Der OB führte weiter aus: „Bergianer zu sein, ist eine Lebensphilosophie. Wildes Toben und Planschen gibt es hier nicht. Stattdessen wird hier auf gediegene Weise geschwommen und das Wasser genossen. Diese starke Identität des Bad Berg hat sich über die Jahrzehnte nicht verändert.“

Technik-Bürgermeister Dirk Thürnau wies auf das Alleinstellungsmerkmal des Mineralbads Berg hin: „Das große Außenbecken ist eine Besonderheit und mit einem Bergsee vergleichbar. Dieses Becken enthält ausschließlich naturbelassenes, stark kohlensäurehaltiges Heilwasser. Aufgrund der hohen Quellschüttung von rund 50 Liter pro Sekunde wird es im Durchflussverfahren betrieben und muss nicht gechlort werden.“ Thürnau beschrieb die Herausforderungen während der Sanierung: „Wegen des Zustands der Bausubstanz musste eine Vielzahl der Stützen und Träger vollständig erneuert werden. Der Schutz der sechs Heilwasserquellen, die während der Bauzeit weiterhin ungehindert abfließen mussten, verursachte ebenfalls einen hohen baulichen und Überwachungsaufwand. Außerdem waren wir mit unerwarteten Entwicklungen konfrontiert: Die Schäden an der West- und Südquelle wurden erst während der Baumaßnahme festgestellt und mussten behoben werden.“

Der Geschäftsführer der Stuttgarter Bäder, Alexander Albrand, lud die Gäste zu einem kräftigen Schluck quellfrischen Mineralwassers aus den neuen Trinkbrunnen ein und sagte: „Ich freue mich, dass wir bei der Sanierung den Trinkbrunnen hier im Außenbereich nach oben auf Höhe der Badeplatte bringen konnten, wodurch er barrierefrei und für alle Gäste gut zugänglich wurde.“

Bei einem Rundgang erläuterte der Geschäftsführer des durchführenden Architekturbüros 4a Architekten, Matthias Burkart, dass der einmalige und prägende Retro-Charakter der 1950er-Jahre beibehalten wurde und viele Details mit Wiedererkennungswert erhalten blieben.

Über 160-jährige Geschichte: Anziehungspunkt für Adelige und Heimaturlauber
Das Mineralbad Berg ist am 29. Juni 1856 von Friedrich Neuner unter dem Namen „Stuttgarter Mineral-Bad bei Berg“ eröffnet worden. Nachdem sich das Berg lange in privatem Besitz befand, wurde die Landeshauptstadt Stuttgart im Jubiläumsjahr 2006 – das Bad existierte da bereits 150 Jahre – alleinige Eigentümerin des drei Hektar großen Geländes. Während seiner über 160-jährigen Geschichte war es nicht nur Anziehungspunkt für Adelige und die württembergische Königsfamilie, sondern auch für zahlreiche Prominente, Künstler oder all diejenigen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren nicht nach Italien fuhren und einen Ersatz-Urlaubsort suchten.

Badebetrieb ab 5. Oktober unter Corona-Bedingungen
Ab 5. Oktober ist das Mineralbad Berg von Montag bis Sonntag zu je drei Zeitfenstern geöffnet. Das erste Zeitfenster geht von 9 bis 13 Uhr, das zweite von 13.30 bis 17.30 Uhr und das dritte von 18 bis 22 Uhr. Der normale Einzeleintritt kostet pro vierstündigem Zeitfenster 8 Euro bzw. ermäßigt 6,40 Euro. Die Saunen bleiben erst einmal geschlossen. Tickets sind bis zu drei Tage im Voraus unter www.stuttgarterbaeder.de/e-ticket oder alternativ an der Badekasse – während des Zeitfensters und sofern noch verfügbar – erhältlich. An der Badekasse werden die gewohnten Zahlungsmöglichkeiten angeboten.

Erreichbar ist das Mineralbad Berg mit den Stadtbahnlinien U1, U2 und U14 bis Haltestelle Mineralbäder. Die Adresse lautet Mineralbad Berg, Am Schwanenplatz 9, 70190 Stuttgart. Telefonisch ist das Bad unter der Nummer 0711/216-99890 zu erreichen. Weitere Infos gibt es unter www.stuttgarterbaeder.de/mineralbadberg.

Hintergründe zur Generalsanierung
Der Gemeinderat hat am 21. Juli 2016 dem Baubeschluss zur Generalsanierung zugestimmt. Mit den Sanierungsarbeiten wurde Ende September 2016 begonnen.

Die Gesamtkosten des Projekts Generalsanierung Mineralbad Berg belaufen sich auf ca. 34 Millionen Euro. Die Generalsanierung sah eine vollumfängliche Sanierung der beiden Gebäudeflügel und einen Neubau des Bewegungsbades sowie des Außenbeckens vor. Die Sanierung umfasste, mit Ausnahme der Außengastronomie, alle Betriebsteile des Bads. Durch Rampen im Eingangsbereich sowie drei Aufzugsanlagen können alle Bereiche des Mineralbads barrierefrei erreicht werden. Die Saunaanlage im Obergeschoss wird wie bisher geschlechtergetrennt betrieben. Es stehen je zwei Schwitzkabinen sowie Ruhe- und Aufenthaltsflächen zur Verfügung. Das Foyer im Erdgeschoss wurde umgestaltet und eine attraktive Nass- und Trockengastronomie geschaffen.

Während der Baumaßnahme wurden Schäden an der West- und Südquelle festgestellt. Zum Schutz der Heilwasserquellen mussten die Schäden umgehend mittels einer Komplettsanierung der Westquelle und im Fall der Südquelle durch eine Neubohrung beseitigt werden. Des Weiteren musste der Neubau des Außenbeckens wegen natürlicher Quellwasseraustritte während der Maßnahme gestoppt und umgeplant werden. Die dadurch verursachten Störungen im Gesamtablaufplan verzögerten am Ende die Fertigstellung der Generalsanierung.


Wüstenrot-Studie: Corona verstärkt Wunsch nach eigenen vier Wänden

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Lockdown, „Social distancing“, Home-Office: Die sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie lassen die Bürger nach einer aktuellen Untersuchung von Wüstenrot* verstärkt über ihre individuelle Wohnsituation nachdenken. Für 75 Prozent der Hauseigentümer ist ihr Wohneigentum in Corona-Zeiten eher beruhigend oder sehr beruhigend, nahezu 100 Prozent würden sich heute erneut für Eigentum entscheiden. Zugleich spielt während der Pandemie mehr als jeder fünfte Mieter verstärkt mit dem Gedanken, Eigentum zu erwerben.

Eines der überraschenden Ergebnisse der Untersuchung ist, dass von den Mietern, die derzeit verstärkt über einen Eigentumserwerb nachdenken, sich mehr als zwei Drittel eine Immobilie in einem ländlichen Umfeld mit bis zu 5.000 Einwohnern oder einer kleineren Stadt mit höchstens 50.000 Einwohnern vorstellt. Hierin spiegelt sich offenkundig der Wunsch wider, sich genügend Raum für Wohnen und Freizeit zu schaffen und auch leisten zu können, was im (groß-)städtischen Umfeld für viele Interessenten heutzutage unerschwinglich geworden ist. So ist für 65 Prozent der Befragten der Aspekt „Ich brauche Platz um mich herum“ bei der Standortwahl besonders wichtig. Eine geringere Rolle spielen aktuell hingegen Aspekte wie eine gute Anbindung an den ÖPNV oder die Nähe zu Bäckern und Supermärkten.

Bezeichnend ist auch, dass es unter den Eigentümern eine große Mehrheit von über 90 Prozent in Zeiten der Corona-Pandemie besonders schätzt, einen eigenen Garten am Haus zu haben, wobei die ideale Grundstücksgröße mit beachtlichen 500 bis 1.000 Quadratmetern ermittelt wurde. Ebenso wissen die an Eigentum interessierten Mieter, dass eine Vollbremsung des öffentlichen Lebens in einem tendenziell eher ländlich bis kleinstädtisch geprägten Umfeld weniger gravierende Ausmaße annimmt. Auf die Frage, wie sehr sich die Bürger im alltäglichen Leben während des Lockdowns beeinträchtigt fühlten, stammen die höchsten Beeinträchtigungswerte aus Gemeinden mit über 50.000 Einwohnern. Demgegenüber am wenigsten beeinträchtigt fühlten sich Einwohner aus Gemeinden mit unter 20.000 Einwohnern.

Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG: „Die repräsentativen Ergebnisse unserer Studie untermauern auch für das Wohnen, dass die Corona-Pandemie in allen entscheidenden Lebensfeldern wie beispielsweise auch der Gesundheit oder der Organisation von Arbeit langwirkende Spuren hinterlässt. Mehr Platz für Wohnen, Arbeit, Freizeit und Familie und ein Wohnumfeld jenseits urbaner Enge werden zunehmend wichtig und erstrebenswert. Am konsequentesten kann sich diese Wünsche erfüllen, wer sich seine eigenen vier Wände baut oder kauft.“