Erneuter Autokorso in Stuttgart

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Stadt rechnet am Mittwoch mit Verkehrsbehinderungen

Stuttgart.| Am Mittwoch, 17. Februar, findet in Stuttgart erneut eine Versammlung in Form eines Autokorsos statt. Das hat die Landeshauptstadt am Dienstag, 16. Februar, bekanntgegeben.

In der Zeit von 17.30 bis ca. 19.30 Uhr ist entlang der Aufzugsstrecke mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Besonders betroffen sind voraussichtlich die Augsburger Straße, Neckartalstraße, Mühlhäuser Straße, Aldinger Straße, Mönchfeldstraße, Rotweg, Stammheimer Straße, Schwieberdinger Straße sowie die B295 Bludenzer Straße, Stuttgarter Straße und die Tunnelstraße.

Durch die Demonstration wird auch der Betrieb der öffentlichen Verkehrsmittel beeinträchtigt. Die Stadt Stuttgart bittet Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, die Bereiche Bad Cannstatt, Zuffenhausen und Feuerbach in den genannten Zeiträumen weitläufig zu umfahren oder auf andere Zeitbereiche auszuweichen.


Schlachthof-Genossenschaft wählt neuen Vorstand

Josef Hecht, Daniel Burgmayer und Renate Blum arbeiten auf Neustart hin

Kreis Böblingen.| Am vergangenen Mittwoch, 10.2., hat der Aufsichtsrat der Schlachthof e.G. einen komplett neuen Vorstand bestellt. Vorstandssprecher ist Josef Hecht, der auch Geschäftsführer der Fleischer-Innungen in Böblingen und in Ludwigsburg ist. Er bildet eine Doppelspitze mit dem Agraringenieur Daniel Burgmayer. Weiteres Vorstandsmitglied ist Renate Blum, welche als Geschäftsführerin die Metzgerei Glasbrenner in Waldenbuch gemeinsam mit ihrem Bruder führt.

Der neue Vorstand wird die enge Zusammenarbeit mit Kurt Matthes fortführen, der bereits im Herbst als Projektleiter bestimmt worden war, um für die Genossenschaft ein Konzept zu erarbeiten, das Grundlage für die Wiederinbetriebnahme sein wird. Dieses Konzept wurde als Vorentwurf im Runden Tisch des Landratsamtes Böblingen Mitte Januar vorgestellt und wird derzeit verfeinert.

Josef Hecht dazu: „Die Genossenschaft befindet sich in einer schwierigen Phase – der Betrieb ist geschlossen, die Mitglieder mussten kurzfristig Ausweichmöglichkeiten organisieren. Hinzu kommt die Notwendigkeit, hohe Summen in den Schlachthof zu investieren. Gleichzeitig wollen wir den hohen Ansprüchen an das Tierwohl gerecht werden und die Erwartungen der Verbraucher an Regionalität erfüllen. Wir stellen uns dieser Herausforderung und zählen auf jede Unterstützung, um den Ruf des Schlachthofes wiederherzustellen.“

Landrat Roland Bernhard freut sich über die Personalentscheidungen: „Ich habe Herrn Hecht und Herrn Burgmayer bereits kennengelernt am Runden Tisch. In den Arbeitsgruppen bringen Sie sich mit viel Engagement und guten Ideen ein. Der Landkreis Böblingen wird alles, was möglich ist, tun, um der Genossenschaft beim Neustart des Schlachthofes zu helfen. Regionale Produktion ist auch bei tierischen Lebensmitteln ein Ziel, woran wir festhalten. Die Bevölkerung erwartet dies ebenso, wie den humanen Umgang mit den Tieren.“

Wilhelm Dengler stand als Vorstandsvorsitzender auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung und ist, wie bereits seit zwei Jahren geplant, ausgeschieden.


Tim Wieling wechselt zum Saisonende nach Hamm

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Stuttgart.| In der A-Jugend spielte Wieling für GWD Minden und konnte später beim Ligakonkurrenten des TVB erste Bundesligaerfahrungen sammeln. 2019 kam er als Toptorschütze der 2. Handball- Bundesliga vom TSV Bayer Dormagen an den Neckar. Seither teilt sich der Linkshänder beim TVB die rechte Außenbahn mit Sascha Pfattheicher.

Für die WILD BOYS erzielte Wieling bis zum jetzigen Zeitpunkt 61 Tore in 45 Spielen. Im Sommer zieht es den gebürtigen Bielefelder zurück nach Nordrhein-Westfalen. Beim ASV Hamm-Westfalen, der seit 2011/2012 in der zweiten Liga spielt, erhält Wieling einen Zweijahresvertrag bis 2023.

Der Rechtsaußen Tim Wieling wird den TVB Stuttgart nach zwei Jahren in der Landeshauptstadt zum Saisonende verlassen. Der 24-Jährige wechselt zum Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen.


Streugut darf bis zum Ende der Frostperiode liegen bleiben

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Hauseigentümer und Mieter müssen bei Schnee und Eis dafür sorgen, dass Gehwege vor ihrem Haus geräumt und mit einem geeigneten Streugut ihrer Wahl gegen Stürze gesichert werden. Sie dürfen ausgestreutes Gut bis zum Ende der Frostperiode liegen lassen. Die Württembergische Versicherung, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Schleswig (7 U 25/19) hin.

Eine Frau fuhr mit ihrem Fahrrad auf einem öffentlichen Gehweg und wollte in eine Seitenstraße abbiegen. Dabei rutschte sie auf einem Gemisch von Splitt und Salz aus, das die Gemeinde im Winter ausgestreut hatte. Sie brach sich beim Sturz die linke Hand und konnte diese auf Dauer nicht mehr zum Greifen nutzen. Sie verklagte die Gemeinde, ihr Schmerzensgeld zu zahlen und die Kosten einer zeitweisen Haushaltshilfe zu ersetzen, da sie nur noch eingeschränkt in der Lage sei, ihre Hausarbeiten zu erledigen. Die Klage begründete sie damit, dass das verwendete Streugut ungeeignet gewesen sei und die Gemeinde es nach der Frostperiode wieder beseitigen musste. Damit kam sie jedoch vor Gericht nicht durch.

Laut Gericht können Streupflichtige grundsätzlich selbst entscheiden, welches Streumittel sie einsetzen. Geeignet sei unter anderem sowohl das von der Gemeinde verwendete Splitt-Salz-Gemisch als auch reiner Splitt. Da der Unfall im Laufe des Monats März geschah, war es nicht zu beanstanden, dass das Streugut noch nicht beseitigt war. Bis Ende März könne es nämlich durchaus noch zu Frost kommen, weshalb das Streugut zur Vorsorge liegen bleiben dürfe. Bis dahin müssten Fahrradfahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen. Im Übrigen wies das Gericht darauf hin, dass man auf einem reinen Gehweg nicht mit dem Fahrrad fahren dürfe und man bei Unfällen schon deshalb keine Entschädigung verlangen könne.


OLYMP tritt Multi-Stakeholder-Organisation Fair Wear Foundation bei

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Weiterer großer Schritt für noch mehr Transparenz in der internationalen Lieferkette

Bietigheim-Bissingen.| Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland) ist neues Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF). Durch die Partnerschaft mit der Organisation verstärkt der Modehersteller sein langjähriges Engagement für verbesserte Arbeitsbedingungen und höhere Transparenz in der Textillieferkette. In diesem Zuge legt OLYMP künftig alle weltweiten Produktionspartner auf seiner Firmenwebsite offen.

Mit dem Beitritt zur FWF im Januar 2021 zählt OLYMP zu den rund 140 weiteren Bekleidungsmarken, die sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie engagieren. Als unabhängige und gemeinnützige Multi-Stakeholder-Initiative fordert die FWF von ihren Mitgliedern die konsequente Umsetzung anerkannter Sozialstandards. Dazu gehören beispielsweise existenzsichernde Löhne, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen sowie die Achtung der Vereinigungsfreiheit. In ihrem jährlichen „Brand Performance Check“ überprüft und veröffentlicht die Initiative, inwiefern die teilnehmenden Unternehmen die Arbeitsrichtlinien der Fair Wear in ihren Management- und Einkaufspraktiken berücksichtigen und umsetzen. Dieser Prüfung unterzieht sich künftig auch OLYMP. Damit schafft das Unternehmen Transparenz und Verbindlichkeit im Umgang mit den Herausforderungen im Bekleidungssektor.

Johann Trischberger, Direktor für Produktion, Beschaffung und Corporate Responsibility bei OLYMP, erklärt: „In der Fair Wear Foundation haben wir einen Partner, der uns in unserem Anspruch unterstützt, immer genau hinzusehen und die Augen selbst vor etwaigen Herausforderungen nicht zu verschließen. Mit unserem Beitritt haben wir die bewusste Entscheidung getroffen, unser Handeln künftig an den hohen Standards dieser anerkannten Multi-Stakeholder-Initiative auszurichten. So machen wir unser Engagement verbindlich und nachvollziehbar. Dazu trägt auch unser Schritt bei, von nun an alle unsere weltweiten Herstellerbetriebe auf der Firmenwebsite OLYMP.COM zur Einsichtnahme offenzulegen.“

Um seine Transparenzbemühungen auch jenseits der Mitgliedschaft mit der FWF auszuweiten, stellt OLYMP ab sofort wesentliche Informationen seiner weltweiten Konfektionspartner öffentlich bereit. Dabei orientiert sich das Unternehmen an den Kriterien der Organisation Transparency Pledge, die sich für einheitliche Transparenzstandards im Textilsektor einsetzt. Auf der Website von OLYMP sind alle Betriebe künftig mit Name, Anschrift, Koordinaten und Anzahl der Beschäftigten aufgeführt. Mit diesem Schritt verdeutlicht der Bekleidungsspezialist einmal mehr gegenüber seinen Interessensgruppen sein hohes Verantwortungsbewusstsein im Rahmen der globalen Beschaffung.

Die jüngsten Maßnahmen sind Teil des ganzheitlichen Nachhaltigkeitsprogramms von OLYMP, welches auf drei starken Säulen beruht und dabei die gesamte Geschäftstätigkeit im Blick behält. Angefangen vom zunehmenden Einsatz nachhaltiger Rohstoffe über die zielgerichtete Umsetzung weitreichender Sozial- und Umweltstandards entlang der Lieferkette bis hin zum klimaneutralen Firmensitz in Bietigheim-Bissingen. Dafür beschäftigt OLYMP ein fünfköpfiges Team und setzt außerdem auf langjährige, vertrauensvolle und direkte Beziehungen zu seinen sorgfältig ausgewählten Partnern.

Die OLYMP Bezner KG aus Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart ist der Marktführer von Herrenoberhemden in Deutschland. Darüber hinaus wird das hochwertige Bekleidungssortiment, das neben Business- auch Freizeithemden, Strick- und Wirkwaren wie Pullover, Polos, Sweat- und T-Shirts sowie Accessoires umfasst, weltweit in mehr als 40 Ländern vertrieben.


Elbflorenz stoppt Bietigheims Serie

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Erfolgsserie der SG BBM Bietigheim hat am Freitag jäh ein vorläufiges Ende gefunden. Der HC Elbflorenz Dresden entführt nach einem von Nils Kretschmer in letzter Sekunde verwandelten Siebenmeter beide Punkte aus der Halle am Viadukt. Die Schwaben hadern nach der 28:29(14:17)-Niederlage vor allem mit ihrer Leistung bis zur 40. Spielminute.

Mit 16:22 hatte Bietigheim da schon zurückgelegen, drehte dann das Spiel und war nach dem Treffer von Tim Dahlhaus zur 28:26-Führung schon auf der Zielgeraden. Doch Elbflorenz kam noch einmal zurück. „Nachdem uns im letzten Spiel in Hamburg nur eine Sekunde zum Punktgewinn gefehlt hatte, war der Sieg für uns als Team wichtig“, freute sich Elbflorenz-Trainer Rico Göde.

„Wir hatten heute zu lange Phasen im Spiel, in denen vorne und hinten die Aggressivität gefehlt hat“, musste Hannes Jón Jónsson eingestehen. „Mit sechs Toren Rückstand hat die Mannschaft dann aber Charakter und auch Qualität gezeigt. Zum Schluss waren ein paar unglückliche Szenen drin“, so der Trainer der SG BBM. In den letzten vier Spielminuten brachten die Hausherren, die eigentlich am Drücker waren, den Ball nicht mehr im Tor unter. Zudem musste mit Top-Torschütze Christian Schäfer der routinierteste Spieler der SG BBM ausgerechnet in der Crunchtime nach einem Zusammenprall raus. Für Diskussionsstoff sorgte auch der letzte Siebenmeterpfiff der Unparteiischen Hellbusch/Jansen, den Elbflorenz zum Siegtreffer nutzte. „Mir hat da heute die Linie gefehlt“; gab sich Jónsson schmallippig.

Nach der schnellen Bietigheimer 4:1-Führung kam Elbflorenz mit Macht in die Partie, traf von allen Rückraumpositionen nach Belieben und führte beim 8:12 schon deutlich. Und hätte nicht Jonas Link, der ein starkes Spiel machte, kurz vor der Pause zwei Bälle versenkt, der Rückstand der SG BBM wäre noch deutlicher ausgefallen als das 14:17 zum Seitenwechsel. „Wir müssen in der Abwehrmitte kompakter sein“, hatte Juan de la Peña in der Halbzeitpause erkannt. Der spanische Spielmacher fehlte weiterhin nach seinem Nasenbruch. Vielleicht hatte die SG BBM auch den nach überstandener Verletzung zurückgekehrten HC-Spielmacher Ivar Stavast nicht ganz auf der Rechnung. Der Niederländer machte insgesamt fünf Tore, soviel wie bislang in der gesamten Saison.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts schien Bietigheim zunächst kein Rezept gegen die mit großer Sicherheit vorgetragenen Dresdener Angriffe zu finden. Elbflorenz baute seine Führung auf 16:22 aus. „Ich bin vor allem stolz auf die Mannschaft, wie sie dann zurückgekommen ist“, sagte Jónsson zur anschließenden Spielwendung. Zwei, drei Balleroberungen in der Abwehr ließen Bietigheims Handballer wieder an ihre Chance glauben und Elbflorenz sah sich von einer Sekunde zur anderen mächtig unter Druck gesetzt. Erst der Treffer des starken Sebastian Greß zum 21:23 beendet einen siebenminütige Torflaute bei den Gästen und verhinderte den Ausgleich. Den besorgte kurze Zeit später Jonas Link zum 25:25 in seiner unnachahmlichen Art. Hellwach war Sekunden später auch Christian Schäfer, der nach einem Steal beim Wurfversuch aufs leere Gästetor behindert wurde und den fälligen Siebenmeter selbst zur 26:25-Führung verwandelte. Dass Bietigheim Spiel und Punkte nach der 28:26-Führung noch hergibt, das müssen die Jónsson-Schützlinge jetzt möglichst schnell verdauen. Am Mittwoch bereits geht es zu Tabellenführer HSV Hamburg.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Link (7), Schäfer (6/3), Dahlhaus (4), Barthe (3), Rentschler (3), Asmuth (2), Vlahovic (1), Öhler (1), Claus (1), Fischer, M. Urban, Boschen, Marčec, L. Urban.

HC Elbflorenz Dresden: Huhnstock, Mohs, Noack; Greß (7), Stavast (5), Dumcius (5), Kretschmer (4/2), Jungemann (3), Wucherpfennig (3/1), Vanco (2), Emanuel, Dierberg, Buschmann, Quade, Kasal, Thümmler.

Spielverlauf: 4:1 (4.), 5:8 (15.), 9:13 (23.), 12:16 (27.), 14:17 (30.), 16:22 (40.), 21:22 (47.), 22:25 (49.), 26:25 (54.), 28:26 (57.), 28:29 (60.).

Zeitstrafen: Link (14.), Öhler (27.), Barthe (37.) – Kretschmer (4., 53.), Kasal (24.), Emanuel (43.), Stavast (54.)

Siebenmeter: 3/3 – 3/4

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch / Darnel Jansen (EHF Young Referee Project)

Zuschauer: 0 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)


Neustart der Wasserball-Bundesliga

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Vorbereitungsturnier im Campusbad Ludwigsburg

Ludwigsburg.| Die SVL-Wasserballer starten am Wochenende in die neuen Saison, endlich. Im Campusbad in Ludwigsburg wird ein Vorbereitungsturnier ausgetragen. Der reguläre Spielbetrieb in der Bundesliga soll im März beginnen.

Bei mehreren Wasserballturnieren sollen die Bundesliga-Mannschaften unter Wettkampfbedingungen Spielpraxis sammeln, denn der Spielbetrieb in der Liga ruht wegen Corona seit Monaten. Zwei dieser sogenannten Vorbereitungsturniere werden jetzt am Samstag und am Sonntag im Campusbad in Ludwigsburg ausgetragen. Der SV Ludwigsburg tritt jeweils gegen den SSV Esslingen und den SV Krefeld an.

Nach den nicht zufrieden stellenden Ergebnissen der deutschen Vertreter in den Europapokalwettbewerben war insbesondere von den Spitzenvereine – unter anderem vom SVL – bereits vor dem Jahreswechsel eine Wiederaufnahme des seit Ende Oktober 2020 pausierenden Spielbetriebes angemahnt worden. Nun ist es soweit, endlich.

An drei Wochenenden im Februar sind quasi als Vorstufe zum Ligabetrieb an drei Standorten und mit unterschiedlichen Teilnehmerfeldern zunächst sieben Turniere geplant. Alle Mannschaften sollen auf diese Weise auf eine ähnliche Anzahl von Spielen kommen. Bei den Turnieren sind dabei: der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover und der Bundesliga-Dritte OSC Potsdam, dazu aus der A-Gruppe der Bundesliga der SV Ludwigsburg, der ASC Duisburg, die White Sharks Hannover, der SSV Esslingen und die SG Neukölln sowie als einziger Vertreter der B-Gruppe der SV Krefeld 72.

Die Vorbereitungsturniere starten parallel zum Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam. Das ist ein bisschen unglücklich, aber nicht zu vermeiden. Deshalb kann der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch nicht bei dem Turnier in Ludwigsburg dabei sein. In Rotterdam muss das Team Deutschland mindestes auf Platz drei landen, um das Ticket für Olympia in Tokio zu buchen. Die reguläre Spielzeit in der Wasserball-Bundesliga soll im März beginnen. Dann ist auch der SVL-Mann van der Bosch wieder im Ludwigsburger Team.

Die geplanten Turnierspiele erinnern ältere Wasserballer an Zwischenrunden der 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Damals starteten die überregionalen Spielrunden zumeist erst im Frühjahr, mitunter wurden die Spiele sogar ausschließlich während der Freibadsaison ausgetragen. Während der Hallenbadsaison wurden allerdings freiwillige Spielrunden eingeschoben. Auf diese Weise sollte eine ganzjährige Förderung des Wasserballsports sichergestellt werden, damals gab es zum Abschluss der Turniere sogar offizielle Tabellen.

Eine übergreifende Tabelle oder einen Pokal für den Gesamtsieger wird es laut Auskunft des DSV diesmal aber nicht geben. Der Wettbewerb solle in erster Linie dazu dienen, nach der langen Spielpause wieder Schwung in den Wasserball zu bringen, so der Bundesliga-Rundenleiter Holger Sonnenfeld. Die Aktiven, sagt er, könnten es kaum erwarten, endlich wieder zu spielen.

Die vergangene Saison war im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie zunächst unterbrochen und später komplett abgebrochen worden. Unter DSV-Regie und unter strengen Hygienemaßnahmen wurde dann im Sommer in einem Sechserfeld der Deutsche Meister ausgespielt. Ganz ähnlich wurde auch die Pokalendrunde ausgetragen.

Nicht alle Bundesligisten spielen jetzt bei den Vorbereitungsturnieren mit. Das liegt auch an den unterschiedlichen Corona-Regeln in den Bundesländern. Viele Teams der B-Gruppe haben gar keine Trainingsmöglichkeit gehabt, denn viele Bäder sind noch geschlossen. Alle Vereine hätten zwar Interesse gehabt an den Vorbereitungsturnieren, „aber nicht alle konnten eine Teilnahme realisieren“, so der DSV. Die Ludwigsburger Spieler hatten und haben u.a. die Möglichkeit im heimischen Campusbad zu trainieren.

Der SVL-Teammanager Adrian Jakovcev sagt mit Blick auf das Turnier, dass „wir alle zusammen zeigen wollen, dass der Wasserball in Deutschland lebt. Wir wollen und wir müssen spielen.“ Es gehe um die Vorbereitung auf die eigentliche Meisterschaft im März. Die Spieler seien gut drauf, leider sind mit Domagoj Mijatovic und Antonio Tadic zwei Spieler angeschlagen und werden voraussichtlich nicht eingesetzt werden können. Bei Tadic droht sogar ein längerer Ausfall. „Wir sind froh, dass wir spielen können und dass wir der Ausrichter eines Turniers in Ludwigsburg sind.“

Alle Turniere finden unter strengen Corona-Hygieneregeln innerhalb einer Blase statt. Einen Livestream wird es dieses Mal nicht geben, der DSV bietet aber auf seiner Seite einen Liveticker zu allen Spielen an.

Die Turniere wurden wie nachfolgend terminiert:

13./14. Februar in Hannover: Waspo 98 Hannover, OSC Potsdam, White Sharks Hannover und ASC Duisburg

13./14. Februar in Ludwigsburg: SV Ludwigsburg, SSV Esslingen und SV Krefeld 72

20. Februar in Hannover: Waspo 98 Hannover, SV Ludwigsburg und SG Neukölln

21. Februar in Hannover: White Sharks Hannover, ASC Duisburg und SV Krefeld 72

27. Februar in Berlin: SG Neukölln, OSC Potsdam und SSV Esslingen

28. Februar in Potsdam: OSC Potsdam, SSV Esslingen und SG Neukölln


 

Erstmals seit 23 Jahren ein Rückgang der VVS-Fahrgastzahlen

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Bilanz des VVS für das Jahr 2020

Stuttgart.| Absturz der Fahrgastzahlen im Frühjahr, Erholung im Sommer, erneuter Rückgang im zweiten Lockdown – Rettungsschirm des Landes und treue Abokunden sichern den ÖPNV in 2020

Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat der VVS immer neue Fahrgastrekorde vermelden können. Die Corona-Krise hat damit zunächst Schluss gemacht. Wie viele andere Bereiche des öffentlichen Lebens haben der VVS und seine Verkehrsunternehmen schwierige Monate hinter sich. Im ersten Lockdown der Corona-Krise waren im April teilweise nur noch 20 Prozent der Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahr öffentlich unterwegs. Danach erholten sich die Fahrgastzahlen von Juli bis September auf 70 Prozent und im Ballungsraum teilweise sogar auf 80 Prozent des Vorjahresniveaus. Bei den Verantwortlichen machte sich wieder etwas Optimismus breit. Der zweite Lockdown zum Jahresende sorgte dann aber erneut für einen Rückgang. Hervorzuheben ist, dass die Beschäftigten in den Verkehrsunternehmen in allen Phasen der Pandemie für einen zuverlässigen Betrieb sorgten und die Systemrelevanz des ÖPNV in dieser schweren Krise eindrucksvoll bestätigten.

Insgesamt wurden im Jahr 2020 rund 240 Millionen Fahrten im VVS durchgeführt, das sind etwa 39 Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es in den Monaten vor Corona von Januar bis Mitte März noch starke Zuwächse bei den Verkehrsunternehmen im VVS gab.

Vor allem Rückgang im Gelegenheitsverkehr
Da während des Lockdowns im Frühjahr und Herbst weder Veranstaltungen wie Messen, Fußballspiele oder Weihnachtsmärkte stattfanden noch Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen geöffnet waren, verzeichnete der Gelegenheitsverkehr einen Rückgang um fast die Hälfte. Mit einem Minus von 45,8 Prozent ist das der stärkste Rückgang innerhalb der einzelnen Teilmärkte.

Abozahlen im Berufsverkehr bleiben relativ stabil
Die Fahrten im Berufsverkehr sind fast um ein Drittel gesunken (-30,5 Prozent). Dabei blieb die Zahl der Abonnenten erfreulicherweise recht stabil. Beim FirmenTicket betrug der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr insgesamt 8,1 Prozent. Bei den FirmenTickets, die vom Arbeitgeber bezuschusst werden, waren es sogar nur 2,6 Prozent. Beim Jedermann-Abo war ein Verlust von 9,8 Prozent zu verzeichnen. Aber auch viele treue Stammkunden, die ihr Abo oder JahresTicket behalten haben, sind wegen Homeoffice und Kurzarbeit und fehlender Fahrtanlässe in der Freizeit weniger gefahren.

Im Ausbildungsverkehr sinken die Fahrgastzahlen stark
Studierende sind durch Onlinevorlesungen an den Hochschulen im Sommer- und Wintersemester nur selten mit Bus und Bahn gefahren. Zudem ist die Zahl der Erstsemester und der ausländischen Studierenden zurückgegangen. Auch die Schülerinnen und Schüler waren wegen geschlossener Schulen und Distanzunterricht im Frühjahr weniger oft unterwegs.

Deshalb sind die Fahrgastzahlen im Ausbildungsverkehr insgesamt relativ stark zurückgegangen (-45,4 Prozent). Erfreulich ist dagegen, dass der Bestand des Scool- und Ausbildungs-Abos recht stabil blieb. Er ist im Laufe des Jahres nur leicht gesunken (- 4,2 Prozent beim Scool-Abo bzw. -5,8 Prozent beim Ausbildungs-Abo). Dazu beigetragen hat sicher auch die Hilfe des Landes: Wegen der Schulschließungen zu Beginn der Pandemie hat das Land Baden-Württemberg im Mai und Juni die Kosten für das Scool-Abo übernommen und so zum einen die Eltern von zwei Monatsraten entlastet, zum anderen den Verkehrsunternehmen Einnahmen und die zu diesem Zeitpunkt dringend notwendige Liquidität verschafft.

Negative Auswirkungen auf Verbundeinnahmen
Weniger Fahrten bedeuten in der Regel auch weniger Einnahmen. Insgesamt hat der VVS 2020 aus reinen Fahrgeldern rund 391 Millionen Euro eingenommen (ohne Erstattungsleistungen für die Schwerbehindertenfreifahrt). Unter Berücksichtigung der Ausgleichszahlungen für die Tarifzonenreform entspricht dies einem Rückgang von rund 110 Millionen Euro bzw. 20,3 Prozent.

Rettungsschirm sichert Aufrechterhaltung des Betriebs in 2020
Der Rettungsschirm von Bund und Land, mit dem die Einnahmenausfälle der Verkehrsunternehmen zum großen Teil ausgeglichen wurden, hat die Aufrechterhaltung des Betriebs seit Ausbruch der Pandemie gesichert. „Unser Dank gilt aber auch den Aufgabenträgern, die die Verkehrsunternehmen bis zur ersten Abschlagszahlung im Herbst mit Liquiditätshilfen und Vorauszahlungen gestützt haben. Außerdem haben die vielen treuen Stammkunden dazu beigetragen, dass es finanziell nicht noch dramatischer aussieht“, sagte VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger bei der Jahres-Pressekonferenz.

Sein Geschäftsführerkollege Horst Stammler unterstrich dies mit konkreten Zahlen: „Im März hatten wir mit rund 230.000 Abonnenten und den 111.000 Scool-Abos noch einen absoluten Rekordwert. Seither sind die Zahlen zwar zurückgegangen. Am Ende des Jahres hatten wir immerhin noch 210.000 Abonnenten und 107.000 Scool-Abos.“ Nach der Tarifreform im April 2019 war die Zahl der Abonnenten bis zur Corona-Pandemie kontinuierlich angestiegen. „Dieser Aufwärtstrend ist jetzt leider erst einmal gestoppt“, so Stammler.

„Bund und Land erstatten für das Jahr 2020 95 Prozent der Corona-bedingten Einnahmenverluste bei den Verkehrsunternehmen abzüglich eingesparter Aufwendungen“, informierte Thomas Hachenberger. Inzwischen wurden vom Land Abschlagszahlungen in Höhe von 90 Prozent geleistet. Die endgültige Abrechnung erfolgt bis Ende September 2021.

Rettungsschirm wird auch 2021 benötigt
Wie geht es 2021 weiter? Durch den zweiten Lockdown mit erneuter Schließung von Schulen, Geschäften und kulturellen Einrichtungen sind die Fahrgastzahlen wiederum deutlich gesunken. Daher ist auch 2021 ein Rettungsschirm für den öffentlichen Nahverkehr erforderlich. Die Landesregierung hat zu Beginn des Jahres beschlossen, die nicht verbrauchten Mittel aus dem Jahr 2020 in Höhe von 65 Millionen Euro ins laufende Jahr zu übertragen. Außerdem wurden vergangene Woche von der Landesregierung weitere 50 Millionen Euro in Aussicht gestellt. „Wir begrüßen das sehr, allerdings ist damit zunächst nur rund die Hälfte der Einnahmeverluste für die nächsten Monate abgedeckt“, so Tomas Hachenberger. Die Zusage für die Übernahme weiterer Mittel durch den Bund steht noch aus, sie ist aber nach Ansicht der Länder, der kommunalen Spitzenverbände und der ÖPNV-Branche auch für 2021 dringend erforderlich.

„Pandemiebedingt werden 2021 wie im Vorjahr weniger Fahrgäste mit den Öffentlichen unterwegs sein. Aber auch in den Folgejahren ist damit zu rechnen, dass sich die Nachfrage nicht gleich auf das ursprüngliche Niveau einpegelt. Home-Office und Online-Handel werden langfristige Spuren hinterlassen und die Mobilität prägen. Daher befürchten wir, dass es noch mindestens bis 2023 dauert, bis wir die Zahlen vor Corona wieder erreichen“, vermutet Horst Stammler.

Aufgabenträger in der Region einig: Ausbau des ÖPNV geht weiter
Das Ziel des VVS ist es, möglichst viele Stammkunden während der Pandemie zu halten, im Laufe des Jahres ehemalige Kunden zurückzuholen und nach Abklingen der Pandemie auch wieder neue Fahrgäste für die Busse und Bahnen zu gewinnen. Denn: Die Pandemie geht hoffentlich irgendwann vorbei, der Klimawandel bleibt. „Deshalb steht die Verkehrswende mit dem Ziel einer wesentlichen Steigerung der Fahrgastzahlen bis 2030 nach wie vor auf der Tagesordnung. Erfreulich ist, dass sich alle Aufgabenträger im VVS einig sind, den Ausbau der Infrastruktur und die geplanten Ausweitungen im Leistungsangebot im geplanten Umfang durchzuführen“, sagte Horst Stammler. Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember wurden zahlreiche Angebotsverbesserungen vorgenommen, wie zum Beispiel den ganztägigen 15-Minuten-Takt auf der S-Bahn oder die Einrichtung einer neuen Schnellbuslinie X 4 zwischen Nürtingen und Degerloch. „Inmitten der Pandemie wird aktuell das größte Leistungsangebot in der Geschichte des VVS erbracht, so dass bei den allermeisten Fahrten mit etwas Rücksichtnahme auch genügend Abstand eingehalten werden kann“, sagte Thomas Hachenberger.

Treuebonus für Abonnenten
Bei den treuen Abonnenten wolle man sich bedanken, betonten die beiden Geschäftsführer. Im April sollen alle Stammkunden, die bis dahin im Abo geblieben sind, einen „Treuebonus“ erhalten. Auch die äußerst erfolgreiche Aktion in den Sommerferien, mit der alle VVS-Abonnenten den Nahverkehr in ganz Baden-Württemberg nutzen konnten, soll 2021 wiederholt werden. Das Land hat darüber hinaus angekündigt, aufgrund der aktuellen Schließung der Schulen im Frühjahr erneut eine Monatsrate für das Scool-Abo zu übernehmen.

Und für die Fahrgäste, für die sich aufgrund von Home-Office ein Abo nicht mehr rechnet, wird zum 1. April 2021 ein 10er-Tages-Ticket eingeführt. Mit dem neuen Angebot bietet der VVS einen Rabatt von über 20 Prozent gegenüber dem Kauf von einzelnen TagesTickets an. „Wir sehen das 10er-Tages-Ticket als einen Zwischenschritt zu einem flexiblen Abo an. Daran wollen wir im Laufe dieses Jahres arbeiten. Das Land hat dazu auch ein Förderprogramm aufgelegt“, informierte Horst Stammler. „Die Flatrate hat aber nach wie vor ihre Berechtigung und der Jahresabonnent bleibt auch in Zukunft unser absoluter Premiumkunde.“


Ab sofort keine Ausgangsbeschränkungen mehr in Stuttgart

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Stuttgart.| Die coronabedingten Ausgangsbeschränkungen gelten in Stuttgart ab sofort und bis auf weiteres nicht mehr. Das hat die Landeshauptstadt Stuttgart am Donnerstag, 11. Februar, bekanntgegeben. Zuvor hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden- Württemberg auf Eilantrag einer Bürgerin aus Tübingen die landesweiten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 5 Uhr nach der Corona-Verordnung der Landesregierung als nicht mehr gerechtfertigt angesehen. Das Land hat daraufhin die Regelungen zu Ausgangsbeschränkungen sowohl tagsüber als auch nachts aufgehoben und durch einen Erlass zu regional begrenzten Beschränkungen ersetzt.

Danach sollen Ausgangbeschränkungen zukünftig nicht mehr landesweit, sondern für die Zeit zwischen 21 und 5 Uhr regional verhängt werden, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
1. Der Sieben-Tages-Inzidenzwert in einem Stadt- oder Landkreis von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner wurde mindestens in den letzten sieben Tagen in Folge überschritten.
2. Trotz aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen ist die wirksame Eindämmung des Coronavirus erheblich gefährdet.
3. Es liegt ein diffuses Infektionsgeschehen vor.

Die Umsetzung von regionalen Ausgangsbeschränkungen soll zukünftig durch Allgemeinverfügungen der Kommunen erfolgen. Da die 7-Tages-Inzidenz für die Landeshauptstadt zuletzt und erstmals seit Oktober wieder unter dem Wert von 50 lag, sind die genannten Kriterien nicht erfüllt. In Stuttgart gelten daher bis auf weiteres keine Ausgangsbeschränkungen mehr.

Der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, sagte: „Die Inzidenzzahl in Stuttgart liegt derzeit bei unter 50. Das ist ein ganz wichtiger Erfolg. Wir dürfen jetzt allerdings nicht leichtsinnig werden, sondern müssen gemeinsam dafür sorgen, dass das Infektionsgeschehen stabil bleibt. Dann bleiben uns weitere Ausgangbeschränkungen erspart. In der aktuellen Situation ist es umso wichtiger, sich an die bekannten Auflagen zum Schutz vor dem Coronavirus zu halten, denn mit den Mutationen ist das Virus noch infektiöser geworden.“


Wasserballer beim Olympia-Qualiturnier

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SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch

Der SVL-Wasserball-Nationalspieler Timo van der Bosch startet am Wochenende mit Team Deutschland in das Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam. Keine leichte Aufgabe. Timo sagt, er ist fit, und die Mannschaft so gut wie möglich vorbereitet.

Die Stimmung im Team Deutschland sei gut, so Timo van der Bosch. Der SVL-Wasserballer spricht von „einer guten Mischung aus Jung und Alt“. Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam „müssen wir in der Gruppe Zweiter werden“. Sprich alle Spiele gewinnen, außer das Spiel gegen Kroatien. Andernfalls komme es zu früh zu einem Treffen mit Montenegro oder Griechenland.

Timo van der Bosch sagt aber auch: „Klar, früher oder später müssen wir eine der drei großen Mannschaften schlagen.“ Also Kroatien, Montenegro oder Griechenland. Team Deutschland würde sich dieser Aufgabe aber lieber erst später im Turnier stellen. Bei dem Quali-Turnier werden die letzten drei Tickets für Olympia in Tokio vergeben.

Die Vorbereitung „lief durchwachsen“, so Timo van der Bosch, denn Brasilien habe Corona-bedingt nicht zu den geplanten Testspielen anreisen dürfte. Die DSV-Auswahl konnte im Trainingslager in Warendorf ein paar Tage lang mit Georgien trainieren und nur ein offizielles Länderspiel bestreiten.

Der Lehrgang in der westfälischen Kreisstadt ist ein Teil der von der FINA erwünschten Selbstisolation der Teams, die am Turnier in Rotterdam teilnehmen. In Rotterdam selbst soll dann vor Ort eine sogenannte Blase gebildet werden, die sicherstellen soll, dass die Wasserballer keine Kontakte zur Außenwelt haben und somit ohne Corona-Infektionen durch das Turnier kommen.

Team Deutschland startet am Sonntag, 14. Februar, mit einem Spiel gegen die Niederlande in das Turnier. Am Montag wird gegen Frankreich gespielt, am Dienstag gegen Russland, am Mittwoch gegen Rumänien, am Donnerstag gegen Kroatien. Gleich am Freitag stehen dann die Viertelfinale auf dem Programm, am Samstag die Halbfinale. Am Sonntag steigen schließlich die Spiele um die Medaillen, bei denen Team Deutschland dabei sein muss, wenn es im Sommer zu den Olympischen Spielen nach Japan gehen soll.

Timo van der Bosch sagt mit Blick auf den Olympia-Traum, er gehe davon aus, dass die Spiele trotz beziehungsweise mit Corona in Tokio stattfinden werden. Mehrere Sportevents hätten ja gezeigt, dass das Leben in einer Blase möglich sei. Zunächst indes muss der SVL-Mann mit seiner Mannschaft jetzt beim Turnier in Rotterdam, das ohne Zuschauer stattfindet, mindestens besagten Platz drei erreichen – ein ehrgeiziges Ziel. Infos zum Turnier www.oktwaterpolo2020.nl die Spiele im Internet (kostenpflichtig) www.finatv.live/en