OB Dr. Nopper nimmt Stellung zu Metropol-Kino

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„Ich suche Dialog mit Vertragspartnern“

Stuttgart.| Um die Zukunft des Metropol-Kinos ist eine kommunalpolitische Debatte entbrannt. Der Eigentümer hatte einen Mietvertrag abgeschlossen, mit dem Ziel, aus dem Kino eine Boulderhalle zu machen. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hat sich unmittelbar nach seinem Amtsantritt ein umfassendes Bild gemacht und sich von zahlreichen Akteuren berichten lassen.

Er erklärte am Mittwoch, 10. Februar: „Da für das Metropol-Kino bereits ein Vertrag abgeschlossen wurde, wird es sehr schwer, diesen Gordischen Knoten wieder zu lösen. Ich werde dennoch im Dialog mit den Vertragspartnern nichts unversucht lassen, weil aus meiner Sicht das Metropol-Kino auch zukünftig Kulturstätte und Lichtspiel-Theater bleiben sollte. Die Boulderaktivitäten sind in Stuttgart hoch willkommen, aber wir sollten mit vereinten Kräften eine gute und passendere räumliche Alternative finden.“


Stuttgarts Wirtschaft geht online

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Besonders in den letzten Jahren ist die vielseitige Nutzung des Internets immer wichtiger geworden. Das gilt natürlich nicht nur für die Benutzer, die sich nach mehr und mehr interessanten Angeboten im Netz umsehen, sondern auch für Unternehmer, die im Web ein zweites Standbein aufbauen können. Lange Zeit sah der Einzelhandel die E-Commerce-Welt als starke Konkurrenz, nun scheinen immer mehr Unternehmen zweigleisig zu fahren. Und nicht nur das! Auch Dienstleister finden immer mehr Möglichkeiten, um ihre Services als Online Alternativen bereitzustellen. Wie Unternehmen in Stuttgart die Online-Welt erobern, haben wir uns genauer angesehen!

Produktpalette wächst online
Um Produkte zu kaufen oder Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, muss man heute nicht mehr das eigene Zuhause verlassen. Stattdessen warten Online Angebote, die entweder an die Haustür geliefert oder gänzlich über das Internet konsumiert werden können. Die Vielfalt an Möglichkeiten ist scheinbar grenzenlos und wächst stetig weiter. Große E-Commerce-Plattformen wie eBay werden durch viele kleine Online-Shops ergänzt, die an Beliebtheit gewinnen. Dabei werden Nachhaltigkeit und Regionalität immer wichtiger und viele Kunden möchte die Online-Shop lokaler Läden unterstützen, statt bei den Riesen der Branche einzukaufen. Angebote reichen von Elektronikgeräten, Büchern und Kleidung, bis hin zu speziellen Lebensmitteln und dem Zubereiteten von Speisen. Heute liefern nicht nur große Supermärkte aus, sondern auch der kleine Bäcker von der Straßenecke. Das macht die Vielfalt im Netz besonders interessant!

Dienstleister im Netz
Im Bereich der Dienstleister ist die Palette an Angeboten in den letzten Jahren enorm gewachsen. Heute können viele Services einfach online genutzt werden, sodass kein direkter Kundenkontakt mehr notwendig ist. Das hilft z. B. Berufstätigen, deren Arbeitszeiten nicht mit den Öffnungszeiten vieler Dienstleister kompatibel sind. Angebote reichen von Beratungsgesprächen bis hin zum Online Kochkurs in den eigenen vier Wänden, der per Live-Stream unterrichtet wird. Auch eine Yogastunde wird heute einfach per Liveübertragung angesehen, die Yogamatte rollt man einfach im eigenen Wohnzimmer aus. Sogar der Besuch im Casino ist mittlerweile nur wenige Klicks entfernt. Online findet man eine Reihe an seriösen Spielbanken, die digitale Slots und Tischspiele auf den eigenen Bildschirm bringen. Die meisten Plattformen kann man entweder auf einem Laptop oder auf mobilen Geräten nutzen. Andere Unterhaltungsformen gehen ebenfalls den Weg ins Internet: Sogar Escape-Rooms können mittlerweile mit Freunden im Live-Stream erkundet werden. Um die Rätsel zu lösen, werden sie mit einem Spielleiter verbunden, der eine Kopfkamera trägt und sich für die Spieler durch die Räumlichkeiten bewegt.

Foto: 3D Animation Production Company auf Pixabay

Stuttgarter Unternehmen erobern das Internet
Auch in Stuttgart ist die Wichtigkeit eines Online Auftritts nicht an den Unternehmen vorbeigegangen. Immer mehr kleine Läden haben sich dazu entschlossen, ihre Produkte online anzubieten und direkt an Kunden zu versenden. Handgemachte Möbel und Einrichtungsgegenstände gibt es nun z. B. auf der Website von Kessler Lifestyle zu kaufen. Das Stuttgarter Unternehmen produziert Individuallösungen für jedes Haus und kann sich damit von Möbelhäuserketten absetzen, die auf Masse produzieren. Die Website des Unternehmens ist sogar mit einem eigenen Blog ausgestattet, der Tipps und Anregungen zur Gestaltung des eigenen Zuhauses geben soll. Eine Mischung aus Mode, Deko und Schmuck finden Benutzer bei Smilhus, einem Stuttgarter Shop, der seine Produkte nun auch online anbietet. Alle Stücke sind vom skandinavischen Stil inspiriert und bringen schlichte, schöne Designs in die Stadt. Die Hemdenausstatter bei Olymp haben 2020 sogar den Award für den besten Online-Shop in der Kategorie „Hemden“ gewonnen. Damit konnte das Stuttgarter Unternehmen die gesamte deutsche Konkurrenz übertrumpfen. Neben den einzelnen Online-Shops hat Stuttgart nun auch eine Initiative für den Einzelhandel gestartet. Auf der Plattform meinstuttgart.shop können regionale Produkte von Händlern erworben werden, die keinen eigenen Webshop besitzen. Damit kann die eigene Wirtschaft unterstützt werden, ohne dass Käufer einen größeren Aufwand betreiben müssen, als bei den E-Commerce-Riesen. Im Bereich der Dienstleister in Stuttgart ebenfalls eine Nasenlänge voraus. So entstand kürzlich die Stuttgarter Plattform The Floox, auf der Online-Workshops angeboten werden. Das Kursprogramm ist weit gestreut, Teilnehmer können z. B. lernen, ihren eigenen Schmuck zu produzieren, Handlettering zu üben oder Acryltechniken kennenzulernen. Jedem Kursteilnehmer werden dazu Material-Kits zugeschickt, die in den Kurskosten beinhaltet sind, danach werden sie online angeleitet. Seit Jahresanfang startet die Plattform so richtig durch!

Viele Unternehmen in Stuttgart haben die Wichtigkeit eines Online Auftritts erkannt und sich mittlerweile im Netz aktiv. Dort verkaufen nun selbst kleine Läden ihre Produkte und immer mehr Dienstleister finden kreative Lösungen, um ihre Services für die Online Welt bereitzustellen. Dabei werden unter anderem Live-Streams genutzt, um Kunden über den Bildschirm zu betreuen. Und das wachsende Angebot wird extrem gut angenommen!


Wie entsteht Glätte?

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Von Blitzeis bis Schneeglätte: Darum werden die Straßen im Winter zur Rutschpartie

Bonn, 9. Februar 2021.| Schlittschuhlaufen in der Eishalle oder auf dem See ist bei vielen im Winter sehr beliebt. Doch manchmal verwandelt sich in der kalten Jahreszeit auch der normale Gehweg oder die Straße ganz plötzlich zu einer spiegelglatten Eisfläche. Wie sie entsteht und welche Arten von Glätte es gibt, wissen die Expertinnen und Experten von WetterOnline.

Glatteis: Wenn Wasser am Boden gefriert
Wenn sich flüssiges Wasser auf gefrorenem Untergrund absetzt, bildet sich oft eine geschlossene Eisschicht. Gefährlich glatte Straßen sind die Folge. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Glatteis tritt besonders dann auf, wenn eisige Luft aus Nordosten auf laue Südwestwinde trifft.  Die leichte Warmluft mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt schiebt sich über die bodennahe schwere Kaltluftschicht. Fällt Schnee in die Warmluftschicht taut er und fällt als Regen. Am Boden angekommen, gefriert dieser sofort, die Folge ist Glatteis.“ Eine plötzliche Glättebildung kann durch Regen, der auf einen kalten Untergrund fällt, oder auch durch ein schlagartiges Gefrieren einer nassen Fläche entstehen. Dieses sogenannte „Blitzeis“ kann so manch einen Verkehrsteilnehmer unterwegs eiskalt erwischen.

Glatteis, Eisglätte, Reifglätte und Schneeglätte
Grundsätzlich unterscheiden Wetterkundige zwischen Glatteis und Eisglätte. Beide Namen klingen ähnlich und bewirken das Gleiche. Dennoch setzt Eisglätte, im Gegensatz zu Glatteis, keinen unmittelbaren Niederschlag voraus. Björn Goldhausen: „Eisglätte entsteht, wenn Wasser gefriert, das sich bereits am Boden befindet, dies kann Schmelzwasser, Schneematsch oder schlichtweg Regen sein. Eisglätte tritt häufig nachts auf, wenn es tagsüber geregnet hat oder Schnee geschmolzen ist und es abends frostig wird.“

Neben diesen beiden Phänomenen gibt es noch die Reifglätte. Dabei gefriert Wasserdampf aus der Luft unmittelbar auf den Straßen und Wegen. Auch Schneeglätte ist möglich. Sie entsteht, wenn Schnee durch Druck zusammengepresst wird – zum Beispiel durch fahrende Autos.

Wann es glatt wird, erfährt man auf www.wetteronline.de, mit der WetterOnline App oder durch einen Blick auf die neue Wetterstation wetteronline home, ausgezeichnet mit dem „German Design Award 2020“ und dem „German Innovation Award 2020“. Mit dem WetterOnline Skill für Amazon Alexa sowie der WetterOnline Action für den Google Assistant können Wetterinfos auch über die digitalen Helfer abgefragt werden.

WetterOnline wurde 1996 von Inhaber und Geschäftsführer Dr. Joachim Klaßen in Bonn gegründet und ist heute der größte Internetanbieter für Wetterinformationen in Deutschland. Ein Team von über 140 Expertinnen und Experten arbeitet mit hochwertiger Technik an Wetterprognosen für die ganze Welt. Neben weltweiten Vorhersagen gehören redaktionelle Berichte, eigene Apps und digitale Hardware zum Angebot. Die WetterOnline App ist in über 30 Ländern vertreten. Sie warnt aktiv vor drohenden Unwettern. Das weltweit verfügbare WetterRadar kann über die Webseite www.wetteronline.de, über die Apps und über die Wetterstation wetteronline home abgerufen werden.


Weinkonvent Dürrenzimmern erweitert Weinlinien

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Dürrenzimmern.| “Only”, die Weinserie für eine junge Zielgruppe, startet zusätzlich mit Roséwein und Sparkling Rosé ins Frühjahr. Die klassische Sortimentslinie Klosterhof erweitert der Weinkonvent Dürrenzimmern um drei Weine: Rotweincuvée Novitius, Samtrot und Spätburgunder Blanc de noir. Und in der gehobeneren Linie Cellarius ist ab März ein Rosé trocken erhältlich.

Der freche Markenauftritt der Weinlinie Only wird ausgebaut, nicht nur mengenmäßig, sondern auch farblich. Bei den Stillweinen kommt ein Rosé hinzu, um das bisherige Duo weiß und rot zum Trio zu komplettieren. Schaumwein-Fans dürfen sich zusätzlich ab Mitte Februar auf den Sparkling Rosé in der aufmerksamkeitsstarken Linie Only freuen. Der Only Rosé, aus internationalen Rebsorten gekeltert, zeigt eine lebendige Seele mit frischer, feiner Fruchtaromatik – erst verhalten, dann forscher. Schwarze Johannisbeere, Erdbeere und Kirsche umschmeicheln die Zunge. In strahlendem erdbeerrot und mit einem feinen Prickeln frohlockt der Only Sparkling Rosé. Liebliche Fruchtaromen von Erdbeere, Himbeere, Cassis und einem Hauch Holunder erwecken das Gefühl und die Lust auf mehr.
Da in 2020 die Weißweincuvée Only White bereits nach vier Monaten ausverkauft und der Only Red lange Zeit vor dem neuen Jahrgang nicht mehr verfügbar war, stockt der Weinkonvent Dürrenzimmern die Mengen in diesem Jahr bei allen Only-Erzeugnissen deutlich auf. (Ab Mitte Februar; alle Only-Weine und der Only-Sparkling-Rosé: UVP je 5,90 Euro/0,75 l)

Ab Februar ist in der Weinserie Klosterhof, die im Basissegment der Weinkonvent-Qualitätspyramide steht, eine „Rotweincuvée mit Klosterbezug“ erhältlich. Klosterhof Rotweincuvée Novitius heißt sie, hüllt sich in edles Schwarz und ergänzt die Rotweincuvées Benediktus aus dem Mittel- und Abt aus dem Premium-Segment. Die Cuvée Novitius besteht hauptsächlich aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Lemberger und Dornfelder. Ein trocken ausgebauter Rotwein mit Würze und feinen Sauerkirsch- und Eichenholz-Aromen. Er passt gut zu kräftigen Fleisch- und Wildgerichten vom Grill, zur mediterranen Küche sowie zu cremigem Weichkäse. (Ab sofort; UVP 8,90 Euro/0,75 l). Der Klosterhof Samtrot betört mit reifen Kirscharomen und feinen beerigen Noten, die den Gaumen samtig und weich umhüllen. Ein unkomplizierter, gefälliger Rotwein, der sich als Begleiter eignet zu Fleisch- und Wildgerichten sowie zu italienischer Küche (Ab Mitte Februar; UVP 5,40 €/0,75 l). In hellem Gewand dagegen erscheint der neue Klosterhof Spätburgunder Blanc de noir, der als Weißwein vergoren wurde und prima zu Fisch und Pasta harmoniert. (Ab sofort; UVP 5,90 €/0,75 l)

Auch im gehobenen Qualitätssegment Cellarius ergänzt der Weinkonvent sein Sortiment. Der trocken ausgebaute Cellarius Rosé ist eine Cuvée aus Merlot, Lemberger und Spätburgunder mit internationalem Flair. In der Nase und am Gaumen harmonieren Frucht und Frische, im Nachklang bleiben Kraft und Würze. Perfekt zu vegetarischen Speisen mit Kräutern und Gemüse sowie zu kräftigeren Geflügelgerichten. (Ab März; UVP 6,90 €/0,75 l)


Die Polizei warnt dringend vor Telefontrickbetrüger

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Stuttgart.| Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass erneut vor Telefontrickbetrügern und ihren perfiden Manipulationen. Die Betrüger kombinieren dabei verschiedene Maschen, wie den Schockanruf, den sogenannten Enkeltrick oder auch die Masche “Falscher Polizeibeamter”.

Am Freitag (05.02.2021) versuchten es Betrüger zunächst bei einem 92 Jahre alten Mann aus Stuttgart-Ost, von einem Ehepaar aus Neugereut erbeuteten sie mehrere Tausend Euro.

Eine unbekannte Anruferin kontaktierte gegen 14.00 Uhr über das Festnetztelefon den 92-Jährigen und behauptete, sie hätte einen Unfall mit der Tochter des Mannes gehabt. Ein Sachverständiger soll den Schaden auf mehrere Tausend Euro geschätzt haben. Sie forderte ihn dazu auf, das Geld im Bereich des Hauptbahnhofes abzuheben und es anschließend an seine Tochter zu übergeben, die ihn dort treffen sollte. Einem aufmerksamen Taxifahrer, der den 92-Jährigen zum Bankinstitut brachte, kamen die Schilderungen des Mannes verdächtig vor. Er verständigte die Polizei und überzeugte den Senior davon von seinem Vorhaben vorerst Abstand zu nehmen. Beim Eintreffen der Polizeibeamten flog der Schwindel schließlich auf.

Nicht ganz so glimpflich lief es bei dem Ehepaar aus Neugereut ab. Eine Täterin rief gegen 14.30 Uhr die 81-jährige Frau an und gab sich als Polizeibeamtin aus. Sie teilte mit, dass ihre Tochter Fahrerflucht begangen hätte. Um eine Haft abzuwenden, müsse sie mehrere Tausend Euro bezahlen. Die Anruferin baute immensen Druck auf, woraufhin die Seniorin schließlich das Geld von der Bank abhob. Ihr 84-jähriger Ehemann übergab das Geld anschließend einer jungen Frau.

Die Polizei geht davon aus, dass sich die Anrufe weiterhin häufen werden. Beachten Sie deshalb folgende Grundsätze:

  • Seien Sie sich bewusst, dass die Betrüger absichtlich Druck und immensen Stress aufbauen, um gewollt Ängste und Sorgen zu schüren
  • diese sind jedoch unbegründet. Lassen Sie sich keineswegs, egal zu welcher Uhrzeit, unter Druck setzen.
  • Ziehen Sie bei Bedenken Verwandte, Vertrauenspersonen oder die echte Polizei in Ihre Entscheidungen mit ein. Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Legen Sie bei dem kleinsten Zweifel den Telefonhörer auf und wählen Sie mit der 110 den Polizeinotruf.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de


DFB-Frauen: Doorsoun kehrt zurück, Johannes erstmals nominiert

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft geht mit 26 Spielerinnen in ihre erste Länderspielphase des Jahres. Für die Partien gegen Belgien in Aachen am 21. Februar und die Niederlande in Venlo am 24. Februar berief Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg erstmals Torfrau Stina Johannes von der SGS Essen ins Aufgebot. Nach längerer Zeit wieder dabei sind zudem Sjoeke Nüsken von Eintracht Frankfurt und die Essenerin Jana Feldkamp, darüber hinaus kehrt Sara Doorsoun vom VfL Wolfsburg nach ihrer verletzungsbedingten Pause zurück.

Aufgrund der Verordnung der Bundesregierung für Länder mit mutierten Coronavirus-Varianten stehen dagegen mit Melanie Leupolz, Ann-Katrin Berger (beide FC Chelsea) und Leonie Maier (FC Arsenal) drei Spielerinnen aus der englischen Premier League nicht im Aufgebot. Martina Voss-Tecklenburg verzichtet darüber hinaus auf Turid Knaak (Atlético Madrid) und Lena Petermann (HSC Montpellier), da die individuelle Anreise des Duos aufgrund der großen Distanz nicht gewährleistet werden konnte.

Martina Voss-Tecklenburg erklärt: “In der aktuellen Pandemielage ist es unser Ziel, das Risiko schon bei der Anreise zu verringern, so weit es geht. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, auf Flug- und Bahnreisen zu verzichten und die Spielerinnen individuell zum Team kommen zu lassen. Das war bei Turid und Lena leider nicht möglich. Natürlich ist es schade, dass diese beiden sowie Melly, Leonie und Ann-Katrin nicht dabei sein können. Auch für die Spielerinnen selbst ist das eine schwierige Situation. Allerdings ist uns sehr bewusst, dass wir uns in einer privilegierten Lage befinden, weil wir die Spiele austragen dürfen und damit die Chance haben, uns auf die EM 2022 vorzubereiten. Deshalb nehmen wir diese außergewöhnliche Situation natürlich an und gehen mit größtmöglicher Verantwortung damit um.”

Erstmals seit längerer Zeit wieder dabei ist Almuth Schult. Die Torfrau des VfL Wolfsburg hatte ihr letztes Spiel für die DFB-Auswahl im Juni 2019 absolviert und war nach einer Verletzungspause schließlich im April vergangenen Jahres Mutter von Zwillingen geworden. Schult soll mehrere Tage mit dem Team trainieren, steht aber nicht im 26-köpfigen Kader für die beiden Länderspiele. Martina Voss-Tecklenburg sagt: “Wir haben die Entscheidung, Almuth für ein paar Tage mit dazu zunehmen, in enger Abstimmung mit dem Verein und unserem Torwarttrainer Michael Fuchs getroffen. Dabei möchten wir uns ein Bild von Almuths allgemeinem Leistungsstand machen.”

Das Miniturnier mit Belgien und den Niederlanden steht ganz im Zeichen der gemeinsam geplanten Bewerbung für die Frauen-Weltmeisterschaft 2027 und dem Motto: “Three Nations. One Goal.” Die Bundestrainerin sagt: “Das ist ein tolles gemeinsames Statement für unsere geplante WM-Bewerbung. Aus sportlicher Sicht messen wir uns mit zwei starken Gegnern, die hochkarätig besetzt und sehr ambitioniert sind. Belgien hat eine starke Offensive mit international erfahrenen Spielerinnen, die Niederländerinnen sind eine eingespielte Weltklasse-Mannschaft und auf fast allen Positionen mit Topspielerinnen besetzt. Wir haben das Ziel, auch gegen diese Gegnerinnen unsere Spielidee mit unserer jungen Mannschaft selbstbewusst umzusetzen.”


Mercedes-AMG Petronas F1 Team und Lewis Hamilton weiter in 2021

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  • Siebenfacher Formel 1-Fahrerweltmeister bleibt beim amtierenden Konstrukteursweltmeister
  • Neuer Vertrag umfasst gemeinsame Verpflichtung zur Gründung einer Stiftung, um alle Formen der Vielfalt im Motorsport zu verbessern
  • Weiterer strategischer Schritt für künftige Erfolge des Teams

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team und Lewis Hamilton haben einen neuen Vertrag geschlossen, wonach der Formel 1-Rekordsieger auch in der bevorstehenden Formel 1-Saison 2021 beim Werksteam von Mercedes bleibt. Lewis kam 2013 zum Mercedes-AMG Petronas F1 Team, seitdem haben die beiden Partner zusammen sechs Formel 1-Fahrertitel und sieben F1-Konstrukteursweltmeisterschaften gewonnen.

Ein entscheidender Teil der neuen Vereinbarung baut auf der gemeinsamen Verpflichtung zu mehr Vielfalt und Inklusion im Motorsport auf, die im vergangenen Jahr von Lewis Hamilton und Mercedes eingegangen wurde. Dies wird in Form einer gemeinnützigen Stiftung geschehen, die zum Ziel hat, mehr Inklusion und Vielfalt in all ihren Formen im Motorsport zu unterstützen.

„Wir freuen uns sehr, den erfolgreichsten Formel 1-Fahrer der aktuellen Ära im erfolgreichsten Team der aktuellen Ära zu halten“, sagte Markus Schäfer, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung, Mercedes-Benz Cars Chief Operating Officer und Aufsichtsratsvorsitzender beim Mercedes-AMG Petronas F1 Team. „Lewis ist nicht nur ein unglaublich talentierter Fahrer, er arbeitet auch sehr hart für seine Erfolge und ist extrem hungrig. Er teilt die Leidenschaft für Performance mit dem gesamten Team und das macht diese Zusammenarbeit so erfolgreich. Aber Lewis ist auch eine warmherzige Person, die sich um die Welt um ihn herum kümmert und die etwas bewegen will. Mercedes-Benz teilt diesen Verantwortungssinn und wir sind stolz, uns zur Gründung einer neuen, gemeinsamen Stiftung zur Förderung der Vielfalt im Motorsport zu verpflichten. Es ist für die weitere Entwicklung des Sports wichtig, ihn für unterrepräsentierte Gruppen zu öffnen, und wir sind entschlossen, einen positiven Beitrag dazu zu leisten.“

Strategische Schritte für künftige Erfolge
Die Bindung von Lewis an das Team ist ein weiterer wichtiger Schritt für künftige Erfolge des Werksteams von Mercedes. In den vergangenen 12 Monaten haben die Daimler AG und das Mercedes-AMG Petronas F1 Team zahlreiche wichtige strategische Schritte unternommen, um die Grundlage für eine positive Zukunft des Formel 1-Werksteams von Mercedes zu legen.

  • Im März 2020 verkündete das Unternehmen einen neue Nachhaltigkeitsstrategie für seine Motorsport-Teams. Diese umfasst die Halbierung der CO2-Emissionen des Formel 1-Teams bis 2022 auf Basis der Werte von 2018; zudem ist das Team seit 2020 ‚net zero’ treibhausneutral. Das Nachhaltigkeitsengagement des Teams geht dabei weit über die Ziele des Sports hinaus und ist eng an Daimlers globale Nachhaltigkeitsstrategie angebunden.
  • Im Juni verpflichtete sich das Mercedes-AMG Petronas F1 Team zu mehr Vielfalt und Inklusion innerhalb des Teams und im Motorsport. Dieses Engagement wurde mit der neuen schwarzen Grundlackierung der Formel 1-Autos symbolisiert. Im Verlauf des Jahres hat das Team dann sein Programm „Accelerate 25“ gestartet, um diese Verpflichtung zu honorieren. Teil des Programms ist das Ziel, die Zugangsstandards stetig anzuheben und dafür zu sorgen, dass mindestens 25 Prozent aller neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mercedes-AMG Petronas F1 Team bis Ende 2025 aus unterrepräsentierten Gruppen stammen.
  • Im Oktober verkündete die Daimler AG einen neuen strategischen Kurs, der eine engere Partnerschaft zwischen dem Formel 1-Werksteam von Mercedes und der High-Performance-Marke Mercedes-AMG umfasst. Beide Partner sind vereint in ihrem Streben nach Performance und allerneuster Spitzentechnologie.
  • Im Dezember wurde INEOS neuer Anteilseigner am Mercedes-AMG Petronas F1 Team, das nun in drei gleichgroßen Teilen von der Daimler AG, INEOS und Toto Wolff gehalten wird. Gleichzeitig wurde der Vertrag von Toto Wolff als Teamchef und Geschäftsführer verlängert und seine kontinuierliche Führung in den kommenden Jahren sichergestellt.

Zusätzlich zu diesen wichtigen strategischen Säulen wird das neue finanzielle Reglement in der Formel 1, das am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist, Formel 1-Teams auf ihrem Weg zu finanzieller Nachhaltigkeit in den kommenden Jahren unterstützen.

„2020 war ein schwieriges Jahr für die Formel 1, aber wir sind froh, dass die Serie trotzdem in der Lage war, Rennen zu veranstalten und eine äußerst unterhaltsame Saison auf die Beine zu stellen“, sagte Markus Schäfer. „Allen Herausforderungen zum Trotz waren wir nicht nur in der Lage, beide WM-Titel zu verteidigen, sondern konnten auch einige wichtige strategische Entscheidungen für die Zukunft des Teams treffen. Wir haben die Nachhaltigkeitsziele unseres Mercedes-Werksteams noch enger an jenen von Daimler ausgerichtet, sowohl mit Blick auf ökologische Nachhaltigkeit als auch hinsichtlich des wirtschaftlichen Wertes für die Anteilseigner des Teams. Die noch engere Zusammenarbeit zwischen unserem Formel 1-Team und unserer High-Performance-Marke AMG schafft interessante Möglichkeiten für beide Partner und wird unseren Technologietransfer von der Rennstrecke auf die Straße weiter ausbauen. Die Formel 1 ist eine unserer größten globalen Marketingplattformen; mit den Schritten, die wir in den vergangenen 12 Monaten gegangen sind, stellen wir sicher, dass diese Plattform auch weiterhin hochattraktiv für uns bleibt. Wir bleiben dem Sport fest verbunden und freuen uns darauf zu sehen, was die Zukunft für unser Mercedes-Werksteam bereithält.“


Corona: Stadt schließt vorsorglich Kita

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  • Infektionen mit mutiertem Virus nachgewiesen
  • Folgefälle werden untersucht
  • Bürgermeisterin Fezer: „Eltern sollen prüfen, ob Not-Betreuung zwingend ist“

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart hat die Kita eines freien Trägers vorübergehend geschlossen. Grund dafür sind fünf Corona-Infektionen von Kindern und Elternteilen sowie einer Erzieherin. In drei Fällen ist eine Ansteckung mit einer Virusvariante festgestellt worden. Es wird aktuell ermittelt, um welche Mutationen es sich handelt, und ob es Folgefälle gibt.

Die Kita ist nach Absprache mit dem Landesgesundheitsamt bis auf Weiteres geschlossen worden. Weitere Entscheidungen hängen vom Infektionsgeschehen ab, wie die Verwaltung am Montag, 8. Februar, mitteilte.

Der Leiter des städtischen Gesundheitsamts, Prof Stefan Ehehalt, erläuterte: „Es überrascht nicht, dass derzeit auch in Stuttgart und Umgebung immer mehr Infektionen mit den Mutationen auftreten. Das Virus hat sich verändert und deshalb hat das Land auch einige Schutzmaßnahmen entsprechend angepasst. Auf dieser Basis ist die gesamte Einrichtung vorsorglich geschlossen worden.“ Der Mediziner beobachtet die Weiterentwicklung des Virus mit Sorge. „Durch die Veränderung kann sich das Virus leichter verbreiten. Damit wird die Pandemie erneut an Fahrt aufnehmen. Es ist gut, dass wir durch die Sequenzierung der Proben mehr und mehr sagen können, wo neuartige Virusvarianten unterwegs sind. Und es ist auch gut, dass uns die eingeübten Maßnahmen – also Abstandhalten, Maske, Händehygiene und Lüften – vor einer Ansteckung schützen“, so Ehehalt weiter.

Das Gesundheitsamt hat umgehend allen Kindern, Eltern und Mitarbeitenden der Einrichtung ein neuerliches Testangebot gemacht. Ziel ist es, mögliche Folgefälle zu erkennen und die Ausbreitung zu unterbinden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts stehen mit den positiv getesteten Personen im engen Austausch über den Krankheitsverlauf.

Im Stadtgebiet sind bislang 22 Fälle mit mutierten Coronaviren festgestellt worden, 16 entfallen auf die britische, vier auf die südafrikanische und eine auf die dänische Variante. Eine Mutation konnte nicht zugeordnet werden. Aktuell sind in Stuttgart 596 Person infiziert und damit ansteckend. In der vergangenen Woche sind 342 neue Infektionen gemeldet worden. Dies entspricht einer 7-Tage-Inzidenz von 53,8 Fällen je 100.000 Einwohnern. In 30 Kita-Einrichtungen sind Infektionen mit dem Coronavirus aufgetreten, üblicherweise werden nur die jeweiligen Gruppen der Notbetreuung unter Quarantäne gestellt, die ganze Einrichtung wird geschlossen, wenn mutierte Viren nachgewiesen werden.

Die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, Isabel Fezer sagte: „Ich bin froh, dass das Gesundheitsamt durch Nachverfolgung und Sequenzierung in der Lage ist, Infektionen durch mutierte Viren rasch zu erkennen. Dadurch können weitere Ansteckungen vermieden werden. Es wird deutlich, dass auch Kitakinder nicht sicher vor einer Infektion sind und ansteckend sein können. Umso wichtiger ist es, dass Eltern die Notbetreuung in den Kitas und in den Schulen wirklich nur in Notfällen in Anspruch nehmen.“ Die Bürgermeisterin merkte kritisch an, dass in Kitas teilweise über 50% der Kinder in Betreuung seien. „Diese Inanspruchnahme sehen wir mit Sorge, dieses Ausmaß höhlt den Zweck der Schließung aus. Aus Infektionsschutzgründen sollten Eltern daher immer sehr genau prüfen, ob die Notbetreuung aus beruflichen oder im Sinne der Kinder aus sozialen Gründen wirklich zwingend sind. Hierbei sind natürlich auch die Arbeitgeber gefragt, den Eltern den Freiraum zu geben, den sie dringend brauchen zur Betreuung ihrer Kinder“, so Fezer abschließend.


Onlineangebote der Stuttgarter Sportvereine auf stuttgart-bewegt-sich.de

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Corona – Zuhause aktiv sein

Stuttgart.| Auf Grund der Infektionsschutz-Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist der Sportbetrieb der Vereine erneut ausgesetzt. Doch die Stuttgarter Sportvereine bieten den Bürgerinnen und Bürgern mit Online-Livekursen und Fitness-Videos zahlreiche Möglichkeiten, zuhause aktiv zu bleiben. Gemeinsam mit dem Sportkreis Stuttgart hat das Amt für Sport und Bewegung über 200 Bewegungsangebote von rund 30 Vereinen gesammelt und ab Montag, 8. Februar, auf www.stuttgart-bewegt-sich.de zentral zur Verfügung gestellt. Viele der Angebote sind kostenlos – wenn nicht, ist auf Anfrage meist ein Schnuppertraining möglich.

„Mit über 200 vielfältigen Sport- und Bewegungsangeboten, die auf stuttgart-bewegt- sich.de zentral zur Verfügung stehen, zeigen die Sportvereine auch in der Corona- Krise ihre hohe Leistungsfähigkeit“, sagt Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport. „Ich lade die Stuttgarterinnen und Stuttgarter ein, dieses großartige Angebot zu nutzen und mit den Online-Livekursen oder dauerhaft verfügbaren Videos der Sportvereine fit zu bleiben.“

Fred-Jürgen Stradinger, Präsident des Sportkreis Stuttgart, sagt: „Auch in dieser schwierigen Zeit schaffen es die Stuttgarter Sportvereine, die Menschen zusammenzubringen und online Gemeinschaft erlebbar zu machen. Einmal mehr demonstrieren sie damit ihre wichtige Rolle in der Stadtgesellschaft. Für ihren starken Einsatz danke ich den Vereinen sowie den Übungsleiterinnen und Übungsleitern sehr herzlich. Gleichzeitig hoffe ich, dass viele Stuttgarter ihrem Sportverein treu bleiben oder über das Angebot neu den Weg in die Vereine finden.“

Auf www.stuttgart-bewegt-sich.de stehen zahlreiche Bewegungsangebote für Erwachsene und Kinder zur Auswahl. Erwachsene kommen bei Functional Fitness, Taekwondo, Yoga, Pilates oder Zumba ins Schwitzen. Auch eine Bewegte Pause als Video – ideal fürs Homeoffice – ist Teil des Programms. Kinder kommen bei einer Ballschule, beim Kindertanzen, oder einem Mama- und Baby-Angebot in Schwung.

Teil der über 200 Online-Bewegungsangebote sind auch 34 Folgen der Videoserie sport@home, mit denen die Sportvereine schon von März bis Mai 2020 täglich in den Wohnzimmern der Stuttgarter zu Gast waren.

Informationen zu den Onlineangeboten der Sportvereine beim Amt für Sport und Bewegung, Sören Otto, Telefon 216-59810, E-Mail [email protected] oder unter www.stuttgart-bewegt-sich.de.


Gemeinderat wählt OB Dr. Frank Nopper

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Nopper agiert zunächst als Amtsverweser

Stuttgart.| Dr. Frank Nopper ist jetzt Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. Der Gemeinderat hat ihn am Donnerstag, 4. Februar, einstimmig zum Amtsverweser gewählt. Dr. Nopper hat damit alle Rechte und Pflichten eines Oberbürgermeisters mit Ausnahme des Stimmrechts im Gemeinderat. Dieses Verfahren ist notwendig, weil drei Klagen gegen die Oberbürgermeisterwahl beim Verwaltungsgericht anhängig sind.

Das Plenum trat in Vollbesetzung zusammen, da die Wahl nur durch eine Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder erfolgen kann. Nopper erhielt alle Stimmen der Anwesenden. Nach der Wahl führte ihn der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer in das Amt ein.

Mayer sagte: „Der Wechsel an der Spitze der Stadtverwaltung ist wahrlich ein Hochamt kommunaler Demokratie und angesichts einer vergleichsweise langen Amtszeit von acht Jahren zudem eine ziemlich seltene Begebenheit. Noch mehr zur Rarität wird der heutige Anlass dadurch, dass der Gewinner der OB-Wahl sein Amt als Oberbürgermeister bisher noch nicht antreten konnte und so lange auch nicht wird antreten können, bis die gegen das Ergebnis der OB-Wahl erhobenen Klagen rechtskräftig zurückgewiesen worden sind. Das gab es bislang übrigens erst einmal in der Nachkriegsgeschichte unserer Stadt. Scheint aber beim Blick ins Umland ein neuer, fragwürdiger Trend zu sein.“ Und weiter: „Die Wirtschaft ist stark, die Stadt attraktiv, lebenswert und schuldenfrei. Ein besonderer Zusammenhalt und ein großes ehrenamtliches Engagement zeichnet sie aus. Das kulturelle Angebot ist herausragend, und Sie treffen auf eine funktionierende und engagierte Verwaltung mit tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gleichwohl gibt es vieles zu tun.“ Mayer versicherte: „Wir werden Sie engagiert und loyal unterstützen und wünschen Ihnen von Herzen einen guten Start in der Stuttgarter Stadtverwaltung!“

In seiner Antrittsrede bekräftigte OB Dr. Nopper, er wolle gemeinsam mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern „Stuttgart mit Mut, Liebe und Beharrlichkeit zum leuchtenden Stern des deutschen Südens machen.“ Er wolle sich mit ganzer „Kraft für diese großartige Stadt einsetzen, die meine Geburts- und Heimatstadt ist. Gemeinsam werden wir das stolze Stuttgarter Rössle nicht nur auf Trab, sondern sogar auf Galopp-Geschwindigkeit bringen.“ Dazu benannte er dem Rat sein Zehn-Punkte-Programm, zu den Kernpunkten zählen die Verbindung von Ökonomie und Ökologie, ein ganzheitliches Verkehrskonzept, das alle Verkehrsmittel mit einbezieht, eine dynamische Digitalisierung der Stadtverwaltung mitsamt ihrem Bürgerservice, eine Stärkung des Wohnungsbaus, die Stärkung von Sicherheit und Sauberkeit, wie auch von Kunst und Kultur. Er wolle Stuttgart noch familienfreundlicher machen und das bürgerschaftliche Engagement noch stärker einbeziehen. Zu Stuttgart 21 führte er aus, dass es gelte, „den Blick nach vorne zu richten auf die riesigen städtebaulichen und verkehrlichen Chancen von Stuttgart 21. Das Projekt darf Stuttgart nicht länger spalten. Deswegen muss die Eröffnung von Stuttgart 21 auch ein großes Versöhnungsfest werden.“ Er sagte auch mit Blick auf die vorherrschende Pandemie, dass „ein Oberbürgermeister, selbst derjenige der Landeshauptstadt, menschliche Züge hat und vor Fehlern nicht gefeit ist. Selbst wenn er alles in seiner Kraft Stehende gibt, so kann er dennoch leider keine Wunder bewirken.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte: „Land und Landeshauptstadt tragen nicht nur dieselben Wappenfarben. Sie tragen auch gemeinsam Verantwortung. Damit meine ich nicht nur Staatstheater, Flughafen oder Messe. Damit meine ich vor allem unsere gemeinsame Verantwortung für die zentralen Zukunftsaufgaben: für Klimaschutz und Mobilität, für die Digitalisierung, für die Kultur und den Wohnungsbau. Und natürlich auch unsere gemeinsame Verantwortung im Kampf gegen die Pandemie. Hier ist es ganz wichtig, dass wir in der entscheidenden Phase, in der wir uns gerade befinden, weiter hellwach, umsichtig und diszipliniert bleiben. Und dass Land, Kreise und Kommunen eng zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen!“

Die Vorsitzende des Gesamtpersonalrats, Claudia Häußler, sagte: „Die Stuttgarter Kommunalverwaltung braucht Strukturen, Haltungen und Fachkräfte, die es ermöglichen, die zentralen und entscheidenden Zukunftsthemen beherzt anzugehen und gut, sozial und sinnstiftend gestalten zu können. Zu diesen internen Herausforderungen gehören die komplexe Umsetzung der Digitalisierung, eine fortschrittliche Personalentwicklung und Personalerhaltung, ein guter betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Versorgung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ausreichenden, gut ausgestatteten Büroräumen und Arbeitsplätzen.“ Der Gesamtpersonalrat wolle mit Dr. Nopper „gerne in vertrauensvoller Kooperation daran arbeiten, die Stadtverwaltung mit ihren Ämtern und Eigenbetrieben, zu Orten zu machen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut und gerne arbeiten. In diesem Sinne finden Sie in uns ebenso konstruktive wie kritisch-streitbare Partnerinnen und Partner.“

Nach Abschluss der Gerichtsverfahren kann Dr. Nopper sein Amt als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart mit allen Rechen antreten. Im Zuge dessen erhält er die Amtskette des Oberbürgermeisters – bei einer Amtseinführung als rechtskräftig volksgewählter Oberbürgermeister.