Vorbereitungsturnier im Campusbad Ludwigsburg

Ludwigsburg.| Die SVL-Wasserballer starten am Wochenende in die neuen Saison, endlich. Im Campusbad in Ludwigsburg wird ein Vorbereitungsturnier ausgetragen. Der reguläre Spielbetrieb in der Bundesliga soll im März beginnen.

Bei mehreren Wasserballturnieren sollen die Bundesliga-Mannschaften unter Wettkampfbedingungen Spielpraxis sammeln, denn der Spielbetrieb in der Liga ruht wegen Corona seit Monaten. Zwei dieser sogenannten Vorbereitungsturniere werden jetzt am Samstag und am Sonntag im Campusbad in Ludwigsburg ausgetragen. Der SV Ludwigsburg tritt jeweils gegen den SSV Esslingen und den SV Krefeld an.

Nach den nicht zufrieden stellenden Ergebnissen der deutschen Vertreter in den Europapokalwettbewerben war insbesondere von den Spitzenvereine – unter anderem vom SVL – bereits vor dem Jahreswechsel eine Wiederaufnahme des seit Ende Oktober 2020 pausierenden Spielbetriebes angemahnt worden. Nun ist es soweit, endlich.

An drei Wochenenden im Februar sind quasi als Vorstufe zum Ligabetrieb an drei Standorten und mit unterschiedlichen Teilnehmerfeldern zunächst sieben Turniere geplant. Alle Mannschaften sollen auf diese Weise auf eine ähnliche Anzahl von Spielen kommen. Bei den Turnieren sind dabei: der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover und der Bundesliga-Dritte OSC Potsdam, dazu aus der A-Gruppe der Bundesliga der SV Ludwigsburg, der ASC Duisburg, die White Sharks Hannover, der SSV Esslingen und die SG Neukölln sowie als einziger Vertreter der B-Gruppe der SV Krefeld 72.

Die Vorbereitungsturniere starten parallel zum Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam. Das ist ein bisschen unglücklich, aber nicht zu vermeiden. Deshalb kann der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch nicht bei dem Turnier in Ludwigsburg dabei sein. In Rotterdam muss das Team Deutschland mindestes auf Platz drei landen, um das Ticket für Olympia in Tokio zu buchen. Die reguläre Spielzeit in der Wasserball-Bundesliga soll im März beginnen. Dann ist auch der SVL-Mann van der Bosch wieder im Ludwigsburger Team.

Die geplanten Turnierspiele erinnern ältere Wasserballer an Zwischenrunden der 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Damals starteten die überregionalen Spielrunden zumeist erst im Frühjahr, mitunter wurden die Spiele sogar ausschließlich während der Freibadsaison ausgetragen. Während der Hallenbadsaison wurden allerdings freiwillige Spielrunden eingeschoben. Auf diese Weise sollte eine ganzjährige Förderung des Wasserballsports sichergestellt werden, damals gab es zum Abschluss der Turniere sogar offizielle Tabellen.

Eine übergreifende Tabelle oder einen Pokal für den Gesamtsieger wird es laut Auskunft des DSV diesmal aber nicht geben. Der Wettbewerb solle in erster Linie dazu dienen, nach der langen Spielpause wieder Schwung in den Wasserball zu bringen, so der Bundesliga-Rundenleiter Holger Sonnenfeld. Die Aktiven, sagt er, könnten es kaum erwarten, endlich wieder zu spielen.

Die vergangene Saison war im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie zunächst unterbrochen und später komplett abgebrochen worden. Unter DSV-Regie und unter strengen Hygienemaßnahmen wurde dann im Sommer in einem Sechserfeld der Deutsche Meister ausgespielt. Ganz ähnlich wurde auch die Pokalendrunde ausgetragen.

Nicht alle Bundesligisten spielen jetzt bei den Vorbereitungsturnieren mit. Das liegt auch an den unterschiedlichen Corona-Regeln in den Bundesländern. Viele Teams der B-Gruppe haben gar keine Trainingsmöglichkeit gehabt, denn viele Bäder sind noch geschlossen. Alle Vereine hätten zwar Interesse gehabt an den Vorbereitungsturnieren, „aber nicht alle konnten eine Teilnahme realisieren“, so der DSV. Die Ludwigsburger Spieler hatten und haben u.a. die Möglichkeit im heimischen Campusbad zu trainieren.

Der SVL-Teammanager Adrian Jakovcev sagt mit Blick auf das Turnier, dass „wir alle zusammen zeigen wollen, dass der Wasserball in Deutschland lebt. Wir wollen und wir müssen spielen.“ Es gehe um die Vorbereitung auf die eigentliche Meisterschaft im März. Die Spieler seien gut drauf, leider sind mit Domagoj Mijatovic und Antonio Tadic zwei Spieler angeschlagen und werden voraussichtlich nicht eingesetzt werden können. Bei Tadic droht sogar ein längerer Ausfall. „Wir sind froh, dass wir spielen können und dass wir der Ausrichter eines Turniers in Ludwigsburg sind.“

Alle Turniere finden unter strengen Corona-Hygieneregeln innerhalb einer Blase statt. Einen Livestream wird es dieses Mal nicht geben, der DSV bietet aber auf seiner Seite einen Liveticker zu allen Spielen an.

Die Turniere wurden wie nachfolgend terminiert:

13./14. Februar in Hannover: Waspo 98 Hannover, OSC Potsdam, White Sharks Hannover und ASC Duisburg

13./14. Februar in Ludwigsburg: SV Ludwigsburg, SSV Esslingen und SV Krefeld 72

20. Februar in Hannover: Waspo 98 Hannover, SV Ludwigsburg und SG Neukölln

21. Februar in Hannover: White Sharks Hannover, ASC Duisburg und SV Krefeld 72

27. Februar in Berlin: SG Neukölln, OSC Potsdam und SSV Esslingen

28. Februar in Potsdam: OSC Potsdam, SSV Esslingen und SG Neukölln