Stuttgart Reds: Corona-Abenteuer für Bundesligaspieler in Südafrika

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TVC-Baseballer in Südafrika

Frido Fink, 19 Jahre junger Baseball Bundesligaspieler bei den Stuttgart Reds, wollte nach bestandenem Abitur und noch vor einem Architekturstudium eine andere Kultur und ein anderes Land kennenlernen und dabei, was auch sonst, Baseball auf höchstem Niveau spielen. Das dies in einer Zeit mit einer weltweiten Pandamie schwierig ist, versteht sich von selbst. Mit den letzten Ligaspielen vergangenen September auf der Baseballanlage des TV Cannstatt intensivierte er seine Kontakte, die man als deutscher Baseballer zwangsläufig haben muss. Denn als Spitzensportathlet bei einer in Deutschland geltenden Randsportart kommt man relativ schnell und früh in der Welt herum.

Für Frido Fink begann seine Baseballkarriere im November 2009 als Achtjähriger, als seine Mutter ihn ins damalige Training in der entsprechenden Altersgruppe brachte. Aber warum gerade Baseball? Für Frido Fink damals quasi alternativlos. Schließlich haben sich seine Eltern über den Baseballsport kennengelernt und auch beide jeweils viele Jahre für die Stuttgart Reds gespielt. Und da sein älterer Bruder auch schon mit Baseball beim TV Cannstatt angefangen hatte, war die Auswahl der Sportart für Frido quasi vorbestimmt.

Relativ schnell zeigte sich, dass Frido viel Talent von seinen Eltern mit in die Wiege gelegt bekommen hatte. Die Fortschritte zeigten sich täglich und dann, schon fast logisch, wurde er im Jahr 2012 mit 11 Jahren erstmals für die Baden-Württemberg Auswahl nominiert. Ein Jahr später, 2013, spielte er auf Einladung sein erstes internationales Turnier in den USA/St. Louis für das “Team Europe”. 2015 der nächste Karriereschritt mit der Berufung in die Deutsche Nationalmannschaft der Altersklasse U15. Es folgten Turniere in den USA, Südkorea, Frankreich und Tschechien. Sein bis dahin größtes Abenteuer war dann im Winter 2016/2017, als er für 3 Monate in der Dominikanschen Republik wohnte und dort über die Deutsche Baseballacademy neben Schule täglich Baseball trainieren und spielen konnte. Sein Bundesligadebut für die Stuttgart Reds gab Frido dann bereits als Sechszehnjähriger am 09. Juli 2017 bei einem Spiel gegen die München Haar Disciples.

Nach der sehr erfolgreichen Saison 2020 und der Beendigung der Schule hatte Frido nun viel Zeit und wollte dies dann nutzen, um im Ausland ein Praktikum seiner Studienrichtung zu belegen und dabei natürlich Baseball zu spielen. Erste Adresse, um genau so etwas zu machen im europäischem Winter, ist der Sommer in Australien. Hier halten sich viele Nachwuchstalente aus der ganzen Welt zu dieser Zeit auf, um dort in mehreren organisierten Ligen erstklassigen Baseball zu spielen. Doch recht früh wird klar, dass dieses Jahr dank Corona alles anders ist. Australien signalisert, dass sie für Ausländer quasi dicht machen, und dass die Baseballligen ohne ausländische Spieler spielen sollten.

Durch Vermittlung des Stuttgarter Head Coaches Curtis di Salle war dann die Insel Aruba, nördlich von Venezuela, das wahrscheinlich kommende Ziel von Frido Fink. Doch steigende Coronazahlen dort vor Ort machten auch dieses Ziel unmöglich. Dann aber doch noch greift ein Kontakt seines Stuttgarter Mitspielers Danilo Weber, und es folgt die Einigung mit dem Baseball Verein Helderberg Pirates. Die Vorbereitungen für das Abenteuer in Südafrika beginnen. Doch dann steigen plötzlich die Coronazahlen in Deutschland stark an. So stark, dass nun ausgerechnet Deutschland als Risikoland eingestuft wird, und damit eine Einreise aus Deutschland von südafrikanischer Seite aus nicht erlaubt wird. Die beantragte Sondergenehmigung lässt auf sich warten und möchte einfach nicht kommen.

Die Eltern buchen daraufhin kurzentschlossen eine gemeinsame Reise in das Nachbarland Namibia, und so genießt Frido Fink noch einen Traumurlaub mit Tiersafari. Von Namibia aus mit mehr als 10 tägigem Aufenthalt in einem “Low-Risk-Country” darf Frido mit einem aktuellen negativen Coronatest nach Südafrka einreisen. Dass dazu noch gleichzeitig die Sondergenehmigung kommt, macht vieles zudem einfacher. Frido Fink bezieht daraufhin Anfang Dezember 2020 seine Einzimmerwohnung in Somerset West, rund 25 Autominuten von Kapstadt entfernt. Es herrscht vor Ort Maskenpflicht, Ausgangssperre ab 23:00 Uhr und ab 21:00 Uhr auch ein Alkoholverbot. Alles kein Problem für den einzigen Deutschen im Team der Helderberg Pirates. Kann man doch täglich bei bestem Wetter trainieren und auch schon Vorbereitungsspiele für die kommende Saison spielen.

Doch auch dann trifft zur Weihnachtszeit Südafrika die zweite Coronawelle. Die Saison wird verschoben, Training ist nur noch in kleinen Gruppen möglich. Auch das Praktikum findet nicht mehr wie geplant und vereinbart statt. “Die Südafrikaner halten sich an die staatlichen Regeln und akzeptieren Maßnahmen mit einer gewissen Lockerheit”, berichtet Frido Fink aus Südafrika. Da man draußen quasi alles machen kann, schaut sich Frido die Landschaft und Tierwelt an und zieht dabei nur das Positive aus der aktuellen Lage heraus. Und auch Baseball kommt nicht zu kurz. Zwar wurde die Liga inzwischen komplett abgesagt, aber mit dem Amerikaner Chris Beyers kann Frido Fink täglich hart unter besten Bedingungen trainieren.

Dazu kann er die Vereinsanlage zu bestimmten Zeiten nutzen, und auch sind die Kraftstudios in Südafrika geöffnet. Somit sollte die Vorbereitung für ihn besser sein, als das Wintertraining seiner Mitspieler beim TV Cannstatt. Je nach Saisonstart der Baseball Bundesliga, momentan geplant für Anfang April, möchte Frido Fink wieder rechtzeitig nach Stuttgart zurückkehren.


Laurents Hörr schnell unterwegs aber unbelohnt in den Emiraten

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Der DKR Engineering Duqueine M30-D08-Nissan von Jean Glorieux und Laurents Hörr konnte mit Führungsrunden und schnellen Zeiten glänzen, Unfälle und technische Defekte verhindern jedoch bessere Ergebnisse

Die 2021er Ausgabe der Asian Le Mans Series fand während der Pandemie unter besonderen Vorzeichen statt. Die Serie über vier Veranstaltungen fand dieses Jahr innerhalb von 10 Tagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Dabei standen je zwei vierstündige Rennen in Dubai und Abu Dhabi für das Team um Laurents Hörr und DKR Engineering auf dem Programm. „Die Asian Le Mans Series und der ACO haben sich viel Mühe gegeben um hier für alle Teilnehmer ein sicheres Umfeld zu gestalten“, so Hörr. Das besondere hier: Man kann sich mit dem Sieg der Serie für einen Startplatz bei den 24h von Le Mans qualifizieren.

Bereits in Dubai startete das Team aus Luxemburg mit gemischten Gefühlen. Nach guten Positionen in den Trainings und im Qualifying wurde Jean Glorieux kurz nach dem Start des ersten Rennens in einen Unfall verwickelt. Trotz langer Reparatur musste man das Auto aufgrund der Beschädigungen für das erste Rennen dennoch abstellen.

Bereits einen Tag später konnte man besser in das zweite vierstündige Rennen starten. Lange übernahm man die Führung, musste diese jedoch im späteren Verlauf abgeben. Gegen Ende sah alles nach einem sicheren zweiten Platz in der LMP3 Klasse aus, bevor Glorieux von nicht konkurrierenden GT-Fahrzeugen von der Strecke gedrängt wurde und so zwei Positionen verlor. „Wir waren mit der Pace sehr zufrieden, natürlich ist es schade, dass wir so kurz vor Schluss das Podium verloren haben“, resümiert Hörr das Dubai Wochenende.

Deutlich optimistischer ging man nun ins nächste Rennwochenende, nur wenige Kilometer weiter in Abu Dhabi am Yas Marina Circuit.

Im Qualifying konnte Laurents Hörr die Stärken des Duqueine LMP3 optimal ausspielen und stellte den Boliden auf die Pole Position. Leider wurde die Rundenzeit gestrichen aufgrund von sog. „Tracklimits“, ein viel diskutiertes Problem, welches im Verlauf der Rennen die meisten Teams betraf. Das zweite Qualifying konnte man aufgrund eines technischen Defekts gar nicht aufnehmen.

Nach starken ersten Runden von Glorieux löste ein Fehler im Steuergerät einen Zündungsaussetzer aus, dieser blockierte die Servolenkung und Glorieux kollidierte mit der Bande. Der Schaden kostete am Ende des Rennens viel Fahrzeugperformance und so konnte Hörr keine Positionen mehr gut machen. Im Rennen 3 landete DKR daher nur auf Platz 5.

Nach einer langen Reparaturnacht griff das Team um Laurents Hörr im letzten der vier Rennen nochmal motiviert an. Glorieux zeigte eine beherzte Aufholjagd und übernahm trotz des letzten Startplatzes bereits nach einer Stunde die Führung. In der Rennmitte übergab der Belgier dann direkt nach einer Drivethrough-Strafe für die Verletzung der „Tracklimits“ auf Platz zwei an Hörr.

Diese aussichtsreiche Position war bald passé: Der Stuttgarter musste direkt nach dem Beginn seines Stints zwei weitere Durchfahrtsstrafen antreten. Mittlerweile hatte das Team dadurch fast 2 Minuten verloren, doch Hörr kämpfte weiter. Mehrere schnellste Runden kürzten den Rückstand auf das Paket um Platz drei, doch die starke Leistung des Deutschen blieb mit Platz 5 leider unbelohnt.

„Das ganze Team hat hier wirklich alles gegeben, aber es war einfach der Wurm drin. Es hat nicht sein sollen. Wir hatten eine tolle Performance, das haben wir der gemeinsamen Entwicklungsarbeit mit Duqueine zu verdanken. Ich schaue jetzt positiv in die Saison der European Le Mans Series, wir haben gezeigt, dass wir den Speed haben um zu gewinnen!“, so Hörr am Samstagabend, kurz vor seiner Rückreise.

Das nächste Rennen für Laurents Hörr findet am 20. März in den USA statt, wo er an den 12h von Sebring im Rahmen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship teilnimmt.


 

TVB verpflichtet neuen Spielmacher

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Zur Saison 2021/22 wechselt Egon Hanusz zum TVB Stuttgart. Der Spielmacher kommt vom ungarischen Erstligisten Csurgói KK zu den WILD BOYS. Beim Bundesligisten erhält der Ungar einen Zweijahresvertrag bis 2023. Rudolf Faluvégi wird den TVB nach zwei Jahren zum Saisonende verlassen.

Egon Hanusz wechselt vom ungarischen Erstligaclub Csurgói KK nach Stuttgart und wird ab Sommer für den TVB auflaufen. Der 23-jährige Rechtshänder wird für den TVB auf Rückraum Mitte auf Torjagd gehen. Hanusz durchlief alle Jugendmannschaften von Csurgói KK, bevor er Teil des Profikaders des aktuell Fünftplatzierten der ungarischen Liga wurde. Der 1,77 m große Ungar gehört zum Aufgebot der Nationalmannschaft. Hanusz erhält beim TVB einen Zweijahresvertrag bis Juni 2023 und wird zusammen mit Max Häfner die Spielmacherposition besetzen.

Zum Saisonende wird Rudolf Faluvégi den Verein verlassen. 2019 kam der Ungar vom HBC Nantes zum TVB und erzielte in 34 Spielen 45 Tore. Wohin es den 27-Jährigen nach Saisonende zieht, ist noch unklar.

„Ich freue mich auf die kommenden zwei Jahre in Stuttgart und in der stärksten Liga der Welt. Für mich ist das der nächste Schritt und ich hoffe, dass ich mit meinen Qualitäten dem Team helfen kann und wir uns stetig weiterentwickeln“, so Egon Hanusz über die Einigung mit dem TVB.

„Mit Egon konnten wir einen wirklich interessanten und sehr talentierten Spieler verpflichten. Seine Stärken liegen im eins gegen eins und im Zusammenspiel mit dem Kreisläufer. Gemein- sam mit Max haben wir damit ein junges und sehr spielstarkes Duo auf Rückraum Mitte“, freut sich Jürgen Schweikardt über die Verpflichtung des Ungarn. „Bei Rudi möchte ich mich für seinen unermüdlichen Einsatz für den TVB bedanken und wünsche ihm und seiner Familie für die kommende Zeit alles Gute“, so Jürgen Schweikardt weiter.


Wasserballer beim Turnier in Hannover

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Gut vorbereitet für den Liga-Start

Die SVL-Wasserballer sind mit dem Verlauf des Bundesliga-Vorbereitungsturniers am Wochenende in Hannover recht zufrieden. Ein Sieg gegen Neukölln, zwei Niederlagen gegen den Deutschen Meister Waspo Hannover, im Spiel gegen diese Top-Mannschaft wurde einiges ausprobiert und viel gelernt.

Die Reise nach Hannover zum sogenannten Vorbereitungsturnier für den Start der Wasserball-Bundesliga hat sich bezahlt gemacht: der SVL-Teammager Adrian Jakovcev und der Vizepräsident das Vereins, Matthias Nagel, sind zufrieden.

In das erste Spiel gegen die SG Neukölln ist der SVL toll rein gekommen, das Team lag zunächst deutlich vorne. In der zweiten Hälfte des Spiels hat der Trainer dann viel gewechselt und alle Spieler eingesetzt. Schließlich hieß es 11:10 für Ludwigsburg. Ein verdienter Sieg.

„Aber die Ergebnisse bei diesem Turnier sind nicht das Wichtigste“, so Matthias Nagel nach der Rückkehr der Mannschaft nach Ludwigsburg. Die Vorbereitungsturniere an den beiden vergangenen Wochenende hätten gezeigt: der Wasserball in Deutschland lebt – nach vielen Monaten des quasi-Stillstandes wegen Corona.

Die zwei Spiele gegen den Deutschen Meister Waspo Hannover indes gingen recht deutlich verlorene: 10:17 und 6:18. Der Trainer hat viel ausprobiert, die Mannschaft im Duell mit dem Top-Team wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Adrian Jakovcev sagt, das Wochenende  „war sehr wichtig für uns“. Die Ergebnis seinen auch deshalb gut, weil zwei Leistungsträger gefehlt haben: Timo van der Bosch war noch mit der Nationalmannschaft unterwegs, Nino Blazevic war zur Geburt seines Kindes in sein Heimatland Kroatien gereist. Jakovcev sagt: Ziel erreicht, gut gekämpft, Waspo sei halt „noch“ eine Nummer zu groß. „Langsam bekommen wir unsere Identität“, so der Teammanager: eine starke Abwehr und schnelles Tempospiel.

Das erste Vorbereitungsturnier im Ludwigsburger Campusbad Mitte Februar hatte der SVL gewonnen – mit vier Spielen und vier Siegen, je zwei gegen den Lokalrivalen Esslingen und gegen Krefeld. In der neuen Woche nun kann die Mannschaft endlich komplett trainieren, mit Timo van der Bosch und mit dem Neuzugang, dem Center-Verteidiger Kristijan Lipar. Der 30-jährige, den es zu Jahresbeginn aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland gezogen hat, spielte zuletzt für den Vaterpolski Klub Solaris aus Sibenik (Kroatien). Matthias Nagel: „Wir freuen uns auf den Start der Liga im März.“


Covid-19 Rapid Test Device (nasal) kommt zum Einsatz

Ein bisschen wie in der Nase bohren

Kreis Böblingen.| Der Vergleich war zuletzt häufig in den Medien zu hören – die neuen Schnelltests, die im Nachbarland Österreich in den Schulen schon im Einsatz sind, seien ein bisschen als wolle man sich in der Nase bohren. Ab Montag, 22.2.2021, werden diese in der Handhabe „einfacheren Tests“, auch seitens aller fünf Schnelltestzentren im Landkreis Böblingen eingesetzt. „Damit wollen wir zunächst bei Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern die Hemmschwelle noch weiter senken, und wir wollen damit auch für jüngere Kinder ein Angebot schaffen“, sagt Landrat Roland Bernhard. Zuletzt hatten viele Mails die Kreisbehörde erreicht, in denen sich Eltern erkundigten, warum unter 12 Jahren kein Angebot eines kostenlosen Schnelltests gemacht wurde.

„Wir machen das im Vorgriff auf die absehbare flächendeckende Einführung in Bund und Land“, so Dr. Björn Schittenhelm, der Initiator der Schnelltestzentren im Kreis. „Auf dem Testgipfel des Landes am Mittwoch wurde die hohe Wirksamkeit der Tests von allen eingeladenen Experten bestätigt. Wir wollen die Vorteile des Tests bereits jetzt für Personen nutzen, die sich häufig testen lassen sollten, und für Kinder.“

Der Landkreis Böblingen sorgt bundesweit für Schlagzeilen mit seinem Konzept. Im Landratsamt laufen nicht nur die Telefondrähte heiß, es häufen sich auch die Mails aus anderen Landkreisen, die alle Interesse daran haben, wie das Modell funktioniert und was es dazu braucht. „Es wird klar, dass es nicht damit getan ist, die Tests finanziert zu bekommen“, so Bernhard. „Es braucht eine Organisationsstruktur dafür, um das Angebot auch in die Fläche zu bringen.“


Nach Explosionen von Postsendungen Tatverdächtiger in U-Haft

Stuttgart.| Nach den Explosionen von bei der Firma Wild in Eppelheim am 16. Februar 2021 und bei der Firma Lidl in Heilbronn-Neckarsulm am 17. Februar 2021 eingegangenen Postsendungen hatten eine Sonderkommission unter Leitung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Heidelberg die Ermittlungen übernommen.

Noch in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar konnte ein weiteres Sprengstoffpaket in einem Paketzentrum am Flughafen München lokalisiert und durch das Bayerische Landeskriminalamt unschädlich gemacht werden. Insbesondere die Ermittlungen zum Versandweg und zur Art der Sprengstoffpakete führten die Sonderkommission im Verlauf des 19. Februar auf die Spur eines Tatverdächtigen aus dem Raum Ulm. Noch am selben Abend ordnete die Staatsanwaltschaft Heidelberg die vorläufige Festnahme des 66-jährigen Mannes an und holte eine Durchsuchungsanordnung des Amtsgerichts Heidelberg für seine Wohnräume ein.

Der Mann konnte durch Spezialkräfte der Polizei an seinem Wohnsitz widerstandslos festgenommen werden. Er steht im Verdacht, der Absender der Postsendungen zu sein. Bei den Explosionen waren insgesamt vier Personen verletzt worden. Der Rentner, der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, macht derzeit keine Angaben zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.

Die Untersuchung der bei der Durchsuchung aufgefundenen Beweismittel dauert an. Das Amtsgericht Heidelberg hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen und in Vollzug gesetzt. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Die Ermittler erachten es derzeit als wenig wahrscheinlich, dass der Beschuldigte noch weitere sprengstoffverdächtige Postsendungen versandt hat.


Stadt Stuttgart ermöglicht Testungen von Erziehern und Lehrern

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Tests beim Hausarzt, in der Apotheke und in weiteren Einrichtungen möglich

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt begrüßt, dass Bund und Land das Angebot zur Schnelltestung ausweiten und mittelfristig Selbsttests ermöglichen wollen. Die Kommunalverwaltung hat nun eine Strategie ausgearbeitet, die ermöglicht, dass ab Montag, 22. Februar, zweimal pro Woche mittels PoC-Tests (Antigenschnelltests) anlasslos getestet werden kann. Dieses Angebot richtet sich an das Personal von Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren, Grundschulen, Kitas und in der Kindertagespflege, das in Präsenz arbeitet, und auch an Lehrkräfte, die an weiterführenden Schulen präsent sind, um Abschlussklassen zu unterrichten oder Notbetreuung zu gewährleisten. Die Testungen sind zunächst befristet bis zu den Osterferien.

Prof. Stefan Ehehalt, Leiter des Gesundheitsamts, führte aus: „Es ist eine logistische Großaufgabe, den Berechtigten auch verlässlich Abstriche anzubieten. Es gilt, ca. 11.400 Personen zwei Mal pro Woche zu testen, damit sind innerhalb von sechs Wochen etwa 137.000 Tests nötig. Eine Testung ist nur sinnvoll, wenn sie richtig durchgeführt wird. Sonst wiegt sie Menschen in falscher Sicherheit. Der Test ist auch nur ein Baustein in der Virusbekämpfung, die eingeübten Maßnahmen bleiben wichtig, also: Abstand halten, Maske tragen, Kontakte begrenzen und regelmäßig lüften.“

Grundsätzlich sollen Tests innerhalb der Regelversorgungsstruktur gemacht werden, also durch Hausärzte, Apotheken, Corona-Schwerpunktpraxen, sowie in der Fieberambulanz Neckarpark und im Testzentrum Cannstatter Wasen. Zusätzlich werden mobile Testteams über alle Bezirke verteilt in ca. 184 Einrichtungen eingesetzt. Die Auswahl der Bildungseinrichtungen erfolgt nach einer noch laufenden Abfrage. Zum Einsatz kommen Freiwillige, die dazu ausgebildet wurden. Dies wird in bewährter Weise vom Leiter des Testzentrum Cannstatter Wasen, Dr. Hans-Jörg Wertenauer organisiert. Zudem erstellt das Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit dem Testteam bereits weitere Informationen zur Vorbereitung auf die Selbsttests (Verhalten bei positivem Testergebnis) und wird sie an die Schulen verteilen, damit diese nach Zertifizierung der Selbsttest unmittelbar starten können.

Die zusätzlichen Antigen-Schnelltests für die Mobilen Testteams stammen aus der Notreserve des Landes. Die Stadt hatte bereits Anfang der Woche 50.000 Schnelltests bestellt.

Weitere Informationen zu Berechtigungsscheinen oder Praxen und Apotheken, die die Tests anbieten, sind zu finden unter: https://coronavirus.stuttgart.de/item/show/708670/


Tests für Lehrkräfte und Personal der Kindertagesstätten

Landkreis Böblingen will bestehende Strukturen der Schnelltestzentren nutzen

Kreis Böblingen.| Ab der kommenden Woche möchte das Land den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Erzieherinnen und Erziehern das Angebot machen, sich bis zu zweimal wöchentlich kostenlos auf SarsCov-2 mit einem Antigenschnelltest testen zu lassen. Diese Testungen sollen – so auch das Ergebnis des Testgipfels von heute – vorwiegend in bestehenden Strukturen über Ärzte und Apotheker stattfinden.

Der Landkreis Böblingen hat bereits fünf Schnelltestzentren aufgebaut und in Betrieb genommen. „Diesen Vorsprung können wir jetzt nutzen, um die flächendeckende Testung von Lehrpersonal und Kita-Personal möglichst einfach zu ermöglichen“, so Landrat Roland Bernhard. Man erweitere das bestehende Schnelltestkonzept um diese Komponente.

Nach dem gestrigen Testgipfel hatte auch die Landesregierung verkündet, dass die Teststrategie des Landes deutlich erweitert wird und mögliche Öffnungsschritte mit anlasslosen Schnelltests zu flankieren sind. Das erfordert eine landesweit verfügbare Organisationsstruktur mit leicht zugänglichen und wohnortnahen Testangeboten. Am ehesten sei das durch kommunale Schnelltestzentren erreicht, hieß es dazu in der Pressemeldung des Landes.

In den fünf Schnelltestzentren im Landkreis Böblingen besteht zu den jeweiligen Öffnungszeiten niederschwellig die Möglichkeit für einen Test. Die Termine sind online buchbar und aktuell besteht ausreichend Kapazität. In Verbindung mit diesen Zentren können die Städte und Gemeinden, jeweils mit dem ihnen räumlich zugeordneten Testzentrum, mobile Testungen vor Ort abstimmen. „Diese könnten dann vor Ort in einem geeigneten Raum stattfinden“, erklärt Bernhard. Personal aus anderen Schulen und Betreuungseinrichtungen der Kommune könnten sich dann auch dort testen lassen. Je nach Planung und Gegebenheiten wären pro mobiles Testteam bis zu rund 50 Testungen in der Stunde möglich. (www.lrabb.de/schnelltestzentren)

Alternativ können sich die Städte und Gemeinden auch an ortsansässige Apotheker oder Ärzte wenden, um ein Angebot für Lehr- und Kitapersonal mit diesen zu etablieren. Hierzu äußert der Kreisverbandsvorsitzende des Gemeindetags, Bondorfs Bürgermeister Bernd Dürr: „Ich empfehle den Kommunen zunächst den kurzen Weg zum Apotheker oder Arzt zu suchen. Mit Testungen vor Ort kann es gelingen, die Bereitschaft der Mitarbeitenden für die Tests deutlich zu erhöhen, was wiederum zu einer größeren Sicherheit für die betreuten Kinder wie die Fachkräfte führt.“

Beide brauchen dazu keine gesonderte Beauftragung durch das Gesundheitsamt, sondern können über Vereinbarungen des Landes mit den jeweiligen Berufsverbänden die Leistungen für Lehr- und Kitapersonal abrechnen. Solche Vor-Ort-Lösungen sind auch aus Sicht der Testzentren wünschenswert, da der Bedarf an Vor-Ort-Testungen die Möglichkeiten der Zentren und deren mobilen Teams übersteigen könnte.

„Der Testgipfel des Landes heute hat gezeigt, dass das Land zwar gewillt ist, das Angebot kostenloser Testungen auszuweiten – was ich ausdrücklich begrüße“, betont der Böblinger Landrat. „Das Angebot aber zu den Menschen vor Ort zu bringen, gelingt nicht ohne den koordinierenden Einsatz der kommunalen Familie.“ Die Teststrategie sei, neben den AHA-Regeln, so lange ein wichtiger Baustein in der Pandemie-Bekämpfung, bis ausreichend Menschen geimpft sind, so Bernhard.


Sebastian Augustinussen verstärkt den TVB ab Sommer

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Stuttgart.| Der TVB Stuttgart verpflichtet zur kommenden Saison einen neuen Rechtsaußen. Sebastian Augustinussen wechselt vom französischen Spitzenklub HBC Nantes zum TVB. Der 24-jährige Däne erhält einen Zweijahresvertrag bis 2023.

Augustinussen kommt vom französischen Champions League-Teilnehmer HBC Nantes und wird ab Sommer für die WILD BOYS auflaufen. Bevor der Däne 2019 nach Nantes wechselte, war er für die dänischen Erstligisten IFK Kolding Kopenhagen und Skjern Handball aktiv. In der aktuellen Champions League Saison hat Augustinussen 13 Tore erzielt.
Der 1,92 m große Linkshänder ersetzt Tim Wieling und wird in der kommenden Saison zusammen mit Sascha Pfattheicher das Duo auf Rechtsaußen bilden. Beim TVB steht der 24- Jährige dann bis Juni 2023 unter Vertrag.

Sebastian Augustinussen über die Einigung mit dem TVB: „Der TVB ist ein sehr spannender und ambitionierter Club. Ich freue mich, ab Sommer ein Teil des Teams sein zu dürfen.“

„Wir freuen uns über die Verpflichtung von Sebastian. Er ist ein junger und hungriger Spieler, der für sein Alter bereits viel Erfahrung mitbringt. Sebastian und Sascha sind zwei unterschiedliche Spielertypen. Genau das wollten wir und ich glaube, dass Sebastian eine wirkliche Verstärkung für uns sein kann. Vor allem, weil er in der Abwehr auch auf der Halbposition verteidigen kann.“ , so Jürgen Schweikardt zur Verpflichtung des Dänen.
Stuttgart, 18. Februar 2021

Der TVB Stuttgart verpflichtet zur kommenden Saison einen neuen Rechtsaußen. Sebastian Augustinussen wechselt vom französischen Spitzenklub HBC Nantes zum TVB. Der 24-jährige Däne erhält einen Zweijahresvertrag bis 2023.


Daimler zuversichtlich für Geschäftsjahr 2021

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  • Finanzergebnisse im Jahr 2020 deutlich besser als erwartet trotz Herausforderungen
    durch COVID-19-Pandemie
  • Konzernergebnis stieg um 48% auf 4,0 (2019: 2,7) Mrd. €
  • Netto-Liquidität des Industriegeschäfts bei 17,9 (Ende Q3 2020: 13,1 / Ende 2019:
    11,0) Mrd. €
  • Dividende in Höhe von 1,35 (2019: 0,90) € pro Aktie vorgeschlagen
  • Daimler erwartet Absatz, Umsatz und EBIT im Jahr 2021 deutlich über dem
    Vorjahresniveau
  • Abspaltung von Daimler Truck und Börsennotierung von Mehrheitsanteil geplant

Stuttgart.| Die Daimler AG (Börsenkürzel: DAI) hat heute die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht, das am 31. Dezember 2020 abgeschlossen wurde. In einem herausfordernden, von der COVID-19-Pandemie geprägten Umfeld lag der Konzernabsatz mit 2,84 (2019: 3,34) Mio. Pkw und Nutzfahrzeugen um 15% unter Vorjahresniveau. Der Umsatz ging um 11% auf 154,3 (2019: 172,7) Mrd. € zurück. Das EBIT des Daimler-Konzerns stieg aufgrund strenger Kostendisziplin und umfangreicher Maßnahmen zum Erhalt der Liquidität sowie einer starken Entwicklung in allen Geschäftsbereichen um 53% auf 6,6 (2019: 4,3) Mrd. €. Das bereinigte EBIT reflektiert das laufende Geschäft und betrug 8,6 (2019: 10,3) Mrd. €. Die vorgelegten Zahlen basieren auf geprüften Finanzabschlüssen. Die Berichtsstruktur entspricht den neu geschaffenen Geschäftsfeldern, die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

„Das Jahr 2020 war ein Stresstest für beinahe jedes Unternehmen in fast jeder Branche. Das Daimler-Team hat diesen Test sehr gut gemeistert. Die Produkte unserer Geschäftsbereiche bleiben in allen wichtigen Märkten stark nachgefragt. Mit dem rapiden Wachstum unserer Verkäufe elektrifizierter Fahrzeuge und der Einführung neuer Produkte und Technologien haben wir wichtige Schritte in Richtung Elektrifizierung und Digitalisierung gemacht. Unsere Finanzergebnisse liegen deutlich über den Markterwartungen und spiegeln große Fortschritte bei der Kosteneffizienz wider. Zudem konnten wir basierend auf einem starken Produktmix und einer guten Preisdurchsetzung vor allem in der zweiten Jahreshälfte eine deutliche Profitabilitätsverbesserung erzielen. Wir haben unter Beweis gestellt, dass wir in erheblichem Ausmaß Cash Flow generieren und die laufende Transformation aus eigener Kraft vorantreiben können – auch unter den schwierigen Bedingungen einer Pandemie“, sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG sowie der Mercedes-Benz AG.

Im Geschäftsjahr stieg das Konzernergebnis auf 4,0 (2019: 2,7) Mrd. €. Das auf die Aktionäre der Daimler AG entfallende Konzernergebnis betrug 3,6 (2019: 2,4) Mrd. €. Dies führte zu einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie auf 3,39 (2019: 2,22) €. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 31. März 2021 eine Dividende von 1,35 (2019: 0,90) € pro Aktie vorschlagen. Die Ausschüttungssumme beträgt damit 1,4 (2019: 1,0) Mrd. €.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere positive Dynamik beibehalten können, wenn die Marktbedingungen so bleiben. Wir wollen die Umsetzung unserer strategischen Pläne beschleunigen und unsere finanzielle Robustheit weiter verbessern. Die beabsichtigte Aufteilung unserer Industriegeschäfte soll das ganze Potenzial freisetzen – von Mercedes-Benz als weltweit herausragendem Hersteller von Pkw im Luxus-Segment mit dem Führungsanspruch bei elektrischen Antrieben und Fahrzeugsoftware und von Daimler Truck als weltweit größtem und technologisch führendem Lkw- und Bushersteller“, sagte Källenius.

Daimler beabsichtigt, Daimler Truck abzuspalten und an die Börse zu bringen. Angestrebt wird die Übertragung einer bedeutenden Mehrheitsbeteiligung an Daimler Truck an die Daimler-Aktionäre. Daimler Truck wird die volle unternehmerische Freiheit erlangen sowie eine eigenständige Corporate Governance-Struktur mit einem unabhängigen Aufsichtsratsvorsitzenden besitzen. Zudem wird angestrebt, dass Daimler Truck die Kriterien für eine Aufnahme in den bedeutendsten deutschen Aktienindex DAX erfüllen wird.

Die Transaktion und die Notierung von Daimler Truck an der Frankfurter Wertpapierbörse sollen voraussichtlich vor Jahresende 2021 abgeschlossen sein. Darüber hinaus beabsichtigt Daimler, sich zu gegebener Zeit in Mercedes-Benz umzubenennen. Alle weiteren Einzelheiten zur geplanten Abspaltung werden den Aktionären auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im dritten Quartal 2021 vorgestellt, um ihre erforderliche Genehmigung für den Plan einzuholen.

Investitionen, Free Cash Flow und Liquidität

Im Geschäftsjahr 2020 gingen die Investitionen in Sachanlagen im Konzern um 20% auf 5,7 (2019: 7,2) Mrd. € zurück. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung verringerten sich um 11% auf 8,6 (2019: 9,7) Mrd. €. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts betrug 8,3 (2019: 1,4) Mrd. €. Der bereinigte Free Cash Flow des Industriegeschäfts lag bei 9,2 (2019: 2,7) Mrd. €. Die Nettoliquidität des Industriegeschäfts verbesserte sich auf 17,9 (Ende Q3 2020: 13,1 / Ende 2019: 11,0) Mrd. €.

Die Geschäftsfelder im Einzelnen

Der Absatz des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars & Vans ging um 13% auf 2.461.800 (2019: 2.823.800) Fahrzeuge zurück. Der Umsatz betrug 98,6 (2019: 106,9) Mrd. €. Das EBIT lag bei 5.172 (2019: minus 109) Mio. €, die Umsatzrendite bei 5,2% (2019: minus 0,1%). Das um wesentliche Einzelsachverhalte bereinigte EBIT betrug 6.802 (2019: 6.151) Mio. €, die bereinigte Umsatzrendite 6,9% (2019: 5,8%). Der Cash Flow vor Zinsen und Steuern (CFBIT) lag bei 7.048 (2019: 598) Mio. €, der bereinigte CFBIT betrug 7.917 (2019: 1.939) Mio. €. Die bereinigte Cash Conversion Rate (CCR) belief sich auf 1,2 (2019: 0,3).

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars ging um 13% auf 2.087.200 Fahrzeuge zurück (2019: 2.385.400). Der Absatz von Mercedes-Benz Vans verringerte sich um 15% auf 374.600 (2019: 438.300). Im Jahr 2020 sind die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Neuwagenflotte in Europa (EU28 – Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Norwegen und Island) voraussichtlich auf 104 g/km gesunken (2019: 137 g/km NEFZ, einschließlich der als Personenkraftwagen zugelassenen Transporter). Damit wurden die CO2-Ziele für 2020 in der Europäischen Union erreicht.

Der Absatz des Geschäftsfelds Daimler Trucks & Buses ging um 27% auf 378.500 (2019: 521.100) Fahrzeuge zurück. Der Umsatz betrug 34,7 (2019: 44,4) Mrd. €. Das EBIT lag bei 525 (2019: 2.672) Mio. €, die Umsatzrendite bei 1,5% (2019: 6,0%). Das bereinigte EBIT betrug 678 (2019: 2.672) Mio. €, die bereinigte Umsatzrendite 2,0% (2019: 6,0%). Der Cash Flow vor Zinsen und Steuern (CFBIT) lag bei 2.513 (2019: 2.654) Mio. €. Der bereinigte CFBIT betrug 2.513 (2019: 2.654) Mio. €., die bereinigte Cash Conversion Rate (CCR) 3,7 (2019: 1,0). Daimler Trucks verkaufte 358.300 (2019: 488.500) Lkw – ein Minus von 27%. Der Absatz von Daimler Buses ging um 38% auf 20.100 (2019: 32.600) Einheiten zurück.

Bei Daimler Mobility verringerte sich das Neugeschäft um 9% auf 67,8 (2019: 74,4) Mrd. €. Das Vertragsvolumen ging auf 150,6 (Jahresende 2019: 162,8) Mrd. € zurück. Der Umsatz belief sich auf 27,7 (2019: 28,6) Mrd. €. Das EBIT betrug 1.436 (2019: 2.140) Mio. €. Die Eigenkapitalrendite lag mit 9,8% unter dem Vorjahreswert von 15,3%. Das bereinigte EBIT betrug 1.595 (2019: 1.827) Mio. €, die bereinigte Eigenkapitalrendite 10,9% (2019: 13,1%).

Ausblick für Daimler und Geschäftsfelder

Angesichts des erwarteten Anstiegs der Verfügbarkeit wirksamer Impfstoffe zur Bekämpfung des COVID-19-Virus und ohne unerwartete weitere Rückschläge im Zusammenhang mit der Pandemie geht Daimler davon aus, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 deutlich erholen wird. Auf Basis der erwarteten Marktentwicklung und der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass Absatz, Umsatz und EBIT im Jahr 2021 deutlich über dem Vorjahresniveau liegen werden. Obwohl der aktuelle Engpass in der Halbleiter-Industrie den Absatz vor allem im ersten Quartal beeinflussen wird, ist aktuell davon auszugehen, dass verlorenes Produktionsvolumen bis Jahresende wieder aufgeholt wird.

Die Geschäftsfelder erwarten für das Jahr 2021 folgende bereinigte Renditen:

–           Mercedes-Benz Cars & Vans: bereinigte Umsatzrendite von 8 – 10%

–           Daimler Trucks & Buses: bereinigte Umsatzrendite von 6 – 7%

–           Daimler Mobility: bereinigte Eigenkapitalrendite von 12 – 13%.

Der Geschäftsplan von Daimler deckt das gesamte Jahr 2021 ab und beruht auf der bestehenden Konzernstruktur, einschließlich Daimler Trucks & Buses. Die Abspaltung von Daimler Truck, einschließlich wesentlicher Teile des damit verbundenen Finanzdienstleistungsgeschäfts, vor Ende des Jahres 2021 wird geprüft. Vor der Abspaltung wird Daimler Truck als nicht fortgeführte Aktivität von Daimler klassifiziert. Die daraus in der zweiten Jahreshälfte zu erwartenden beträchtlichen positiven Effekte können derzeit noch nicht zuverlässig bestimmt werden.

Für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars & Vans wird die bereinigte Cash Conversion Rate (Verhältnis von Cash Flow zu EBIT) im Jahr 2021 voraussichtlich zwischen 0,7 und 0,9 liegen, für Daimler Trucks & Buses voraussichtlich zwischen 0,8 und 1,0. Nach einem außergewöhnlich starken Free Cash Flow im Jahr 2020, der durch verschiedene erfolgreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung im Zuge der COVID-19-Pandemie erzielt wurde, erwartet Daimler für 2021 einen soliden Free Cash Flow des Industriegeschäfts auf normalisiertem Niveau. Der bereinigte CFBIT des Industriegeschäfts wird auf Vorjahresniveau erwartet. Dagegen enthält der bereinigte Free Cash Flow höhere Steuerzahlungen und wird deshalb unter dem Vorjahreswert liegen. Der Free Cash Flow enthält zusätzlich Zahlungen im Rahmen der Einigung mit den US-Aufsichtsbehörden in zivilrechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Diesel-Emissionen im September 2020. Deshalb erwartet Daimler, dass der Free Cash Flow deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Im Jahr 2021 wird Mercedes-Benz Cars die Elektrifizierungs-Strategie vorantreiben und mit den Modellen EQS, EQA, EQB und EQE vier neue vollelektrische Fahrzeuge einführen sowie den Anteil an Plug-in-Hybrid-Modellen ausweiten. Daher geht das Geschäftsfeld davon aus, dass die europäischen CO2-Emissionen der Pkw deutlich unter denen des Vorjahres liegen werden.