Reds-Damen starten mit einem Paukenschlag in die Bundesliga

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Stuttgart.| Softball 1. Bundesliga: Nach zwei Jahren Abstinenz ist es endlich wieder soweit – die Stuttgart Reds spielen wieder in der Softball-Bundesliga. Nachdem das Wintertraining, wie auch die Saisonvorbereitung im Freien, durch die anhaltende Corona-Pandemie unter ganz besonderen Voraussetzungen stattfinden mussten, waren sowohl die Coaches als auch die Spieler mehr als froh, dass es nun endlich losgehen konnte. Dabei überraschten die Reds-Damen bei sommerlichen Temperaturen und konnten gegen die Karlsruhe Cougars Spiel 1 mit 13:5 und Spiel 2 mit 17:0 gewinnen.

Eventuell im Vorfeld vorhandene Nervosität hatten die Spielerinnen des TV Cannstatt sehr schnell im Griff. Gleich im ersten Inning konnten auf zwei Singles, ein Double und einen Walk die ersten drei Runs für die Stuttgarterinnen auf das Score-Board gebracht werden. Im direkten Nachschlag konnten zwar auch die ersten beiden Schlagfrauen der Cougars punkten, aber dabei blieb es dann auch zunächst. Im zweiten Inning konnte keines der Teams weitere Punkte erzielen und zumindest auf Seiten der Reds brachte auch Inning drei nichts Zählbares. In ihrer dritten Offense mussten die Cougars dann zunächst zwei schnelle Aus hinnehmen, konnten dann mit zwei Runs die Führung übernehmen, aus einer folgenden Bases-loaded Situation aber kein weiteres Kapital mehr schlagen. Dieser Führungswechsel schien die Reds aber nicht zu schocken. Im Gegenteil, Inning vier wurde ein Offensivfeuerwerk. 6 Hits, darunter auch ein Triple setzten die Cougars massiv unter Druck, die dazu auch noch 3 Errors beisteuerten und erst nachdem 8 weitere Runs für Stuttgart auf dem Board waren, konnte das dritte erzielt und das Halb-Inning beendet werden. Mit dem Zwischenstand von 11:4 ging es dann in die untere Hälfte des vierten Innings. Wieder gelangen den Reds zu Beginn zwei schnelle Aus und die Cougars holten nur noch einen Run vor dem dritten Aus. Inning 5 brachte den Reds noch die Runs Nr. 12 und 13, während ein schnelles 1-2-3-Inning das Spiel per Mercy-Rule zugunsten der Reds beendete.

Für Spiel 2 wechselten die Reds auf Annie Stepniak als Pitcher und Jennifer Weil, die das erste Spiel gepitcht hatte, übernahm die Position des Catchers. Wie schon in Spiel 1 legten die Reds wieder gleich drei Runs vor, diesmal konnte die Cougars allerdings nicht direkt kontern. Im zweiten Inning war der vierte Run für die Reds die einzige Veränderung auf der Anzeigetafel, bevor in diesem Spiel das Big Inning der Reds schon im dritten Durchgang stattfand. 8 Runs auf 7 Hits, darunter ein satter Grand Slam Homerun von Short Stop Hope Cornell waren im Prinzip die Vorentscheidung, zumal die Cougars in ihrer Offensivhälfte weiterhin kein Mittel fanden, das Stuttgarter Abwehrbollwerk zu überwinden. Da die Reds in Durchgang vier trotz zweier Karlsruher Pitcherwechsel weiter kaum zu stoppen waren, erhöhte sich der Spielstand Mitte des vierten Innings auf 17:0. Um das vorzeitige Spielende noch hinauszuzögern wären jetzt mindestens drei Runs für Karlsruhe nötig gewesen. Die Reds ließen jedoch weiter nichts anbrennen und drei Schnelle Aus später war auch Spiel 2 klar und deutlich an die Reds gegangen. Neben dem Grand Slam von Hope Cornell herausragend: Annie Stepniak gelang in diesem Spiel ein No Hit – Shut Out, dem zum Perfect Game lediglich ein Walk und ein Wild Pitch im Weg standen.

Alles in allem ein sehr erfolgreicher Spieltag für die Reds. Im Vorfeld war ein Split das Ziel gewesen, aber die Reds nehmen auch gerne beide Siege mit. Daher fällt das Fazit positiv aus: Die Defensive stand sehr gut, das Hitting war gut und am Baserunning muss noch gearbeitet werden. Auch sollte man sich nicht von den deutlichen Ergebnissen blenden lassen. Da aufgrund der Corona Regeln seit letztem Herbst kein Breitensport mehr stattfinden durfte, stand die vereinseigene Sporthalle des Turnverein Cannstatt den Bundesligateams der Reds im Winter fast schon exklusiv zur Verfügung, um dort in Kleinstgruppen intensiv trainieren zu können. Möglichkeiten, die die wenigsten Vereine hatten und den Reds sicher einen Startvorteil verschafft haben. Um diesen zu halten muss die konzentrierte Arbeit der letzten Monate konsequent weitergeführt werden.


Stuttgart Reds verlieren beide Spiele gegen die Mannheim Tornados

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Die Baseballer vom TV Cannstatt hatten vergangenen Sonntag die Chance, auf dem 3. Platz der Baseball-Bundesliga Süd Wurzeln zu schlagen. Diese ließen sie in zwei Spielen gegen die Mannheim Tornados leider liegen und befinden sich nun mit vier Niederlagen in Folge in einem Tief. Wollen die Stuttgarter weiter auf Playoff-Kurs bleiben, brauchen sie für kommende Partien eine Leistungssteigerung.

Bei perfektem Baseballwetter mit 27 Grad und klarem Himmel begrüßten die Reds die Gäste aus Mannheim. Zuerst sei jedoch erwähnt, dass dieser Baseball-Nachmittag ganz im Zeichen des Muttertags stand, was an teils rosa Socken, Schnürsenkeln, Kopftüchern und sonstigen pinken Kleidungsstücken der Spieler sichtbar war. An dieser Stelle einen Gruß an alle Baseball-Moms. Danke fürs jahrelange ins Training Fahren, Vesper Packen, Equipment Checken und das lautstarke, „unparteiische“ Umpen von den Zuschauerrängen aus. Wir lieben Euch und küssen Eure Augen und Herzen <3

Nun zum Sportlichen: Das erste Spiel dauerte mit knapp vier Stunden überdurchschnittlich lange, war jedoch an Spannung kaum zu überbieten. Homeruns in rauen Mengen, Aufholjagden und mehr. Da war wirklich alles dabei. Denkbar knapp somit auch das Endergebnis.

Die Reds punkteten zuerst. Mit einem satten Double brachte Elias Macias den zuvor durch einen Walk auf Base gekommenen Billy Germaine auf dritte Base, von wo aus er es anschließend durch einen Sacrifice-Fly von Jonas van Bergen Home schaffte.

Starting Pitcher der Reds Marcel Giraud fing gut an, machte sich aber schon in Inning 2 mit drei Walks das Leben schwer. Dank der stabilen Reds-Defensive konnten die Mannheimer aber noch keine Punkte für sich verbuchen. In Durchgang 3 drehten die Mannheimer dann auf und erzielten den ersten von noch vielen weiteren Homeruns des Tages, gefolgt von einem weiteren Walk, einem Wild Pitch und einem Hit, führte das zu insgesamt drei Runs der Gäste.

Nach einigen missglückten Pitches, die die Reds-Verteidigung in Schwierigkeiten brachten und einem weiteren Homerun gegen ihn, verließ Giraud den Wurfhügel und übergab die Kugel an Ruben Kratky, der aber leider ebenfalls gleich zwei Bomben kassierte. 7:1 für Mannheim.

Es roch schon stark nach Heimniederlage, da liefen die Schläger der Roten heiß…und wie! Den Anfang machte Daniel Zeller mit einem harten Hit ins Leftfield. Reds Outfielder Kruno Gojkovic brachte Zeller mit einem weiteren Treffer Heim. Dann wurde es Zeit für Billy „Den Bomber“ Germaine. Dieser beförderte die Kirsche hart und gnadenlos über den Zaun. Adios!

Nun war Stimmungsmacher Elias Macias – leicht erkennbar an seinem rosa Durag (Kopftuch) – am Schlag: Double. Man munkelt, dass seine Freudenrufe und sein Anfeuern der Kollegen im Dugout bis runter zum Wilhemsplatz hörbar waren. Genau die positive Energie, die die Reds brauchten. Als dann Jonas Van Bergen die Murmel direkt danach über die Spielfeldbegrenzung hinter dem Leftfield ballerte, gab es kein halten mehr. Danilo Weber verwandelte mit seiner darauffolgenden „Bomba“ das Reds-Dugout kurzzeitig in ein Tollhaus. Man musste wirklich Angst haben, dass Elias Macias in seiner Euphorie nicht versehentlich einem seiner Teamkollegen aus Liebe die Nase bricht. 7:7 .Die Reds waren wieder da!

In Inning 6 übernahm Yannick Witt auf dem Mound und schaffte es gekonnt in zwei Innings die starke Mannheimer Offensive in Schach zu halten, bis die Tornados dann mit einem weiteren Homerun in Durchgang 8 mit 8:7 in Führung gingen.

Im darauffolgenden Nachschlag hatten die Cannstatter aber direkt die richtige Antwort parat. Drei Walks in Folge luden die Bases mit Roten, von denen es zwei, dank einem Single von Elias Macias, Heim schafften. Ein Single von Xavi Gonzales brachte noch einen weiteren Punkt aufs Scoreboard. Reds wieder in Führung.

Doch leider hören Baseballspiele nicht nach acht Innings auf. Und so kam es dann wie es in diesem verrückten Spiel wohl kommen musste: Durch ein fieses Zusammenspiel aus einem weiteren Homerun von Thomas  De Wolf, Walks, Wild Pitches und einem Error im Centerfield, gingen die Gäste aus Mannheim mit 13:10 in Führung, was die Reds im Nachschlag des letzten Innings nicht mehr korrigieren konnten und somit das Spiel verloren. Ärgerlich.

Spiel 2 war aus Sicht der Stuttgart Reds dann leider eine eindeutige Sache. Obwohl die Roten mit Starting Pitcher Dustin Ward gut starteten und den frühen Rückstand von 0:2 im dritten Inning ausgleichen konnten, war danach für die Offensive der Cannstatter kaum mehr was zu holen. Victor Cole, Pitcher der Mannheimer, lies nach dem dritten Inning nur noch einen weiteren Hit der Stuttgarter zu und konnte insgesamt 14 Strikeouts für sich verbuchen. Auch wenn über lange Strecken im Spiel noch alles offen schien, so sollte im letzten Inning ein regelrechtes Homerun-Gewitter über die Reds hereinbrechen. Insgesamt vier Homeruns, darunter sogar ein Grand-Slam, machten die Sache dann eindeutig und besiegelten den brutalen Endstand von 15:2 für die Tornados.

Die Baseballer aus Cannstatt lassen somit also eine gute Möglichkeit liegen ihren Anspruch auf Platz 3 der Liga zu untermauern. Lange Zeit zum Durchatmen bleibt ihnen nicht. Schon am Mittwochabend geht es gegen die starken Guggenberger Legionäre aus Regensburg.


Adam Riese startet Wohngebäudeversicherung

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Mit der neuen Wohngebäudeversicherung treibt die Adam Riese GmbH – die Digitalmarke der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe – ihre Expansion weiter voran. Die Wohngebäudeversicherung ist das mittlerweile sechste Produktangebot. Es ist über Makler, den Direktkanal adam-riese.de und über Vergleichsportale verfügbar.

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Bietigheim souverän zum vierten Sieg in Folge

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Das war ein entspannter Freitagabend am Livestream für die Fans der SG BBM Bietigheim. Die Schwaben gewannen ihr Heimspiel gegen den TV Emsdetten ungefährdet mit 41:31 (22:16) Toren und festigten ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte. Emsdetten bleibt Vorletzter mit drei Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

„Nach 35 Minuten war das Spiel durch, von da an hatte ich ein richtig gutes Gefühl“, freute Brian Ankersen. Der Interimscoach der SG BBM, der das Team bis zum Saisonende führen wird, feierte gegen die Münsterländer den vierten Sieg in Folge. „Wir wollten im Angriff einen Schritt nach vorne machen, die 41 Tore sprechen für sich.“ Während die Bietigheimer Handballer ihre dreiwöchige Spielpause also nutzen konnten, kämpft Emsdetten noch mit den Nachwirkungen seiner Corona-Quarantäne. „Der Stopp von 5 Wochen hat uns nicht gutgetan“, klagte Dettens Coach Peter Portengen. „Rhythmus und Kondition der Spieler sind ein bisschen weg.“

Beide Teams setzten auf Offensiv-Power und drückten aufs Tempo, das wurde schon in den ersten Aktionen schnell deutlich. Nach sechs Spielminuten stand es 6:5, beim 11:6 in der 12. Minute griff Portengen erstmals zur Grünen Karte und war vor allem mit der Defensive seines Teams sichtlich unzufrieden. Beiden Mannschaften unterliefen wenige technische Fehler, aber die SG BBM nutzte in der Anfangsphase bereits jeden Ballgewinn mit höchster Effizienz, zog so Tor um Tor davon.

Bei Bietigheim fehlten die erkrankten Patrick Rentschler und Jan Asmuth und doch klingelte es auf ihren Angriffspositionen. Jonathan Fischer markierte ohne Fehlwurf insgesamt sieben Treffer am Kreis, Linksaußen Martin Marčec steuerte vor der Pause drei Tore bei. Viele Treffer fielen in der ersten und zweiten Welle und auch aus dem Rückraum machten in der Anfangsaufstellung Jonas Link, Juan de la Peña und Tim Dahlhaus mächtig Druck. Erst nach der 16:8-Führung gingen die Schwaben ein wenig vom Gas, Emsdetten verkürzte bis zum Seitenwechsel noch auf 22:16.

SG BBM-Coach Brian Ankersen konnte sich schon kurz nach der Pause entspannt zurücklehnen. Sein Team hatte mit einem energischen Zwischenspurt vollends für klare Verhältnisse gesorgt. Das 30:18 durch Christian Schäfer, der am Freitag mit 11 Treffern seine Spitzenposition in der Torschützenliste der 2. Liga weiter ausbauen konnte, markierte in der 40. Minute bereits die höchste Führung für die Gastgeber. Emsdetten leistet sich im Offensivspektakel eine entscheidende Torflaute, scheiterte einige Male am Bietigheimer Block oder am starken Aron Edvardsson. Auf der Gegenseite indes funktionierte Bietigheims Tormaschine weiter wie geölt.

Emsdettens Dirk Holzner traf bei sieben Versuchen von Linksaußen und vom Siebenmeterpunkt siebenmal und war damit Emsdettens erfolgreichster Werfer. Doch das war in der Summe zu wenig, um aus der Bietigheimer Viadukthalle dringend benötigte Punkte für den Klassenerhalt mitzunehmen.

Am Ende fiel erstmals seit der Bietigheimer Aufstiegssaison 2017/18 wieder die 40-Tore-Marke. „Ich weiß gar nicht, was da für Lukas Urban fällig wird“, musste Dominik Claus eingestehen, der im rechten Rückraum ohne jeden Fehlwurf fünf Tore gemacht hatte. „Das war unsere beste Angriffsleistung, seit ich den Trainer übernommen habe“, stellte Brian Ankersen fest.

„Mit zehn Toren verlieren will keiner, aber es sind auch nur zwei Punkte“, versucht Peter Portengens den Blick zügig für die kommenden Aufgaben zu schärfen. Da trifft Emsdetten in 11 noch ausstehenden Partien auf einige direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt. Am Mittwoch kommt jedoch zunächst Spitzenreiter HSV Hamburg in die Emshalle, während die SG BBM beim abstiegsgefährdeten Wilhelmshavener HV Schützenhilfe leisten könnte.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson, Lehmann; Schäfer (11/4), Fischer (7), Claus (5), Dahlhaus (4), Marčec (3), Vlahovic (3), Barthe (2), Link (2), Boschen (2), de la Peña (1), L. Urban (1), Öhler.

TV Emsdetten: Madert, Paske; Holzner (7/4), Urban (6), Kress (5), Schliedermann (3), Jansen (2), Nowatzki (2), Kornecki (2), Terhaer (1), Kolk (1), Weßeling (1), Mojzis (1), Stüber, Wasielewski.

Spielverlauf: 5:3 (6.), 11:6 (12.), 16:8 (18.), 19:14 (26.), 22:16 (30.), 30:18 (40.), 33:25 (50.), 38:28 (54.), 41:31 (60.).
Zeitstrafen: Fischer (20.), Dahlhaus (45.) – Wasielewski (28.), Paske (40.)
Siebenmeter: 4/5 – 4/4
Schiedsrichter: Tobias Schmack / Philipp Dinges (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 0 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)


Dürr-Hauptversammlung beschließt Dividende

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Vertreter der Anteilseigner für den Aufsichtsrat gewählt

Bietigheim-Bissingen, 07. Mai 2021.| Die Aktionärinnen und Aktionäre der Dürr AG haben auf der heutigen Hauptversammlung eine Dividende von 0,30 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 beschlossen. Bei der Wahl der Vertreter der Anteilseigner für den Aufsichtsrat wurden alle Kandidierenden im Amt bestätigt. Das neue Vergütungssystem für den Vorstand, bei dem die variablen Zahlungen erstmals auch an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen gekoppelt sind, wurde mit großer Mehrheit gebilligt. Die Hauptversammlung fand aufgrund der Pandemie virtuell statt und wurde online von rund 600 Teilnehmern verfolgt.

Der Vorstandsvorsitzende Ralf W. Dieter unterstrich die Widerstandsfähigkeit des Dürr-Konzerns angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie: „Wir haben die Corona-Herausforderungen durch Kostenanpassungen und effektives Liquiditätsmanagement bisher stabil gemeistert.“ Ein besonderer Dank ging an die Belegschaft: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben den Kunden gezeigt, dass auf uns auch unter schwierigen Bedingungen Verlass ist.“

Zugleich schaute der Vorstandsvorsitzende nach vorne: „Wir schalten wieder in den Wachstumsmodus. Die Nachfrage hat angezogen, die zukunftssichernden Maßnahmen der beiden Vorjahre steigern die Effizienz und bilden die Basis für Ergebnisverbesserungen in den kommenden Jahren. Wir sind auf einem guten Weg, unser Ziel einer EBIT-Marge von mindestens 8 % zu erreichen“. Auf seinem Wachstumskurs werde der Dürr-Konzern, so Ralf W. Dieter, besonders von seiner guten Aufstellung in den Zukunftsfeldern Digitalisierung, Automatisierung, Nachhaltigkeit und Elektromobilität profitieren.

Mit Blick auf das 125-jährige Firmenjubiläum in diesem Jahr dankte der Vorstandsvorsitzende der Unternehmerfamilie Dürr, die als Ankeraktionär 29 % der Anteile der Dürr AG kontrolliert. An Heinz und Heide Dürr gewandt sagte er: „Ohne Ihre Tatkraft stünde Dürr nicht an der Spitze des Weltmarktes. Ihre Verbundenheit zum Unternehmen kann nicht hoch genug geschätzt werden.“

Wahlen zum Aufsichtsrat
Die Hauptversammlung wählte folgende Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat: Richard Bauer, Dr. Rolf Breidenbach, Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr, Gerhard Federer, Dr. Anja Schuler und Arndt Zinnhardt.

Die für April geplante Wahl der Arbeitnehmervertreter wurde verschoben, da die gesetzlich vorgeschriebene Präsenzwahl unter Pandemiebedingungen nicht durchführbar war. Daher wurden folgende Arbeitnehmervertreter zur gerichtlichen Bestellung in den Aufsichtsrat vorgeschlagen, bis wieder eine Präsenz- wahl stattfinden kann: Mirko Becker, Carmen Hettich-Günther, Thomas Hohmann, Hayo Raich, Dr. Martin Schwarz-Kocher, Dr. Astrid Ziegler.

Alle genannten Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Dürr AG bereits im vorangegangenen Turnus an. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats nach der Hauptversammlung wurden Gerhard Federer als Vorsitzender sowie Richard Bauer und Hayo Raich als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats bestätigt.

Neues Vorstandsvergütungssystem gebilligt
Bei einer Präsenz von 75 % billigten die Aktionärinnen und Aktionäre das neue Vergütungssystem für den Vorstand der Dürr AG mit einer Mehrheit von rund 90 %. Das moderne System gilt seit dem 1. Januar 2021 und berücksichtigt neben gsetzlichen Neuregelungen auch die aktuelle Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Unter anderem enthält es variable Leistungs- kriterien zur Messung der nachhaltigen Entwicklung des Dürr-Konzerns, ein Zielbonussystem sowie neue Bestimmungen zu Leistungen bei Vertragsbeendigung.

Die Hauptversammlung entlastete Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils über 99 % der Stimmen. Auch alle weiteren Beschlussanträge wurden angenommen.


Schnellbuslinie X1 ab Juli nur noch in den Hauptverkehrszeiten

Stuttgart.| Die Schnellbuslinie X1 wird ab dem 1. Juli 2021 zunächst bis zum Jahresende 2022 nur noch in den Hauptverkehrszeiten fahren. Diese sind montags bis freitags, 6 bis 9 Uhr und 15 bis 19 Uhr. Der Takt von sechs Minuten, der Anfang dieses Jahres bereits angepasst wurde, bleibt gleich. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag, 6. Mai, mehrheitlich beschlossen und dem Kompromissvorschlag zugestimmt, den Betrieb des X1 mit den geänderten Fahrtzeiten bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 aufrecht zu erhalten. Die Beschlussvorlage der Verwaltung sah ursprünglich einen Betrieb unter den geänderten Bedingungen bis Ende 2021 vor.

Durch die beschlossenen Änderungen werden im zweiten Halbjahr 2021 circa 500.000 Euro eingespart. Dies entspricht etwa 50 Prozent des aktuellen Finanzierungsaufwands. Durch die Kostenreduktion fallen für den Betrieb der Schnellbuslinie X1 somit im Jahr 2021 noch rund 525.000 Euro an. Die Mittel trägt die Landeshauptstadt Stuttgart und werden dem „Bündnis für Mobilität und Luftreinhaltung“ entnommen.

Die Schnellbuslinie X1 ist eine Maßnahme aus dem Luftreinhalteplan des Landes Baden-Württemberg. Die Linie wurde als Pilotprojekt für eine Probephase von zwei Jahren angelegt: von Ende 2018 bis Ende 2020. Ende vergangenen Jahres hat der Gemeinderat zugestimmt, den Betrieb unter Einführung eines Sechs-Minuten-Takts (statt des bisherigen Fünf-Minuten-Takts) vorerst bis zum 30. Juni 2021 fortzuführen und die Finanzierung zu übernehmen. Bis zum 30. Juni fährt der X1 von Montag bis Freitag, 6 bis 20.30 Uhr.


Mittel für Ertüchtigung der Halle T1 im Theaterhaus freigegeben

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Stuttgart.| Der Gemeinderat hat am 6. Mai den Arbeiten für die Ertüchtigung der Halle T1 im Theaterhaus Stuttgart mit Gesamtkosten in Höhe von 6,2 Millionen Euro zugestimmt. Die Baumaßnahmen erfolgen im Namen und auf Rechnung der Stiftung Theaterhaus Stuttgart. Das Gremium beschloss, der Stiftung die Mittel bereitzustellen.

Im Theaterhaus haben verschiedene Kunstsparten auf rund 12.000 Quadratmetern in vier Konzert- und Theaterhallen und einer Sporthalle ihre Heimat, dazu kommen Proberäume, Werkstätten und ein zweistöckiges Foyer mit Gastronomie, ein Biergarten im Innenhof sowie ein Restaurant.

Vor zwölf Jahren etablierte sich Gauthier Dance neben dem Schauspielensemble als zweites festes Ensemble im Theaterhaus. Hinsichtlich Gebäude und Theatertechnik bestehen inzwischen große Defizite, die jetzt behoben werden sollen. Da die Tanzveranstaltungen vorwiegend in der mit 1000 Plätzen größten Halle T1 stattfinden, kann der Theaterhausverein sie weniger für anderweitige Vermietungen nutzen, weil damit lange Umbauzeiten und Schließtage verbunden sind. Für das Theaterhaus wirkt sich das wirtschaftlich nachteilig aus. Durch eine technische Aufrüstung insbesondere der Beleuchtung und der Obermaschinerie kann mehr Flexibilität in der Halle geschaffen werden, was die Schließtage verringert. Die Zuschauertribühne muss ebenfalls angepasst werden.

Die Tanzböden genügen nicht dem gesundheitlichen Schutz der Tänzer. Damit ein geeigneter schwingender Boden gelagert und bei Bedarf aufgelegt werden kann, sind größere Umbauten an Bühnenpodien, Tribünenlager und der Seitenbühnenfläche erforderlich. Die Tanzsparte benötigt weitere Nebenräume, wie Aufenthaltsräume, Umkleiden, Garderoben und Nasszellen. Dafür müssen vorhandene Flächen um- und ausgebaut werden. Die Umsetzung der Arbeiten erfolgt unter der Regie des Theaterhauses.


Umbau Schwieberdinger Straße und Nordseestraße beschlossen

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Stuttgart.| Die Schwieberdinger Straße und die Nordseestraße in Zuffenhausen werden gemäß den Plänen und dem Kostenanschlag mit Gesamtkosten von 7,155 Millionen Euro (einschließlich Eigenleistungen von 405.000 Euro) ausgebaut und umgestaltet. Das hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt in seiner Sitzung am 6. Mai beschlossen.

Der damalige Ausschuss für Umwelt und Technik hatte im Juli 2016 der Einziehung der Otto-Dürr-Straße und den Ersatz- und Umgestaltungsmaßnahmen mit Kostenbeteiligung der Porsche AG in der Schwieberdinger Straße und der Nordseestraße zugestimmt. Die Kosten für die Ersatzmaßnahmen teilen sich Porsche (60 Prozent) und die Stadt (40 Prozent).

Die Gesamtmaßnahme ist unter anderem aufgrund artenschutzrechtlicher Untersuchungen in drei Bereiche unterteilt. Ausgeführt werden nun der Innen- und der Außenbereich. Der Innenbereich umfasst die Schwieberdinger Straße ab dem Porscheplatz bis einschließlich dem Knotenpunkt mit der Nordseestraße, der Außenbereich betrifft die Nordseestraße bis einschließlich dem Knotenpunkt mit der Otto-Dürr-Straße/Borkumstraße. Die sogenannte „Wendeanlage“, das ist der Bereich zwischen Porschemuseum und Porscheniederlassung einschließlich des Kreisverkehrs bei der S-Bahnhaltestelle, wird zurückgestellt und voraussichtlich durch die Porsche AG in Abstimmung mit dem Tiefbauamt geplant und umgesetzt.

In der Nordseestraße werden die drei Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut und als Ersatz für die Otto-Dürr-Straße eine separate Busspur angelegt. Entlang der Nordseestraße wird der Gehweg auf bis zu 3,50 Meter verbreitert. Der Knotenpunkt Nordsee- und Otto-Dürr-Straße erhält einen separaten Linksabbiegestreifen. In der Nordseestraße wird ein zweiter Linksabbiegestreifen in Richtung Autobahn eingerichtet und der Linksabbiegestreifen in der Schwieberdinger Straße gegenüber der bisherigen Planung um rund 40 Meter verlängert. Die dabei entfallenden geplanten vier Bäume werden im Rahmen der ökologischen Aufwertung entlang der Nordseestraße ersetzt.

In der Schwieberdinger Straße werden beide Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut, sowie eine zusätzliche Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer und eine separate Busspur in Richtung Porscheplatz hergestellt. Die Busspur in der Schwieberdinger Straße wird für den Radverkehr freigegeben. Stadtauswärts können Radler in der Schwieberdinger Straße und der Nordseestraße den Gehweg nutzen.

Als Ausgleich für die Verbreiterung der Nordseestraße ist als Ersatz- und Ausgleichsmaßnahme die ökologische Aufwertung einer bestehenden Brachfläche in der Ludwigsburger Straße in Zuffenhausen vorgesehen. Die Herstellung der Ausgleichsmaßnahme wurde in diesem Februar begonnen. In der Schwieberdinger Straße wird zudem die Mittelinsel wiederhergestellt und mit Bäumen bepflanzt.

Die Umsetzung der Maßnahmen ist von Juli 2021 bis September 2022 geplant.


Tag der Städtebauförderung: WHS bietet virtuelle Stadtrundgänge an

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Jedes Jahr im Mai feiern Städte und Gemeinden in Deutschland den „Tag der Städtebauförderung“. Im vergangenen Jahr musste er Pandemie-bedingt ausfallen, und auch in diesem Jahr wird es wohl keine großen Präsenzveranstaltungen geben. Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) bietet Kommunen stattdessen eine virtuelle Möglichkeit, sich ihren Bürgerinnen und Bürgern zu präsentieren.

Auf dem Portal www.stadtentwicklungsmanager-im-dialog.de geben die beteiligten Städte und Gemeinden einen Überblick über ihre aktuellen Projektvorhaben – zumeist Sanierungsgebiete, die von der WHS als Sanierungsträger betreut werden, aber auch zahlreiche Neubauprojekte. Mit Altdorf, Baiersbronn, Esslingen am Neckar, Dürnau und Renningen nutzen gleich fünf Kommunen aus Baden-Württemberg das Angebot zum Aktionstag. Auch die Städte Naunhof und Schwarzenberg/Erzgebirge in Sachsen sind mit dabei.

Neben der Projektübersicht erwartet Besucherinnen und Besucher des Portals ein virtueller Stadtrundgang durch die Gemeinden. In einer interaktiven Karte werden die Maßnahmen verortet und mit Bild und Text erläutert. Allen Projekten gemein ist, dass sie zu lebendigen Ortschaften und attraktiven Lebensräumen für alle Bürgerinnen und Bürger beitragen sollen.

„Sowohl die Städtebauförderung von Bund und Ländern als auch unser Geschäftsbereich Städtebau feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum“, sagt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS. „Schon seit 1971 unterstützen beide Städte und Gemeinden bei ihrer baulichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklung. Grund genug für uns, unseren Kundinnen und Kunden in diesen besonderen Zeiten einen besonderen Service anzubieten.“ Marcus Ziemer, ebenfalls WHS-Geschäftsführer, ergänzt: „Bürgerbeteiligung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Stadtentwicklung. Da die Menschen derzeit nicht persönlich zusammenkommen können, bieten wir eine virtuelle Alternative, die von unseren Kundschaft sehr geschätzt und oft genutzt wird.“

Der Tag der Städtebauförderung ist seit 2015 eine jährlich wiederkehrende bundesweite Aktion in vielen Städten und Gemeinden. Sie soll die Leistungen und Erfolge der Städtebauförderung vorstellen und das Engagement der Kommunen, ihrer Partner in der Stadtentwicklung sowie der Bürgerinnen und Bürger selbst würdigen.


Quartett schlägt auch nächste Saison für Stuttgart auf

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Stuttgart.| Nach und nach nimmt der neue Kader Gestalt an. Nach der Verlängerung von Roosa Koskelo und Maria Segura Palléres kann Allianz MTV Stuttgart in der neuen Spielzeit auch weiterhin auf die Dienste von Hester Jasper, Mira Todorova, Juliet Lohuis und Lara Berger zählen.

Außenangreiferin Hester Jasper, die zur vergangenen Saison vom Ligarivalen VfB Suhl an den Neckar wechselte, konnte in der Vorbereitung bereits durch ihre besondere Athletik und ihre unbekümmerte Spielweise glänzen. Die nur 1.75 m große niederländische Nationalspielerin zog sich dann jedoch eine schwere Knieverletzung zu und musste einen Großteil der Saison von der Bande aus zuschauen. Pünktlich zu den letzten Playoff-Spielen war sie dann aber wieder voll da und konnte erneut mit ihrer Energie überzeugen. Mit einem weiteren Jahr in Stuttgart wird sie nicht nur ihre Gegnerinnen zur Verzweiflung bringen, sondern auch die Fans mit ihrer erfrischenden Spielweise erfreuen.

Auch Mittelblockerin Mira Todorova wird ihren Vertrag in Stuttgart um ein Jahr verlängern.  Die 26-jährige bulgarische Nationalspielerin, die zur letzten Saison aus der französischen Liga in die Volleyball Bundesliga wechselte, gilt als Spezialistin für den Schnellangriff. In der vergangenen Spielzeit konnte sie aber auch mehrfach als absolute Wand im Mittelblock überzeugen und soll das Team insbesondere mit ihrer Erfahrung  zukünftig weiter unterstützen.

Im Mittelblock und mittlerweile auch in Stuttgart fühlt sich Juliet Lohuis zu Hause. Die 1.90 m große niederländische Nationalspielerin geht mit Allianz MTV Stuttgart nun bereits in ihre dritte Saison. Aufgrund eines Ermüdungsbruchs im Sprunggelenk zum Ende der letzten Saison musste Lohuis in den entscheidenden Playoffspielen pausieren. Die Niederländerin zählt ebenso wie Todorova zu den erfahreneren Spielerinnen im neuen Kader und soll auch für Stabilität sorgen.

Eine interessante Personalie stellt in der nächsten Saison das bisherige Küken im Team dar. Lara Berger wird in der kommenden Saison als zweite Diagonalangreiferin hinter Krystal Rivers die Bälle im gegnerischen Feld versenken. Die 1.96 m große gebürtige Tübingerin, die aktuell für die U23-Nationalmannschaft am Netz steht, kam 2019 zu Allianz MTV Stuttgart und wurde damals perspektivisch mit einem 3-Jahres-Vertrag ausgestattet. Nachdem sie die vergangenen Spielzeiten als Außenangreiferin aufgrund des starken Kaders eher sporadisch zum Einsatz kam, soll die „Umschulung“ zur Diagonalangreiferin ihr zu mehr Spielzeit verhelfen.

Sportdirektorin Kim Renkema: „Ich bin sehr froh darüber, dass vier weitere Spielerinnen bei uns bleiben. Mit Mira und Juliet haben wir 2 Mittelblockerinnen aus der Stamm-Sechs halten können, die sich auch im Laufe der Saison immer weiterentwickelt haben. Juliet hatte eine gute Saison und wird auch in der kommenden Saison eine wichtige Rolle bei uns spielen. Mira hat insbesondere in den Playoffs ihr spielerisches Niveau eindrucksvoll bewiesen und kann unter unserem Trainer Tore sicher noch besser werden. Lara auf die Diagonalposition zu setzen finde ich sehr gut, sie ist mittlerweile so weit, dass sie auch Spielanteile erhalten wird. Bei Hester haben wir alle in den Playoffs gesehen, welche Qualität sie mitbringt und wenn sie hoffentlich verletzungsfrei durch die Saison kommt werden wir noch viele tolle Momente mit ihr zusammen erleben können.“