Auswirkungen der neuen Corona-Verordnung auf den Landkreis

  • Der Landkreis Böblingen ist in Inzidenzstufe 1
  • Am Montag, 28. Juni, treten die neuen Regeln in Kraft

Kreis Böblingen.| Am Freitag, 25. Juni, hat die Landesregierung die neue Corona-Verordnung notverkündet. Am Montag, 28. Juni, wird sie in Kraft treten. Neu sind nun insgesamt vier Inzidenzstufen im „Stufenplan für sichere Öffnungsschritte“ des Landes. Inzidenzstufe 1 meint eine Inzidenz unter 10. Die damit verbundenen Regelungen betreffen den Landkreis Böblingen, der schon seit 14. Juni konstant unter der Marke 10 ist (aktuell 7,1). Die entsprechende Allgemeinverfügung, die diesen Umstand feststellt, wird heute verkündet – die entsprechenden Regelungen der neuen Corona-Verordnung des Landes treten am Montag, 28. Juni, in Kraft.

In der Inzidenzstufe 1 dürfen im privaten Bereich 25 Personen zusammen kommen, egal aus wie vielen Haushalten. Private Feiern wie z.B. eine Hochzeit können mit max. 300 Personen stattfinden, in geschlossenen Räumen unter Beachtung der 3 Gs. In der Gastronomie sind die 3 Gs (Geimpft, Genesen oder Getestet) dagegen aufgehoben; hier sind lediglich noch ein Hygienekonzept und Datenverarbeitung erforderlich. Alle Regelungen hat das Land gut auf einen Blick aufbereitet in einem Stufenplan, der auch auf der Homepage des Landkreises verlinkt ist.

Angesichts der auch im Landkreis Böblingen steigenden Fälle mit der Delta-Variante ist aber weiter Vorsicht geboten. „Es ist weiterhin nötig, dass wir uns – dort, wo es geboten ist, an die Maskenpflicht und die AHA-Regeln halten“, mahnt Landrat Roland Bernhard. Und er appelliert, sich impfen zu lassen: „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Impfzentren in den kommenden Wochen wieder mehr Impftermine anbieten können. Wer noch keinen Termin hat, sollte das nutzen“.

Derzeit konzentrieren sich die Fälle der Delta-Variante hauptsächlich auf den Leonberger Raum. Das Land hat den Kreisen vor wenigen Tagen Sonderkontingente des Impfstoffs Johnson&Johnson zur Verfügung gestellt mit der ausdrücklichen Bitte, diese gezielt dort einzusetzen, wo die Delta-Variante auftritt. Eine Impfaktion im Berufsschulzentrum Leonberg am kommenden Wochenende ist deshalb aktuell schon in der Vorbereitung.

Und – noch eine Neuigkeit gibt es aktuell zu vermelden. Wegen der verheerenden Unwetter über Tübingen in der vergangenen Woche hatte das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) dort dringend Unterstützung benötigt. Nachdem an den Tagen nach dem Unwetter bereits unbürokratisch und schnell auch Impftermine durch das KIZ in Sindelfingen übernommen worden waren, hat die Stadt Sindelfingen nun die Sommerhofenhalle für einen Impfbetrieb durch das ZIZ zur Verfügung gestellt. Voraussichtlich für die nächsten zwei bis drei Wochen wird das ZIZ nun auch in der Sommerhofenhalle in Sindelfingen Termine anbieten. Die Halle war schon für Impfaktionen genutzt worden und besitzt entsprechend die erforderliche Infrastruktur. „Für diesen gemeinsamen Kraftakt gebührt allen Beteiligten ein dickes Dankeschön, insbesondere der Stadt Sindelfingen“, so Landrat Bernhard.


Sicherheit am Wochenende: Stadt zieht positive Bilanz

0
  • OB Dr. Nopper: „Feiern ja, Exzesse nein!“
  • Bürgermeister Dr. Maier: „Kommunikation wirkt deeskalierend“

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt hat nach den beiden vergangenen Nächten eine erste positive Bilanz ihrer Maßnahmen gezogen. So waren am Freitag und am Samstag der städtische Vollzugsdienst, Streetworker sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstleisters unterwegs, um insbesondere gegen Ruhestörungen vorzugehen. In Absprache mit der Polizei war ein Aufenthaltsverbot für zwei belebte Orte für die Zeit nach Mitternacht ausgesprochen und umgesetzt worden.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte am Sonntag, 27. Juni: „Nach den Vorkommnissen der vergangenen Wochen mussten und wollten wir agieren: Feiern ja, aber Exzesse, Rücksichtslosigkeit und Vermüllung nein!“

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier bilanzierte: „Tausende Menschen haben wieder ausgelassen in Stuttgart gefeiert. Beruhigend ist, dass die Stimmung diesmal nicht in Aggression umgeschlagen ist. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die beiden Nächte weitgehend friedlich. Die Aufenthaltsverbote rund um den Feuersee und für den Marienplatz in der letzten Nacht dürften hier eine Signalwirkung entfaltet haben.“ Die Taktik, lokale Beschränkung mit frühzeitiger Kommunikation zu verbinden, scheine aufgegangen zu sein. „Ich danke den Einsatzkräften der Polizei für die kluge Durchsetzung unserer Maßgaben und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des von uns beauftragten Dienstleisters für ihre sensible Ansprache der Feiernden. Dies hat deeskalierend gewirkt“, so Maier. Das weitere Vorgehen werde kommende Woche besprochen. Maier abschließend: „Die Aufenthaltsverbote für die Zeit nach Mitternacht auszusprechen, war für den Moment richtig. Inwieweit dieser Ansatz weiter angemessen ist, bleibt abzuwarten. Im Übrigen steht Stuttgart hier nicht allein, landesweit stehen Städte vor vergleichbaren Herausforderung im Umgang mit dem öffentlichen Raum. Wir wollen mit unseren Maßnahmen einen Rahmen ziehen, der zum Feiern einlädt, aber Exzessen vorbeugt.“


Stuttgart Reds mit Sieg und Niederlage

0
Am Wochenende ging es gegen die Guggenberger Legionäre Regensburg

Nachdem sich die Baseballer vom TV Cannstatt bereits vorzeitig die Playoff-Teilnahme und Platz 3 in der Baseball Bundesliga Süd sichern konnten, ging es vergangenes Wochenende mit den Guggenberger Legionären gegen das Baseball-Powerhouse aus Regensburg. Eine Art Testlauf für die erste Runde der Playoffs, denn dort treffen beide Teams erneut aufeinander. Für die Roten war es wichtig, trotz vorzeitigem Einzug in die Endrunde, die Konzentration hoch zu halten und nicht aus dem Rhythmus zu kommen. In einem sehr hochwertigen und spannendem ersten Spiel gelang ihnen das hervorragend und sicherte ihnen einen umkämpften Sieg. Im zweiten Spiel am Samstagnachmittag machten es die Reds den Gästen dann viel zu einfach und verloren ein zähes Spiel deutlich.

Spiel eins war Baseball auf hohem Niveau, wie man ihn spannender kaum zu Gesicht bekommt und stellte bis zum Schluss ein Duell auf Augenhöhe dar. Für die Reds auf dem Mound stand Starting Pitcher Marcel Giraud, der in Inning 2 den ersten Hit an die Gäste abgab. Leider ging der Ball direkt über den Zaun und somit stand es 1:0 für die Legionäre. Doch die Reds gaben mit einem RBI-Double von Daniel Zeller, mit dem er die kroatische Kraftmaschine Toni Horvatic nach Hause brachte, genau die passende Antwort. 1:1.

Obwohl die Cannstatter durch einige präzise Aktionen in der Defensive glänzen und Läufer der Legionäre aus machen konnten, gelang den Gästen im vierten Inning der Führungspunkt durch einen Error der Reds im Infield. Doch auch hier lies die Stuttgarter Antwort nicht lange auf sich warten: Daniel Zeller, der einen absoluten Spitzentag hatte, ballerte die Kugel weit und tief über die Spielfeldbegrenzung und lies keinen Spielraum für Zweifel. Bye Bye Baseball. Homerun zum Ausgleich!

Leider konnten die Stuttgarter im Anschluss die komplett mit Reds-Läufern besetzten Bases nicht in Punkte ummünzen, und so blieb es vorerst beim Remis. Erst im achten Inning gelang es dem Legionär David Grimes mit seinem zweiten Homerun des Tages die Gäste erneut in Führung zu bringen.

Aber wie schon im gesamten Spiel reagierten die Stuttgarter umgehend. Diesmal verwandelte Shortstop Xavi Gonzalez den Reds Ballpark mit einem 2-Run-Homerun – inklusive Bat-Flip, wie ihn auch ein Tatis Jr. nicht schöner hinbekommt – in ein Tollhaus! Reds gehen mit 4:3 in Führung. Die Regensburger schafften es zwar nochmal die Stuttgarter Defensive unter Druck zu setzen, aber mit einem Bilderbuch-Pitch gelang Closing Pitcher Toni Horvatic das letzte Aus des Spiels. Feierabend.

In zweiten Spiel am Samstagnachmittag hatten die Cannstatter der Offensivkraft der Legionäre leider wenig entgegenzusetzen. Direkt im ersten Spieldurchlauf schlugen sich die Gäste mit einem satten Homerun aufs Scoreboard und schafften es schon im zweiten Inning ihren Vorsprung mit einem erneuten Homerun, der weitere zwei Punkte einbrachte, auszubauen. Im Gegenzug war mit dem Reds-Angriff im Vergleich zum Vorabend recht wenig los. Einziger Lichtblick war der Homerun von Shortstop Xavi Gonzalez, mit dem die Reds ihren einzigen Punkt des Nachmittags erzielten. Zu dem Zeitpunkt waren die Gäste aber nach einem ereignisreichen Inning 4 schon mit acht Punkten davongezogen. Defensiv erlaubten sich die Stuttgarter zu viele Fehler und somit wurde die Sache schon früh im Spiel eindeutig. Da eine Niederlage aber keine Auswirkungen mehr auf die Platzierung in der Tabelle haben würde, konnte Headcoach Curtis DiSale die Möglichkeit nutzen, so vielen Spielern wie möglich ausreichend Einsatzzeit zu verschaffen. Die Reds-Pitcher gaben sich nacheinander den Ball in die Hand und so bekam z.B. auch Jonas Van Bergen seinen ersten Einsatz vom Wurfhügel. Die Schlagmänner der Legionäre waren aber von niemandem wirklich in Schach zu halten. In Inning 5 gelangen den Regensburgern vier weitere Punkte, die sie im späteren Verlauf des Spiels auf insgesamt sechzehn Runs ausbauen konnten. Ein zähes und schwaches Spiel der Stuttgarter fand aufgrund der „Mercy-Rule“ nach dem siebten Inning ein jähes Ende.

Kommendes Wochenende treffen beide Teams in der ersten Runde der Playoffs in Regensburg erneut aufeinander. Schaffen es die Stuttgart Reds eine ähnliche Leistung wie beim Sieg vom Freitagabend abzurufen, haben sie alle Chancen, dort was mitzunehmen.

Vielleicht sollte man die Niederlage vom Samstagnachmittag als eine Art Generalprobe wie am Theater sehen. Geht diese schief, folgt meist eine Glanzpremiere. Vorhang auf für die Playoffs!


Bietigheim besiegt zum Abschluss den neuen Meister

0

von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Bietigheimer Handballer schenken ihren Fans zum Saisonabschluss einen Sieg über den frisch gebackenen Meister der 2. Handball-Bundesliga. Die SG BBM besiegt in einer für die Tabellensituation völlig bedeutungslos gewordenen Partie den HSV Hamburg mit 28:27 (14:14) Toren.

Gelöste Gesichter bei den Schwaben nach dem Abpfiff der Saison 2020/21. Bietigheim und Hamburg zeigen den 250 Zuschauern in der Viadukthalle auch ohne Druck guten Sommerhandball mit dem besseren und nicht unverdienten Ende für die Gastgeber, die nach zuletzt zwei Niederlagen die Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen. Nach dem 26:26 knapp drei Minuten vor dem Ende entscheiden in Überzahl zwei Distanzwürfe von Nikola Vlahovic und Paco Barthe in den leeren Kasten der Hamburger eine Partie, in der es tabellarisch um nichts mehr ging. Bietigheims 8. Platz in der Endabrechnung war schon vor dem letzten Spieltag zementiert, Hamburg konnte nicht mehr von der Spitze verdrängt werden.

Nach kurzer Enttäuschung über die Niederlage wechselten die Gäste denn auch sehr schnell wieder in den Feiermodus. Hamburg wurde nach Spielende die Meisterschale überreicht. Bietigheims Rechtsaußen Christian Schäfer erhielt die Torjägerkanone, keiner traf in der Liga häufiger als der Routinier.

Der Goalgetter der Schwaben hatte einen ruhigen Abend. Der 32-Jährige kam leicht angeschlagen nur zu den Siebenmeterwürfen aufs Feld. Mit seinen zwei Toren schraubte Schäfer seine Ausbeute auf 234 Saisontore, zweimal parierte aber Jens Vortmann im Kasten es HSVH. Dafür drehten zwei in ihrem letzten Spiel im Trikot der SG BBM nochmal auf. Torsteher Aron Edvardsson hatte am Ende 16 Paraden auf dem Zettel und Linksaußen Martin Marčec markierte vier Tore.

Bietigheim wirkte nach 20 Minuten stabiler in der Abwehr als der Meister und erspielte sich nach dem 9:9 eine Drei- Tore-Führung. HSVH-Trainer Torsten Jansen brachte beim Stand von 13:10 den zusätzlichen Feldspieler. Ein Taktikzug mit Erfolg, denn nach dem Tor von Leif Tissier Sekunden vor dem Abpfiff ging es mit einem 14:14 in die Pause. Und weil das temporäre Überzahlspiel im Angriff so gut klappte, ging es nach dem Wechsel auch damit weiter. Hamburg führte schnell mit 14:16.

Doch die SG BBM fand die passenden Gegenmittel. Der starke Dominik Claus, erfolgreichster Werfer der Schwaben, drehte mit seinem Tor zum 18:17 nach 38 Minuten erneut die Partie. Die zwischenzeitliche Bietigheimer 24:21- Führung war hochverdient, weil sich die SG BBM jetzt die besseren Wurfchancen herausspielte, einige Male aber auch am eingewechselten Jonas Maier im HSVH-Gehäuse scheiterte. Am Ende sollte es trotz des 26:26-Ausgleichs durch Tissier nicht mehr zum 28. Saisonsieg für den Meister reichen, auch weil Hamburg sich in den letzten zehn Minuten drei Zeitstrafen leistete, darunter die dritte gegen Kapitän Niklas Weller.

Die Bietigheimer nehmen eine gute Leistung mit in die kurze Sommerpause. Ein würdiger Ausstand auch für Interimscoach Brian Ankersen, der nach dem Rücktritt von Hannes Jón Jónsson Mitte März schnell in seine Rolle gefunden hatte und den Stab mit einer Bilanz von 20 Punkten aus 16 Spielen unter seiner Regie weitergeben wird. Schon am 19. Juli ist der Aufgalopp zur Saison 2021/22 angesetzt, dann unter der Leitung des Spaniers Iker Romero.

SG BBM Bietigheim: Edvardsson (1), Reich; Claus (7), Marčec (4), Fischer (3), M. Urban (3), Link (2), de la Peña (2), Barthe (2), Schäfer (2/2), Dahlhaus (1), Vlahovic (1), Asmuth, Öhler, Boschen, L. Urban.

HSV Hamburg: Vortmann, Maier; Weller (7/4), Tissier (5), Gertges (4), Feit (3), Wullenweber (2), Bauer (2), Hausmann (2), Bergemann (1), Fick (1), Forstbauer, Ossenkopp, Schimmelbauer.

Spielverlauf: 8:8 (15.), 11:9 (20.), 13:10 (24.), 14:14 (30.), 14:16 (32.), 20:20 (43.), 24:21 (49.), 25:25 (56.), 28:26 (59.), 28:27 (60.).
Zeitstrafen: Fischer (5., 40.), Barthe (32.) – Gertges (10.), Weller (17., 36., 51.), Feit (56.), Forstbauer (57.)
Siebenmeter: 2/4 – 4/4
Schiedsrichter: Tobias Schmack / Philipp Dinges (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 250 (Sporthalle am Viadukt, Bietigheim)


Neuer HBF-Vorstand gewählt

0
Andreas Thiel weiterhin Vorsitzender

Köln, 26. Juni 2021.| Die Vereinigung der Handball Bundesliga Frauen (HBV-F e.V.) hat am Samstag im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung in Köln einen neuen Vorstand bestimmt. In seinem Amt als Vorsitzender bestätigt wurde Andreas Thiel.

Die Handball Bundesliga Frauen hat heute nach Ablauf der regulären Amtszeit von drei Jahren einen neuen Vorstand gewählt. Auf der Mitgliederversammlung in Köln sprachen sich die Mitglieder mit großer Mehrheit für Andreas Thiel als Vorstandsvorsitzenden für die kommenden drei Jahre aus. Jens Genge von der HSG Blomberg-Lippe übernimmt weiterhin die Stellvertretung der 1. Bundesliga. Neu in den Vorstand gewählt wurden Martin Lange vom SV Werder Bremen als Stellvertreter der 2. Bundesliga und Eva-Maria  Federhenn vom 1. FSV Mainz 05 als Beisitzerin der 2. Bundesliga. Als Beisitzer der 1. Bundesliga komplettiert Ferenc Rott (TuS Metzingen) den neuen Vorstand.

Zuvor sprach Andreas Thiel den bisherigen Vorstandsmitgliedern Andreas Zschiedrich, Karl-Heinz Elsäßer und Anna Loerper seinen Dank für die geleistete Arbeit bei der Handball Bundesliga Frauen aus. Alle drei standen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Während Anna Loerper und Karl-Heinz Elsäßer aus persönlichen Gründen verzichteten, konnte Andreas Zschiedrich aufgrund des Abstiegs vom HC Rödertal nicht mehr kandidieren.

Neben den Vorstandswahlen wurden zudem die Mitglieder des Lizenzierungsausschusses in ihren Ämtern bestätigt. Dieses Gremium besteht aus dem Fachanwalt Martin Jäger, Diplom-Kaufmann Axel Pick und HBF-Geschäftsführer Christoph Wendt.

Als Kassenprüfer wurden Sven Dubau (HL Buchholz 08-Rosengarten) und Ulrich Klein (TuS Lintfort) gewählt.


Top Vier ist das Ziel für die neue Saison

0

Ludwigsburg.| Viele der SVL-Bundesliga-Wasserballer sind im wohlverdienten Urlaub. Doch im Verein laufen die Vorbereitungen für die nächste Saison 2021/22 auf Hochtouren. Alle Leistungsträger bleiben an Bord. Und neue Spieler werden den SVL verstärken.

“Wir führen gute Gespräche“, sagt der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel mit Blick auf mögliche neue Spieler für die Wasserball-Bundesligamannschaft. Es sei so gut wie ausgemacht, dass auch das ein oder andere deutsche Nachwuchs-Talent das Ludwigsburger Team schon bald verstärken soll. Es hat sich herumgesprochen, dass in Ludwigsburg professionell gearbeitet wird und sich dort Leistungsport und Ausbildung und Beruf gut verbinden lassen.

“Der Fokus soll neben dem sportlichen Erfolg in Liga und Pokal mittelfristig auf der Integration ambitionierter Nachwuchsspieler in unsere Mannschaft liegen, die sich an der Seite der erfahrene Spieler wie Marko Martinic und Timo van der Bosch weiter entwickeln können”, ergänzt Teammanager Adrijan Jakovcev.

Bereits entschieden hat der Verein, dem Spielertrainer Marko Martinic einen erfahrenen Trainer an die Seite zu stellen. Denn spielen und zugleich die Mannschaft coachen, das sei „auf dem Niveau, auf dem wir jetzt spielen, sehr schwierig“, so Nagel.

Bei dem Trainer-Kandiadaten, mit dem sich der Verein in dieser Woche final auf eine Zusammenarbeit verständigen konnte, handelt es sich mit Janusz Gogola um einen Mann mit reichlich Bundesligaerfahrung, der zuletzt beim SSV Esslingen tätig war. Den Sportlehrer reizt die neue Aufgabe beim aufstrebenden Team aus der Barockstadt, weshalb man sich bei den Gesprächen schnell einig war. “Wir freuen uns mit Janusz einen erfahrenen und sehr qualifizierten Trainer gewinnen zu können, der mit seine Kompetenzen und seiner Einstellung gut zu unserem Konzept passt,” erklärt Jakovcev die Entscheidung.

Neben den jungen Spielern setzt der Verein auch weiterhin auf erfahrene Spieler aus dem In- und Ausland, denen man im Verein Arbeitsmöglichkeiten offeriert – unter anderem als Trainer im Nachwuchsbereich und als Aufsicht im Campusbad und im Freibad Hoheneck. Der SVL, so Nagel, sei den Männern ebenso behilflich bei der Suche nach Studienplätzen und Jobs jenseits des Sports, der Club kümmere sich auch um die Wohnungen und – falls nötig – auch mal um private Probleme der Spieler.

Es hat sich offenbar nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland herum gesprochen: beim SV Ludwigsburg ist die Stimmung gut. Nagel spricht mit Blick auf die multi-kulti-Truppe von europäischer Integration und verweist auf Sportler wie Mannschaftskapitän Ivan Pisk, der in seine vierte Saison mit dem SVL geht sind und nach seinem Studium in der Automobilbranche den beruflichen Einstieg geschafft hat. Die Sportvereine, sagt Nagel, leisteten einen wichtigen Teil der Integrationsarbeit, „das ist gut für die ganze Gesellschaft“ – und steigere langfristig sogar das Bruttosozialprodukt.

Bestes Beispiel sei der SVL-Teammanager, der einst ohne Deutschkenntnisse als Spieler nach Ludwigsburg gekommen ist, jetzt voll im Erwerbsleben stehe, eine Familie ernährt und sehr erfolgreich als Bauingenieur tätig ist. Adrijan, so Nagel, trägt das schwarz-gelbe Herz an der richtigen Stelle und ist dem Verein erst als Aktiver und danach als Teammanager seit nunmehr sieben Jahre verbunden und nicht mehr wegzudenken ist.

Stand heute habe kein einziger SVL-Spieler signalisiert, dass er Ludwigsburg verlassen wolle. Ganz im Gegenteil. Die Leistungsträger haben längst zugesagt, dass sie sicher bleiben werden, unter anderem der deutsche Nationalspieler und Polizist Timo van der Bosch, der Kapitän und Toptorwart Ivan Pisk sowie der Torschützenkönig Marko Martinic.

Als Ziel für die neue Saison gibt Adrijan Jakovcev die „Top vier“ aus. In diesem Jahr hat der SVL die Liga mit Platz fünf beendet – ein Platz besser als 2019/20. Langfristig, sagt der Teammanager, wolle Ludwigsburg mitspielen um die Deutsche Meisterschaft, also immer näher heran kommen an Teams wie den ASC Duisburg, den OSC Potsdam, Spandau 04 und an Waspo Hannover. Dafür bedarf es aber nicht zuletzt auch einer Professionalisierung des Umfelds, mit seinen Sponsoren und Förderern sei man in guten Gesprächen und einige haben bereits signalisiert den Weg mit dem Verein zu gehen und ihr Engangement zu erweitern.

Zum Auftakt der Saison steht der Deutsche Pokal an: die erste Runde wird wohl Mitte September gespielt. Spätestens Mitte August wird die komplette Mannschaft wieder ins Training einsteigen. Anfang Oktober stehen die ersten Spiele des Euro-Cups an, für den sich der SVL mit Platz fünf in der Liga qualifiziert hat. Mit welchen Gegnern Ludwigsburg zu rechnen hat und wo gespielt wird, das ist noch nicht geklärt.

Jakovcev sagt, „wir wollen unsere Farben und unsere Stadt wieder in Europa präsentieren“. Das Ziel für den internationalen Wettbewerb, so der Teammanager, sei klar: „Aus den Erfahrungen des Vorjahrs und us auf europäsichen Topniveau weiterzuentwickeln.“ Bei der internationalen Premiere des SV Ludwigsburg im Winter 2019/20 hatte die Mannschaft direkt mit einem Sieg aufwarten können.


Bietigheim empfängt den neuen Meister

0

von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Saisonfinale unterm Viadukt. Am Samstag spielt die 2. Handball-Bundesliga zeitgleich ihren letzten Spieltag der Saison 2020/21, die SG BBM Bietigheim kann in ihrem Heimspiel dem HSV Hamburg zur Meisterschaft gratulieren. 250 Zuschauer werden ab 18 Uhr das Spiel in der Viadukthalle verfolgen, für alle anderen gibt es den kostenfreien Livestream unter www.sportdeutschland.tv in der gewohnten Qualität.

Der HSVH hat mit dem 32:28-Erfolg im Nachholspiel am Dienstag gegen den ASV Hamm-Westfalen nicht nur vorzeitig den Aufstieg unter Dach und Fach gebracht, sondern auch die Meisterschaft. Der TuS N-Lübbecke kann am 38. Spieltag im besten Fall nach Punkten zwar zu den Hanseaten aufschließen, hat jedoch den in diesem Fall relevanten direkten Vergleich verloren. Den zweiten Aufstiegsplatz machen Nettelstedt und Gummersbach im Fernduell unter sich aus. Holt Nettelstedt gegen den TuS Ferndorf einen Punkt, dann bleibt Gummersbach selbst bei einem Sieg beim TV Großwallstadt nur der undankbare dritte Platz. Genauso fällt im Fernduell zwischen Emsdetten (beim VfL Lübeck-Schwartau) und Konstanz (gegen Rimpar) die Entscheidung über den dritten Absteiger.

Akku leer?
Am 8. Tabellenplatz der SG BBM wird dagegen unabhängig vom Ausgang der Finalpartie nicht mehr gerüttelt werden. Bietigheim und Hamburg können am Samstag also ohne jeden Druck guten Handball zeigen. Ein Prestigeerfolg über den frisch gebackenen Meister könnte für die Schwaben dennoch wertvoll sein. Mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu starten, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, denn der letzte Punktspielauftritt wird erfahrungsgemäß die Stimmung bis weit in die Vorbereitung auf die nächste Saison beeinflussen. Eine entscheidende Frage wird sein, ob die Schwaben ihre Kräfte auf eine letzte Aufgabe konzentrieren können. Bei der jüngsten 24:33- Niederlage beim HC Elbflorenz Dresden reichte der Akku noch 20 Minuten, in denen die SG BBM bei Stand von 9:9 das Spiel offenhalten konnte. Danach sorgte Dresden mit dem Zwischenspurt zum 15:9 für die Vorentscheidung, bei Bietigheim klappte in dieser knappen Viertelstunde nichts mehr – der Stecker war gezogen.

Die SG BBM geht in den für die Endabrechnung bedeutungslosen Partien vernünftigerweise kein Risiko mehr. Neben dem langzeitverletzten Patrick Rentschler fehlten in Dresden auch die angeschlagenen Nick Lehmann, Dominik Claus und Martin Marcec. Mehr Einsatzzeiten gab es da zwangsläufig für Tim Dahlhaus im rechten Rückraum oder für Kapitän Jan Asmuth auf der linken Außenbahn. Der eine oder andere Spieler wird das Saisonfinale und die Auszeit bis Mitte Juli herbeisehnen, nicht jedoch ohne sich vor eigenem Publikum mit einem ordentlichen Spiel zu verabschieden. Die 250 Eintrittskarten, die laut der aktuellen Corona-Verordnung vergeben werden dürfen, gehen wie zuletzt an Sponsoren und Dauerkarteninhaber. Schon Anfang dieser Woche meldet die SG BBM „ausverkauft“. Nach dem Schlusspfiff werden am Samstag neben Interimstrainer Brian Ankersen auch Aron Edvardsson und Martin Marcec aus dem Team verabschiedet werden.

Déjà-vu
Bei der Konstellation am Samstag in der Viadukthalle wird sich der eine oder andere vielleicht noch an den 25. Mai 2014 erinnern. Eine Woche zuvor feierte die SG BBM mit dem ersten Aufstieg in die 1. Liga den bis dato größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Die bedeutungslose Partie am letzten Spieltag beim TV Bittenfeld ging mit 23:31 Toren verloren – wer konnte es den Aufstiegshelden verdenken.

Jetzt steht die Mannschaft von HSVH-Erfolgstrainer Torsten Jansen vor derselben Situation. Der 44-jährige Weltmeister von 2007 wurde zum Zweitliga-Trainer des Jahres gewählt. Er führte die Hansestädter nach dem insolvenzbedingten Absturz 2016 in viereinhalb Spielzeiten unter seiner Regie aus der 3. Liga zurück in die Beletage des deutschen Handballs. Und nun steht zum Abschluss eine der längsten Auswärtsfahrten der Saison auf der Agenda. Man darf gespannt sein, ob der HSVH seine meisterliche Spannung noch aufrecht halten kann.


Polizei überwacht Aufenthaltsverbot an Hotspots  

0

Stuttgart .| Die Stuttgarter Polizei wird das von der Stadt Stuttgart verfügte Aufenthaltsverbot ab Samstag (26.06.2021), 24.00 Uhr, für die Bereiche Feuersee und Marienplatz im Rahmen der bisherigen Kommunikations- und Präsenzstrategie überwachen. Dabei werden die Beamtinnen und Beamten der Sicherheitskonzeption Stuttgart neben dem Feuersee und dem Marienplatz aber auch an den weiteren Hotspots in der Innenstadt rund um den Schlossplatz oder am Killesberg und am Max-Eyth-See für die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung präsent sein.

Die Kommunikationsteams der Polizei berichten aus den vergangenen Wochenenden über viele gute Gespräche mit den jungen Menschen in der Stadt. Je weiter die Zeit in den Nächten fortschreitet und sich die Mischung des Publikums verändert, desto mehr nehmen die Einsatzkräfte aber aggressives, provozierendes und auch unkooperatives Verhalten von Teilen der jungen Stadtbesucher – häufig auch alkoholenthemmt – gegen die Ordnungskräfte wahr. Die Polizei wird deshalb ihre Einsatzmaßnahmen und ihre sichtbare Präsenz im Raum, einhergehend mit den Aufenthaltsverboten gegen auffallende, uneinsichtige und provozierende Personengruppen nun weiter verstärken.

Dabei wird die Stuttgarter Polizei bei Straftaten und bei Gewalt gegen Personen und Sachen entschieden einschreiten. Dies gilt auch für ACAB-Rufe in Sprechchören (ACAB: All cops are bastards), die zurückliegend gegen die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten angestimmt wurden.


Wüstenrot, Fidelis und REMCI Finance kooperieren

0

Die Wüstenrot Bausparkasse stärkt ihr Angebot für Baufinanzierungen durch die B2B Kreditausfallversicherung der Fidelis Insurance Ireland DAC.

Bei den heute herrschenden Immobilienpreisen verfügen viele (junge) Käufer oder Bauherren kaum noch über das nötige Eigenkapital, um zusätzlich zu den Kauf- oder Baunebenkosten von circa 8-15 Prozent, nochmals weitere 20-30 Prozent der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln einzubringen. Zudem ist aus Sicht des bankinternen Risikomanagements die Diskrepanz zwischen dem Kaufpreis und des ermittelten Beleihungswertes in Deutschland besonders stark ausgeprägt. „Durch eine Kreditausfallversicherung werden beide Aspekte optimiert und führen schlussendlich zu einer risikoärmeren Produktpalette“, sagt Simon Crone, Chief Underwriting Officer bei Fidelis Insurance Ireland DAC.

Der Baufinanzierungsmarkt in Deutschland boomt seit einigen Jahren, weil die eigene Wohnimmobilie bei den Menschen hoch im Kurs steht. „Wir freuen uns sehr, dass wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Fidelis Insurance und REMCI Finance starten und damit unsere Vertriebskraft bei der Baufinanzierung erhöhen“, kommentiert Stephan Müller, Leiter Vertrieb der Wüstenrot Bausparkasse AG, die Kooperation, die langfristig angelegt ist.

„Die Kreditausfallversicherung erweitert zudem die Produktpalette in der Baufinanzierung und optimiert die Ertragschancen der Kreditgeber“, ergänzen Anke Lämmerzahl und Thomas Ehrhardt, Geschäftsführer der REMCI Finance GmbH, die die Partnerschaft vermittelt und zukünftig betreuen wird. Sie agiert als Bindeglied zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer.


Vorsicht! Betrügerische Anrufe!

Aktueller Warnhinweis für den Bereich Reutlingen und Esslingen

Reutlingen 23.06.2021.| Zur Stunde rollt eine Welle von betrügerischen Telefonanrufen über den Bereich Reutlingen und Esslingen hinweg. Die Kriminellen geben sich als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus, erkundigen sich nach Ihrem Geld und Wertsachen, welche bei Ihnen zu Hause oder bei Ihrer Bank angeblich nicht mehr sicher sind und drängen Sie dazu, diese zur Verwahrung an die Polizei zu übergeben.

Die Polizei rät: Schützen Sie sich, indem Sie sofort auflegen, wenn Sie einen Anruf dieser Art von einem vermeintlichen Polizeibeamten erhalten!

Gehen Sie nicht auf das Gespräch ein. Es handelt sich um einen Anruf von Kriminellen! Die echte Polizei fragt Sie niemals nach Geld oder Wertsachen und würde diese auch niemals in Verwahrung nehmen.