W&W-Konzern erhöht Ergebnisprognose

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Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) passt ihre Prognose für das Konzernergebnis 2021 an. Der IFRS-Konzernjahresüberschuss wird voraussichtlich zwischen 280 und 330 Millionen Euro betragen. Bislang war für 2021 ein Konzernüberschuss im oberen Bereich des strategischen Zielkorridors von 220 bis 250 Millionen Euro prognostiziert worden. 2020 betrug das Ergebnis 210,8 Millionen Euro.

Die erhöhte Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass es im zweiten Halbjahr nicht zu neuen negativen Einflüssen durch die Coronavirus-Pandemie, Kapitalmarktverwerfungen und unvorhersehbaren großen Schadensereignissen kommt. Für das HGB-Ergebnis der W&W AG erhöht sich für 2021 die Prognose auf 110 Millionen Euro, hier wurden bislang 100 Millionen Euro prognostiziert.

Im bisherigen Jahresverlauf 2021 haben sich insbesondere die Kapitalmarktentwicklung und ein günstiger Schadensverlauf in der Sachversicherung positiv auf die W&W-Gruppe ausgewirkt.


Softball-Bundesligateam bewahrt auch gegen Karlsruhe weiße Weste

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Die Softballerinnen des TV Cannstatt holen sich mit 7:6 und 15:0 ihre nächsten beiden Siege und bauen die Tabellenführung in der Südgruppe der ersten Bundesliga weiter aus.

Im Rückspiel gegen die Karlsruhe Cougars starteten die Bundesligadamen der Stuttgart Reds wie mittlerweile schon gewohnt etwas verhalten in Spiel 1. Nach drei schnellen Aus im ersten Defensiv-Inning konnten die Reds zwar durch Jessica Weil ihren ersten Run verbuchen, mehr war zunächst nicht drin.

Inning 2 verlief für beide Teams nach dem Motto „three up – three down“, ebenso wie die dritte Offensive der Cougars. Für die Reds eröffnete Lead-off Annie Stepniak den dritten Schlagdurchgang mit einem Triple und konnte auf den Schlag von Jessica Weil scoren, die durch einen Error zunächst bis auf die dritte Base vorrücken konnte und anschließend durch einen Wild Pitch den dritten Run für die Reds erzielen konnte.

Das vierte Inning brachte für die Cougars endlich die ersten Baserunner. Marina Seso und Vanessa Heins kamen per Walk auf Base und konnten in der Folge die ersten beiden Runs für Karlsruhe auf die Anzeigetafel bringen. In der zweiten Inninghälfte konnten Kira Manske und Franziska Heinze durch ein 2-RBI-Triple von Annie Stepniak dann aber postwendend den alten Abstand wiederherstellen.

Ein weiterer Run für die Reds führte im fünften Durchgang zum Zwischenstand von 6:2 für Stuttgart, mit dem es in das letzte Inning ging. Im siebten und letzten Inning zeigten die Cougars dann, daß doch einiges an Offensivstärke in ihnen steckt. Bei bereits zwei Aus holten sie auf vier Hits vier Runs und den Ausgleich, bevor die Reds das dritte Aus erzielen konnten.

Nun hieß es für die Reds noch einmal alle Konzentration zu sammeln um den entscheidenden Run zu erzielen. Jessica Weil schaffte als Lead-off ein Singe und erreichte auf ein Double von Rebekah Johnson die dritte Base. Ein intentional Walk für Jennifer Weil lud die Bases und im letzten Duell des Spiels behielt Jule Breuninger die Nerven und ein Walk-off Walk brachte Jessica Weil zum siebten Run für die Reds ins Ziel.

Das zweite Spiel des Tages nahm dann einen gänzlich anderen Verlauf. Das dramatische Ende des ersten Spiels schien die Cougars zu lähmen, während es die Spielerinnen der Reds zu beflügeln schien. Gleich im ersten At Bat schlug Annie Stepniak einen harten Line Drive knapp am Kopf der Karlsruher Pitcherin Soffia Jungmann vorbei ins Outfield und versetzte ihr damit einen gehörigen Schock, von dem sie sich nicht so schnell erholen konnte. Ganze 9 Runs legten die Reds im ersten Inning vor, zwei weitere im zweiten Durchgang und da Reds-Pitcherin Kaleigh Fisher unüberwindbar war und drei perfekte Innings ablieferte war nach vier weiteren Runs  für die Reds bei nur einem Aus im das Spiel bereits im dritten Inning aufgrund der Run-ahead-Regel mit 15:0 Runs für die Reds beendet.

Für die Reds stehen nun wieder zwei spielfreie Wochenenden an, da vom 27. Juni bis 03.Juli im italienischen Friaul die Europameisterschaft der Damen ansteht. Ein ganz besonderes Event aus Sicht der Stuttgart Reds, da mit Eigengewächs Jennifer Weil erstmals seit drei Jahrzenten wieder eine Spielerin aus der Landeshauptstadt im Erwachsenenbereich für Deutschland spielen wird.

Danach kommt es dann am 11.07. im TVC Ballpark auf dem Schnarrenberg zum Gipfeltreffen mit dem Tabellenzweiten Freising Grizzlies. Diesen Termin am besten gleich vormerken!


Kümmerer-Konzept für die Stadtteile steht in den Startlöchern

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Tolle Hilfestellung für die Mitgliedsvereine

S-Cannstatt (mueb).| Seit längerer Zeit befassen sich die aktiven Stuttgarter und einige Mitgliedsvereine mit der Idee, einen Kümmerer in den Stadtteilen zu installieren. Der Kümmerer ist als wichtige Schnittstelle in erster Linie innerhalb der Handels- und Gewerbevereine zwischen den Vorständen und Mitgliedern, aber auch zu den aktiven Stuttgartern und der Wirtschaftsförderung gedacht. Nun endlich geht das lange geplante Konzept in die Umsetzungsphase, die sich beteiligenden Stadtteile haben künftig eine Person vor Ort, die die ehrenamtlichen Vorstände und die Vereinsarbeit mit persönlichem Engagement unterstützt.

„Wir suchen jetzt für die teilnehmenden Stadtteile Persönlichkeiten, die bereit sind, diese Position zu übernehmen“, freut sich Angelika Grupp über das neu geschaffene Angebot für Ihre Mitgliedsvereine. In vielen Vorabgesprächen wurden deren Bedürfnisse und auch finanziellen Möglichkeiten ausgelotet sowie mit der Wirtschaftsförderung über Unterstützung für die Kümmerer gesprochen.

„Um vor Ort die Kommunikation untereinander zu stärken und viele tolle Ideen umzusetzen braucht es eine Person, die mit viel Herzblut und im persönlichen Gespräch die Vermittlung der Vereinsarbeit, vieler Aktionen und Angebote sowohl innerhalb der Vereine als auch nach außen für ihre Mitglieder übernimmt“, beschreibt Angelika Grupp den Aufgabenbereich des Kümmerers.

„Ich sehe es als ein bezahltes Ehrenamt, da diese Person viel persönliches Engagement und Motivation für diese Aufgabe benötigt. Aber die Mitglieder in den Vereinen brauchen  deshalb umso mehr Hilfe, um ihr Angebot in Waren oder Dienstleistung an die Anwohner oder potenziellen Kunden zu bringen. Ideal wäre es daher, wenn der Kümmerer aus dem jeweiligen oder einem angrenzenden Stadtteil kommt, da durch bereits bestehende Kontakte oder Ortskenntnisse und dem Willen, für den eigenen Stadtteil etwas Gutes zu tun, es eher eine echte Aufgabe als nur ein Job ist“, umreißt Grupp ihr Konzept.

In der Pilotphase, die von Juli bis Dezember 2021 gehen wird, sind max. 4 Kümmerer geplant, die bei mehreren aneinandergrenzenden Stadtbezirken deren HGVs nebst Mitgliedern betreuen sollen. Spätere Ausweitung auf individuelle Kümmerer je HGV sind nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase durchaus angedacht.

Die aktiven Stuttgarter haben sich zur Aufgabe gemacht, ähnlich dem City-Manager für das Zentrum von Stuttgart, auch für die Stadtteile mehr personelle Unterstützung zu schaffen. Die Kümmerer sollen den ehrenamtlich arbeitenden Vorständen der Handels- und Gewerbevereine zur Seite stehen, deren Vorstellungen umsetzen sowie Aktionen und weitere Vereinsaufgaben abnehmen.

Wer mehr über die Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten des Kümmerers (m/w/d) wissen möchte oder Interesse daran hat, diese Aufgabe zu übernehmen, darf sich gerne an die aktiven Stuttgarter, Angelika Grupp, wenden.


Stuttgart Reds sichern sich Platz 3 und sind in den Playoffs

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Stuttgart.| Die Stuttgart Reds haben am Wochenende eines der großen Saisonziele erreicht. Gegen den direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze, die Mannheim Tornados, fuhren die TVC Baseballer zwei überzeugende Siege ein. Spiel eins des Doppelspieltages ging mit 12:7 an die Reds, Spiel zwei fiel mit 19:3 noch deutlicher aus. Damit sicherten sich die Reds erstmals nach jahrelanger Durststrecke nicht nur die Teilnahme an den Bundesliga-Playoffs, sondern auch Platz drei in der Bundesliga Süd – und das bereits vor dem letzten Spieltag der regulären Saison.

Dabei war es in den vergangenen Wochen nochmals spannend geworden um die beiden verbleibenden Playoff-Plätze im Süden. Die Stuttgarter Baseballer mussten im schlechtesten Fall sogar noch um die Playoff -Teilnahme fürchten, nachdem sie über die gesamte Saison oben in der Tabelle mitmischten, weil die Konkurrenz aus München und Mannheim näher gekommen war.

Entsprechend war durchaus Druck spürbar vor den beiden Auswärtspartien des Doppelspieltages in Mannheim, denn Mannheim entwickelte sich in den letzten Jahren nach schmerzlichen Niederlagen zum Angstgegner der Reds.

Doch die Reds zeigten sich unbeeindruckt beim Gastspiel in der Kurpfalz und nahmen das Heft in die Hand. Fridolin Fink markierte den ersten Punkt für die Reds im dritten Spielabschnitt auf den Base Hit von Danilo Weber, ein Double von Kruno Gojkovic sowie ein Fehler der Mannheimer Defensive brachten die Punkte 2 und 3.

Während Starting Pitcher Marcel Giraud die Mannheimer Offensive gut im Griff hatte bauten die Reds ihre Führung aus. Auf Elias Macias Schlag ins Centerfield erliefen Fink und William Germain zwei weitere Punkte für die Reds zum 5:0.

Die Tornados verkürzten durch einen Home Run auf 5:1, doch die Reds Verteidigung ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und hielt die Mannheimer Schlagleute kurz. Im siebten und achten Inning gelang den Gästen die Vorentscheidung, Highlight hierbei war ein Home Run von Moritz van Bergen, auf den auch Daniel Zeller und Toni Horvatic punkteten. Beim Zwischenstand von 12:1 für die Roten erschien der erste Sieg des Tages zum greifen nahe, doch kurz vor Schluss begannen die Reds zu wackeln.

Im achten und neunten Schlagdurchgang kam Mannheim auf 12:7 heran. Langjährigen Fans kamen ungute Erinnerungen ins Gedächtnis, als Stuttgart gegen Mannheim bereits sicher geglaubte Siege kurz vor Schluss aus der Hand gab. Doch die Reds Defense behielt am Ende die Nerven und erreichte das letzte Aus durch Toni Horvatic zum wichtigen ersten Sieg.

Mit Rückenwind durch diesen Sieg im ersten Spiel war Spiel zwei für die Reds eine klare Angelegenheit. Ein Offensivfeuerwerk mit 17 Base Hits und 19 Runs sowie einer fehlerfreien Defensive um Starting Pitcher Dustin Ward,  waren die Zutaten für den deutlichen 19:3 Sieg. Home Runs durch Danilo Weber und Daniel Zeller waren die Highlights der starken Offensive, zu der fast die gesamte Mannschaft beitragen konnte. William Germain, Weber und Zeller waren zudem die stärksten Schlagleute des Spiel, sie steuerten  alleine 10 der 17 Basehits bei. Dustin Ward zeigte eine starke Leistung, absolvierte das gesamte Spiel auf dem Werferhügel und ließ dabei nur drei Runs zu.

Zum Abschluss der regulären Saison freuen sich die Reds auf einen weiteren Top Gegner im heimischen TVC Ballpark. Die Legionäre aus Regensburg, Tabellenzweiter im Süden, sind sicherlich ein idealer Maßstab für die danach anstehenden Playoff-Aufgaben gegen die Teams aus der Bundesliga Nord. Spielbeginn von Spiel eins ist am Freitag, 25.6. um 19 Uhr, Spiel zwei startet am Samstag, 26.6. um 14 Uhr im TVC Ballpark auf dem Stuttgarter Schnarrenberg. Die Reds freuen sich, wieder Zuschauer im Ballpark begrüßen zu dürfen.


Porsche investiert in Fabrik für Hochleistungs-Batteriezellen

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Cellforce Group GmbH: Joint Venture von Porsche und Customcells

Stuttgart.| Nächster Schritt in der Elektro-Offensive: Porsche investiert eine hohe zweistellige Millionen-Summe in die neue Cellforce Group GmbH. Damit baut der Sportwagenhersteller seine technologische Führungsrolle in der Elektromobilität weiter aus. Den Einstieg in die Fertigung von Hochleistungs-Batteriezellen haben Porsche und der Joint-Venture-Partner Customcells heute im Entwicklungszentrum Weissach bekanntgegeben.

„Die Batteriezelle ist der Brennraum der Zukunft. Als neue Porsche Tochtergesellschaft wird die Cellforce Group die Forschung, Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von Hochleistungszellen maßgeblich vorantreiben“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. „Mit dem Joint Venture positionieren wir uns an der Spitze des weltweiten Wettbewerbs um die leistungsstärkste Batteriezelle und machen sie zum Bindeglied zwischen dem unverkennbaren Porsche Fahrgefühl und der Nachhaltigkeit. So gestalten wir die Zukunft des Sportwagens.“

Den offiziellen Auftakt zur Unternehmensgründung begleiteten von politischer Seite Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen. Seitens der beteiligten Unternehmen waren Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG, Michael Steiner, Porsche-Vorstand für Forschung und Entwicklung sowie Leopold König und Torge Thönnessen, die Geschäftsführer der Customcells Itzehoe GmbH vor Ort. Sitz des neuen Joint Ventures, an dem Porsche eine Mehrheitsbeteiligung von 83,75 Prozent hält, ist Tübingen. Die Universitätsstadt ist auch in der engeren Auswahl für den Standort der Batteriefabrik, die in räumlicher Nähe zum Entwicklungszentrum Weissach und dem Stammsitz der Porsche AG in Stuttgart-Zuffenhausen angesiedelt werden soll. Bis 2025 soll die Belegschaft von zunächst 13 gemeinsam gestellten Mitarbeitern auf bis zu 80 Personen anwachsen. Die Bundesrepublik Deutschland und das Land Baden-Württemberg fördern das Vorhaben mit rund 60 Millionen Euro.

„Wir haben Customcells mit dem Ziel gegründet, kundenspezifische Batteriezellen für anspruchsvollste Anwendungen zu entwickeln, und genau das können wir jetzt gemeinsam mit Porsche realisieren. Die geplante Produktionsanlage soll eine Kapazität von mindestens 100 MWh pro Jahr erreichen. Das entspricht Hochleistungs-Batteriezellen für 1.000 Fahrzeuge“, so Torge Thönnessen, CEO Customcells. „In die Partnerschaft mit Porsche bringen wir nicht nur unsere Expertise in Sachen Zell-Technologie und -Produktion ein, sondern auch Agilität, Innovationskraft und individuelle Problemlösungskompetenz“, betont Leopold König, CEO Customcells.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagt: „Mit der heutigen Gründung von Cellforce gibt Porsche gemeinsam mit Customcells ein wichtiges Signal: Die Elektrifizierung ist eine der zentralen Säulen der Energie- und Verkehrswende und die modernen Speichertechnologien eine Schlüsseltechnologie der Zukunft. Wer diese Speichertechnologien beherrscht, der sichert Wohlstand und Arbeitsplätze. Baden-Württemberg versammelt alle wesentlichen Teile der Wertschöpfungskette, von einzelnen Hightech-Komponenten und Produktionstechnik für die Herstellung von Batterien bis hin zu Batteriesystemen und Recycling. Wir arbeiten daran, das weiter auszubauen – unter anderem im Strategiedialog Automobilwirtschaft BW.“

Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Bareiß: „Mich freut es sehr, dass mit der Gründung des Joint-Venture Cellforce Group der entscheidende Schritt in Richtung dieses ambitionierten Batterieprojekts genommen wurde. Das Vorhaben steht als Musterbeispiel für das, was wir mit der Initiative der IPCEI Batteriezellfertigung erreichen wollten. Wir freuen uns, dass wir als Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit diesem Beitrag den nötigen Anschub leisten können, um in Deutschland eine weitere Batteriezellproduktion an den Start zu bringen. Baden-Württemberg wird mehr und mehr zu einem Batterie Hotspot und sichert somit qualifizierte Arbeitskräfte an einem hoch innovativem Standort. Allen Mitarbeitern des Unternehmens wünsche ich gutes Gelingen.“

Oberbürgermeister Boris Palmer: „In Tübingen haben sich schon immer exzellente Forschung mit wirtschaftlicher Umsetzung und Marktreife ideal ergänzt. Wir freuen uns, dass in unserer Stadt künftig ein weiterer Baustein für mehr umweltfreundliche Mobilität entstehen soll. Die Hochleistungs-Batteriezellen passen auch ganz hervorragend zu unserem ehrgeizigem Klimaschutzprogramm, bis 2030 CO2-neutral zu werden. Nur so kann es gehen: wirtschaftliches Wachstum verknüpft mit ökologischem Fortschritt.“

„Porsche wurde als Konstruktions- und Entwicklungsbüro 1931 in Stuttgart gegründet. Bis heute kann man die Technik, die den Kern unserer Hochleistungssportwagen ausmacht, nicht zukaufen. Wir entwickeln sie selbst“, sagt Porsche-Entwicklungsvorstand Michael Steiner. „Daher ist es nur logisch, dass wir auch die Schlüsseltechnologie der Zukunft, die Batteriezelle, selbst entwickeln und bauen. Genauso folgerichtig ist es, dass wir diese Hochleistungstechnologie zunächst im härtesten Wettbewerbsumfeld erproben – dem Motorsport. Auch unser Elektrosportwagen Taycan hat wesentliche Impulse und seinen technischen Vorsprung von der Rennstrecke mitgebracht, vom Le Mans-Sieger Porsche 919 Hybrid.“

Die Chemie der neuen Hochleistungszellen setzt auf Silizium als Anoden-Material. Damit ist es möglich, die Energiedichte gegenüber aktuellen Serienbatterien erheblich zu steigern. Die Batterie kann bei gleichem Energieinhalt kompakter ausfallen. Die neue Chemie verringert zudem den Innenwiderstand der Batterie. Dadurch kann diese mehr Energie bei der Rekuperation aufnehmen und ist zugleich beim Schnellladen leistungsfähiger. Eine weitere Besonderheit der Cellforce Batteriezelle: Sie soll hohe Temperaturen besser vertragen. Dies alles sind im Motorsport hoch geschätzte Eigenschaften. Andererseits verlangt die Rennstrecke nicht unbedingt, dass die Batterie auch bei Minusgraden funktioniert und jahrelang über viele Ladezyklen hinweg stabil bleibt – Ziele, die die neue Zelltechnologie ebenfalls gewährleisten soll.

Als Zellentwicklungspartner für die nächste Generation der Lithium-Ionen-Batterie wurde BASF, das weltweit führende Chemieunternehmen, gewonnen. Im Rahmen der Zusammenarbeit stellt BASF exklusiv hochenergetische HEDTM NCM-Kathodenmaterialien für Hochleistungszellen zur Verfügung, die ein schnelles Laden und eine hohe Energiedichte ermöglichen. In den BASF-Produktionsanlagen für Vorprodukte von Kathodenmaterialien in Harjavalta (Finnland) und für Kathodenmaterialien in Schwarzheide, Brandenburg, kann BASF ab 2022 Batteriematerialien mit einem branchenführend niedrigen CO2-Fußabdruck herstellen.

Der Weg zum Joint Venture und die Partner
Die Idee für eine Fertigung von Hochleistungs-Batteriezellen ist auf eine Initiative der P3 Group hin entstanden. Die Stuttgarter Unternehmensberatung hat das Konzept entwickelt und in 2019 mit Customcells einen Förderantrag im Rahmen des europäischen IPCEI-Projekts EuBatIn (Important Project of Common European Interest – European Battery Innovation) initiiert, das sich zum Ziel gesetzt hat, eine wettbewerbsfähige europäische Wertschöpfungskette für Lithium-Ionen-Batterien aufzubauen. Diese soll auf innovativen und nachhaltigen Technologien basieren. Als Projektpartner aus der Automobilindustrie stieg Porsche ein. In diesem Jahr hat sich die P3 Group entschieden, Neutralität und Unabhängigkeit am Markt zu wahren und nicht direkt an dem Joint Venture beteiligt zu sein. P3 agiert als Technologieberatung mit tiefem technischen Verständnis im Bereich Batteriezellen und hat mit der Cellforce Group einen langfristigen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen.

Die Verträge zwischen Porsche und Customcells wurden am 21. Mai 2021 unterzeichnet. Als Geschäftsführer der neuen Cellforce Group GmbH wurden seitens Porsche Markus Gräf als Chief Operating Officer und Wolfgang Hüsken als Chief Financial Officer sowie von Customcells Torge Thönnessen als Chief Technology Officer benannt.

Customcells gehört zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Entwicklung spezieller Lithium-Ionen-Batteriezellen. An den Unternehmensstandorten in Itzehoe (Schleswig-Holstein) sowie in Tübingen (Baden-Württemberg) entwickelt und produziert Customcells anwendungsspezifische Batteriezellen von Prototypen bis hin zu Klein- und Mittelserien – Made in Germany. Die Customcells hat seit ihrer Gründung 2012 wichtiges Know-how im Bereich der Zellentwicklung mit vielfältigen Materialien (Kathoden, Anoden, Separatoren, Elektrolyte) und Beschichtungstechnologien aufgebaut. Customcells fertigt Kleinserien im Bereich spezieller Lithium-Ionen-Batteriezellen, zum Beispiel für die Luft- und Schifffahrtsbranche und baut dabei auf flexible Fertigungskonzepte und modernster Forschungs- und Produktionsanlagen.

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG ist der weltweit erfolgreichste Sportwagenhersteller. Das Unternehmen wurde 1948 in Stuttgart von Ferry Porsche gegründet und ist seit 2012 Teil des Volkswagen Konzerns. Porsche beschäftigt rund 36.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2020 hat die Porsche AG einen neuen Umsatzrekord aufgestellt: Der Wert stieg auf 28,7 Milliarden Euro und übertraf den Vorjahreswert um mehr als 100 Millionen Euro. Es wurden mehr als 270.000 Sportwagen an Kunden ausgeliefert und ein operativer Gewinn von 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Bis 2030 will Porsche über die gesamte Wertschöpfungskette und den Lebenszyklus der neu verkauften Fahrzeuge hinweg bilanziell CO2-neutral sein.


Rad-DM 2021 in Stuttgart und der Region

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Großartiges Zeichen für den Radsport

Stuttgart.| Maximilian Schachmann vom Team BORA-hansgrohe und Lisa Brennauer vom Ceratizit-WNT Pro Cycling Team heißen die neuen Deutschen Meister im Straßenradsport. Auf der Stuttgarter Waldau konnten sich heute die beiden gegen die Konkurrenz durchsetzen. Am Samstag holten sich Lisa Brennauer, Tony Martin (Jumbo-Vismo) und für die U23 Michel Heßmann (Jumbo-Visma Development Team) die Meistertrikots im Einzelzeitfahren in Gäufelden-Öschelbronn.

Die Deutschen Straßenradmeisterschaften (Rad-DM) 2021 in und um Stuttgart sind am Sonntagnachmittag erfolgreich zu Ende gegangen – trotz der besonderen Ausgangslage aufgrund der Corona-Pandemie. Das aktuelle Infektionsgeschehen erlaubte bei der Spitzensportveranstaltung am 19. und 20. Juni nur 250 Zuschauerinnen und Zuschauer im Zielbereich. Die Landeshauptstadt Stuttgart und der Verband Region Stuttgart hatten sich gemeinsam mit dem Bund Deutscher Radfahrer e. V. (BDR) für eine Verschiebung der 2020 ausgefallenen Veranstaltung starkgemacht, um ein Zeichen für den Radsport in Stuttgart und der Region zu setzen. Alle Akteure – die Radsportlerinnen und Radsportler, das Organisationsteam und die weiteren Beteiligten – haben es möglich gemacht, dass dieser nahezu zuschauerfreie Event trotzdem ein großes Publikum fand: Die Fans konnten die Rennen online per Livestream auf SWR und sportschau.de verfolgen. Die nächste Radsportveranstaltung in Stuttgart und der Region soll wieder ein Live-Erlebnis für viele werden: Geplant ist der Breitensportevent Brezel Race Stuttgart & Region, der auf den 12. September verschoben wurde.

Der Bund Deutscher Radfahrer zog ein positives Fazit dieser Titelkämpfe. Uwe Rohde, BDR-Vize-Präsident Marketing und Kommunikation, meinte: „Wir haben an diesem Wochenende in Stuttgart sportlich hochwertige und sehr spannende Rennen erlebt, in denen sich die Favoriten durchsetzen konnten. Besonders herausragend war sicherlich Lisa Brennauer, die beide Titel, sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen gewinnen konnte. Die Veranstaltung in Stuttgart und der Region hat gezeigt, dass man trotz Corona großartige Events durchführen kann. Die FREUNDE Eventagentur um Albrecht Röder haben hervorragende Arbeit geleistet und eine beispielhaft organisierte Meisterschaft geboten. Ich persönlich habe mich gefreut, mal wieder in Stuttgart, an meiner alten Wirkungsstätte zu sein, denn ich war lange am Staatstheater engagiert.“

„Stuttgart erstrahlt im Licht des Radspitzensports. Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Zielbereich der Rad-DM 2021 hier auf der Waldau haben für großartige Stimmung gesorgt und gezeigt, wie sehr sie die Stuttgarter Sportveranstaltungen und ganz besonders den Radsport vermisst haben“, sagt Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. „Stuttgarts große Radsporttradition lebt. Dafür danke ich unseren starken Partnern, dem Verband Region Stuttgart, dem BDR und dem Ausrichter der Rad-DM 2021, der FREUNDE Eventagentur. Die Macher der Rad-DM reagierten auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen in der Planungsphase der Veranstaltung immer mit größter Flexibilität“, ergänzt Nopper. „Wenn am 12. September noch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Brezel Race an den Start gehen können, ist das ein Happy End für das Radsportjahr 2021 und ein Hoffnungszeichen für ein normales, lang ersehntes Radsportjahr 2022“, so Dr. Nopper.

„Ganz Deutschland konnte heute Spitzensport der Extraklasse zu Hause live erleben“, unterstreicht Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. „Das ist ein kleiner Trost für die eingeschränkte Zuschauerzahl vor Ort. Denn wir wissen, für welch großartige Stimmung die Radsportfans aus der Region normalerweise sorgen und haben dies sehr vermisst. Aber heute danken wir ausdrücklich allen, die angesichts der aktuellen Lage daheimgeblieben sind und am Bildschirm mitgefiebert haben. Wir hoffen auf eine Fortsetzung der Radrennen in unserer Region und im bewährten Verbund mit der Landeshauptstadt Stuttgart. Dann können wir wieder allen zeigen, wie schön Fahrradfahren hier ist.“

„Das waren wunderbare Deutsche Meisterschaften: Gutes Wetter, gute Stimmung – sprich: bester Radsport wurde geboten. Stuttgart und die Region haben sich als gute Gastgeber präsentiert. Allerdings waren es Titelkämpfe mit einer Träne im Auge – denn die Fans an der Strecke fehlten doch sehr. Jetzt freue ich mich schon sehr auf das Jedermann-Rennen Brezel Race am 12. September, bei dem ich starten werde“, so Matthias Klopfer, Vorsitzender der SportRegion Stuttgart und Oberbürgermeister von Schorndorf.

Nach der offiziellen Siegerehrung im Georgiiweg fand die Pressekonferenz im GAZi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart-Degerloch statt. Unter Einhaltung der hohen Sicherheits- und Hygieneauflagen konnten die Siegerinnen und Sieger ihre Medaillen und Meistertrikots kontaktlos in Empfang nehmen. „Die Deutschen Straßenradmeisterschaften fanden unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen statt. Dafür haben wir alle Auflagen, die für die Corona-Blase wichtig sind, erfüllt: Alle 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Rad-DM sowie die Betreuenden und Akteure haben einen PCR-Test gemacht. Wir sind sehr zufrieden, dass die gesamte Veranstaltung gut, ohne Zwischenfälle und bei bestem Wetter über die Bühne ging“, sagt Albrecht Röder, Veranstalter und Organisator der FREUNDE Eventagentur.

Am Samstag, 19. Juni, startete in Gäufelden-Öschelbronn der erste von drei Zeitfahrwettbewerben der Deutschen Straßenradmeisterschaften. Das Zeitfahren für Frauen, Männer und Männer U23 verlief wie geplant mit einer Streckenführung über 30,5 Kilometer mit Start und Ziel am Radstadion in Öschelbronn. Bei den Frauen gewann Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro Cycling Team) vor Lisa Klein (Canyon/SRAM Racing) und Hannah Ludwig (Canyon/SRAM Racing). Sieger bei den Herren war Tony Martin (Jumbo-Visma), gefolgt von Miguel Heidemann (Leopard Pro Cycling) und Maximilian Richard Walscheid (Team Qhubeka ASSOS). Bei den U23 kam Überraschungssieger Michel Hermann (Jumbo-Visma Development Team) mit kleinem Vorsprung vor Maurice Ballerstedt (Jumbo-Visma Development Team) ins Ziel. Auf Platz 3 landete Jon Knolle (Team SKS Sauerland NRW).

Bild: Lisa Brennauer | Foto: © Udo Sanne | SANSHINE Communications GmbH

Am Sonntag, 20. Juni, konnten sich Maximilian Schachmann (BORA-hansgrohe), Jonas Koch (Intermarché Wanty Gobert) und Georg Zimmermann (Intermarché Wanty Gobert) beim Straßenrennen Herren Elite auf einem Rundkurs à 25 Runden mit einer Gesamtdistanz von 185,3 Kilometern als die Besten durchsetzen. Für das Team BORA-hansgrohe eine hervorragende Gesamtleistung und eine starke Empfehlung für die nächsten großen internationalen Rennen – die Tour de France beginnt am kommenden Samstag in der Bretagne.

Beim Straßenrennen Frauen Elite auf 14 Runden mit einer Gesamtdistanz von 107,2 Kilometern hatte die Top-Fahrerin Lisa Brennauer (Ceratizit-WNT Pro Cycling Team), die amtierende Deutsche Meisterin, am Sonntag die Nase vorn. Sie verteidigte ihr Meistertrikot und siegte souverän vor ihren Mitkonkurrentinnen Liane Lippert (Team DSM) und Ricarda Bauernfeind (RSG Ansbach).

Zu den Rennergebnissen der Rad-DM geht’s hier.


Bilanz der Polizei Stuttgart zu Nachteinsätzen am Schlossplatz

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Stuttgart.| Insgesamt betrachtet war die Innenstadt Freitag- und Samstagnacht mit gemischtem Publikum, überwiegend junger Menschen, stark frequentiert. Es herrschte allgemein ganz überwiegend eine feiernde, friedliche und gelöste Stimmung. An vielen größeren Plätzen und Bereichen hielten sich jeweils den ganzen Abend bis in die Nacht und in den Morgen hinein hunderte, meist junge Menschen auf.

Auch im Höhenpark Killesberg, am Feuersee und am Marienplatz waren beispielsweise in der Nacht zum Samstag gegen 23 Uhr jeweils zwischen vierhundert bis sechshundert Feiernde. Insbesondere kam es später durch mitgeführte Musikboxen und die vielen miteinander kommunizierenden Menschen zu einem erhöhten Lautstärkepegel, der vor allem durch zu laute Musik auch immer wieder zu Anrufen bei der Polizei wegen Ruhestörungen führte. Die Polizei musste alle Bereiche mehrmals in der Nacht aufsuchen.

Im Lagezentrum des Polizeipräsidiums Stuttgart wurden Freitagnacht stadtweit mehr als 60 Einsätze wegen Ruhestörungen registriert. Allein aus dem Bereich Killesbergpark meldeten sich zwei Dutzend Anrufer. Am Feuersee, am Marienplatz – und nur Freitagnacht auf dem Killesberg – musste die Polizei mit ihren Kommunikationsteams und hinzugerufenen Streifen immer wieder wegen des überhöhten Lärms einschreiten und Menschen ansprechen. Je später desto eher wurde auf polizeiliche Erklärungen, Bitten und Ermahnungen eher aggressiv reagiert. Teilweise wurden die Beamtinnen und Beamten mit ACAB-Rufen (All cops are bastards) konfrontiert. Auch eine Besatzung eines Rettungswagens wurde mit Schmährufen empfangen.

Vereinzelt kam es im Stadtgebiet innerhalb der Treffen der jungen Menschen auch zu Körperverletzungsdelikten. Erst mit dem Regen in der Zeit um 02.30 Uhr in der Nacht zum Samstag setzten größere Abwanderungen von den Plätzen und aus der Innenstadt ein. An der Waldau kamen rund 1000 Personen mit etwa 400 Fahrzeugen zusammen. Besondere Vorkommnisse wurden von dort nicht gemeldet.

In der Nacht zum Sonntag folgten hunderte bis weit über tausend junge Menschen einem Internetaufruf und trafen sich zum “Partymachen” am Max-Eyth-See. Auch nach 23 Uhr war dort noch Zulauf junger Menschen, die auf einer Wiese nahe des Neckars ausgelassen in festzeltähnlicher Stimmung waren. Es wurde auch reichlich Alkohol konsumiert. Gegen 02.00 Uhr waren dort noch etwa 300 Personen und die Polizei wurde u.a. zu einer Schlägerei mit mehreren Beteiligten gerufen.

Die Innenstadt und die Bereiche Feuersee und Marienplatz waren witterungsbedingt erneut äußerst gut besucht. Auch am Erwin-Schöttle-Platz kam es wegen vieler sich dort aufhaltender Menschen zu mehreren Anrufen wegen Ruhestörung. Offenbar wurde dort Tischtennis gespielt. Das Lagezentrum der Polizei Stuttgart zählte bis 03.00 Uhr im gesamten Stadtgebiet 90 Einsätze wegen Ruhestörungen. Nahe der Jubiläumssäule auf dem Schlossplatz zündeten Personen in einer Menge mehrfach Feuerwerksknallkörper. Die Lage in der Innenstadt kann rückblickend für Freitag und Samstagnacht dennoch als allgemein friedlich und ruhig bezeichnet werden. Allerdings berichtete der Einsatzleiter erneut von einer starken Vermüllung an den bekannten Plätzen.


Kleinere Explosion im Kraftwerk Altbach-Deizisau

Keine Verletzten – Transformator beschädigt

Deizisau/Altbach.| Im EnBW-Heizkraftwerk Altbach-Deizisau hat sich gegen 19:30 Uhr eine kleinere Explosion ereignet: Ein Isolator am Kraftwerkstransformator ist aus noch ungeklärter Ursache detoniert, was einen Feuerball und einen entsprechenden Explosionsknall verursachte. Menschen wurden nicht verletzt.

Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, sind aber inzwischen wieder abgerückt. Die EnBW prüft die Schäden, die am betroffenen Transformator entstanden sind. Der Block 2 des Kraftwerks steht derzeit still; die Stromversorgung ist aber nicht beeinträchtigt, da genügend andere Stromerzeugungsanlagen am Netz sind.


Mit Ferienwohnung Steuern sparen

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Eigentümer einer Ferienwohnung können unter Umständen negative Einkünfte aus der Vermietung auch dann steuermindernd geltend machen, wenn sie voraussichtlich auf Dauer keinen Überschuss aus der Wohnung erzielen werden. Voraussetzung ist jedoch, dass sie ihre Wohnung ausreichend oft vermieten und dabei die ortsübliche Vermietungszeit um maximal 25 Prozent unterschreiten. Die Wüstenrot Immobilien GmbH, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, IX R 33/19) hin.

Im entschiedenen Fall machten Eheleute in Mecklenburg-Vorpommern in ihrer Steuererklärung negative Einkünfte von 9.100 Euro aus der Vermietung ihrer Ferienwohnung steuermindernd geltend. Das Finanzamt erkannte dies nicht an, da die geltend gemachten Werbungskosten für die Wohnung voraussichtlich auf Dauer die erzielten Mieten übersteigen würden. Es bestehe daher offensichtlich keine Absicht, aus der Wohnung einen Überschuss zu erzielen. Dagegen klagten die Eigentümer erfolgreich.

Laut der Entscheidung des BFH reicht es aus nachzuweisen, dass die ortsübliche Vermietungszeit um maximal 25 Prozent unterschritten wird. Die Eigentümer machten dabei geltend, dass sie ihre Wohnung im Schnitt an 92 Tagen im Jahr vermietet haben und damit die ortsübliche Vermietungszeit bei Ferienwohnungen von 102 Tagen nur unwesentlich unterschritten wurde. Die ortsübliche Vermietungszeit wiesen sie durch eine Auswertung des Statistikamtes Mecklenburg-Vorpommern nach. Der BFH akzeptierte diese Auswertung, auch wenn sie nicht öffentlich zugänglich war, sondern nur auf Nachfrage erteilt wurde. Auf eine Prognose, ob sich aus der Wohnung in absehbarer Zeit ein Überschuss erzielen lasse, komme es bei einer ortsüblichen Vermietungszeit nicht an, so der BFH. Eine solche Prognose sei nur dann notwendig, wenn die ortsübliche Vermietungszeit um mehr als 25 Prozent unterschritten werde oder ein entsprechender Nachweis nicht beschafft werden könne.


Corona: stabile 7-Tage-Inzidenz unter 35

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  • Stadt Stuttgart kann wegen einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 35 weiter lockern
  • Testpflicht für die Außengastronomie fällt weg

Stuttgart.| In der Landeshauptstadt Stuttgart liegt die 7-Tage-Inzidenz am Freitag, 18. Juni, nach offiziellen Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 20,3 und damit seit fünf Tagen in Folge unter 35. Folglich sind nach der aktuell geltenden Corona-Verordnung des Landes weitere Lockerungen möglich. Diese treten ab Samstag, 19. Juni, in Kraft. Das hat die Stadt am Freitag, 18. Juni, bekannt gegeben.

Der Leiter des Gesundheitsamt Prof. Stefan Ehehalt sagte: „Die Erleichterung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern ist spürbar. Es ist gut, dass der gewohnte Alltag schrittweise zurückkehren kann. Dennoch: Wir leben weiter in einer Pandemie.“ Die Inzidenz sei zwar gesunken, aber vergleichbar mit den Werten vor dem Beginn der zweiten oder dritten Welle. Vor einem Jahr lag die Inzidenz bei 2,8.

Prof. Ehehalt weiter: „Die Rücknahme von Einschränkungen heißt: Die Verantwortung wird in die Hände der Bürger verlagert. Alles, was sich als sinnvoll zum Schutz vor Übertragungen erwiesen hat, ist auch weiterhin sinnvoll. Es ist weiter richtig, Kontakte zu beschränken, wo es möglich ist, auf Abstand zu gehen, eine Mund-Nasen- Bedeckung zu tragen, auf gute Lüftung zu achten. Das Virus lauert in seiner Delta- Variante aufs Neue. Daher ist es jetzt an uns zu zeigen, dass wir verantwortungsvoll und umsichtig miteinander umgehen.“

Eine Folge der Lockerungen ist der Wegfall der Testpflicht für alle Einrichtungen und Aktivitäten der Öffnungsstufen 1 bis 3, sofern diese ausschließlich im Freien betrieben werden oder stattfinden. Dies betrifft u. A. die Außengastronomie, Open- Air-Kulturveranstaltungen, Sporttraining und -wettkämpfe im Freien.

Feiern im Gastgewerbe mit bis zu 50 Personen sind innen und außen möglich. Hierfür wird ein Test-, Impf- oder Genesenennachweis benötigt. Ausgenommen sind Tanzveranstaltungen.

Außerdem stattfinden können Messen, Ausstellungen und Kongresse (1 Person pro 7 m2) und Veranstaltungen, wie nicht notwendige Versammlungen in Vereinen oder Betrieben. Diese können mit bis zu 750 Personen im Freien stattfinden. Kulturveranstaltungen z. B. in Theatern, Opern, Kulturhäusern oder Kinos sind im Freien mit bis zu 750 Personen möglich. Zudem können Vortrags- und Informationsveranstaltungen mit bis zu 750 Personen im Freien stattfinden.

Weitere Informationen zu Corona sowie die aktuellen Fallzahlen für Stuttgart sind zu finden unter www.stuttgart.de/corona.