1 Feuerwehrfrau und 14 Feuerwehrmänner bestehen die Laufbahnprüfung

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  • Eine Feuerwehrfrau und vierzehn Feuerwehrmänner bestehen die Laufbahnprüfung
  • Rettungssanitäterin und -sanitäter-Ausbildung und Wachpraktika folgen bis Oktober 2022
  • Anspruchsvolle Prüfung und abwechslungsreiche Laufbahnausbildung
  • Feuerwehr Stuttgart schreibt jährlich mehrere Ausbildungsstellen für Feuerwehrfrauen /-männer und Notfallsanitäterinnen und -sanitäter aus

Stuttgart.| Am 28. Oktober 2021 legten insgesamt 15 Einsatzkräfte erfolgreich die Laufbahnprüfung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst ab. Neben einer Feuerwehrfrau und elf Feuerwehrmännern aus Stuttgart nahmen auch drei Teilnehmer der Feuerwehr Böblingen an dem Laufbahnlehrgang teil. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten bereits im Vorfeld eine klassische Berufsausbildung absolviert und bringen ihre darin erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Feuerwehr ein. Die klassische Laufbahnausbildung für Beamte des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes erstreckt sich über 19 Monate und qualifiziert die Beamten für die Tätigkeit als Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann bei einer Berufsfeuerwehr. Bis Ende Oktober 2022 absolvieren die Stuttgarter Einsatzkräfte verschiedene Einsatzpraktika auf den fünf Feuerwachen und erwerben in dieser Zeit die Zusatzqualifikation als Rettungssanitäterin und -sanitäter.

Abwechslungsreiche Ausbildung

Während der sechsmonatigen Grundausbildung und des einmonatigen Laufbahnlehrgangs werden umfangreiche Themengebiete ausgebildet, welche im Feuerwehralltag beherrscht werden müssen. So standen Themen wie Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Gefahrguteinsätze, Wasserrettung, Absturzsicherung, Tierrettung und viele weitere spannende Themen auf dem Ausbildungsplan. Da im Feuerwehralltag die körperliche Fitness unerlässlich ist, wurde von allen Teilnehmer*innen auch das Deutsche Sportabzeichen und das Rettungsschwimmabzeichen abgelegt.

Umfangreiche Schutzvorkehrungen

Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Lehrgang, wie auch im letzten Jahr, unter besonderen Schutzvorkehrungen statt. Um eine Vermischung von Teilnehmer*innen und den Einsatzabteilungen zu vermeiden, konnte die Ausbildung nicht wie gewohnt auf den Feuerwachen stattfinden. Daher fand die Ausbildung in der Pandemie-Hochphase für 16 Wochen an einem externen Ausbildungszentrum statt. Durch ein festes Ausbilderteam und wenig Kontakt nach außen konnten die strengen Hygienemaßnahmen eingehalten und eine Ansteckung vermieden werden.
Somit wurde die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Stuttgart nicht gefährdet.

Anspruchsvolle Prüfung

Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlich, einen mündlichen und einen praktischen Prüfungsteil. In den schriftlichen Prüfungsfächern wurden die Bereiche Fahrzeug- und Gerätekunde, Persönliche Schutzausrüstung sowie staatsbürgerliche Bildung und Recht geprüft.

Im Rahmen der praktischen Prüfung mussten Übungen an unterschiedlichen feuerwehrtechnischen Geräten sowie sechs Einsatzübungen abgelegt werden.

In Gruppen von neun Einsatzkräften wurden realistische Übungsszenarien aus dem Bereich Brandbekämpfung und der Technischen Hilfeleistung bewältigt. Den Abschluss bildete die mündliche Prüfung. In diesem Prüfungsteil wurden technische Themen wie Feuerwehrfahrzeuge, Fernmeldewesen oder Brandmeldeanlagen geprüft.

Auch Kenntnisse in weiteren Themen wie die Organisation des Feuerwehrwesens, Recht und Einsatzlehre wurden abgefragt.

Feuerwehr Stuttgart stellt jährlich neue Nachwuchskräfte ein

Jedes Jahr werden bei der Feuerwehr Stuttgart mehrere Kolleginnen und Kollegen für die Laufbahnausbildung des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes eingestellt. Einstellungsvoraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung, körperliche Fitness und die Erfüllung der beamtenrechtlichen Voraussetzungen.

Auch eine Berufsausbildung mit anschließender Weiterqualifizierung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst ist bei der Feuerwehr Stuttgart möglich. Jährlich werden mehrere Ausbildungsstellen für die dreijährige Berufsausbildung im Berufsbild Notfallsanitäterin und -sanitäter ausgeschrieben.

Alle Stellenausschreibungen werden unter: www.stuttgart.de/ausbildung und www.feuerwehr-stuttgart.de veröffentlicht.


Jetzt auch Stuttgart: Weihnachtsmarkt abgesagt

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Appell an Bund und Land, Gastronomen und Schausteller zu unterstützen

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt sagt den Stuttgarter Weihnachtsmarkt ab. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper erklärte am Montag, 22 November: „Auch wenn es unglaublich weh tut, bleibt uns jetzt keine andere Wahl mehr. Wir haben alles versucht, den Weihnachtsmarkt zu ermöglichen. Nachdem heute aber andere große Weihnachtsmärkte in der Region, gerade auch der Barockweihnachtsmarkt in Ludwigsburg und der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Esslingen, abgesagt wurden, ziehen wir die Notbremse. Nach der Absage der Märkte in Ludwigsburg und Esslingen wäre in Stuttgart ein enormer Besucherandrang zwangsläufig. Dieser wäre unter Corona-Bedingungen nicht mehr kontrollierbar und beherrschbar.“

Nopper appellierte an Bund und Land, die Gastronomen und Schausteller, die von den Absagen der Weihnachtsmärkte betroffen sind, mit zielgerichteten Corona- Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. „Es handelt sich ganz überwiegend um kleine Familienbetriebe, die in Folge der Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind, in diesem Winter nun noch schlimmer als zuvor“, so Nopper abschließend.


 

Corona: Stadt steigert „Schlagkraft“ bei Impfungen

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  • Zwei weitere Impfstationen öffnen diese Woche
  • „Bisher gefährlichste Lage. Auch das Land soll angemessen reagieren“

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt wird noch in dieser Woche zwei weitere größere Impfstationen eröffnen. Die Eröffnung wird vorbereitet im Gebäude der ehemaligen Sportarena in der Königstraße sowie in den Räumen der Musikschule in Feuerbach. Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann, führte am Montag, 22. November im Sozialausschuss aus, dass die Stadt damit die „Schlagkraft“ verstärkte. Wörtlich: „Wir haben eine immense Nachfrage an Impfungen. Die besorgniserregende Ausbreitung des Virus wie auch Schlangen vor den Impfangeboten zeigen, dass wir die Angebote ausweiten müssen. Dazu sind gut erreichbare, fest installierte Stationen unser Mittel der Wahl. Wir prüfen auch weitere Möglichkeiten, gerade zusätzliche Angebote in strukturschwächeren Bereichen unserer Stadt sind denkbar.“

Derzeit sind rund 6.000 Menschen in Stuttgart als infektiös gemeldet. Die 7-Tage- Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt bei 322. Für den Leiter des Gesundheitsamtes, Prof. Stefan Ehehalt, handelt es sich um die „bisher gefährlichste Lage der Pandemie. Ich erwarte, dass das Land mit der angekündigten neuen Coronaverordnung hierauf angemessen reagieren wird.“

Bürgermeisterin Dr. Sußmann betonte: „Impfungen sind das A und O in der Bewältigung der Pandemie. Egal ob Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung: Wichtig ist es, jetzt die Impfstoffe als sinnvollen Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf schnell auszubringen.“ Der Leiter der Abteilung Gesundheitliche Versorgung, Amtsärztlicher Dienst des Gesundheitsamtes, Dr. Martin Priwitzer, sagte: „Unser Ziel ist eine Impfquote von 85 Prozent, besser 90 Prozent, aktuell liegen wir noch bei 61,6 Prozent. Das Ziel scheint realistisch, wie beispielsweise Bremen zeigt. Dazu müssen wir die aktuell 25.000 Impfungen pro Woche auf mindestens 35.000 steigern. Wenn uns das gelingt und die aktuelle Nachfrage fortbesteht, könnten wir bis März 2022 die erforderlichen 550.000 Impfungen verabreichen.“

Die Wirksamkeit der Impfstoffe zeige sich auch in der Lage in den Alten- und Pflegeheimen. In 23 Einrichtungen seien aktuell 50 aktiven Fälle erfasst, deutlich weniger als noch vor einem Jahr, wodurch auch derzeit noch recht wenige Todesfälle zu beklagen seien.


Flächendeckendes Impfnetzwerk soll im Kreis entstehen

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  • Landkreis, Kommunen und Malteser legen Konzept vor
  • Zusätzliches Impfangebot startet bereits am Dienstag

Kreis Esslingen.| Der Landkreis Esslingen hat gemeinsam mit Kommunen und dem Malteser Hilfsdienst ein Konzept für ein flächendeckendes Impfnetzwerk erarbeitet. An das Land wird ein Bedarf von vier zusätzlichen Mobilen Impfteams (MIT) gemeldet. So können rund 8.000 Impfungen pro Woche im Landkreis erreicht werden.

„Mit dem flächendeckenden Angebot können wir die Impfangebote der Ärzte und Betriebsärzte wirksam flankieren“, sagt Landrat Heinz Eininger. „Dafür melden wir dem Land zusätzlich zu den bereitgestellten drei mobilen Impfteams und dem Impfbus Bedarf für vier weitere Teams. So können wir eine zusätzliche Kapazität von insgesamt rund 8.000 Impfungen pro Woche erreichen. Jetzt ist das Land am Zug.“ Vertreter von Kommunen haben am vergangenen Wochenende zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst und Landrat Heinz Eininger das Konzept für ein flächendeckendes Impfnetzwerk erarbeitet.

Die Ergebnisse: Bereits ab Dienstag, 23. November werden in den sechs Großen Kreisstädten im Landkreis und damit insgesamt rund 270.000 Einwohnern zusätzliche Impfangebote gemacht. Dabei sind drei Mobile Impfteams mindestens einmal pro Woche an festen Wochentagen in den Kreisstädten vor Ort. Die Aktion startet am Dienstag in Kirchheim (Stadthalle), am Mittwoch folgt Nürtingen (Beutwanghalle), am Donnerstag Leinfelden-Echterdingen (Walter-Schweizer-Kulturforum), am Freitag Filderstadt (Fil- harmonie) und Samstag und Sonntag wird Esslingen versorgt. Am darauffolgenden Montag ist dann erstmals die Impfaktion in Ostfildern (Körschtalhalle). Die Aktionen beginnen jeweils um 12 Uhr und enden um 18 Uhr. „Damit schaffen wir ein verlässliches, wöchentliches Angebot in festen Räumen” sagt Landrat Heinz Eininger. Mit den Einsätzen in den Großen Kreisstädten können täglich bis zu 400 Impfungen durchgeführt werden.

Desweiteren sind bei der Erarbeitung des Impfnetzwerks sieben Raumschaften definiert worden, in denen mit den vier zusätzlichen geforderten mobilen Impfteams ebenfalls zu festen Wochentagen Impfaktionen durchgeführt werden. Die Raumschaften erstrecken sich auf das Lenninger Tal, Wendlingen, Aichtal/Neckartenzlingen, Weilheim, das Neuffener Tal, Reichenbach und Plochingen. Die konkreten Impftage und Örtlichkeiten werden derzeit mit den Kommunen abgestimmt. Mit den zusätzlichen Teams können weitere etwa 270.000 Einwohner erreicht werden. „Wir erwarten vom Land, dass es jetzt sehr schnell sein Einverständnis zu dem Konzept gibt und die vier weiteren mobilen Teams, die dafür erforderlich sind, bereitstellt“, sagt Eininger.

Zudem erhält der Impfbus weitere Verstärkung, sodass dort statt der bisher zwei Impflinien nunmehr drei aufgemacht werden können. Damit schafft der Impfbus pro Tag ebenfalls rund 400 Impfungen.

Daneben seien die niedergelassenen Ärzte aufgerufen, weiterhin so engagiert wie bisher ihre Impfungen durchzuführen. Selbstverständlich könnten auch noch zusätzliche kommunale Aktionen unter Beteiligung der Ärzteschaft und der örtlichen Kräfte des Ehrenamtes organisiert werden. In mehreren Kommunen laufen bereits entsprechende Planungen dazu.

„Wir gehen davon aus, dass wir mit diesem Konzept pro Woche gut 8.000 Impfungen hinbekommen. Damit liegen wir fast in dem Bereich wie zu Zeiten der Vollauslastung der Kreisimpfzentren“, erläutert der Landrat. Wichtig sei es den Verwaltungschefs aus Landkreis, Städten und Gemeinden, dass die Einwohnerschaft ein verlässliches Impfangebot in der Fläche bekommt und dieses dann auch wahrnimmt: „Impfen ist nicht nur Privatsache, sondern ein Gebot der Solidarität.“


SG BBM fordert die Eulen Ludwigshafen

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen: Unter verschärften Corona-Regeln findet das nächste Heimspiel der Bietigheimer Zweitliga-Handballer statt. Am Samstag (19 Uhr) empfängt die SG BBM den Bundesliga-Absteiger Eulen Ludwigshafen. In der Bietigheimer EgeTrans Arena gilt jetzt die 2G-Regel, nur geimpfte oder genesene Zuschauer haben Zutritt. Die Maskenpflicht bleibt bestehen. Die Partie ist auch als kostenfreier Livestream unter www.sportdeutschland.tv zu sehen.

Nicht nur auf den Zuschauerrängen wird die Pandemie wieder ein Thema sein, auch auf dem Spielfeld. Die Eulen Ludwigshafen meldeten am Wochenanfang positiv getestete Spieler. Die Begegnung am Mittwoch beim TSV Dormagen wurde abgesagt. Sollten sich die Verdachtsfälle bestätigen, werden die Eulen in der EgeTrans Arena auf die betroffenen Spieler verzichten müssen.

Nach vier Spielzeiten im Oberhaus musste Ludwigshafen als 17. der vergangenen Runde den Abstieg in die 2. Liga antreten. Mit dem Wechsel von Trainer Benjamin Matschke zur HSG Wetzlar war ein Umbruch bei den Pfälzern vorgezeichnet. Als neuer Chef an der Seitenlinie wurde Ceven Klatt von den Rimpar Wölfen geholt. Die Abgänge von Dominik Mappes (Hüttenberg) und Azat Valiullin (HSV Hamburg) müssen kompensiert werden. Auch der frühere Linksaußen der SG BBM, Jonathan Scholz, beackert nicht mehr die Seitenlinie. Der 30-Jährige spielt jetzt in der 3. Liga in Leutershausen. Der Neuanfang startete mit namhafter Verstärkung. So wechselte Stefan Salger von Melsungen zurück in den rechten Rückraum der Eulen und der Kroate Matej Asanin hütet wie schon in der Saison 2018/19 das Tor der Pfälzer.

Zum durchwachsenen Saisonstart mit 2:6 Punkten trugen neben der Gewöhnungsphase an das raue Klima in der 2. Liga eine Reihe von Verletzungsausfällen bei. Es folgten 8:2 Zähler, mit denen der Bundesliga-Absteiger in die vordere Tabellenhälfte vorrückte. Immer noch fehlt auf Rechtsaußen Pascal Durak, der in der Saison 2012/13 im Bietigheimer Kader ein Gastspiel gegeben hatte. Neu im Eulen-Lazarett ist Spielmacher Pascal Bührer nach einem Riss der Achillessehne. Der Ludwigshafener Kader ist trotz dieser Ausfälle so breit aufgestellt, dass viele die Pfälzer unverändert zum engsten Favoritenkreis zählen. Top-Torjäger Hendrik Wagner hatte sich schon in der vergangenen Saison in den Vordergrund gespielt. Der 24-jährige Halblinke erhielt kürzlich eine Einladung zur deutschen Nationalmannschaft. Halten konnte die Eulen ihren neuen Star nicht. Der 2-Meter-Mann, der mit 71 Toren erneut die interne Torschützenliste der Eulen anführt, spielt in der kommenden Saison in Wetzlar. Dreimal traf Wagner in diese Saison bereits zweistellig.

Der Anspruch der Eulen Ludwigshafen ist es, auch in der EgeTrans Arena als Sieger vom Feld zu gehen. Gegen die großgewachsenen Distanzwerfer wie Wagner und Salger darf sich die Hintermannschaft der SG BBM nicht zu defensiv stellen. Auch ein Offensivspektakel wie am Mittwoch beim 36:36-Unentschieden beim Dessau-Roßlauer HV könnte ein riskantes Unterfangen werden. Der spanische Stratege Iker Romero muss sich also etwas einfallen lassen, um seine Abwehr kompakter und griffiger zu stellen. Sicher kein Nachteil ist für die Schwaben, dass sie gegen Ludwigshafen nicht in die Favoritenrolle gedrängt werden. Ganz so wie beim überraschend klaren 34:25-Heimerfolg gegen den TuSEM Essen. Im ersten Heimspiel gegen einen der Bundesliga-Absteiger fühlte sich Bietigheim in der Außenseiterrolle pudelwohl. Ein Sieg der SG BBM wäre nach der Niederlage in Coburg und dem Remis in Dessau- Roßlau ein Bigpoint zum Abschuss der Englischen Woche.


Stuttgarter Ratskeller erstrahlt in neuem Glanz

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Stuttgart.| Die Sanierung des Ratskellers ist erfolgreich abgeschlossen. Zahlreiche Pressevertreter zeigten ihr Interesse an den Neuerungen der Räumlichkeiten und des Konzeptes bei einer Vorstellung durch den Betreiber der Schuler Verwaltungs GmbH am Donnerstag, 18. November.

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer führt zur Bedeutung des Stuttgarter Ratskellers aus: „Viele Geschichten, Siege und Niederlagen der Stadtpolitik und deren Protagonisten ranken sich um die über 100-jährige Geschichte des Ratskellers. Nicht selten wurden in der Vergangenheit Weichen der Stuttgarter Stadtpolitik nicht nur im großen Sitzungssaal, sondern auch in diesem Gebäudeteil des Rathauses gestellt. Der Ratskeller war und ist aber nicht nur „politische Diskursfläche“, er fügt sich jetzt als attraktives und modernes Gastronomieangebot eindrucksvoll in die städtebauliche Aufwertung des gesamten Rathausareals um den Marktplatz und die Rathausgarage ein.“

EBM Dr. Mayer freue sich, dass der Stuttgarter Ratskeller wieder ein offener und lebendiger Ort der Begegnung im Herzen unserer Stadt sein werde. „Hier werden sich politische Köpfe begegnen, Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus aller Welt mit ganz unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen. Ich bin mir sicher, dass der Ratskeller die „gute Stube“ des Rathauses im Herzen der City bleiben wird. Auch wenn er um drei viel diskutierte Buchstaben reicher geworden ist. Nun wird ein neues und spannendes Kapitel aufgeschlagen!“, so der Erste Bürgermeister.

Der Stuttgarter Ratskeller, der seit Ende März 2016 geschlossen war, wurde ab Anfang 2020 für insgesamt 9,47 Mio. Euro saniert und neu gestaltet. Dem vorausgegangen war im September 2018 der Projektbeschluss zur Gesamtsanierung.

Der neu gestaltete Gastraum fasst rund 500 Gäste und ist in vier Bereiche aufgeteilt. Besonderheiten sind der neu gestaltete Hauptzugang auf Seite der Hirschstraße, bodentiefe Fenster sowie die Öffnung der Küche zum Gastraum hin. Außerdem sind an den Wänden runde Ausschnitte zu sehen, die Szenen des Original-Freskos „Weingärtnerwand“ von Jakob Schober aus dem Jahr 1956 zeigen. Neben der Bewirtung auf der Ratskellerterrasse gibt es künftig auch auf dem Marktplatz ein gastronomisches Angebot des Ratskellers.


Stuttgarter Weihnachtsmarkt unter strengen Auflagen

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2GPlus-Modell für Bereiche mit Getränken und Speisen

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt hat für den anstehenden Weihnachtsmarkt strenge Auflagen erlassen. Diese sollen eine Durchführung vom 24. November bis 30. Dezember ermöglichen. Darüber haben am Mittwoch, 18. November, Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, Bürgermeister Thomas Fuhrmann als Aufsichtsratsvorsitzender der Veranstaltungsgesellschaft in.stuttgart sowie der Geschäftsführer von in.stuttgart Andreas Kroll informiert. Zuvor hatte sich die Verwaltung intensiv beraten und sich auch mit den Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen verständigt.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper sagte: „Der Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr eher ein lokales, regionales Ereignis werden. Wir freuen uns auf den Weihnachtsmarkt und gehen davon auf, dass die Besucherinnen und Besucher auch mit viel Freude auf den Markt gehen werden. Auch wenn die Rahmenbedingungen dieses Jahr andere sind, steht der Markt unter einem guten Stern“. Den Rahmen setzten Vorgaben, die über die Corona-Verordnung des Landes hinausgehen und zu den „strengsten in Baden-Württemberg“ gehören. „Unter diesen Rahmenbedingungen ist die Durchführung vertretbar und verhältnismäßig. Keine andere große Stadt im Südwesten hat für den Weihnachtsmarkt eine 2GPlus-Regel erlassen.“

Dieses Jahr finden sich wegen Absagen von Veranstaltern nur 190 statt 280 Stände auf dem Markt, die Aufstellung wird in allen Bereichen entzerrt. Auf eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier und die weihnachtlichen Konzerte und Chorveranstaltungen wird verzichtet. Die Öffnungszeiten werden generell auf 20 Uhr verkürzt. Die Zugänge zu allen Bereichen, in denen auch Speisen und Getränke erhältlich sind, werden abgeschrankt. Hierzu haben nur Menschen Zugang, die ihre Impfung oder ihre Genesung sowie einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen können. Dann erhalten sie an einem von neun Ständen oder auch Touristinformation iPunkt Stuttgart am Hauptbahnhof ein tagesaktuelles Bändel. Vorgeschrieben ist auch die Nutzung einer Corona-Warn-App. Das Gesundheitsamt, das laut OB Nopper „Rückendeckung“ für die Veranstaltung gibt, weist darauf hin, dass die Besucher nur kommen sollen, wenn sie frei von Infektsymptomen sind. Schnelltests sollen auf dem Weihnachtsmarkt an mindestens drei Teststationen angeboten werden. Zudem wird sich ein Impfbus an der Planie befinden.

Andreas Kroll sagte: „Wir wollen den Markt so sicher wie möglich gestalten und haben dazu viele Maßnahmen beschlossen, die umsetzbar sind. Dazu braucht es einen Schulterschluss aller Beteiligten und Beschicker. Denn: Wir haben schweren Herzens auf stimmungsvolle Aspekte, wie die Eröffnungsfeier oder die Konzerte, verzichtet. Vieles davon werden wir nächstes Jahr nachholen.“


Auf Radweg geparkte Fahrzeuge dürfen abgeschleppt werden

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Fahrzeughalterinnen und -halter, die verbotswidrig parken und damit andere im Verkehr behindern, müssen damit rechnen, dass ihre Fahrzeuge abgeschleppt werden. Das gilt auch beim Parken auf einem Radweg. Die Württembergische Versicherung AG weist auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig (1 K 860/20) hin.

Ein Autofahrer hatte in einer Stadt auf einem Seitenstreifen geparkt, der als Radweg ausgewiesen war. Dies war für ihn durch ein Verkehrszeichen und ein auf dem Seitenstreifen angebrachtes Fahrrad-Piktogramm erkennbar. Die zuständige Behörde ließ das Fahrzeug abschleppen und schickte dem Fahrzeughalter einen Kostenbescheid über rund 300 Euro. Dagegen klagte der Halter, kam aber damit nicht durch.

Laut dem Urteil behinderte das geparkte Fahrzeug andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, da Radfahrerinnen und Radfahrer auf den Straßenabschnitt ausweichen mussten, der dem motorisierten Verkehr vorbehalten war. Vergleichbare Behinderungen lägen vor, wenn Fahrzeuge einen Bürgersteig verstellen, in die Fahrbahn hineinragen oder ohne Berechtigung auf einem Behindertenparkplatz abgestellt werden. Ein Abschleppen sei in solchen Fällen rechtmäßig, um die Behinderung zu beseitigen. Außerdem stelle sie eine Präventivmaßnahme dar, damit andere Autofahrerinnen  und -fahrer nicht ermutigt werden, ebenfalls verbotswidrig zu parken.


Impfstation in der Stuttgarter Rathauspassage eröffnet

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Erweitertes Impfangebot in Stuttgart

Stuttgart.| Die Stadt Stuttgart weitet zusammen mit dem Klinikum Stuttgart das Impfangebot in der Landeshauptstadt weiter aus. Seit heute (17.11.21) betreibt das Klinikum Stuttgart in der Rathauspassage eine Impfstation. In schneller Folge werden in den nächsten Tagen in den Nachbarkreisen und Stuttgart weitere Impfstationen und mobile Impfteams des Klinikums Stuttgart aktiv, die die vom Sozialministerium veranlasste deutliche Steigerung der Angebote umsetzen.

Auf die steigende Nachfrage nach Corona-Impfungen hat das Sozialministerium mit der massiven Steigerung der Zahl der mobilen Impfteams im Land reagiert. Das Klinikum Stuttgart wurde am Wochenende beauftragt, die Zahl der Impfteams sehr stark auf 27 zu erhöhen. Die Landeshauptstadt Stuttgart ergänzt das Angebot der niedergelassenen Ärzteschaft und der mobilen Impfteams des Klinikums Stuttgart jetzt um Impfstationen.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Stuttgart, Dr. Fabian Mayer, sagte bei einem Besuch des Impfangebots in der Rathauspassage: „Ich freue mich, dass wir in unserem Rathausareal auf die Schnelle eine Fläche für diese wichtige Sache bereitstellen können. Normalerweise sind wir nicht begeistert über Schlangen vor Verwaltungsgebäuden. Dass sich hier eine Schlange gebildet hat, ist diesmal ein gutes Zeichen. Wir setzen darauf, dass es dem Klinikum gelingt, dieses Angebot verlässlich fortzuführen und die Nachfrage zu bedienen.“

Seit der Schließung der Impfzentren Ende September führt das Klinikum Stuttgart mit einer wachsenden Zahl von mobilen Impfteams in Stuttgart und angrenzenden Landkreisen Impfaktionen durch. In den vergangenen Wochen wurden durch die Mobilen Impfteams zunächst überwiegend Drittimpfungen in Alten- und Pflegeheimen gesichert, aber auch Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt. Mayer: „Jede Impfung hilft dabei, die vierte Welle dieser Pandemie abzuschwächen und zu verhindern, dass die Krankenhäuser überlastet werden.“

Im Klinikum Stuttgart ist die Zahl der Corona-Patienten zuletzt wieder stark angestiegen. Der Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Jan Steffen Jürgensen, appelliert an die Stuttgarter Bevölkerung: „Ungeimpfte sind der Nährboden dieser Pandemie. Sie tragen deutlich stärker zur Verbreitung des Virus bei und erkranken deutlich häufiger schwer an Corona als Geimpfte. Deshalb werden wir unser Impfangebot noch weiter ausbauen und gemeinsam mit umliegenden Kreisen und der Stadt Stuttgart weitere Impfstationen nach Vorbild der Impfstation in der Rathauspassage aufbauen.“ Auch Drittimpfungen sind möglich, für die ein Abstand zur Zweitimpfung von etwa 5 Monaten empfohlen wird.

Unterstützt wird das Klinikum Stuttgart von der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Malteser Hilfsdienst, die insbesondere Fahrzeuge, aber auch qualifiziertes Personal zur Verfügung stellen.


Linien Aichtal-Filderstadt: Busunternehmen stellt Verkehr ein

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Notfahrplan muss nochmals überarbeitet werden

Kreis Esslingen.| Das im Linienbündel Aichtal-Filderstadt beauftragte Busunternehmen hat das Landratsamt Esslingen informiert, dass es seit Mittwoch, 17. November den Busverkehr nicht mehr bedienen kann. Deswegen müssen sich Fahrgäste an diesem Tag auf der Linie 805 zwischen Filderstadt-Bernhausen und Walddorf und auf der Linie 809 zwischen Filderstadt-Bernhausen und Aichtal-Neuenhaus auf weitere Fahrplaneinschränkungen einstellen. Der derzeit geltende Notfahrplan auf diesen Linien muss notgedrungen nochmals umgestellt werden. Aktuelle Informationen zum Fahrplan gibt es auf der Homepage des Verkehrsverbunds Stuttgart (VVS) unter vvs.de unter dem Stichwort Aktuelles sowie der elektronischen Fahrplanauskunft.

Im Landratsamt wird weiterhin dringlich an einer Lösung zur Sicherstellung des öffentlichen Personennahverkehrs in dem betroffenen Bereich gearbeitet. Zwei Busunternehmen, die den Verkehr seit Mittwoch, 10. November dort unterstützen, versuchen nun, den Verkehr – gegebenenfalls mit Unterstützung weiterer Busunternehmen – aufrecht zu erhalten. Ab wann dies gelingen kann, ist derzeit noch nicht abzusehen. Das Bestreben ist es, mittelfristig das normale Fahrplanangebot wieder fahren zu können.

„Nach dem Ausfall des Unternehmens ist allen Beteiligten daran gelegen, den Busverkehr im Linienbündel 11 so gut wie möglich aufrecht zu erhalten“, sagt Landrat Heinz Eininger. Die Partner hofften dabei auch auf ein gewisses Verständnis der Fahrgäste. „Bitte nehmen Sie wohlwollend zur Kenntnis, dass spontan eingesprungene Busunternehmer und deren Fahrer alles dafür tun, damit Sie gut unterwegs sind“, so der Appell des Landrats.