Bosch baut Wasserstoff-Portfolio aus

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Kooperation mit OMB Saleri zu H2-Tankkomponenten für mobile Anwendungen
  • Bosch bietet ab sofort Tankventile und Druckregler für Wasserstofftanks an.
  • Bosch und OMB Saleri entwickeln Produkte gemeinsam für die Großserie weiter.
  • Bosch erwartet 2030 jedes achte neue Nutzfahrzeug mit Brennstoffzelle.

Stuttgart/Brescia.| Bosch erweitert sein Produktportfolio für mobile Wasserstoffanwendungen: Ab sofort zählen hierzu auch Komponenten für H2-Tanksysteme wie Tankventile oder Druckregler. Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen arbeitet dafür mit dem italienischen Spezialisten OMB Saleri in einer Entwicklungspartnerschaft zusammen, in der die Produkte gemeinsam weiterentwickelt werden. „Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein im künftigen Antriebsmix, um die Klimaneutralität zu erreichen“, sagt Dr. Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions. „Zusammen mit OMB Saleri machen wir H2-Tankkomponenten reif für die Großserie.“

„Zusammen mit OMB Saleri machen wir H2-Tankkomponenten reif für die Großserie.“
Dr. Uwe Gackstatter, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Powertrain Solutions

Weltweiten Markt für Wasserstoff-Tanklösungen im Visier
Der Bedarf an wasserstoffbasierten Antrieben wird in den kommenden Jahren insbesondere bei Nutzfahrzeugen stark steigen. Bosch geht davon aus, dass 2030 rund jedes achte neu zugelassene Nutzfahrzeug weltweit eine Brennstoffzelle an Bord haben wird. Mit der nun vereinbarten Kooperation rund um Komponenten für Wasserstoff-Tanksysteme wollen Bosch und OMB Saleri daher ihre Marktpositionen im H2-Bereich ausbauen. Die Zusammenarbeit umfasst eine Lizenz- und Entwicklungsvereinbarung über mehrere Produkte für Wasserstoff-Speicherlösungen in den Druckstufen 350 bar und 700 bar. Gemeinsame sogenannte Simultaneous-Engineering-Teams entwickeln die bereits vorhandenen Erzeugnisse jetzt weiter und optimieren sie für die Großserienproduktion. Das Ziel von Bosch ist, Komponenten für Wasserstoff-Tanklösungen dank großer Stückzahlen zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten.

Bosch und OMB Saleri führen Kompetenzen zusammen
Die Kooperation führt das Know-how beider Partner zusammen. So gilt das italienische Technologieunternehmen OMB Saleri aus Brescia in Norditalien als einer der weltweit führenden Spezialisten von Komponenten für Wasserstoff-Speicherlösungen. Als Partner profitiert Bosch von der Entwicklungskompetenz, einer modernen H2-Testinfrastruktur und -Prüfplätzen sowie von Komponenten, die bereits in ersten Anwendungen überzeugen konnten. Im Gegenzug bringt Bosch seine Erfahrung in der Industrialisierung innovativer Produkte sowie ein globales Entwicklungs- und Fertigungsnetz für große Stückzahlen ein.

Bosch arbeitet an mobiler und stationärer Brennstoffzelle
Bosch ist vom Energieträger Wasserstoff überzeugt und geht daher erheblich in Vorleistung. Von 2021 bis 2024 investiert das Unternehmen gut 600 Millionen Euro in mobile Anwendungen und 400 Millionen Euro in Anwendungen für stationäre Strom- und Wärmeerzeugung. Das Portfolio für Fahrzeuge reicht von einzelnen Sensoren über Kernkomponenten wie dem elektrischen Luftverdichter und dem Stack bis zum kompletten Brennstoffzellen-Modul.


Corona: Land ruft Alarmstufe aus

Kritische Marke von mindestens 390 belegten Intensivbetten landesweit erreicht

Stuttgart.| In Baden‐Württemberg gilt ab Mittwoch, 17. November, die sogenannte Alarmstufe. Darauf hat die Landeshauptstadt Stuttgart am heutigen Dienstag hingewiesen. Die Alarmstufe wird vom Landesgesundheitsamt ausgerufen, wenn die landesweite Belegung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und ‐patienten an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen die kritische Marke von 390 erreicht oder überschreitet. Mit der Alarmstufe treten weitere Einschränkungen insbesondere für Nicht‐Geimpfte und Nicht‐Genesene in Kraft.

Für die Erfüllung der 2G‐Anforderungen ist ein entsprechender Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung erforderlich. Nicht-Immunisierte dürfen sich nur noch mit einer weiteren nicht immunisierten Person und dem eigenen Haushalt treffen. Wo in der Warnstufe etwa für Veranstaltungen, Gastronomie oder Sport im Freien 3G als Anforderung bestand, verlangt die Alarmstufe nun 2G im Innenbereich, und für gastronomische sowie sportliche Veranstaltungen im Freien 3G mit Vorlage eines PCR-Tests. Diskotheken dürfen auch in der Alarmstufe nur mit 2G betreten werden, stehen also nur Geimpften und Genesenen offen. Im Einzelhandel gilt in der Alarmstufe 3G in Märkten, die nicht der Grundversorgung dienen und sich im Innenbereich befinden.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona‐Pandemie orientieren sich seit September 2021 nicht mehr an der 7-Tage‐Inzidenz der Neuinfektionen innerhalb dieses Zeitraums bei 100.000 Einwohnern, sondern an der Lage auf den Intensivstationen der baden‐württembergischen Krankenhäuser. Das Landesgesundheitsamt veröffentlicht täglich einen Lagebericht, in diesem ist neben der Zahl der belegten Intensivbetten auch die aktuell gültige Stufe aufgeführt (https://www.gesundheitsamt‐bw.de/lga/de/fachinformationen/infodienste‐newsletter/infektnews/seiten/lagebericht‐covid-19/).

Die Regelungen der Warn- und Alarmstufe werden aufgehoben, wenn die Zahl der belegten Intensivbetten im Land an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen den Schwellenwert der jeweiligen Stufe unterschreitet.


WM-Qualifikation: Quartett um Hegering kehrt zurück

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Nach längerer Verletzungspause kehrt Marina Hegering wieder in die Frauen-Nationalmannschaft zurück. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat die Abwehrchefin des FC Bayern München in das 26-köpfige Aufgebot für die beiden WM-Qualifikationsspiele am 26. November (ab 16 Uhr, live im ZDF) in Braunschweig gegen die Türkei und am 30. November (ab 19 MEZ, im Livestream auf ZDF.de) in Faro gegen Gastgeber Portugal berufen.

Neben Marina Hegering sind auch Torfrau Ann-Katrin Berger (FC Chelsea), Lena Oberdorf (VfL Wolfsburg) und Klara Bühl (FC Bayern München) wieder dabei. Weiterhin fallen dagegen aufgrund von Verletzungen oder Aufbautraining Paulina Krumbiegel (TSG Hoffenheim), Alexandra Popp, Pia Wolter (beide VfL Wolfsburg) und Sydney Lohmann (FC Bayern München) aus.

Martina Voss-Tecklenburg sagt über den kommenden Gruppengegner: “Mit der Türkei treffen wir auf Gegnerinnen, die erwartungsgemäß tief stehen und uns aus einer massiven Defensive das Leben schwer machen wollen. Hier gilt es, Lösungen zu finden und mit Kreativität und Spielfreude, aber auch viel Geduld diesen Verbund zu knacken.”

Im abschließenden Spiel des Jahres trifft die DFB-Auswahl dann auf den Tabellenzweiten Portugal. Die Bundestrainerin betont: “Wir sehen Portugal als die anspruchsvollste Aufgabe in unserer Gruppe. Dieses Team hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und das auch im Wettbewerb bislang so bestätigt. Entsprechend mutig und selbstbewusst werden die Portugiesinnen gegen uns auftreten. Ungeachtet dessen ist es unser Ziel, auch in den abschließenden Spielen des Jahres zwei Siege zu holen und so mit der maximalen Punktzahl in die Länderspielpause zu gehen.”

Die DFB-Auswahl führt derzeit mit vier Siegen aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 20:1 die WM-Qualifikationsgruppe H an, in der sich neben Deutschland sowie der Türkei und Portugal noch Israel, Serbien und Bulgarien befinden. Nur die jeweiligen Gruppenersten qualifizieren sich direkt für das WM-Endturnier. Die Gruppenzweiten spielen in Play-offs um zwei weitere Plätze.

Der Vorverkauf für das Heimspiel in Braunschweig läuft, Tickets gibt es auf tickets.dfb.de.


Dürr-Konzern stellt Klimastrategie vor

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Unternehmen will Emissionen bis 2030 um 70 % senken

Bietigheim-Bissingen.| Der Dürr-Konzern hat eine ganzheitliche Klimastrategie mit ambitionierten Zielen für den Klimaschutz vorgestellt. Bis 2030 will der Maschinen- und Anlagenbauer die von ihm verursachten Emissionen von Treibhausgasen um 70 % senken und damit zum Erreichen des 1,5-Grad Ziels aus dem Pariser Klimaabkommen beitragen. Neben den eigenen Emissionen hat der im MDax notierte Konzern auch den Klimaeffekt aus der vorgelagerten Lieferkette und der Nutzung seiner Produkte im Blick. Das Leitmotiv der neuen Klimastrategie heißt „Investieren statt kompensieren“. Statt Emissionen durch Zahlungen zu kompensieren, investiert der Dürr-Konzern in klimafreundliche Technologien, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu minimieren.

„Wir nehmen unsere Verantwortung für den Klimaschutz aktiv wahr. Mit unserer Klimastrategie und den entsprechenden Reduktionszielen gehören wir zu den Vorreitern im Maschinen- und Anlagenbau. Ökologische Nachhaltigkeit hat bei Dürr Tradition. So sind wir bereits seit den 1960er Jahren in der Umwelttechnik aktiv. Bei Kunden auf der ganzen Welt leisten unsere Technologien einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Emissionen in der Produktion. Den ökologischen Fußabdruck unserer eigenen Standorte werden wir durch Investitionen in klimafreundliche Technologien und Gebäude und die Umstellung auf Ökostrom stark reduzieren“, sagte Dr. Jochen Weyrauch, zukünftiger Vorstandsvorsitzender der Dürr AG und zuständig für die Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns.

Wissenschaftliche Begleitung: Science Based Targets initiative
Derzeit lässt das Unternehmen seine Klimastrategie und deren Ziele von der Science Based Targets initiative (SBTi) wissenschaftlich validieren. Die weltweit anerkannte Organisation prüft, ob die vom Dürr-Konzern angestrebten Reduzierungen in Einklang mit dem Erreichen des 1,5-Grad-Ziels stehen. Die Stellungnahme der SBTi wird im ersten Halbjahr 2022 erwartet.

Investitionen in die Energieeffizienz
Im Jahr 2019 beliefen sich die dem Dürr-Konzern direkt zurechenbaren CO2- Emissionen auf rund 57.000 Tonnen. Dabei handelt es sich um die sogenannten Scope-1- und 2-Emissionen, die im Wesentlichen aus dem Standortbetrieb und dem Zukauf von Energie resultieren.

Die Klimastrategie enthält Maßnahmen, um diese Emissionen bis 2030 um 70 % zu senken. Bis 2023 werden alle Standorte weltweit ausnahmslos auf Ökostrom umgestellt. Überdies investiert der Konzern stark in Photovoltaik. Den Anfang machen die deutschen Standorte Bietigheim-Bissingen, Schopfloch und Holzbronn; allein dafür werden 1,4 Mio. € investiert. Im zweiten Schritt sollen weitere Werke in Deutschland, Polen, China und den USA folgen. Ergänzend werden ORC-Anlagen (Organic Rankine Cycle) aus dem eigenen Produkt- programm installiert. Damit lässt sich nachhaltig Strom aus Abwärme erzeugen. Mithilfe von Photovoltaik und ORC sollen die entsprechend ausgerüsteten Standorte mindestens 70% des benötigten Stroms klimaneutral selbst erzeugen.

Weitere Emissionsreduzierungen sollen durch Gebäudeinvestitionen erreicht werden. Zum Beispiel werden die im Frühjahr angekündigten Neubauten bei HOMAG in Schopfloch und Sroda (Polen) mit energieeffizienter Gebäudetechnik ausgerüstet. Auch bei Beleuchtung und Heizung wird auf verbrauchs- arme Technik umgestellt. Unter dem Strich will der Dürr-Konzern die Energieeffizienz seiner Standorte jedes Jahr um 1 bis 2 % verbessern. Zudem wird die komplette Firmenfahrzeugflotte in Deutschland bis spätestens 2030 schrittweise auf alternative Antriebe umgestellt.

Energieeffiziente Produkte und Emissionsreduzierung in der Lieferkette
Die neue Klimastrategie zielt auch auf die Senkung der sogenannten Scope-3- Emissionen ab. Sie beinhalten vor allem den CO2-Ausstoß in der Lieferkette und die Emissionen, die durch die Nutzung der verkauften Produkte bei den Kunden entstehen. Diese Emissionen sind naturgemäß weitaus umfangreicher als die Eigenemissionen und können nur indirekt beeinflusst werden. Dennoch sollen sie bis 2030 um mindestens 15 % gesenkt werden.

In der Innovationsarbeit des Konzerns bildet die Energieeffizienz der Produkte einen Schwerpunkt. In den vergangenen 15 Jahren konnte Dürr den Energieverbrauch großer Lackieranlagen für die Automobilindustrie durch entsprechende Innovationen bereits um zwei Drittel senken. Dieser Kurs wird fortgesetzt und intensiviert. „Wir sind für unsere Kunden ein wichtiger Partner bei der Dekarbonisierung, da unsere Maschinen und Anlagen großen Einfluss auf die Klimabilanz der Produktion haben”, so Dr. Jochen Weyrauch. „Bei Investitionsentscheidungen achten die Kunden zunehmend darauf, wie stark neues Produktionsequipment zur Erreichung ihrer Klimaziele beiträgt. Daher rücken wir die Entwicklung energiesparender Technologien und die Nutzung regenerativer Energien im Rahmen der Klimastrategie noch stärker in den Fokus.”

Bei seinen Lieferanten wird der Dürr-Konzern verstärkt auf Nachhaltigkeit hinwirken. Aktuell wird ein Programm entwickelt, das finanzielle Anreize für Lieferanten mit klimafreundlichen Prozessen bietet. In der Logistik sollen mehr Warentransporte von der Straße auf die Schiene verlagert und Transporte per Luftfracht, soweit wie möglich, vermieden werden. Zudem wird die CO2-Bilanz von Logistikpartnern bei der Auftragsvergabe zukünftig eine Rolle spielen.

Auch die Beschäftigten werden in die neue Klimastrategie eingebunden. Vorschläge aus der Belegschaft, die zur ökologischen Transformation des Unternehmens beitragen, sollen künftig durch ein neues Programm für das Ideenmanagement gefördert und belohnt werden. Außerdem arbeitet der Konzern an Angeboten für Pendler, um die Emissionen auf dem Arbeitsweg zu senken.


Silke Kübler neue Leiterin der Kriminalpolizeidirektion Böblingen

Böblingen.| Mit Polizeidirektorin Silke Kübler hat Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller am 15. November die neue Leiterin der Kriminalpolizeidirektion Böblingen begrüßt. Sie tritt damit die Nachfolge von Mathias Bölle an, der im Mai dieses Jahres zum Landeskriminalamt nach Stuttgart wechselte und dort die Leitung der Abteilung 5, Cybercrime und Digitale Spuren, übernahm. Silke Kübler trat 1994 in den mittleren Polizeidienst ein, stieg 2003 in den gehobenen Dienst auf und war zunächst Dienstgruppenleiterin beim damaligen Autobahnpolizeirevier Ditzingen. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zum höheren Polizeivollzugsdienst war sie von 2009 bis 2012 Referentin im Referat 32 – Kriminalitätsbekämpfung beim Landespolizeipräsidium im Innenministerium Baden-Württemberg und besuchte anschließend die Führungsakademie des Landes in Karlsruhe. Von 2014 bis 2016 leitete Kübler den Institutsbereich Personalgewinnung der Hochschule für Polizei am Standort Böblingen und anschließend die Geschäftsstelle des Projekts “Evaluation der Polizeistrukturreform Baden-Württemberg”, bevor sie 2018 nach einer Verwendung im Referat 33 – Personalplanung als Referentin ins Referat 32 des Landespolizeipräsidiums zurückkehrte.

“Mit Silke Kübler hat die Kriminalpolizeidirektion eine Leiterin bekommen, die im Laufe ihrer bisherigen, außergewöhnlichen Karriere durch herausragende Leistungen zu überzeugen wusste,” freute sich Frank Spitzmüller. “Ich bin mir sicher, dass sie auch bei uns daran anknüpfen wird. Spitzmüller bedankte sich gleichzeitig bei Kriminaldirektor Markus Kubo, der als Leiter der Führungsgruppe seit Mai die Geschicke der Kriminalpolizeidirektion kommissarisch leitete und auch künftig als Abwesenheitsvertreter von Silke Kübler fungieren wird.


Die nächste Englische Woche für die SG BBM

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von Bernhard Gaus

Schlag auf Schlag geht es aktuell für Bietigheims Zweitliga-Handballer. Am Mittwoch (19:30 Uhr) müssen die Schwaben beim Dessau-Roßlauer HV antreten, ehe die SG BBM am Samstag (19 Uhr) den Bundesliga-Absteiger Eulen Ludwigshafen in der EgeTrans Arena empfangen. Beide Partien werden als kostenfreier Livestream unter www.sportdeutschland.tv übertragen.

„Nach diesen Wochen werden wir sehen, wo wir stehen“, sagt Iker Romero mit Blick auf den dicht gedrängten Terminkalender bis zum 26. Dezember. Neun Spieltage absolviert die 2. Liga noch vor der knapp sechswöchigen EM- Pause. Eine Belastungsphase, in der sich die Spreu vom Weizen trennen wird. Klar, dass der spanische Coach mit seinem Team im vorderen Tabellendrittel überwintern will.

Es bleibt wenig Zeit, den vergebenen Chancen nachzutrauern. „Ich hatte den Eindruck, das Spiel war insgesamt mehr auf unserer Seite“, sagt Sven Weßeling nach der jüngsten 25:27-Niederlage beim HSC Coburg, der eine 21:18- Führung seiner Mannschaft vorangegangen war. 60 Minuten lang hatten die in zwei Kleinbussen ihrer Mannschaft nachgereisten Trommler der SG BBM in Coburg unermüdlich wirklich alles gegeben. Von einem Punkterfolg gekrönt wurde ihr Einsatz am Ende leider nicht. „Es ist enttäuschend, dass wir diese Chance nicht genutzt haben“, bestätigt Weßeling.

SG BBM-Trainer Romero vermisst bei seinem Team in den entscheidenden Phasen noch die Durchsetzungsstärke. „Ich kann nicht sagen, dass die Mannschaft nicht gekämpft hat“, sagt der frühere Weltklassespieler. „Und es passiert in unserem Sport, dass man nach +3 Toren ein Spiel noch verliert. Aber wir müssen diesen Moment nutzen, wenn wir das Spiel gewinnen wollen. Und den Moment hatten wir in fast allen Spielen.“

Jetzt gilt es, das beim nächsten Match in Sachsen-Anhalt besser zu machen. „Es ist immer sehr unangenehm dort zu spielen“, weiß Neuzugang Weßeling noch aus seiner Zeit beim TV Emsdetten. „Das wird wieder ein sehr schwieriges Auswärtsspiel. Aber wir werden sicher nicht mit gesenkten Köpfen dorthin fahren und auch in diesem Spiel wieder alles reinhauen“, bekräftigt der Rückraumlinke. Bereits am Dienstag wird sich der unveränderte Kader der Schwaben mit einem Zwischenstopp in Leipzig auf den Weg in die Stadt machen, in der die Mulde in die Elbe mündet.

In der Bauhausstadt wartet ein ausgeruhter Gegner. Die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Jungandreas – seit 2014 in Dessau an der Seitenlinie und damit der dienstälteste Trainer der 2. Liga – hat ihr letztes Pflichtspiel am 27. Oktober absolviert und in Dormagen mit einem 27:23-Sieg beide Punkte geholt. Die beiden folgenden Ligaspiele wurden in den Dezember verschoben. Trotz der zwei Spiele Rückstand rangiert Dessau-Roßlau mit 9:7 Punkten noch vor der SG BBM (9:11), sammelte zuhause Siege gegen Ludwigshafen, Eisenach und Lübeck-Schwartau. Nur am 1. Spieltag zeigte der DRHV noch Anlaufschwierigkeiten und kassierte die einzige Heimniederlage gegen die Rimpar Wölfe.

Damit ist der DRHV voll im Punktesoll. Wie das ganze Team spielt bislang auch Max Emanuel im rechten Rückraum eine gute Saison. Der 27-jährige Linkshänder war ab 2015 für die SG BBM am Ball, ehe der gebürtige Schkeuditzer 2020 wieder näher an seine Heimat wechselte. Mit seinen 24 Saisontore liegt er in der internen Statistik des DRHV auf Rang 5, unter anderem hinter Yannick Danneberg im linken Rückraum (39 Tore) und dem wendigen Spielmacher der Sachsen-Anhaltiner, Vincent Sohmann (32/15). Aus welchen Spielsituationen heraus Dessau-Roßlau seine Tore macht, deutet die Ausbeute von Linksaußen Jakub Hrstka (38/5 Tore) und Rechtsaußen Yannick Pust (33) an.

Vor dem effektiven Tempospiel, der schnellen Mitte und der zweiten Welle der Jungandreas-Truppe muss Bietigheim eigentlich nicht mehr gewarnt werden. Dazu genügt ein Rückblick in die letzte Saison, in der die SG BBM mit einer deftigen 26:39-Niederlage die Heimfahrt antreten musste. Solch eine Klatsche bleibt haften, viel mehr noch als die gelungene Revanche beim 30:26-Heimerfolg in der Rückrunde.


OB Nopper ruft zur Impfung auf

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„Impfungen schützen vor schweren Verläufen. Lassen Sie sich impfen!“

Stuttgart.| Angesichts der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus hat Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper appelliert, sich impfen zu lassen und so sich und andere zu schützen. In Stuttgart liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 350.

OB Nopper sagte in einer Video-Botschaft: „Das Corona-Virus breitet sich leider auch in unserer Stadt schneller aus denn je. Die Entwicklung der Corona-Pandemie gibt Anlass zu großer Sorge. Wir müssen deshalb alles tun, um dem Virus Einhalt zu gebieten.“ Noch immer seien zu wenige Menschen geimpft. OB Nopper weiter: „Impfungen schützen Sie vor schweren Covid-19-Verläufen. Lassen Sie sich impfen und wenn Sie schon zweimal geimpft sein sollten, lassen Sie sich baldmöglichst ein drittes Mal impfen – bei Ihrem Hausarzt, bei den mobilen Impfangeboten unseres Klinikums oder bei den Impfambulanzen der Stadt Stuttgart.“

Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern kümmerten sich „in großartiger und in bewundernswerter Weise“ um die Corona-Patienten. Nopper sagte: „Mittlerweile ist die Zahl der Corona-Patienten so stark gestiegen, dass sogar planbare Operationen verschoben werden müssen. Das erhöht Leid und Unsicherheit vieler Menschen.“ Es komme auf jeden Einzelnen an. Sein dringender Appell: „Lassen Sie sich impfen! Schützen Sie sich selbst und schützen Sie andere – damit wir so bald wie möglich wieder einen unbeschwerten Alltag erleben. Gemeinsam werden wir die Corona- Pandemie überwinden. Ich zähle auf Sie. Bleiben Sie gesund!“


Stadt führt Maskenpflicht im Unterricht wieder ein

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Ziel: Sicherung des Präsenzunterrichts

Stuttgart.| In Stuttgarts Schulen – mit Ausnahme der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) – gilt ab Mittwoch wieder während des gesamten Unterrichts die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Die Stadt reagiert damit auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus. Grundlage ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt am Montag, 15. November, veröffentlichte.

Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, sagte: „Das Virus ist aktuell unter den Grundschulkindern am weitesten verbreitet. Danach folgen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren. Beide Altersgruppen heben sich in der Inzidenz deutlich von allen anderen ab. Kinder und Jugendliche sind zu weiten Teilen noch nicht geimpft und haben sehr viele Kontakte. Das beschleunigt die Virusübertragung. Deswegen wollen und müssen wir nun verpflichtend machen, was viele bislang nur freiwillig gemacht haben: Unterricht mit Mund-Nasen-Bedeckung auch am Platz.“ Die Verwaltung habe sich diese Entscheidung nicht leichtgemacht. „Wir wollen die bestmögliche Bildung und Betreuung für Kinder und Jugendliche. Dafür sind die Schulen der richtige Ort. Die Masken sind zwar wenig beliebt aber bewährt. Wir können nicht länger abwarten und müssen das Tragen verpflichtend vorgeben“, so Fezer.

Die Maskenpflicht gilt laut Verfügung in „beruflichen und allgemeinen Schulen, den Grundschulförderklassen in öffentlicher und freier Trägerschaft sowie den Betreuungsangeboten der verlässlichen Grundschule, flexiblen Nachmittagsbetreuung und den Horten an der Schule“. Dort besteht in den Unterrichts- und Betreuungsräumen jetzt auch am Sitzplatz die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Dies gilt auch für Lehrkräfte und andere am Unterricht und an Betreuungsangeboten mitwirkende Personen, auch wenn sie den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Die Maskenpflicht ergänzt die bestehende Testpflicht, wonach die rund 75.000 Schülerinnen und Schüler dreimal in der Woche einen negativen Antigenschnelltest vorweisen müssen. Zudem haben alle Schulen auch Hygienekonzepte.


Verschenken macht glücklich!

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  • Abfallwirtschaftsbetrieb eröffnete in Herrenberg-Kayh drittes Verschenk-Häusle
  •  Erster Werkleiter Martin Wuttke: „Gut Erhaltenes findet einen neuen Besitzer“

Herrenberg.| Am Mittwoch, 10. November hat der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) das dritte Verschenk-Häusle im Landkreis Böblingen beim Wertstoffzentrum Herrenberg-Kayh eingeweiht.

Dort können die Wertstoffhofbesucher gut erhaltene Gegenstände an andere Menschen weitergeben, anstatt sie wegzuwerfen. „Dieses Verschenk-Häusle im Gäu ist ein weiterer wichtiger Baustein im Hinblick auf die Abfallvermeidung“, äußerte sich Martin Wuttke, der Erste Werkleiter des AWB. „Indem wir noch gebrauchstüchtige Dinge an andere weitergeben, verlängern wir deren Lebensdauer.“ Zur Abfallvermeidungsstrategie des Landkreises gehört seit langem auch die Online-Plattform verschenkenundmehr.de.

Ins Verschenk-Häusle gebracht werden können zum Beispiel Bücher, CDs, Spiele und Kuscheltiere oder Sportgeräte – aber auch Haushaltswaren wie Geschirr oder Vasen. Elektrogeräte und Altkleider werden nicht entgegengenommen. Zunächst sammeln die Wertstoffhofmitarbeiter die abgegebenen Sachen in einer Gitterbox. Anschließend prüfen die Mitarbeiter diese im Hinblick auf ihre Gebrauchsfähigkeit und ihren optischen Eindruck. Was offensichtlich kaputt ist, wird aussortiert. Die gut erhaltenen Sachen werden ins Verschenk-Häusle gestellt. Ein Kunde darf bis zu drei Gegenstände mitnehmen.

Martin Wuttke wirbt für eine ehrenamtliche Mitarbeit beim Verschenk-Häusle und hofft, dass die Mitarbeiter vom Wertstoffhof diese Arbeit nicht alleine machen müssen: „Wir freuen uns über Mithilfe, damit das Verschenk-Häusle ordentlich bleibt und die Dinge darin den üblichen Erwartungen gepflegter Second-Hand in puncto Vielfalt und Qualität entsprechen. Für eine solche Unterstützung wären wir sehr dankbar.“

Auf den Wertstoffhöfen Böblingen-Hulb und Renningen-Malmsheim stehen bereits Verschenk-Häusle, die sehr gut angenommen werden. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hofft auch hier in Kayh auf reges Interesse und ein intensives „Geben und Nehmen“ im Verschenk-Häusle – ein zusätzliches, nachhaltiges Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger im Umkreis. Das Wertstoffzentrum Kayh hat folgende Öffnungszeiten: mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 15 Uhr.

Weitere Informationen zu den Verschenk-Häusle sind zu finden unter www.awb-bb.de/verschenk-haeusle. Dort können Interessierte für die erbetene ehrenamtliche Mithilfe auch Kontaktadressen finden.


Wasserball: Zweites Spiel und zweiter Sieg für SVL

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Stuttgart.| Im zweiten Bundesligaspiel der neuen Saison lässt der SVL nichts anbrennen. Das Heimspiel im Inselbad in Stuttgart gegen die SG Neukölln geht klar mit 14:8 (5:2, 3:1, 3:3, 3:2) an Ludwigsburg. Zweites Spiel, zweiter Sieg, vier Punkte. Und dann schießt der Neuzugang Tobias Bauer auch noch in seinem ersten Bundesligaspiel sein erstes Bundesligator. Viel mehr geht nicht für den SVL.

Der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev ist nach dem zweiten Bundesligaspiel der Saison richtig gut gelaunt und ganz zufrieden. Ludwigsburg hat eben gegen die SG Neukölln einen nie gefährdeten 14:8-Sieg eingefahren. Jakovcev lobt in sbesondere die Abwehr seines Teams, die im Vergleich zum ersten Spiel gegen die White Sharks Hannover eine deutlich bessere Leistung gezeigt hat.

„Eine gute Abwehr ist im Wasserball meistens Grundlage für einen Sieg“, sagt er. Die Mannschaft habe immer wieder gute Akzente gesetzt. Heimspiele, sagt der Teammanager augenzwinkernd, „muss man gewinnen“ – wohl wissend, dass das nächste Spiel wieder ein Heimspiel ist, und was für eins: Gegner in zwei Wochen ist der Rekordmeister aus Spandau.

Der SVL legt im Spiel gegen die SG Neukölln allerdings einen etwas „stotterigen Start“ hin, das sind die Worte des Kommentators des Livestreams auf dem SVL-Youtube-Kanal, Jan Wörsinger. Neukölln geht zunächst mit einem Tor in Führung. Ludwigsburg tut sich während der ersten Minuten schwer. Doch bald erzielen Domagoj Mijatovic das 1:1, Nino Blazevic das 2:1 und dann wieder Mijatovic das 3:1.

Neukölln wird über die gesamte Partie hinweg nicht mehr richtig in Schwung kommen, der SVL seine Führung nicht mehr abgeben. Nach dem ersten Viertel heißt es 5:2. Bereits im zweiten Viertel scheinen die Kräfte der SG-Wasserballer etwas nachzulassen. Zur Halbzeit steht es 8:3 für den Ludwigsburg.

Aber alle wissen: jetzt nicht übermütig werden. Im Spiel gegen Hannover vor einer Woche stand es zur Halbzeit 7:2 – und viele dachten: das Match ist gelaufen. War es aber nicht, Hannover kam noch mal nah ran. Diesmal hingegen läuft das Spiel weiter im Sinne der Ludwigsburger, sie lassen nichts anbrennen. Im dritten Viertel steht es bald 10:4 und schließlich 11:6.

Die letzte Viertelpause wird arg lang, denn es gibt Probleme mit dem Internet in der Halle – und deshalb kann das online-Protokoll nicht geführt werden. Als Blazevic zu Beginn des letzten Viertels das 12:6 erzielt ist den meisten Zuschauern in der Halle und daheim an den Bildschirmen wohl klar: der SVL wird auch dieses Spiel gewinnen.

Wegen vieler Nicklichkeiten werden immer wieder Neuköllner Spieler von den Schiedsrichtern ausgeschlossen. Der SVL lässt sich von den Fouls aber kaum beeinflussen. Kurz vor dem Schlusspfiff erzielt der Neuzugang Tobias Bauer dann sein besagtes erstes Bundesligator, das zum 14:8 Endstand. Ein nahezu perfekter Abend für den SV Ludwigsburg.

Der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch sagt allerdings: „Wir haben viele Chancen liegen gelassen“, aber die Punkte geholt „und das zählt“. Seine Mannschaft habe nur teilweise gut gespielt. Van der Bosch spricht vom „gleichen Phänomen wie gegen die White Sharks: Wenn wir vier, fünf Tore vorne liegen, spielen wir nicht mehr weiter.“ Nur deshalb sei die SG im Spiel geblieben.

„Wir müssen lernen durchzuziehen, abgeklärter zu spielen, wir hätten mit acht, neun Toren Unterschied gewinnen müssen und Minimum 20 Tore schießen müssen.“ Denn gegen richtig gute Mannhafter werde der SVL nicht so viele Chance bekommen. Besonders gefreut habe er sich für Domagoj, dieser habe – auch mit seinen vier Toren – gezeigt, dass er ein richtig guter Wasserballer ist.

Der SVL-Kapitän Ivan Pisk sagt, „heute hat alles geklappt was wir geplant haben. Wir sind ruhig geblieben, egal was im Wasser passiert ist“. Nun gelte es unbeirrt weiter zu trainieren, „wir lassen uns nicht stoppen, denn unser Ziel in der Bundesliga ist die Top-Vier“.

Für den SVL spielten gegen Neukölln: Josip Katusa, Mikael Metodiev (1 Tor), Timo van der Bosch (1), Tobias Bauer (1), Marko Martinic (5), Aleksa Manic, Domagoj Mijatovic (4), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic, Nino Blazevic (2), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk