Viele Anrufe falscher Polizeibeamter in den Landkreisen

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg registriert heute bereits über den ganzen Tag hinweg eine Vielzahl von Anrufen falscher Polizeibeamter in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen. Die Anrufer geben dabei entweder vor, dass in der Nachbarschaft wäre eingebrochen wurde und versuchen am Telefon Auskunft über die Vermögensverhältnisse der Angerufenen zu bekommen oder sie berichten von einem schweren Verkehrsunfall, den ein naher Verwandter verschuldet hat, der nur durch eine größere Bargeldsumme von einer Inhaftierung verschont werden kann.

Die Polizei warnt erneut eindringlich vor den Betrügern.

Niemals rufen Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen bei Ihnen an und fragen Sie nach ihren persönlichen Verhältnissen oder bestehendem Vermögen aus. Geben Sie niemandem derartige Auskünfte und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Händigen Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen aus.

Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer, den angeblichen Namen und die angebliche Dienststelle des Anrufers und legen Sie auf. Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf oder wählen sie den Polizeinotruf 110 und teilen sie den Vorfall mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

Lassen Sie sich nicht davon täuschen, wenn auf ihrem Display eine Rufnummer erscheint, die scheinbar mit der Telefonnummer einer Polizeidienststelle übereinstimmt oder wie eine Notrufnummer aussieht – diese Anzeige kommt durch technische Manipulationen der Betrüger zustande, die tatsächlich von einem ganz anderen Anschluss anrufen.


Höhenretter der Feuerwehr als Nikolaus im Klinikum Stuttgart

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  • Zwei Höhenretter der Feuerwehr Stuttgart seilten sich als Nikolaus verkleidet vom Olgahospital des Klinikums Stuttgart ab
  • Rund 100 Geschenke an Kindergartenkinder und kleine Patientinnen und Patienten übergeben
  • Gemeinsame Aktion des Klinikum Stuttgart und der Feuerwehr Stuttgart
  • Einsatzkräfte übergeben 3.650 Euro an die Olgäle-Stiftung

Stuttgart.| Am Nikolaustag waren mehrere Höhenretter der Feuerwehr Stuttgart als Nikolaus im Einsatz. Aus rund 27 Metern Höhe seilten sich zwei als Nikolaus verkleidete Höhenspezialisten am Olgahospital des Klinikums Stuttgart, Deutschlands größtem Kinderkrankenhaus, ab. Vom Fenster aus beobachteten viele Kinderaugen den Abseilvorgang. Im Anschluss übergaben die Höhenretter rund hundert kleine Geschenke an die Kinder. Die strahlenden Kinderaugen bestätigten, dass es sich bei der Aktion um einen vollen Erfolg handelte.

Durch eine Kooperation des Klinikum Stuttgarts und der Feuerwehr Stuttgart mit Unterstützung der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. wurde diese Aktion im Rahmen eines Übungstages der Höhenretter ermöglicht. Die Nikolauskostüme wurden freundlicherweise durch das Schauspielhaus Stuttgart zur Verfügung gestellt. Die weihnachtlichen Präsente wurden durch Geldspenden der Feuerwehr sowie die seit rund 20 Jahren jährlich stattfindenden Schokoladenspenden der Rübezahl Schokoladen GmbH an die Olgäle-Stiftung ermöglicht.

Einsatzkräfte der Feuerwehr spenden im Rahmen vom „Movember“ 3.650 Euro
Der „Movember“ stammt aus Australien und setzt sich aus „Moustache“ (englisch für Schnurrbart) und „November“ zusammen. Bei der Aktion lassen sich Männer im November einen Schnurbart wachsen, um auf Vorsorgeuntersuchungen und Erkrankungen aufmerksam zu machen, sowie Spenden zu sammeln. Initiiert durch die 1. Wachabteilung der Feuer- und Rettungswache 5 ließen sich auch zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Stuttgart einen Schnurbart wachsen und spendeten Geld. Insgesamt kamen 3.650 Euro zusammen, welche im Rahmen der Nikolausaktion der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. übergeben wurden.

Erkrankungen können oftmals besser bekämpft werden, wenn sie frühzeitig erkannt werden, weitere Informationen zu empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen können beim Hausarzt oder der Krankenkasse erfragt werden. Die Kassenärztliche Bundes- vereinigung hat eine Übersicht zu Früherkennungsuntersuchungen auf ihrer Homepage zusammengestellt: www.kbv.de/html/3503.php

Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Stuttgart
Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Stuttgart ist spezialisiert auf die Rettung aus Höhen und Tiefen. Die rund 50 Einsätze im Jahr reichen von medizinischen Transporthilfen in unwegsamem Gelände, bis hin zu komplexen Personenrettung von Baukränen oder Einsätze zur technischen Hilfeleistung. Auch im häuslichen Umfeld kommen die Höhenretter zum Einsatz. So sind ihre Fähigkeiten immer wieder gefragt, wenn der Transport von schwergewichtigen Patienten durch den Treppenraum oder über die Drehleiter nicht möglich ist. Gerade bei Einsätzen mit verletzten oder erkrankten Personen kommt den Höhenrettern zugute, dass jeder von ihnen auch im Rettungsdienst aktiv ist und somit auch eine medizinische Versorgung während der Rettung gewährleisten kann. Die Höhenretter sind an der Feuer- und Rettungswache 5 auf den Fildern stationiert und rund um die Uhr einsatzbereit.


Wasserball-Bundesliga: Deutlicher Sieg im Derby gegen Esslingen

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Ludwigsburg.| Bis Mitte des dritten Viertels war das Derby der SVL-Wasserballer gegen den SSV Esslingen nicht so deutlich zu Gunsten der Schwarz-Gelben, wie zuvor erwartet. Erst im letzten Viertel hat Ludwigsburg den Sieg dann klar gemacht und mit 17:11 gewonnen.

Mit einer tollen Parade des SVL-Torwarts Ivan Pisk und wenig später mit dem 1:0 für Ludwigsburg beginnt das Derby gegen den SSV Esslingen ganz nach dem Geschmack der Fans des SVL. Mit einem satten Schuss ins obere rechte Eck gleicht Esslingen indes bald zum 1:1 aus, was die Fans des SSV in der Tr aglufthalle des Inselbads in Stuttgart mit donnerndem Applaus und Trommelschlägen feiern. Ganz ähnlich geht das Spiel zunächst weiter. Der SVL schießt ein weiteres Tor, Esslingen zieht nach. Dem SSVE gelingt es aber kein einziges Mal, in Führung zu gehen. Das Spiel bleibt bis zur Mitte des dritten Viertels allerdings eng.

Der Esslinger Trainer Heiko Nossek wird nach dem Abpfiff von „einem Spiel auf Augenhöhe“ sprechen, doch im vierten Viertel habe sein Team den Anschluss dann leider verloren. Der SV Ludwigsburg habe verdient gewonnen und sei seiner Favoritenrolle gerecht geworden.

Nach dem ersten Viertel steht es 4:3 für Ludwigsburg. Marko Martinic beweist einmal mehr, dass er zu den Top Torschützen der Liga gehört. Ein uns andere Mal heißt es: Tor Martinic. Zur Halbzeit steht es 9:7. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt, „wir tun uns schwer“. Es gelte, die Angriffe weniger überhastet und in Ruhe abzuschließen.

Im dritten Viertel zieht Ludwigsburg auf 14:11 weg. Obwohl Martinic den ein oder anderen Torschuss vergibt und SVL-Torwart Ivan Pisk nicht seinen aller besten Tag hat – der SVL spielt besser als Esslingen. Das letzte Viertel geht dann komplett an Ludwigsburg. Esslingen gelingt kein weiterer Treffer. Aleksa Manic erzielt das 15:11, sein zweites Tor. Pisk pariert ein paar Schüsse des SSV. Als Martinic dann auch noch das 16:11 schießt und der Neuzugang Tobias Bauer mit einem Strafwurf das 17:11 nachlegt, ist klar: der SVL ist im deutschen Wasserball die Nummer eins im Süden.

Bereits am kommenden Samstag wartet eine vermutlich noch deutlich anspruchsvollere Aufgabe auf die Ludwigsburger. Dann steht das Auswärtsspiel gegen den ASC Duisburg auf dem Spielplan, jene Mannschaft, gegen die der SVL im DSV-Pokalturnier jüngst etwas unglücklich verloren hat.

„Esslingen hat es uns nicht einfach gemacht“, sagt der Kapitän Ivan Pisk. Das Match sei aber „ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel für uns Spieler und bestimmt auch für die Wasserballfans gewesen“. Pisk spricht von „einem Festival des Wassersports“. „Mit den Punkten in  der Hosentasche richten wir unsere Köpfe nach Duisburg.“ Eric Fernandez Rivas sagt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg.“ Der Mann, der noch vor kurzem für den SSV Esslingen gespielt hat, spricht von „einem Schritt vorwärts, um den dritten Platz zu erreichen“. Nun denke jeder an das Spiel gegen Duisburg. „Meine Prognose? Wir gewinnen.“

Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch sagt nach dem Spiel gegen Esslingen, er sei zufrieden mit dem Sieg und mit der Höhe des Siegs, aber nicht unbedingt mit dem Spielverlauf. Bis zum letzten Viertel habe der SVL „zu viele Chancen vertan“. Der Mann, der im Hauptberuf Polizist ist, wählt deutliche Worte: „Wir waren zu doof.“ Im kommenden Spiel gegen Duisburg müsse manches besser laufen, denn dann gehe es darum, welches Team die Nummer drei in Deutschland ist – hinter Spandau und Waspo Hannover. Die Ludwigsburger Spieler seien alle fit, sagt van der Bosch. Aber auch der Kopf müsse vorbereitet sein, „so ein Spiel wird zwischen den Ohren entscheiden“.

Für den SVL spielten: Josip Katusa, Mikael Metodiev (1 Tor), Timo van der Bosch (1), Tobias Bauer (1), Marko Martinic (6), Aleksa Manic (2), Domagoj Mijatovic, Kristijan Lipar (1), Mattia Ruggeri (1), Mateja Bosic (1), Nino Blazevic (3), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk


Bietigheim fährt „ganz wichtigen Sieg“ ein

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Nach vier sieglosen Spielen meldet sich die SG BBM Bietigheim mit einem 34:26 (18:16)-Erfolg über die DJK Rimpar Wölfe zurück. Die Schwaben überraschen im Duell zweier Tabellennachbarn im Mittelfeld der 2. Liga mit einem in der Höhe nicht erwarteten Sieg.

„Wir hatten eine schlechte Phase in der Saison, deshalb ist dieser Sieg ganz wichtig für uns“, freute sich Iker Romero. „Das war wichtig für unsere Einstellung und das Vertrauen in unsere Qualität“, so der Trainer der SG BBM. Wölfe- Coach Julian Thomann war vor allem mit der Defensivleistung seines Rudels nicht einverstanden: „Insgesamt gewinnen wir keine Zweikämpfe in der Abwehr, haben dazu keinen guten Tag auf der Torhüterposition. In der Konsequenz erhalten wir zu viele Gegentore. Mit einer besseren Leistung wäre heute sicher ein engeres Spiel drin gewesen.“

Den Sieg mit den eigenen Fans zu feiern, das blieb den Bietigheimer Handballer am Samstag verwehrt. Die angekündigte kurzfristige Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatte bei der SG BBM Mitte der Woche zu der Entscheidung geführt, die Partie vor leeren Rängen auszutragen und in die Bietigheimer Viadukthalle zu verlegen. Unter all den turbulenten Begleitumständen scheint der Fokus der SG BBM auf diese wichtige Partie nicht gelitten zu haben. „Wir waren in jedem Moment konzentriert, auch als wir in der ersten Halbzeit zurücklagen“, hatte Romero den Eindruck gewonnen. „Das war eine sehr gute Arbeit von uns in der Abwehr und von Nick im Tor.“

Das Torhüterduell war in dieser Saison noch nicht allzu oft an die Bietigheimer Handballer gegangen. Entsprechend stand nach dem Schlusspfiff SG BBM-Keeper Nick Lehmann im Zentrum der Spielertraube, nahm die Glückwünsche seiner Teamkollegen entgegen. Nach 22 Spielminuten eingewechselt, war der 22-Jährige an 44 Prozent aller Würfe auf sein Tor entscheidend dran, im Handball eine herausragende Quote.

Die Defensivleistung war am Samstag nur ein Faktor für den Erfolg. Auch im Angriff ging die SG BBM wieder mit mehr Tempo und Selbstvertrauen ans Werk. Bei 36 Torerfolgen gibt es wahrlich nichts zu mäkeln, allen voran blieb der bärenstarke Dominik Claus im rechten Rückraum bei neun Torerfolgen ohne Fehlwurf. Neben ihm taute auch Sven Weßeling wieder auf, traf wie Claus insgesamt neunmal ins Schwarze. Bester Werfer bei den Rimpar Wölfen war Patrick Schmidt, der ebenfalls neunmal einnetzte, davon siebenmal fehlerfrei vom Siebenmeterpunkt.

In der ersten Halbzeit hatte sich lange noch keine Überlegenheit der Hausherren angedeutet. Rimpar glich die Bietigheimer 13:10-Führung aus und lag in der 24. Minute selbst wieder mit 13:15 Toren vorne. Dann ging es jedoch Schlag auf Schlag: 18:16-Führung der SG BBM zur Pause und ein Blitzstart in die zweite Hälfte. 22:16 stand es nach einem 9:1-Lauf der Mannschaft um Kapitän Paco Barthe, die in dieser Phase die technischen Fehler der Unterfranken gnadenlos ausnutzte.

Und die SG BBM spielte, wie von Iker Romero angedeutet, die Partie konzentriert zu Ende. Die aufmerksame Abwehr war die Basis dafür, dass Bietigheim mit gutem Tempo vorne beständig seine Tore machen konnte und die Unterfranken auf Distanz hielt. Näher als beim 26:22 eine Viertelstunde vor dem Ende rückte Rimpar nicht mehr heran.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic (1), Claus (9), Öhler, Dahlhaus (2), Schäfer (6), de la Peña, M. Urban, Barthe, Link, Weßeling (9/2), Pfeifer (4), Boschen, Fischer (3).

DJK Rimpar Wölfe: Mallwitz, Wieser; Jaeger (2), Schömig (2), Böhm (2), Karle (1), Baumgarten (3), Schmidt (9/7), Kaufmann (2), Dürr, Meyer (1), Dayan (3), Kovacic (1), Sauer, Merk.

Spielverlauf: 5:5 (11.), 10:8 (17.), 13:10 (20.), 13:15 (24.), 17:15 (28.), 18:16 (30.), 22:16 (34.), 26:22 (46.), 30:23 (51.), 34:26 (59.).
Zeitstrafen: Vlahovic (16., 48.), Boschen (58.) – Baumgarten (6.), Kovacic (14.), Meyer (25., 48.), Mallwitz (49.)
Schiedsrichter: Andre Kolb / Markus Kauth (DHB Elite-Anschlusskader)
Zuschauer: 0 (Viadukthalle Bietigheim)


Spiele der Amateur-Oberliga nach 2022 verlegt

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Der Ball in der Oberliga BW wird in diesem Jahr nicht mehr rollen

Freiberg a. N.| Die Partie des SGV Freiberg Fußball e. V. gegen den SV Oberachern e.V. an diesem Samstag sowie das Auswärtsspiel in der kommenden Woche gegen die Kickers werden ins neue Jahr gelegt!

Wie der wfv mitteilt wird es eine vorzeitige Winterpause in der OLBW geben
Die Fußballverbände in Baden-Württemberg haben entschieden alle Spiele von der Kreisliga bis zur Oberliga BW ab dem 4. Dezember bis Jahresende abzusetzen und in das neue Jahr zu verlegen.

Die Entscheidung war erforderlich, nachdem die Landesregierung bis zum Abend weder eine neue CoronaVO noch eine CoronaVO Sport verkündet hat. Vor dem Hintergrund dieser Rechtsunsicherheit und ganz kurzfristig zu erwartender Verschärfungen, ist eine Fortsetzung des Spielbetriebs nicht zu vertreten.”

Der SGV Freiberg Fußball e. V. wünscht allen Fans und Freunden ein gesegnetes Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleiben Sie gesund!


Stuttgart ist Deutschlands nachhaltigste Großstadt

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Stadtverwaltung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 ausgezeichnet

Stuttgart.| Die Landeshauptstadt Stuttgart ist Siegerin beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie nachhaltigste Großstädte 2022. Dies wurde im Rahmen der Preisverleihung beim Deutschen Nachhaltigkeitskongress am Freitag, 3. Dezember, in Düsseldorf bekannt gegeben. Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, nahm die Trophäe stellvertretend für die Stadt Stuttgart entgegen.

Bürgermeister Pätzold sagte: „Uns freut diese Auszeichnung sehr, und ich widme sie all den vielen Personen und Fachämtern unserer Verwaltung, die sich Tag für Tag für nachhaltige Angebote und Projekte in Stuttgart einsetzen. Mich freut, dass auch in der öffentlichen Wahrnehmung immer deutlicher wird, in welch starkem Maße sich die Stadtverwaltung seit Jahren für Nachhaltigkeitsthemen einsetzt.“

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis gilt mit acht Wettbewerben und über 1.000 Bewerbern als Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement und wurde bereits zum vierzehnten Mal vom Büro des Deutschen Nachhaltigkeitspreises vergeben.

Das Projektbüro lobt in seiner Laudatio die Stadt Stuttgart auf vielen Ebenen: Die vorbildliche Arbeit im Bereich Energie und Klimaschutz habe durch die Ende 2019 beschlossenen Zielvorgaben und einem Aktionsprogramm mit Klimaschutzmaßnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro nochmals deutlich an Fahrt aufgenommen. Besonders hervorzuheben sei hier der grundsätzliche Bau städtischer Gebäude im Plusenergie-Standard, die Verwendung eines Stuttgarter CO2-Preises für Wirtschaftlichkeitsberechnungen und eine umfangreiche städtische Förderlandschaft zu Energie und Klimaschutz.

Stuttgart überwacht den Fortschritt jährlich mit einem Treibhausgas-Reduktionspfad auf Basis des 1,5-Grad-Ziels von Paris. Im Bereich Luftreinhaltung seien in den vergangenen Jahren ebenfalls entscheidende Fortschritte zu verzeichnen. Das Stuttgarter Bodenschutzkonzept zeigt Methoden und Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Boden, die bereits seit 2006 konsequent bei der Bauleitplanung umgesetzt werden. Die Kommune ließ ferner vier städtische Betriebe gemeinwohlökonomisch bilanzieren, ermöglicht aber auch privatwirtschaftlichen Unternehmen mit dem Förderprogramm „Nachhaltig fit für morgen“ den Einstieg in die GWÖ-Bilanz.

Über eine Online-Plattform können Bürgerinnen und Bürger Ideen und Vorschläge zu städtischen Finanzen in Haushaltsplanverfahren einbringen; der Stuttgarter Bürgerhaushalt verzeichnet die bundesweit größte Beteiligung.

Als „Kinderfreundliche Kommune“ realisiert Stuttgart unter anderem Maßnahmen, um die Rechte der Stuttgarter Kinder in Einklang mit der UN-Kinderrechtskonvention weiter zu stärken. Wichtig ist der Stadt ein gezieltes „Empowerment“ verschiedener Bevölkerungsgruppen. Darunter fallen Angebote für Geflüchtete wie ein eigener Ausbildungscampus, präventive und versorgende Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie Maßnahmen gegen Diskriminierung und häusliche Gewalt. Darüber hinaus widmet sich Stuttgart als Pilotkommune der Erprobung von Indikatoren zur Einhaltung Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, sogenannte „Sustainable Development Goals“ (SDG).


Flächendeckendes Impfnetzwerk geht in Vollbetrieb

Kreis Esslingen.| Von Montag, 6. Dezember an werden im Landkreis Esslingen flächendeckend mobile Impfangebote gemacht. Dazu sind insgesamt zehn Mobile Impfteams im Einsatz. Der Landkreis Esslingen hatte gemeinsam mit Kommunen und dem Malteser Hilfsdienst ein Konzept für ein flächendeckendes Impfnetzwerk erarbeitet, das jetzt in Vollbetrieb geht.

Mit dem mobilen Impfangebot des Landkreises können rund 8.000 Impfungen pro Woche im Landkreis erreicht werden. „Damit können wir die Impfangebote der Ärzte und Betriebsärzte sowie die weiteren Impfaktionen von Kommunen, ehrenamtlich Engagierten und anderen Einrichtungen wirksam flankieren“, sagt der Gesundheitsdezernent Peter Freitag. Das Land hat inzwischen die vom Landkreis geforderten mobilen Impfteams bewilligt. Die Teams wurden von den Maltesern, dem Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe besetzt, so dass von kommender Woche an insgesamt zehn Mobile Impfteams im Kreisgebiet im Einsatz sind. Seit vergangener Woche werden bereits Impfstützpunkte in den Großen Kreisstädten angefahren. Von Montag, 6. Dezember an werden weitere Impfstützpunkte im Kreisgebiet eingerichtet. Die mobilen Impfteams sind an den einzelnen Wochentagen festen Orten zugewiesen und machen an jetzt insgesamt 13 Impfstützpunkten wie folgt Station:

Impfstützpunkte in Großen Kreisstädten:

  • Montags in Ostfildern (Körschtalhalle, Körschtalstraße 30, Scharnhausen)
  • Dienstags in Kirchheim unter Teck (Stadthalle, Stuttgarter Straße 2, außer Dienstag, 7. Dezember: Jesingen, Sporthalle Lehenäcker, Holzmadener Straße 24)
  • Mittwochs in Nürtingen (Beutwanghalle, Beutwang 1, Neckarhausen)
  • Donnerstags in Leinfelden Echterdingen (Walter-Schweizer-Kulturforum, Schimmelwiesenstr. 18, Echterdingen)
  • Freitags in Filderstadt (Filharmonie, Tübinger Straße 40, Bernhausen)
  • Samstags und sonntags in Esslingen (ehemals Hotel Park Consul, Grabbrunnenstraße 19)

Die Aktionen beginnen jeweils um 12.30 Uhr und enden um 18 Uhr.

Impfstützpunkte in Raumschaften:

  • Montags in Weilheim/Teck (Limburghalle, Helfersbergweg 9)
  • Dienstags in Reichenbach/Fils (Brühlhalle, Karlstraße 30)
  • Mittwochs in Plochingen (Stadthalle, Hermannstraße 25)
  • Donnerstags in Aichtal (Firma Putzmeister, Gutenbergstraße 4, Aich)
  • Freitags in Wernau (Quadrium, Kirchheimer Straße 68)
  • Samstags in Unterlenningen (Sulzburghalle, Brunnenstraße 10)
  • Sonntags in Frickenhausen, (Erich Scherer Zentrum, Mittlere Straße 18)

Die Impfaktionen finden jeweils von 12.30 bis 18 Uhr statt.

Impfbus

Zusätzlich tourt der Impfbus weiterhin durch den Landkreis, vor allem nun in kleineren Ortschaften. Am Montag, 6. Dezember macht der Impfbus Halt in Altdorf, Gemeindehalle, Kirchstraße 5, am Dienstag, 7. Dezember in Oberboihingen, Gemeindehalle, Karlstraße 27 und am Mittwoch, 8. Dezember in Baltmannsweiler, Kulturzentrum, Baacher Straße 6. Im Impfbus wird von 12 bis 17.30 Uhr geimpft.

Terminbuchungssystem

Für die Impfaktionen an den Impfstützpunkten in den Raumschaften wird von Montag, 6. Dezember an ein Online-Terminsystem freigeschaltet. Es ist abrufbar über die Homepages des Landkreises www.landkreis-esslingen.de und der Malteser (www.malteser-neckar-alb.de). Die Termine werden zunächst begrenzt eingestellt, so dass nahezu jeden Tag weitere Termine dazukommen und gebucht werden können.

So bald wie möglich wird das Terminsystem auch um weitere Impfaktionen erweitert, beispielsweise um die Impfstützpunkte in den Großen Kreisstädten, und auch Termine bei weiteren offenen Aktionen sollen darüber buchbar sein.

An den Weihnachtsfeiertagen wird nicht geimpft. Für diese Tage wird es Ausweichtermine geben, die derzeit noch abgestimmt werden.

Rund um die Impfung

Bei den Aktionen des Landkreises können sich Kinder ab zwölf Jahren, Jugendliche und Erwachsene impfen lassen. Möglich sind Erst, Zweit- und Auffrischungsimpfungen („Booster“). Es stehen Impfstoffe von Moderna, Biontech und Johnson & Johnson zur Verfügung. Zum Termin werden der Personalausweis, wenn möglich der Impfausweis und die Krankenkassenkarte benötigt. Bei Zweit- und Auffrischungsimpfungen muss der Nachweis der bisherigen Covid-19-Impfungen mitgebracht werden. Wer einen Termin bucht, muss die Terminbestätigung vorlegen (ausgedruckt oder digital). Personen unter 16 Jahren können nur in Begleitung eines Sorgeberechtigten geimpft werden.


50.000 Euro für Stiftungsaktivitäten in der Region

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Stuttgart.| Geld ist nicht alles, aber ohne Geld geht gerade bei einer Stiftung mit vielen zu finanzierenden Aktivitäten nicht viel. Deshalb hat die Volksbank Stuttgart im zurückliegenden Jahr mit hohen Beträgen zahlreiche Stiftungen in Stuttgart und dem Rems-Murr-Kreis unterstützt, um das nachhaltige Engagement im sozialen und gesellschaftlichen Bereich zu fördern.

Zum wiederholten Mal unterstützte die Volksbank Stuttgart die Erika Reinhard-Stiftung mit einer 5.000-Euro-Spende für „KEKS“. Diese Initiative kümmert sich um die Beratung und Betreuung von Kindern mit Speiseröhrenfehlbildung. Im Rahmen des 25-jährigen Stiftungs-Jubiläums war die Volksbank Stuttgart Mit-Gastgeber für den „Blick hinter die Kulissen“-Vortragsabend mit dem TV-Reporter Markus Gürne.

Beim SOS-Kinderdorf fließen 15.000 Euro-Spendengelder in die ambulante „Hilfe zur Erziehung“ – pädagogische Angebote und Soforthilfen im Kinderdorf Schorndorf-Oberberken – und für den „Offenen Treff“ im Kinderdorf Stuttgart-Fasanenhof, in dem Kinder und Familien in schwierigen Lebensphasen Unterstützung und Förderung erhalten. Dazu Petra Träg von Geschäftsführung der SOS-Kinderdorf-Stiftung: „Dass die Volksbank Stuttgart und – über das Gewinnsparen – die Kunden der Bank uns so tatkräftig unterstützen, das ist einfach klasse. Wir wissen es sehr zu schätzen, Menschen an unserer Seite zu haben, die benachteiligte Kinder und deren Familien in ihrer Region fördern und teilhaben lassen. Gerade in diesen Zeiten, in denen nicht immer die Sonne scheint. Deshalb vielen Dank für ihre tatkräftige Unterstützung!“

Auch der Evangelische Verein Fellbach profitiert vom durch die GewinnSpar-Lose erwirtschafteten Spenden-Volumen. Axel Wilhelm, Diakonischer Vorstand, fasst den Sanierungsbedarf der Spielplätze bei den einzelnen Kindertageseinrichtungen in einer Aus- sage zusammen: „Der Zahn der Zeit nagt“. So musste der Johannes-Brenz-Kindergarten im Ortsteil „Lindle“ dringend renoviert werden. Einen Teil bezahlt die Kommune, aber die andere Hälfte muss der Evangelische Verein mit Hilfe von Spendengeldern und über Mitgliedsbeiträge stemmen. „Die Volksbank Stuttgart hat uns daher sehr mit ihrer Spende von 2.000 Euro geholfen, so dass die Kinder bald alles in Beschlag nehmen und ihren Bewegungsdrang wieder stillen können. Vielen herzlichen Dank dafür.“

Neben so viel Raum und Projekten für Leben und Werden gibt es aber auch die Zeit des Abschieds. Deshalb fördert die Volksbank Stuttgart unter anderem auch das Erwachsenenhospiz Stuttgart, das schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen Begleitung bietet und einen würdevollen Abschied ermöglicht. „Niemand soll seinem Tod unbegleitet entgegengehen. Das ist eines der Ziele des Erwachsenenhospizes. Darum danke ich der Volksbank Stuttgart für ihre großzügige Spende von 5.000 Euro. Sie hilft uns, diese wichtige Arbeit fortzusetzen“, so Sören Schwesig, Stadtdekan des evangelischen Dekanatamts Stuttgart.

So, wie viele Stiftungen, erhalten die für die Region und das Gemeinwesen ebenfalls sehr wichtigen Bürgerstiftungen im Geschäftsgebiet der Volksbank Stuttgart finanzielle Hilfen in Höhe von rund 10.000 Euro zur Förderung von vorwiegend lokalen Projekten. Ein Zeichen der Verbundenheit der Genossenschaftsbank mit der Region, denn neben der jährlichen Förderung ist sie auch Gründungsmitglied von neun Bürgerstiftungen und vor Ort in den Stiftungsgremien aktiv.

Diese und viele weitere soziale Projekte werden aus dem Reinertrag des VR-GewinnSparens der Volksbank Stuttgart finanziert. Denn mit jedem Los, das die Teilnehmer kaufen, wird ein Teil des Lospreises dazu verwendet, Menschen in Not oder einer lokalen sozialen Einrichtung zu helfen. „VR-GewinnSparen ist eine clevere Kombination aus Sparen, Helfen und Gewinnen“, sagt Stefan Zeidler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Stuttgart. „Wer sich beteiligt, füllt nicht nur sein Sparkonto auf und hat die Chance auf attraktive Gewinne, sondern trägt auch dazu bei, eine gute Sache zu unterstützen.“

Meine Heimat. Meine Bank. Kurzportrait der Volksbank Stuttgart eG
Mit einer Bilanzsumme von rund 8,2 Milliarden Euro und etwa 280.000 Privat- und Firmenkunden ist die Volksbank Stuttgart eG eine der größten Volksbanken Baden- Württembergs. Persönlich, lokal und digital betreut die Volksbank Stuttgart ihre Kunden an rund 100 Standorten sowie über Online-Services und das hauseigene KundenDialogCenter. Gemessen an der Mitgliederzahl ist die Volksbank Stuttgart mit rund 177.000 Teilhabern die Nummer Eins unter den Volks- und Raiffeisenbanken im Südwesten. Der Region seit 1865 eng verbunden, ist die Volksbank Stuttgart eG Gründungsmitglied von neun Bürgerstiftungen und fördert jährlich über 1.100 gemeinnützige Vereine und Institutionen.


Neustart für die SG BBM?

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen: Nach vier sieglosen Spielen suchen die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim den Reset-Knopf. Vielleicht hilft eine Luftveränderung. Die Schwaben verlegen ihr Heimspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe am Samstag (19 Uhr) kurzfristig in die Bietigheimer Viadukthalle. Die Geisterspiele ohne Zuschauer kehren in die Liga zurück.

Die sich für das Wochenende abzeichnenden Verschärfungen der Corona-Beschränkungen in Baden-Württemberg tangieren auch alle Sportveranstaltungen mit Zuschauern. Nicht zuletzt die finanziellen Aspekte einer im Raum stehenden kurzfristigen Absage wiegen schwer. Am Mittwoch fiel bei der SG BBM die Entscheidung, das Heimspiel gegen die Rimpar Wölfe ohne Zuschauer auszutragen und die Partie von der EgeTrans Arena in die Viadukthalle zu verlegen. Bereits gekaufte Eintrittskarten können zurückgegeben werden. Für alle Handballfans bleibt die Übertragung im kostenfreien Livestream unter www.handball-deutschland.tv. Wie es mit den beiden weiteren Heimspielen der SG BBM im Dezember gegen den TuS Ferndorf (17.12.) und den TV Großwallstadt (26.12.) weitergeht, ist noch offen.

Die Mannschaft von Iker Romero will auf die Erfolgsspur zurück. Dass das den Bietigheimer Handballern am Mittwoch ausgerechnet beim souveränen Spitzenreiter VfL Gummersbach gelingen konnte, daran glaubten wohl nur die wenigsten Optimisten. Gummersbach gewann sein siebtes Heimspiel wie alle sechs zuvor souverän mit 32:25 Toren. 25 Minuten lang spielte Bietigheim bis zum 12:12 auf Augenhöhe. Der 8:1-Lauf, der dann folgte, brachte dem Tabellenführer innerhalb von zehn Minuten die vorentscheidende 20:13-Führung. Am verdienten Erfolg des VfL konnte die SG BBM mit ihrem aktuellen Leistungsvermögen in der restlichen Spielzeit nicht mehr rütteln.

Jetzt muss das ersehnte Erfolgserlebnis eben am Samstag gegen die Unterfranken her. Die Rimpar Wölfe reisen mit einer äußerst unglücklichen 24:25-Heimniederlage im Gepäck nach Bietigheim. Erst nach Ablauf der regulären Spielzeit fiel am Mittwoch per Siebenmeter der entscheidende Treffer für den HC Elbflorenz. Rimpar wie auch Bietigheim stecken beide mit zehn Punkten in der unteren Tabellenhälfte fest. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur zwei Zähler, das vordere Tabellendrittel, das die SG BBM vor dem Rundenstart im Visier hatte, scheint meilenweit entfernt.

Noch eine weitere Gemeinsamkeit gibt es. Beide Teams gehen mit neuem Führungspersonal in die Spielzeit. Während bei der SG BBM seit dieser Saison der Spanier Iker Romero die Richtung vorgibt, ist in Rimpar Julian Thomann der Neue auf der Bank. Der 29-Jährige kommt von der HBW Balingen-Weilstetten und ersetzt den zu Ligakonkurrent Eulen Ludwigshafen gewechselten Ceven Klatt.

Auf dem Spielfeld setzen die Rimpar Wölfe dagegen auf Kontinuität. Dreh- und Angelpunkt in der Offensive sind unverändert Steffen Kaufmann und Patrick Schmidt, die im Rückraum für die meiste Torgefahr sorgen. Eine bemerkenswerte Personalie ist die kurzfristige Verpflichtung von Simon Baumgarten. Der Kreisläufer bringt die Erfahrung aus 138 Einsätzen in der 1. Bundesliga für den TVB Stuttgart mit und soll befristet bis zur Winterpause die Lücken schließen helfen, die durch mehrere Verletzungsausfälle vor allem in der Defensivformation entstanden sind. Zuletzt spielte der 36-Jährige in der Württembergliga beim VfL Waiblingen.

Die Defensivarbeit ist unverändert das Prunkstück der Wölfe. Marino Mallwitz im Tor kann mit über 32 Prozent gehaltener Bälle die beste Bilanz in der Liga aufweisen, an die Konstantin Poltrum und Nick Lehmann für die SG BBM nicht herankommen. Torhüter-Statistiken sind stets auch ein gemeinsames Arbeitszeugnis von Abwehr und Torsteher.

Die SG BBM sollte vor allem vor der Auswärtsbilanz der Unterfranken gewarnt sein. Vier ihrer fünf Siege holten die Wölfe in fremden Hallen, so zuletzt mit einem 25:26-Erfolg im Frankenderby bei Bundesliga-Absteiger Coburg. In der vergangenen Saison konnte Bietigheim die Wölfe zweimal im Zaum halten. Die Schwaben setzten sich zuhause vor fast genau einem Jahr knapp mit 25:24 Toren durch. Spielort: Viadukthalle, Zuschauer: 0.


SVL im Derby gegen den SSV Esslingen

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Wasserball-Bundesliga im Inselbad

Für den SVL-Spieler Eric Fernandez Rivas ist das Spiel am Samstag gegen den SSV Esslingen „ein sehr sehr spezielles“. Der Spanier ist während der vergangen fünf Jahr für den SVL und den SSVE in der Bundesliga angetreten. Das Derby hat für alle SVL-Spieler eine besondere Bedeutung – auch für viele ehemalige Ludwigsburger Wasserballer.

Wenn alle Ludwigsburger Wasserballer ihr Potenzial abrufen, in der Defensive und im Angriff, „dann sollten wird das Spiel gegen Esslingen gewinnen“, sagt Eric Fernandez Rivas. Der 27-jährige Spanier hat vor zwei Ja hren für den Ligakonkurrenten gespielt. „Für uns“, sagt der SVL-Allrounder, „ist es sehr wichtig zu gewinnen und auf dem dritten Platz in der Liga zu landen“. Der SSV Esslingen sei allerdings eine „sehr gute Mannschaft“. Rivas sagt: „Wir sollen die Begegnung im Inselbad am Samstag gewinnen und beweisen, dass wir das beste Team in Baden-Württemberg sind.“

SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev macht – angesprochen auf das Match gegen Esslingen – nur wenige Worte: „Derbys muss man nicht gut spielen, man muss sie gewinnen.“ Das werde die Mannschaft tun. „Wir sind bereit.“

Die Derbys gegen Esslingen haben eine lange Geschichte. Die Spiele gegen den SVL waren oft eng und umkämpft. In den goldenen 1960er-Jahren des SV Ludwigsburg hätten die Esslinger aber kaum je eine Chance gehabt, sagt Roland „Lucky“ Glück, Jahrgang 1949. Lucky hat von 1964 bis 1979 für den SVL gespielt – außer 1970, damals hat er einen Jahresausflug zum SV Cannstatt gemacht.

Mit einem Augenzwinkern erzählt Roland Glück von den Derbys damals. „In der dominanten Zeit des SVL bis 1967 gab es im Raum Stuttgart eigentlich nur den SSVE, der den Wunsch und den Ehrgeiz hatte mal gegen den SVL zu gewinnen“ –  gelungen sei den Esslingern das „nie“.

Von 1970 an habe dann der SVL aber kaum mehr eine Chance gehabt gegen Esslingen, „Ergebnisse sind mir nicht mehr präsent, aber auf jeden Fall waren es mehr Niederlagen für den SVL als Siege.“ Ludwigsburg ist 1973 in die Zweite Liga abgestiegen. Später war lange der SV Cannstatt die Nummer eins im Wasserball im Südwesten. Wieder Pech für Esslingen. Aus deren Perspektive ist es ärgerlich, dass mit dem Abstieg des SVC der Wiederaufstieg des SVL begann.

Ludwigsburg wird von vielen Beobachtern als die Nummer drei oder vier in der Bundesliga gesehen, zusammen mit dem ASC Duisburg, deutlich hinter Spandau und Waspo Hannover – aber eben noch vor Esslingen. Der SSVE, sagt Glück, habe es „nie gepackt die Nummer eins zu werden“ – obgleich der Club eine ganz großartige Jugendarbeit mache.

Auch Dieter Gscheidle erinnert sich an „viele enge, heiß umkämpfte Spiele“ des SVL gegen den SSVE, er hat in den Zweitliga-Jahren der beiden Vereine für Ludwigsburg gespielt, in den 1990er- und 2000er-Jahre. Mit Blick auf die nun anstehende Begegnung am Samstag erklärt der Mann, der sich als SVL-Betreuer engagiert: Die Teams kennen die jeweiligen Stärken und Schwächen gut, „ich sehe aber ein leichtes Übergewicht bei uns“.

Lucky Glück wollte eigentlich alle noch lebenden SVL-Spieler der 1960er-Jahre zusammen trommeln und dann gemeinsam im Inselbad das Derby besuchen, auch, um womöglich ein paar der einstigen Gegner aus Esslingen zu treffen. Das Vorhaben hat er aber verschoben auf das Rückspiel, das – hoffentlich – bei besseren Corona-Zahlen im Frühjahr ausgetragen wird. Roland Glück will aber zum Spiel am Samstag kommen. Das bringt den SVL-Wasserballern eine extra Portion Glück.

Das Spiel am Samstag beginnt um 15.30 Uhr und wird wieder auf dem YouTube-Kanal des SVL live übertragen. Zuschauer im Inselbad sind zugelassen, es gibt die 2G-Plus-, also geimpft oder genesen und dazu aktuell getestet. Getestet werden kann in einem eigens organisierten Testbus auf dem Parkplatz des Inselbads.