Ludwigsburg.| Bis Mitte des dritten Viertels war das Derby der SVL-Wasserballer gegen den SSV Esslingen nicht so deutlich zu Gunsten der Schwarz-Gelben, wie zuvor erwartet. Erst im letzten Viertel hat Ludwigsburg den Sieg dann klar gemacht und mit 17:11 gewonnen.

Mit einer tollen Parade des SVL-Torwarts Ivan Pisk und wenig später mit dem 1:0 für Ludwigsburg beginnt das Derby gegen den SSV Esslingen ganz nach dem Geschmack der Fans des SVL. Mit einem satten Schuss ins obere rechte Eck gleicht Esslingen indes bald zum 1:1 aus, was die Fans des SSV in der Tr aglufthalle des Inselbads in Stuttgart mit donnerndem Applaus und Trommelschlägen feiern. Ganz ähnlich geht das Spiel zunächst weiter. Der SVL schießt ein weiteres Tor, Esslingen zieht nach. Dem SSVE gelingt es aber kein einziges Mal, in Führung zu gehen. Das Spiel bleibt bis zur Mitte des dritten Viertels allerdings eng.

Der Esslinger Trainer Heiko Nossek wird nach dem Abpfiff von „einem Spiel auf Augenhöhe“ sprechen, doch im vierten Viertel habe sein Team den Anschluss dann leider verloren. Der SV Ludwigsburg habe verdient gewonnen und sei seiner Favoritenrolle gerecht geworden.

Nach dem ersten Viertel steht es 4:3 für Ludwigsburg. Marko Martinic beweist einmal mehr, dass er zu den Top Torschützen der Liga gehört. Ein uns andere Mal heißt es: Tor Martinic. Zur Halbzeit steht es 9:7. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt, „wir tun uns schwer“. Es gelte, die Angriffe weniger überhastet und in Ruhe abzuschließen.

Im dritten Viertel zieht Ludwigsburg auf 14:11 weg. Obwohl Martinic den ein oder anderen Torschuss vergibt und SVL-Torwart Ivan Pisk nicht seinen aller besten Tag hat – der SVL spielt besser als Esslingen. Das letzte Viertel geht dann komplett an Ludwigsburg. Esslingen gelingt kein weiterer Treffer. Aleksa Manic erzielt das 15:11, sein zweites Tor. Pisk pariert ein paar Schüsse des SSV. Als Martinic dann auch noch das 16:11 schießt und der Neuzugang Tobias Bauer mit einem Strafwurf das 17:11 nachlegt, ist klar: der SVL ist im deutschen Wasserball die Nummer eins im Süden.

Bereits am kommenden Samstag wartet eine vermutlich noch deutlich anspruchsvollere Aufgabe auf die Ludwigsburger. Dann steht das Auswärtsspiel gegen den ASC Duisburg auf dem Spielplan, jene Mannschaft, gegen die der SVL im DSV-Pokalturnier jüngst etwas unglücklich verloren hat.

„Esslingen hat es uns nicht einfach gemacht“, sagt der Kapitän Ivan Pisk. Das Match sei aber „ein abwechslungsreiches und spannendes Spiel für uns Spieler und bestimmt auch für die Wasserballfans gewesen“. Pisk spricht von „einem Festival des Wassersports“. „Mit den Punkten in  der Hosentasche richten wir unsere Köpfe nach Duisburg.“ Eric Fernandez Rivas sagt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Sieg.“ Der Mann, der noch vor kurzem für den SSV Esslingen gespielt hat, spricht von „einem Schritt vorwärts, um den dritten Platz zu erreichen“. Nun denke jeder an das Spiel gegen Duisburg. „Meine Prognose? Wir gewinnen.“

Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch sagt nach dem Spiel gegen Esslingen, er sei zufrieden mit dem Sieg und mit der Höhe des Siegs, aber nicht unbedingt mit dem Spielverlauf. Bis zum letzten Viertel habe der SVL „zu viele Chancen vertan“. Der Mann, der im Hauptberuf Polizist ist, wählt deutliche Worte: „Wir waren zu doof.“ Im kommenden Spiel gegen Duisburg müsse manches besser laufen, denn dann gehe es darum, welches Team die Nummer drei in Deutschland ist – hinter Spandau und Waspo Hannover. Die Ludwigsburger Spieler seien alle fit, sagt van der Bosch. Aber auch der Kopf müsse vorbereitet sein, „so ein Spiel wird zwischen den Ohren entscheiden“.

Für den SVL spielten: Josip Katusa, Mikael Metodiev (1 Tor), Timo van der Bosch (1), Tobias Bauer (1), Marko Martinic (6), Aleksa Manic (2), Domagoj Mijatovic, Kristijan Lipar (1), Mattia Ruggeri (1), Mateja Bosic (1), Nino Blazevic (3), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk