WHS erzielt Verkaufsrekord und erweitert Portfolio

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Mit dem Verkauf von Objekten und Grundstücken mit einem Gesamtwert von 305 Millionen Euro (Vorjahr: 57 Millionen Euro) hat die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) im vergangenen Jahr einen Rekord erzielt. Darüber hinaus hat sie 2021 strategisch neue Felder erschlossen, um so das weitere Wachstum für die Zukunft abzusichern.

Unter anderem in Schondorf, Dresden, Stuttgart, Bad Homburg und Berlin hat die WHS im Jahr 2021 erfolgreich Immobilien verkauft. Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS: „Unser Unternehmen haben wir 2021 noch breiter aufgestellt. Mittlerweile sind wir in nahezu jeder Region Deutschlands mit Projekten vertreten. Diesen Erfolg haben wir nicht zuletzt unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.“

Weichen für die Zukunft gestellt

Zudem wurden im vergangenen Jahr Grundstücke mit einem geplanten Umsatzvolumen von rund 170 Millionen Euro und 247 Wohneinheiten für zukünftige Projekte gesichert.

Auch der Bau des W&W-Campus in Kornwestheim, für den die WHS die Projektsteuerung verantwortet, liegt genau im Zeit- und Budgetplan. Dort entstehen bis 2023 in insgesamt sieben Bürohäusern mit eigenen Innenhöfen moderne und effiziente Arbeitswelten für rund 4.000 Beschäftigte der W&W-Gruppe.

Der Bau des neuen WHS-Verwaltungsgebäudes in Ludwigsburg konnte ebenfalls fristgerecht starten. Mit dem Neubau werden 133 moderne Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WHS und ihrer Tochterfirma Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) geschaffen. Das Thema Nachhaltigkeit steht im Fokus des Neubaus. Die Energiegewinnung für das geplante Lademanagement der E-Autos erfolgt über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bürogebäudes. Das Gebäude wird im KFW55 EE-Standard realisiert und über einen Fernwärmeanschluss der Stadtwerke Ludwigsburg versorgt. Um auch abseits des Arbeitsgeschäfts einen Mehrwert zu bieten, ist eine Skylounge mit Dachterrasse für Wohlfühlpausen geplant.

Leistungsportfolio wächst

Große Resonanz am Markt konnte das Projekt Kellerwirt in Österreich erzielen. Dort wird für gut 50 Millionen Euro das mehr als 850 Jahre alte Gasthaus „Kellerwirt“ zum Mountain Health Resort restauriert und erweitert. Der Fokus bei diesem Projekt, das als Meilenstein für die Region und die Gesundheitsbranche gleichermaßen gilt, liegt auf der sanften Revitalisierung des historischen Gebäudes in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz. Mittlerweile liegen alle nötigen Genehmigungen vor und es wurde mit der Bestandssanierung begonnen. „Die WHS entwickelt sich stetig weiter. Mit diesem einzigartigen Projekt im Gesundheitssektor ist es uns gelungen, unser Produktportfolio um den Aspekt Gesundheitsimmobilien zu erweitern“, sagt Marcus Ziemer, ebenfalls WHS-Geschäftsführer.

Städtebau setzt erfolgreiche Arbeit fort

Ein seit Jahren etablierter Geschäftsbereich konnte 2021 seine Stellung als wichtiges Zugpferd abermals bestätigen: Im Sommer 2021 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die Mittel für das Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ von 25 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro erhöht. Die WHS und ihr Tochterunternehmen, die GMA, haben mit insgesamt 19 Städten und Gemeinden Anträge zur Stärkung der Innenstädte ausgearbeitet. Alle 19 Kommunen, darunter auch eine innovative interkommunale Kooperation, wurden in das Programm aufgenommen und werden nun von der WHS und der GMA unterstützt. Insgesamt haben die Projekte ein Fördervolumen in Höhe von 6,9 Millionen Euro


Unbelohnte Performance für Laurents Hörr in Dubai

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Laurents Hörr setzte mit der doppelten LMP3 Pole Position in der Asian Le Mans Serie ein Ausrufezeichen. Es sollte der perfekte Saisonauftakt in Dubai werden, doch der Erfolg blieb aufgrund von Elektronikproblemen aus.

  • Doppelte LMP3 Pole Position für Laurents Hörr
  • Fehlerhafte Teile beenden erstes Rennen frühzeitig
  • P7 im zweiten Rennen

Dubai.| Top vorbereitet ging es für Laurents Hörr ins Qualifying, nachdem er bereits die freien Trainingseinheiten in der Wüste angeführt hatte. Im DKR Engineering Duqueine M30 – D08 – Nissan bestimmte er auch am Samstag die Bestzeit. Mit 1:50.807 und 1:50.989 setzte er den Boliden für beide bevorstehenden Rennen auf die Pole Position.

Die Mission für das Trio bestehend aus Sebastian Alvarez (MEX), Mathieu De Barbuat (FRA) und Laurents Hörr (GER) war klar gesetzt: Die Ausgangslage sollte am Ende zwei Podiumsplatzierungen ergeben.

Rennen 1

Nach einer dominierenden Performance auf der Strecke, bei dem die Nummer 2 von Beginn an die LMP3 Klasse anführte, musste Laurents Hörr mit rund 20 verbleibenden Minuten das Fahrzeug abstellen. Grund dafür war ein technisches Problem, welches zum Aus der Mannschaft führte.

Rennen 2

Ähnliche Szenen spielten sich am darauffolgenden Sonntagsrennen ab. Die Pace stimmte und DKR Engineering führte das Rennen erneut an. In der letzten Stunde versetzte ein Elektronikproblem das Team an das Ende des Feldes. So wurde die Ziellinie als Siebter in der Klasse überquert.

„DKR Engineering hat einen tollen Job geleistet. Leider wurden uns neue, fehlerhafte Teile geliefert, die schlussendlich zum Defekt führten. Das ist natürlich extrem schade, denn die Performance und Pace hätten gestimmt. Ich bin natürlich enttäuscht, aber die Motivation ist ungebrochen. Der Rundenrekord in Dubai zeigt, dass die Leistung da war“, so Laurents Hörr nach dem Rennen.

Kommendes Wochenende folgen die finalen zwei Runden der Asian Le Mans Series in Abu Dhabi.


Volksbank Stuttgart entwickelt sich dynamisch weiter

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Bild: Stefan Zeidler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Stuttgart | Foto: Volksbank

Stuttgart.| Ungeachtet der Belastungen durch die Corona-Pandemie hat sich die Volksbank Stuttgart im zurückliegenden Jahr sehr erfolgreich weiterentwickelt. Nicht nur die Geschäftszahlen spiegeln die kundenorientierte Arbeit der rund 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Viele neue Angebote wurden entwickelt, von denen die Kundinnen und Kunden sowohl im Privatkunden- als auch Firmenkundenbereich profitieren.

Mit einem Ergebnis vor Steuern von 46,8 Millionen Euro hat die Volksbank Stuttgart einen Gewinnsprung von 7,5 Millionen Euro (+19,1 Prozent) erzielt. Dieser Anstieg wird maßgeblich unterstützt durch einen Sondereffekt: Die Volksbank Stuttgart hat eine außerordentlich hohe Dividende der DZ Bank verbucht, während im Vorjahr keine Dividende überwiesen wurde.

Hohe Sparquote in Corona-Zeiten
Die Sparquote der Kundinnen und Kunden war im vergangenen Jahr erneut sehr hoch. In Summe sind mehr als 1,5 Milliarden Euro in die Tilgung von Krediten (574 Mio. Euro) oder in die Geldanlage (883 Mio. Euro) geflossen. Allein das Volumen von fondsgebundenen Sparplänen summiert sich auf mehr als 6 Millionen Euro monatlich. Das betreute Kundengeschäftsvolumen (inklusive Kreditforderungen) stieg um 7,5 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme der Volksbank Stuttgart legte um 8,6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro zu.

Persönlich und vielfältig
„Mit dieser Größenordnung und mit Blick auf die Wachstumsperspektiven der Wirtschaft in unserer Region Stuttgart sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt Stefan Zeidler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Stuttgart. „Auf der einen Seite sind wir mit unserer persönlichen Beratung nah an den Kunden und finanziell stark genug, um auch sehr große Investitionsvorhaben zu finanzieren. Andererseits sind wir so vielfältig, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attraktive Entwicklungsmöglichkeiten haben. Das setzt in unserer Betriebsgemeinschaft viel Energie und Eigeninitiative frei und mündet in innovativen Angeboten für unsere Kunden.“

FinanzScouts
Ein Beispiel für ein solches Angebot sind die FinanzScouts – ein Team aus jungen Beratern, das Jugendliche und junge Erwachsene bei den ersten Schritten in die Eigenständigkeit begleitet. Dabei ist die Kommunikation auf Augenhöhe eines der wesentlichen Merkmale: Es wird geduzt, die FinanzScouts sind selbstverständlich auf Instagram zu erleben, wo sie auch Tipps in Finanzfragen geben und damit wichtiges Finanzwissen vermitteln.

An Seite von Gründern
Ein weiteres neues Angebot ist die so genannte Gründerbank, die sich gezielt an Existenzgründer, Start-ups und Unternehmensnachfolger richtet. „Wir stellen immer wieder fest, dass Gründer beim Start einen gut durchdachten Geschäftsplan haben, aber bei der Umsetzung in den ersten zwei bis drei Jahren sich neue und zum Teil existenzielle Fragen stellen“, sagt Stefan Zeidler, der als Vorstand auch das Firmenkundengeschäft verantwortet. „Unsere Gründerberaterstehen den jungen Unternehmern gerade in dieser Phase mir Rat und Tat zur Seite – auch jenseits des klassischen Finanzierungsgeschäfts.“

Solche innovativen Beratungskonzepte bieten gerade jungen Mitarbeitern neue Chancen, ihre Karriere zu gestalten. „Die Kolleginnen und Kollegen erhalten bei uns größere Entwicklungsmöglichkeiten, die sie auch mit Freude nutzen. Sei es in unserem Talentprogramm oder als Experten für Spezialthemen wie Gründerberater oder FinanzScouts“, sagt Stefan Zeidler. „New Work bedeutet für uns im Kern auch immer, noch mehr Verantwortung an Mitarbeiter zu übertragen.“

Kunden werden immer digitaler
Dass die Entwicklung bei der Volksbank Stuttgart weiter dynamisch bleibt, dafür sorgt auch das veränderte Kundenverhalten. Eine repräsentative Kundenbefragung hat gezeigt, dass die Kundinnen und Kunden deutlich seltener in die Filiale kommen als früher, um Zahlungsgeschäfte zu tätigen. Einen sehr hohen Stellenwert genießt aber weiterhin die persönliche Beratung bei den Themen Immobilien, Altersvorsorge und Geldanlage. Daran hat die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Digitalisierung des Alltags nur wenig verändert.

Die Volksbank Stuttgart begegnet diesen Veränderungen mit einem neuen und umfassenden digitalen Banking-Angebot, das in wenigen Wochen das bisherige Online-Banking vollständig ablösen wird. „Das neue OnlineBanking bietet ganz neue Möglichkeiten, die digitale und persönliche Beratung miteinander zu verknüpfen“, sagt Stefan Zeidler. So könnten die Kundinnen und Kunden künftig unterschiedliche Szenarien im Finanzierungs- oder Anlagebereich selbst online durchspielen und für die endgültige Entscheidung oder bei Fragen ihren Berater hinzuziehen, der die erstellten Szenarien mit seiner Erfahrung bewertet. „Natürlich ist die Einführung so einer neuen Plattform aufwändig und nicht immer störungsfrei, aber die Kundinnen und Kunden können sich schon jetzt auf die neuen digitalen Angebote freuen, die in den nächsten Mo- naten sukzessive kommen werden.“

Nachhaltiges Investieren im Trend
Ein weiterer großer Trend ist die nachhaltige Geldanlage. Kundinnen und Kunden der Volks- bank Stuttgart investierten im Jahr 2021 rund 280 Millionen Euro in Investmentfonds der Union Investment (+64 Prozent). Dabei floss jeder dritten Euro in nachhaltige Fonds. Union Investment gehört zur Genossenschaftlichen Finanzgruppe und ist mit einem verwalteten Vermögen von rund 80 Milliarden Euro einer der führenden Anbieter für nachhaltige Geldanlagen.

Meine Heimat. Meine Bank. Kurzportrait der Volksbank Stuttgart eG
Mit einer Bilanzsumme von rund 8,9 Milliarden Euro und etwa 280.000 Privat- und Firmenkunden ist die Volksbank Stuttgart eG eine der größten Volksbanken Baden-Württembergs. Persönlich, lokal und digital betreut die Volksbank Stuttgart ihre Kunden an rund 100 Standorten sowie über Online-Services und das hauseigene KundenDialogCenter. Gemessen an der Mitgliederzahl ist die Volksbank Stuttgart mit mehr als 175.000 Teilhabern die Nummer Eins unter den Volks- und Raiffeisenbanken im Südwesten. Der Region seit 1865 eng verbunden, ist die Volksbank Stuttgart eG Gründungsmitglied von neun Bürgerstiftungen und fördert jährlich über 1.100 gemeinnützige Vereine und Institutionen.


Wasserballer beim Spitzenspiel in Berlin untergegangen

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Nur zwei Viertel dem Rekordmeister ebenbürtig

Berlin.| Deutlich verloren haben die SVL-Wasserballer das Bundesliga-Spitzenspiel in Berlin gegen Spandau 04. Beim Schlusspfiff hieß es 15:4 (6:0, 5:1, 2:1, 2:2) für den Deutschen Rekordmeister. Nun gilt alle Konzentration dem nächsten Heimspiel im Inselbad gegen den ASC Duisburg.

Die erste Minute des Spiels Spandau gegen Ludwigsburg: Aleksa Manic muss raus – und sofort fällt das 1:0 für die Berliner. Wie erwartet ein schwieriger Beginn für Ludwigsburg. Und es wird erstmal schwierig bleiben. Kurz nach Manic muss Mateja Bosic raus, vierte Minu te, das 2:0 für Spandau. Die beiden ersten Tore für Berlin erzielt Marko Stamm.

Bald fällt das 3:0 – die Berliner Maschinerie läuft. Ludwigsburg tut sich sehr schwer. Der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch hatte vor dem Spiel gesagt, sein Team wolle möglichst lange mithalten, zu gewinnen sei in Berlin aber kaum etwas. In der fünften Minute fällt das 4:0 für Spandau, wenig später das 5:0, dann das 6:0. Ist dieses Spiel – der Erste in der Tabelle gegen den Dritten – bereits entschieden? Vermutlich ja, erging es doch den Duisburgern vor 14 Tage ähnlich. Der erlösende Pfiff des Schiedsrichters, das erste Viertel ist rum. Ein ernüchternder Zwischenstand aus Ludwigsburg Sicht, vorgenommen hatte man sich etwas anderes.

Das zweite Viertel beginnt wie das erste: mit einem Tor für Spandau 7:0. Ludwigsburg kommt nicht in die Partie. Spandau kombiniert gefällig – und schießt ein Tor nach dem anderen. Bald steht es 8:0. Was für eine Demonstration der Stärke des deutschen Rekordmeisters. Nach dem 10:0 nimmt der Ludwigsburger Trainer eine Auszeit. Was er seinen Männern wohl sagt? Verloren ist die Partie längst. Weiter alles versuchen? Oder lieber die Kräfte schonen für das kommende, wichtige Spiel gegen Duisburg? Aleksa Manic jedenfalls gelingt nach der Auszeit das erste Tor für Ludwigsburg zum 10:1. Dann indes legt der Berliner Traditionsclub nach, Stamm, immer wieder Stamm. Zur Halbzeit steht es 11:1.

Nach dem Seitenwechsel machen die Berliner weiter wie vorher, aber auch die Schwarz-Gelben finden endlich ins Spiel und zeigen sich in der Defensive besser aufgestellt. Die Zuschauer in der Schwimmhalle Schöneberg rufen „Spandau, Spandau“ und sie sehen – so wie alle daheim an den Bildschirmen im Livestream – das 12:1.

In der fünften Minute dieses Viertels zeigen die Ludwigsburger ein paar schöne Kombinationen, der Schuss aufs Tor landet aber an der Latte. Und dann ist auch schon wieder Spandau am Drücker und es heißt 13:1. Mikael Metodiev schießt das 13:2. Doch das ist leider nur Ergebniskosmetik.

Im letzten Viertel läuft das Spiel etwas besser für den SVL, bald steht es zwar 14:2, dann verkürzt Marko Martinic auf 14:3, Spandau erzielt das 15:3 und schließlich macht Martinic das letzte Tor der Partie. Endstand 15:4.

„Spandau hat sich den Champion-League-Frust von der Seele geschossen – und wir standen uns zu oft selbst im Weg.“ Analysiert Betreuer Gscheidle. „Man sieht einen Klassenunterschied zu Spandau – das muss man heute anerkennen.“ Nun heiße es: „Mund abwischen, gesund bleiben und dann alles rein legen gegen Duisburg.“

Timo van der Bosch sagt klipp und klar: „Das war kein gutes Spiel von uns.“ Zu Beginn der Partie seien wohl ein paar Spieler noch im Bus gewesen und nicht im Wasser. Am Ende sei das Spiel ok gewesen, aber die ersten zwei Viertel „waren unter unserem Niveau“. Marko Martinic findet deutliche Worte: „Wir müssen selbstkritisch bleiben, das Spiele analysieren und spielen dann gegen Duisburg hoffentlich besser “.

Der SVL-Teammager Adrijan Jakovcev verliert nicht übermäßig viele Worte und sagt: „Das Ergebnis ist unsere Realität, gegen Waspo und Spandau ist nicht viel mehr zu erwarten. Nach drei wichtigen Siegen konnten wir ohne Druck und ohne drei Stammspieler, die beruflich verhindern waren, entspannt nach Spandau fahren. Kopf hoch, weiter machen.“


Bietigheim baut auch in Eisenach an seiner Serie

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von Bernhard Gaus

Eisenach.| Zweiter Sieg im zweiten Spiel des Jahres für die Bietigheimer Zweitliga-Handballer. Die SG BBM setzte sich in einem umkämpften Spiel beim ThSV Eisenach mit 25:27 (11:11) Toren durch und rückt auf Rang 8 vor.

„Natürlich ist der Sieg ganz wichtig für uns, wir sind seit Dezember in einem guten Flow“, freute sich Iker Romero. „Im ersten Teil der Saison haben wir in solchen am Ende knappen Spielen immer ein oder zwei Punkte verloren. Es macht mich froh, dass wir diese Situation umdrehen und zum ersten Mal in der Saison so ein Spiel für uns entscheiden konnten“, so der Trainer der SG BBM.

Nach dem Eisenacher Anschlusstreffer zum 23:24 blieb die SG BBM in den restlichen sechs Minuten stabil. Am Ende trafen Christian Schäfer per Siebenmeter zum 24:26 und Dominik Claus in den Schlusssekunden zum verdienten 25:27-Endstand. „Dass wir hier nicht mit plus 10 rausgehen werden mit der Halle im Hintergrund, war uns von vorneherein klar“, charakterisierte Claus ein kampfbetontes Spiel, bei dem die SG BBM 60 Minuten hart dagegenhalten musste. Der Halbrechte der SG BBM hatte daran erneut einen großen Anteil.
„Gegen die 5:1 Abwehr haben wir richtig viel Arbeiten müssen“, betone Romero. „Das sieht manchmal nicht schön aus, aber wir haben das in vielen Situationen clever gespielt und uns Chancen erarbeitet.“ In der Anfangsformation stand etwas überraschend wieder Jonathan Fischer am Kreis, der zum Auftakt der Rückrunde noch mit Rückproblemen gefehlt hatte.

„Wir haben in den letzten zwei Tagen intensiv getestet. Sein Einsatz war kein Risiko“, so Romero. Und die SG BBM erwischte den besseren Start. Erst nach acht Minuten gelang den Hausherren der Treffer zum 1:3 gegen eine sehr sattelfeste Defensive der SG BBM. „Die Mannschaft ist sehr konzentriert in der Abwehr, im Angriff erarbeiten wir uns die Chancen“, analysierte Romero. Auch Konstantin Poltrum zeigte sich schon zu Beginn reaktionsstark, der 28-Jährige entschied das Torhüterduell am Samstag ganz klar für sich. Einziges Manko im ersten Abschnitt war die Chancenverwertung. „Wir bringen Eisenach so wieder ins Spiel“, zeigte sich Dominik Claus selbstkritisch. Die Thüringer Handballer gleichen zum 7:7 aus und gehen kurz vor dem Ende der ersten Hälfte erstmals mit 11:10 in Führung.

Ein Schockmoment war die Rote Karte gegen Tim Dahlhaus, dessen direkter Freiwurf nach dem Ende der Spielzeit in der Mauer landete. Die Unparteiischen ahndeten einen interpretationswürdigen Kopftreffer, nicht die einzige Situation, in der die Schiedsrichterentscheidungen beide Seiten ratlos hinterließen. Die Szene zeigte Wirkung, Eisenach führte nach Wiederanpfiff mit 14:12. Doch dann war die SG BBM so hellwach wie zu Beginn. Eisenachs Offensivbemühungen prallten immer wieder an der stabilen Hintermannschaft der SG BBM ab und die Partie drehte sich wieder. Der sehr auffällige Juan de la Peña holte mit seinem Tor zum 15:16 das Spiel wieder auf die Seite der SG BBM, Dominik Claus markierte beim 16:20 die erste 4-Tore-Führung der Schwaben.

In der unter Coronabedingungen mit 500 Fans gefüllten Werner-Aßmann-Halle blieb es bis zum Schlusspfiff hektisch. Eisenach konnte mit dem zusätzlichen Feldspieler Boden gutmachen. Dann reagierten die Zeitnehmer auf eine Auszeit der SG BBM bei Stand von 24:25 zu spät, Ballverlust drei Minuten vor dem Ende. Konstantin Poltrum holte sich jedoch den nächsten Eisenacher Torwurf, die SG BBM behielt den Kopf bis zum Schlusspfiff oben. Für Iker Romero war das die vielleicht wertvollste Erkenntnis des Spiels.

ThSV Eisenach: Lucin, Jepsen; Iffert, Potisk, Hangstein (7/3), Ulshöfer (2), Walz (2), Hideg (2), Tokic, Sousa (2), Dicker, Donker, Schneibel (3), Snajder (2), Weyhrauch, Saul (5).

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic (2), Claus (5), Dahlhaus (1), Schäfer (4/4), de la Peña (7), M. Urban (1), Barthe (1), Link, Asmuth (2), Weßeling (1/1), Pfeifer, Boschen, Fischer (3).

Spielverlauf: 1:4 (9.), 4:7 (16.), 7:7 (19.), 7:10 (24.), 11:10 (28.), 11:11 (30.), 14:12 (34.), 15:18 (41.), 18:23 (49.), 23:24 (54.), 24:26 (59.), 25:27 (60.).
Zeitstrafen: Walz (3.), Weyhrauch (10.), Hideg (32., 54.), Snajder (34., 47.) – Schäfer (17.), Claus (42.), Boschen (55.)
Rote Karte: Dahlhaus (30.)
Siebenmeter: 3/3 – 5/6
Schiedsrichter: Leonard Bona / Malte Frank (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 500 (Werner-Aßmann-Halle, Eisenach)


Rosensteintunnel: Aufwendige Sicherheitstests mit Brandversuchen

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Stuttgart.| Vor Inbetriebnahme des B10 Rosensteintunnels wird aktuell dessen betriebs- und sicherheitstechnische Ausstattung aufwendig getestet. Während der vergangenen Tage haben dazu Brandversuche stattgefunden, in deren Rahmen die sichere Funktion und Wirksamkeit der Branderkennung und der Tunnellüftung im Fokus gestanden hat. Mittels eines Fahrzeugs-Brandsimulators wurden mit Gasflammen und künstlichem Rauch an mehreren Stellen des Tunnels Fahrzeugbrände simuliert und die Rauchausbreitung und Absaugung durch die Tunnellüftung überprüft.

Claus-Dieter Hauck, Leiter der Abteilung Stadtbahn, Brücken und Tunnelbau im Tiefbauamt der Landeshauptstadt: „Sicherheit geht in Straßentunneln vor, deshalb wird vor der Verkehrsfreigabe die Technik auf Herz und Nieren geprüft. Ein wichtiger Bestandteil sind die Brandversuche.“

An die Brandversuche schließen sich weitere Prüfungen und Tests an, bei denen unter anderem auch die Weiterleitung der Notrufe und Störungsmeldungen an die Leitstellen der Polizei und Feuerwehr sowie die Tunnelüberwachungszentrale überprüft werden.

Tunnelanlagen wie beispielsweise Straßen- oder Schienentunnel stellen für die Feuerwehren im Brandfall eine besondere Herausforderung dar. Um im Einsatzfall schnellstmöglich reagieren zu können, wurden eine Vielzahl von vorbeugenden Maßnahmen getroffen. So können sich beispielsweise die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr sowie die Tunnelüberwachungszentrale mittels der installierten Kameras einen Überblick über die Situation im gesamten Tunnel verschaffen. Darüber hinaus können die Verkehrsteilnehmer gewarnt werden: Einerseits über Lautsprecher im Tunnel, andererseits über die Einsprechmöglichkeit in den Verkehrswarnfunk des Autoradios.

Im Rosensteintunnel wurden zudem zahlreiche Vorkehrungen getroffen, welche die Brandbekämpfung und Personenrettung unterstützen. Dazu zählen beispielsweise die Fluchtwege in die benachbarte Tunnelröhre, deren auffällig sichtbare Kennzeichnung, die Löschwasserleitungen, die Brandmelde- und Funkanlagen sowie leistungsstarke Ventilatoren zur Entrauchung. Es sind drei Axialventilatoren mit einer Leistung von jeweils 185 Kilowatt verbaut, die im Brandfall den Rauch über Rauchabzugsklappen in der Tunneldecke absaugen können.

Die Branddirektion Stuttgart ist im Arbeitskreis „Tunnelsicherheit“ vertreten und befindet sich in enger Abstimmung mit dem Tiefbauamt. Für die Straßentunnel in Stuttgart wurden gemeinsame Einsatzpläne zum Vorgehen bei Bränden erstellt. Diese Planungen werden regelmäßig überprüft und durch die Einsatzkräfte geübt. Die

Einsatzkräfte können im Brandfall im Rosensteintunnel an 18 Entnahmestellen Löschwasser entnehmen. Durch eine Druck-Erhöhungsanlage steht eine Leistung von 1200 Liter Wasser je Minute zur Verfügung.

Im Falle eines Brandes in Straßentunneln ist zudem das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer von hoher Bedeutung. Dazu haben die Bundesanstalt für Straßenwesen und das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg Informationsblätter veröffentlicht, die unter den angegebenen Links abrufbar sind.


Einstellungsoffensive bei der Berufsfeuerwehr Stuttgart

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Jetzt bewerben!
  • Berufsfeuerwehr sucht über 40 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner
  • Interessante Ausbildung zum Traumberuf „Feuerwehrfrau /-mann (m/w/d)“
  • Größte Einstellungsoffensive seit mehreren Jahrzehnten
  • Bewerbungen sind ab sofort möglich
  • Weitere Informationen unter: www.feuerwehr-stuttgart.de

Die Feuerwehr Stuttgart startet die größte Einstellungsoffensive seit mehreren Jahrzehnten. Insgesamt werden über 40 Feuerwehrfrauen / Feuerwehrmänner für die Landeshauptstadt Stuttgart gesucht. Der Traumberuf Feuerwehrfrau/ -mann (m/w/d) kann dadurch für viele junge Menschen zur Realität werden.
Ausbildung zur Berufsfeuerwehrfrau / zum Berufsfeuerwehrmann

Bis zum 27.03.2022 können sich Bewerber und Bewerberinnen (m/w/d) auf die über 30 Stellen für Stadtbrandmeisteranwärter und Stadtbrandmeisteranwärterinnen (m/w/d) bewerben. Der Vorbereitungsdienst für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst startet am 01.04.2023. Angehende Einsatzkräfte benötigen mindestens einen Hauptschulabschluss, eine für den Feuerwehrdienst geeignete, abgeschlossene Berufsausbildung, einen Führerschein und eine gute gesundheitliche Fitness. Aufgrund der Einstellung in das Beamtenverhältnis müssen weitere persönliche Merkmale erfüllt werden.

Der Vorbereitungsdienst für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst gliedert sich in die sechsmonatige Grundausbildung und den einmonatigen Laufbahnlehrgang. In der abschließenden einjährigen berufspraktischen Fortbildung findet die Einführung in den Einsatzdienst sowie in den Wachbetrieb statt und es werden erforderlichen Sonderlehrgänge wie die Ausbildung als Rettungssanitäter*in durchgeführt.

Nach erfolgreichem Abschluss der Laufbahnausbildung werden die Einsatzkräfte als Beamte auf Probe in einer der fünf Feuerwachen in Stuttgart eingesetzt.

Bereits ausgebildete Einsatzkräfte können sich ebenfalls bewerben
Ab sofort können sich auch bereits ausgebildete Einsatzkräfte des mittleren und gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes bei der Feuerwehr Stuttgart bewerben. Die Ausschreibung für die über 10 Stellen läuft bis zum 2. März 2022 und kann ebenfalls unter www.feuerwehr-stuttgart.de eingesehen werden.

Weitere Stellenausschreibungen folgen
Im Sommer folgen weitere Stellenausschreibungen für die Ausbildung als Notfall- sanitäter und Notfallsanitäterin und für die Ausbildung im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst.

Über die Feuerwehr Stuttgart
Die Feuerwehr Stuttgart ist in allen Notlagen für die Bürger*innen da. Rund 560 haupt- und über 1.200 ehrenamtliche Feuerwehrangehörige stehen bei etwa 18.500 Einsätzen pro Jahr helfend und rettend zur Seite, damit rund um die Uhr der Brand- und Katastrophenschutz sichergestellt werden kann.


Laurents Hörr startet in die Asian Le Mans Series Saison

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Dieses Wochenende beginnt die Asian Le Mans Series in Dubai. Laurents Hörr geht mit dem DKR Engineering Duqueine M30 – D08 – Nissan in der LMP3 Kategorie an den Start.

  • Asian Le Mans Series LMP3 Start mit DKR Engineering
  • Rennen eins und zwei in Dubai

Dubai. Laurents Hörr hat hohe Erwartungen an seine Teilnahme in der Asian Le Mans Series. Im Dubai Autodrom werden die ersten zwei Rennen ausgetragen. Die jeweils vierstündigen Wettkämpfe bestreitet der Deutsche zusammen mit Sebastian Alvarez (MEX) und Mathieu de Barbuat (FRA) in der Nummer #2 von DKR Engineering.

Die Asian Le Mans Series besteht aus vier Rennen. Nach den zwei Veranstaltungen in Dubai, wechselt die Langstreckenmeisterschaft nach Abu Dhabi. Das Starterfeld besteht aus 37 Fahrzeugen, neun davon sind in der LMP3 Klasse zu finden.

„Ich freue mich sehr auf die Rennen in Dubai und die Zusammenarbeit mit meinen beiden jungen Teamkollegen. Die höheren Temperaturen stellen neue Herausforderungen dar und diese werden wir gemeinsam mit dem Team managen müssen, um am Ende oben auf dem Podest stehen zu können. Ich bin gespannt und blicke positiv auf das Rennwochenende“, so Laurents Hörr.

Zeitplan Rennen 1 und 2 (Ortszeit)

Freitag, 11. Februar 2022
13:30 – 15:00 Freies Training 1
18:00 – 19:30 Freies Training 2

Samstag, 12. Februar 2022
9:50 – 10:00 Qualifying LMP3 (Rennen 1)
10:50 – 11:00 Qualifying LMP3 (Rennen 2)
16:30 – 20:30 Rennen 1

Sonntag, 13. Februar 2022
15:25 – 15:40 Warm Up
17:30 – 21:30 Rennen 2

Die Rennen können via den Live Stream der Asian Le Mans Series zu Hause verfolgt werden.


SVL will mithalten mit dem Rekordmeister

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Wasserballer beim Spitzenspiel in Berlin

Berlin/Ludwigsburg.| Beim Bundesligaspiel gegen den deutschen Rekordmeister Spandau 04 am Samstagnachmittag gibt es für den SVL vermutlich nicht viel zu holen, sagt der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch. Wichtiger für Ludwigsburg ist das Heimspiel am 26. Februar gegen den Konkurrenten um Platz drei in der Liga, den ASC Duisburg.

Das Spiel am Samstag, 12. Februar, gegen den deutschen Rekordmeister Spandau 04 in Berlin werde „ein hartes Training“, sagt Marko Markovic – und ein „Erfahrungs-Booster für unsere jungen Spieler“. Solche Spiele gegen europäische Topteams seien „die einfachsten“, so Markovic weiter, denn Ludwigsburg habe nichts zu verlieren, sondern Einziges zu gewinnen: Erfahrungen.

„Wir gehen entspannt, aber einhundert Prozent Kompetenz in das Spiel“. Am wichtigsten sei es, dass alle Spieler gesund bleiben, denn das übernächste Bundesligaspiel gegen den ASC Duisburg am 26. Februar im Inselbad Stuttgart sei besonders wichtig. Ludwigsburg und Duisburg wollen beide Platz Drei in der Abschlusstabelle erreichen. Spandau und Waspo Hannover gelten bis auf weiteres als nahezu unschlagbar.

Der Ludwigsburger Nationalspieler Timo van der Bosch hat 2013/2014 für Spandau gespielt und sagt: Gegen den deutschen Rekordmeister bitte es für den SVL vermutlich nicht viel zu holen. „Unser Ziel wird sein, von Viertel zu Viertel zu schauen und möglichst lange dagegen zu halten.“

SVL-Kapitän und Torwart Ivan Pisk erklärt: „Die Jungs fahren am Samstag leider ohne mich nach Berlin, ich bin beruflich verhindert.“ Punkte seien in Berlin noch nicht zu erwarten, trotzdem sei die Partie eine gute Chance, im Vergleich zum bis dato letzten Spiel gegen Spandau weitere Fortschritte zu machen. Eines Tages, sagt Pisk, „wollen wir Spandau schlagen“.

SVL-Teammager Adrijan Jakovcev erklärt, das Auswärtsspiel gegen Spandau sei eine gute Gelegenheit für die jungen Spieler, sich weiterzuentwickeln. „Wir wollen das Spiel nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und wir wollen schauen, wo wir stehen.“ Die Mannschaft sei bereit, eine gute Partie abzuliefern gegen diese Spitzenmannschaft.


Bosch steigert Umsatz und Ergebnis – Prognosen übertroffen

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Klimaschutz sorgt für Wachstum
  • Umsatz 2021 übersteigt mit 78,8 Milliarden Euro Vorkrisenniveau / Ergebnis steigt auf 3,2 Milliarden Euro.
  • Bosch-Chef Hartung: „Klimaschutz treibt unser Geschäft mit voran – wir sind in einer starken Position.“
  • Bosch-Finanzchef Forschner: „Wir investieren in Zukunftsfelder und bleiben auf Kurs – unsere breite Aufstellung zahlt sich aus.“
  • Bosch-Personalchefin Albrecht: „Die Transformation bietet Chancen, Beschäftigung neu zu denken – im Einklang mit sozialer Verantwortung.“
  • Bosch-Mobility-Chef Heyn: „Wir bauen unsere Position im Markt für Automobilsoftware aus – mit zweistelligen Wachstumsraten.“

Stuttgart.| Die Bosch-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2021 Umsatz und Ergebnis deutlich. Die Gesamterlöse stiegen nach vorläufigen Zahlen1 um 10 Prozent auf 78,8 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt legte der Umsatz des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens um 11 Prozent zu. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) stieg um mehr als die Hälfte und erreichte 3,2 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite beträgt damit voraussichtlich rund 4 Prozent gegenüber 2,8 Prozent im Vorjahr. „Unser Geschäft hat sich 2021 deutlich besser entwickelt als erwartet“, sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen. „Wir konnten unsere Prognosen übertreffen – trotz vieler Herausforderungen wie Kostenbelastungen durch Lieferengpässe oder Preissteigerungen bei Rohstoffen.“ Der Geschäftserfolg sei maßgeblich auch vom „Zusammenhalt in Zeiten des Abstands“ geprägt worden. „Ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und unseren Kunden, Lieferanten sowie Geschäftspartnern für ihr Vertrauen“, erklärte Hartung. Er wolle mit dem weltweiten Bosch-Team „Technik fürs Leben“ weiter entwickeln und damit auf aktuelle Herausforderungen antworten. „Bosch ist technologischer Vorreiter in vielen Gebieten – das soll auch in Zukunft so bleiben.“ Dafür investiert das Unternehmen weiterhin hohe Summen in wichtige Zukunftsfelder, darunter allein in diesem Jahr insgesamt rund eine Milliarde Euro in die Mikroelektronik und Elektromobilität. Zugleich setzt Bosch verstärkt auf Partnerschaften wie etwa die jüngst mit Volkswagen verkündete Kooperation im Bereich automatisiertes Fahren.

Aus den Bestrebungen vieler Länder hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft erwartet der Bosch-Chef künftig ebenfalls wichtige Wachstumsimpulse: „Der Klimaschutz treibt unser Geschäft mit voran – von der Mobilität über die Industrieautomation bis hin zur Gebäude- und Haushaltstechnik“, betonte Hartung. „Vernetzung und künstliche Intelligenz sorgen dabei für steigende Energieeffizienz.“ So konnte Bosch 2021 den Absatz mit vernetzbaren Elektrowerkzeugen, Hausgeräten und Heizungen um die Hälfte steigern – auf mehr als sechs Millionen Einheiten gegenüber vier Millionen im Vorjahr.

Bosch forciert Klimaschutz – Wachstum mit Elektrifizierung

Bosch bekennt sich zu den Zielen der EU mit ihrem Green Deal und setzt heute bereits in seinen Unternehmensbereichen Klimaschutzvorgaben weitreichend um: Bosch ist seit Frühjahr 2020 mit seinen weltweit 400 Standorten klimaneutral und arbeitet daran, bis 2030 die CO2-Emissionen entlang der Lieferkette um 15 Prozent zu senken – vom Einkauf bis zur Produktnutzung. Ein zunehmender Teil des Geschäfts entstehe laut Bosch-Chef bereits aus der Elektrifizierung. „Mit der Elektromobilität erzielen wir einen Milliarden-Umsatz, auch bei Wärmepumpen fürs Haus wachsen wir zweistellig – und in der Industrietechnik halten elektrische Antriebe Einzug“, sagte Hartung und sieht damit das Unternehmen in einer starken Position. „Bosch setzt Klimaschutz in Wachstum um.“ Das Unternehmen zeige beispielhaft, wie die Transformation zur klimaneutralen Wirtschaft ökologisch und ökonomisch gelingen könne.

Nachhaltige Mobilität – Wachstum aus Automobil- und Industrietechnik

Auch in der Elektromobilität erschließt sich Bosch weiteres Wachstumspotenzial: Seit Ende 2021 fertigt das Unternehmen Leistungshalbleiter aus Siliziumkarbid (SiC), die in Elektrofahrzeugen die Reichweite um bis zu sechs Prozent vergrößern können. Allein in den nächsten drei Jahren soll laut Marktforschern von Yole der gesamte SiC-Markt jedes Jahr im Schnitt um 30 Prozent auf mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar wachsen. Zur Industrialisierung der stationären Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC) informierte sich erst kürzlich der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, am deutschen Standort Bamberg. Mit seiner SOFC-Technik liefert Bosch einen Beitrag zur Energiewende und erschließt sich weiteres Geschäft. Bis 2024 investiert Bosch in die SOFC-Technologie mehr als 400 Millionen Euro, weitere 600 Millionen Euro investiert das Unternehmen im selben Zeitraum in die mobile Brennstoffzelle.

Auch in das Ausrüstungsgeschäft für die Batterieproduktion ist das Unternehmen eingestiegen. Ein Geschäft mit Potenzial: Der weltweite Batteriemarkt wächst nach Angaben des Unternehmens jährlich um bis zu 25 Prozent. Mit Volkswagen prüft das Unternehmen, gemeinsam die Fertigungsprozesse von Batteriezellen zu industrialisieren. „Unser gemeinsames Ziel ist ein europäischer Anbieter als Kosten- und Technologieführer bei der Industrialisierung der Batterietechnologie“, sagte Hartung. Experten sehen in den gemeinsamen Plänen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität und der Serienproduktion nachhaltiger Batterien.

Softwaredominierte Mobilität – zweistelliges Wachstum im Milliardenmarkt

Wachstum will Bosch auch in der Software-Entwicklung für Fahrzeuge erzielen und seine Position ausbauen. Bereits heute liefert der Unternehmensbereich Mobility Solutions jährlich mehr als 200 Millionen Steuergeräte mit eigener Software für Fahrzeuge weltweit. Der Markt für Automobilsoftware soll nach eigenen Angaben bis 2030 ein Volumen von rund 200 Milliarden Euro erreichen. „Bosch wird in diesem Markt mit zweistelligen Raten wachsen“, sagte Dr. Markus Heyn, Geschäftsführer und neuer Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solution der Robert Bosch GmbH. „Dabei werden wir nicht zuletzt von der Entwicklung des Autos zum Internetknoten profitieren.“

Strategische Weichen habe Bosch dafür bereits gestellt, so Heyn. Das Angebot an anwendungsunabhängiger Fahrzeugsoftware bündelt Bosch zur Jahresmitte in seiner Tochtergesellschaft ETAS. Deren Ziel ist es, übergreifend einsetzbare Fahrzeug-Basissoftware, Middleware, Cloud-Services und Entwicklungswerkzeuge anzubieten. Im neuen Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions entsteht anwendungsspezifische Fahrzeugsoftware mit spezieller Hardware zum Beispiel für Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren. In diesem Bereich hat der Zulieferer mit der Software-Tochter von Volkswagen, Cariad, Ende Januar 2022 eine umfassende Zusammenarbeit vereinbart. „Wir haben das Ziel, das teil- und hochautomatisierte Fahren für jedermann schneller zu realisieren“, erklärte Heyn. „Wir wollen Standards für den Markt setzen, die auch anderen Autoherstellern zugutekommen.“

Industrieller Arbeitsplatzwandel – eine Milliarde Euro für Weiterbildung

Der Weg in eine klimaneutrale Wirtschaft ist eine Zukunftsaufgabe, die Bosch auch als Arbeitgeber mitgestalten will. „Bosch sieht in der Transformation vieler Branchen eine Chance, Beschäftigung neu zu denken“, sagte Filiz Albrecht, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Robert Bosch GmbH. Um Menschen von einer Arbeit in die andere zu begleiten, sei es als Arbeitgeber zunehmend wichtiger, „Perspektiven für neue Beschäftigung auch außerhalb des eigenen Unternehmens sichtbar zu machen“. In Deutschland bringt Bosch deshalb seine breite Erfahrung in die branchenübergreifende „Allianz der Chancen“ ein. „Wir setzen auf eine sozialverträgliche Gestaltung des Wandels“, betonte die Personalchefin. Dazu verfolge das Unternehmen auch neue Ansätze in der Mitarbeitervermittlung und Qualifizierung. Zudem investiert Bosch konsequent in die Weiterbildung der Belegschaft – mehr als eine Milliarde Euro in den vergangenen fünf Jahren.

Auch mit hybriden Zusammenarbeitsmodellen treibt das Unternehmen den Wandel der Arbeitswelt voran. „Mit unserer „Smart Work“-Initiative entwickeln wir das Wechselspiel von mobilem Arbeiten und der Tätigkeit am Standort konsequent weiter – die Teams bestimmen selbst die flexible Gestaltung von Arbeitszeit und Arbeitsort mit ihren Führungskräften“, erläuterte Albrecht. Selbstbestimmtes Arbeiten ist insbesondere auch für Software-Entwickler wichtig. Der Bedarf an diesen Fachkräften ist laut der Personalchefin groß: „Allein im Geschäftsbereich Cross-Domain Computing Solutions bieten wir in Deutschland derzeit mehr als 1 000 offene Stellen für Software-Experten.“

Geschäftsverlauf 2021 – alle Unternehmensbereiche steigerten Umsatz

Die Bosch-Gruppe steigerte ihren Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr nicht nur, sondern lag damit auch über dem Vorkrisenniveau von 2019. „Die breite Aufstellung des Unternehmens über unterschiedliche Branchen und Regionen zahlte sich erneut aus“, sagte Dr. Markus Forschner, Geschäftsführer und Finanzchef der Robert Bosch GmbH. „Alle Unternehmensbereiche haben trotz weltweiter Lieferengpässe ihre Erlöse gesteigert.“ Der größte und umsatzstärkste Unternehmensbereich Mobility Solutions legte deutlich zu, auch wenn das Umfeld im vierten Quartal das Geschäft ausbremste. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro, ungeachtet der Halbleiterverknappung, die sich besonders stark auf den Automobilsektor auswirkte. Das ist ein wechselkursbereinigtes Plus von 7,9 Prozent. Der Unternehmensbereich Industrial Technology profitierte vor allem von der Erholung des Maschinenbaus und erwirtschaftete einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro. Der Anstieg lag nominal als auch wechselkursbereinigt bei 20 Prozent. Die Erlöse erreichten damit wieder ihr Vorkrisenniveau, so der Finanzchef. Im Unternehmensbereich Consumer Goods waren die Produkte rund um Haus und Garten erneut stark gefragt. Der Umsatz lag mit 21 Milliarden Euro deutlich über Vorkrisenniveau. Der Anstieg von 13 Prozent ist wechselkursbereinigt ein Plus von 15 Prozent. Im Unternehmensbereich Energy and Building Technology legten die Erlöse um 11 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu; wechselkursbereinigt ist das ein Wachstum von 12 Prozent. Forschner sagte: „Das Geschäft profitierte von der hohen Nachfrage nach klimafreundlicher Heizungstechnik, so dass der Unternehmensbereich sein Vorkrisenniveau sogar übertraf.“

Geschäftsverlauf 2021 – regional durchgängiges Umsatzwachstum

„Auch in der regionalen Betrachtung verzeichnete Bosch ein durchgängiges Umsatzwachstum“, berichtete der Finanzchef. In Europa stieg der Umsatz um 9,3 Prozent auf 41,5 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt ist es ein Plus von 10 Prozent. In Nordamerika lagen die Erlöse bei 11,5 Milliarden Euro. Der Anstieg von 6,5 Prozent beträgt wechselkursbereinigt 10 Prozent. In Südamerika legte der Umsatz um 32 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, wechselkursbereinigt um 41 Prozent. „Das ist eine sehr positive Entwicklung, zumal die Region im Vorjahr besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen war“, erläuterte Forschner. In Asien-Pazifik verzeichneten die Erlöse einen Zuwachs um 12 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 11 Prozent.

Mitarbeiterentwicklung 2021 – leichter Anstieg weltweit

Zum Stichtag 31.12.2021 beschäftige das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen weltweit rund 401 300 Menschen. Der Zuwachs von etwa 6 700 Mitarbeitenden erfolgte im Wesentlichen in Asien-Pazifik und Europa. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland blieb stabil mit etwa 131 400 Beschäftigten. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Mitarbeiterzahl um knapp 4 Prozent auf 76 300 gestiegen. Die Anzahl von Software-Entwicklern lag weltweit bei mehr als 38 000 – das ist ein Plus von etwa 4 000 gegenüber dem Vorjahr.

Ausblick 2022 – Unsicherheiten belasten Weltwirtschaft

Bosch stellt sich auf ein Wachstum der Weltwirtschaft für 2022 von 4 bis 4,5 Prozent ein gegenüber etwa 5,5 Prozent in 2021. Trotz beeindruckender Impffortschritte in vielen Ländern erwartet das Unternehmen auch 2022 hohe Belastungen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben durch Covid-19. Auch werden die anhaltenden Lieferengpässe sowie steigenden Preise für Rohstoffe, Vorprodukte und Transport die weltweite Wirtschaft stark beeinflussen und sich auf das Geschäft vieler Branchen auswirken, allen voran der Automobilindustrie. Der markante Anstieg der Inflation in vielen Sektoren und Regionen trübt zudem den Ausblick. Sofern es nicht zu weiteren Störungen des Umfelds kommt, erwartet die Bosch-Gruppe für 2022 eine Umsatzsteigerung. Die operative EBIT-Rendite soll sich zumindest auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen ist Forschner zuversichtlich: „Bosch hat eine starke finanzielle Basis, um in wichtige Zukunftsfelder zu investieren und seinen Kurs fortzusetzen.“ Ziel bleibe es, in den für Bosch wichtigen Branchen und Regionen stärker als der Markt zu wachsen.