Stadtwerke Stuttgart planen Schnellladepark auf SVG Süd-Areal

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  • Mehr und schneller elektrisch laden
  • Stadtwerke Stuttgart planen Schnellladepark in Wangen
  • neues Angebot auf dem Areal der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG

Stuttgart.| Zusätzliche Lademöglichkeiten erwarten E-Mobilisten künftig in Stuttgart-Wangen. Die SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG (SVG Süd) und die Stadtwerke Stuttgart haben eine Kooperation geschlossen mit dem Ziel, auf dem SVG Süd-Areal in der Hedelfinger Straße einen Ladepark samt Schnellladestationen aufzubauen. „Der Standort ganz nah an der B10 ist prädestiniert für einen Schnellladepark. Wir sind stolz, dass die SVG Süd sich für uns als Partner auf ihrem Areal entschieden hat. Gemeinsam bringen wir hier das Angebot für klimafreundliche Mobilität voran“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. „Uns ist wichtig, einen lokalen Partner an der Seite zu haben, der sowohl die Seite des Versorgungsnetzes als auch den Betrieb des neuen Ladeangebotes kompetent und mit dem Blick auf weitere Entwicklungsschritte angehen kann“, unterstreicht SVG Süd-Vorstand Uwe Nestel.

Planungen laufen – Inbetriebnahme Mitte 2022

In der zweiten Hälfte 2022 soll auf dem Areal ein Schnellladepark entstehen, geplant sind fünf Ladesäulen mit jeweils zwei Ladeanschlüssen im Leistungsbereich zwischen 75 und 300 Kilowatt. Damit können E-Mobilisten ihr E-Fahrzeug komfortabel und schnell für die Weiterfahrt aufladen. Bau und Betrieb des Schnellladehubs übernehmen die Stadtwerke Stuttgart. Dazu gehört auch der Netzanschluss einschließlich einer zusätzlichen Trafo-Station, die auf dem Areal für den sicheren und leistungsfähigen Betrieb errichtet werden muss. Für das Projekt veranschlagen die Stadtwerke Stuttgart eine Investitionssumme von rund einer halben Million Euro, die sie gemeinsam mit einem weiteren Partner stemmen. Nutzer des Schnellladeparks werden von diesem Schulterschluss profitieren. Auch die Aufenthaltsqualität auf dem verkehrsgünstig gelegenen und bislang hauptsächlich dem Schwerlastverkehr vorbehaltenen Areal spricht für sich: Es gibt nicht nur sanitäre Einrichtungen, sondern auch ein Hotel mit Gastronomie, das bislang auf die Bedürfnisse der Lastwagenfahrer ausgerichtet war. „Wir möchten unser Angebot stetig den Anforderungen der Kunden anpassen. Auf einem Autohof gehört es zwingend dazu, neue Wege bei den Antriebsarten zu gehen. Mit der Ladeinfrastruktur der Stadtwerke schaffen wir einen großen Schritt in Punkto Ladeangebot und Aufenthaltsqualität“, unterstreicht SVG Süd-Vorstand Michael Dietzel.

SVG Süd und Vision Autohof

Die SVG Süd plant derzeit im Rahmen eines innovativen Pilotprojekts, ihren Standort in Stuttgart-Wangen neu zu entwickeln, den aktuellen Bedürfnissen anzupassen und dabei nach Möglichkeit auch aktuelle Innovationen im Mobilitätssektor aufzugreifen. Neben einem Hotel am Standort entsteht unter anderem ein neues Zentrum für das Transport- und Logistikgewerbe mit Büro- und Schulungsräumen für die SVG Süd und Raum für Verbände des Transport- und Logistikgewerbes. Der angegliederte Autohof bietet neben zwei Tankstellen mit Bistro- und Getränkemarkt, Kurz- und Langzeitparkplätze für Pkw und Lkw, Reifen- und Autoservice sowie Waschboxen für individuelle Fahrzeugreinigungen. Während der Autohof derzeit nur ebenerdig genutzt wird, soll perspektivisch dort eine neue Form der urbanen Flächenentwicklung „in die Höhe“ realisiert werden. Grundlage dieses Vorhabens bildet eine von der Stadt Stuttgart initiierte Konzeptstudie „Urban Sandwich“. Dabei wurde an insgesamt fünf Standorten im Stuttgarter Stadtgebiet die Entwicklung mehrstöckiger Gewerbebauten zur effizienteren Raumnutzung geprüft. Einer dieser Standorte ist der Autohof der SVG Süd im Gewerbegebiet Hedelfingen/Wangen.

Eine Schnellladesäule zeichnet sich durch eine besonders kurze Ladezeit aus, um ein Elektroauto vollständig aufzuladen. Während an einem Normalladepunkt mit Wechselstrom (AC) nur höchstens 22 Kilowatt Ladeleistung erbracht werden, sind an einem Schnellladepunkte mit Gleichstrom (DC) Stand heute bis zu 300 Kilowatt möglich. Genaue Ladezeiten lassen sich auch bei Schnellladesäulen nicht exakt angeben. Diese variieren stark abhängig von Fahrzeugmodell, aktuellem Ladezustand, Außen- und Batterietemperatur sowie Leistung der Ladesäule. Als grobe Faustregel gilt: Batteriekapazität (kWh) / Ladeleistung (kW) = Ladezeit. Hier ein Beispiel mit einem vergleichsweise verbreiteten Elektroauto-Modell: Um für eine übliche tägliche Wegstrecke von 40 Kilometern einen Renault ZOE nachzuladen, ist an einer Schnellladesäule mit einer Ladezeit von rund 8 Minuten zu rechnen, an einer üblichen AC-Ladesäule mit rund 35 Minuten Ladezeit.


Jungfernfahrt auf dem erstem fertigen Gleisabschnitt

  • Bahn schreibt Stuttgarter Eisenbahngeschichte
  • Transportzug liefert bei erster Fahrt auf neuem Gleis im Tunnel Feuerbach weitere S21-Schienen

Stuttgart, 8. Februar 2022.| Historischer Moment in der Eisenbahngeschichte der Landeshauptstadt Stuttgart: Zum ersten Mal ist am Dienstag ein Zug auf dem ersten fertiggestellten Gleisabschnitt von Stuttgart 21 Richtung Stadtzentrum gefahren. Mit 120 Meter langen Schienen beladene Waggons stoppten nach der Fahrt durch den Tunnel Feuerbach in den frühen Morgenstunden des 8. Februar 2022 erst kurz vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Fern- und Regionalzüge aus Richtung Mannheim erreichen auf diesem Gleis in Zukunft die Bahnsteighalle des neuen unterirdischen Durchgangsbahnhofs.

Auf dem rund drei Kilometer langen Tunnelabschnitt schob eine Diesellok die Ladung für weitere 2,8 Kilometer Stuttgart-21-Gleis mit etwa Tempo 15 zur Abladestelle im sogenannten Verzweigungsbauwerk unter dem Kriegsberg. Im Verzweigungsbauwerk vereinigen sich jeweils zwei Röhren des Tunnels Feuerbach und des Tunnels Cannstatt, um wenige hundert Meter weiter in die Bahnsteighalle mit ihrem charakteristischen Betonschalendach zu münden. Unter anderem vom Verzweigungsbauwerk aus verlegt die Deutsche Bahn demnächst die Gleise von und nach Bad Cannstatt.

Mitarbeiter der in diesem Abschnitt für den Bau der Festen Fahrbahn verantwortlichen Auftragnehmerin der Deutschen Bahn, der Firma Eiffage, haben am Dienstag über eine spezielle Vorrichtung zunächst die in Österreich hergestellten rund 300 Tonnen Schienen abgeladen. In der Nacht zum Donnerstag, 10. Februar 2022, werden dann die aus Beton vorgefertigten Schwellenelemente ebenfalls per Transportzug angeliefert. Unterdessen wird von Feuerbach aus bereits die zweite Tunnelröhre für den Gleisbau vorbereitet.

Unvermindert weiter voran schreitet der Bau der 28 Kelchstützen, die künftig das Dach der neuen Bahnsteighalle tragen. Am vergangenen Samstag, 5. Februar 2022, wurde der 19. Kelch betoniert. In wenigen Wochen folgt die Betonage des sogenannten Sonderkelchs. Dieser hat als einziger der insgesamt 28 Kelche eine nach Norden hin ausgerichtete Öffnung und bildet künftig einen der Zugänge zur neuen Bahnsteighalle.


Die Polizei warnt dringend vor Telefontrickbetrügern

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Stuttgart.| Hinweis an die Radiosender und Online-Medien: Wir bitten die folgende Warnmeldung möglichst rasch zu veröffentlichen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aktuell versuchen, durch zahlreiche Anrufe bei älteren Menschen neue Opfer zu finden.

Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass erneut vor Telefontrickbetrügern und ihren perfiden Manipulationen. Die Betrüger kombinieren dabei verschiedene Maschen, wie den Schockanruf, den sogenannten Enkeltrick oder auch die Masche “Falscher Polizeibeamter”. Am Montag (07.02.2022) kam es bereits zu rund einem Dutzend solcher Anrufe und die Polizei geht davon aus, dass sich die Anrufe weiterhin häufen werden. Beachten Sie deshalb folgende Grundsätze:

  • Seien Sie sich bewusst, dass die Betrüger absichtlich Druck und immensen Stress aufbauen, um gewollt Ängste und Sorgen zu schüre, diese sind jedoch unbegründet. Lassen Sie sich keineswegs, egal zu welcher Uhrzeit, unter Druck setzen.
  • Ziehen Sie bei Bedenken Verwandte, Vertrauenspersonen oder die echte Polizei in Ihre Entscheidungen mit ein. Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Legen Sie bei dem kleinsten Zweifel den Telefonhörer auf und wählen Sie mit der 110 den Polizeinotruf.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de


W&W-Gruppe ist „Top Employer 2022“

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Zum zweiten Mal in Folge wurde die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) mit dem Titel „Top Employer“ durch das Top Employers Institute, Düsseldorf, ausgezeichnet. Das unabhängige Institut zertifiziert jährlich weltweit Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen bieten. Dazu zählen flexibles Arbeiten, Weiterentwicklung, Work-Life-Balance und Arbeitgeberleistungen. In diesem Jahr wurden über 1.800 Top-Arbeitgeber in 120 Ländern und Regionen ausgezeichnet, davon 143 Unternehmen in Deutschland.

Für die Auszeichnung durchlief die W&W-Gruppe ein mehrstufiges Zertifizierungsprogramm, das 600 Fragen und ein Audit umfasste. Durchleuchtet wurden unter anderem die Personalgewinnung und -entwicklung, die Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit und flexibles Arbeiten, Nachhaltigkeit und Diversität sowie zusätzliche Leistungen, etwa das Gesundheitsmanagement. Bewertet und auditiert wird von unabhängigen Expertinnen und Experten. Eine Zertifizierung erfolgt nur, wenn ein Unternehmen in allen Kategorien auch über formalisierte und zukunftsorientierte Personal-Prozesse verfügt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir auch 2022 wieder als Top Employer zertifiziert wurden“, sagt Dr. Susanne Pauser, Leiterin Konzernpersonal. „Optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen ist uns wichtig, weil uns unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig sind. Sie spornen uns an, unser Bestes zu geben, um auch in Zukunft ein Top-Arbeitgeber zu sein.“


Bietigheim startet mit klarem Erfolg gegen Dessau-Roßlau

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die SG BBM Bietigheim hat den erhofften deutlichen Sieg zum Auftakt der Rückrunde in der 2. Handball-Bundesliga eingefahren. Am Sonntag gewannen die Jungs von Iker Romero gegen den Dessau-Roßlauer HV mit 31:23 (16:12) Toren.

„Es war wichtig, dass wir nach der EM-Pause mit einem Sieg gestartet sind und dass wir deutlich gewonnen haben“, unterstrich Christian Schäfer. Der Routinier auf Rechtsaußen kennt die Bedeutung solcher Auftaktszenarien natürlich, am Sonntag konnten er und seine Mitspieler kräftig Selbstvertrauen für die eng getaktete Rückrunde tanken. Und auch Bietigheims Trainer Romero dürfte ob der starken Vorstellung seiner Jungs nach der sechswöchigen Auszeit ein Stein vom Herzen gefallen sein. „Die Körpersprache war das ganze Spiel über phänomenal. Wir entwickeln uns, egal, wer auf dem Feld ist, gibt alles.“

Für den Dessau-Roßlauer HV dagegen wird die Ausgangslage nach der Niederlage in Bietigheim nicht einfacher. Personell starten die Sachsen-Anhaltiner auf der letzten Rille ins Jahr 2022. „Bis auf eine Einheit haben wir die ganze Vorbereitung nur mit neun Feldspielern absolviert. Da geht die Körperlichkeit und die Intensität verloren“, DRHV- Chefcoach Uwe Jungandreas war vor allem mit der Abwehrarbeit seiner Truppe nicht zufrieden. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Defensive festigen. Wir kassieren wie schon in der Hinrunde einfach zu viele Gegentore.“ Offensiv setzte Dessau-Roßlau von Beginn an über die schnelle Mitte und Tempo in der zweiten Welle immer wieder empfindliche Nadelstiche. Auch die Anspiele an Oliver Seidler am Kreis überraschten Bietigheims Abwehr zumindest im ersten Abschnitt. Aber die SG BBM nutzte ebenso konsequent ihre Chancen aufs Tempospiel, häufig über den agilen Alexander Pfeifer auf der linken Seite. Bei der ersten Auszeit des DRHV führte Bietigheim nach dem Treffer von Christian Schäfer mit 13:10 Toren und nahm eine 16:12-Führung mit in die Pause.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jonathan Fischer und Max Öhler musste sich die SG BBM vor allem am Kreis neu aufstellen. Eine Aufgabe, die Fischer-Ersatz Nils Boschen auch in den Augen seines Trainers nicht nur wegen seiner fünf Tore glänzend löste. Bietigheims Angriffsspiel blieb schwer ausrechenbar, Dominik Claus sorgte im rechten Rückraum für ständige Torgefahr und Sven Weßeling setzte die linke Seite mit mehr gefährlichen Toraktionen weitaus besser unter Strom als noch im Dezember.

„Wichtig war auch, dass unsere Einstellung in der Abwehr gestimmt hat“, betonte Romero. „Da hat uns geholfen, dass Konstantin Poltrum ein wirklich starkes Spiel gemacht hat“. Der Bietigheimer Keeper wehrte knapp 40 Prozent der Würfe auf sein Tor ab und war mit dafür verantwortlich, dass Dessau-Roßlau am Ende bei 23 Toren gehalten werden konnte. Weil die SG BBM hinten 60 Minuten stabil und im Positionsangriff auf ihrer druckvollen Linie blieb, wuchs die Führung beinahe stetig an, über beruhigende sieben Tore beim 23:16 (48.) bis zum Schlusspfiff auf 31:23.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Lehmann; Vlahovic (1), Claus (3), Dahlhaus (1), Schäfer (3), de la Peña (2), M. Urban, Barthe (1), Link, Asmuth, Weßeling (8/4), Pfeifer (7), Boschen (5).

Dessau-Roßlauer HV: Ambrosius, Malek; Hrstka (7/2), Sohmann (1), Bielzer (1), Schmidt, Haeske, Gliese (2), Danneberg (1), Neumann (1), Scheithauer (1), Emanuel (3), Seidler (5), Leu (1).

Spielverlauf: 5:2 (8.), 7:6 (13.), 11:10 (19.), 14:10 (24.), 16:12 (28.), 18:15 (37.), 23:16 (48.), 27:18 (54.), 28:21 (57.), 31:23 (60.).
Zeitstrafen: Dahlhaus (29.), Barthe (59.) – Seidler (24.), Bielzer (27., 42.), Gliese (38.) Siebenmeter: 4/4 – 2/2
Schiedsrichter: Fabian Dietz / Tobias Biehler (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 420 (Viadukthalle, Bietigheim)


Ludwigsburg souverän in Viertelfinale

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SVL-Wasserballer im Deutschen Pokal

Die SVL-Wasserballer schlagen den Düsseldorfer SC 1898 am Samstagabend im Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals in Düsseldorf deutlich mit 5:16. Die Routiniers wurden geschont, die jungen Spieler waren in der Verantwortung und haben gezeigt, was sie drauf haben.

Das Pokalspiel in Düsseldorf beginnt für Ludwigsburg nach Plan. Dritte Minute, 0:1 für den SVL durch Nino Blazevic. Doch knapp eine Minute später erzielt der Düsseldorfer SC, der in der Gruppe B spielt, den Ausgleich. Fünfte Minute, wieder Blazevic zum 1:2. Der SVL-Teammanager Adrijan Jakovcev hatte vor dem Spiel gesagt: „Bei allem Respekt, wir gehen als klare Favoriten in das Spiel gegen Düsseldorf.“ Es sollte auch bald weitere Tore fallen.

Doch zunächst tut sich bei der Partie im Rheinbad nichts Zählbares. Gut 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels erhöht Niko Blazevic auf 1:3. Na also, sagt sich vermutlich auch Jakovcev, der die Mannschaft diesmal nicht begleiten kann. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff schießt Aleksa Manic das 1:4. Der SVL liegt voll auf Kurs in Richtung Viertelfinale.

Zu Beginn des zweiten Viertels werden drei Düsseldorfer Spieler, einer nach dem anderen, rausgestellt. Überzahl Ludwigsburg, der SVL auf 1:5 erhöht. Mikael Metodiev erhöht auf 1:7, dann Bosic auf 1:8. Die jüngeren Spieler übernehmen Verantwortung, spielen tollen Wasserball und dürften sich diese Partie nun nicht mehr nehmen lassen. Manisch, 1:9. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielte Düsseldorf den Anschlusstreffer zum 2:9. Auszeit Ludwigsburg. Doch bis zur Halbzeit fallen keine weiteren Tore.

Doch zunächst tut sich bei der Partie im Rheinbad nichts Zählbares. Gut 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels erhöht Niko Blazevic auf 1:3. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff schießt Aleksa Manic das 1:4. Der SVL liegt voll auf Kurs in Richtung Viertelfinale.

Auch das nächste Spiel des SVL ist ein Auswärtsspiel, ein Match, bei den es für Ludwigsburg eher weniger zu gewinnen geben dürfte: Die Partie beim deutschen Rekordmeister Spandau 04 wird am Samstag, 12. Februar, um 16 Uhr angepfiffen. Wann die Pokal-Viertelfinalspiele ausgetragen werden, ebenso wie der Gegner noch nicht fest.


SVL fährt zuversichtlich nach Düsseldorf

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Wasserballer beim Deutschen Pokal

Wieder ein Auswärtsspiel. Auch dieses Pokalmatch am Samstagabend gegen Düsseldorf wollen die SVL-Bundesligawasserballer gewinnen. Ludwigsburg steht in der Tabelle der Gruppe A auf Platz drei. Der Düsseldorfer Schwimmclub spielt ein Klasse darunter in der Gruppe B und liegt dort auf Platz zwei. Ein Spaziergang wird das Spiel für den SVL jedoch sicher nicht.

„Bei allem Respekt vor dem Gastgeber und Traditionsverein: wir gehen als klare Favoriten in das Spiel gegen Düsseldorf.“ Mit diesen Worten kommentiert der SVL-Teamm anager Adrijan Jakovcev die Partie gegen den Düsseldorfer Schwimmclub 1898, die am Samstag um 18 Uhr in Düsseldorf angepfiffen wird .

Fest eingeplant sei der dritte Auswärtssieg in Folge. Der SV Ludwigsburg hat an den beiden vorigen Wochenenden die Bundesligaspiele gegen die White Sharks Hannover sowie gegen die SG Neukölln gewonnen und belegt derzeit Platz drei in der Gruppe A der Bundesliga.

Düsseldorf tritt in der Gruppe B an, also eine Klasse unter Ludwigsburg, die Mannschaft steht auf Platz zwei, und hat sich damit für die Aufstiegsspiele in die Beletage qualifiziert. Jakovcev sagt, in Düsseldorf biete sich eine gute Möglichkeit für die jungen SVL-Spieler – etwa für Tobias Bauer und Mikael Metodiev – einen nächsten Schritt zu machen und sich weiterzuentwickeln. Das Ziel sei für alle klar: Das Final Four im Deutschen Pokal soll es wieder werden.

Der Ludwigsburger Torschützenkönig Marko Martinic sagt, er gehe davon aus, dass man allen Spielzeiten geben wird. Auch er spricht von einer guten Gelegenheit für die 18-, 19- und 20-jährigen Spieler sich zu behaupten und als Team weiter zu wachsen.

Der Kapitän des SVL, Ivan Pisk, sagt: „Wir treten in dem Pokalspiel als klarer Favorit an, in einem Spiel, das wir ohne Frage gewinnen wollen.“ Der Kapitän ist sehr zuversichtlich, auch mit Blick auf die weiteren Spiele, aktuell sei kein Spieler oder verletzt. „Wir fahren mit der vollen Besetzung nach Düsseldorf.“

Das Pokal-Achtelfinale in Düsseldorf ist auch die Premiere für den neuen SVL-Trainer Maro Pulić aus Dubrovnik. Der Mann aus Kroatien wird laut Aussage von SVL-Vizepräsident Matthias Nagel das Trainerteam für zunächst drei Monate verbessert. Maro Pulić war der Jugendtrainer der beiden SVL-Spieler Marko Martinic und Nino Blazevic. Über die beiden kam der Kontakt zum SVL-Zustand.

Pulić hat bei Jug Dubrovnik, einem der weltweit besten Wasserballklubs überhaupt, früher ua auch Sandro Sukno trainiert. Sukno gilt als einer der weltbesten Wasserballer aller Zeiten, er hat bei den Olympischen Spielen 2012 mit Kroatien die Goldmedaille gewonnen. Jug Dubrovnik spielt in einem eigenen Wasserball- und Schwimmstadion mit Cabriodach, in dem Bad finden gut 2500 Zuschauer Platz. Der neue Trainer soll dazu beitragen, dass der SVL in der Erfolgsspur bleibt und sich weiter verbessert. Das Team sei gut drauf, sagt Nagel. „Zur Zeit können wir in Deutschland jede Mannschaft schlagen – außer Waspo und Spandau.“

Das Pokalspiel am Samstag, wird im DSV-Liveticker übertragen.

Derby am 9. Ferbuar abgesagt
Abgesagt wurden dagegen gestern bereits das Derby beim SSV Esslingen am nächsten Mittwoch. Kapitän Pisk zeigt sich enttäusch und sicher: „Wir haben unseren Fokus im Training bereits auf das Derby ausgerichtet und hatten uns auf das Spiel gefreut. Leider ist das in diesen Zeiten alles kaum mehr planbar, was es für alle Gelegenheiten schwer macht. Wir aber wünschenderst allen erkrankten Esslinger Spielern gute Besserung und hoffen auf bessere Zeiten.”


SG BBM Bietigheim startet gegen Dessau-Roßlau

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Nach dem Abschluss der Handball-EM startet an diesem Wochenende die 2. Bundesliga ins Jahr 2022. Die SG BBM Bietigheim empfängt zum Auftakt der Rückrunde am Sonntag (17 Uhr, Viadukthalle) den Dessau-Roßlauer HV.

Wie schon zum Abschluss der Hinrunde muss die SG BBM am Sonntag auf eine große Kulisse verzichten. Die EgeTrans Arena steht aufgrund von Umbauarbeiten an der Beleuchtungsanlage nicht zur Verfügung. Deshalb tragen die Bietigheimer Handballer ihre ersten beiden Heimspiele gegen Dessau-Roßlau und gegen Bayer Dormagen (18.2.) unverändert in ihrer Traditionshalle aus. Erst zum Spiel gegen den HC Empor Rostock (26.2.) ist eine Rückkehr in die große Arena geplant. Die aktuelle Coronaverordnung in Baden-Württemberg schränkt die maximale Zahl an Zuschauern stark ein und die zur Verfügung stehenden Plätze sind bereits durch die Dauerkarteninhaber belegt. Aus diesem Grund gibt es für die beiden Partien in der Viadukthalle keine Einzeltickets. Das Spiel ist als kostenloser Livestream unter www.handball-deutschland.tv zu sehen.

Wie knüpft man an die Erfolgsserie vom Dezember an? Diese Frage dürfte SG BBM-Coach Iker Romero beschäftigt haben spätestens seit Mitte Januar die Vorbereitung auf die Rückrunde gestartet wurde. Vier der letzten 5 Ligaspiele konnten die Jungs des spanischen Cheftrainers für sich entscheiden und überwinterten dadurch mit 18:18 Punkten auf einem 10. Tabellenplatz. Von dort reicht der Blick zur Tabellenspitze ungefähr genauso weit wie zum Tabellenende. Niemandsland wird das gelegentlich tabellarisch genannt. Der Re-Start wird gegen die Bauhausstädter nicht zum Selbstläufer, das ist dem früheren spanischen Weltklassespieler klar. Im Hinspiel wurden beim 36:36 in einer Partie mit offenem Visier die Punkte geteilt. „Die Spieler sind fokussiert aus der Pause zurückgekommen. Die Vorbereitung ist gut gelaufen, wir sind jetzt bereit für die Rückrunde“, gibt sich der 41-Jährige vor dem ersten Anwurf optimistisch. „Wir haben gut und hart trainiert, haben aber auch Spaß bei der Sache gehabt“, beschreibt er die Stimmung unter seinen Jungs.

Nur zwei Testspiele haben die Bietigheimer Handballer im Vorfeld absolviert, auch um zu viele Kontakte zu vermeiden. Sowohl gegen den TVB Stuttgart als auch gegen den HC Erlangen zog die SG BBM beide Male den Kürzeren. Für Romero sind die beiden Niederlagen gegen die Erstligisten kein Grund, um ins Grübeln zu kommen: „Gegen den TVB haben wir die richtige Mentalität gezeigt. Gegen Erlangen waren wir gegen einen starken Gegner überhaupt nicht gut und haben müde gewirkt.“ Eine Schrecksekunde musste die SG BBM bei Test gegen Erlangen überstehen, als Max Öhler verletzt vom Feld humpelte. Aber der erste Eindruck einer schweren Knieverletzung hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Romero rechnet damit, dass sein junger Mittelmann, genauso wie der angeschlagene Kreisläufer Jonathan Fischer, gegen Ende der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Wenn nichts Unkalkulierbares dazwischenkommt, steht am Sonntag der komplette Kader der Schwaben unter Strom.

Im Gegensatz zur SG BBM geht es für den Dessau-Roßlauer HV darum, einen „schwarzen Dezember“ aus den Kleidern zu schütteln. Sieben von 8 Spielen gingen zuletzt verloren, die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt rutschte auf den 16. Rang ab, ist aktuell nur noch einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt. Bei der 26:34-Niederlage gegen den EHV Aue verloren die „Biber“ zudem ihren Rückraumlinken Timo Löser und Rechtsaußen Yannick-Marcos Pust durch Verletzungen. Beide verpassten die Vorbereitung. Beim Testturnier gegen die Bundesligisten TBV Lemgo und SC DHfK Leipzig musste DRHV-Coach Uwe Jungandreas neben Kapitän Vincent Sohmann zudem auf den angeschlagenen Max Emanuel verzichten. Bevor er zu den Bibern wechselte, spielte der 27-Jährige von 2015 bis 2020 für die SG BBM. Seine tragende Rolle beim DRHV untermauerte der Linkshänder mit bislang 69 Saisontreffern und ist damit zweiterfolgreichster Werfer des Teams hinter Linksaußen Jakub Hrstka (109/17).

„Wir stecken mitten im Abstiegskampf“, sagt Jungandreas deutlich. „Kämpferisch haben wir in vielen Spielen das Maximale herausgeholt. Daran müssen wir anschließen.“ Der 59-Jährige gilt als Trainerfuchs, ist seit 2014 beim DRHV am Ruder und damit dienstältester Cheftrainer der Liga. Unterschätzen sollten die Schwaben den kommenden Gegner trotz alledem auf keinen Fall. Sonst droht ein unschönes Erwachen wie Mitte Dezember gegen den TuS Ferndorf. Im Spiel gegen den Tabellenletzten setzte es eine überraschende wie schmerzliche 32:34-Heimniederlage.


Landeshauptstadt bei Tempo-30-Initiative dabei

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Landeshauptstadt: Gemeinderat der Landeshauptstadt votiert für Beitritt zur „Städteinitiative Tempo 30“

Stuttgart.| Der Gemeinderat der Landeshauptstadt hat am Donnerstag, 3. Februar 2022, mehrheitlich beschlossen, dass sich Stuttgart der „Städteinitiative Tempo 30“ anschließt. Dem fraktionsübergreifenden Antrag auf Beitritt zur Initiative wurde mit einer Mehrheit von 32 zu 21 Stimmen zugestimmt. Zudem wurde mehrheitlich beschlossen, dass die Landeshauptstadt sich als Modellkommune für die Ziele der Initiative zur Verfügung stellt, sofern das Bundesverkehrsministerium ein entsprechendes Programm anbietet.

Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper hat sich in der Debatte gegen einen Beitritt zur Initiative ausgesprochen: „Ein Mehr an kommunaler Autonomie kann man durchaus gutheißen. Aber den Schritt hin zur Regelgeschwindigkeit auf allen innerörtlichen Straßen halte ich für einen Irrweg, weil er flächendeckendes Tempo 30 durch die Hintertür bedeutet“, betonte der OB. „Meines Erachtens wäre der Beitritt zur ‚Städteinitiative Tempo 30‘ der Einstieg zum flächendeckenden Tempo 30. Ich wende mich gegen Ideologie in der Verkehrspolitik. Es gibt keine Erkenntnisse und keine sachlichen Gründe, die für ein flächendeckendes Tempo 30 sprechen. Ich plädiere deshalb für Differenzierung und abgewogene Einzelfallentscheidungen. Ich plädiere gegen eine Anti-Auto-Symbolpolitik und für verkehrspolitischen Pragmatismus“, unterstrich der Oberbürgermeister.

Zudem stimmte der Gemeinderat mit vier Gegenstimmen einem Antrag zu, bis Ostern in Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik über die Eckpunkte eines Stadtgeschwindigkeitskonzeptes zu berichten und dieses zur Abstimmung zu stellen. Damit stellte sich eine deutliche Mehrheit des Gemeinderates hinter das von der Stadtverwaltung erarbeitete Konzept, welches eine saubere, sachliche und faktenorientierte Prüfung der Geschwindigkeitsbeschränkungen vorsieht. Der Oberbürgermeister hatte für diesen eigenen Stuttgarter Weg plädiert, bei dem ein Konzept für die einzelnen vorberechtigten Straßen mit jeweils angepassten Höchstgeschwindigkeiten erarbeitet werden soll.


Baden-Württemberg: Krankenstand in 2021 leicht gesunken 

Fehlzeitenanalyse der DAK-Gesundheit: Bundesweit niedrigster Krankenstand. Mehr als ein Drittel weniger Erkältungen als im Vorjahr 

Im zweiten Pandemie-Jahr sind die Fehlzeiten der Beschäftigten in Baden-Württemberg leicht gesunken.  2021 lag der Krankenstand mit 3,3 Prozent um 0,1 Punkte unter dem Vorjahresniveau. Der Krankenstand war damit bundesweit der niedrigste. Nach der aktuellen Fehlzeitenanalyse der DAK-Gesundheit für rund 280.000 erwerbstätige Versicherte der Kasse in Baden-Württemberg gingen vor allem Atemwegserkrankungen stark zurück. Husten und andere Erkältungskrankheiten verursachten mehr als ein Drittel weniger Arbeitsausfall als 2020.

Im Jahr 2021 fehlte jede und jeder DAK-versicherte Beschäftigte in Baden-Württemberg im Durchschnitt an 11,9 Tagen mit einer Krankschreibung im Job. Sie haben damit deutlich weniger Fehltage als ihre Kolleginnen und Kollegen im Bundesdurchschnitt (14,5 Tage). Die Daten der drittgrößten Krankenkasse zeigen bei Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen einen Rückgang um 35,5 Prozent gegenüber 2020.

Krankenstand so niedrig wie zuletzt vor fünf Jahren
„Bisher ist der Krankenstand in der Pandemie in unserem Land erfreulicherweise nicht gestiegen. Wir haben sogar durch das extrem niedrige Niveau bei den Atemwegserkrankungen einen so tiefen Krankenstand wie zuletzt vor fünf Jahren“, sagt Siegfried Euerle, Landeschef der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg. „Die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Epidemie haben gewirkt und auch die Übertragungen anderer Krankheiten verhindert.“ Zudem sei für Arbeitgeber die vergleichsweise kurze Dauer von Krankheitsfällen im Land erfreulich: Durchschnittlich dauerte ein Fall 2021 in Baden-Württemberg nur 13,2 Tage. Er war damit fast einen Tag kürzer als im bundesweiten Durchschnitt (14,1 Tage).

Muskel-Skelett-Probleme verursachen die meisten Fehltage
Für die Hälfte aller Fehlzeiten waren 2021 Probleme des Muskel-Skelett-Systems, psychische Erkrankungen und Verletzungen wie Beinbrüche verantwortlich. Zusammen haben sie einen Anteil am Krankenstand in Baden-Württemberg von 50,8 Prozent. Die meisten Fehltage gab es wegen Rückenschmerzen oder anderer Muskel-Skelett-Probleme. Mehr als ein Fünftel des Arbeitsausfalls ließ sich damit begründen (22,6 Prozent). „Die Corona-Pandemie kann zur Anspannung führen und Menschen stressen. Wir sehen da durchaus eine Verbindung zu den Fehltagen wegen Rückenschmerz“, so Siegfried Euerle. „Zudem haben 2021 viele Menschen über Wochen im Homeoffice gearbeitet und sich dadurch im Alltag weniger bewegt. Bewegungsarmut ist ebenfalls ein Grund für Rückenbeschwerden.“