Silvesterfeier auf dem Schlossplatz

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Nationale und internationale Stars im Aufgebot

Erneut Feuerwerksverbot innerhalb des City-Rings

Stuttgart.| Es wird endlich wieder zusammen gefeiert: Nach drei Jahren mit vielen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie findet zum Jahreswechsel 2022/23 wieder eine zentrale Silvesterfeier auf dem Stuttgarter Schlossplatz statt. Die Stadt rechnet mit rund 20.000 Besucherinnen und Besuchern. Diese erwartet ein buntes Programm mit national und international bekannten Live-Acts, eine große Lightshow auf der Fassade des Neuen Schlosses und ein virtuelles Feuerwerk um Mitternacht. Eröffnet wird die Veranstaltung von Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper. Die Moderation übernimmt SWR-Moderatorin Nicole Köster.

OB Nopper erklärte: „In Stuttgart dreht sich das große Silvesterrad am Riesenrad. Nach drei langen Pandemie-Jahren können wir endlich wieder gemeinsam das Neue Jahr begrüßen. Der Schlossplatz mit dem Neuen Schloss und dem Riesenrad bietet dafür die perfekte Kulisse. Die Bürgerinnen und Bürgern sollen im Herzen unserer Stadt sicher und entspannt Silvester verbringen können.“

Der Einlass auf den umzäunten Schlossplatz ist ab 19 Uhr. Das Programm startet um 20 Uhr, das Ende ist gegen 1 Uhr vorgesehen. Angekündigt sind folgende Acts:
Das Prime Orchestra aus der ukrainischen Stadt Charkiw: Die Musikerinnen und Musiker sind als Botschafter für ihr Land auf Tour und spenden ihre Einnahmen an ihre Heimatstadt.
Der britische Opernsänger Paul Potts: Seinen Durchbruch feierte er 2007 als Kandidat der Talentshow „Britain’s Got Talent“. Mit seiner Version der Arie „Nessun dorma“ wurde er weltberühmt.

Die Band Glasperlenspiel: Das Elektro-Pop-Duo ist aus der deutschen Musikszene kaum noch wegzudenken. Ihr Hit „Geiles Leben“ zählt zu den meistverkauften deutschen Singles aller Zeiten.

Der Berliner DJ Dan Le Blonde: Als Pionier der House-Musik ist er seit Jahrzehnten in den Clubs von Miami über Ibiza bis nach New York unterwegs.

Tickets (Erwachsene: 12 Euro im Vorverkauf und 15 Euro an der Abendkasse, Kinder/ermäßigt: 8 Euro bzw. 10 Euro, Familientickets verfügbar) sind ab sofort erhältlich unter: https://www.easyticket.de/veranstaltung/zusammen-silvester-auf-dem-schlossplatz/91897/ Die Eintrittskarten sind Kombi-Tickets und berechtigen zur kostenlosen Nutzung des ÖPNV im VVS-Gebiet.


Bürgerinfo zur Umgestaltung des Bahnhofsplatzes in Bad Cannstatt

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Stuttgart.| Der Bahnhofsplatz in Bad Cannstatt soll bis zur Fußball‐Europameisterschaft 2024 in Deutschland aufgewertet werden. Dadurch wird der Bahnhof in seiner Funktion als Mobilitätsdrehscheibe gestärkt. Er soll als Aufenthalts‐ und Begegnungsraum ein Ort des Ankommens werden und eine einladende Atmosphäre für Reisende und Gäste aus aller Welt schaffen. Mit der Umgestaltung wird zudem der Fuß- und Radverkehr gestärkt.

Mittlerweile sind die Planungen weit fortgeschritten, sie wurden bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik sowie im Bezirksbeirat Bad Cannstatt vorgestellt. Der Baubeginn ist für Mai 2023 vorgesehen. Am Montag, 5. Dezember, 18 Uhr, findet eine Informationsveranstaltung im Kleinen Kursaal in Bad Cannstatt statt, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind.

Die heutige Fläche vor dem Bahnhof ist stark von Verkehr geprägt und durch die Vorfahrt zum Bahnhofsgebäude zerschnitten. Künftig soll die Vorfahrt entfallen. Dadurch wird es möglich, einen Platzbereich mit weiteren Baumstandorten zu schaffen. Die Bäume spenden Schatten und verbessern durch Verdunstung das Mikroklima. Neue Sitzelemente und weitere Stadtmöblierungen sowie ein neues Beleuchtungskonzept runden die Umgestaltung ab. Um das städtebauliche Gesamtbild des Bahnhofplatzes aufzuwerten, wird ein einheitlicher Bodenbelag gewählt. Ein weiteres Ziel ist der barrierefreie Ausbau inklusive eines barrierefreien Hauptzugangs zum denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude. Die Bushaltestellen werden ebenfalls barrierefrei ausgebaut und zentral angeordnet. Auch der Zebrastreifen in der Bahnhofsstraße bleibt erhalten.


Nächtliche Vollsperrung der B10/B14

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Betroffen ist die Fahrtrichtung Zuffenhausen und Innenstadt im Leuzetunnel

Stuttgart.| Für die Baumaßnahme B10/B14 Verbindung am Leuze finden vom 28. November bis 3. Dezember Arbeiten in der ersten Leuzeröhre statt. Dafür muss die erste Leuzeröhre in Fahrtrichtung Zuffenhausen und die dritte Leuzeröhre in Fahrtrichtung Innenstadt nachts voll gesperrt werden. Der Verkehr in Fahrtrichtung Esslingen bleibt die gesamte Zeit unbeeinträchtigt. Die Sperrungen sind zu folgenden Uhrzeiten eingerichtet:

  • 28. bis 29. November: 22 bis 5 Uhr
  • 29. bis 30. November: 24 bis 5 Uhr
  • 30. November bis 1 Dezember: 22 bis 5 Uhr
  • 1. bis 2. Dezember: 23.30 bis 5 Uhr
  • 2. bis 3. Dezember: 24 bis 8 Uhr

Die Umleitungsstrecke ist ab dem Dreieck Neckarpark über die Benz- und Mercedesstraße bis zur König-Karls-Brücke ausgewiesen. Von dort aus sind alle Ziele der B10 und B14 erreichbar. Verkehrsteilnehmende werden gebeten, die Hinweise im Leitsystem NeckarPark zu beachten.
Das Tiefbauamt bittet Betroffene um Verständnis für die Beeinträchtigungen.

Für Fragen und Informationen zum Straßenbauprojekt Rosensteintunnel steht das Tiefbauamt den Bürgerinnen und Bürgern am Bürgertelefon unter 216-80888 oder per E-Mail [email protected] zur Verfügung. Bürgersprechstunde ist jeweils am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats im Baubüro, Neckartalstraße 42/1 zwischen 16 und 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen im Internet unter stuttgart.de/rosensteintunnel.


Birthe Meseke ist neue Württemberger Weinprinzessin

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Stuttgart.| Zu offiziellen Auftritten trägt Birthe Meseke jetzt Krone: Die 24-jährige Event- und Marketingmanagerin beim Weingut der Stadt Stuttgart ist eine von zwei Württemberger Weinprinzessinnen. Unter fünf Bewerberinnen belegte sie am 17. November im hohenlohischen Pfedelbach den zweiten Platz. Für die kommenden zwölf Monate vertritt sie das Anbaugebiet bei offiziellen Anlässen zusammen mit der Württembergischen Weinkönigin Carolin Häußer, 27, aus Aspach, und der zweiten Weinprinzessin Lisa-Marie Blatt, 25, aus Brackenheim.

Birthe Meseke aus Uhlbach hat nach dem Abitur die Ausbildung zur Winzerin im Weingut der Stadt Stuttgart absolviert und im Anschluss Weinbau und Oenologie an der Hochschule in Geisenheim studiert. Im August 2021 kehrte sie als zweite Kellermeisterin in das städtische Weingut zurück, seit Juli 2022 ist sie dort als Event- und Marketingmanagerin tätig.

Bei der Wahl zur Weinhoheit prüfte eine Jury, bestehend aus etwa 30 Pressevertretern und Personen aus der Weinwirtschaft, das Wissen der Kandidatinnen über Weinerzeugung, Anbau und Vermarktungsstrukturen. Die drei gewählten Repräsentantinnen können während ihrer Amtszeit über den Weinbauverband Württemberg für offizielle Anlässe wie Weinproben, Feste und Messen gebucht werden. Die scheidende Weinkönigin Tamara Elbl aus Pfedelbach hatte das Ehrenamt drei Jahre und damit ungewöhnlich lange inne, da aufgrund der Corona-Pandemie viele Veranstaltungen ausgefallen waren.


Gemeinderat will Perspektiven für Stadtentwicklung erarbeiten

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Klausur als Auftakt

Stuttgart.| Der Gemeinderat der Landeshauptstadt will Perspektiven für die Stadtentwicklung erarbeiten. Der Rat hat sich dafür einen zeitlichen Rahmen von vier Jahren gesetzt. Auftakt war am Wochenende bei einer Klausurtagung unter der Leitung von Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper. Die Ratsmitglieder fanden sich mit der Bürgermeisterriege und zwei Jugendräten in Leimen zusammen.

Ziel sind verbindliche Vorstellungen, die alle Bereiche des städtischen Lebens umfassen. Diese sollen – so die Vorstellung von Rat und Verwaltung – auch tatsächlich umsetzbar sein. Daher wollen alle Beteiligte den Prozess ernsthaft vorantreiben.

Zu Beginn der Klausur referierte Dr. Daniel Dettling vom Zukunftsinstitut über „Die Zukunftsstadt: glokal, grün und gemeinsam“. Ergänzt wurde sein Blick durch Philipp Krass vom Büro BerchtholdKrass, der über „Zukunft gestalten: Stadtentwicklungskonzepte als Instrument“ sprach. Die Stadträtinnen und Stadträte tauschten sich anschließend über die Thesen der Experten aus und präzisierten in fünf Arbeitsgruppen Themen, Ziele und Prozessideen. Im Kern geht es weiter um die Themen Wohnen, Mobilität, Teilhabe, Klimaschutz und Digitalisierung.

Oberbürgermeister Nopper sagte: „Die Klausur war ein guter Auftakt und guter Aufschlag für den Stadtentwicklungsprozess. Sie hat zur Bewusstseinsbildung und zur Teambildung beigetragen. Sie fand in einer Atmosphäre großer Diskursfreude statt. Viele offene Vokabeln wie Mobilitätsfrieden und Nutzung des öffentlichen Raums müssen im Verlauf des Stadtentwicklungsprozesses von Rat und Verwaltung mit Inhalten gefüllt werden.“


SVL gewinnt packendes Derby gegen Esslingen

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Esslingen hat nichts zu verlieren. Ludwigsburg ist der Favorit. Das ist die Ausgangslage beim Derby des SVL gegen den SSVE am Samstagabend im Sportbad Stuttgart. Mehrere hundert Zuschauer sehen, wie Ludwigsburg die spannende Partie verdient mit 13:9 gewinnt.

Es ist DAS Derby. Ludwigsburg gegen Esslingen in der Wasserball-Bundesliga. Entsprechend voll ist die Tribüne des neuen Sportbads in Stuttgart. Mehrere hundert Fans der beiden Traditionsvereine sind gekommen. Sie werden in den nächsten gut 70 Minuten eine packende Partie sehen, ein Sp iel zunächst auf Augenhöhe. Später indes wird der SV Ludwigsburg aufdrehen und gewinnen.

19 Uhr, der SVL gewinnt das erste Anschwimmen. Angriff, Schuss SVL, top gehalten vom Keeper des SSV Esslingen. Angriff SSV. Auch kein Tor. Angriff SVL, Foul, Strafwurf Sergio Prieto Hernandez, Tor SVL. 1:0. Nächster Ludwigsburger Angriff und 2:0 durch Tobias Bauer. Dummer Ballverlust, Angriff Esslingen, Tor. Der Anschlusstreffer zum 2:1. Überzahl SVL, nächstes Tor durch Sergio. 3:1. Eiskalt verwandelt, unhaltbar. Wieder Überzahl SVL. Aber kein Tor, der Trainer Marko Martinic ist ein bisschen unzufrieden. Denn es wäre mehr möglich gewesen.

Angriff SSV, Schuss. Parade Josip Katusa. Der nächste Esslinger Angriff, Tor. 3:2. Der SSV bleibt dran. Dummer Ballverlust des SVL. Angriff SSV. Kein Tor. Im Gegenzug indes macht Nino Blazevic das 4:2. Jubel auf der Bank und bei den Ludwigsburger Zuschauern. Die Fans skandieren „Ludwigsburg, Ludwigsburg“. Überzahl Esslingen. Schuss, aber gut geblockt durch Aleksa Manic. Kein Treffer. Und Ende des ersten Viertels.

Auch im zweiten Viertel gewinnt der SVL das Anschwimmen. Aber Esslingen macht den ersten Treffer. Die Ludwigsburger Abwehr hat gepennt, es steht 4:3 – und es bleibt zunächst spannend. Esslingen ist am Drücker, will den Ausgleich. Zwei Paraden des SSV-Torwarts. Das Spiel wird härter. Angriff Esslingen, Treffer, tatsächlich der Ausgleich zum 4:4. Ludwigsburg ist ein bisschen zu träge. Vergibt Chancen.

Die Konsequenz: Esslingen macht den nächsten Treffer – und geht erstmals in Führung. 4:5. Überzahl SVL. Toller Schuss des SVL, Parade. Im nächsten Angriff dann der Ausgleich zum 5:5 durch Mikael Metodiev. Überzahl Esslingen, Treffer zum 5:6. Überzahl SVL. Gut eineinhalb Minuten vor dem Ende des Viertels macht Metodiev das 6:6. Ludwigsburg tut sich unerwartet schwer. Der Halbzeitpfiff.

In der Pause sagt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle, „Esslingen ist sehr stark, wir müssen unser Überzahlspiel besser nutzen“. Ludwigsburg sei aber konditionell überlegen, „wir sollten gewinnen“. Er wird Recht behalten.

Das dritte Anschwimmen geht an Esslingen. Der SVL klaut den Ball. Macht aber kein Tor. Nach zwei Minuten immer noch kein Tor. Nächster Angriff Esslingen, Schuss, Parade Katusa. Der SVL-Torwart ist jetzt in Topform. Überzahl SVL. Torschuss SVL, aber geblockt. Weiter kein Tor. Foul SSV, Strafwurf Ludwigsburg. Tobias Bauer trifft rechts unten. Ludwigsburg geht wieder in Führung. 7:6. Nach zwei weiteren tollen Paraden des SVL-Keepers, Angriff SVL, Foul SSV, diesmal verwandelt Nino Blazevic und macht das 8:6. Auszeit Esslingen. Im Anschluss fällt das 8:7. Es bleibt spannend, das Spiel ist weiter offen. Die Esslinger Abwehr pennt, Tobi Bauer schnappt sich den Ball, sprintet zum Tor und trifft. 9:7.

Die letzten acht Minuten. Diesmal holt Ludwigsburg wieder den Ball. Nach eineinhalb Minuten kommt Esslingen aber auf 9:8 ran. Ludwigsburg macht das Spiel unnötig spannend. Auszeit SVL. Ein Distanzschuss von Tobi Bauer, ein eiskalter Treffer zum 10:8. Ein wichtiges Tor für Ludwigsburg. Angriff SSV – und die nächste Parade des SVL-Torwarts.

Angriff SVL, Nikolai Dimitrov macht das 11:8 für Ludwigsburg. Wenig später der Anschlusstreffer zum 11:9. Noch ist das Spiel wohl nicht gelaufen. Doch dann machen Jakov Skiljic und Sergio Prieto Hernandez das 12:9 und das 13:9. Der Sieg ist dem SVL nicht mehr zu nehmen. Die Esslinger wirken ein bisschen resigniert, sind enttäuscht. Der Schlusspfiff.

Esslingen hat lange mitgehalten. Der SVL wird seiner Favoritenrolle schlussendlich aber gerecht – und gewinnt verdient das Derby. Nach dem Spiel erklärt der SVL-Goalgetter Sergio Prieto Hernandez: „Derbys sind nie leicht, aber mit Routine haben wir uns durchgesetzt. Ich bin zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir sind happy.“ Eric Fernandez Rivas vom SSV – er stand in der Vorsaison noch im SVL-Kader – sagt: „Wir haben gut gespielt. Ludwigsburg war aber besser“, klar, denn der SVL gehöre zu den Top vier Teams in Deutschland.

Der SVL-Betreuer Adrijan Jakovcev sagt, der Sieg im Derby sei wichtig. Fast noch wichtiger sei indes, dass die Fans der beiden Mannschaften den Wasserballsport „gefeiert haben“. Wasserball auf höchstem Niveau kehre zurück nach Baden-Württemberg. Alle sollten stolz sein, die Ludwigsburger und die Esslinger.

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel spricht von einem schönen Spiel vor einer tollen Kulisse mit voller Tribüne. Das sei das Wesentliche. Die Mannschaften hätten die Menschen begeistert, die Stimmung sei toll gewesen, „ein spannendes Spiel, alles hat gepasst – auch das Ergebnis“. Esslingen und Ludwigsburg hätten zeigen können, dass auch abseits von Berlin – wo der Rekordmeister Spandau spielt – den Fans top Wasserball geboten werde.

Dieter Gscheidle erklärt zu vorgerückter Stunde nach dem Abbau des Spielfelds: man könne sehr zufrieden sein. Alle SVL-Spieler und Betreuer könnten „mit einem guten Derbysieger-Gefühl“ ins Bett gehen. Der Esslinger Torwart hab sehr gut gehalten, speziell im ersten Viertel. In der zweiten Hälfte der Partie ist dann Josip Katusa immer besser ins Spiel gekommen und „wir haben unser Überzahlspiel besser abgeschlossen“. Auch schwimmerisch sei Ludwigsburg am Ende überlegen gewesen. „Ein prima Sieg, Derbysiege sind immer gut.“

Nach dem Derby eine erste Zwischenbilanz der Vereinsführung: Der SV Ludwigsburg ist gut in die Saison gestartet und gut in Schwung. Die bisher gezeigten Leistungen können sich sehen lassen. Drei Spiele in der Liga gemacht, zweimal gewonnen. Nur gegen den deutschen Rekordmeister Spandau 04 hatte Ludwigsburg das Nachsehen.

Im Deutschen Wasserballpokal trifft der SVL im Achtelfinale schon wieder auf den Lokalrivalen aus Esslingen. Nagel: „Es hätte schlimmer kommen können.“ Im europäischen Challenger Cup bekommt es der SVL Anfang 2023 mit der spanischen Topmannschaft CN Terrassa aus der Nähe von Barcelona zu tun. Nagel: „Das wäre auch leichter gegangen“ – sprich: ein anderer Gegner im Cup wäre womöglich einfacher zu schlagen.


SG BBM Bietigheim verliert auch gegen HSG Nordhorn-Lingen

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„Wir müssen alles auf Null stellen“

von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Die Bietigheimer Zweitliga-Handballer steuern durch ein heftiges Formtief. Am Freitag unterlag die SG BBM in der Viadukthalle der HSG Nordhorn-Lingen mit 21:29 (10:13) Toren. Die vierte Niederlage aus den letzten fünf Spielen lässt die Schwaben ins Mittelfeld abstürzen, während die Emsländer auf Rang 5 vorrücken.

Zwei Gefühlswelten prallten da nach dem Schlusspfiff aufeinander, die extremer nicht hätten sein können. Während HSG-Chefcoach Daniel Kubes seiner Mannschaft die beste Leistung in dieser Saison attestierte, herrschte bei den Hausherren kollektive Ratlosigkeit. „Wir haben uns in dieser Woche gut vorbereitet und sind mit viel Optimismus in dieses Spiel gegangen“, so Iker Romero. Doch auch der spanische Trainer der SG BBM konnte angesichts einer 16:26-Führung der Gäste nach 50 Spielminuten nur noch feststellen: „Das Selbstvertrauen ist total weg.“

Eine Entwicklung, die man am Freitag bei beiden Teams am Spielverlauf festmachen konnte. Nach einer Viertelstunde war die Welt bei den Hausherren noch in bester Ordnung. Kubes bot seine Emsländer an die Außenlinie. Tom Wolf hatte für die SG BBM gerade eben die erste Führung zum 6:5 erzielt. Der Auftakt war vor allem durch die Torsteher geprägt. Bart Ravensbergen, der niederländische Keeper der HSG, hatte bereits im ersten Abschnitt neun Paraden auf den Zettel, wehrte auch klarste Bietigheimer Chancen ab. Aber auch Fredrik Genz hielt die SG BBM mit derselben Anzahl an abgewehrten Würfen, darunter ein Siebenmeter gegen Jaime Fernandez, im Spiel.

Doch die Führung – es sollte die einzige im Spiel bleiben – schien die Hausherren keineswegs zu beflügeln. Nordhorn- Lingen drehte das Spiel wieder zum 6:8 und schaffte zwischen der 10:11-Führung und dem 12:19 das Fundament zum überzeugenden Sieg. Eine rabenschwarze Phase, in der die SG BBM halbzeitübergreifend innerhalb von 13 Minuten das Spiel aus der Hand gab. „Wenn wir so präsent sind in der Abwehr, dann wird es einfacher Spiele zu gewinnen“, war Kubes stolz auf die konzentrierte Abwehrleistung seines Teams. Georg Pöhle drehte bei den Gästen in dieser Phase mit vier Distanztreffern einfach mal kurz auf. Und HSG-Keeper Ravensbergen hätte wohl angesichts des schwindenden Selbstvertrauens der SG BBM noch mehr als seine 15 Paraden gesammelt, wenn nur mehr Würfe auf sein Tor gekommen wären. Doch Bietigheimer Angriffe verpufften in technischen Fehlern oder Ballverlusten. Ein Zeichen für die Ratlosigkeit der SG BBM war sicher, wie wenig Chancen über den Kreis und die Außenpositionen kreiert wurden. Und auch die Hintermannschaft konnte keine Stabilität mehr beisteuern. Das sah erst wieder in der Schlussphase besser aus, in der der eingewechselte Konstantin Poltrum im Tor noch Schlimmeres verhindern konnte.

Iker Romero nahm den Spielverlauf im zweiten Abschnitt äußerlich gelassen, auch in der Kabine gab es nach dem Spiel wohl keine lauten Worte. Da darf man auf die Erfahrung des Spaniers vertrauen. Alles andere als das eine oder andere gezielte Coaching hätte am Freitag wohl nur noch die um sich greifende Nervosität gesteigert. „Das war bitter heute. Wir müssen ab Montag alles auf Null stellen“, sagte Romero. „es gibt keinen anderen Weg.“ Am nächsten Sonntag muss die SG BBM zum Dessau-Roßlauer HV, aktueller Tabellendritter der 2. Liga.

SG BBM Bietigheim: Poltrum, Genz; Vlahovic (2), Claus (4), Öhler (3), Wolf (3), Schäfer (4/4), de la Peña (2), Wiederstein, Velz, Barthe (2), Hejny (1), Asmuth, Brenner, Pfeifer, Fischer.

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester; Lindberg (2), Marschall (4), Stegefelt, Fernandéz (3), Terwolbeck (2), de Boer (3), Seidel, Possehl (2), Wasielewski (3), Pöhle (8/1), Kalafut (2).

Spielverlauf: 2:4 (11.), 6:5 (16.), 7:10 (23.), 10:11 (28.), 10:13 (30.), 12:19 (41.), 16:26 (53.), 21:29 (59.).
Zeitstrafen: Öhler (8.), de la Peña (18.), Wiederstein (30.), Barthe (56.,) – Stegefelt (17.), Wasielewski (21.), Pöhle (41.)
Siebenmeter: 4/4 – 1/2
Schiedsrichter: Markus Hehn / Felix Mayer (DHB Nachwuchskader)
Zuschauer: 972 (Viadukthalle, Bietigheim)


Verkehrswende stockt: Hermann kann Ziele nicht durchsetzen

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Kommentar zur dpa-Meldung

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) verurteilt die Abschwächung von Klimazielen und Nichtberücksichtigung von nötigen Haushaltsmitteln für die Mobilitätsgarantie im Nahverkehr scharf.

“Einerseits ein verschärftes Klimaschutzgesetz in die Verbändeanhörung zu geben und gleichzeitig die konkreten Teilziele im Verkehrssektor aufzugeben, zeigt die fehlende Ernsthaftigkeit der Grün-Schwarzen Koalition bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen”, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest. Während auf Bundesebene der FDP-Verkehrsminister explizit keine ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor umsetzen wolle, könne sich in Baden-Württemberg der Grünen-Verkehrsminister in der Koalition nicht gegen die CDU durchsetzen, beklagt der VCD. Doch ein “Weiter-so” in der Verkehrspolitik diene weder dem Klimaschutz noch langfristig der Wirtschaft, so Lieb.

„Angesichts der wackelnden Erreichung des 1,5-Grad-Ziels ist es absolut unverantwortlich, bei der Verkehrswende den Rückwärtsgang einzulegen“, so Gero Treuner vom Landesvorstand Baden-Württemberg. Gerade jetzt brauche es ein klares Bekenntnis für verlässliche Bus- und Bahnverbindungen über den ganzen Tag als überzeugendes Angebot, um auf das Auto zu verzichten. Im Rahmen des nun Deutschlandticket genannten Angebots hat der VCD stets betont, dass ebenso der Verkehr ausgebaut und finanziell gesichert werden müsse. Dies sei nun in Gefahr, weil man sich bereits verpflichtet habe.


Bietigheim versucht den Neustart

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von Bernhard Gaus

Harte Landung für die SG BBM Bietigheim, die mit einer 33:29-Niederlage bei Schlusslicht Empor Rostock von der Ostsee zurückgekehrt ist. Als Rehabilitationsprogramm winkt am Freitag (19:30 Uhr) in der Viadukthalle das Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen.

Der 12. Durchgang in der 2. Liga ist ein Spieltag der Topbegegnungen. Die ersten Vier der Tabelle treffen aufeinander, wenn TuS N-Lübbecke den Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten empfängt und der ThSV Eisenach die Überraschungsmannschaft vom Dessau-Roßlauer HV. Weil die Spitzenteams dabei zwangsläufig Federn lassen werden, bietet der Spieltag auch dem Verfolgerfeld eine Chance, wieder Boden gutzumachen. Die Bietigheimer Handballer beschäftigen derweil ganz andere Sorgen. Klammert man den Sieg gegen Motor Zaporizhzhia aus, der ganz am Ende Saison aus der Punktewertung genommen wird, hat die SG BBM ihre letzten drei Spiele verloren (Dormagen, Lübeck, Rostock).
Pfeifer vor Comeback

Die Mannschaft von Iker Romero wird spätestens nach der Niederlage beim ersatzgeschwächt angetretenen Schlusslicht Empor Rostock nicht mehr als Kandidat für einen der Aufstiegsplätze wahrgenommen. Wohl aber als Team, das an einem guten Tag jeden Gegner in der Liga schlagen kann. Die Situation erinnert an die vergangene Saison, als der SG BBM gerne mal der wenig schmeichelhafte Titel der Wundertüte der Liga verpasst wurde. Im März 2022 zählte in diese Reihe auch der 30:23-Sieg der SG BBM über den Bundesliga-Absteiger und damaligen Tabellenzweiten HSG Nordhorn-Lingen vor 1565 Zuschauern in der EgeTrans Arena. So viele Fans werden diesmal schon deshalb das Spiel nicht live verfolgen, weil die SG BBM einmal mehr in dieser Saison in die kleinere Viadukthalle umziehen wird. Tickets sind noch im Vorverkauf online sowie an der Abendkasse erhältlich.

Iker Romero wird am Freitag zwangsläufig die Spieler in die Pflicht nehmen, die auch in Rostock die Verantwortung auf dem Spielfeld trugen. Die Reise an die Ostsee hatte lediglich Dominik Claus nicht mitgemacht. Am Freitag könnte auch Linksaußen Alexander Pfeifer wieder in die Aufstellung zurückkehren. Nach seiner komplizierten Ellbogenverletzung wäre es der erste Einsatz des 21-jährigen Flügelflitzers in der aktuellen Saison.
HSG im Verletzungspech

Am Ende fehlten der Truppe von HSG-Cheftrainer Daniel Kubes vielleicht auch die Punkte aus Bietigheim für den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga. Nordhorn-Lingen fiel bis zum letzten Spieltag noch auf Rang 5 zurück. Der 44-jährige frühere tschechische Nationalspieler musste im Anschluss den Kader umbauen. Unter anderem beendeten Daniel Fontaine und Nils Torbrügge ihre aktive Karriere, Österreichs National-Rechtsaußen Robert Weber lässt die Karriere bei Olympiacos Piräus ausklingen. Die Neuzugänge besitzen durchaus klingende Namen. Der von Ademar Leon gekommene Linksaußen Jaime Fernandez ist aktuell bester Nordhorner Schütze mit 58/27 Toren. Alexander Feld (Wetzlar) und Lucas Firnhaber (Essen) sollten den Rückraum verstärken. Doch vom ersten Spieltag an sind die Emsländer von Verletzungspech verfolgt. Nicht nur Feld und Firnhaber fallen mit Kreuzbandriss aus, auch die rechte Außenbahn ist nach denselben Verletzungen von Sander Visser und des österreichischen Neuzugangs Julian Ranftl blank.

Nordhorn-Lingen reagierte mit zwei Ausleihen. Aus Erlangen kommt Spielmachertalent Tarek Marschall und von Redberglids IK der 24-jährige schwedische Rechtsaußen Samuel Lindberg. Auch dank Gregor Pöhle (44 Saisontore) und Julian Possehl (37) bleibt der Rückraum trotz der Verletzungsausfälle das Paradestück der HSG. Hinter der körperlich präsenten Abwehr der Emsländer glänzen die beiden Torsteher Björn Buhrmester und Bart Ravensbergen mit guten Quoten. 2400 Zuschauer bejubelten am Sonntag ein Handballfest in der EmslandArena. Mit dem 23:22 gegen Eisenach ist HSG nach zuletzt zwei Niederlagen in den Topspielen gegen Dessau-Roßlau und in Balingen- Weilstetten auf Platz 7 wieder zurück im Geschäft – zwei Punkte vor der SG BBM (12:10) und trotz der Verletzungsthematik.


Stadtwerke Stuttgart legen neue Strategie vor

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Kommunaler Energieversorger geht bei Klima-Fahrplan voran

Stuttgart.| Die baden-württembergische Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral sein. Das hat der Gemeinderat auf Vorschlag des Oberbürgermeisters im Juli dieses Jahres beschlossen. Die Stadtwerke Stuttgart haben jetzt eine Strategie vorgelegt, wie sie einen großen Teil dazu beitragen können. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betont: „Unsere Stadtwerke sollen mit der städtischen Kapitaleinlage von 100 Millionen Euro mehr denn je zum Motor der Energiewende werden. Dies ermöglicht einen Quantensprung bei den Investitionen für Photovoltaik-Anlagen, in die Wärmewende und die Windkraft.“

„Mit ihrer Strategie wollen die Stadtwerke die Reduktion von bis zu einem Viertel der Emissionen in Angriff nehmen und damit einen relevanten Teil des städtischen Klima-Fahrplans umsetzen. Ich freue über diesen ebenso kompetenten wie verlässlichen Partner der Energiewende an der Seite der Landeshauptstadt. Über die Strategie wird im Dezember nun noch der Gemeinderat entscheiden“, so Bürgermeister Thomas Fuhrmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Stuttgart.

Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, erklärt: „Wir haben uns am Klima-Fahrplan der Stadt orientiert und ganz konkrete Umsetzungsschritte für uns abgeleitet. Wenn uns der Gemeinderat im Dezember grünes Licht gibt, legen wir los.“

Ganzheitlich wachsen

Die konkreten Umsetzungsschritte umfassen die Strom-, Wärme- und Verkehrswende. „Dabei behalten wir immer im Blick, was die Kundinnen und Kunden konkret brauchen und nachfragen“, erläutert Martin Rau, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke. Die Stadtwerke Stuttgart rechnen bis 2035 mit einer Investitionssumme von drei Milliarden Euro für alle drei Bereiche.

Konkret wollen die Stadtwerke Stuttgart den Ökostrom für ihre Kunden künftig selbst erzeugen: Angestrebt werden bis 2035 eine Erzeugungsmenge von etwa 1,7 Terrawattstunden pro Jahr. Zu diesem Zweck investieren sie in Windparks und großflächige Photovoltaik-Freiflächenanlagen. „Unsere Maxime lautet: so nah wie möglich. Doch klar ist, dass die Erzeugungsmöglichkeiten in und um die Stadt begrenzt sind. Dies gilt insbesondere für die Windkraft. Wir werden aber auch in Stuttgart nichts unversucht lassen”, erklärt Peter Drausnigg. Er ergänzt: „Der Vorteil eigener Erzeugung liegt auf der Hand: Wir werden unabhängiger und können den Kunden stabilere Preise anbieten.“

Allein bei der Wärmewende rechnen die Stadtwerke Stuttgart mit einer Investitionssumme von 700 Millionen Euro bis 2035. Das Unternehmen möchte zu diesem Zweck alle erneuerbaren Wärmequellen im Stadtgebiet erschließen, darunter insbesondere Abwasserwärme, außerdem Luft- und Erdwärme sowie, wenn möglich, auch Wärme aus dem Neckar. Je nach verfügbaren Quellen können die Wärmelösungen leitungsgebunden oder objektbezogen sein. „Unser Fokus liegt auf lokaler Erzeugung, nah am Verbraucher. Wichtig ist, dass die jeweils günstigste Technologie zum Einsatz kommt. Wir bleiben also immer technologieoffen und behalten Innovationen wie möglicherweise Wasserstoff ebenfalls im Auge und erproben diese“, betont Peter Drausnigg.

Um die Verkehrswende voranzubringen, bauen die Stadtwerke Stuttgart die Ladeinfrastruktur weiter konsequent aus. Schon heute betreibt der Energiedienstleister das größte Ladenetz in Stuttgart. Ziel bis 2035 sind 10.000 bis 15.000 Ladepunkte im Stadtgebiet – privat und öffentlich zugänglich. Mit dieser Vervielfachung der Lademöglichkeiten soll der Umstieg auf E-Mobilität für alle attraktiv werden – eine zentrale Voraussetzung für die Elektrifizierung des Individualverkehrs.

Peter Drausnigg fasst zusammen: „Wir hoffen, dass uns der Gemeinderat in die Lage versetzt, die Herausforderungen aus dem Klima-Fahrplan zu stemmen. Denn die Stadtwerke werden dafür kräftig wachsen müssen – auch personell.” Die jetzt vorgestellte Stadtwerke-Strategie sei von jedem Fachbereich erprobt und mit konkreten Projektvorhaben unterlegt. „Wir haben reale Investitionsmöglichkeiten geprüft. Jetzt fehlt nur noch der Startschuss durch den Gemeinderat“, schließt Martin Rau.

Im nächsten Schritt berät der Wirtschaftsausschuss am 8. Dezember die SWS-Strategie. Der Gemeinderat soll am 15. Dezember darüber abstimmen.

Stuttgart klimaneutral

Ihre Strategie haben die Stadtwerke auf Basis der Studie „Net Zero Stuttgart” erstellt. Diese Studie hat das Beratungsunternehmen McKinsey im Auftrag der Landeshauptstadt erarbeitet. Daraus geht hervor, dass in Stuttgart 3,6 Megatonnen CO2-Äquivalente jährlich reduziert werden müssen, um die Klimaneutralität im gesetzten Zeitraum zu schaffen. Wird die Stadtwerke-Strategie so umgesetzt, könnte der Umwelt bis zu einem Viertel der Emissionen erspart werden.