NASA-Mondmission Artemis I erfolgreich gestartet

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Am 16. November 2022 ist die NASA-Mission Artemis I von der Startrampe 39B am Kennedy Space Center der NASA in Florida zum Mond gestartet. Um 7:47 Uhr MEZ hob die neue SLS-Rakete mit ihrem Raumschiff Orion an Bord in Richtung unseres Erdtrabanten ab. Die Mission soll 26 Tage dauern. Das Raumschiff Orion, dessen Service- und Antriebsmodul das hauptsächlich in Deutschland gebaute ESM (European Service Modul) ist, soll dabei den Mond mehrfach umrunden. Mit an Bord befinden sich auch zwei Strahlenmesspuppen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Rückkehr des Orion-Raumschiffs zur Erde ist für den 11. Dezember 2022 geplant.

Artemis I ist die erste in einer Reihe von Missionen des Artemis-Programms der NASA. Es sieht vor, nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf dem Mond zu landen, dort gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte Basis zu errichten und eine Raumstation in der Mondumlaufbahn zu bauen, von der aus Menschen zu weiter entfernten Zielen, einschließlich des Mars, aufbrechen sollen. Artemis I ist der erste Schritt auf diesem Weg. Bei dieser noch unbemannten Mission werden alle neu entwickelten Systeme im Zusammenspiel getestet – das Orion-Raumschiff, die Schwerlastrakete SLS (Space Launch System) und die Bodensysteme.

Großer Vertrauensbeweis der NASA in Raumfahrttechnik “Made in Germany”

Ein zentraler Teil der Orion-Raumschiffe ist das Europäische Servicemodul ESM, das im Auftrag der NASA von der Europäischen Weltraumorganisation ESA zu wesentlichen Teilen in Deutschland gebaut wird. Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR mit Sitz in Bonn steuert im Auftrag der Bundesregierung die deutschen ESA-Beiträge. Ohne das ESM kann das neue Crew-Raumschiff Orion nicht fliegen. Es beinhaltet das Haupttriebwerk und liefert über vier Solarsegel den Strom, außerdem reguliert es Klima und Temperatur im Raumschiff und lagert Treibstoff, Sauerstoff und Wasservorräte für die Crew. Mit der Artemis-Kooperation greift die NASA zum ersten Mal bei einer kritischen Komponente für astronautische Missionen auf Partner aus anderen Staaten zurück – ein enormer Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit der europäischen Raumfahrtnationen.

Die Strahlenbelastung auf dem Weg zum Mond messen

Mit an Bord des Orion-Raumschiffs befinden sich zwei „Astronautinnen-Phantome“ mit Namen Helga und Zohar. Sie sind mit speziellen Strahlungsdetektoren ausgestattete Messkörper, die den weiblichen Torso samt seinen Fortpflanzungsorganen nachbilden, sodass die Strahlungsdosis in den besonders strahlungsempfindlichen Organen gemessen werden kann. MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment), so der Name des Experiments, das vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin geleitet wird, erforscht, welche Strahlenbelastung auf die zukünftigen Artemis-Crews zukommen wird.

Wissenschaftliche Unterstützungsleistungen für Artemis I

Auch die DLR-Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining ist an der Mission beteiligt. Die ihm zugehörige Zentralstation des Deutschen Bodensystems in Weilheim wurde als Partner ausgewählt, um wissenschaftliche Unterstützungsleistungen für Artemis I durchzuführen. Hierbei handelt es sich um eine „One-Way Doppler Messung“ als derzeit präzisestes Verfahren zur Bahngeschwindigkeitsbestimmung des Rahmflugobjekts. Die Daten aus Weilheim werden im NASA-Headquarter ausgewertet. Für diese Doppler-Messungen bietet die Bodenstation Weilheim die nötige Antennenausstattung, die richtige geographische Lage und die technische Fähigkeit – damit ist sie ein „offizieller Unterstützer“ von Artemis I.

Datentransfer zum ESM-Support Center

Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) des DLR-Raumflugbetriebs in Oberpfaffenhofen leistet ebenfalls einen Beitrag zur Mission: Es betreibt den europäischen Teil des Bodensegments, das heißt, es leitet alle relevanten Daten weiter zum Europäischen Weltraumforschungs- und Technologiezentrum ESTEC – das Support Center des Europäischen Service Moduls ESM. Das ist, perspektivisch gesehen, das erste Mitwirken des GSOC bei zukünftigen Mond-Missionen. Auch der Betrieb des „Human Exploration Control Centers“ (HECC) wird bereits vorbereitet – das europäische Kontrollzentrum für astronautische Missionen zum Mond und Mars.


SVL holt den zweiten Sieg und erreicht das Viertelfinale

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Wasserball Challenger Cup in Slowenien

Drittes Spiel beim Challenger Cup in Slowenien, zweiter Sieg für die Wasserballer des SVL. Ludwigsburg schlägt den KVIK Kastrup aus Dänemark deutlich mit 6:18 und erreicht das Viertelfinale. Einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte.

Das erste Tor der Partie schießen die Dänen, aber dann dreht der SVL auf. 1:1, 1:2, 1:3, 1:4  durch Mikail Metodiev, Ivo Dzaja, Tobi Bauer und Nikolai Dimitrov. Ludwigsburg macht das Spiel – wie erwartet gegen den KVIK Kastrup. Bald legt Zvonimir Andelic nach. 1:5. Ende des Vierte ls. Ist die Partie bereit gewonnen? Gut möglich, die Dänen haben ihr Spiel gegen die top Mannschaft Apollon haushoch mit 4:37 verlornen – der SVL hingegen hatte sich mit den Profis aus Griechenland ein packendes Duell auf Augenhöhe geliefert und nur ganz knapp mit einem Tor Differenz verloren.

Im zweiten Viertel machen aber erneut die Dänen den ersten Treffer. Es steht 2:5. Auszeit Kastrup. Ludwigsburg tut sich zeitweise unerwartet schwer, fast vier Minuten sind gespielt – und noch immer ist kein Tor gefallen. Zwei Minuten später, Andelic macht das 2:6. Doch quasi im Gegenzug der Anschlusstreffer der Dänen zum 3:6. Bleibt die Partie doch spannend? Eine Minute vor dem Ende des Viertels erzielt Guram Kutchuashvili das 3:7 und sorgt dafür, dass auch diese zweiten acht Minuten nicht an die Dänen gehen.

Der Halbzeitpfiff. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle spricht von einer „drückenden Überlegenheit des SVL“ und sagt: „Das wird sich jetzt auslaufen, wir werden uns weiter absetzen, die Dänen sind in allen Belangen unterlegen.“ Es sei auch schön, dass viele junge Spieler des SVL zum Einsatz kommen. Gscheidles Prognose – „Wir werden mit zwei Siegen nach Hause fahren.“ – wird aufgehen. Ludwigsburg hatte am Samstag gegen die Slowenen aus Kranj gewonnen.

Die zweite Hälfte beginnt allerdings wieder mit einem Tor der Dänen. 4:7. Wenn sich der SVL wirklich absetzen will, dann müssen die Männer aus Ludwigsburg jetzt nachlegen. Foul Kastrup, Strafwurf für Ludwigsburg. Aleksa Manic macht das 4:8. Und wenig später folgen das 4:9 durch Jakov Skiljic und das 4:10 durch Kutchuashvili. Kurz vor dem Ende des Viertels erzielt Nikolai Dimitrov auch noch das 4:11. Keine Frage: dieses Spiel ist gewonnen.

Im letzten Viertel Torwartwechsel beim SVL, nun ist Ivan Pisk statt Josip Katusa im Kasten. Und diesmal macht Ludwigsburg den ersten Treffer, Manic zum 4:12. Dann Skiljic zum 4:13 und Andelic zum 4:14. Unmittelbar darauf der Anschlusstreffer der Dänen. 5:14. Schließlich das 5:15 durch Dzaja, wenig später der neuerliche Anschlusstreffer zum 6:15 und das 6:16 durch Bauer. Auszeit SVL. In der letzten Minute des letzten Turnierspiels erzielen der Routinier Nino Blazevic noch das 6:17 und der Youngster Ivo Dzaja das 6:18.

Deutlich überlegene Ludwigsburger fahren also den zweiten Sieg in dem Quali-Turnier ein und überwintern im Challenger Cup. Ein toller Erfolg für die Spieler, den Trainer Marko Martinic und den gesamten Club. Ein bestens aufgelegter Ivan Pisk sagt nach dem Abpfiff: „Das Spiel gegen die Amateure aus Dänemark war gemütlich, und jeder Ludwigsburger hat mindestens ein Tor erzielt.“ Das Team reise nun mit guter Laune zurück nach Ludwigsburg. Der SVL-Betreuer Adrijan Jakovcev freut sich, „dass wir weiter Vereinsgeschichte schreiben“. Der Club sei „stolz auf die Jungs“, mit dem Trainer habe sich „eine tolle Truppe entwickelt“.

Nun blickt man gespannt auf die Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen, die dann voraussichtlich am 25. Januar und am 8. Februar ausgetragen werden.


SVL schlägt Kranj und ist auf Viertelfinal-Kurs

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Wasserball Challenger Cup in Slowenien

Was für ein Spiel gegen die Gastgeber! Der SVL startet mäßig, macht ein super zweites Viertel, lässt dann ein wenig nach und dreht zum Schluss nochmal voll auf. Schließlich gewinnt Ludwigsburg gegen Kranj mit zwei Toren Vorsprung.

Ein unglücklicher Start für den SVL, zunächst gut zwei Minuten nichts Zählbares – und dann das 1:0 für die Slowenen. Doch nur knapp eine halbe Minute später der Ausgleich durch Vitor Pavicic-Capucho. Bald das 2:1, wieder ist der AVK Triglav Kranj vorne. Dann Foul Ludwigsburg, Strafwurf. Tor. 3:1. Jetzt aufpassen, bloß keine weiteren Gegentreffer fangen. Als noch eine Minute auf der Uhr ist, macht Mikail Metodiev das wichtige 3:2. Ende des ersten Viertels des zweiten Spiels des SVL beim LEN Challenger Cup in Slowenien.

Das zweite Viertel beginnt wie das ersten: zunächst keine Tore. Ludwigsburg spielt mehrmals in Unterzahl, fängt zunächst kein Tor, macht aber auch keins – bis Sergio Prieto nach knapp zweieinhalb Minuten zuschlägt und den Ausgleich zum 3:3 erzielt. Zurück auf null, könnte man sagen.

Jetzt ist der SVL viel besser im Spiel – und Prieto macht das 3:4. Der Neuzugang aus Spanien entwickelt sich zum wichtigen Ludwigsburg Goalgetter. Bereits im Spiel am Vortag gegen Apollon war er der erfolgreichste Torschütze des SVL. Die Stimmung im Team – auch auf der Bank – ist jetzt richtig gut. Und Guram Kutchuashvili macht das 3:5 für Ludwigsburg. Auszeit Kranj. Nach bislang 0:3 Toren in diesem Viertel hat der Trainer offenbar erkannt, dass es aus der Sicht der Slowenen so nicht weitergehen sollte.

Ein mitunter ruppiges Spiel mit vielen Ausschlüssen. Gut eine Minute vor dem Ende des Viertels: Auszeit Ludwigsburg. Der SVL ist in Überzahl – und Zvonimir Andelic macht das 3:6 und wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff auch noch das 3:7. Was für ein Viertel!

Beste Stimmung in der Halbzeitpause. Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle spricht von einem holperigen Start, „dann haben wir unsere Linie aber gefunden“. Josip Katuša im Tor sei ein sehr guter Rückhalt. Die „Angriffsmaschinerie“ laufe, das Team sei „kämpferisch gut im Spiel“. Er sei zuversichtlich für die zweite Hälfte, „wir müssen aber den Druck aufrechterhalten, dann werden wir den Sieg nach Hause tragen“.

Die zweite Hälfte beginnt indes mit dem Anschlusstreffer der Slowenen zum 4:7. In der fünften Minute erzielen die Slowenen dann auch noch das 5:7. Nun sollte Ludwigsburg nachlegen – und das tut Jakov Skiljic auch, nur ein paar Sekunden später. 5:8. Die Slowenen machen das 6:8 und auch noch das 7:8. Es bleibt spannend. Aus Ludwigsburger Sicht unnötig spannend. Nach dem top Viertel ein Viertel weitgehend zum Vergessen.

Die letzten acht Minuten beginnen mit dem Ausgleich für Kranj. Es steht 8:8. Der SVL tut sich schwer. Wo nur ist der Schwung des zweiten Viertel? Der Routinier Nino Blazevic macht nach gut einer Minute das 8:9 und bringt seinen Club mit diesem Treffer wieder in Führung. Nun läuft das Spiel des SVL deutlich besser. Zvonimir Andelic legt nach. 8:10 für Ludwigsburg.

Noch sind allerdings fünf Minuten auf der Uhr, noch ist also nichts gewonnen. Gut 30 Sekunden später: wieder Prieto. 8:11. Und unmittelbar danach das 8:12, erneut Prieto. Auszeit Kranj. Vier Tore Vorsprung und nur noch gut drei Minuten Spielzeit. Das sollte doch reichen für den fest eingeplanten Ludwigsburger Sieg.

Zeitstrafe für Prieto und dann auch noch die Rote Karte für Kristian Lipar, für Nino Blazevic sowie einen der Slowenen. Kranj nutzt die Gunst der Minute – und macht den Anschlusstreffer zum 9:12. Auszeit Ludwigsburg. Offenbar gute taktische Anweisungen des Ludwigsburger Trainers Marko Martinic, denn Jakov Skiljic erzielt das 9:13. Das Spiel wird immer ruppiger.

Rote Karte für Aleksa Manic und Zeitstrafe für Tobi Bauer. Dann auch noch die Rote Karte für Kutchuashvili. Fast zwangsläufig fällt das 10:13 für Kranj. Nun sind aber nur noch 40 Sekunden auf der Uhr. Unmittelbar vor dem Schlusspfiff erzielen die Slowenen noch das 11:13. Der Sieger dieser Begegnung heiß aber Ludwigsburg. Was für ein Spiel!

Der SVL-Betreuer Adrijan Jakovcev ist hellauf begeistert, er spricht von einer „großartigen Atmosphäre“ im Bad, trotz der rund 300 Fans der gegnerischen Mannschaft habe der SVL Siegercharakter gezeigt und den Sieg erzwungen. „Gewonnen und somit in der eigenen Hand, am Sonntag mit einem Sieg gegen die Dänen ins Viertelfinale einzuziehen.“ Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel spricht von einem Nerven aufreibenden Spiel. „Gut gekämpft, gut das Spiel nach Hause gebracht, toller Erfolg, ein wichtiger Schritt in Richtung Viertelfinale.“ Er sei richtig stolz auf die Mannschaft.

Wenn Ludwigsburg nun die Skandinavier schlägt, die als das schwächste Team im Turnier gelten, dann überwintert der SVL im Challenger Cup – genau das war bei der Anreise nach Slowenien der Plan.


Die Profis von Apollon sind am Ende noch ein Tor zu gut

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Wasserball Challenger Cup in Slowenien

Die Ludwigsburger Wasserballer haben das erste Spiel beim neuen LEN Challenger Cup knapp mit 9:10 (2:5/2:2/5:2/1:2) verloren. Die griechischen Vollprofis von GS Apollon Smyrnis waren einen Tick zu stark. Am Samstagabend sollte der SVL die zweite Partie gegen AVK Triglav Kranj aus Slowenien nun gewinnen, um sich das Ticket für das Viertelfinale des Challenger Cups zu sichen.

Unmittelbar nach dem Abpfiff des ersten Spiels beim Challenger Cup erklärt der SVL-Betreuer Adrijan Jakovcev: „Wir haben wohl eines der besten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte abgeliefert – auch wenn wir dieses knapp verloren haben.“ Apollon – aktuell Nummer Drei im Land des amtierenden Weltmeisters hatte man zum Ende des dritten Viertels am Rande einer Niederlage. “Darauf könne man gegen dieses Profiteam stolz sein.“

Gute eine Stunde zuvor. Zum Auftakt am Freitagabend geht es gleich gegen das vermeintlich beste Team des kleinen Turniers in Slowenien, gegen GS Apollon Smyrnis. Der SVL legt vor, geht in Führung – das 0:1 markiert durch Sergio Prieto. Dann aber der Ausgleich, und die Führung für die Griechen. Ausgleich durch Tobi Bauer und dann wiederum die neuerliche Führung für Apollon. 3:2 und auch noch das 4:2. Nur ein paar Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels das 5:2 für die Mannschaft aus Südeuropa, was früh nichts gutes verheißen lässt.

Im zweiten Viertel tut sich zunächst nichts Zählbares, in der vierten Minute indes fällt das 6:2 für Apollon. Sekunden später erzielt Prieto den Anschlusstreffer für Ludwigsburg zum 6:3. Auszeit Ludwigsburg. Doch das nächste Tor machen erneut die Griechen, 7:3. Prieto versenkt den Ball ins gegnerische Tor, 7:4. Das zweite Viertel lief deutlich besser als das erste, man ist auf Augenhöhe. Darauf lässt sich aufbauen.

In der Halbzeitpause sagt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle, „wir kommen immer besser ins Spiel. Wir sind am Drücker gegen den Turnier-Favoriten.“ Supergut aufgelegt sei der Sergio – das Spiel laufe besser als erwartet. An der Chancenverwertung müsse allerdings noch gearbeitet werden.

Anpfiff der zweiten Hälfte und eines legendären dritten Viertels. Nach gut einer Minute macht Zvonimir Andelic für den SVL das 7:5. Ludwigsburg ist dran an den Griechen, deren Trainer daraufhin eine Auszeit nimmt. Wenig später das 8:5 für Apollon. Quasi im Gegenzug macht Bauer für Ludwigsburg das 8:6. Unterzahl SVL, die man erfolgreich verteidigen kann und dann ist es Kapitän Nino Blazevic vorbehalten mit dem 8:7 die Schwarz-Gelben wieder ins Spiel zu bringen.

Die Stimmung im Team ist top. Ludwigsburg dreht weiter auf, spielt nun besser als die Griechen, bietet ein richtig gutes Wasserballspiel. In der sechsten Minute des Viertels gleicht Mikail Metodiev zum 8:8 aus. Und dann legt Vitor Pavicic-Capucho sogar noch einen Treffer oben drauf und der SVL übernimmt damit die Führung. 9:8 für Ludwigsburg. Was für ein Viertel! Nur ein paar Sekunden später allerdings gelingt den Griechen der Ausgleich. Es steht 9:9. Alles ist möglich im letzten Viertel! Gscheidle lobt die „absolut geschlossene Mannschaftsleistung“.

Auf in die letzten acht Minuten! Die beginnen mit einem Gegentor zum 10:9. Dritter Ausschluss für Centerverteidiger Aleksa Manic, ein herber Verlust für den SVL, und zunächst Unterzahl. Postwendend macht Apollon auch noch das 11:9. Jetzt muss Ludwigsburg nachlegen. Eine SVL-Auszeit und eine Überzahl für die Schwaben. Aber es gelingt kein Treffer. In der letzten Minute ist es wiederum Goalgetter Prieto der mit seinem vierten Treffer zum 11:10 verkürzt. Als noch 25 Sekunden auf der Uhr sind nimmt Apollon eine letzte Auszeit – und rettet die knappe Führung ins Ziel. Schade, knapp verloren, aber internationale Reputation gewonnen.

Am Samstag geht es um 20:30 Uhr gegen den Gastgeber weiter.


W&W-Gruppe setzt erfolgreichen Kurs im operativen Geschäft fort

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  • Gutes Konzernergebnis nach neun Monaten 2022 in Höhe von 160,2 Millionen Euro trotz hoher Marktvolatilität und negativer bilanzieller Bewertungseffekte durch IFRS.
  • Stärkster Wert im Bauspar-Neugeschäft in der Unternehmensgeschichte – Wüstenrot entwickelt sich deutlich besser als der Markt.
  • Weiterhin steigendes Neugeschäft und höhere Beiträge in der Schaden-/Unfallversicherung.
  • Bewertungseffekte nach IFRS-Rechnungslegung infolge der Turbulenzen an den Finanz- und Kapitalmärkten belasten bilanzielles Ergebnis.
  • W&W-Vorstandsvorsitzender Jürgen A. Junker: „Kundennähe, Innovationskraft, bilanzielle Widerstandsfähigkeit und Kostendisziplin sind Stärken, die die W&W-Gruppe trotz des krisenbehafteten Marktumfelds weiterhin erfolgreich agieren lassen. Unsere Gruppe ist wetterfest.“

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat in den ersten neun Monaten 2022 trotz des widrigen und hochvolatilen Marktumfelds das operative Geschäft weiter ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen. Sehr positiv entwickelte sich vor allem das Bauspargeschäft. So erreichte die Wüstenrot Bausparkasse das beste Brutto-Neugeschäft für einen Neun-Monats-Zeitraum in ihrer Unternehmensgeschichte. Auch die Schaden-/Unfallversicherung der Württembergischen Versicherung verzeichnete deutliche Beitragssteigerungen. Die W&W-Gruppe wächst dabei mit hoher Kostendisziplin: Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen im Konzern lag mit nur 2,0 Prozent deutlich unter der Inflationsrate in Deutschland. Dem unverändert erfolgreichen operativen Geschäftsverlauf standen bilanzwirksame Belastungen durch die Bewertung von Kapitalanlagen als Folge der Zinswende und des Krieges gegen die Ukraine gegenüber. Diese Faktoren führten an den Aktienmärkten zu deutlichen Kursrückgängen. Die Bewertung und damit die Abbildung von Marktschwankungen ist nach IFRS-Rechnungslegung zwingend vorgeschrieben. Sie spiegelt jedoch nicht den Erfolg der operativen Tätigkeit wider. Der Konzernüberschuss erreichte von Januar bis September dieses Jahres 160,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 2021: 236,9 Millionen Euro). Für das Gesamtjahr 2022 hält das Unternehmen das bisherige Prognoseniveau für erreichbar, verweist aber auf hohe Unsicherheiten an den Kapital- und Finanzmärkten sowie auf Risiken durch den einsetzenden konjunkturellen Abschwung in Deutschland.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Das wirtschaftliche Umfeld ist für alle Unternehmen schwierig. Es ist gut, dass wir bei unserem vor mehreren Jahren gestarteten Aufbruch Richtung mehr Digitalisierung, Kundennähe und Innovationskraft die bilanzielle Widerstandsfähigkeit und Kostendisziplin immer im Auge behalten haben. Diese Stärken lassen die W&W-Gruppe trotz des krisenhaften Marktumfelds weiterhin erfolgreich agieren. Mit dem, was unser Konzern in den ersten neun Monaten erreicht hat, können wir mehr als zufrieden sein. Wir gewinnen unverändert neue Kundinnen und Kunden sowie Marktanteile und haben die Kosten trotz hoher Inflation, stark steigender Energiepreise sowie mehr Schadenregulierungen weiterhin im Griff. Darüber hinaus treiben wir die digitale Transformation mit neuen Produkten und Angeboten voran. Auch für den weiteren Verlauf des Jahres 2022 sind wir im Grundsatz zuversichtlich, wobei wir die Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten, die rezessiven Tendenzen in Deutschland und auch die weitere Schadenentwicklung sehr genau beobachten müssen. In diesem Umfeld wäre es unseriös, für das Jahr 2022 und darüber hinaus weitere, exakte Zukunftsaussagen zu treffen. Wichtig ist: Unser Unternehmen ist wetterfest und auch in dieser schwierigen Phase stabil und zukunftsstark aufgestellt.“

Neugeschäftsentwicklung der ersten neun Monate 2022

Das Geschäftsfeld Versichern erreichte in der Schaden-/Unfallversicherung für die ersten neun Monate 2022 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum einen Zuwachs der Bruttobeiträge um 6,8 Prozent auf 1,97 Milliarden Euro, vor allem bedingt durch ein lebhaftes Firmenkundengeschäft (plus 19,1 Prozent). Auch die Bereiche Kraftfahrt und Privatkunden legten zu. Die Digitalmarke Adam Riese erzielte weiterhin erfreuliche Vertriebserfolge. Der Schadenverlauf war im Mehrjahresvergleich weiterhin sehr gut. Die Kosten-Aufwands-Relation (Combined Ratio) erreichte 84,4 Prozent nach 88,8 Prozent in den ersten neun Monaten 2021. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreszeitraum hohe Elementarschäden durch die Sommer-Hochwasser in Deutschland angefallen waren.

In der Personenversicherung nahmen die gebuchten Bruttobeiträge insgesamt auf 1,62 Milliarden Euro nach 1,89 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2021 ab. Der Rückgang ist wesentlich auf das aktive Zurückfahren von Einmalbeiträgen in der Lebensversicherung zurückzuführen, die im Vorjahreszeitraum noch stark ausgeweitet wurden. Die Krankenversicherung erreichte von Januar bis September einen Zuwachs der Bruttobeiträge um 4,7 Prozent auf 222,2 Millionen Euro.

Im Geschäftsfeld Wohnen konnte Wüstenrot in den ersten drei Quartalen dieses Jahres das Brutto-Neugeschäft von 8,61 Milliarden Euro auf 13,83 Milliarden Euro erhöhen – ein Wachstum von 60,6 Prozent, das signifikant über dem Marktniveau und auch über der Steigerung zum Halbjahr (plus 40,3 Prozent) lag. Nachfragebelebend wirkte sich aus, dass das Bausparen angesichts des starken Anstiegs der Hypothekenzinsen als Zinssicherungsinstrument für Finanzierer sowie potenzielle Erwerber und Modernisierer an Bedeutung gewonnen hat.

Das Neugeschäft in der Baufinanzierung (inklusive der Vermittlungen ins Fremdbuch) zeigte ein Wachstum von 7,0 Prozent auf 5,28 Milliarden Euro (neun Monate 2021: 4,94 Milliarden Euro) und lag damit über der Marktentwicklung. Stimulierend wirkte sich insbesondere die gestiegene Nachfrage nach energetischen Sanierungen, getrieben durch die hohen Energiekosten, auf das Neugeschäft aus.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2022

Die aktuellen Umfeldbedingungen führen zu einer hohen Volatilität der Bewertungsergebnisse in der IFRS-Gewinn- und Verlustrechnung der W&W-Gruppe. Diese hält dennoch an der bisherigen Prognose für den Konzernüberschuss fest.

Gleichwohl ist diese Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet, die insbesondere von den aktuellen Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten sowie möglichen konjunkturellen Einbrüchen herrühren. Unvorhersehbare, große Schadenereignisse würden die Prognose negativ beeinflussen.


Ludwigsburg will ins Viertelfinale

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Wasserball Challenger Cup in Slowenien

Die SVL-Wasserballer spielen am Wochenende beim neuen LEN Challenger Cup. Das Turnier wird in Slowenien ausgetragen, die Gegner kommen aus dem Gastgeberland, aus Dänemark und aus Griechenland.

Das Ziel sei klar, sagt der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel. „Wir wollen beim Challenger Cup mindestens Zweiter werden.“ Platz zwei würde ein Überwintern im LEN Challenger Cup bedeuten. Doch um das zu erreichen, müssen die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer jetzt am Wochenende in Slowenien mindestens zwei Teams hin ter sich lassen.

Im Spiel Nummer eins geht es am Freitag, 11. November, von 18.30 Uhr an gegen das vermutlich beste Team des kleinen Turniers in Slowenien, gegen Apollon Smyrnis aus Griechenland. Eine Partie zum Einspielen und Reinkommen in den Wettbewerb, der erstmals ausgetragen wird.

Der Challenger Cup ist für jene Teams konzipiert worden, die noch nicht ganz dran sind an der europäischen Spitze im Wasserball, die sich aber auf einem guten Weg dorthin befinden. Am Samstag, 12. November, geht es von 20.15 Uhr an gegen AVK Triglav Kranj aus Slowenien. In diesem Spiel muss ein Sieg her, das sagen nicht nur die Spieler. Zum Abschluss trifft der SVL dann am Sonntag, 13. November, auf den KVIK Kasturp aus Dänemark, Spielbeginn ist 10 Uhr – laut Matthias Nagel sind die Dänen das vermeintlich schwächste Team.

Die Ludwigsburger Mannschaft verbessere sich stetig, sagt der Vizepräsident. Das Bundesligaspiel gegen Potsdam, das auswärts deutlich gewonnen worden ist, stimme ihn optimistisch. An einem guten Tag, sagt er, könne der SVL womöglich auch die Griechen schlagen. Platz zwei jedenfalls „können wir schaffen – das wäre super“.

Der Trainer Marko Martinic sagt klipp und klar: „Wir wollen in die zweite Runde, müssen also zweimal gewinnen.“ Die Griechen seien auch aus seiner Sicht das beste, weil das professionellste Team im komplette Challenger Cup. „Im erste Spiel gegen die Griechen sehen wir also wo wir stehen.“

Auch das zweite Spiel werde sicher nicht leicht. Die Slowenen seien eine erfahrene Mannschaft, sie haben – wie Ludwigsburg und alle anderen Teams im neuen Challenger Cup – zuvor im Euro Cup gespielt, sind in diesem Turnier aber nicht weitergekommen. Das Spiel Nummer zwei, so der SVL-Trainer, „müssen wir gewinnen“. Schließlich geht es gegen die Dänen, knapper Kommentar von Marko Martinic: „Da gibt es keine Ausreden.“

Ludwigsburg wolle von Spiel zu Spiel besser werden – und die Fehler, die im Euro Cup noch gemacht worden sind, vermeiden -Stichwort Chancenverwertung. Wenn der SVL weiter komme ins Viertelfinale, „dann sind wir im nächsten Jahr Gastgeber eines internationalen Spiels“. Das wäre noch eine Premiere in der Vereinshistorie.

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt mit Blick auf dem Challenger Cup, dieser biete der Mannschaft „erneut die Möglichkeit unter Wettkampfbedingungen den weiteren Feinschliff für die Bundesliga zu holen“. Der Teammanager und zweite Torwart Ivan Pisk erklärt: Der Challenger Cup sei „der nächste Teil unserer europäischen Geschichte“.

Im Euro Cup sei der SVL ein Außenseiter gewesen, „jetzt müsse wir uns als einer der Favoriten präsentieren“. Der SVL-Goalgetter Sergio Prieto hatte bereits nach dem Gewinn des Bundesligaspiels in Potsdam erklärt: „Wir sind happy – und freuen uns auf den nächsten Schritt, auf den Challenger Cup in Slowenien.“

Wenn Ludwigsburg bei dem Cup-Turnier am Wochenende unter die ersten zwei Mannhaften kommt, dann finden die beiden Viertelfinal-Begegnungen voraussichtlich am 25. Januar und am 8. Februar statt.

Die Spiele des Turniers in Slowenien werden im LEN-Livestream übertragen.


Flick beruft Moukoko, Füllkrug und Götze in WM-Kader

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Frankfurt am Main.| Bundestrainer Hansi Flick hat am heutigen Donnerstag im DFB-Campus in Frankfurt am Main seinen Kader für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar bekanntgegeben. Angeführt wird das 26 Spieler umfassende Aufgebot von Kapitän Manuel Neuer vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Der Weltmeister von 2014 nimmt in Katar an seiner vierten WM-Endrunde teil.

Neu im Kader der Nationalmannschaft sind die Angreifer Youssoufa Moukoko von Borussia Dortmund und Niclas Füllkrug von Werder Bremen. Außerdem kehrt Weltmeister Mario Götze von Eintracht Frankfurt zurück in das DFB-Team. Sein bislang letztes von 63 Länderspielen hatte Götze im November 2017 in Köln beim 2:2 gegen Frankreich absolviert.

Erfahrenste Spieler im deutschen Aufgebot sind neben Kapitän Manuel Neuer mit aktuell 113 Länderspielen seine Vereinskollegen vom FC Bayern München Thomas Müller (118 Länderspiele) und Joshua Kimmich (70 Länderspiele), gefolgt von Mario Götze und İlkay Gündoğan von Manchester City (62 Länderspiele).

Das DFB-Team wird am kommenden Montag von Frankfurt aus in den Oman abreisen. Im finalen Länderspiel vor Beginn der WM trifft die Nationalmannschaft am 16. November (ab 18 Uhr MEZ, live bei RTL) in Maskat auf den Oman.

Nach der Weiterreise in die katarische Hauptstadt Doha am 17. November startet die deutsche Nationalmannschaft am 23. November (ab 14 Uhr MEZ, live in der ARD und bei MagentaTV) mit dem Auftaktspiel in der Gruppe E im Khalifa-International-Stadion in ar-Rayyan gegen Japan in die WM. Es folgt das Duell mit Spanien am 27. November (ab 20 Uhr MEZ, live im ZDF und bei MagentaTV) im Al-Bayt-Stadion in al-Chaur. Am 1. Dezember (ab 20 Uhr MEZ, live in der ARD und bei MagentaTV) steht das abschließende Vorrundenspiel abermals im Al-Bayt-Stadion gegen Costa Rica an.


Wechsel in der Leitung der Stuttgarter Polizei

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Stuttgart.| In einer Feierstunde im Polizeipräsidium an der Hahnemannstraße hat Polizeipräsident Markus Eisenbraun am Mittwochnachmittag (09.11.2022) den Leitenden Polizeidirektor Carsten Höfer in das Amt des stellvertretenden Dienststellenleiters eingeführt. Carsten Höfler ist damit auch Leiter des Führungs- und Einsatzstabes des Stuttgarter Präsidiums. Herr Höfler war bislang Leiter der Schutzpolizeidirektion und folgt Markus Eisenbraun, der im August die Leitung des Polizeipräsidiums übernommen hat. Kriminaldirektor Alexander Stalder übernimmt die Aufgaben als neuer Leiter der Kriminalpolizei bei der Stuttgarter Polizei und tritt somit die Nachfolge von Rüdiger Winter, der im Oktober in den Ruhestand verabschiedet wurde, an. Alexander Stalder war zuletzt beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg beschäftigt und war dort Leiter der Führungsgruppe als auch stellvertretender Leiter der Abteilung Staatsschutz. Der erfahrene Kriminalbeamte hat sein Amt bereits am 01. November 2022 übernommen und wird zukünftig die Geschicke der größten Kriminalpolizeidirektion im Land lenken.

Carsten Höfler, geboren am 19. Februar 1976

  • 1998: Eintritt in den Polizeidienst in Schleswig-Holstein
  • 2010: Aufstieg in den höheren Polizeivollzugsdienst
  • 2010: Polizeidirektion Heilbronn – Leiter des Polizeireviers Lauffen
  • 2012: Innenministerium Baden-Württemberg – Projekt Polizeireform
  • 2013: Innenministerium Baden-Württemberg – Referent der Zentralstelle
  • 2016: Polizeipräsidium Stuttgart – Leiter des Stabsbereichs Einsatz
  • 2020: Polizeipräsidium Stuttgart – Leiter der Schutzpolizeidirektion

Alexander Stalder, geboren 08.07.1970

  • 1990: Eintritt in den Polizeidienst in Baden-Württemberg
  • 1993: Versetzung zur Polizeirektion Ludwigsburg
  • 1994: Wechsel zur Kriminalpolizei Ludwigsburg
  • 2000: Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst
  • 2000: Verwendung bei der Kriminalpolizei
  • 2002: Innenministerium Baden-Württemberg – Landespolizeipräsidium, Referat 33, Bereich Aus- und Fortbildung
  • 2005: Aufstieg in den höheren Polizeidienst
  • 2007: Leiter der Kriminalpolizeiinspektion 2 und stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei Polizeidirektion Waiblingen
  • 2010: Wechsel zum Landeskriminalamt Baden-Württemberg und Leiter der Inspektion 520 (später I620 – Politisch motivierte Ausländerkriminalität und Islamismus)
  • 2012: Ausbildung an der FBI National Academy in Quantico/VA
  • 2016: Ehrung mit der höchsten spanischen Auszeichnung für ausländische Polizeibeamte, dem “Kreuz des spanischen polizeilichen Verdienstordens in Weiß” (Cruz Al Mérito Policial Con Distintivo Blanco)
  • 2019: Ausbildung am George C. Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen
  • 2020: Landeskriminalamt Baden-Württemberg – Leiter der Führungsgruppe und stellvertretender Leiter der Abteilung Staatsschutz

Architekturwettbewerb für Neubau der Feuerwache 1 entschieden

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Stuttgart.| Das Ergebnis des Architekturwettbewerbs für den Neubau der Feuerwache 1 in Stuttgart-Mitte steht fest. Am Mittwoch, 9. November, haben der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, der Leiter der Branddirektion, Dr. Georg Belge, sowie der Leiter des Hochbauamts, Peter Holzer, über die Entscheidung des Preisgerichts informiert. Aus 15 fristgerecht eingereichten Arbeiten wurde der Beitrag der Steimle Architekten GmbH aus Stuttgart einstimmig zum Sieger erklärt.

Die Jury unter Vorsitz von Prof. Jens Wittfoht setzte sich zusammen aus Fachleuten, Gemeinderatsmitgliedern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Der Wettbewerb wurde europaweit ausgeschrieben. Bürgermeister Maier, selbst Teil der Jury, freute sich über das eindeutige Votum: „Das Ergebnis des Architekturwettbewerbs ist erfreulich und liefert einen wichtigen Beitrag für die Sicherheitsarchitektur der Stuttgarter Feuerwehren am heutigen Standort in der Katharinenstraße.“

Der Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Jens Wittfoht, lobte den Siegerentwurf: „Der prämierte Entwurf löst die Aufgabe sehr überzeugend durch die gelungene städtebauliche Anordnung und Wahrnehmung der Baukörper im Kontext zur Nachbarschaft.“

Der Leiter des Hochbauamtes, Peter Holzer, sagte: „Ich freue mich über den positiven Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung im Heusteigviertel. Der Entwurf überzeugt mit seiner nachhaltigen Architektur durch die Verwendung einer innovativen Holzbauweise. Das Ergebnis ist ein energetisch zeitgemäßes Gebäude.“

Der Leiter der Branddirektion, Dr. Georg Belge, erklärte: „Dem Siegerentwurf ist es gelungen, die Anforderungen der Berufsfeuerwehr am Standort in der Katharinenstraße auf beeindruckende Weise umzusetzen.“

Die Feuerwache 1 in Stuttgart-Mitte im Heusteigviertel ist eine von insgesamt fünf Berufsfeuerwehren in Stuttgart und versorgt weite Teile der Stadtbezirke Mitte und Süd. Sie wird neu gebaut, damit das Gebäude die modernen Anforderungen an Sicherheit und Umweltschutz erfüllt. Die Gebäudeteile der heutigen Feuerwache Süd zwischen der Katharinen‐ und der Heusteigstraße sind in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Das Hauptgebäude stammte ursprünglich aus dem Jahr 1888 und wurde nach dem 2. Weltkrieg wiederaufgebaut.

Nur durch einen Neubau ist es möglich, die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem die gängigen Durchfahrtsbreiten und ‐höhen, Stellplatzgrößen sowie eine durchgehende Barrierefreiheit. Der Neubau soll den Plusenergiestandard erfüllen, also mehr Energie produzieren als er verbraucht. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für 2028 geplant. Während der Bauzeit wird die Feuerwache 1 interimsweise an der Paulinenbrücke untergebracht.

Neben dem Siegerentwurf würdigte die Jury auch Entwürfe durch die Stuttgarter Büros H4A Gessert + Randecker Generalplaner GmbH mit dem 2. Preis und wulf architekten Gmbh mit dem 3. Preis. Darüber hinaus wurden zwei Anerkennungen für Ortner & Ortner Baukunst, Berlin, und SUPERGELB ARCHITEKTEN, Köln, ausgesprochen.

Alle 15 fristgerecht eingereichten Entwürfe werden in Kürze online auf der Webseite der Landeshauptstadt Stuttgart präsentiert unter: www.stuttgart.de/leben/bauen/bauprojekte/Wettbewerbe Hochbau. Außerdem werden sie vom 10. bis 17. November im 2. Obergeschoss, Königstraße 1c ausgestellt und können dort von Montag bis Samstag zwischen 10 und 19 Uhr besichtigt werden.


Windenergieanlage „Grüner Heiner“ soll erneuert werden

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Stuttgart.| Ein starkes Zeichen für die Energiewende vor den Toren Stuttgarts: Das könnte die Windenergieanlage „Grüner Heiner“ werden. Die bereits bestehende Anlage in Stuttgart-Weilimdorf soll in den nächsten vier Jahren durch eine größere, deutlich leistungsfähigere ersetzt werden. Hierzu haben der Eigentümer, die GEDEA Windkraft Grüner Heiner GmbH & Co. KG, und die Stadtwerke Stuttgart eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Ziel des Repowerings ist in erster Linie die dauerhafte Sicherung des Standortes zur Windenergienutzung in Verbindung mit einer deutlichen Leistungssteigerung. „Die bereits seit mehr als 20 Jahren vorhandene Bestandsanlage mit rund 70 Metern Höhe erbringt derzeit eine Leistung von 600 KW. Die geplante Anlage soll etwa 180 Meter hoch werden und kann mit 4,2 MW die siebenfache Leistung erzeugen“, erläutert Wilfried Haas, Geschäftsführer der GEDEA Windkraft Grüner Heiner GmbH & Co. KG. Damit können rechnerisch rund 3.000 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden. „Wir gewinnen hier deutlich mehr Strom aus Erneuerbaren Energien und können zugleich einen etablierten Standort ohne große Eingriffe in Natur und Umwelt weiternutzen“, ergänzt Martin Rau, Kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.

„Um wie von der Landeshauptstadt vorgesehen bis 2035 klimaneutral zu werden, müssen wir den Ausbau regenerativer Energiequellen in Stuttgart weiter forcieren. Dazu gehört auch der Sektor Wind“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. „Das Repowering des Grünen Heiner als bereits bestehender, allgemein akzeptierter Anlagenstandort ist dabei ein wichtiger Schritt.“

Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung müssen im nächsten Schritt zahlreiche Gutachten und Anträge erstellt werden. Hierzu gehören zum Beispiel Untersuchungen zum Natur- und Artenschutz, zu Schall- und Schattenemissionen, zur Netzanbindung und zur Anlagensicherheit. Auf Grundlage der Gutachten soll dann die Genehmigung im Rahmen des Bundesemissionsschutzgesetzes beantragt werden, mit dem Ziel, diese Anfang 2024 zu erhalten. In diesem Zuge wird es auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung geben, bei der Bürgerinnen und Bürger genauere Informationen und Pläne zum Projekt einsehen und Fragen stellen bzw. Anregungen einbringen können.

Erst nach vollständiger Genehmigung kann mit der Demontage der Altanlage und dem anschließenden Neubau begonnen werden. Die Errichtung und den Betrieb der neuen Windenergieanlage verantwortet dann eine neu gegründete Gesellschaft, die zu gleichen Anteilen den Stadtwerken Stuttgart und der GEDEA Windkraft Grüner Heiner GmbH & Co. KG gehören wird.