Zahl der Influenzameldungen in Stuttgart nimmt deutlich zu

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Fieberambulanz Neckarpark als ergänzendes Angebot zur haus- und kinderärztlichen Versorgung hat auch zwischen den Jahren geöffnet

Stuttgart.| Wie das Gesundheitsamt am Dienstag, 13. Dezember berichtet, steigt die Zahl der Influenzameldungen in Stuttgart deutlich an. Prof. Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, teilt mit: „Waren es in den Monaten August und September insgesamt noch 17 Meldungen, so wurden uns in diesem Monat bereits 322 Influenzafälle übermittelt. Diese Entwicklung passt zum bundesweiten Trend.“ So liegt, laut Robert Koch Institut, die Zahl der ambulanten Arztbesuche in Deutschland derzeit in einem Bereich, der sonst nur in Spitzenwochen starker Grippewellen erreicht wurde. In rund der Hälfte der Fälle würden die Atemwegsinfekte aktuell durch Influenzaviren verursacht, in 15 Prozent sei RSV nachgewiesen worden.

Mit 4 Prozent sei der Anteil von SARS-CoV-2 derzeit hingegen relativ gering.

Ausgehend hiervon betont der Leiter des Gesundheitsamts: „Es bleibt weiterhin wichtig, die bestehenden Empfehlungen umzusetzen. Hierzu zählt unter anderem, sich gemäß der STIKO gegen COVID-19, Influenza und Pneumokokken impfen zu lassen.“

Die Landeshauptstadt hat gemeinsam mit der Stuttgarter Ärzteschaft die Fieberambulanz als ergänzendes medizinisches Angebot zur haus- und kinderärztlichen Versorgung etabliert. Ziel ist es, die Notaufnahmen der Krankenhäuser und Arztpraxen zu entlasten – insbesondere in den Wintermonaten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Atemwegsinfektionen, die in ihrer Haus- bzw. Kinderarztpraxis aufgrund des aktuell sehr starken Andrangs keinen Termin erhalten, können sich in der Fieberambulanz Neckarpark vorstellen. Die Terminvereinbarung erfolgt online unter www.fieberambulanz-neckarpark.de.“

Die Fieberambulanz Neckarpark hat auch an allen Werktagen zwischen den Feiertagen geöffnet. An Heiligabend und an Silvester bleibt die Fieberambulanz geschlossen. Für die Vorstellung ist kein Überweisungsschein notwendig.


SGV Freiberg Coach Gehrmann will nicht mehr

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Der SGV Freiberg Fußball und Cheftrainer Ramon Gehrmann gehen zukünftig wieder einmal getrennte Wege.

Freiberg a. N.| am Dienstag (13.12.2022) ging bei unserer Redaktion die folgende Meldung des Regionalligisten ein: “Am gestrigen Abend bat Cheftrainer Ramon Gehrmann den Verein darum, seinen Vertrag vorzeitig zum 31.12.2022 aus privaten Gründen zu beenden. Wir werden Herrn Gehrmanns Wunsch nachkommen und den Vertrag zum Jahresende auflösen.

Mit Ramon Gehrmann verlässt uns eine menschlich hervorragende Person und ein 3-facher Meistertrainer, welcher in den Saisonen 11/12 und 16/17 jeweils den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg und am Ende der Saison 21/22 den lang ersehnten Aufstieg in die Regionalliga Südwest mit uns feiern konnte.

Wir bedanken uns bei Ramon Gehrmann für die schönen, von Erfolg gekrönten Jahre und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg, privat und sportlich, alles erdenklich Gute”.

Sicher dürfte sein, dass es Ramon Gehrmann nicht gelang aus der Mannschaft eine schlagkräftige Truppe für den Klassenerhalt zu formen. Man spielte zwar immer wieder gut, manches Mal sogar sehr gut, doch fehlte es an der Treffsicherheit der Stürmer. Auch hinten stand man in der Verteidigung nicht immer massiv. So kam es dass sich der Aufsteiger mittlerweile auf Tabellenplatz 13 eingenistet hat. Das wäre im Prinzip nicht schlecht, wenn da nicht nur 3 Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz, den der VfR Aalen belegt, hat.

Nun bleibt zu hoffen, dass der SGV Freiberg mit einem neuen Trainer mehr Fortune in der Rückrunde hat. Wer diesen Posten bekommen soll ist bisher noch nicht bekannt.


WHS übernimmt technisches Facility Management

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Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) übernimmt von ihrem Schwesterunternehmen W&W Asset Management GmbH ab sofort alle Aufgaben rund um das technische Facility Management. Der Marktwert des zu betreuenden Portfolios umfasste zum 31.10.2022 ca. 1,4 Milliarden Euro. Der neu geschaffene Bereich ist zukünftig bei der Abteilung Standortentwicklung und -management der WHS angesiedelt.

Das technische Facility Management umfasst den kompletten Lebenszyklus einer Immobilie – von der Planung über den Bau, Betrieb und die Instandhaltung bis zur Modernisierung und Sanierung. Das Ziel: Den Wert der Gebäude erhalten und die technische Ausstattung intakt halten. „Mit der Zusammenführung wurden aus Konzernsicht Parallelstrukturen aufgelöst und die Grundlage für die Schaffung von Synergieeffekten gelegt“, sagt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS.

Um den bestehenden Anforderungen gerecht zu werden, wurden im Rahmen der Integration bei der WHS die bisherigen Tätigkeitsfelder analysiert und bewertet. Daraus resultierend soll zukünftig zur Optimierung der Aufgaben eine Software eingesetzt werden, die diese Aufgaben durch Terminverfolgungen und Abfragen von Prüf- und Wartungsprotokollen unterstützt. Zudem soll eine Überwachung von gesetzlichen Vorgaben und Maßnahmen in die Prozesse integriert werden, um rechtzeitig notwendige Anpassungen zu veranlassen und deren Einhaltung zu gewährleisten. „Dadurch soll eine deutlich verbesserte Risikovermeidung und eine erhöhte Rechtssicherheit für Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer im Umgang mit ihren Immobilien erreicht werden“, erläutert Marcus Ziemer, ebenfalls Geschäftsführer der WHS.

Mit der Übernahme des technischen Facility Managements erweitert die WHS ihr ohnehin schon umfangreiches Leistungsportfolio um eine weitere Facette, die dann auch für Dritte angeboten wird.


SVL gewinnt in Neukölln

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Beim Auswärtsspiel gegen die SG Neukölln hat der SVL großartig ins Spiel gefunden, schnell war das Team drei Tore voraus. Dann hat Ludwigsburg die Partie nochmal spannend gemacht, unnötig spannend.

Viele Ludwigsburger erwarten am Samstagabend in Berlin ein intensives Spiel gegen die SG Neukölln. Und die Partie beginnt entsprechend: mit zwei Ausschlüssen. In der zweiten Minute fällt das 0:1 für den SVL durch Guram Kutchuashvili. Ein schöner Start für Ludwigsburg, auch weil Nino Blazevic gleich nachlegt zum 0:2. Gelbe Karte für den Trainer der Gegner. Die Tore fallen wie am Schnürchen. Nach dem Anschlusstreffer für die Berliner das 1:3 durch den späteren Spieler des Tages Tobias Bauer. Foul Neukölln. Strafwurf für den SVL, das 1:4 durch Sergio Prieto Hernandez.

Was für ein toller Start für die Mannschaft aus Schwaben, die erst kurz vor diesem zweitletzten Spiel des Jahres in die Hauptstadt gereist ist. Knapp zwei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels fällt der neuerliche Anschlusstreffer zum 2:4.

Im zweiten Viertel tut sich zunächst nichts Zählbares. Nach rund zwei Minuten macht Prieto Hernandez das 2:5. Wieder ein guter Start für den SVL, der dieses Spiel unbedingt gewinnen sollte. Andernfalls würde das Saisonziel – Platz vier, besser Platz drei in der Bundesliga – in weite Ferne rücken.

Aber fast alles im Ludwigsburger Spiel läuft zunächst nach Plan, der Trainer Marko Martinic hat seine Männer offenbar gut eingestellt. Nach vier Minuten Torflaute aber erneut der Anschlusstreffer zum 3:5. Entschieden ist diese Begegnung wohl noch nicht. Ludwigsburg muss aufpassen, sollte die Führung nicht in Gefahr bringen – und möglichst bald nachlegen. Der Halbzeitpfiff.

In der zweiten Hälfte macht ein starker Tobi Bauer nach gut einer Minute das 3:6, doch wenig später fallen das 4:6 und auch noch das 5:6 für die Berliner. Nochmal ein paar Sekunden später schlägt Mikael Metodiev zu, macht das 5:7 für den SVL, doch wiederum nur ein paar Sekunden später fällt das 6:7. Es bleibt spannend, aus Ludwigsburger Sicht unnötig spannend.

Nino Blazevic erzielt das 6:8. Doch dann ist Ludwigsburg in Unterzahl, Auszeit Neukölln. Gelbe Karte für Martinic. Foul SVL, Strafwurf für die SG. Und der Treffer zum 7:8. Auf Tobi Bauer ist Verlass: Er schießt gut eine Minute vor dem Ende dieses Viertels das 7:9 für Ludwigsburg Zvonimir Andelic macht das 7:10. Und ein paar Sekunden später der nächste Anschlusstreffer zum 8:10. Ludwigsburg kann sich nicht wirklich absetzen.

Die letzten acht Minuten beginnen mit einer langen Phase ohne ein einziges Tor. Mehrere Ausschlüsse, Auszeit Neukölln, Rote Karte für einen Betreuer der Heimmannschaft. Aber auch nach sechs Minuten: immer noch kein Tor. Etwa eine Minute vor dem Abpfiff erzielt Skiljic das 8:11 – und sichert damit den wichtigen Auswärtssieg des SV Ludwigsburg. Auch wenn Neukölln quasi mit dem Schlusspfiff noch das 9:11 macht.

Der Teammanager und zweite Torwart des SVL, Ivan Pisk, sagt: „Das Spiel war genau wie erwartet, intensiv und teilweise grenzwertig von Neuköllner Seite.“ Dank der Ludwigsburger Routiniers Kristian Lipar, Nino Blazevic und Zvonimir Andelic sei es aber gelungen, die Ruhe zu bewahren. Und mit dem Toptorwart Josip Katusa „waren wir auch in der Verteidigung super sicher“. Nächste Woche geht’s in Hannover gegen die White Sharks. Pisk: „Unser Ziel dort: auch zwei Punkte holen, wir wollen gut gelaunt Weihnachten genießen.“

Toni Dzaja, der Papa des SVL-Neulings und deutschen Jugendnationalspielers Ivo Dzaja, hat die Partie – wie viele andere – am Liveticker des DSV verfolgt und sagt nach dem Abpfiff: Sein Sohn sei ganz heiß auf das Spiel gewesen, der Druck sei für den SVL als „großen Favoriten“ allerdings enorm gewesen. „Gott sei Dank haben die Spieler das ganz gut hingenommen. Die Jungs sind zufrieden, wichtig sind die Punkte.“

Matthias Nagel, SVL-Vizepräsident, sagt: „Mit einem Sieg sollte man grundsätzlich zufrieden sein“ Ein verdienter Sieg, denn Ludwigsburg sei immer in Führung gewesen. „Spricht für uns, die zwei Punkte nehmen wir gerne mit.“


Neuer Mietspiegel 2023/2024 liegt vor

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Mieten sind in den vergangenen beiden Jahren um insgesamt 6,8 Prozent gestiegen

Wohnen in der Landeshauptstadt Stuttgart ist in den vergangenen Jahren abermals teurer geworden. Dies geht aus dem neuen Mietspiegel 2023/2024 hervor, der am Freitag, 9. Dezember, im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen vorgestellt wurde.

Mietpreisniveau

Der Leiter des Statistischen Amts, Dr. Matthias Fatke, sagte: „Das Mietspiegelniveau in Stuttgart ist innerhalb der letzten zwei Jahre um 6,8 Prozent gestiegen. Die Preissteigerung liegt damit leicht unter den Mietpreissteigerungen der letzten Jahre.“

Die aktuelle Steigerungsrate liegt aber dennoch deutlich über der Entwicklung der Nettokaltmieten in Baden-Württemberg im gleichen Zeitraum (3,9 Prozent). Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen in Baden-Württemberg im Vergleichszeitraum um 9,2 Prozent (Quelle: Statistisches Landesamt).

Mit dem Mietspiegel 2023/2024 liegt eine aktuelle Übersicht über die Mieten vor, die in Stuttgart für frei finanzierte Wohnungen bezahlt werden. Der Stuttgarter Mietspiegel berücksichtigt auch die Preiswirkung energetischer Gebäudesanierungen.

Der neue qualifizierte Stuttgarter Mietspiegel ist ab dem 1. Januar 2023 gültig. Beteiligt waren neben dem Statistischen Amt und dem Amt für Stadtplanung und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart auch der DMB-Mieterverein Stuttgart und Umgebung e.V. und Haus & Grund Stuttgart, Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Stuttgart und Umgebung e.V. sowie das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt.

In einer Befragung im April 2022 wurden die Miethöhe und andere Angaben von repräsentativ ausgewählten Stuttgarter Mietverhältnissen erhoben und für die Fortschreibung des Regressionsmodells im Mietspiegel 2021/2022 genutzt.

Repräsentative Befragung

Dr. Till Heinsohn, Abteilungsleiter des Statistischen Amts, sagte: „Bei der Mietspiegel- und Wohnungsmarktbefragung wurden in diesem Jahr unter anderem rund 15 000 Fragebogen an zufällig ausgewählte Mieterhaushalte verschickt.“ Für insgesamt 5511 Mietwohnungen (42 Prozent) lagen ausgefüllte Fragebogen beim Statistischen Amt vor. Für die Neuaufstellung des Mietspiegels konnten letztlich 3148 Fälle herangezogen werden, also 57 Prozent der Antworten von Mieterhaushalten.

Neben dem Zurückschicken des ausgefüllten Fragebogens gab es auch die Möglichkeit, den Fragebogen online auszufüllen. Der Anteil der Befragten, die davon Gebrauch machen, steigt kontinuierlich, 52 Prozent waren es bei der diesjährigen Mietspiegel- und Wohnungsmarktbefragung.

Welche Wohnungen werden berücksichtigt?

Es ist gesetzlich vorgegeben, dass nur Wohnungen des freien Wohnungsmarkts bei der Mietspiegelaufstellung als „mietspiegelrelevant“ berücksichtigt werden können. Nicht zum freien Wohnungsmarkt zählen Wohnungen, die von Freunden und Verwandten vergünstigt angemietet wurden, Werkswohnungen, Wohnungen in Wohnheimen und Sozialwohnungen. In die Auswertung können zudem nur Mietverhältnisse einfließen, die innerhalb der letzten sechs Jahre (= Bezugszeitraum) abgeschlossen wurden oder bei denen in diesem Zeitraum eine Mietpreisanpassung erfolgte.

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Neuvertragsmieten (Begründung des Mietverhältnisses in den letzten sechs Jahren) und veränderten Bestandsmieten (Veränderung der Miethöhe innerhalb der letzten sechs Jahre). In die Datenbasis des Stuttgarter Mietspiegels gehen Neuvertragsmieten und veränderte Bestandsmieten gemäß ihrer Häufigkeit auf dem Stuttgarter Wohnungsmarkt ein.

Steigerung zwischen 2020 und 2022

Insgesamt stiegen die Mieten für einen Quadratmeter Wohnfläche in mietspiegelrelevanten Wohnungen zwischen April 2020 und April 2022 um durchschnittlich 6,8 Prozent auf 11,04 Euro. Diese Preissteigerungsrate gilt nach Auskunft von Alexander Pazerat, Abteilungsleiter beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, auch für die Erhöhung der Satzungsmieten öffentlich geförderter Wohnungen.

Fazit

Der neu aufgestellte Stuttgarter Mietspiegel 2023/2024 weist mit einem Plus von
6,8 Prozent eine Mietpreissteigerung deutlich unter dem allgemeinen Preisanstieg, aber über dem Mietpreisanstieg in Baden-Württemberg auf. Damit lässt sich weiterhin eine Entkoppelung der Stuttgarter Mietpreise von der Entwicklung auf Landesebene beobachten. Ähnlich wie in vielen anderen Ballungszentren bleibt die Marktanspannung in Stuttgart auf einem sehr hohen Niveau.

Bestellung des Mietspiegels

Der neue Mietspiegel 2023/2024 enthält neben den Wohnwertmerkmalen, die einen Einfluss auf die Miethöhe haben, auch eine Karte zur Zuordnung einer Wohnung zu der entsprechenden Lagekategorie.

Der Mietspiegel ist als PDF-Version kostenfrei sowie ab Jahreswechsel gedruckt gegen eine Schutzgebühr von 7 Euro erhältlich:
– Beim Statistischen Amt, Eberhardstraße 37, 70173 Stuttgart,
Tel.: 0711 216-98587, Fax: 0711 216-98570, per E-Mail: [email protected] sowie im Internet unter www.stuttgart.de/statistik-infosystem
– Beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, Dienststelle Hospitalstraße 8,
70174 Stuttgart, Tel.: 0711 216-91381 sowie per E-Mail: [email protected]
Außerdem stehen ein Online-Mietspiegelrechner sowie ein digitaler Kartenviewer zur Lagebestimmung zur Verfügung. Auskünfte zur Anwendung des Mietspiegels gibt das Amt für Stadtplanung und Wohnen (E-Mail: [email protected], Tel. 0711 216- 91381).


Fristende für den Führerscheinpflichtumtausch rückt näher

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Betroffen sind die Jahrgänge 1959 bis 1964

Fragen und Antworten zum Führerscheinpflichtumtausch 

Wer einen Führerschein besitzt, muss diesen früher oder später umtauschen. Der Zeitpunkt ist im Wesentlichen abhängig vom Jahrgang des Inhabers. Die Frist für den Führerscheinpflichtumtausch der Jahrgänge 1959 bis 1964 läuft am 19. Januar 2023 ab. Wer in diesen Jahrgängen geboren wurde, sollte sich zeitnah um den Umtausch kümmern, denn die Bearbeitungszeit beträgt bis zu zehn Wochen. Am besten spart man sich den Behördengang aufs Landratsamt und stellt den Antrag schriftlich.

Warum muss ich den Führerschein tauschen?

Laut EU-Vorgaben sind bis zum 19.01.2033 alle Führerscheine auszutauschen, die vor dem 19.01.2013 ausgestellt worden sind. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass alle in der EU noch im Umlauf befindlichen Führerscheine ein einheitliches Muster erhalten, das insbesondere aktuelle Anforderungen an die Fälschungssicherheit erfüllt.

Wer ist davon betroffen?

Es sind alle Bürgerinnen und Bürger betroffen, die ihren Führerschein vor dem 19. Januar 2013 erhalten haben, 43 Millionen Führerscheinbesitzer in Deutschland insgesamt. Die Umsetzung erfolgt jedoch nicht in kürzester Zeit, sondern gestaffelt nach Geburtsjahrgängen und nach Ausstellungsjahr des Führerscheins (siehe Tabellen unten).

Was passiert, wenn ich den Führerschein nicht rechtzeitig umtausche?

Das Dokument Führerschein wird nach der jeweiligen Frist ungültig. Nicht jedoch die Fahrerlaubnis zum Lenken eines Fahrzeugs, man darf also weiterhin Auto fahren. Wer jedoch die Frist verpasst und in eine Polizeikontrolle gerät, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro wegen des Versäumnisses zum Umtausch rechnen.

Was ist beim Umtausch zu beachten?

Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind mit dem Umtausch nicht verbunden. Sie bestehen auch weiterhin lediglich für bestimmte Berufsgruppen mit besonderer Verantwortung. Die Gültigkeit eines neuen Führerscheins ist auf 15 Jahre befristet. Danach muss wieder ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Diese Regelung dient insbesondere der Aktualisierung von Namen sowie des Lichtbildes.

Wie tausche ich meinen alten gegen einen neuen Führerschein?

Die Führerscheinstelle des Landratsamtes ist zuständig für den Umtausch. Alle erforderlichen Unterlagen können per Post an das Landratsamt gesendet werden. Das Formular gibt es als Vordruck auf der Homepage www.lrabb.de/Fuehrerscheine. Ein persönliches Erscheinen auf dem Amt ist derzeit nur nach Terminvereinbarung möglich. Auf derselben Internetseite können Termine online gebucht werden. Telefonisch ist die Führerscheinstelle erreichbar unter 07031 / 663-1815 oder per E-Mail [email protected].


Neubaustrecke Wendlingen–Ulm eröffnet

Tempomacher für den Bahnverkehr in ganz Deutschland geht in Betrieb

  • Neue Infrastruktur und modernste Technik sorgen für mehr Kapazität, Zuverlässigkeit und Qualität
  • Kürzere Reisezeiten im Fernverkehr und attraktivere Städteverbindungen im Süden und Südwesten
  • Erster Schritt zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21

Berlin, 9. Dezember 2022.| Die Deutsche Bahn (DB) hat eine neue leistungsfähige Magistrale für den Bahnverkehr in ganz Deutschland fertiggestellt. Die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm geht heute offiziell in Betrieb. Sie ist mit Stuttgart 21 Teil des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm und liegt auf der sogenannten „Magistrale für Europa“, die Städte und Regionen mit insgesamt 34 Millionen Bewohner:innen in fünf Ländern miteinander verbindet. Mit der Neubaustrecke beschleunigt die DB zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember den Fernverkehr bundesweit und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehr auf der klimafreundlichen Schiene. Künftig können Züge mit Hochgeschwindigkeit die Schwäbische Alb überqueren. Damit verkürzt sich nicht nur die Reisezeit zwischen Stuttgart und München. Auch die direkten Städteverbindungen zwischen München und Frankfurt/Main oder Köln werden attraktiver.

Mehr Fern- und Regionalzüge machen Schienenverkehr attraktiver

Im Fernverkehr wächst das tägliche Angebot zwischen Stuttgart und München dank der neuen Schnellfahrstrecke um rund 20 auf 90 Fahrten am Tag. Gleichzeitig profitiert auch die Region von vielen neuen und attraktiven Angeboten. Dazu gehört auch der schnellste Regionalzug Deutschlands, der von DB Regio betrieben wird. Er kann hier künftig mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h verkehren. Zudem erschließen die DB, das Land Baden-Württemberg und der Verband Region Schwäbische Alb mit dem neuen Bahnhof Merklingen eine ganze Region für die Schiene. Dieser Bereich der Schwäbischen Alb ist damit nun direkt per Bahn zu erreichen und bietet Pendler:innen und Tourist:innen eine umweltfreundliche Reisealternative.

Neue Tunnel und Deutschlands dritthöchste Eisenbahnbrücke

Seit dem ersten Spatenstich im Jahr 2012 hat die DB auf der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ein umfangreiches Bauprogramm absolviert, zu dem auch mehrere Tunnel gehören: der knapp neun Kilometer lange Boßlertunnel, der gut acht Kilometer lange Albvorlandtunnel zwischen Wendlingen am Neckar und Kirchheim unter Teck, der Albabstiegstunnel mit einer Länge von knapp sechs Kilometern zwischen Dornstadt und Ulm sowie der fast fünf Kilometer lange Steinbühltunnel am Albaufstieg.

Außerdem entstand mit der 485 Meter langen und 85 Meter hohen Filstalbrücke die dritthöchste Eisenbahnbrücke in Deutschland. Sie überquert nicht nur das Filstal, sondern auch die Autobahn A8. Um die Neubaustrecke mit dem Ulmer Hauptbahnhof zu verbinden, hat die DB dessen Gleisfeld umfassend umgebaut. Auch ein neues Stellwerk entsteht.

Weitere Verbesserungen für Reisende ab 2025

Die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ist im Bedarfsplan des Bundes als Projekt mit der höchsten Einstufung, dem sogenannten vordringlichen Bedarf, verzeichnet. Die Baukosten in Höhe von knapp vier Milliarden Euro wurden vom Bund sowie vom Land Baden-Württemberg und der Europäischen Union finanziert. Mit der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Jahr 2025 kommen weitere Verbesserungen für Reisende im Regional- und Fernverkehr hinzu. Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm halbiert sich dann auf rund eine halbe Stunde. Zudem erhalten Flughafen, Landesmesse und der Filderraum 2027 eine direkte und schnelle Schienenanbindung aus und in Richtung Ulm.

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz: „Die Strahlkraft der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm reicht weit über die Region hinaus. Sie ist der neue Tempomacher für die Bahn und eine tragende Säule in unserem Schienennetz. Schon heute ist der Nutzen für die Menschen und die Wirtschaft enorm. Und er wird noch größer sein, wenn in drei Jahren Stuttgart 21 eröffnet wird. Mein besonderer Dank gilt allen, die über viele Jahre an diesem beeindruckenden Projekt mitgearbeitet haben.“

Michael Theurer, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr: „Die Strecke Wendlingen-Ulm ist ein Jahrhundertprojekt, ein Meilenstein für die Umsetzung des Deutschlandtakts und die internationale Transversale von Paris über Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, München und weiter nach Wien und Bratislava. Durch den Neubau wird die Filstalstrecke entlastet, die dann mehr Kapazität für den Nah- aber vor allem für den Güterverkehr hat. Dafür danke ich allen Beteiligten. Die positiven Effekte für Reisende und Wirtschaft zeigen noch einmal eindringlich, wie wichtig es ist, jetzt den Infrastrukturausbau voranzutreiben. Nur wenn wir hier schneller werden, haben wir eine Chance unsere Klimaziele zu erreichen.“

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg: „Die Neubaustrecke ist in mehrfacher Weise ein Gewinn: Sie verkürzt Reisezeiten und schafft mehr Verbindung. Stuttgart und Ulm rücken näher zusammen. Aber auch Paris und Budapest. Für uns als Exportland im Herzen Europas ist das ein wichtiger Aspekt. Zudem leistet die Verbindung einen wichtigen Beitrag zu einer klimaschonenden Mobilität für alle. Nur mit hochmodernen gut ausgebauten Zugverbindungen bringen wir den Verkehr weg von der Straße und aus der Luft auf die Schiene. Das Land hat das Projekt daher gern mit knapp einer Milliarde Euro unterstützt. 60 Kilometer Strecke mit elf Tunneln und 37 Brücken in nur zehn Jahren zu bauen ist eine großartige Leistung! Mein Dank gilt allen Beteiligten, die hier Hervorragendes geleistet haben.“

Dr. Walter Götz, Leiter des Kabinetts der Kommissarin für Verkehr der Europäischen Kommission: „Die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm ist eine großartige Ergänzung des Eisenbahnnetzes in Süddeutschland. Sie ist gleichzeitig auch ein zentrales Projekt für den Rhein-Donau-Korridor unserer transeuropäischen Verkehrsnetzpolitik. Die Neubaustrecke wird künftig auch Regionen und Städte aus dem Westen Europas mit Regionen und Städten in Zentral- und Osteuropa besser miteinander verbinden und grenzüberschreitende Bahnverkehre auf Fernstrecken attraktiver machen. Damit ist die Neubaustrecke ein zentraler Schritt zur Erreichung der EU-Klimaziele im Verkehrssektor.“

Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm: „Als die Bahnanbindung Ulm über die Geislinger Steige 1850 fertiggestellt war, galt die Strecke als ‚Meisterwerk der Ingenieurbaukunst‘. Dieses Attribut gebührt auch der Neubaustrecke. Die Deutsche Bahn zeigt, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann und muss: klimafreundlich, schnell und komfortabel – und auf der Schiene. Ulm und die Region haben sich immer für diese Strecke stark gemacht. Nun trägt unser Engagement Früchte.“


Kindergeld für Erwachsene mit Behinderung

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Eltern erhalten für ihre behinderten Kinder über das 25. Lebensjahr hinaus Kindergeld, wenn diese über kein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen verfügen. Beziehen Menschen mit Behinderung laufende Zahlungen aus einer privaten Rentenversicherung, ist nur der zu versteuernde Ertragsanteil als Einkommen zu berücksichtigen. Die Württembergische Lebensversicherung AG, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg (1 K 2137/21) hin.

Eltern erhielten für ihren Sohn, der seit seinem 20. Lebensjahr behindert war, fortlaufend Kindergeld. Beim Tod der Mutter erbte der inzwischen 55-jährige Mann eine Geldsumme, die er – wie von der Mutter gewünscht – in eine private Rentenversicherung einzahlte. Aus dieser erhält er auf Lebenszeit eine monatliche Rente. Dadurch wollte die Mutter den Unterhalt ihres Sohnes sichern, da er ansonsten kaum über Einnahmen verfügte. Die Familienkasse stellte die Zahlungen des Kindergeldes ein, da der Sohn nunmehr über ausreichendes Einkommen verfüge, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Dagegen klagte der Vater und bekam Recht.

Laut der Entscheidung durfte die Familienkasse nur das zu versteuernde Einkommen des Sohnes ansetzen. Bei der Rentenversicherung sei dies der zu versteuernde Ertragsanteil, sodass es nicht darauf ankomme, wieviel der Sohn aus der Versicherung monatlich erhält. Auch sein sonstiges Vermögen und die Zuwendungen der Eltern seien beim Kindergeld nicht zu berücksichtigen. Da der Ertragsanteil der Rentenversicherung und die sonstigen zu versteuernden Einkünfte nicht ausreichten, damit der Sohn seinen notwendigen Lebensunterhalt bestreiten könne, habe der Vater weiterhin Anspruch auf Kindergeld.


Zielkonzepts „Lebenswerte Innenstadt“

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Lautenschlagerstraße versuchsweise von Thouretstraße bis Bolzstraße zwischen 11 und 5 Uhr gesperrt

Im Rahmen des Zielkonzepts „Lebenswerte Innenstadt“ wird in der Lautenschlager- und der Stephanstraße die Verkehrsführung geändert. Die Lautenschlagerstraße wird zwischen der Thouret- und der Bolzstraße von 11 bis 5 Uhr für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die bauliche Umsetzung erfolgt ab Mitte Dezember als Verkehrsversuch.

In der Lautenschlagerstraße wird dazu ein Sperrpoller eingerichtet. Derzeit ist dieser nur von Donnerstag bis Sonntag in der Zeit von 20 bis 6 Uhr im Einsatz. Darüber hinaus werden zusätzlich neue Radabstellanlagen aufgestellt. Der bestehende Behindertenparkplatz wird für eine uneingeschränkte Nutzung verlegt. Für die Sperrung wird die Einbahnstraßenregelung in der Stephanstraße aufgehoben und der Verkehr in beide Richtungen ermöglicht. Zusätzlich wird eine Ladezone eingerichtet.

Der Verkehrsversuch soll mehr Fläche ausschließlich für den Rad- und Fußverkehr zur Verfügung stellen. Durch die Außengastronomie und die Radverbindung auf der Lautschlagerstraße herrscht in diesem Bereich ein reges Fuß- und Radverkehrsaufkommen. Mit der Sperrung soll die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger in der Stuttgarter City erhöht werden. Der Verkehrsversuch wird zunächst für ein Jahr eingerichtet.

Zielkonzept „Lebenswerte Innenstadt“
Im Oktober 2021 hat der Gemeinderat das Zielkonzept „Lebenswerte Innenstadt“ beschlossen, das nun Schritt für Schritt umgesetzt wird. Der gesamte Bereich innerhalb des City-Rings in Stuttgart soll in den nächsten Jahren zu einer autofreien Innenstadt mit weniger Pkw-Verkehr und hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt werden. Wesentliches Ziel des Projekts ist, den Aufenthalt zu verbessern, damit Besucherinnen und Besucher das Stadtleben noch besser genießen, entspannt flanieren oder einkaufen können.


Anpassung der Taxitarife im Landkreis Böblingen

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Kreis Böblingen.| Der Landkreis Böblingen passt zum 02. Januar 2023 die Entgelte im Verkehr mit Taxen an. Vorausgegangen war ein Antrag mehrerer Taxiunternehmer auf Erhöhung der Taxitarife.

Begründet wurde der Antrag mit der Energiekrise, den stark gestiegenen Unterhaltungskosten, der Erhöhung des Mindestlohns im Oktober 2022 und den anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Anschaffungspreise für neue Fahrzeuge sind ebenfalls deutlich angestiegen.

Allgemein ist ein Rückgang von Taxifahrten zu verzeichnen: geschäftliche Termin finden seltener persönlich statt, sondern häufig online. Zubringer zum Flughafen werden seltener gewünscht und große Veranstaltungen wurden eingeschränkt. Trotz Umsatzrückgang und geringerer Nutzung unterliegen alle Taxen einer Bereithaltungspflicht, als Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Aus diesen Gründen nimmt der Landkreis Böblingen ab dem 02. Januar 2023 die folgenden Anpassungen an den Taxitarifen vor:

Taxen
bis 4 Fahrgastsitze
Großraumtaxen
ab 5 Fahrgastsitzen
Grundtarif
5 – 22 Uhr
(Montag bis Samstag)
3,90 €
(bislang 3,20 €)
11,90 €
(bislang 10,20 €)
Tarif Anfahrt 1,90 €
(bislang 1,50 €)
Tarif Zielfahrt 2,80 €
(bislang 2,20 €)
Grundtarif
22 – 5 Uhr
(sowie Sonn- und Feiertage)
5,00 €
(bislang 4,20 €)
13,10 €
(bislang 11,20 €)
Zeittarif 33,00 €
(bislang 32,00 €)