Die Stuttgarter Jugendräte sind gewählt

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Stuttgart.| Die 14. Stuttgarter Jugendratswahl ist beendet. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,5 Prozent, 2020 lag sie bei 30,2 Prozent. Insgesamt waren 25.428 Jugendliche wahlberechtigt. Davon haben 7.493 Jugendliche ihre Stimme abgegeben. Die wahlberechtigten Jugendlichen konnten vom 16. Januar bis 3. Februar in Schulen, Jugendhäusern und per Brief abstimmen.

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer lobt die Wahlbeteiligung, obwohl diese leicht zurückgegangen ist. „Besonders freue ich mich jedoch, dass trotz eines Corona-bedingten Aufschubs der Jugendratswahlen sich wieder viele Kandidatinnen und Kandidaten in fast allen Stadtbezirken zur Wahl gestellt haben, auch nach einigen Jahren wieder in den Bezirken Stuttgart-Mitte und Degerloch. Das zeigt, dass sich die Jugendlichen am kommunalen Geschehen beteiligen wollen, um ihre Ideen für die Stadt einzubringen.“

Gewählt wurde in den Stadtbezirken Bad Cannstatt, Degerloch, Feuerbach, Möhringen, Mühlhausen, den Oberen Neckarvororten (Hedelfingen, Obertürkheim, Untertürkheim, Wangen), Plieningen und Birkach, Sillenbuch, Stammheim, Vaihingen, Weilimdorf, Zuffenhausen und in den Innenstadtbezirken Mitte, Nord, Ost, Süd und West. Für die 17 Gremien stellten sich insgesamt 319 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. In Zuffenhausen hatten sich mit 35 Kandidatinnen und Kandidaten die meisten Jugendlichen aufstellen lassen. Im Stadtbezirk Süd gab es mit 40 Prozent die höchste Wahlbeteiligung.

In den Stadtbezirken Botnang und Münster fanden dieses Mal keine Jugendratswahlen statt, da nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten gefunden wurden. Dort können sich die Jugendlichen aber in Projekt- oder Aktionsgruppen engagieren. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper begrüßt am Mittwoch, 15. Februar, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal, drittes Obergeschoss des Rathauses, die 197 neu- und wiedergewählten Jugendräte, die 122 Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Projektgruppen.

Die Stadtbezirks-Ergebnisse und Informationen zum Jugendrat sind auf der Internetseite der Stadt Stuttgart zu finden unter www.stuttgart.de/rathaus/jugendrat/wahlen-2023/.


Stuttgart ermöglicht Online-Antrag auf Wohngeld

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Komfortabel und digital

Stuttgart.| Erstanträge und hilfsweise auch Weiterleistungsanträge auf Mietzuschuss für selbstgenutzten Wohnraum in Stuttgart können jetzt online gestellt werden. Die Stadt will den Bürgerinnen und Bürgern die Beantragung erleichtern und durch die Digitalisierung auch die Bearbeitung beschleunigen.

Der Erste Bürgermeister Dr. Fabian Mayer betont: „Wir bauen das Angebot unserer Dienstleistungen, die online beantragt werden können, weiter aus. Das intelligente Formular für das reformierte Wohngeld ist dabei ein wichtiger Schritt. Gut wäre, wenn das Land in Abstimmung mit den Kommunen zeitnah weitere Leistungen des Online- Zugangsgesetzes, gerade auch im Wohngeldbereich, freischaltet, die wir der Stuttgarter Bürgerschaft zur Verfügung stellen können.“

Die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann ergänzte: „Der Bund hat mit der Reform des Wohngelds die richtigen Weichen gestellt, so erhalten mehr Menschen Unterstützung bei den steigenden Wohnkosten. Jedoch war der Prozess nicht ausgereift, als das Gesetz beschlossen wurde. Das führt zu Wartezeiten, die wir wo immer es uns möglich ist reduzieren wollen. Die Online-Antragstellung ist ein Baustein davon.“

Die Verwaltung informiert seit Anfang Dezember mit „Fragen und Antworten“ (FAQ) auf stuttgart.de zum Wohngeld Plus. Dort findet sich ein Online-Wohngeldrechner, mit dessen Hilfe die Stuttgarter Einwohnerinnen und Einwohner selbst einschätzen können, ob eine Wohngeldantragstellung für sie sinnvoll ist.

Da mit einem Anstieg an leistungsberechtigten Haushalten und deren Anträgen zu rechnen ist, werden weitere Maßnahmen der Digitalisierung umgesetzt, etwa die Einführung der e-Akte. Die e-Akte ermöglicht eine medienbruchfreie und automatisierte Übernahme von Daten aus dem Online-Antrag und dem Wohngeldfachverfahren. In Baden-Württemberg ist die Wohngeldbehörde damit Vorreiter und bundesweit an der Spitze. Vom Gemeinderat wurden zudem 14 Stellen für einen Eingangs- und Unterstützungsbereich und 26,5 neue Sachbearbeitungsstellen geschaffen. Hierfür und zur Personalerhaltung hat der Gemeinderat Zulagen bewilligt. Die Raumplanung für ein neu zur Verfügung stehendes Dienstgebäude mit mehr Bürofläche ist ebenfalls fortgeschritten.

Anspruchsberechtigte, die für Wohnraum in Stuttgart erstmals Wohngeld in Form eines Mietzuschusses oder die Weiterleistung eines Mietzuschusses beantragen möchten, können den Antrag auch mit dem Smartphone oder Tablet stellen. Alle anderen Antragsarten wie Erhöhungsanträge oder alle Anträge auf Lastenzuschuss für Eigentümer müssen weiterhin per Email oder postalisch gestellt werden.

Über den Link www.stuttgart.de/wohngeld können die FAQs und die Weiterleitung zum Online-Antrag auf dem Landesportal service-bw.de abgerufen werden.


Gut gerüstet den Schritt in die Berufswelt wagen

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Eine Strahlemann® Talent Company entsteht an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf in Stuttgart

Stuttgart/Heppenheim.| Schulabschluss, und dann? Viele Jugendlichen kümmern sich zunächst einmal um ihren Schulabschluss, ohne sich qualifiziert mit ihren Zukunftswünschen auseinanderzusetzen. Plötzlich ist der Tag da, an dem man in den „Berufs-Jungle“ entlassen wird und Überforderung oder gar Perspektivlosigkeit machen sich breit. Die Berufsorientierung in der Schule sollte aber schon frühzeitig helfen, eigene Interessen, Stärken und beruflichen Wünsche erkenn- und formulierbar zu machen.

Genau an diesem Punkt setzt die Strahlemann-Stiftung aus Heppenheim/Südhessen an. Mit dem Talent Company Projekt möchte sie eine stärkere Gewichtung auf den Übergang Schule-Beruf legen und frühzeitig Perspektiven für Schüler:innen schaffen. Bei der Talent Company handelt es sich um einen Fachraum für Berufsorientierung. Ein solcher wird auch an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf in Stuttgart entstehen. Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit den Projektbeteiligten fand am 6. Dezember 2022 in der Schule statt.

„62 Talent Companies gibt es bereits deutschlandweit“, erzählt Netsanet Berhane, Projektverantwortliche der Strahlemann-Stiftung, „zwei davon in Stuttgart“. Die Talent Company an der GMS Weilimdorf wird die bisherigen Berufsorientierungsmaßnahmen räumlich verankern und erweitern. Bildung von Synergie-Effekten mit regionalen Ausbildungsbetrieben stehen dabei im Fokus. „Über Infoveranstaltungen und Workshops kooperierender Ausbildungsbetriebe sollen die Jugendlichen praxisnahe Einblicke in die Berufsbilder der Region erhalten. Das soll ihnen helfen, ihren Traumberuf zu finden.“, so Berhane weiter.

Schulleiter Nikolaus Arndt erkennt den Nutzen für Schüler:innen und Schule: „Der Mehrwert der Talent Company für die GMS Weilimdorf, liegt in der sehr guten, überregionalen Vernetzung und gleichzeitig der Möglichkeit, lokale Unternehmen für die Berufsorientierung in die Räumlichkeiten der Schule zu holen. Ein zentraler Raum für alle Beteiligten der Berufsorientierung, der durch eine ästhetische Strahlkraft Aufforderungscharakter besitzt, bietet eine gute Basis für die Schüler*innen der GMS Weilimdorf den Schritt nach außen in die Berufswelt zu wagen.“

Ein Projekt, wie das der Talent Company, bedarf starker und weitsichtiger Partner. Förderer der Talent Company ist die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG: „Jungen Menschen bei der beruflichen Orientierung zu helfen, ihnen vielfältige Perspektiven aufzuzeigen, ihre Begeisterung zu wecken und ihr Können nachhaltig zu fördern, ist eine lohnende Investition in die Zukunft. Deshalb unterstützt Porsche die Strahlemann-Stiftung beim Aufbau einer Talent Company an der GMS Weilimdorf gerne. So tragen wir dazu bei, den Kindern und Jugendlichen an unserem Standort neue Chancen zu eröffnen, soziale Gräben zu überwinden und das Fachkräfte-Angebot von morgen abzusichern. Zugleich stellt sich unser Unternehmen damit seiner Verantwortung für die Gesellschaft“, sagt Andreas Haffner, Mitglied des Vorstandes, Personal- und Sozialwesen von Porsche.

Unternehmen, die Interesse haben, ihre Ausbildungsmöglichkeiten dauerhaft an der sog. „Job Wall“ in dem Fachraum zu präsentieren, können sich gerne unter [email protected] mit der Stiftung in Verbindung setzen.


Ludwigsburg schlägt Esslingen erneut

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Drittes Derby, dritter Sieg

Stuttgart.| Esslingen gegen Ludwigsburg. Das Wasserballspiel am Samstagabend in der Bundesliga war zunächst eine Partie fast auf Augenhöhe. Später hat der SVL aber aufgedreht und verdient gewonnen, mit 9:13.

Gute Stimmung im Sportbad Stuttgart. Und gut besuchte Zuschauerränge Die Sprecher im online-Livestream des SSVE erinnern an das Pokalspiel Mitte Januar, das Ludwigsburg gegen Esslingen haushoch gewonnen hat. „Das war nicht so gut für uns, eine schwache Mannschaftsleistung“, man erwarte jetzt eine Reaktion. Und diese Reaktion wird Ess lingen zeigen, das Team wird länger am Favoriten aus der Barockstadt dranbleiben.

Das erste Anschwimmen geht allerdings an den SVL. Esslingen verteidigt aber gut. Dann Unterzahl Ludwigsburg, Torschuss, Parade Josip Katusa. Überzahl SVL, Tor Sergio Prieto Hernandez zum 0:1. Nächster Angriff SSVE, Unterzahl SVL, Treffer Esslingen, der Ausgleich. 1:1. Quasi im Gegenzug fällt der Führungstreffer für den SVL durch den ehemaligen SSVE-Spieler Kende John.

Die Sprecherin sagt mit einem Augenzwinkern: eigentlich ein Tor für Esslingen, „denn Kende kommt von uns“. Domagoj Mijatovic macht das 1:3. Der Sprecher lobt den neuen Ludwigsburger Trainer, der SVL spiele nun sehr viel strukturierter. Foul SVL, Strafwurf Esslingen, Treffer. Das 2:3 kurz vor dem Ende des ersten Viertels. Foul SSVE, Strafwurf SVL, aber verschossen. Gute Chancen auf beiden Seiten, bis dato ein weitgehend ausgeglichenes Spiel.

Das zweite Viertel: Wieder gewinnt Ludwigsburg das Anschwimmen, macht aber kein Tor. Strafwurf für Ludwigsburg, Sergio erzielt das 2:4. Unterzahl SVL. Tolles Tor für Esslingen, das 3:4. Ludwigsburg tut sich schwer, kann nicht wegziehen. Doch dann ein wunderschöner SVL-Treffer, wieder Sergio – zum 3:5. Im Gegenzug das 4:5 für Esslingen, durch den Ex-Ludwigsburger Eric Fernandez Rivas. Angriff SVL, aber eine gelungene Esslinger Abwehraktion. Die Ludwigsburger Angriffe laufen ins Leere. Wieder kein Treffer.

Parade des SSVE-Keepers. Überzahl, Tor SVL durch den Kapitän Nino Blazevic. 4:6. Aber Esslingen bleibt weiter dran, macht den Anschlusstreffer zum 5:6. Noch ein misslungener SVL-Angriff, und der Abpfiff. Es bleibt spannend.

In der Spielpause sagt die ehemalige Wasserball-Nationalspielerin Kathrin Dierolf, sie kommt aus Esslingen, die Heimmannschaft spiele gut, der SVL ein bisschen unglücklich. Klar, sie drücke dem SSVE die Daumen, gehe aber davon aus, dass der Tabellenfünfte gegen Esslingen – bis dato null Punkte in der Liga – gewinnen wird.

Die Zweite Hälfte, das Anschwimmen geht erneut an den SVL, und Tor für den SVL, Nino Blazevic zum 5:7. Unterzahl SVL, Auszeit Esslingen. Josip passt auf, aber auch der Esslinger Torwart ist auf Zack. Die Keeper sind jetzt die besten Männer im Becken. Auszeit SVL, Gelbe Karte für den Ludwigsburger Trainer Marko Curic, offenbar, weil er sich beschwert hat.

Dann ein Kunstschuss aus der Distanz, Domagoj macht das 5:8. Was für ein Tor! Dafür gibt es auch Lob von den Esslinger Kommentatoren: Domagoj spiele äußerst effizient. Aber der SSVE bleibt nach wie vor dran und erzielt das 6:8. Ende des vorletzten Viertels.

Auch das vierte Anschwimmen geht an Ludwigsburg. Erster Angriff, Tor SVL durch Vitor Pavicic-Capucho. Das 6:9. Die Vorentscheidung? Nein, Tor für Esslingen zum 7:9. Überzahl SVL, Tor SVL. Jakov Skiljic macht das 7:10. Foul Ludwigsburg, Strafwurf Esslingen, Treffer. Das 8:10. Esslingen kämpft, lässt sich nicht wie im Pokal aus der Halle schießen. Aber Sergio macht das 8:11 und dann Tobias Bauer das 8:12. Noch drei Minuten und vier Tore Vorsprung. Dieses Spiel ist wohl entschieden. Ludwigsburg dreht auf. Foul SSVE, Strafwurf SVL. Treffer Nino zum 8:13. Esslingen gelingt noch das 9:13. Dann ist das Spiel zu Ende.

Resümee der SSVE-Sprecher: „Wir sind relativ nah dran, aber der SVL hat verdient gewonnen.“ Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel spricht von einem „länger offenen“ Spiel, im Vergleich zum Pokal vor gut zwei Wochen für die Zuschauer das „bessere Derby“. Und er freut sich über das „für uns passende Ergebnis“, sagt’s und lacht.

Der Ludwigsburger Trainer Marko Curic berichtet von einer schwierigen Woche vor dem Spiel, denn viele Ludwigsburger seien krank gewesen. Josip zum Beispiel habe Tage lang gar nicht trainieren können. Das Team habe aber „exzellent“ reagiert „und ich bin stolz auf die Mannschaft“. Man habe gut verteidigt und sei im Angriff schnell gewesen. Kompliment. „Wir haben das Spiel immer kontrolliert, ich hatte nie Zweifel am Sieg.“ Die Atmosphäre im Bad sei toll gewesen. „Ein großes Dankeschön an unsere Fans.“

Nino Blazevic spricht von einem harten Spiel, „aber wir haben gezeigt, was wir können“. Kende John sagt, „das Spiel war ausgeglichen, unsere Defensive war solide, jeder hat jedem geholfen“. Das Angriffsspiel des SVL sei gut gelaufen, „aber die intensive Verteidigung von Esslingen hat es uns schwer gemacht, zu punkten – im Großen und Ganzen ein tolles Derby mit viel Spannung und für mich persönlich einfach ein tolles Gefühl, meinen alten Teamkollegen mit Respekt und Freude im Becken wieder entgegenzutreten“.

Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt kurz und knapp: „Drittes Derby, dritter Sieg – die Vorherrschaft im Süden ist damit eindeutig geklärt.“ Ludwigsburg habe sich nie in der Gefahr befunden, das Spiel aus der Hand zu geben. „Wir sind unserem Ziel näher.“ Dieses Ziel lautet bekanntlich: Top 4.


Bietigheim zündet zum Liga-Neustart ein Feuerwerk

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Da mussten sich die 2215 Zuschauer in der EgeTrans Arena erst einmal die Augen reiben. Die SG BBM Bietigheim überrennt zum Liga-Neustart Aufsteiger HSG Konstanz mit 36:23 Toren. Schon die 22:12-Führung zur Halbzeit sorgte für klare Verhältnisse im Baden-Württemberg-Derby.

Das war ein Ausrufezeichen des Tabellensiebten am letzten Spieltag der Hinrunde. Die Duelle zwischen den Schwaben und den Bodensee-Handballern waren in der Vergangenheit, wenn auch häufiger mit Vorteil für Bietigheim, meist mehr oder weniger umkämpft. Nicht so am Freitagabend. Da war die Partie praktisch schon zur Halbzeit entschieden. Zu souverän dominierte die SG BBM die Partie, zu viele Fehler reihten sich auf Konstanzer Seite aneinander, die Bietigheim gnadenlos und abgezockt ausnutzte. Als Max Öhler in der neunten Minute das 9:3 markierte, notierte die SG BBM durch Juan de la Peña und Christian Schäfer schon den fünften „Steal“ – zwei davon in Unterzahl. Konstanz lief ins offene Messer, eine aufmerksame Bietigheimer Hintermannschaft provozierte die HSG zu Fehlern und machte im Tempospiel die berühmten „einfachen Tore“.

„Bietigheim hat viele Dinge sehr gut gemacht“, musste HSG Coach Jörg Lützelberger nach dem Sturmlauf der SG BBM eingestehen. „Wir waren heute nicht gut genug. Das tut weh.“ Die Sorgenfalten von SG BBM-Coach Iker Romero, der auf den nach einem Kopftreffer angeschlagenen Keeper Konstantin Poltrum verzichten musste, dürften umgekehrt recht rasch verschwunden sein. „Das erste Spiel nach sechs Wochen Pause ist immer schwierig. Wir haben uns wirklich intensiv auf dieses Spiel vorbereitet“, sagte der Spanier, „und ich bin heute richtig richtig zufrieden mit der Mannschaft.“

Schon früh bemühte Lützelberger die Taktikschublade. Doch ob vorgezogene offensive Abwehr oder siebter Feldspieler, Bietigheim hatte Antworten, der Vorsprung wurde noch vor dem Seitenwechsel zweistellig. „Wir haben das in der ersten Halbzeit in der Abwehr wirklich gut gemacht“, freute sich Romero. „Druck und Tempo in unserem Spiel haben gestimmt.“ Und nur kurzzeitig sah es nach dem Wiederanpfiff so aus, als ob Konstanz die zweite Hälfte für sich drehen könnte. Die HSG markierte die ersten beiden Tore. Aber die Schwaben behielten die Spielkontrolle, der Vorsprung pendelte sich zwischen zehn und zwölf Toren ein. „Das war wichtig für die Moral“, freute sich Romero darüber, dass sein Team auch angesichts des deutlichen Vorsprungs fokussiert blieb.

Wenn es so läuft, kann man als Trainer auch schon mal solche Dinge machen wie den „Blockwechsel“ in der 44. Spielminute, als Romero beim Stand von 27:16 nach der Uhr seinen kompletten Rückraum plus Kreis auswechselt – ohne jeden Bruch im Spiel. Schlusspunkt und nach Ende der regulären Spielzeit fast schon zelebriert der Treffer von Christian Schäfer vom Siebenmeterpunkt zum 36:23-Endstand – es war der elfte Torerfolg für den Bietigheimer Routinier und Rekord-Torschützen.

Schon am kommenden Freitag erwartet die SG BBM mit dem 1. VfL Potsdam den nächsten Gegner in der EgeTrans Arena. Iker Romero will verständlicherweise den Schwung mit in dieses nächste Heimspiel nehmen. Jörg Lützelberger setzt im Abstiegskampf mit Blick nach vorne andere Prämissen: „Wir wissen, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen müssen. Die Einstellung war da, die Mannschaft hat auch heute nicht aufgesteckt.“

SG BBM Bietigheim: Weller, Genz (1), Kanters; Vlahovic (1), Claus (3), Öhler (2), Wolf (1), Schäfer (11/6), de la Peña (4), Wiederstein (4), Velz, Barthe, Hejny (3), Brenner, Pfeifer (2), Fischer (4).

HSG Konstanz: Ebert, Grabenstein; Czako (3), Foege (2), Michelberger (1), Thomann (3/3), Erifopoulos (2), Mauch (4), Herbel, Mack (1), Beckmann (3), Braun, Ingenpaß (2), Köder (1), Knezevic (1), Hutecek.

Spielverlauf: 9:3 (9.), 13:5 (19.), 16:10 (24.), 22:12 (30.), 22:14 (32.), 28:16 (45.), 30:20 (52.), 36:23 (60.). Zeitstrafen: de la Peña (9.), Claus (34.) – Hutecek (41.)
Siebenmeter: 6/6 – 3/4
Schiedsrichterinnen: Sophia Janz / Rosana Sug (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 2215 (EgeTrans Arena Bietigheim)


Vorrübergehend weniger S-Bahnen in Stuttgart einsatzbereit

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DB und Alstom arbeiten an verlässlichem Fahrzeugeinsatz

  • Fahrzeughersteller Alstom und Deutsche Bahn arbeiten mit Hochdruck an einem zuverlässigen Fahrzeugeinsatz der Baureihe 430
  • Damit das Zugangebot für die Fahrgäste planbar bleibt, fahren Züge der S-Bahn-Linie S3 Backnang–Stuttgart-Vaihingen vorerst bis 1. Mai 2023 im Halbstundentakt; Züge der S62 fallen aus

Stuttgart.| Der Fahrzeughersteller Alstom und die Deutsche Bahn (DB) arbeiten mit Hochdruck daran, dass in Stuttgart die alten und neuen Fahrzeuge der Baureihe 430 mit einer hohen Zuverlässigkeit zur Verfügung stehen und uneingeschränkt miteinander gekuppelt werden können. Das ist Voraussetzung für eine flexible Zugbildung bei der S-Bahn Stuttgart. Bis auf Weiteres können auf einer Linie nur Züge derselben Baureihe eingesetzt werden. Die seit 2013 eingesetzten 430er können weder mit den zusätzlichen neuen des gleichen Typs noch mit den Fahrzeugen der Baureihe 423 verbunden werden. Nur mit diesem einheitlichen Einsatz der Fahrzeuge kann die S-Bahn Stuttgart entsprechend der Nachfrage weiterhin variable Zuglängen vom Kurzzug (ein Fahrzeug) über den Vollzug (zwei Fahrzeuge) bis hin zum Langzug (drei Fahrzeuge) bilden.

Für die notwendige Aufteilung der S-Bahnen auf die einzelnen Linien muss die S-Bahn Stuttgart die Fahrzeugeinsätze kurzfristig nahezu vollständig neu disponieren. Die aktuell verfügbaren Fahrzeuge reichen unter den veränderten Bedingungen nicht aus, um überall den gewohnten 15-Minuten-Takt zu fahren. Grund dafür ist, dass an acht Fahrzeugen in der Folge des Einsatzes auf der Panoramabahn noch die beschädigten Radsätze in der Werkstatt getauscht werden müssen und sie deshalb bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen. In acht weitere Fahrzeuge wird als eine Art Prototyp bereits in Hennigsdorf bei Berlin die neue Digitaltechnik für ETCS und das teilautomatisierte Fahren eingebaut.

S3 fährt mit maximal möglicher Zuglänge im Halbstundentakt

Trotz dieser Einschränkungen will die S-Bahn Stuttgart für ihre Fahrgäste ein verlässliches und planbares Zugangebot fahren. Deshalb verkehren die Züge der S-Bahn-Linie S3 Backnang–Stuttgart-Vaihingen ab Montag, 6. Februar 2023, vorübergehend bis voraussichtlich zum 1. Mai 2023 im Halbstundentakt. Die Züge fahren montags bis samstags tagsüber durchgängig mit der maximal möglichen Zuglänge von drei zusammenhängenden Fahrzeugen. Die S-Bahn Stuttgart setzt dazu unter anderem die für die S62 Weil der Stadt–Stuttgart-Zuffenhausen vorgesehenen Fahrzeuge ein. Daher fällt die S62 im gleichen Zeitraum aus.

Die S3 ist betrieblich die kürzeste Linie im Stuttgarter S-Bahn-Netz. Deshalb benötigt die S-Bahn für den Betrieb der Linie auch zahlenmäßig die wenigsten Fahrzeuge. Zudem fahren mit Halt in Backnang, Winnenden, Waiblingen, Stuttgart-Bad Cannstatt und Stuttgart Hauptbahnhof parallel die Züge der Regionalverkehrslinien MEX19, RE90 und MEX90 und bieten so zusammen weitere halbstündliche Alternativen für die Fahrgäste.

Mitarbeitende von Alstom begleiten die Inbetriebnahme der Neufahrzeuge

Aktuell hat Alstom von den 58 zusätzlich neuen Fahrzeugen 43 an die S-Bahn Stuttgart übergeben. Um die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge groß zu halten, begleiten Mitarbeitende des Herstellers die Inbetriebnahme der Neufahrzeuge für den Fahrgastbetrieb. Bei anfangs auftretenden Störungen können so in der S-Bahn-Werkstatt in Plochingen sowohl Fahrzeugbauteile als auch -technik nachjustiert werden. Die Beschleunigung der Störungsbeseitigung wird durch die 24/7-Störhotline der S-Bahn Stuttgart für die Triebfahrzeugführer:innen unterstützt.

In den ersten Betriebseinsätzen der neuen Fahrzeuge sind Störungen aufgetreten, für deren Behebung unter anderem ein Software-Update erforderlich ist. Alstom arbeitet mit Hochdruck daran, dies für die Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Die DB empfiehlt den Fahrgästen, jeweils rechtzeitig vor Fahrtantritt Verbindungen in ihren elektronischen Fahrplanmedien zu prüfen und gegebenenfalls auch frühere Fahrtmöglichkeiten zu wählen. Informationen in Echtzeit gibt es sowohl in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der App DB Navigator als auch bei bahn.de/Reiseauskunft. Für Nutzer:innen des ÖPNV in der Region hat die S-Bahn die App Mobility Stuttgart. Sie bietet zusätzlich die Vernetzung zu umweltfreundlichen Sharing-Angeboten wie etwa RegioRadStuttgart oder den E-Scootern von Voi und Tier.

Deutsche Bahn und Alstom bitten für die kurzfristigen präventiven Fahrzeugmaßnahmen um Verständnis.


Vorrübergehend weniger S-Bahnen in Stuttgart einsatzbereit

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DB und Alstom arbeiten an verlässlichem Fahrzeugeinsatz

  • Fahrzeughersteller Alstom und Deutsche Bahn arbeiten mit Hochdruck an einem zuverlässigen Fahrzeugeinsatz der Baureihe 430
  • Damit das Zugangebot für die Fahrgäste planbar bleibt, fahren Züge der S-Bahn-Linie S3 Backnang–Stuttgart-Vaihingen vorerst bis 1. Mai 2023 im Halbstundentakt; Züge der S62 fallen aus

Stuttgart.| Der Fahrzeughersteller Alstom und die Deutsche Bahn (DB) arbeiten mit Hochdruck daran, dass in Stuttgart die alten und neuen Fahrzeuge der Baureihe 430 mit einer hohen Zuverlässigkeit zur Verfügung stehen und uneingeschränkt miteinander gekuppelt werden können. Das ist Voraussetzung für eine flexible Zugbildung bei der S-Bahn Stuttgart. Bis auf Weiteres können auf einer Linie nur Züge derselben Baureihe eingesetzt werden. Die seit 2013 eingesetzten 430er können weder mit den zusätzlichen neuen des gleichen Typs noch mit den Fahrzeugen der Baureihe 423 verbunden werden. Nur mit diesem einheitlichen Einsatz der Fahrzeuge kann die S-Bahn Stuttgart entsprechend der Nachfrage weiterhin variable Zuglängen vom Kurzzug (ein Fahrzeug) über den Vollzug (zwei Fahrzeuge) bis hin zum Langzug (drei Fahrzeuge) bilden.

Für die notwendige Aufteilung der S-Bahnen auf die einzelnen Linien muss die S-Bahn Stuttgart die Fahrzeugeinsätze kurzfristig nahezu vollständig neu disponieren. Die aktuell verfügbaren Fahrzeuge reichen unter den veränderten Bedingungen nicht aus, um überall den gewohnten 15-Minuten-Takt zu fahren. Grund dafür ist, dass an acht Fahrzeugen in der Folge des Einsatzes auf der Panoramabahn noch die beschädigten Radsätze in der Werkstatt getauscht werden müssen und sie deshalb bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen. In acht weitere Fahrzeuge wird als eine Art Prototyp bereits in Hennigsdorf bei Berlin die neue Digitaltechnik für ETCS und das teilautomatisierte Fahren eingebaut.

S3 fährt mit maximal möglicher Zuglänge im Halbstundentakt

Trotz dieser Einschränkungen will die S-Bahn Stuttgart für ihre Fahrgäste ein verlässliches und planbares Zugangebot fahren. Deshalb verkehren die Züge der S-Bahn-Linie S3 Backnang–Stuttgart-Vaihingen ab Montag, 6. Februar 2023, vorübergehend bis voraussichtlich zum 1. Mai 2023 im Halbstundentakt. Die Züge fahren montags bis samstags tagsüber durchgängig mit der maximal möglichen Zuglänge von drei zusammenhängenden Fahrzeugen. Die S-Bahn Stuttgart setzt dazu unter anderem die für die S62 Weil der Stadt–Stuttgart-Zuffenhausen vorgesehenen Fahrzeuge ein. Daher fällt die S62 im gleichen Zeitraum aus.

Die S3 ist betrieblich die kürzeste Linie im Stuttgarter S-Bahn-Netz. Deshalb benötigt die S-Bahn für den Betrieb der Linie auch zahlenmäßig die wenigsten Fahrzeuge. Zudem fahren mit Halt in Backnang, Winnenden, Waiblingen, Stuttgart-Bad Cannstatt und Stuttgart Hauptbahnhof parallel die Züge der Regionalverkehrslinien MEX19, RE90 und MEX90 und bieten so zusammen weitere halbstündliche Alternativen für die Fahrgäste.

Mitarbeitende von Alstom begleiten die Inbetriebnahme der Neufahrzeuge

Aktuell hat Alstom von den 58 zusätzlich neuen Fahrzeugen 43 an die S-Bahn Stuttgart übergeben. Um die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge groß zu halten, begleiten Mitarbeitende des Herstellers die Inbetriebnahme der Neufahrzeuge für den Fahrgastbetrieb. Bei anfangs auftretenden Störungen können so in der S-Bahn-Werkstatt in Plochingen sowohl Fahrzeugbauteile als auch -technik nachjustiert werden. Die Beschleunigung der Störungsbeseitigung wird durch die 24/7-Störhotline der S-Bahn Stuttgart für die Triebfahrzeugführer:innen unterstützt.

In den ersten Betriebseinsätzen der neuen Fahrzeuge sind Störungen aufgetreten, für deren Behebung unter anderem ein Software-Update erforderlich ist. Alstom arbeitet mit Hochdruck daran, dies für die Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen.

Informationsmöglichkeiten zu Reiseverbindungen

Die DB empfiehlt den Fahrgästen, jeweils rechtzeitig vor Fahrtantritt Verbindungen in ihren elektronischen Fahrplanmedien zu prüfen und gegebenenfalls auch frühere Fahrtmöglichkeiten zu wählen. Informationen in Echtzeit gibt es sowohl in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der App DB Navigator als auch bei bahn.de/Reiseauskunft. Für Nutzer:innen des ÖPNV in der Region hat die S-Bahn die App Mobility Stuttgart. Sie bietet zusätzlich die Vernetzung zu umweltfreundlichen Sharing-Angeboten wie etwa RegioRadStuttgart oder den E-Scootern von Voi und Tier.

Deutsche Bahn und Alstom bitten für die kurzfristigen präventiven Fahrzeugmaßnahmen um Verständnis.


Infoveranstaltungen zur Ausbildung und Studium bei der Landespolizei

Landkreise Reutlingen und Esslingen.| Die Landespolizei bietet zwei verschiedene Ausbildungsgänge an: Die moderne duale Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst, die 30 Monate dauert und Mittlere-Reife-Absolventen/-innen mit einem Notenschnitt von mindestens 3,2 offensteht. Des Weiteren können Bewerberinnen und Bewerber mit Abitur, Fachhochschulreife oder fachgebundener Hochschulreife mit einem Notenschnitt von mindestens 3,0 direkt über ein duales Bachelorstudium in die Laufbahn des gehobenen Polizeivollzugsdienstes einsteigen. Bis zur Ernennung zur Polizeioberkommissarin/-kommissar bzw. Kriminaloberkommissarin/-kommissar dauert es insgesamt 45 Monate.

Kurzentschlossene, die mit dem dualen Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst im Juli 2023 beginnen wollen, können sich noch bis zum 28.02.2023 bewerben. Eine Bewerbung für einen Ausbildungsplatz für den mittleren Polizeivollzugsdienst mit Beginn im September 2023 wird sogar noch bis zum 15.03.2023 berücksichtigt. Wer erst im kommenden Jahr 2024 starten möchte, der muss bis zum Spätjahr eine Bewerbung abgeben.

Bewerben geht bei der Landespolizei dank dem neuen Online-Bewerbungsportal ganz einfach: Unter bewerbung.polizei-der-beruf.de können Bewerber/-innen ihre Bewerbung selbst anlegen und einreichen.

Weitere Informationen und Einblicke geben die Einstellungsberater des Polizeipräsidiums Reutlingen bei den nächsten Informationsveranstaltungen:

Dienstag, 14.02.2023:
Beginn 17.30 Uhr, Polizeirevier Esslingen, 73728 Esslingen, Agnespromenade 4, Anmeldung unter 0711/3990-298 oder -299

Donnerstag, 23.02.2023:
Beginn 17.30 Uhr, Polizeirevier Reutlingen, 72764 Reutlingen, Burgstraße 27-29, Anmeldung unter 07121/942-5160 oder -5161

Dienstag, 21.03.2023:
Beginn 17.30 Uhr, Polizeirevier Münsingen, 72525 Münsingen, Karlstraße 2, Anmeldung unter 07121/942-5160 oder -5161

Montag, 24.04.2023:
Beginn 17.30 Uhr, Polizeirevier Reutlingen, 72764 Reutlingen, Burgstraße 27-29, Anmeldung unter 07121/942-5160 oder -5161

Teilnehmen können berufsinteressierte junge Menschen ab der 9. Klasse bis hin zum Höchstalter von 32 Jahren. Die Anzahl der Plätze je Termin ist auf jeweils 20 beschränkt. Eine vorherige telefonische Anmeldung unter den genannten Telefonnummern ist erforderlich.


LKA-BW: Geldautomatensprengungen Großer Ermittlungserfolg

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Festnahmen und Durchsuchungen in den Niederlanden

Seit mehr als einem Jahr ermitteln die Staatsanwaltschaft Bamberg, das Bayerische Landeskriminalamt und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg gegen eine Gruppe von Geldautomatensprengern, denen mehr als 50 Straftaten zugeordnet werden.

In einer groß angelegten Festnahme- und Durchsuchungsaktion am Montag, dem 30. Januar 2023 in den Niederlanden und in Belgien gelang es, neun Haftbefehle zu vollziehen und 16 Objekte zu durchsuchen. Es handelt es sich hierbei um eine der größten Aktionen gegen Geldautomatensprenger in den Niederlanden.

Nach bisherigem Ermittlungsstand begann die Serie von Geldautomatensprengungen, die alle mit Festsprengstoff begangen wurden, am 5. November 2021. In 87751 Heimertingen (Lkr. Unterallgäu) brachen an diesem Tag kurz vor 3 Uhr morgens mehrere zunächst unbekannte Täter den Geldautomaten der Sparkasse mit Brecheisen auf und setzten Festsprengstoff ein, um den Automaten zu zerstören und an das darin befindliche Geld zu gelangen. Anschließend flüchteten die Täter mit einem dunklen Audi RS6 Avant und konnten unerkannt entkommen.

Mit dem auffallend gleichen Prozedere gab es alleine in Bayern bis heute 34 Geldautomatensprengungen, von denen 31 erfolgreich waren. Dabei verursachten die Täter einen Schaden von mehr als vier Millionen Euro und erbeuteten über 3,4 Millionen Euro. Der aktuellste Fall der Serie ereignete sich am 19. Januar 2023 in 87746 Erkheim (Lkr. Unterallgäu).

Um die Verfolgung der Täter möglichst effizient zu gestalten, führt die Staatsanwaltschaft Bamberg unabhängig von der Tatörtlichkeit zentral die Ermittlungen in all diesen Fällen. Für die polizeiliche Arbeit richtete das Bayerische Landeskriminalamt eine Ermittlungsgruppe im Bereich der Organisierten Kriminalität ein. In dieser waren an der Spitze über 15 Ermittlerinnen und Ermittler beschäftigt.

In Baden-Württemberg ermittelte die Abteilung Organisierte Kriminalität und Rauschgiftkriminalität des dortigen Landeskriminalamtes gegen die Gruppierung. Dort beträgt der Sachschaden rund 2,7 Millionen Euro. Die Tatverdächtigen erbeuteten etwa 1,8 Millionen Euro. Der erste Fall der Tatserie in Baden-Württemberg ereignete sich am 10. November 2021 in 74549 Wolpertshausen (Lkr. Schwäbisch Hall). Gegen 2:30 Uhr morgens gelangten die Kriminellen mit dem gängigen Modus Operandi an das Geld. Auch bei dieser Tat flüchteten sie mit einem dunklen und stark motorisierten Fahrzeug.

Die Ermittlungen führten zu einer Gruppierung aus der niederländischen Stadt Roermond, Provinz Limburg, und in die Provinz Utrecht. Sie sind dringend verdächtigt, 34 Geldautomaten in Bayern und 17 in Baden-Württemberg sowie einen Geldautomaten in Thüringen gesprengt zu haben.

In enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Justiz- und Polizeibehörden gelang es, mehrere Mitglieder dieser Gruppe zu identifizieren. Die Vorwürfe lauten insbesondere auf schweren Bandendiebstahl, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Zerstörung eines Bauwerkes in mehreren Fällen. Aufgrund der Skrupellosigkeit und außerordentlichen Gefährlichkeit bei der Ausführung der einzelnen Taten ermittelt die Staatsanwaltschaft Bamberg in zehn Fällen auch wegen versuchten Tötungsdelikten. Hier handelt es sich jeweils um Fälle, bei denen Menschen in besondere Gefahr gebracht wurden.

Bei der groß angelegten Festnahme- und Durchsuchungsaktion am 30. Januar 2023 waren neben Angehörigen niederländischer und belgischer Behörden auch Ermittlerinnen und Ermittler aus Bayern und Baden-Württemberg im Einsatz. Insgesamt waren mehr als 270 Einsatzkräfte und mehrere Staatsanwälte und Richter am Aktionstag beteiligt.

Bei den neun Festgenommenen handelt es sich um Männer im Alter von 25 bis 41 Jahren mit Wohnort in den Niederlanden. Sie sind niederländische, marokkanische, afghanische, türkische und rumänische Staatsangehörige mit Aufenthalt in den Niederlanden und Belgien. Nach drei weiteren Mittätern wird aktuell noch gefahndet.

In mehreren Durchsuchungsobjekten konnten umfangreiche Tat- und Beweismittel sichergestellt werden, ebenso Gegenstände, welche zur Vermögenssicherung eingezogen werden. Es wurden u.a. mehrere zehntausend Euro Bargeld, Maskierungsgegenstände, Luxuskleidung und Luxusuhren aufgefunden. In einer Garage in Roermond konnten ein mutmaßliches Tatfahrzeug, Audi RS6, und mehrere vorgefertigte Sprengpacks sichergestellt werden.

Die festgenommenen Personen werden einem Haftrichter in den Niederlanden und Belgien vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat die Auslieferung nach Deutschland beantragt.


W&W-Gruppe ist „Top Employer 2023“

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Zum dritten Mal in Folge wurde die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) mit dem Titel „Top Employer“ durch das Top Employers Institute, Düsseldorf, ausgezeichnet. Das unabhängige Institut zertifiziert jährlich weltweit Arbeitgeber, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen bieten. Dazu zählen flexibles Arbeiten, Weiterentwicklung, Work-Life-Balance und Arbeitgeberleistungen. In diesem Jahr wurden über 2.000 Top-Arbeitgeber in 121 Ländern und Regionen ausgezeichnet, davon 160 Unternehmen in Deutschland.

Für die Auszeichnung durchlief die W&W-Gruppe ein mehrstufiges Zertifizierungsprogramm, das 600 Fragen und ein Audit umfasste. Durchleuchtet wurden unter anderem die Personalgewinnung und -entwicklung, die Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit und flexibles Arbeiten, Nachhaltigkeit und Diversität sowie zusätzliche Leistungen, etwa das Gesundheitsmanagement. Bewertet und auditiert wird von unabhängigen Expertinnen und Experten. Eine Zertifizierung erfolgt nur, wenn ein Unternehmen in allen Kategorien auch über formalisierte und zukunftsorientierte Personal-Prozesse verfügt.

„Auch 2023 wieder Top Employer – ein super Ergebnis und eine tolle Auszeichnung unserer erfolgreichen Personalarbeit, und das schon im dritten Jahr in Folge”, freut sich Arbeitsdirektor Jürgen Steffan. „Das motiviert uns, auch im nächsten Jahr wieder Top-Arbeitgeber zu sein, um uns vom Wettbewerb abzusetzen. Unser Ansporn bleibt, herausragende Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, um das Beste für die Kundschaft geben zu können.“