Ludwigsburg gewinnt souverän gegen Potsdam

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Die Ludwigsburger Bundesliga-Wasserballer haben das erste von maximal drei Spielen gegen den OSC Potsdam am Samstagabend in Potsdam ziemlich souverän mit drei Toren Vorsprung gewonnen. Am kommenden Samstag steigt das nächste Spiel gegen den OSC. Wenn der SVL diese Partie im Freibad Hoheneck gewinnt, dann ist Platz fünf gesichert – und damit auch die Qualifikation für den Euro-Cup geschafft.

Ein rundum zufriedener SVL-Trainer erklärt unmittelbar nach dem Auswärtssieg seines Teams am Samstagabend beim OSC Potsdam: „Wir haben exzellent in der Verteidigung gespielt und ein sehr, sehr, sehr gutes Spiel gemacht.“ Und auch im Angriff seien alle eingeübten Spielzüge umgesetzt worden. „Wir haben Potsdam mit einer neuen Taktik überrascht.“

Doch Marko Curic warnt zugleich: die Spieler dürften nun keinesfalls die Bodenhaftung verlieren. Der Coach, der wegen einer roten Karte aus dem vorherigen Spiel gesperrt war und deshalb auf der Tribüne Platz nehmen musste, richtet den Blick nach vorne auf das zweite Spiel gegen Potsdam am kommenden Samstag in Ludwigsburg. „Wir haben eine Woche Zeit für die Vorbereitung – wir wollen wieder gewinnen.“ Mit einem zweiten Sieg wäre der SVL durch, sprich fünfter in der Liga und damit für den Euro-Cup qualifiziert.

Gut eine Stunde vorher in der Schwimmhalle BLU in Potsdam, Samstagabend gegen 18 Uhr. Der OSC-Sprecher, der den Livestream im Internet kommentiert, sagt: Potsdam sei „heiß“, wolle das Heimspiel unbedingt gewinnen. „Aber auch der SVL ist heiß“, denn Ludwigsburg habe noch eine Rechnung offen. Der SVL hatte das Spiel um Platz drei im DSV-Pokal unerwartet und überraschend deutlich mit 13:4 gegen Potsdam verloren.

Um Punkt 18 Uhr der Anpfiff. Domagoj Mijatovic gewinnt für Ludwigsburg das Anschwimmen. Angriff SVL und der Treffer zum 0:1, Nino Blazevic, der Kapitän. Doppelte Überzahl Potsdam, Schuss. Parade Josip Katusa. Kein Treffer. Potsdam hat Probleme, den Ball aufs SVL-Tor zu bringen. Die erste große Möglichkeit für den OSC erst in der sechsten Minute, der Treffer zum 1:1. Wenig später ein Distanzschuss des SVL, Kristian Lipar macht das 1:2. „Der war nicht unhaltbar“, so die Einschätzung des Sprechers im Livestream. Angriff OSC, Foul SVL. Strafwurf Potsdam, Parade Josip Katusa. Kein Treffer. Ludwigsburg bleibt in Führung. Die letzte Minute des Viertels, Angriff OSC, Treffer. Der Ausgleich zum 2:2, dann die Sirene zur ersten Pause.

Das zweite Anschwimmen gewinnt wieder der SVL, aber kein Treffer. Angriff OSC, ein cleverer Ballgewinn des SVL. Überzahl Ludwigsburg, dann ein blöder Ballverlust. Angriff Potsdam, Schuss. Die nächste Parade von Josip Katusa. Gegenangriff. Vitor Pavicic Capucho macht das 2:3. Der SVL spielt jetzt cleverer – und wird die Führung über das gesamte Spiel hinweg auch nicht mehr abgeben. Nicht zuletzt wegen Josip Katusa, der Keeper ist und bleibt eine Bank. Die nächste Parade. Doch auch der Potsdamer Torwart macht ein top Spiel. Mikael Metodiev erzielt das 2:4. Bald fällt der Anschlusstreffer für den OSC, das 3:4. Ein paar Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wieder Mikael Metodiev, das 3:5.

Die zweite Hälfte. Glück für Potsdam. Ein harter Lattenschuss des SVL. Nächster Angriff SVL, Foul Potsdam. Strafwurf für Ludwigsburg, Parade des Potsdamer Keepers. Der dritte Torschuss des OSC in diesem Viertel: der Anschlusstreffer zum 4:5. Und das nächste Foul OSC, Strafwurf SVL, Parade, aber im Nachschub trifft Tobias Bauer dann doch noch zum 4:6. Der SVL nutzt die Fehler des OSC nun gnadenlos. Auszeit Potsdam – ohne Erfolg. Angriff SVL, top Schuss von Vitor Pavicic Capucho. Das 4:7. War’s das schon? Nein. Bald der etwas glückliche Anschlusstreffer für Potsdam zum 5:7. Und kurz vor dem Ende des Viertels auch noch das 6:7 für Potsdam. Das Spiel ist wieder komplett offen.

Das letzte Anschwimmen geht auch an Ludwigsburg. Schuss aufs Tor des OSC, Parade. Unterzahl SVL, gut verteidigt. Und der nächste Angriff des SVL, wieder eine Parade. Die vierte Minute, der SVL-Kapitän spielt auf Jakov Skiljic – und der macht den Treffer zum 6:8. Drittes Foul von Kristian Lipar, er muss raus. Unterzahl SVL. Gut verteidigt. Ballbesitz, Auszeit Ludwigsburg. Doppelausschluss: jetzt fünf gegen fünf. Der SVL ist am Ball, aber ein Abschluss ohne Tor. Ludwigsburg ist also weiter zwei Tore vorne, noch gut eine Minute ist zu spielen. Überzahl SVL, Auszeit SVL, Treffer durch Sergio Prieto Hernandez. Das 6:9. Das Spiel ist aus.

Adrijan Jakovcev hat Ludwigsburg an diesem Abend am Beckenrand gecoacht, der Routinier und ehemalige SVL-Teamchef ist happy. Alle Spieler hätten „alles perfekt umgesetzt – wie besprochen“. Eine tolle Mannschaftsleistung. Fürs Feiern sei aber keine Zeit. „Die Arbeit ist noch nicht erledigt, die zweite Halbzeit wartet auf uns“ – sprich das Spiel am nächsten Samstag im Freibad Hoheneck, endlich ein richtiges Heimspiel! Bis dato wurden alle Parteien im neuen Sportbad Stuttgart ausgetragen.

Sergio Prieto Hernandez ist rundum zufrieden – mit der Verteidigung und mit dem Angriff. „Wir wussten was zu tun ist, haben uns an den Plan gehalten.“ Der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle sagt: „Der Grundstein ist gelegt für Platz fünf.“ Im Angriffsspiel sieht er „noch Luft nach oben“. Er blickt positiv auf das anstehende Heimspiel und hofft, dass am Samstag viele Fans den Weg in das Ludwigsburger Freibad am Neckar finden werden. Zum großen Saisonfinale. Sollte der SVL diese Partie verlieren, dann steigt gleich am Sonntagmittag das dritte, dann entscheidende Spiel – wieder im Freibad Hoheneck.


Mainz Athletics vermasseln Stuttgart Reds die Heimpremiere im neuen Stadion

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Wochenlang mussten die Stuttgart Reds ausschließlich auswärts antreten, am 12. Mai war es nun endlich so weit: Die Erstliga-Baseballer des TV Cannstatt konnten sich im neuen Baseballstadion auf dem Schnarrenberg präsentieren. Große Bühne also: Die 650 Zuschauerplätze waren fast komplett gefüllt, die Stimmung gut. Doch gegen die Mainz Athletics setzte es eine 1:11-Niederlage. Und auch das zweite Spiel des Wochenendes ging – wenn auch mit 0:2 ziemlich knapp – verloren.

Die Premierenvorstellung war schon vor Spielbeginn farbenprächtig in Szene gesetzt: Die Nachwuchsspieler der Reds aus den U8- und U12-Teams begleiteten die Bundesliga-Spieler aus Stuttgart und Mainz aufs Spielfeld. Und es gab gleich zwei Prominente für den zeremoniellen „First Pitch“ im neuen Stadion: Colonel Matthew Ziglar, US Army Garrison Commander des Standorts Stuttgart, sowie Dr. Clemens Maier, Stuttgarts Bürgermeister für Sport, Ordnung und Sicherheit, warfen die ersten „Strikes“.

Für die Reds trat im Freitagabend-Spiel José Mendoza als Starting Pitcher an, weil Johnaikel Acosta wegen Armproblemen geschont wurde. Nicht nur Mendoza, auch die Verteidigung hinter ihm, zeigte angesichts der großen Zuschauerkulisse Nerven: nachdem die ersten beiden Mainzer sicher auf Base kamen, öffnete ein Fehlwurf der Infield Defense den Weg für die ersten beiden Punkte der Gäste. Sehenswert war später ein Spielzug von Reds-Rightfielder Jannik Denz, Second Baseman Yannick Witt und Catcher Daniel Abiles, bei dem der Mainzer Peter Johannessen an der Home Plate „aus“ geworfen wurde.

Während sich Stuttgart an den Würfen von Tim Stahlmann Inning um Inning die Zähne ausbiss, ging Mainz im 6. Inning spielentscheidend in Führung: Erst drosch Will Kilgore einen Mendoza-Pitch zum zwischenzeitlichen 6:0 über den Zaun, dann folgte bei „bases loaded“ ein Home Run von Kevin Kotowski gegen den eingewechselten Stuttgarter Pitcher Robert Blesing – 10:0. Als Stuttgart daraufhin an den Schlag kam, sorgten Hits von Daniel Abiles und Danilo Weber für den ersten Run der Hausherren. Weil Mainz noch einen Punkt draufpackte, Stuttgarts Run aber der Einzige blieb, wurde das Spiel nach 7 Innings und beim Stand von 1:11 vorzeitig beendet.

Am Samstagnachmittag, im zweiten Spiel des Wochenendes, dominierten auf beiden Seiten lange Zeit die Werfer. Dustin Ward nahm für die Reds sogar einen „No Hitter“ ins 7. Inning. Doch dann zeigten die Mainzer erneut ihre gnadenlose Effizienz: mit dem ersten Hit erzielten die Gäste auch gleich die 0:1-Führung. Und während die Athletics einen Spieldurchgang später auf 0:2 stellten, gerieten die Anstrengungen der Reds immer wieder zu kurz. Selbst in der unteren Hälfte des 9. Innings, mit zwei Aus und zwei Runner auf Base, lautstark angefeuert durch die „roten“ Fans, landete ein satter Schlag von Xavi Gonzalez direkt im Handschuh des Mainzer Third Baseman zum finalen „Aus“. Dustin Ward kassierte so den „Loss“ – obwohl er nur zwei Runs in 7 Innings abgab und neun Strikeouts warf. Christoph Ehrich pitchte zwei Innings „zu Null“.

Die Reds, nun mit je fünf Siegen und Niederlagen auf dem Konto, müssen bereits am Feiertag Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 18. Mai) wieder ran. Dann sind die München-Haar Disciples auf dem Cannstatter Schnarrenberg zu Gast. Der traditionelle Double Header wird über zweimal sieben Innings gespielt. Das erste Spiel ist für 12 Uhr, das zweite für 15:30 Uhr angesetzt. Tickets können schon jetzt über den Ticketshop des TV Cannstatt online erworben werden


Erneute Einsatzmaßnahmen und Razzien im Großraum Stuttgart

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Stuttgart.| Gemeinsam mit dem Zoll und Gaststättenkontrolleuren der Stadt Stuttgart führten das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) und das Polizeipräsidium Stuttgart in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dem 14. Mai 2023 umfangreiche Präsenz- und Kontrollmaßnahmen in der Stuttgarter Innenstadt durch. Neben Personen- und Fahrzeugkontrollen lag der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen auf einer Gaststätten-Razzia in der Innenstadt. Parallel hierzu fanden auch in Ludwigsburg umfangreiche Kontrollmaßnahmen statt. Gemeinsam mit der Stadt Ludwigsburg werden umfangreich Gaststättenkontrollen durch das Polizeipräsidium Ludwigsburg durchgeführt.

“Mit unseren Maßnahmen zeigen wir, dass es Regeln gibt und niemand machen kann was er will. Die Bevölkerung soll sich wieder sicherer fühlen. Die Kontrollaktionen sind deshalb wichtiger Bestandteil unserer Ermittlungsstrategie. Mit ihnen zeigen wir deutlich, dass wir wachsam bleiben und senden ein deutliches Signal. Denn wir werden die kriminellen Strukturen weiter aufhellen und den Gewalttätern keine ruhige Minute lassen”, sagt LKA-Pressesprecher David Fritsch.

Die über 250 eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte haben hierbei rund 100 Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Dabei wurden unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, das Aufenthaltsgesetz und das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Verbotene beziehungsweise gefährliche Gegenstände wie Quarzhandschuhe konnten aus dem Verkehr gezogen werden.

Zollrechtliche Verstöße wurden ebenfalls festgestellt und zur Anzeige gebracht.

Mit der aktuellen Ermittlungskooperation und der Ermittlungsgruppe arbeiten die Polizeipräsidien Reutlingen, Stuttgart, Ludwigsburg und Ulm sowie das LKA BW mit Hochdruck daran, die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit Schussabgaben im öffentlichen Raum aufzuklären.

“Mit der sichtbaren Polizeipräsenz in der Stadt Stuttgart, insbesondere innerhalb des Cityrings, möchten wir das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erhöhen. Ermittlungserfolge und Festnahmen in den letzten Wochen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, so Fritsch.


Wir geben Betroffenen eine Stimme! Aktiv gegen Hass und Hetze

Live Q&A des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA BW) am 15. Mai 2023

Stuttgart.| “Reden ist Silber – Schweigen ist Gold” so lautet ein altes deutsches Sprichwort. Warum ruft die Task Force gegen Hass und Hetze des LKA BW dennoch dazu auf, lieber zu reden, statt zu schweigen? Gerade bei digitalem Hass ziehen sich Betroffene häufig in eine Schweigespirale zurück, aus Angst vor weiteren Hasskommentaren. Viele junge Menschen ziehen es mittlerweile vor, einen Standpunkt lieber nicht zu äußern, um einem möglichen Shitstorm zu entgehen. Dies führt erst dazu, dass der Hass einiger Weniger wahrnehmbarer wird, als die vielen freundlichen Beiträge der Internetnutzenden.

“Wir sind zusammen mit starken Partnern der Zivilgesellschaft angetreten, um Hass im Netz zu bekämpfen und gehen dafür innovative Wege. Nur wenn alle Akteure zusammenstehen und Seite an Seite agieren, gelingen uns sichtbare Erfolge, wie mit unserer preisgekrönten Videoclipreihe “Lauter! Stärker! #aktivgegenHassundHetze”, so LKA-Präsident Andreas Stenger. Das Live Q&A ist der nächste Schritt im Maßnahmenbündel des LKA BW.

Am Montag, dem 15. Mai 2023 ab 19:00 Uhr, lässt die Leiterin der Task Force gegen Hass und Hetze, Bettina Rommelfanger, daher Betroffene zu Wort kommen und spricht auf unserem Instagram-Kanal der Polizei BW (https://t1p.de/ltjv6) live mit Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus und Influencerin und Miss Germany 2019, Nadine Berneis. Beide sind aufgrund unterschiedlicher persönlicher Zuschreibungen und Gruppenzugehörigkeit von Hass im Netz betroffen und finden ganz unterschiedliche Wege, mit diesem umzugehen.

“Doch ich glaube, dass ich gerade auch als Betroffener und Beauftragter nicht das Recht habe, zu schweigen. Erst wenn wir gemeinsam das Schweigen über Hass und Hetze brechen, stärken wir einander. Deswegen will ich gemeinsam auch via Instagram für eine Kultur eintreten, in der Recht und Menschenwürde wieder gelten”, sagt Dr. Michael Blume.

Das Q&A wird neben dem Instagram-Kanal der Polizei BW auch auf dem Account des Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus übertragen (https://t1p.de/jdkvk). Über beide Chaträume besteht die Möglichkeit, live Fragen an Dr. Blume, Nadine Berneis und Bettina Rommelfanger zu richten.


Bietigheim sichert sich die Punkte erst in den Schlusssekunden

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von Bernhard Gaus

Wieder eine torreiche Partie mit Beteiligung der SG BBM Bietigheim. Die Schwaben setzen sich bei Schlusslicht Wölfe Würzburg knapp mit 36:37 (14:16) Toren durch. Während Bietigheim seinen sechsten Platz behauptet und am Mittwoch in der heimischen EgeTrans Arena gegen den ThSV Eisenach das nächste Spitzenspiel vor Augen hat, ist der Abstieg der Mainfranken aus der 2. Liga seit Freitag auch rechnerisch besiegelt.

„Das war ein genauso torreiches Spiel wie in der letzten Saison hier“, erinnerte SG BBM-Coach Iker Romero an den 32:35-Erfolg aus dem Vorjahr. Nur dass es beide Teams am Freitag noch ein wenig spannender und torreicher machten. „Bietigheim hat sich den Sieg verdient, weil sie fast das ganze Spiel in Führung lagen“, musste Wölfe-Coach Julian Thomann am Ende den Gästen gratulieren. Doch es wurde eine ganz knappe Kiste. Fabian Wiederstein trifft knapp drei Minuten vor dem Ende zum 36:37. Danach kann weder Bietigheim den vorentscheidenden Treffer setzen noch Würzburg gleichziehen. SG BBM-Keeper Fredrik Genz ist zweimal zur Stelle, entschärft Sekunden vor dem Ende auch den letzten Wurf von Felix Karle.

Klar, dass seine Mannschaftskollegen am Ende auf den 26-Jährigen einstürmten. Für Genz galt am Freitag das bewährte Torsteher-Motto: Man muss nicht viele Bälle halten, um ein Held zu werden, aber die entscheidenden. Denn wie es die 73 Tore in der Würzburger tectake Arena vermuten lassen: Offensive war am Freitag Trumpf, die Torsteher Fredrik Genz und Jonas Maier bei den Wölfen Würzburg sahen nur im ersten Abschnitt gut aus.

Die SG BBM lag gleich zu Beginn schnell mit 2:6 Toren in Front, doch der Tabellenletzte fand seine Sicherheit und kam selbst ins Spiel. Nach 18 Minuten markiert Dominik Schömig nach einem 4:0-Lauf der Hausherren den 9:10- Anschluss. Bietigheims Schützen nehmen sich in dieser Phase zu viele ungünstige Würfe, laden die Wölfe mit technischen Fehlern ein. Immerhin: Bietigheim behauptet die Führung beim 14:16 nach den ersten 30 Minuten, in denen es längst noch nicht so vogelwild zuging wie nach dem Seitenwechsel. „Das ging hin und her, beiden Seiten machen wenige Fehlwürfe“, musste auch Iker Romero eingestehen. Bietigheim bekam insbesondere die Anspiele an den Kreis nicht in den Griff. Würzburgs Oliver Seidler und Valentin Neagu hatten auf dieser Position am Ende 11 Tore auf ihrem Konto. Und auch wenn es nach einer verkorksten Saison ein schwacher Trost ist für die Mainfranken: die Wölfe spielten am Freitag alles andere, nur nicht wie ein Absteiger.

Aber der Tabellensechste hatte offensiv stets die richtigen Antworten parat. Klar, dass in einem torreichen Spiel auch Top-Torjäger Christian Schäfer kräftig mitmischt, der Routinier hatte am Ende 11 Torerfolge auf dem Zettel. Auch die Bietigheimer Rückraumreihe war in Sachen Tore äußerst produktiv. Immer wieder waren Juan del Peña und der wiedergenesene Dominik Claus zur Stelle. Doch spätestens nach dem Würzburger 35:35 und 36:36 steuerte die Partie auf eine Wimpernschlag-Entscheidung zu.

Iker Romer nahm vier Minuten vor dem Ende seine letzte Auszeit, sammelte seine Mannschaft – mit Erfolg. „Die letzten Minuten waren eines der positiven Dinge in diesem Spiel“, betonte der Spanier. „Wir haben in dieser Saison zu viele Spiele in den letzten Minuten verloren“, legte der frühere Weltklassespieler seinen Finger in eine Wunde, die bei den Schwaben immer noch nicht ganz verheilt ist. Und am Mittwoch gegen den ThSV Eisenach? „Da geben wir wieder Vollgas“, versprach der Spanier den rund 80 mitgereisten Fans, die ihre Jungs nach dem Wimpernschlagfinale ausgiebig feierten.

Wölfe Würzburg: Maier, Wieser; Krenz, Schömig (5/1), Böhm, Karle (7), Neagu (3), Schmidt (5), Kaufmann (4), Dürr, Hack, Geis, Brielmeier (1), Rose, Seidler (8), Franke (3).

SG BBM Bietigheim: Genz, Kanters; Vlahovic (2), Claus (8), Öhler (1), Schäfer (11/7), de la Peña (7), Wiederstein (2), Velz (3), Hejny, Bader, Clarius (1), Pfeifer (1), Kaulitz, Fischer (1).

Spielverlauf: 2:6 (10.), 9:10 (19.), 11:14 (25.), 14:16 (29.), 16:19 (35.), 22:25 (41.), 23:27 (43.), 30:31 (49.), 35:35 (57.), 36:37 (58.).
Zeitstrafen: Schmidt (29.), Seidler (39.)..-    Wiederstein (20., 43.), Hejny (25.), Öhler (29.)
Rote Karte: Brielmeier (51.)
Siebenmeter: 1/1 – 7/8
Schiedsrichter: Timo Hofmann / Thomas Hörath (DHB Bundesligakader)
Zuschauer: 806 (tectake Arena Würzburg)


Dürr AG erhöht Dividende auf 0,70 €

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Bietigheim-Bissingen.| Die Aktionärinnen und Aktionäre der Dürr AG haben auf der heutigen Hauptversammlung eine Dividende von 0,70 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2022 beschlossen. Dies bedeutet eine Erhöhung um 40 % gegenüber dem Vorjahr. Erstmals seit 2019 fand die Hauptversammlung mit rund 500 Teilnehmenden wieder am Firmensitz in Bietigheim-Bissingen statt. In den Vorjahren musste sie wegen der Corona-Pandemie virtuell abgehalten werden.

Die Anhebung der Dividende trägt der Tatsache Rechnung, dass sich das Konzernergebnis vor Steuern im Jahr 2022 von 85 Mio. € auf 134 Mio. € erhöhte. „Wir wollen unseren Aktionärinnen und Aktionären eine attraktive Dividende bieten und sie angemessen am Ergebnisanstieg beteiligen“, sagte Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG, in seiner Rede.

Der Dürr-Chef unterstrich die neuen Höchstwerte bei Auftragseingang und Umsatz, die 2022 trotz des schwierigen Konjunkturumfelds erzielt wurden, und dankte den Beschäftigten: „Ohne das beeindruckende Engagement der über 18.500 Menschen im Konzern wären diese Rekorde nicht möglich gewesen. Unsere Beschäftigten haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Aufträge trotz Lieferkettenproblemen und Corona-Restriktionen erfolgreich abzuwickeln.“

Den hohen Auftragseingang begründete der Vorstandsvorsitzende mit der Ausrichtung des Produktangebots an den Zukunftsthemen Nachhaltigkeit, Elektromobilität und Automatisierung. „Diese Trends haben bei den Kunden Priorität. Daher investieren sie auch bei konjunkturellem Gegenwind in unsere Technologien. Das verleiht dem Geschäftsmodell Stabilität und sichert unser Wachstum.“ Besonders betonte Weyrauch die Kompetenz für klimafreundliche Produktionsprozesse: „Viele Kunden wollen den ökologischen Fußabdruck ihrer Werke verkleinern und suchen nach Alternativen zum Einsatz fossiler Brenn- stoffe. Für diese Transformation sind wir ein wichtiger Wegbereiter.“

Dr. Markus Kerber neu im Aufsichtsrat

Die Hauptversammlung wählte Dr. Markus Kerber als Vertreter der Anteils- eigner neu in den Aufsichtsrat. Der Ökonom und politische Koordinator folgt auf Richard Bauer, der nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausschied.

Bei einer Präsenz von 74 % entlastete die Hauptversammlung den Vorstand mit 99 % und den Aufsichtsrat mit 95 % der Stimmen. Auch alle weiteren vom Unternehmen eingebrachten Beschlussanträge wurden angenommen. Dazu zählten unter anderem die Billigung eines neuen Systems für die Vorstandsvergütung sowie diverse Kapitalbeschlüsse.


Vermieter müssen Ladestationen für E-Mobile erlauben

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Vermieterinnen und Vermieter müssen ihren Mietparteien erlauben, dass sie in eigener Regie und auf ihre Kosten eine Ladestation für ihre E-Fahrzeuge errichten. Die Wüstenrot Bausparkasse, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, weist auf ein Urteil des Landgerichts München I (31 S 12015/21) hin.

Im entschiedenen Fall ging es um einen größeren Mietkomplex mit einer Tiefgarage. Die Mieter einer Wohnung wollten in ihrer Garage eine Ladestation einrichten und eine bestimmte Firma damit beauftragen. Der Vermieter war nicht bereit, dies sofort zu gestatten, da er abwarten wollte, welche weiteren Mietparteien ebenfalls eine Ladestation wünschten. Bei mehr als zehn Ladestationen hätte dies nämlich nur durch die Stadtwerke realisiert werden können. Die Mieter wollten jedoch nicht länger warten und verklagten den Vermieter.

Laut dem Urteil kann jede Mietpartei verlangen, dass ihr eine derzeit technisch mögliche Ladestation gestattet wird. Sie müssen nicht warten, bis sich auch die übrigen Mieterinnen und Mieter entschieden haben und eine einheitliche Lösung für den gesamten Mietkomplex gefunden ist. Wie die Wüstenrot Bausparkasse hierzu mitteilt, wäre der Fall differenziert zu betrachten, wenn es sich um eine Wohnanlage handelt, die in Wohnungs- und Teileigentum aufgeteilt ist. Zwar kann auch hier jede Eigentümer- und Mieterpartei verlangen, dass Ladestationen eingerichtet werden. Soweit dies jedoch eine bauliche Veränderung des gemeinschaftlichen Eigentums erfordert, müsste die Eigentümergemeinschaft im Rahmen einer ordnungsgemäßen Verwaltung beschließen, auf welche Weise dies erfolgt.


Stuttgarter STADTRADELN

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Bürgermeister Pätzold gibt das Startsignal für die diesjährige Mitmachaktion in der Landeshauptstadt

Stuttgart.| Die Stuttgarter Aktion STADTRADELN 2023 hat begonnen. Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, hat am Montag, 8. Mai, das Startsignal für die Mobilitäts-Mitmachaktion in der Landeshauptstadt gegeben. In einer gemeinsamen Auftakttour fuhr der Bürgermeister auf dem Fahrrad mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der diesjährigen Kampagne durch die Innenstadtbezirke und informierte über neue Infrastrukturmaßnahmen der Stadt für den Radverkehr.

Bürgermeister Pätzold sagte: „Ich freue mich, dass jetzt auch in der Möhringer Straße eine Fahrradstraße Gestalt annimmt. Der Bau von Fahrradstraßen ist ein gutes Mittel, um in engen Straßen eine gute Fahrradinfrastruktur anzubieten und den Ausbau voranzutreiben. Daher sind weitere Fahrradstraßen auch bereits in Planung oder beschlossen, zum Beispiel für den Bezirk Stuttgart-West.“

Bürgermeister Pätzold wirbt für eine rege Teilnahme der Teams der Landeshauptstadt: „Das STADTRADELN hat inzwischen viele Fans, die jedes Jahr mitmachen. Und es kommen immer neue Teams hinzu, die mit viel Begeisterung dabei sind und für Umwelt- und Klimaschutz in die Pedale treten. Stuttgart hat sich viel vorgenommen und möchte bis 2035 klimaneutral werden. Das erreichen wir nur im Team, wie beim STADRADELN auch.“

Neues Angebot: Schulradeln

Im Rahmen der Aktion STADTRADELN können sich Schulen in Baden-Württemberg dieses Jahr erstmals für das Schulradeln anmelden. Mit diesem Sonderwettbewerb werden die „fahrradaktivsten“ Schulen in Baden-Württemberg gesucht und prämiert. Das Schulradeln findet zeitgleich mit dem STADTRADELN statt, alle geradelten Kilometer zählen für die Gesamtwertung. Weitere Infos dazu unter www.stadtradeln.de/schulradeln-bw.

Dass dieses Angebot auf immer mehr Anklang stößt, freut Pätzold: „Der Sonderwettbewerb Schulradeln bietet einen großen Anreiz, beim STADTRADELN mitzumachen. Und es ist eine gute Gelegenheit, den Schulalltag zu bereichern und den Teamgeist zu fördern.“

Jetzt anmelden und mitradeln

Wer am STADTRADELN Stuttgart 2023 teilnehmen möchte, kann sich online unter www.stadtradeln.de/stuttgart registrieren. Einzige Voraussetzung: Die Radfahrenden müssen in Stuttgart wohnen, arbeiten, dort studieren, zur Schule gehen oder einem Verein angehören. Es spielt keine Rolle, wo die Kilometer geradelt werden – dies kann in- und außerhalb Stuttgarts, auf dem Weg zur Arbeit aber auch in der Freizeit oder sogar im Urlaub sein.

Die teilnehmenden Teams tragen ihre gesammelten Kilometer online ein. Sie können gleichzeitig tagesaktuell mitverfolgen, welche Strecken im Aktionszeitraum vom 8. bis 28. Mai schon für Stuttgart geradelt wurden, welche Teams ganz vorne liegen und auf welchen Platz Stuttgart im bundesweiten Ranking klettert.

Wer kein eigenes STADTRADELN-Team gründen möchte, kann sich als Einzelperson einem offenen Team anschließen und Kilometer für die gute Sache sammeln. Die erfolgreichsten Stuttgarter STADTRADELN-Teams werden im Rahmen einer Preisverleihung geehrt.

Wichtig: Die Teams können, sie müssen aber nicht gemeinsam fahren. Jedes Mitglied trägt seine Kilometer eigenständig ein. Es gibt auch die Möglichkeit, Kilometer nachzutragen, wenn man an einem Tag den Eintrag versäumt hat.

Anmeldungen, Infos und Ergebnisse gibt es unter www.stadtradeln.de/stuttgart.

Aktuelle Infos zur Stuttgarter Kampagne sind darüber hinaus auch unter www.facebook.com/0711radelt sowie www.instagram.com/stadtradeln.stuttgart verfügbar. Weitere Informationen zum Radfahren in Stuttgart finden sich online unter www.stuttgart.de/leben/mobilitaet/fahrrad.


Kostenlos mit Bus und Tälesbahn zum Maientag in Nürtingen

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Am 19., 20. und 21. Mai ist die Fahrt mit Bus und Bahn im Stadtgebiet Nürtingen kostenlos

Nürtingen.| Von Freitag, 19. Mai 2023 bis einschließlich Sonntag, 21. Mai 2023 (Betriebsschluss) ist der gesamte öffentliche Nahverkehr in Nürtingen für alle kostenlos. Anlass ist der Maientag, der vom 18. bis 22. Mai in Nürtingen stattfindet.

Die Freifahrt betrifft alle Busverbindungen innerhalb des Stadtgebiets inklusive der Züge der Tälesbahn (RB65) zwischen Nürtingen-Roßdorf und dem Bahnhof Nürtingen. Bei der Aktion können alle, die kein Deutschland-Ticket, JugendTicketBW oder VVS-Abo haben, umweltfreundlich mobil sein und die Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs kostenlos ausprobieren.

Die Freifahrt gilt im gleichen Gebiet wie das StadtTicket Nürtingen. Für die Fahrt mit den Regionalzügen oder Regionalbussen von außerhalb des Stadtgebiets, müssen Fahrgäste ein reguläres VVS-Ticket lösen.

Aufgrund der Bauarbeiten zwischen Bad Cannstatt und Waiblingen empfiehlt der VVS seinen Fahrgästen vor der Fahrt ihren individuellen Fahrplan in der VVS-Fahrplanauskunft über die VVS-Homepage unter vvs.de oder in der App „VVS mobil“ zu prüfen.


Stuttgart Reds fallen nach zwei Niederlagen in Regensburg zurück

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Die Stuttgarts Reds haben beide Auswärtsbegegnungen in Regensburg verloren: Einer knappen und eher unglücklichen 2:3-Niederlage am Freitagabend folgte am Samstag ein klares 0:5. Damit fielen die Bundesliga-Baseballer des TV Cannstatt auf Platz 4 im Gruppen-Klassement zurück.

Nach drei Spielwochenenden und fünf Siegen gegen die eher schwächeren Teams der 1. Baseball-Bundesliga, Gruppe Süd, mussten die Stuttgart Reds am 5. und 6. Mai 2023 gegen die Guggenberger Legionäre in Regensburg antreten.

Im Aufeinandertreffen von Johnaikel Acosta für die Reds und Christian Pedrol für die Hausherren entwickelte sich zunächst ein hochklassiges Pitcher-Duell. Und es dauerte bis ins fünfte Inning, bevor der erste Run auf dem Scoreboard aufleuchten konnte – leider für die Regensburger, deren Outfielder David Grimes den Ball über den Zaun im Right Field drosch. Ein Inning später hatte die kleine Fan-Kolonie der Reds dann Grund zum Jubel. Daniel Abiles und Jannik Denz konnten auf einen Hit von Moritz van Bergen mit freundlicher Unterstützung der Regensburger Defense punkten. Diese eher unerwartete 2:1-Führung der Reds hielt allerdings nicht lange. Die Legionäre glichen im selben Inning aus und gelangten nach einem durch die Reds-Infield-Verteidigung fallengelassenen Flyball ihrerseits wieder 3:2 in Front.

In den restlichen drei Spieldurchgängen erzielten die Stuttgart Reds keinen weiteren Hit und so ging das Freitagabend-Spiel unglücklich verloren – trotz gutem Pitching von Johnaikel Acosta und (ab dem 6. Inning) José Mendoza. Aber nur drei Hits und drei Walks in der Offensive standen 11 Strikeouts gegenüber, dazu kamen drei Errors in der Verteidigung.

Im zweiten Spiel wurde die Hürde noch höher: Für Regensburg wirft dieses Jahr wieder als Starting Pitcher der tschechische Nationalspieler Jan Tomek. Zwar gelang den Reds der eine oder andere „satte“ Schlag – aber entweder gerieten die Flyballs zu kurz oder die fehlerfreie Defense der Regensburger machte die Groundballs unschädlich. Auch der Starting Pitcher der Reds, Dustin Ward, lieferte einen „Quality Start“, kassierte in seinen sechs Innings allerdings drei Runs. Auswechselpitcher Benedikt Schäffer gab für die Reds dann zwei weitere Runs ab, ein schöner Assist durch Centerfielder Jonas van Bergen bewahrte vor weiterem Rückstand Der US-amerikanische Neuzugang der Legionäre, Trevor Holloway, ließ in zwei Innings nur einmal einen Baserunner der Reds per Walk zu.

Damit stehen für die Reds nun fünf Siege und drei Niederlagen zu Buche und das Team fiel hinter Heidenheim, Regensburg und Mainz auf Platz 4 der Siebener-Gruppe zurück. Die Mainzer sind am kommenden Wochenende der nächste Gegner. Dann können die Stuttgart Reds erstmals im neuen Stadion auf dem Cannstatter Schnarrenberg antreten. Am Freitag, 12. Mai, beginnt das Spiel um 19 Uhr. Die zweite Begegnung startet am Samstag, 13 Mai, um 14 Uhr.