Einweihung der Therese-Huber-Gasse

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Stuttgart.| Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer hat am Freitag, 5.Mai, die Therese-Huber- Gasse eingeweiht. Er enthüllte das Straßenschild an der Ecke Schulstraße/Therese- Huber-Gasse. Der Verwaltungsausschuss hatte die Benennung im Februar 2020 beschlossen. Therese Huber war die erste Redakteurin Deutschlands und lebte lange Zeit in Stuttgart.

Dr. Mascha Riepl-Schmidt, Literaturwissenschaftlerin und Frauenforscherin, würdigte die Verdienste Hubers. Die ausgewiesene Kennerin Therese Hubers rief anschaulich deren Verdienste in Erinnerung.

Therese Huber, geboren 1764, gestorben 1829, lebte von 1798 bis 1804 und von 1816 bis 1823 in Stuttgart. Sie arbeite als Schriftstellerin, Übersetzerin und Redakteurin. Huber redigierte das „Morgenblatt für gebildete Stände“, das von ihrem Großvater, dem Verleger Johann Friedrich von Cotta, herausgegeben wurde. Gleichzeitig versorgte sie als Witwe ihre sechs Kinder. In der Stuttgarter Gesellschaft fiel sie durch ihre scharfe Zunge auf und wurde deshalb auch als „satirischer Drache“ bezeichnet. Um ihre Familie zu ernähren, schrieb und übersetzte Huber zusätzlich Bücher unter einem Pseudonym.


VVS: 10er-TagesTicket gilt jetzt länger

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Künftig ist das flexible Ticket für Ab-und-zu-Fahrer ein Jahr lang gültig – nach 9-Euro-Ticken haben sich Verkaufszahlen verdoppelt

Fahrgäste, die mit dem 10er-TagesTicket unterwegs sind, sind jetzt noch flexibler. Sie haben seit Mai länger Zeit, um die zehn Fahrten einzulösen. Bisher musste das 10er-TagesTicket innerhalb eines Monats abgefahren werden. Künftig haben Fahrgäste dazu ein ganzes Jahr Zeit. Der Aufsichtsrat des VVS hat das so beschlossen – die Anregung dazu kam vom Verband Region Stuttgart. Das Ticket richtet sich vor allem an Teilzeitbeschäftigte und Personen, die viel im Homeoffice arbeiten.

„Was sich einige Fahrgäste schon länger gewünscht haben, setzen wir jetzt um. Mit dem Start des Deutschland-Tickets fällt die Monatsbindung des 10er-TagesTickets weg. So sind auch Fahrgäste, die nur hin und wieder mit uns fahren und für die sich das Deutschland-Ticket nicht lohnt, flexibel mit Bus und Bahn unterwegs“, sagte VVS-Geschäftsführer Horst Stammler. Das 10er-TagesTicket ist vor allem seit Ende des 9-Euro-Tickets bei den Fahrgästen sehr beliebt. Die Verkaufszahlen haben sich seitdem verdoppelt. Der VVS hat seither jeden Monat durchschnittlich rund 8.000 Stück verkauft. „Es gibt viele Kunden, die sich nicht ans Abo binden wollen und sich lieber ein flexibles Modell wie das 10er-TagesTicket wünschen. Deshalb wird das 10er-TagesTicket trotz des günstigen Deutschland-Tickets auch künftig nachgefragt werden“, ergänzt VVS-Geschäftsführer Thomas Hachenberger.

Das 10er-TagesTicket kostet zwischen 41,80 für eine Zone und 99,90 fürs gesamte Netz. Damit sparen Fahrgäste gegenüber den normalen TagesTickets mehr als 20 Prozent.

Das 10erTagesTicket können Fahrgäste als HandyTicket in den Apps VVS Mobil, SSB Move und DB Navigator kaufen. Das Ticket wird im Voraus für alle zehn Tage bezahlt, die einzelnen Abschnitte kann man dann flexibel über ein Jahr verteilen. Wichtig: Der Tag, an dem das 10er-TagesTicket gekauft wird, gilt als erster Gültigkeitstag.


Deutschland-Ticket: Anzeigefehler an DB-Automaten

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Trotz fehlerhafter Anzeige sind Deutschland-Tickets gültig 

An den roten Automaten der Deutschen Bahn bekommen Fahrgäste mit einer Chipkarte momentan angezeigt, dass das Deutschland-Ticket nicht gültig sei. Dabei handelt es sich um einen Anzeigefehler. Kunden, die davon betroffen sind, müssen sich keine Sorgen machen. Trotz fehlerhafter Anzeige ist das Deutschland-Ticket auf die Chipkarte geschrieben worden und in vollem Umfang gültig. Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, den Fehler zu beheben.

Prüfen, ob das bundesweit gültige Ticket gültig ist, lässt sich ganz einfach – es gibt zwei verschiedene Wege:

  • SSB-Automat: Fahrgäste können zu einem der gelben Automaten der SSB gehen und dort ihre polygoCard checken. Die SSB-Automaten zeigen das Deutschland-Ticket richtig an.
  • DB-Automat: Wer keinen SSB-Automaten in der Nähe hat, kann mit einem zusätzlichen Klick auch die Gültigkeit seines Deutschland-Tickets überprüfen. Über den Button „Auswählen“ kann man sich den Gültigkeitszeitraum anzeigen lassen. Wenn das Deutschland-Ticket am Automaten aufgelistet ist und sich im Gültigkeitszeitraum befindet, ist das Ticket gültig.

Michael Schweikardt bleibt TVB-Trainer

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Der Handball-Bundesligist TVB Stuttgart hat den Vertrag mit Cheftrainer Michael Schweikardt über den Sommer hinaus verlängert. Schweikardt ist seit dem 24. September 2022 im Amt und erhält nun einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2025.

Michael Schweikardt hatte den Trainerposten beim TVB Stuttgart Ende vergangenen September nach fünf Niederlagen in Folge und 0:10-Punkten übernommen. Seitdem hat der 40-jährige A-Lizenzinhaber in 23 Spielen 20:26-Punkte mit dem TVB geholt und konnte dabei neun Siege und zwei Unentschieden mit den WILD BOYS einfahren. Der TVB hat den Vertrag mit dem ehemaligen Spielmacher um zwei weitere Jahre bis zum 30.06.2025 verlängert.

„Die sportliche Entwicklung unter Michael Schweikardt als Cheftrainer vor allem in den letzten Wochen ist sehr positiv. In den vergangenen acht Spielen konnte sich der TVB vier Siege und zwei Unentschieden erspielen und ist auswärts seit vier Spielen ungeschlagen. Dies zeigt, dass der Kader zueinander gefunden hat und immer stabiler wird. Michael hat die Mannschaft Mitte September auf dem letzten Tabellenplatz mit null Punkten übernommen und zwischenzeitlich bis auf den 14. Tabellenplatz geführt“, berichtet der Sprecher der Gesellschafter des TVB, Christian May, über die Entwicklung und fügt an: „Aus diesem Grund haben wir uns nach intensiven Gesprächen dazu entschlossen, den Vertrag mit Michael um zwei weitere Jahre zu verlängern. Wir setzen damit nicht nur im Kader, sondern auch auf der Position des Cheftrainers auf Kontinuität.“

„Ich bin froh, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit der Mannschaft weiterzugehen. Da der TVB mein Heimatverein ist, kann man sich denken, wie sehr mir der Erfolg am Herzen liegt. Insofern freue ich mich auf die Fortführung meiner Arbeit und danke allen im Verein für die mir entgegengebrachte Wertschätzung“, so Michael Schweikardt über seine Vertragsverlängerung.


Bietigheim kann noch allen Top-Teams ein Bein stellen

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von Bernhard Gaus

Bietigheim-Bissingen.| Sieben Spieltage vor dem Saisonende gewinnt der Kampf um den Aufstieg in der 2. Handball-Bundesliga weiter an Fahrt. Am Sonntag (17 Uhr) hoffen die Verfolger auf einen Ausrutscher des Tabellenzweiten Dessau-Roßlauer HV 06 in der Bietigheimer EgeTrans Arena. Die SG BBM ist nicht unter den Jägern und besitzt mit acht Punkten Rückstand nur noch theoretische Chancen.

Um es vorwegzunehmen: Eine Top-Leistung ist trotz des aktuell achten Tabellenplatzes nicht nur für Bietigheims stolzen spanischen Trainer Iker Romero, sondern auch für sein Team eine Ehrensache. Zumal vor eigener Kulisse. Dank der Länderspielpause haben die Schwaben genügend Abstand zur letzten 34:27-Niederlage bei der HSG Nordhorn-Lingen gewinnen können. „Es macht niemandem Spaß, am Ende um eine Platzierung zu spielen“, bekräftigt Dominik Claus die Unzufriedenheit in der Mannschaft, „aber wir wollen aus den letzten Spielen noch das Optimale für uns herausholen.“ Das Spiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06 hat Potential für ein Spektakel: die beiden torhungrigsten Teams der Liga treffen aufeinander. Bei der SG BBM hofft man auf eine Rückkehr von Kapitän Paco Barthe, der mit Rückenbeschwerden die letzten drei Spiele passen musste.

Am Sonntag schauen der TuS N-Lübbecke und der ThSV Eisenach auf das Ergebnis in Bietigheim. Die beiden Teams formieren sich mit dem Dessau-Roßlauer HV zu einem Dreikampf um den zweiten Aufstiegsplatz. Während Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten dem sofortigen Wiederaufstieg mit einem Polster von sieben Punkten immer näher kommt, ist dahinter noch alles völlig offen. Die drei Teams hinter dem HBW trennen gerade mal zwei Punkte, jetzt zählt jedes Spiel. Auch Aufsteiger 1. VfL Potsdam sehen viele Beobachter mit 5 Punkten Rückstand noch in Lauerstellung.

Die ersten Entscheidungen können an diesem 32. Spieltag bereits im Kampf um den Klassenerhalt fallen. Für die Wölfe Würzburg und Empor Rostock könnten am Sonntag auch die letzten theoretischen Chancen schwinden.

Eine bessere Ausgangslage im Saisonendspurt hat Bietigheim vor zwei Wochen auch durch die Niederlage bei Nordhorn-Lingen aus der Hand gegeben. Noch eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff hatte die SG BBM die Chance auf eine Führung verstreichen lassen. In den restlichen Minuten nach dem 24:24 gelangen den Bietigheimern gerade einmal drei Torerfolge, die Niederlage fiel aufgrund der asymmetrischen Chancenverwertung deutlich aus.

An diese Schlussperformance wird Iker Romero sein Team in der Spielvorbereitung noch das eine oder andere Mal erinnern. Und vielleicht auch das Hinspiel in Dessau-Roßlau Mitte November ins Gedächtnis rufen. Damals haben die Schwaben bei einer der Überraschungsmannschaften der aktuellen Saison vieles richtig gemacht und am Ende einen deutlichen 30:37-Erfolg eingefahren.

Dass der Verein aus Sachsen-Anhalt in dieser Saison ganz oben mitspielt, davon durfte man zu Beginn der Saison nicht unbedingt ausgehen. In der letzten Runde musste das Team von Uwe Jungandreas lange um die Punkte für den Klassenerhalt spielen und landete in der Abschlusstabelle auf einem zwölften Platz. Doch in diesem Jahr hat es der 60-jährige Trainerfuchs geschafft, dass viele kleine Rädchen ineinandergreifen. Der Tabellenzweite drückt viele Teams mit seinem konsequenten Tempohandball und der vermutlich besten schnellen Mitte der Liga in die Defensive. Das Tempo gibt Spielmacher Vincent Sohmann (145/50 Tore) vor. Mit Timo Löser besitzen die „Biber“ einen Shooter im linken Rückraum, der mit seinen 188 Saisontoren so viele Treffer aus dem laufenden Spiel erzielt wie kein Zweiter in der Liga. Und hinten hält Philip Ambrosius mit den meisten Paraden (300) und er längsten Einsatzzeit der Liga seine Mannschaft im Rennen. Beim 28:27-Heimerfolg über den ThSV Eisenach, mit dem sich die Bauhausstädter den zweiten Tabellenplatz eroberten, glänzte zudem Max Emanuel mit 6 Toren. Der 28-Jährige wird am Saisonende die Handballschuhe an den berühmten Nagel hängen. Die Partie am Sonntag wird sein letzter Auftritt in der EgeTrans Arena sein, in der er zwischen 2015 und 2020 im Trikot der SG BBM auch am Aufstieg in die 1. Liga beteiligt war.

Das Kunststück könnte dem Linkshänder in dieser Saison noch einmal gelingen. Doch auf alte Freundschaften will man in Bietigheim keine Rücksicht nehmen: die SG BBM hat sich am Sonntag etwas vorgenommen.


Bosch will Wachstum in Regionen und Geschäftsfeldern beschleunigen

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Solides Geschäftsjahr 2022 legt Basis für die Zukunft

  • Ziele für Geschäftsjahr 2022 erreicht: Umsatz 88,2 Milliarden Euro / Ergebnis 3,8 Milliarden Euro / operative EBIT-Rendite 4,3 Prozent.
  • Ausblick 2023: Wachstum Weltwirtschaft 1,7 Prozent / Umsatzplus sechs bis neun Prozent / operative EBIT-Rendite bei fünf Prozent.
  • Hohe Investitionen für die Zukunftssicherung: 2022 gingen mehr als zwölf Milliarden Euro in Forschung, Entwicklung und Sachanlangen.
  • Neuaufstellung des Mobility-Geschäfts: Geschäftssektor strebt im Jahr 2029 mehr als 80 Milliarden Euro Umsatz an.
  • Bosch-Chef Hartung: „Unser Ziel ist es, mit Technik fürs Leben über alle Weltregionen hinweg zu wachsen und in relevanten Märkten zu den führenden drei Anbietern zu gehören.“
  • Bosch-Finanzchef Forschner: „2023 wollen wir einen weiteren Schritt in Richtung unserer langfristigen Zielrendite von mindestens sieben Prozent machen.“

Stuttgart / Renningen.| Bosch hat im herausfordernden Jahr 2022 seine Geschäftsziele übertroffen: Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen steigerte seinen Gesamtumsatz auf 88,2 Milliarden Euro gegenüber 78,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Das ist ein Plus von zwölf Prozent, wechselkursbereinigt von 9,4 Prozent. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) liegt mit 3,8 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert von 3,2 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite erhöhte sich von vier auf 4,3 Prozent. „Wir haben das Jahr 2022 gut gemeistert – sowohl der Umsatz als auch die Rendite lagen über unseren Erwartungen“, sagte Dr. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Bilanzvorlage des Unternehmens. „Auch wenn die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben, wollen wir unser Wachstumstempo deutlich erhöhen.“

In den kommenden Jahren soll bei normaler Inflation das durchschnittliche Umsatzplus jährlich sechs bis acht Prozent betragen, die Rendite mindestens sieben Prozent erreichen. „Unser Ziel ist es, über alle Weltregionen hinweg zu wachsen und in relevanten Märkten zu den führenden drei Anbietern zu gehören“, sagte Hartung.

Der Kampf gegen den Klimawandel führt zu erheblichen Umbrüchen in Wirtschaft und Gesellschaft und beschleunigt den technologischen Wandel. „Im Zuge der technologischen Transformation eröffnen sich für uns Wachstumsoptionen, die wir wahrnehmen wollen, sowohl in bestehenden und angrenzenden als auch in neuen Geschäftsfeldern“, sagte Hartung. „Wir liegen mit unserem Leitmotiv „Technik fürs Leben“ genau richtig – bei den wichtigen Trends Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung und mehr denn je auf den Feldern Software und künstliche Intelligenz.“

Investitionen in die Zukunft: Innovationskraft braucht Finanzkraft

„Trotz des schwierigen Umfelds blicken wir auf solide Ergebnisse im Geschäftsjahr 2022. Wir haben zugleich wichtige Weichen gestellt für den Erfolg von Bosch auf den Märkten von morgen“, sagte Dr. Markus Forschner, Geschäftsführer und Finanzchef der Robert Bosch GmbH. Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als zwölf Milliarden Euro für die Zukunftssicherung ausgegeben: Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben stiegen auf 7,2 Milliarden Euro (2021: 6,1 Milliarden Euro) – oder 8,2 Prozent vom Umsatz (2021: 7,8 Prozent). Auch die Investitionen in Sachanlagen (Capex) erhöhten sich um eine Milliarde auf 4,9 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 46,6 Prozent (2021: 45,3 Prozent). Neben den Investitionen in die Zukunft hat auch die hohe Lieferfähigkeit in Zeiten großer Unsicherheit Finanzmittel gebunden. Das führte im vergangenen Jahr zu einem negativen Free-Cash-Flow von vier Milliarden Euro. Forschner erklärte: „Auch wenn wir über die erforderlichen Mittel und eine hohe finanzielle Solidität verfügen, müssen wir die schwierige Balance halten zwischen Investieren und Kostendisziplin.“

Ausblick 2023: Kostendruck, Inflation und Abkühlung der Konjunktur

Die Bosch-Gruppe konnte im ersten Quartal 2023 trotz Nachwirkungen der Corona-Pandemie ihren Umsatz um 3,5 Prozent steigern. Günstig hat sich insbesondere Nordamerika entwickelt mit einem zweistelligen Wachstum von 18 Prozent; auch in Europa konnte das Unternehmen gut zulegen mit 7,7 Prozent. „Der Start ins neue Geschäftsjahr zeigt, dass 2023 erneut sehr anspruchsvoll wird“, sagte der Finanzchef. Er gehe dabei von anhaltend hohen Preisen auf den Rohstoff- und Energiemärkten sowie hohen Inflationsraten aus. Für 2023 erwartet Bosch einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von nur 1,7 Prozent und damit eine weitere erhebliche Abkühlung gegenüber dem Vorjahr. Trotz der mäßigen Konjunkturaussichten strebt Bosch für das Jahr 2023 ein Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent an – die angestrebte operative EBIT-Rendite 2023 liegt bei fünf Prozent. „Wir wollen damit einen weiteren Schritt in Richtung unserer Zielrendite von mindestens sieben Prozent machen“, sagte Forschner. „Es ist ein ehrgeiziges Programm, das wir uns vorgenommen haben.“

Mobility-Geschäft: Wachstum mit Neuaufstellung

Bosch richtet sein Mobility-Geschäft auf die veränderten Anforderungen von Markt und Kunden neu aus. Das Ziel ist, bestehende und neue Kundenbedarfe mit maßgeschneiderten Lösungen noch besser und schneller aus einer Hand bedienen zu können. „Wir wollen führender Technologieanbieter und bevorzugter Partner unserer Kunden in der Mobilitätsbranche bleiben. Dafür stellen wir die Weichen“, sagte Hartung. Der bisherige Unternehmensbereich „Mobility Solutions“ mit weltweit rund 230 000 Beschäftigten an mehr als 300 Standorten in 66 Ländern wird nun als Geschäftssektor „Bosch Mobility“ innerhalb des Unternehmens mit eigener Geschäftsverantwortung und eigenem Führungsteam gesteuert. Die einzelnen Geschäftseinheiten erhalten zum 1. Januar 2024 teils einen neuen inhaltlichen Zuschnitt sowie zusätzlich horizontale Verantwortlichkeiten. In der neuen Aufstellung soll das Mobility-Geschäft bis 2029 jährlich durchschnittlich um rund sechs Prozent wachsen und einen Jahresumsatz von mehr als 80 Milliarden Euro erreichen, kündigte der Bosch-Chef an. Eine Säule des künftigen Wachstums ist der Markt für Automobilsoftware, der sich bis zum Ende der Dekade voraussichtlich verdreifachen wird. Auf diesem Gebiet bietet Bosch Mobility den Kunden Softwarelösungen für Betriebssysteme und domänenspezifische Applikationen für software-definierte Fahrzeuge. Auch das Geschäft mit Automobilelektronik baut Bosch kräftig aus: Um die steigende Nachfrage nach Siliziumkarbid-Chips zu bedienen, plant das Unternehmen Teile des Geschäfts des US-Halbleiterherstellers TSI Semiconductors zu übernehmen. Bosch will in den kommenden Jahren rund 1,4 Milliarden Euro in den kalifornischen Standort Roseville investieren und die Fertigungsstätten von TSI Semiconductors umrüsten. Ab 2026 sollen dort die ersten Halbleiter auf 200-Millimeter-Wafern produziert werden, die auf dem innovativen Material Siliziumkarbid (SiC) basieren.

Energie- und Gebäudetechnik: Wachstum mit der Wärmewende

Insbesondere der Umbau der weltweiten Energiesysteme sorgt nach Worten Hartungs für weiteres Geschäftspotenzial: „Das Wachstum liegt nicht nur auf der Straße, auch wenn wir dort sehr erfolgreich sind“, erklärte Hartung. „Für die Elektrifizierung der Heizungen stoßen wir mit unseren Wärmepumpen auf große Nachfrage.“ In diesem Feld legt Bosch ebenso überdurchschnittlich zu wie bei den elektrischen Antrieben fürs Auto. Das Unternehmen baut seine Wärmepumpen-Kapazitäten aus und will bis Ende der Dekade insgesamt mehr als eine Milliarde Euro in Europa investieren: Nach Anlauf der Serienfertigung zum Jahresbeginn im deutschen Eibelshausen kündigte Bosch kürzlich den Bau eines weiteren Werkes im polnischen Dobromierz an. Um die Heizungsmodernisierung für Hausbesitzer erschwinglich zu machen, setzt Bosch auch auf Hybridlösungen: Der Einsatz einer bestehenden Gastherme in Kombination mit einer kleineren Wärmepumpe erspart oftmals eine aufwändige Gebäudesanierung. Gegenüber einer reinen Wärmepumpen-Lösung können damit Modernisierungskosten um bis zu 30 Prozent sinken. Bosch erwartet, dass 2023 der europäische Wärmepumpen-Markt um 20 Prozent wächst – der entsprechende Umsatz bei Bosch steigt mehr als doppelt so schnell und dieses Wachstumstempo soll sich bis Mitte der Dekade fortsetzen. Auch von der Modernisierung gewerblicher Gebäude in Sachen Energie- und Kosteneffizienz profitiert Bosch: Zuletzt erweiterte das Unternehmen mit dem Erwerb der Hörburger AG sein Portfolio in Richtung Gebäudeautomation.

Industrietechnik und Gebrauchsgüter: Ambitionierte Wachstumsziele

Bosch ist auch bei der Industrietechnik und im Gebrauchsgütergeschäft auf Wachstumskurs: In der Industrietechnik ist beispielsweise der Umsatz mittlerweile auf nahezu sieben Milliarden Euro gestiegen. „Für 2028 ist die Umsatzmarke von zehn Milliarden Euro das Ziel – das ist wichtig, um in der Industrietechnik vorne mit dabei zu sein“, sagte der Bosch-Chef. Die kürzliche Akquisition von HydraForce mit rund 2 100 Mitarbeitenden spiele dabei eine zentrale Rolle: „Mit der Übernahme des US-amerikanischen Spezialisten haben wir nicht nur unseren Umsatz mit Kompakthydraulik verdreifacht“, verdeutlichte Hartung. „Wir sichern uns über das HydraForce-Händlernetzwerk zugleich einen besseren Marktzugang in den USA.“ Ein neues Geschäftsfeld betritt Bosch Rexroth mit der Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen. Dazu hat der Geschäftsbereich in diesen Wochen mit dem eLion-Programm ein komplettes Produktportfolio auf den Markt gebracht – mit zahlreichen Serienprojekten bei Herstellern von Off-Highway-Fahrzeugen. „Die Elektrifizierung von Traktoren, Betonmischern und Baggern trifft den Nerv der Branche.“

Der Unternehmensbereich Gebrauchsgüter hat ebenfalls ambitionierte Wachstumsziele: Beispielsweise will Bosch Power Tools seinen Umsatz bis 2030 mehr als verdoppeln und die Marke von zehn Milliarden Euro überschreiten. Dazu hat der Geschäftsbereich bereits im vergangenen Jahr gut 300 Millionen Euro investiert, etwa in die Ausweitung des Zubehörgeschäfts. In diesem Jahr sind weitere Investitionen im dreistelligen Millionenbereich geplant. Ein Fokus liegt dabei auf Nordamerika, die Region stellt allein mehr als 40 Prozent des weltweiten Elektrowerkzeugmarktes. Ebenso stärkt dort die BSH Hausgeräte ihre Position: Von 2024 an wird sie zum Beispiel in einer neuen Fabrik in Mexiko Kühlgeräte für den nordamerikanischen Markt fertigen.

Geschäftsjahr 2022: Entwicklung nach Unternehmensbereichen

Der größte Unternehmensbereich Mobility Solutions erzielte 2022 ein deutliches Plus von 16 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt 12,1 Prozent. Die operative Rendite stieg von 0,7 auf 3,4 Prozent vom Umsatz und lag über den Erwartungen. „Unseren Mobility-Umsatz konnten wir trotz andauernder Halbleiterengpässe und der nur schwach gestiegenen Automobilproduktion kräftig steigern“, sagte Forschner. „Auch wir waren gezwungen, unsere Preise an unsere gestiegenen Kosten anzupassen.“ Dem Unternehmensbereich Industrial Technology kam der robuste Maschinenbaumarkt zugute. Der Umsatz stieg um 13,9 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro – wechselkursbereinigt ein Plus von elf Prozent. Die EBIT-Rendite stieg auf 9,8 Prozent. Der Unternehmensbereich Consumer Goods spürte die stark nachgelassene Nachfrage nach Hausgeräten und Elektrowerkzeugen. Der Umsatz stieg dennoch um 1,5 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 1,6 Prozent. Zudem hat das auslaufende Russlandgeschäft die Ertragslage belastet. Die operative EBIT-Rendite lag bei 4,5 gegenüber 10,2 Prozent im Vorjahr. Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erzielte 2022 einen deutlichen Umsatzzuwachs mit 17,4 Prozent auf sieben Milliarden Euro, wechselkursbereinigt um 15,9 Prozent. Ein Treiber war die hohe Nachfrage bei klimafreundlicher Heiztechnik. Die EBIT-Rendite betrug sechs Prozent (2021: 5,1 Prozent).

Geschäftsjahr 2022: Entwicklung nach Regionen

„In allen Regionen konnte die Bosch-Gruppe 2022 ein deutliches Umsatzplus verbuchen – am stärksten in Amerika“, sagte Forschner. In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz um 25,7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro – wechselkursbereinigt ein Plus von 12,3 Prozent. In Südamerika erreichte der Umsatz 1,8 Milliarden Euro. Das Wachstum von 26 Prozent lag wechselkursbereinigt bei 16,7 Prozent. In Europa lag der Umsatz 7,3 Prozent über dem Vorjahr und erreichte 44,3 Milliarden Euro – wechselkursbereinigt ein Wachstum von 9,8 Prozent. In Asien-Pazifik einschließlich übriger Regionen stiegen die Erlöse um 12,8 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt erreichte die Zuwachsrate 7,1 Prozent.

Mitarbeiterzahlen 2022: Weltweiter Aufbau von 18 724 Beschäftigten

Weltweit arbeiteten zum Stichtag 31.12.2022 in der Bosch-Gruppe 421 338 Menschen und somit 18 724 mehr als im Vorjahr. Die Beschäftigtenzahl ist in allen Regionen gestiegen, der wesentliche Zuwachs erfolgte in Amerika und Asien-Pazifik. In Forschung und Entwicklung stieg die Anzahl der Beschäftigten um 9 422 auf 85 543 – davon arbeiten rund 44 000 in der Software-Entwicklung.


WHS: Energetische Stadtsanierung im Quartier

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Um die Klimaziele der Bundesregierung im Gebäudesektor zu erreichen, genügt der Fokus auf Einzelgebäude nicht. Die quartiersweite Betrachtung wird immer wichtiger. Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) unterstützt Städte und Gemeinden bei der Konzeption und Durchführung energetischer Stadtsanierung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt hierfür eine Förderung von 75 Prozent.

Die aktuellen Herausforderungen und Aufgaben der Energieversorgung sowie des Klimaschutzes in Verbindung mit der Transformation von Stadtzentren und Wohnquartieren können nur mit einem ganzheitlichen Planungsansatz erfolgreich gelöst werden. „Die konkreten Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger, der Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung vor Ort sind zu ermitteln und zu bewerten, um lokal umsetzbare Lösungen zu entwickeln“, sagt Marc Bosch, Geschäftsführer der WHS. Die Erstellung des hierfür nötigen Quartierskonzepts fördert die KfW über das Programm 432 mit einem Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Das Förderprogramm ermöglicht den nahtlosen Übergang von der Planung zur Umsetzung von Maßnahmen. Für drei bis fünf Jahre wird dafür ein Sanierungsmanagement mit folgenden Leistungen gefördert: Planung der Umsetzung, Projektmanagement der Gesamtmaßnahme, Beratung zu Fördermöglichkeiten der Einzelmaßnahmen, fachliche Unterstützung bei Vorbereitung, Planung und Umsetzung von Einzel- und Gesamtmaßnahme, Aufbau von Netzwerken und Öffentlichkeitsarbeit, Beratung von Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Monitoring und Erfolgskontrolle.

Die erfolgreiche Umsetzung der energetischen Stadtsanierung steht und fällt mit der Bereitstellung von Fördermitteln für die investiven Maßnahmen im Quartier.

„Wir identifizieren und kombinieren für unsere Auftraggeber und die Investoren im Quartier die geeigneten Fördermöglichkeiten aus Städtebauförderung, dem Bundesprogramm für energieeffiziente Gebäude (BEG), der KfW und weiteren Fachförderungen“, sagt Oliver Matzek, Leiter für den Geschäftsbereich Städebauliche Beratungen der WHS. „Nur so kann das energetische Quartierskonzept auch erfolgreich umgesetzt und die Energiewende gestemmt werden.“


Wann greifen Garantie, Gewährleistung oder Elektronikversicherung?

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Wenn die Elektronik den Geist aufgibt, Technik versagt oder man einfach selbst schuld ist

Display bleibt schwarz, Gerät reagiert nicht mehr oder ein fieser Riss zieht sich übers Display: Wann Garantie, Gewährleistung oder doch einfach nur eine Elektronikversicherung helfen, weiß die Debeka, eine der größten Versicherungsgruppen und Bausparkassen in Deutschland.

„Da ist doch noch Garantie drauf“

Wirklich? Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers oder Händlers und variiert in Dauer (oft 12 bis 24 Monate) und Umfang. Sie besteht für einen Artikel und ist nicht an eine Person gebunden. Meist umfasst sie Tausch oder Reparatur defekter Geräte, dennoch lohnt immer ein Blick in die Bedingungen. Verschleißteile wie Akkus sind meist von der Garantie ausgenommen, wenn nicht explizit im Garantieversprechen festgehalten. Viele Händler bieten gegen Aufpreis ein verlängertes Garantiepaket an. Heißt es dann doch „Der Defekt ist kein Garantiefall“, gilt meist noch die Gewährleistungspflicht.

Im Gesetz verankert: die Gewährleistungspflicht

Zu zwei Jahren Gewährleistung oder auch Mängelhaftung ist der Händler laut Gesetz verpflichtet. Ist die verkaufte Ware nicht fehlerfrei, muss der Händler das Produkt reparieren oder nachbessern. Ist der Händler der Ansicht, dass der Mangel erst nach dem Kauf entstanden ist, muss er das bei Produkten, die nach dem 1. Januar 2022 (davor gekaufte Produkte nur sechs Monate) in den ersten zwölf Monaten beweisen. Danach kehrt sich die Beweislast um: Dann muss der Käufer beweisen, dass der Artikel bereits zum Zeitpunkt des Kaufs einen Mangel hatte. Das wird schwierig, das heißt, ab dem zweiten Jahr ist man durchaus abhängig von der Kulanz des Händlers.

Privater Kauf oder Gebrauchtes

Wer etwas gebraucht oder von privat kauft, sollte einen Blick in den Verkaufstext werfen. Der Verkäufer kann die Gewährleistungspflicht nämlich ausschließen. Wenn keine Angaben dazu im Text stehen, muss die Privatperson zwölf Monate für das verkaufte Produkt geradestehen. Das gilt übrigens auch, wenn man etwas Gebrauchtes beim Händler kauft.

Reklamation

Wo wurde der Artikel gekauft? Hat man den Artikel beispielsweise beim Händler vor Ort gekauft, muss sich dieser um die Reklamation kümmern. Bei einer Online-Bestellung sollte man schriftlich – Brief oder E-Mail – den Mangel beschreiben. Tritt der Mangel innerhalb der ersten 14 Tage auf, kann man den Kauf widerrufen und die Ware zurückschicken. Laufen sowohl Garantie als auch Gewährleistung noch, kann man sich aussuchen, wie man die Ware reklamiert.

Und nach Ablauf von Garantie und Gewährleistung?

Ausgerechnet nach Ablauf der Garantie oder Gewährleistung – wie es der Zufall ja fast immer so will – geht etwas kaputt oder das Handy fällt so blöd, dass das Display zersplittert und nur noch die Spider-App zeigt. Und dann? Häufig übernimmt nur eine Elektronikversicherung die Kosten für selbstverschuldete Schäden an elektronischen Geräten. Manche Versicherungen, wie beispielsweise die Debeka, bieten Erweiterungspakete zusätzliche zur Hausratversicherung an.


Land gibt Bund Rückmeldung zu wichtigen Autobahnprojekten

Baden-Württemberg gibt dem Bund eine Rückmeldung zu wichtigen Autobahnprojekten im Südwesten, die der Bundesverkehrsminister in einer Liste für die Beseitigung von Engpässen an die Länder geschickt hatte. Zuvor hatte sich die Landesregierung nach internen Verhandlungen über die Antwort an Bundesminister Wissing geeinigt.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann teilt seinem Berliner Amtskollegen, Bundesminister Dr. Volker Wissing, mit einem Schreiben (PDF) mit, dass der Beschleunigung der Maßnahmen des „Vordringlichen Bedarfs Autobahnengpässe“ des Bundesverkehrswegeplans an der Autobahn 5 und der Autobahn 6 (Maßnahmen 1 bis 9 in der Projektliste) ausdrücklich zugestimmt wird. Staus sowie belastende Umfahrungsverkehre in der Region und Unfälle sollen dadurch verhindert werden.

Albaufstieg hat besondere Priorität

Darüber hinaus mahnt die Landesregierung den Bund an, entschieden und an erster Stelle das laufende und weit fortgeschrittene Projekt „Albaufstieg“ an der Autobahn 8 zwischen der Ausfahrt Mühlhausen und Hohenstadt voranzutreiben. Das Projekt ist für das Land von enormer verkehrlicher und wirtschaftlicher Bedeutung – und muss durch eine entsprechende Ressourcenausstattung schnell vorangetrieben werden.

Der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl sagte: „Wir haben in Baden-Württemberg zahlreiche neuralgische Verkehrsknotenpunkte. Besonders bedeutsam ist der Autobahn A8-Albaufstieg, der obendrein auf einer der zentralen europäischen Wirtschafts- und Verkehrsachsen liegt. Der Albaufstieg taucht in der Beschleunigungsliste der Berliner Ampler gar nicht auf. Das akzeptieren wir nicht: Der Ausbau des Albaufstiegs ist von größter Bedeutung und Brisanz. Deshalb mahnen wir seitens des Landes den Albaufstieg jetzt dringend an. Darüber hinaus muss an anderen Engstellen auf der Autobahn A8 vor allem schnell Abhilfe geschaffen werden, etwa durch den sofortigen Ausbau der Standstreifen zu zwei zusätzlichen schnellen Spuren. Wir im Land orientieren uns an der Sache und lösen die Probleme. Uns ist wichtig, schnell zu sachgerechten Verbesserungen zu kommen.“

Seitenstreifen als schnelle Übergangslösung

Darüber hinaus bevorzugt die Landesregierung bei den anderen Engpässen auf der Autobahn 8 zwischen Autobahnkreuz Stuttgart-Vaihingen und Wendlingen eine beschleunigte Lösung und hat dies dem Bund entsprechend mitgeteilt. So soll dort durch die temporäre Seitenstreifenfreigabe eine zeitnahe Verbesserung des Verkehrsablaufs erzielt werden. Zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Degerloch hat sich diese Lösung bewährt. Dies soll aus Sicht des Landes entsprechend verlängert werden. Der Bund wird gebeten, für diese weiteren Abschnitte zwischen den Anschlussstellen Degerloch und Wendlingen entsprechende Maßnahmen einzuleiten, heißt es in dem Schreiben weiter, das am 2. Mai 2023 an das Bundesministerium für Digitales und Verkehr geschickt wurde.

Bei der Temporären Seitenstreifenfreigabe wird bei sehr hohem Verkehrsaufkommen von der Verkehrsleitzentrale der Pannenstreifen nach vorheriger Überprüfung auf mögliche Hindernisse zeitweise freigegeben und damit der Verkehrsfluss verbessert, was eine „echte“ Beschleunigungsmaßnahme ohne zusätzlichen Flächenverbrauch wäre.


Ludwigsburg findet den Meister

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L.E. Volleys Leipzig neuer Deutscher Volleyball-Meister U18 männlich

Ludwigsburg.| Nach 2 intensiven Tagen und über 40 Gruppen- und K.O.-Spielen auf höchstem Niveau konnte sich L.E. Leipzig gegen den SC Potsdam im Endspiel souverän durchsetzen.

Dass es an der Spitze eng ist, zeigten die vielen 2:1-Endstände in den Viertel- und Halbfinals. „Unter den TOP 8 kann jeder jeden schlagen“ befand Michael Dornheim, Trainer der jungen Barock Volleys Mannschaft. Mit Platz 6 konnte seine Mannschaft das gesteckte Ziel, „unter die TOP 8 zu kommen“ übertreffen und scheiterte nur hauchdünn am Einzug in’s Halbfinale am Eimsbütteler TV, die mit den Hager-Brüdern 2 Söhne des Olympia-Dritten Axel Hager in ihren Reihen hatten.

Dr. Matthias Knecht, Oberbürgermeister Ludwigsburg, eröffnete die Veranstaltung in der Alleenhalle und betonte, „dass schon die Qualifikation unter die TOP 16 in Deutschland ein Riesenerfolg sei“.

„Das Hallenangebot, die Organisation der Barock Volleys MTV Ludwigsburg und die Verpflegung während der 2 Tage – es hätte nicht besser laufen können“ bemerkte Martin Walter, Präsident des VLW, bei der Abschlusszeremonie.

Felix Baumann, Jugend-Nationalspieler und Eigengewächs der Barock Volleys, ehrte zusammen mit Nachwuchs-Bundestrainer Dominic von Känel, alle 16 Mannschaften und gab seine Pläne preis: „Jetzt erst mal 1. Liga mit Karlsruhe, irgendwann dann Ausland und dann vielleicht wieder mit Ludwigsburg in der 1. Liga“…

„Wenn man die Spiele, Spieler, Trainer und Fans die letzten 2 Tage gesehen hat, weiß man, warum wir nächstes Jahr gerne die DM U20 nach Ludwigsburg holen würden“, so Sebastian Schiegl, Leitung Sponsoring | Kommunikation BAROCK VOLLEYS MTV LUDWIGSBURG.

Spätestens dann hallt es wieder „MM, TT, VV, …“