Eine feste Instanz für eine vielfältige und bunte Stadtgesellschaft
Stuttgart.| Nach sechs gelungenen Festivaltagen mit hochkarätigen Musikerinnen und Musiker aus aller Welt und einem ausgelassen feiernden Publikum zieht das veranstaltende Forum der Kulturen Stuttgart e.V. Bilanz zum 20. Sommerfestival der Kulturen: Es ist einmal mehr gelungen, Länderschranken zu überschreiten und ein Programm zu bieten, mit dem ein starkes Zeichen für ein vielfältiges Miteinander und gegen Ausgrenzungen aller Art gesetzt wird.
20 Jahre Sommerfestival der Kulturen und 25 Jahre Forum der Kulturen: Auf und am Stuttgarter Marktplatz gab es dieses Jahr einiges zu feiern. Sechs Tage lang verwandelte er sich beim Sommerfestival in einen musikalischen Melting Pot mit tollen Live-Acts, Streetfood-Ständen, Kunsthandwerk-Markt und einem spannenden Rahmenprogramm. Nach dem gestrigen Abschlusstag mit Tänzen und Musik der Stuttgarter Migrantenvereine, dem Gitarren-Duo Opal Ocean aus Australien und der brasilianischen Singer-Songwriter- Legende Chico César zieht der Vorstandsvorsitzende des Forums der Kulturen, Sami Aras, Bilanz: „Die ganze Stuttgarter Stadtgesellschaft ist in den letzten Tagen auf dem Marktplatz zusammengekommen, um die Vielfalt zu feiern – bei großartiger Musik und tollen kulinarischen und informativen Angeboten der Migrantenvereine. Die Stimmung war fantastisch und die Besucherzahl an allen Festivaltagen hoch – was uns sehr gefreut hat!“
Insgesamt kamen rund 80.000 Menschen zu den 16 Konzerten auf den Marktplatz – was auch im Jubiläumsjahr zeigt, wie sehr das Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart und weit über die Stadtgrenzen hinaus verankert – und eine feste Instanz für eine vielfältige und bunte Stadtgesellschaft geworden ist. „Auf der Bühne und im Publikum wurde die kulturelle Vielfalt der Stadt gefeiert“, sagt auch Forums-Geschäftsführer Rolf Graser. Es sei einmal mehr gelungen, Länderschranken zu überschreiten und ein Programm zu bieten, mit dem ein starkes Zeichen für ein vielfältiges Miteinander und gegen Ausgrenzungen aller Art gesetzt wird. Für ihn haben sich die Neuerungen im Programm anlässlich des Jubiläums bewährt: Der gut besuchte „Vereinstag“, an dem (post-)migrantische Vereine und Organisationen sich und ihre Arbeit im Rathaus vorstellten, spreche für sich. Ebenso der „Stuttgart-Tag“, an dem nur Bands aus Stuttgart und Region auftraten, sowie die anschließende Silent Disco, bei der Menschen zusammenkamen und sogar bei leichtem Regen ausgelassen gemeinsam feierten. Das Wetter – extreme Hitze und Gewitter am ersten Festivaltag – waren bei dem diesjährigen Sommerfestival eine Herausforderung, „die wir jedoch gut meistern konnten und die die Stimmung des Publikums nicht getrübt hat“, so Graser.
Ohne die Hilfe von rund 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre die Umsetzung des Sommerfestivals nicht möglich gewesen – ob an den Getränkeständen und Kassen, beim Auf- und Abbau, bei der Wasser-, Gas- und Stromversorgung, der Logistik, der Müllentsorgung oder der Sicherheit. Finanziert wurde das Sommerfestival der Kulturen 2023 im Wesentlichen durch akquirierte Drittmittel, also Spenden und Sponsoring sowie aus den Erlösen aus dem Getränkeverkauf und der Tombola, die dieses Jahr wieder mit tollen Preisen lockte. Am Essen, das beim Sommerfestival der Kulturen angeboten wurde, verdienten ausschließlich die rund 70 Vereine, die sich dadurch einen großen Teil ihrer Vereinsaktivitäten finanzieren.
Durch den Tag- und Nachteinsatz vieler Menschen und durch die aufgrund des freien Eintritts ermöglichte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger steht das Sommerfestival als Fest der Vielfalt für gelebte Interkultur. „Es gilt aber auch, in die Zukunft zu schauen und sich – auch mit dem Festival – den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Es gilt Vielfalt nicht nur zu feiern, sondern auch zu verteidigen“, merkt Graser an.
Und so endet das diesjährige Sommerfestival der Kulturen mit großer Vorfreude auf seine nächste, 21. Ausgabe im kommenden Jahr, die von Freitag, 19. bis Mittwoch, 24. Juli 2024 wieder auf dem Marktplatz Stuttgart stattfindet.