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StartLebenRatgeberGrüne Leidenschaft legalisiert: Alles Wissenswerte zum Jagdschein

Grüne Leidenschaft legalisiert: Alles Wissenswerte zum Jagdschein

LebenRatgeberGrüne Leidenschaft legalisiert: Alles Wissenswerte zum Jagdschein

Wer die Jagd auf Wild in seiner Freizeit oder beruflich ausüben will, kommt um den Jagdschein nicht herum. Dieses behördliche Dokument erlaubt es dem Inhaber, eine Waffenbesitzkarte zu beantragen und jagdlich tätig zu sein. Voraussetzung für die Erteilung des Jagdscheins ist die bestandene Jägerprüfung, die aus einem mündlichen und praktischen Teil nebst einer Schießprüfung besteht.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) gibt die aktuelle Zahl der Jagdschein-Inhaber mit 435.930 an und spricht von einem Rekordhoch. So sei die Zahl der Jäger in den vergangenen drei Jahrzehnten um 36 Prozent gestiegen. Besonders großer Beliebtheit erfreue sich die Jagd in Mecklenburg-Vorpommern mit zehn Jagdschein-Inhabern pro 1.000 Einwohner, gefolgt von Schleswig-Holstein (acht pro 1.000) und Niedersachsen (sieben).

Verantwortung für die Natur steht im Mittelpunkt

Das Naturerlebnis gilt als Hauptgrund für den Jagdschein-Erwerb. Ein Großteil der Jäger will neben der praktischen Jagdausübung einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten. Auch eine Vorliebe für den Verzehr von Wildfleisch ist für viele Menschen Motivation, sich der Jägerprüfung zu unterziehen. Ebenso stoßen die Jagdhundeausbildung sowie das ehrenamtliche Engagement in einer jagdlichen Vereinigung auf großes Interesse. Das in Vorbereitung auf die Jägerprüfung vermittelte Wissen schafft ein neues Bewusstsein für die heimische Natur und hilft dabei, komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Hegemaßnahmen und Bestandsregulierung dienen dem Natur- und Artenschutz. Um die Jägerprüfung erfolgreich zu absolvieren ist neben der erforderlichen Motivation auch eine ausgeprägte Lernbereitschaft unverzichtbar. So ebnen Jagdschulen mit speziellen Kursen den Weg zum Jagdschein.

Voraussetzungen für den Erwerb des Jagdscheins

Der Besitz eines gültigen Jagdscheins ist Voraussetzung für die Ausübung der Jagd. Das Mindestalter für den uneingeschränkten Jagdschein beläuft sich auf 18 Jahre. Der Jugendjagdschein kann ab 16 Jahren abgelegt werden. Er erlaubt es Jugendlichen, in Begleitung Erwachsener erste Jagderfahrungen zu sammeln. Für die Erteilung eines Jagdscheins ist der Nachweis über das Bestehen der Jägerprüfung erforderlich. Zur Prüfung zugelassen werden nur Personen, die ein tadelloses Führungszeugnis vorlegen können.

Zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung sind Lehrgänge verpflichtend. Die Dauer ist von der Unterrichtsform abhängig. So bieten Jagdschulen Intensiv- und Wochenendkurse an. Auch die Teilnahme an Fernlehrgängen ist möglich. Spezielle Ferienkurse richten sich vor allem an Schüler und Studenten. Die Vorbereitung auf die Jägerprüfung ist in jedem Fall mit einem hohen Lernpensum verbunden, unabhängig von der gewählten Unterrichtsform. Auch Fernlehrgänge beinhalten verpflichtende Praxisseminare, in denen zum Beispiel der Umgang mit Jagdwaffen trainiert wird.

Jagdschein Voraussetzung für Waffenbesitzkarte

Nach erfolgreich absolvierter Jägerprüfung und dem Erhalt des Jagdscheins kann eine Waffenbesitzkarte beantragt werden, die es erlaubt, Jagdwaffen zu erwerben und zu besitzen. Nun steht der Jagdausübung nichts mehr im Wege, wobei es die Bestimmungen des Waffengesetzes zu beachten gilt. So darf die Schusswaffe ausschließlich zu jagdlichen Zwecken geführt werden. Waffe und Munition müssen zum Transport in getrennten und verschlossenen Behältnissen verstaut sein. Auch für die Aufbewahrung von Schusswaffen gelten strenge Gesetze. Bei Verstößen gegen waffenrechtliche Bestimmungen drohen hohe Bußgelder und der Entzug der Waffenbesitzkarte. Während die Anzahl der im Besitz befindlichen Langwaffen für Jäger keiner Begrenzung unterliegt, beläuft sie sich bei den Kurzwaffen auf maximal zwei.


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