Stadt Stuttgart geht die nächsten Schritte
Building Information Modeling (BIM) wird in Stuttgart weiter ausgebaut. Zehn Projekte laufen bereits, neun weitere sind für 2026 und 2027 geplant. Gleichzeitig schafft die Stadt gemeinsame Standards und verbessert die Qualität und Nutzung digitaler Bauwerksdaten.
Die Landeshauptstadt Stuttgart treibt die Einführung des digitalen Planens und Bauens – Building Information Modeling (BIM) genannt – weiter voran. Aktuell werden zehn BIM-Projekte in den Bereichen Hochbau, Infrastruktur und Freiraumplanung umgesetzt. Hinzu kommt ein Großprojekt des Klinikums Stuttgart. Für die Jahre 2026 und 2027 sind neun weitere Projekte vorgesehen.
Zu den laufenden Vorhaben gehören unter anderem der Ersatzneubau des Hallenbads Zuffenhausen, der Ersatzneubau der Wilhelmsbrücke, der Bau des neuen Nesenbachkanals in der Cannstatter Straße sowie die Ertüchtigung und Erweiterung des Klärwerks Möhringen.
Ziel: Zentral abrufbare Bauwerksdaten
Mit der zunehmenden Anwendung rückt die Nutzung der digitalen Informationen über den einzelnen Planungs- und Bauprozess hinaus stärker in den Mittelpunkt. Perspektivisch sollen Bauwerksdaten städtischer Gebäude zentral abrufbar und auswertbar sein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt deshalb auf der Erfassung und Vereinheitlichung der Daten des bestehenden Gebäudebestands. Ein entsprechendes Pilotprojekt im Liegenschaftsamt soll in den kommenden Monaten starten.
Auch für die Entwicklungsfläche Stuttgart Rosenstein werden derzeit Mindestanforderungen für digitale Planungs- und Bauprozesse erarbeitet. Parallel wird die Gesamtstrategie für Digitales Planen und Bauen finalisiert. Auf dieser Grundlage soll die Umsetzung der BIM-Methode in den einzelnen Ämtern und Eigenbetrieben weiter konkretisiert werden.
Gemeinsame Grundlagen für die stadtweite Anwendung
Seit der Gründung der Arbeitsgruppe BIM.Stuttgart im Jahr 2023 wurden stadtweite Organisationsstrukturen aufgebaut, gemeinsame fachliche Grundlagen entwickelt und BIM in zahlreichen Projekten praktisch erprobt.
Grundlage ist der Grundsatzbeschluss des Gemeinderats aus dem Jahr 2023. Danach soll die BIM-Methode bis 2030 bei den Ämtern und Eigenbetrieben der Landeshauptstadt für die Planung, Errichtung und den Betrieb von Bauwerken eingeführt werden. Ziele sind insbesondere Verbesserungen bei Klimaneutralität, Wirtschaftlichkeit und Digitalisierung.
Die Arbeitsgruppe BIM.Stuttgart verbindet inzwischen 14 Ämter und Eigenbetriebe sowie das Klinikum Stuttgart und die SSB. In acht städtischen Organisationen wurden zudem eigene BIM-Kompetenzstellen beziehungsweise entsprechende Fachbereiche aufgebaut.
Gemeinsam wurden unter anderem Auftraggeber-
Nächste Schritte: Standards, Datenqualität und Datenlogistik
Aus Sicht der beteiligten Ämter ergeben sich daraus mehrere zentrale Handlungsfelder: Für die weitere Einführung der BIM-Methode braucht es ausreichende personelle und technische Kapazitäten, gemeinsame Standards sowie eine verlässliche Datenqualität und -pflege. Auch eine geeignete IT-Architektur für die stadtweite Datenlogistik ist erforderlich. Darauf liegt der Schwerpunkt der nächsten Umsetzungsschritte.